Hallo,
Ich bin dabei mir eine Ätzküvette zu bauen. Im Internet gibt es ja viele
Anleitungen dazu. Die meisten verwenden zum Heizen der Ätzflüssigkeit
eine Aquarium Heizung. Durch die Heizung muss die Küvette eine bestimmte
Tiefe haben um das eintauchen und auch das vollständige umfließen der
Flüssigkeit um das Heizelement zu gewährleisten. Ich möchte zum beheizen
des Tanks eine Heizfolie verwenden. Die Heizfolie kann ich mit 12V
betreiben und kann eine außen Temperatur von 100°C erreichen was für die
Anwendung leicht ausreichen sollte. Mein Problem ist nun jedoch wie kann
ich die Temperatur der Flüssigkeit messen ohne das der Sensor von der
Säure angigriffen wird. Ich finde dazu nichts im Internet da alle eine
Aquarium Heizung verwenden welche einen eingebauten Thermostat
beeinhaltet. Die Tiefe meiner Küvette sind ca 12mm. Ich habe mir das
Design von dieser Seite als Anhaltspunkt verwendet:
http://www.fdm-ware.de/Aetzkuevette/index.html jedoch misst der die
Temperatur nicht sondern senkt nach einer bestimmten Zeit nur die
Spannung, dies ist mir jedoch zu ungenau da die Dauer des Heizvorganges
durch zu viele Faktoren abhängig ist.
mfg
Markus
Ich habe dazu einen DS18B20 in Schrumpfschlauch mit Innenkleber
eingeschrumpft. Oben noch mit einem Kunststoffpropfen verschlossen (der
wird mit eingeschrumpft). Das hielt >1 Jahr dauerhaft in der Säure.
arget schrieb:> ohne das der Sensor von der> Säure angigriffen wird
Ein Kunststoffröhrchen an einem Ende erhitzen bis zum Schmelzpunkt und
mit einer Zange zusammenpressen - muss dicht sein, nicht schön. Den
Sensor an ein Kabel anlöten und zusammen mit einer Portion
Wärmeleitpaste vom offenen Ende aus reinschieben.
Das obere Ende mit dem Kabel sollte man mit Schrumpfschlauch abdichten,
aber es sollte auch garnicht in das Ätzmittel eintauchen.
Georg
Ein langes Reagenzglas, in das der Sensor bis ganz unten geschoben wird.
Dann Quarzsand in das Reagenzglas.
Das Glas taucht nicht komplett ins Ätzbad, trotzdem oben verschliessen,
aber nicht luftdicht.
Da die Regelstrecke bei so einer Anwendung vermutlich nicht
"rattenschnell" sein muss, wird das wohl gehen.
OK Das mit dem Kunststoffschlauch kann ich mir noch anschauen. Ich habe
mir auch schon überlegt mit einem Reagenzglas jedoch finde ich nirgendwo
welche die schmal genug sind dass ich sie in das Gefäß hinein bekomme da
meine Küvette nur eine Tiefe von 12mm hat
arget schrieb:> Könnte ich statt dem Reagenzglas auch einen Aquarium schlauch verwenden,> wie sind die von der Wärmeleitfähigkeit für so etwas?
Wie warm fühlt sich denn die Küvette von außen an? Wenn ich meine
Kaffeetasse außen anfasse, kriege ich ein Gefühl für die Temperatur des
Kaffees innen. Wie genau muß die Temperatur des Bades denn sein? So ein
USB Tassenwärmer hat auch keinen Sensor in der Tasse.
http://www.amazon.de/USB-Tassenw%C3%A4rmer-Kaffeew%C3%A4rmer-Notebook-Tassenw%C3%A4rmer-Kaffee/dp/B00JLFJFN8
Hi
>Die Heizfolie kann ich mit 12V>betreiben und kann eine außen Temperatur von 100°C erreichen was für die>Anwendung leicht ausreichen sollte.
Was sind das für Heizfolien?
MfG Spess
Jojo S. schrieb:> statt Reagenzglas kann man auch ein Glasrohr nehmen und ein Ende über> einer Gasflamme zu schmelzen
Jepp, da tut es jeder billige Propangas_Lötbrenner. Ich hatte das als
Jugendlicher sogar mit viel Gedult mit einem Spititusbrenner gemacht.
