Hi.
Was passiert, wenn man einen normalen Wechselstrom-Asynchromotor (Mit
Kondensator-Hilfswicklung) an Unterspannung betreibt?
Die Drehzahl ist zwar "eigentlich" durch die Frequenz vorgegen. Aber
weil weniger Kraft da ist, wird der Motor durch die Last abgebremst, so
dass man dann doch eigentlich eine Möglichkeit hat, weniger Drehzahl zu
bekommen.
Ich würde gerne den Motor auf ca 40% Drehzahl runter bekommen bzw eine
Spannung von ca 160 V anlegen und sehen was dann noch "rauskommt".
Der Schlupf nimmt zu, aber irgendwann schlägt das Kippmoment zu und der
Motor bleibt stehen.
Wenn du einen Lüfter antreibst, dann kann es funktionieren, der
Lastkennlinie wegen. Ansonsten ist es eine Schnapsidee.
hinz schrieb:> Ansonsten ist es eine Schnapsidee.
Normalerweise schon, aber du kannst mal versuchen den Spulenstrom mit
ein bischen(!)Gleichstrom zu überlagern.
Z.B. indem du den Wechselstrom über eine Diode zuführst, die mittels
parallelgeschaltetem Widerstand sehr schlecht gemacht wurde.
Aber aufpassen: Mit reinem Gleichstrom brennt dir wahrscheinlich der
Motor ab.
Das mechanische Äquivalent dazu habe ich mal bei einer Vorschubsteuerung
gesehen, und es funktionierte erstaunlich gut und reproduzierbar.
Dort waren zwei Spaltpolmotore auf gemeinsamer Welle, aber mit
entgegengesetzter Drehrichtung.
Während der eine mit 220V~ lief, bremste der andere, indem er über ein
Poti etwas von der 24V= Versorgung bekam.
Beim Zurückfahren wechselten Antriebsmotor und Bremser lediglich die
Rollen.
Ben schrieb:> Ich würde gerne den Motor auf ca 40% Drehzahl runter bekommen bzw eine> Spannung von ca 160 V anlegen und sehen was dann noch "rauskommt".
Ein Bauraum-kompatibler Motor mit doppelter Polpaarzahl lässt sich nicht
finden?
Mit anderem Motor kann man aber auch gleich auf Frequenzumrichter
umsteigen, falls in Zukunft noch andere Drehzahlen nötig sind.
mfg mf
Hallo.
Ein anderer Motor geht leider nicht, es handelt sich um eine Pumpe, die
10m²/h fördern kann. Im Belastungsfall muss die Pumpe das auch bringen.
Im "Standby" würde schon 2 m² /h reichen.
Ben schrieb:> Im "Standby" würde schon 2 m² /h reichen.
Am Anfang braucht sie aber mindestens volle Leistung! Sonst wird sie
kaum anlaufen wenn die Wassersäule darüber steht. Lieber würde ich
lieber 2 verschiedene Pumpen einsetzen (wenn der Platz es erlaubt) um
gleichzeitig die Ausfallsicherheit zu verbessern.
Bei den alten Umwälzpumpen für die Heizung wurde es so ähnlich gemacht.
Die langsameren Stufen haben einfach mehr Schlupf. Die Motoren sind aber
auch im Normalbetrieb mit viel Schlupf (d.h Drehzahl deutlich unter
3000/min).
Über weniger Spannung kann man den Schlupf vielleicht auf das 2-3 facher
erhöhen, viel mehr wird problematisch. Wenn der Motor zu gut ist braucht
es einen Frequenz-umrichter.
Welche Drehzahl ist für den Motor angegeben ?
Hallo.
Drehzahl hab ich leider nicht zur Hand, da müsste ich mal in den
Pumpenschacht steigen.
Es handelt sich um eine selbstansaugende Kreiselpumpe mit 1,5 kW.
Wenn ich mal richtig Wassermenge brauche, muss die Pumpe auch leisten.
Für den Rest der Zeit wäre eine Drosselung nicht schlecht.
Lurchi schrieb:> Bei den alten Umwälzpumpen für die Heizung wurde es so ähnlich gemacht.> Die langsameren Stufen haben einfach mehr Schlupf. Die Motoren sind aber> auch im Normalbetrieb mit viel Schlupf (d.h Drehzahl deutlich unter> 3000/min).