Alternativ findet man auf Jahrmärkten gerne auch mal Glasbläser, die
einem sowas für ein paar Euro schöner machen.
Hallo!
Wenn mann Kunstoff- oder Silikongummischlauch zu einem U biegt, sind
beide Öffnungen ausserhalb des Ätzbades und die elektrischen Anschlüsse
des Sensors da drin geschützt.
spess53 schrieb:> Hi>>>Die Heizfolie kann ich mit 12V>>betreiben und kann eine außen Temperatur von 100°C erreichen was für die>>Anwendung leicht ausreichen sollte.>> Was sind das für Heizfolien?>> MfG Spess
Ich gedenke diese hier zu verwenden, wenn sie wirklich eine
Oberflächentemperatur von 100°C erreichen können sollte dies leicht
ausreichen, die Dauer des Heizvorganges ist nicht so heikel!
>>Hallo!>>Wenn mann Kunstoff- oder Silikongummischlauch zu einem U biegt, sind>>beide Öffnungen ausserhalb des Ätzbades und die elektrischen Anschlüsse>>des Sensors da drin geschützt.
Ja dann sind sie gut Isoliert, aber kann diese Isolation nicht einen
starken EInfluss auf meine Messung haben?
Warum nicht von außen auf die Seitenwände kleben. Da im Allgemeinen
keine kurzzeitigen Temperatursprünge zu erwarten sind sollte das
reichen. Das meiste der dabei entstehenden Trägheit ist mit einem Regler
abfangbar. Etwas Wärmeisolation, nach außen hin, im Sensorbereich, kann
auch nicht schaden. Schützt auch den Sensor ein wenig.
Das einzige, was Du Dir verkneifen solltest ist: Nachfüllen während des
Betriebes und dabei vor allem das Einwerfen von Eiswürfeln.
Da viele mit einem Glasrohr liebäugeln, ist der Unterschied zum draußen
draufkleben, sowieso nicht sehr groß.
Ich weiß, die Verfechter von Reglern, die im Mikrosekundenbereich
arbeiten, werden jetzt gleich schreien.
Amateur schrieb:> Ich weiß, die Verfechter von Reglern, die im Mikrosekundenbereich> arbeiten, werden jetzt gleich schreien.
Was ja auch so sinnvoll ist, bei einer Heizung, die den Inhalt der
Küvette in einem Zeitraum von vielen Minuten erwärmt.
Das einzige, was gegen einen Anbau des Sensors aussen spricht ist, dass
die Heizung schon aussen ist, und zwischen Heizfolie und Badtemperatur
ein ordentliches Temperaturgefälle herscht (herrschen muss, sonst gibt
es keinen nennenswerten Energieübergang).
Man müsste den Sensor also irgendwo aussen montieren (kleben), wo die
Heizfolie mindestens 5 Küvettenglasdicken weit weg ist. Dann noch nach
aussen zur Umgebung hin etwas isolieren und schon hat man einen Sensor,
der zumindest im Minutenbereich aussreichend genau ist.
Wie oben schon geschrieben wurde ein unten zugeschmolzenes 6mm Glasrohr
mit einem KTY-irgendwas drin. Solche Glasrohre hab ich sicher noch 20
Stück da - auch etwas dicker.
>Das einzige, was gegen einen Anbau des Sensors aussen spricht ist, dass>die Heizung schon aussen ist, und zwischen Heizfolie und Badtemperatur>ein ordentliches Temperaturgefälle herscht (herrschen muss, sonst gibt>es keinen nennenswerten Energieübergang).
Der Sinn einer Glasküvette ist der, dass man sehen kann, was abgeht. Aus
diesem Grunde wird eine Heizfolie meist auf einer Seite montiert - halt
wegen dem Durchblick.
Ein winziges Stückchen der übrigen "Schaufensterscheibe" wird sich wohl
abzwacken lassen um zu messen. Natürlich wäre ein Sensor unter oder
hinter der Heizfolie, höchst mittelprächtig.