Widerstandsläufer, da klappt das, mit entsprechend schlechtem
Wirkungsgrad.
Bei Heizungspumpen wird auch gerne eine Paketwellensteuerung gemacht,
z.B. 2 Halbwellen durchlassen, 2 sperren, oder 10 und 6.
Dadurch, dass der Motor die volle Spannung bekommt, bleibt er nicht so
leicht stehen. Wie sich die Lastwechsel aber auf die Lager auswirken
weiss ich nicht.
Und aufpassen, keinen Gleichstrom erzeugen!
Und der Anlauf mit Volllast
Ben schrieb:> 10m²/h fördern kann. Im Belastungsfall muss die Pumpe das auch bringen.> Im "Standby" würde schon 2 m² /h reichen.
Ein Bypassventil anbringen.
Wenn der Motor einfach nur dreht, nimmt er nicht die
volle Leistung auf.
LG
old.
Nicht ohne uns O. schrieb:> Ein Bypassventil anbringen.> Wenn der Motor einfach nur dreht, nimmt er nicht die> volle Leistung auf.>> LG> old.
Bei den üblichen Kreiselpumpen nimmt die Leistungsaufnahme mit der
Fördermenge zu, auch wenn der Druck klein ist. Die Leistungsaufnahmen
ist am geringsten wenn nichts gefördert wird. Das kann man auch am
Staubsauger testen: zugehalten geht die Drehzahl i.A. hoch (wenn keine
Regelung).
Da kann man auch einfach den Durchfluss drosseln - Hahn zu und gut ist.
Lurchi schrieb:> Bei den üblichen Kreiselpumpen nimmt die Leistungsaufnahme mit der> Fördermenge zu, auch wenn der Druck klein ist.
Das kommt auf die Schnellläufigkeit der Pumpe an.
Yep, eine (schnelldrehende) Pumpe nichts fördern zu lassen ist immer
eine gute Idee. Wohl noch nichts von Kavitation gehört oder mal gesehen
wie das Läuferrad danach aussieht.
Danke für den Hinweis Chris.
Nicht alle FU mit Drehstromausgang sind geeignet für eine stark
unsymmetrische Belastung, wie diese ein Kondensatormotor darstellt, der
dann nur an zwei Phasen angeschlossen wäre.
Es gab noch die Hilfsschaltung für den Anschluss eines Kondensatormotors
mit Hilfswicklung an ein Drehstromnetz in dem die dritte Phase über eine
Drossel und Kondensator angeschlossen wird.
Bei einer niedrigeren Frequenz muss bei einem echten Kondensatormotor
mit Hilfswicklung eigentlich auch eine zusätzliche Kapazität parallel
geschaltet werden zu der vorhandenen.
Dieter schrieb:> Danke für den Hinweis Chris.
Kein Problem - bei "Asynchronmotor" denke ich auch zu allererst an die
üblichen 08/15-Arbeitspferde.
> Nicht alle FU mit Drehstromausgang sind geeignet für eine stark> unsymmetrische Belastung, wie diese ein Kondensatormotor darstellt, der> dann nur an zwei Phasen angeschlossen wäre.>> Es gab noch die Hilfsschaltung für den Anschluss eines Kondensatormotors> mit Hilfswicklung an ein Drehstromnetz in dem die dritte Phase über eine> Drossel und Kondensator angeschlossen wird.>> Bei einer niedrigeren Frequenz muss bei einem echten Kondensatormotor> mit Hilfswicklung eigentlich auch eine zusätzliche Kapazität parallel> geschaltet werden zu der vorhandenen.
Ja, im Prinzip bräuchte man einen veränderbaren Kondensator ;-)
P.S.: Übrigens gibt es durchaus auch FUs mit bis zu 2,2kW an 1P/230V,
bspw. die ältere Lenze 82xx-Reihe, von der man öfter mal gebrauchte für
wenig Geld in Anzeigen/ebay findet.
Chris D. schrieb:> Ja, im Prinzip bräuchte man einen veränderbaren Kondensator ;-)
Einen Drehkondensator? :-)
> P.S.: Übrigens gibt es durchaus auch FUs mit bis zu 2,2kW an 1P/230V,> bspw. die ältere Lenze 82xx-Reihe, von der man öfter mal gebrauchte für> wenig Geld in Anzeigen/ebay findet.
M.W. gibt es auch spezielle FUs für Kondensatormotoren, die dann
auch den "richtigen" 90°-Winkel erzeugen. Den Kondensator braucht
man dann nicht mehr.
Harald W. schrieb:> Chris D. schrieb:>>> Ja, im Prinzip bräuchte man einen veränderbaren Kondensator ;-)>> Einen Drehkondensator? :-)
Ja, wenn der noch in den Brunnen passt ... ;-)
>> P.S.: Übrigens gibt es durchaus auch FUs mit bis zu 2,2kW an 1P/230V,>> bspw. die ältere Lenze 82xx-Reihe, von der man öfter mal gebrauchte für>> wenig Geld in Anzeigen/ebay findet.>> M.W. gibt es auch spezielle FUs für Kondensatormotoren, die dann> auch den "richtigen" 90°-Winkel erzeugen. Den Kondensator braucht> man dann nicht mehr.
Ja, Pophof hat die (siehe Beitrag von N.G.).
Ist aber in meinen Augen aber nur eine Notlösung (wie auch die
Kondensatormotoren: besch... eidenes Anlaufmoment, durfte ich bei meinem
ersten Kompressor "bestaunen", wenn es Winter wurde).
Aber wenn der Motor nicht tauschbar ist, muss der OP wohl in den sauren
Apfel beißen.
Was bisher noch nicht genannt wurde:
Wenn der Motor ein Lüfterrad zur Eigenkühlung hat, wird er bei stark
veringerter Drehzahl nicht mehr gut genug gekühlt. Zumal das Drehmoment
bei gleicher Förderhöhe ggf. fast konstant bleibt.
Das gilt auch für Betrieb an einem FU.
Udo S. schrieb:> Wenn der Motor ein Lüfterrad zur Eigenkühlung hat, wird er bei stark> veringerter Drehzahl nicht mehr gut genug gekühlt. Zumal das Drehmoment> bei gleicher Förderhöhe ggf. fast konstant bleibt.>> Das gilt auch für Betrieb an einem FU.
Das gilt nur für Verdrängerpumpen wie z.B. Kolbenpumpen. Bei Kreisel-
bzw Zentrifugalpumpen ist das unzutreffend. Deren maximale Förderhöhe
verringert sich bei gleichzeitig deutlich reduzierter Fördermenge. Daher
spricht man bei Kreiselpumpen und Ventilatoren auch von einer
quadratischen Kennlinie.
Bastler_uC schrieb:> Bei Heizungspumpen wird auch gerne eine Paketwellensteuerung gemacht,> z.B. 2 Halbwellen durchlassen, 2 sperren, oder 10 und 6.
Wenn Du alle 30msek. eine Halbwelle durchlässt,
müsste das klappen.
Man bekommt dann genau die halbe Frequenz
und der Motor dreht mit der halben Drehzahl.
HLHLHLHLHLHLHLHLHLHLHL 50Hz
H L H L H L H L 25Hz
Das lässt sich extrem simpel realisieren.
Dafür genügt schon ein Monoflop als "Impulszentrale".
Starten tut man mit 50Hz damit der Motor sicher anläuft.
Man baut das als Direktumrichter.
Chris D. schrieb:> Ist aber in meinen Augen aber nur eine Notlösung
In meinen Augen nicht. Und ich habe da auch praktische
Erfahrung mit gemacht, allerdings Selbstbau:
http://meinearduinoprojekte.blogspot.com/2020/03/two-phase-arduino-induction-motor-speed.html
LG
old.
Ben schrieb:> Was passiert, wenn man einen normalen Wechselstrom-Asynchromotor (Mit> Kondensator-Hilfswicklung) an Unterspannung betreibt?
Der Motor würde weiterhin annähernd mit der Synchrondrehzahl,laufen
wollen. Er setzt deshalb annähernd die gleiche Leistung um, also
wesentlich höheren Strom aufnehmen. Bei Tauchpumpen würde die Kühlung
noch klappen, bei normalen Motoren würde der Motor überhitzen.
Was den Schlupf eines asynchron-Läufers angeht: Der Wirkungsgrad kann
nie besser sein als der Schlupffaktor. Bei 80% der Synchrondrehzahl ist
er bestenfalls 80%.