Das mit den 45°C ist doch ein Gerücht. Chemie geht umso besser, je
wärmer die Sosse ist. Man kann auch bei Zimmertemperatur ätzen, dauert
nur länger. Mehr als 100°C kann die Brühe aber nicht haben, es ist halt
mehrheitlich Wasser. Ein Temperaturgradient von 10° oder mehr innerhalb
der Flüssigkeit wird sich sowieso einstellen.
Die Küvette ist da eher ein Problem, manches Material bekommt man im
kochenden Wasser so weich, daß man es biegen kann. Es reicht also das zu
verhindern. Also einen ganz einfachen Sensor oder Temperaturschalter
z.B.
https://www.conrad.de/de/temperaturwaechter-tb05-bb5d-60-ausschaltpunkt-5-60-c-1-oeffner250-vac5-a-507883.html
an die Küvette neben die Heizfolie und alles wird gut.
MfG Klaus
PS. Wichtiger ist eigentlich, die Ätzlösung von einer Jungfrau bei
Vollmond ansetzen zu lassen ;-)
Kann die Temperatur nicht an der Wandung der Küvette abgenommen werden?
Beispiel: Sensor an eine Aussenscheibe der Küvette kleben und zum Raum
hin isolieren. Ähnlich wie es beim Temperatursensoren an Heizungsrohren
gemacht wird. Beim Ätzvorgang wird es sicherlich nicht auf ein/zwei Grad
ankommen.
Crazy H. schrieb:> Also Ammonium- oder Natriumpersulfat soll sich Gerüchten zufolge über> 60°C zersetzen ;o)
Das ist doch in der Lösung sowieso längst in Ionen zerfallen, sonst wäre
es ja nicht gelöst. Man ätzt ja nicht mit dem ungelösten Salz.
MfG Klaus
Sry, ich verwende diese hier
https://www.conrad.at/de/flaechenheizung-fuer-pkw-aussenspiegel-selbstklebend-12-vdc-12-vac-12-w-schutzart-ipx4-l-x-b-100-mm-x-65-mm-thermo-189149.html
das mit dem drausendrankleben habe ich aus dem grund nicht in betracht
gezogen, da die außenscheibe nicht die Temperatur der Flüssigkeit hat
und der Unterschied zwischen Flüssigkeitstemperatur und außen Temperatur
der Glasscheibe ist dann stark abhängig wie warm der Raum ist in dem die
Küvette steht (In Österreich echt schlecht im Winter ist es ar*** kalt
und im sommer hatten wir die letzen paar jahre eine Affen Hitze) und
wenn ich den dann Isoliere habe ich einen hässlichen "Fleck" auf meiner
ansonsten durchsichtigen Küvette ;)
>das mit dem drausendrankleben habe ich aus dem grund nicht in betracht>gezogen, da die außenscheibe nicht die Temperatur der Flüssigkeit hat>und der Unterschied zwischen Flüssigkeitstemperatur und außen Temperatur>der Glasscheibe ist dann stark abhängig wie warm der Raum ist in dem die>Küvette steht (In Österreich echt schlecht im Winter ist es ar*** kalt>und im sommer hatten wir die letzen paar jahre eine Affen Hitze) und>wenn ich den dann Isoliere habe ich einen hässlichen "Fleck" auf meiner>ansonsten durchsichtigen Küvette ;)
1. Aus diesem Grunde habe ich ja auch eine mögliche Isolation erwähnt.
2. Aus ästhetischen Gründen wäre der Verzicht auf eine Messung ideal.
3. Vielleicht klebst Du den Sensor superexakt in die Mitte Deines
Fensters, da stört er dann richtig;-)
-. Vielleicht solltest Du mal das Fenster schließen, gegen extreme
Temperaturen ein altbewährtes Mittel.
Früher (tm) habe ich mich da auch mal dran versucht...
Irgendwann habe ich festgestellt, dass das gar nicht nötig ist für
gelegentliches Einzelstück-Ätzen, eine Zeitschaltuhr reichte völlig.
michael_ schrieb:> Bei 57°C ist aber deine Atzlösung schon gestorben.
Nur wenn du das eine Woche lang auf dieser Temp. haeltst, dann ist es
hin. Kurzeitig fuer wenige zehn Minuten ist das kaum ein Problem,
insgesamt verkuerzt das die moegliche Gesamtnutzungsdauer nur begrenzt.
10% werden so etwa 100 gr/l sein.