Bei geringerer Förderung würde der Motor,wie ein Trafo,weniger Leistung
aufnehmen, ohne die Drehzahl wesentlich zu ändern.
Allerdings hängt es von der Kennlinie der Pumpe ab, wie sich dabei der
Wirkungsfaktor der Pumpe ändert.
Fazit: bei geringerer gefordeter Förderleistung, kann man durch Eingriff
am Motor den Wirkungsgrad praktisch nicht verbessern.
Nicht ohne uns O. schrieb:> In meinen Augen nicht. Und ich habe da auch praktische> Erfahrung mit gemacht, allerdings Selbstbau:> http://meinearduinoprojekte.blogspot.com/2020/03/two-phase-arduino-induction-motor-speed.html
Dann miss mal das Drehmoment von 0Hz an ;-).
Das ist ja nett, dass Leute einen Motor irgendwie zum Drehen bewegen
können, sowohl Motor als auch FU bleiben aber trotzdem eine Notlösung.
Kondensatormotoren lassen sich gerade im niedrigen Drehzahlbereich kaum
noch vernünftig regeln. Daher raten selbst die Hersteller von solchen
FUs für breite Regelbarkeit und ordentliche Drehmomente zu "richtigen"
Drehstrommotoren.
Merke: Kondensatormotoren wurden nur zu einem Zweck entwickelt - um
preiswerter als 3P-Asynchronmotoren produziert werden zu können und
Festfrequenzaufgaben halbwegs vernünftig zu übernehmen.
Hätten sie dabei gleiche oder bessere Eigenschaften als diese, so hätten
sie sich auf breiter Front durchgesetzt. Haben sie aber nicht, ganz im
Gegenteil: bescheidenes Anlaufdrehmoment, äußerst mäßige Regelbarkeit
beim Betrieb am FU, wesentlich geringere Maximaldrehzahl.
hinz hat da leider Recht: Murks bleibt Murks, auch wenn ein FU da dran
hängt.
Wenn es geht und lohnt, würde ich die Dinger immer rauswerfen (oder am
besten gleich vermeiden) und einen ordentlichen Motor installieren.
Chris D. schrieb:> Merke: Kondensatormotoren wurden nur zu einem Zweck entwickelt - um> preiswerter als 3P-Asynchronmotoren produziert werden zu können und> Festfrequenzaufgaben halbwegs vernünftig zu übernehmen.>> Hätten sie dabei gleiche oder bessere Eigenschaften als diese, so hätten> sie sich auf breiter Front durchgesetzt.
Nun, m.W. haben die sich in Amerika "auf breiter Front durchgesetzt",
weil dort in Privathäusern und Kleinbetrieben kein Drehstrom zur
Verfügung steht.
Harald W. schrieb:> Nun, m.W. haben die sich in Amerika "auf breiter Front durchgesetzt",> weil dort in Privathäusern und Kleinbetrieben kein Drehstrom zur> Verfügung steht.
Klar. Das ist aber nicht den überragenden regelungstechnischen
Eigenschaften des Kondensatormotors zuzurechnen ;-)
Um die Reihe zu erweitern:
Netz -> Murks, daher hauptsächlich verwendeter Motor -> Murks und daher
auch FU+Motor -> Murks ;-)
Die Amis sind elektrotechnisch echt nicht zu beneiden. Wenn ich
überlege, dass ich mich in der Produktion in der Halle mit 1P
rumschlagen müsste ...
Glücklicherweise lernen sie ja dazu und verwenden jetzt zumindest
vermehrt FUs und ordentliche Motoren, weil die FUs mittlerweile
erschwinglich sind.
Harald W. schrieb:> Nun, m.W. haben die sich in Amerika "auf breiter Front durchgesetzt",> weil dort in Privathäusern und Kleinbetrieben kein Drehstrom zur> Verfügung steht.
Stimmt, die meisten Amis kennen die Vorteile von Drehstrommotoren nicht,
Murks reicht ihnen daher völlig.
Chris D. schrieb:> ordentliche Motoren
Was ist denn an den 2P Motore "unordentlich"?
Sie sind größer und schwerer. Aber wenn sie nun mal
da sind, wo ist das Problem?
LG
old.