War aber nur ein Beispiel, dieses Teil.
Klaus schrieb:> Crazy H. schrieb:>> Also Ammonium- oder Natriumpersulfat soll sich Gerüchten zufolge über>> 60°C zersetzen ;o)>> Das ist doch in der Lösung sowieso längst in Ionen zerfallen, sonst wäre> es ja nicht gelöst. Man ätzt ja nicht mit dem ungelösten Salz.
Sammle keine Punkte und gehe zurück auf Start!
Dort schaust du dir an, was ein Peroxodisulfation noch so alles kann.
Hp M. schrieb:> Sammle keine Punkte und gehe zurück auf Start!> Dort schaust du dir an, was ein Peroxodisulfation noch so alles kann.
Was ich auf dem Bild im vorigen Post sehe, ist eine Strichbreite
Unterschied zwischen 25° und 50°. Da passiert mehr durch das Ätzen als
durch das Erwärmen oder durch dauerndes Umrühren oder Luftdurchblasen.
MfG Klaus
Sebastian S. schrieb:>>das mit dem drausendrankleben habe ich aus dem grund nicht in> betracht>>gezogen, da die außenscheibe nicht die Temperatur der Flüssigkeit hat>>und der Unterschied zwischen Flüssigkeitstemperatur und außen Temperatur>>der Glasscheibe ist dann stark abhängig wie warm der Raum ist in dem die>>Küvette steht (In Österreich echt schlecht im Winter ist es ar*** kalt>>und im sommer hatten wir die letzen paar jahre eine Affen Hitze) und>>wenn ich den dann Isoliere habe ich einen hässlichen "Fleck" auf meiner>>ansonsten durchsichtigen Küvette ;)>> 1. Aus diesem Grunde habe ich ja auch eine mögliche Isolation erwähnt.> 2. Aus ästhetischen Gründen wäre der Verzicht auf eine Messung ideal.> 3. Vielleicht klebst Du den Sensor superexakt in die Mitte Deines> Fensters, da stört er dann richtig;-)> -. Vielleicht solltest Du mal das Fenster schließen, gegen extreme> Temperaturen ein altbewährtes Mittel.
Das mit dem Fenster schließen ist keine so schlechte Idee :-P.
Nein Spaß bei Seite, ich wohne in einem etwas älteren Haus in dem die
Isolierung nicht mehr die aller beste ist. Im Winter kühlt das Haus
schon ganz gut ab vor allem in Räumen die ich nicht immer voll beheize
da ich mich dort nur Aufhalte wenn ich etwas "bastle". Dazu kommt noch
das ich eine Dachgeschosswohnung habe, sprich im Sommer ist es wie in
einer Sauna, da muss ich dann nicht mehr sehr viel Heizen um auf die
gewünschte Temperatur zu kommen. Aus diesem Grund würde ich gerne von
einer Zeitschaltuhr absehen, da ich vorher immer bestimmen müsste wie
lange ich heizen muss durch die sich im laufe des Jahres stark
verändernden Bedinungen. Ich glaube ich probiere mal aus einen Aquarium
schlauch hineinzugeben denn ich mit zb Sand fülle um die Temperatur gut
auf den Sensor zu übertragen und mit Wasser zu beginn Testen, dann kann
ich noch ein Küchenthermomether hineinhängen zum überprüfen.
Ich bevorzuge die gepimpte Aquarienheizung, ganz einfach weil diese
freischwebend in der Ätzlösung positioniert ist und die
Infrarot-Wärmestrahlung vollständig vom Wasser absorbiert wird.
Im Prinzip ist meine Ätzküvette komplett aus dem Aquaristikbedarf. Die
Küvette selbst habe ich mir von einem Aquarienbauer kleben lassen. Die
Heizung, eine Membranpumpe sowie einen Keramik-Sprudelstein und diverse
Silikonschläuche und Rückschlagventile gibt es dort auch.
Interessanterweise habe ich dort auch ein Thermometer mit
1/2-Grad-Einteilung und Silikonsaugnapf, welches als "säurefest"
deklariert wurde gefunden.
Den Platinenhalter hat mir ein Bekannter aus PTFE-Halbzeug hergestellt.