Chris D. schrieb:> Nicht ohne uns O. schrieb:>> In meinen Augen nicht. Und ich habe da auch praktische>> Erfahrung mit gemacht, allerdings Selbstbau:>>> http://meinearduinoprojekte.blogspot.com/2020/03/two-phase-arduino-induction-motor-speed.html>> Dann miss mal das Drehmoment von 0Hz an ;-).>> Das ist ja nett, dass Leute einen Motor irgendwie zum Drehen bewegen> können, sowohl Motor als auch FU bleiben aber trotzdem eine Notlösung.> Kondensatormotoren lassen sich gerade im niedrigen Drehzahlbereich kaum> noch vernünftig regeln. Daher raten selbst die Hersteller von solchen> FUs für breite Regelbarkeit und ordentliche Drehmomente zu "richtigen"> Drehstrommotoren.
Hopa, den Beitrag habe ich erst jetzt gesehen.
Das stimmt nicht. Wieso soll der sich nicht regeln lassen?
Und 0Hz das ist DC. Da bremst der 2P genau so wie der 3P
Und das Drehmoment bleibt auch unverändert, da der FU ja
die Spannung passend zur Frequenz einstellt.
Ich wage mal zu behaupten, dass der Motor am 2P-FU ein höheres
Moment erreichen kann als mit Kondensator.
Die Sache mit dem Bremsen kannst Du ja mal schnell mit einem
Labornetzteil testen und nachprüfen.
Chris D. schrieb:> Merke: Kondensatormotoren wurden nur zu einem Zweck entwickelt - um> preiswerter als 3P-Asynchronmotoren produziert werden zu können
Im Gegenteil. Die sind Aufwändiger, schon von der Materialmenge
her. Das merkst Du schon am Gewicht.
LG
old.
Nicht ohne uns O. schrieb:> HLHLHLHLHLHLHLHLHLHLHL 50Hz> H L H L H L H L 25Hz
Übrigens Dein Beispiel sind keine 25Hz. Diese Ungenauigkeit bringt h...
nicht nur auf die Palme, schafft es oben nicht mehr zu bremsen, sondern
bringt ihn fast in den Weltraum. Zähl mal nach.
Solche Steuerungen kenn ich auch. Damit nicht jede Halbwelle die
magnetisierung in die Sättigung treibt, muss noch ein Phasenanschnitt
vorgesehen werden.
Die speziellen FU für Kondensatormotoren sind besser und holen bei der
gleichen Leistung mehr effizientere Kraft aus einem solchen Motor, als
mit Kondensator. Wenn ein FU nur bis 1.1kW noch erhältlich sein sollte,
dann muss man darauf achten, dass das Gerät diese Leistung auch wirklich
als Dauerleistung abgeben kann, d.h. nicht nach irgendeiner Norm 5min
oder 15min.
Nicht ohne uns O. schrieb:> da der FU ja die Spannung passend zur Frequenz einstellt.
Der FU bedient den Anschluss am Motor vor dem der Kondensator hängt
direkt. Dort wird nicht nur die Spannung passend zur Frequenz
eingestellt sondern die Phasenlage und letzteres ist der wesentliche
Punkt.
Nicht ohne uns O. schrieb:> Chris D. schrieb:>> Merke: Kondensatormotoren wurden nur zu einem Zweck entwickelt - um>> preiswerter als 3P-Asynchronmotoren produziert werden zu können>> Im Gegenteil. Die sind Aufwändiger, schon von der Materialmenge> her. Das merkst Du schon am Gewicht.
Beides ist etwas am Ziel vorbei. Der Ursprung war die Steinmetzschaltung
um Drehstrommotore am Einphasennetz anzuschließen. Allerdings hat der
Motor weniger Moment und Leistung als mit Drehstrom gespeist.
https://de.wikipedia.org/wiki/Steinmetzschaltung
Für einen solchen "Kondensatormotor" ist es eigentlich unsinnig eine
dritte Statorwicklung zu haben. Weil Kupfer und Elko teurer als Eisen
sind, wurde daher ein Kondensatormotor entwickelt, der nur zwei
Wicklungen hat (die Kondensatorwicklung ist die schwächere von beiden)
und mit geringfügiger weniger µF auskommt. Somit wurde der Motor für
gleich Leistung so billiger produziert. Ein bischen schwerer wurde er
auch, aber das war nur spottbilliges Eisen im Vergleich und der
Kondensator ist natürlich auch nicht schwerelos.
Dieter schrieb:> Solche Steuerungen kenn ich auch.
Ich kenne solche "Steuerungen" gar nicht. Bin durch den
Beitrag von "Bastler_UC" drauf gekommen.
> Übrigens Dein Beispiel sind keine 25Hz. Zähl mal nach.
Welch ein Glück! :) Meine Sorge war, dass die so generierte
Wechselspannung einen zu geringen Effektivwert hat und
der Motor deshalb kippt und stehen bleibt.
> Damit nicht jede Halbwelle die> magnetisierung in die Sättigung treibt, muss noch ein Phasenanschnitt> vorgesehen werden.
Der ist durch das Monoflop, noch Belieben, einstellbar.
Mich juckt es ja schon in den Fingern, dass mal aufzubauen
um damit die Vorschaltdrossel zu ersetzen. Momentan setze
ich da ja die Spannung runter, wie Ben das vor hatte.
http://vcw196.blogspot.com/2014/03/vaillant-vcw1962-c-erfahrungen-und.htmlDieter schrieb:> Der Ursprung war
Der 2P Drehstrommotor von N. Tesla.
Musst Du mal im Internet nach suchen statt Märchen (siehe Link)
zu erzählen.
https://info.elektro-kahlhorn.de/drehstrommotor-steinmetzschaltung/
Und hier der 2P Drehstrommotor von Tesla im Betrieb:
https://www.youtube.com/watch?v=pdMr9CUrpRshttps://en.wikipedia.org/wiki/Induction_motor#History
und
eProfi schrieb:> (Teslas erste Drehstromgeneratoren hatten 2 Phasen mit 90°)
Frage an die Eisenbahnfans: 2P oder 3P ?
https://de.wikipedia.org/wiki/Jungfraubahn
Und wenn 3P war das von Anfang an so oder wurde umgestellt
um verfügbare 3P Motore Generatoren verwenden zu können?
LG
old.
Wie kann man eigentlich die interne 2P-Variante von der internen
3P-Version von außen unterscheiden? Oder gibt's die 3P zumindest bei
Pumpen praktisch gar nicht?
Bei der 3P könnte man einfach den Kondensator entfernen und hätte dann
einen Drehstromanschluß.
Wenn man beim 2P den Kondensator 30% kleiner macht, welche Werte darf
man dann bei einer Pumpe erwarten?
Im Frühjahr haben alle die gleichen Probleme ;-)
Abdul K. schrieb:> Wie kann man eigentlich die interne 2P-Variante von der internen> 3P-Version von außen unterscheiden?
Wenn du ans Klemmfeld rankommst: einfach DC-Widerstandsmessung.
> Oder gibt's die 3P zumindest bei> Pumpen praktisch gar nicht?
Steinmetzschaltung wird nur noch bei ganz kleinen Motoren verwendet.
> Bei der 3P könnte man einfach den Kondensator entfernen und hätte dann> einen Drehstromanschluß.
Da wird sich keine Pumpe finden.
> Wenn man beim 2P den Kondensator 30% kleiner macht, welche Werte darf> man dann bei einer Pumpe erwarten?
Deutlich kleineres Kippmoment.
> Im Frühjahr haben alle die gleichen Probleme ;-)
Der übliche Run auf die Gartencenter war durch Corona ehr verstärkt.
@oldeurope
Nachgezählt hast Du nicht welche Frequenz Dein Beispiel hat. Diese Art
der Ansteuerung und damit verbundenen Drehmomentpulsen mögen viele
Motoren nicht so gerne auf die Dauer und die Schaufeln auch nicht.
Die Motorprinzipien waren natürlich schon länger bekannt. Der
Zusammenhang ist kein Märchen wie Du es nennst, sondern hängt
geschichtlich mit der Optimierung von Fertigungsprozessen, Kosten und
der fertigungstechnischen Fortschritte bei den Kondensatoren zusammen.
Vorher wurde die Phasenverschiebung vorwiegend über Induktivitäten
realisiert. Diese Entwicklung verhalf dem Kondensatormotor damals zu
mehr Marktanteilen. Das kam aus einem Vortrag zu den historischen
Entwicklungen der Marktanteile von unterschiedlichen Elektromotoren aus
Sicht der Optimierung.
Zur Jungfrauenbahn fuhr ich bei einer Exkursion 1991 mit. Da wurde das
Innenleben, d.h. die Antriebe gerade systematisch erneuert und konnten
den Umbau eines Antriebes noch bei ABB Oerlikon besichtigen.
hinz schrieb:> Der übliche Run auf die Gartencenter war durch Corona ehr verstärkt.
Gut, dass ich das heute auf dem Heimweg ausgelassen habe.
Dieter schrieb:> Nachgezählt hast Du nicht welche Frequenz Dein Beispiel hat.
Natürlich nicht. Ich greife in eine Kiste mit Bauteilen,
streue die über die Leiterplatte und löte sie zusammen.
Mal sehen was dabei rauskommt. Ich muss noch das 2. MF
beschalten, dann mache ich mal ein Foto.
Dieter schrieb:> wie Du es nennst
Ich hoffe, die anderen Leser haben sich mit den Links befasst.
Oder auch nicht, mir egal. Die Trolle trollen, die Löschmods
löschen und die Hausbootbesitzer dürfen gar nichts.
Das ist hier so gewollt.
Dieter schrieb:> Zur Jungfrauenbahn fuhr ich
Das möchte ich auch mal.
LG
old.
@oldeurope
Es kommt halt bei Dir auch zu schnell zur Serienresonanzkatastrophe und
fliegst dann mit einem Affenzahn bis zur Sonne und wieder zurück.
Übrigens es liegt hier noch eine Diskussion im Forum bei der gewisse
Personen auch zugaben dass ihre Richtung nicht so geeignet wäre. Dass
diese hingestachelt hatten um einen zu verlocken nivautiefer zu schießen
funktionierte einfach nicht. Übrigens den Betreffenden wurden auch schon
Beiträge gelöscht. Zwar waren das weniger, aber erwischt hat es sie
auch.
Manchmal geht auch etwas schief. Ich hatte auch einmal einen Account und
eine längere Zeit nicht genutzt. Wenn ich neu anmelden versuche, kennt
das System meine Email. Wenn ich pwd-vergessen versuche, dann kennt mich
das System nicht.
Was manchmal wirklich nicht ganz so selten störend am Löschen ist, dass
ein Absatz mit Angriffen ein Grund für da Löschen ist, aber der andere
Teil der Antworten doch gut war. Da fände ich es gut, wenn ein Moderator
diese mit "Markierten Text zitieren" herausgreifen würde und somit
weiterhin erhalten wären, und dann den Beitrag löscht.
Außerdem erschrecken TOs, wenn sich hier Leute sich (eigentlich unnötig)
immer wieder angreifen.
Wer sich informiert, erschreckt sich nicht.
Folgendes Konzept:
Mit MF durch 1,5 Teilen. Macht 33.3PeriodeHz
Dann durch zwei teilen mit Toggle-FF macht
16,6PeriodeHz
Auf der negativen und auf der poritiven Flanke je
ein MF triggern für 10ms.
Ausgangssignale addieren, zum Gate vom Triac und
dann mal sehen wie das läuft. Sollte 1/3 der
Drehzahl geben.
Oder halt Arduino. Ich mach das mit den Gattern,
ist der gleiche Hardware Aufwand glaube ich.
Mal sehen.
LG
old.
Dieter schrieb:> Der TO müßte das Typenschild des Motors posten. Es kann sein, dass es> sich doch um einen ASM handelt, der mit eine Kondensator am> Einphasennetz hängt.
+1
Ich würde mir erst noch mal den Motor genauer anschauen.
Ich habe zwei Pumpen und bei denen würde ich den Motor als Asyncronmotor
identifizieren, der an Wechselspannung betrieben wird.
https://de.wikipedia.org/wiki/Steinmetzschaltung
10 bzw 16 uF in Steinmetzschaltung.
Ben schrieb:> Drehzahl hab ich leider nicht zur Hand, da müsste ich mal in den> Pumpenschacht steigen.
Ich würde mal in den Pumpenschacht steigen und das Puffergefäß suchen.
Den Luftdruck des Puffergefässes überprüfen und auf Nenndruck bringen.
Wenn es den eine Pumpe ist, wie ich sie mir vorstelle.