Die Heizung aus dem Reagenzglas ziehen und den mechanischen Anschlag des
Temperaturreglers entfernen. Danach wieder zusammenbauen und Probelauf
mit Wasser und den Regelknopf immer weiter drehen, dass die Heizung das
Bad schön aufwärmt. Unter 100 W Leistung sollte man nicht anfangen, da
die thermischen Verluste recht hoch sind. Das Bad muss durch Luft
durchmengt werden, um eine gleichmäßige Erwärmung zu gewährleisten. Dann
die Heizung bei der gewünschten Endtemperatur so einstellen, dass sie
gerade abschaltet.
Das Ätzbad bereite ich mit der richtigen Temperatur vor, sodass die
Heizung nur die Temperatur halten muss. Das Aufwärmen einer kalten
Lösung dauert sonst ca. 1 Stunde.
Damit bekomme ich in 8 Minuten 1A Platinen aus der Küvette.
Viele Grüße!
Sven
Klaus schrieb:> Was ich auf dem Bild im vorigen Post sehe, ist eine Strichbreite> Unterschied zwischen 25° und 50°. Da passiert mehr durch das Ätzen als> durch das Erwärmen oder durch dauerndes Umrühren oder Luftdurchblasen.
Du musst unbedingt mal zum Augenarzt gehen...alle 25° Kurven sind nach
30 Tagen knapp um 1 wt% gefallen während alle 50° Kurven nach 5-6 Tagen
praktisch auf 0 sind.
Ich hab dann immer nur noch mit Wasserstoffperoxid und Salzsäure geäzt,
geht bei Raumtemperatur, schnell aber gut kontrollierbar und vor allem
sehr sauber, für sehr feine Leiterbahnen geeignet. Preiswert ist das
Zeug auch.. Musst halt unterschreiben in der Apotheke. Und gut lüften.
Achja, blubbern muss es auch nicht, nur bissl die Platine schwenken. Ich
hatte mich dann immer gefragt wieso ich vorher mit dem anderen Dreck
hantiert hatte.
Christian R. schrieb:> Achja, blubbern muss es auch nicht, nur bissl die Platine schwenken. Ich> hatte mich dann immer gefragt wieso ich vorher mit dem anderen Dreck> hantiert hatte.
Ich hantiere mit Natriumpersulfat. Dat muss auch nicht blubbern und gibt
sich mit Schwenken zufrieden, sollte nur warm sein. Dat
Eisen-III-Chlorid würd ich mir daheim nicht antun. Das ist ja ein
ziemlicher Dreck.
Michael K. schrieb:> Das ist ja ein> ziemlicher Dreck.
wenn man mit um kann gibts´s beim verwenden von fecl3 kein dreck und das
reaktionsprodukt ätzt auch noch.
bei meiner ätze ist das ätzgefäß gleichzeitig das lagergefäß.
ein schnöder pe/pp 5l eimer vom dönertürken um die ecke.
wenn ätzen fertig deckel drauf und gut.
flecke
wer zieht schon beim ätzen seinen feinsten zwirn an.
reinigen
für´s grobe halt salzsäure und für´s feine ascorbinsäure.
haltbarkeit/lagerfähigkeit
ewig und drei tage.
preis
für lau bis preiwert ist alles drin.
dolf schrieb:> flecke> wer zieht schon beim ätzen seinen feinsten zwirn an.
Also doch Dreck? ;)
Wenn man mit umgehen kann ist auch 50%iges HF total problemlos. Ich
glaube aber nicht dass es jemanden gibt, der das daheim im Hobbyraum
stehen haben will ;)
So habe jetzt die Heizfolien getestet. Beide Folien an die Scheibe
geklebt und diret an 12V geähngt. Nach ca 30 min war das Wasser in der
Küvette auf 45°C aufgeheizt. In meiner Küvette ist ca 1/3 Liter Wasser
enthalten.
mfg
arget
Hi
>So habe jetzt die Heizfolien getestet. Beide Folien an die Scheibe>geklebt und diret an 12V geähngt. Nach ca 30 min war das Wasser in der>Küvette auf 45°C aufgeheizt. In meiner Küvette ist ca 1/3 Liter Wasser>enthalten.
Lachhaft. Vergiss den Scheiss mit den Heizfolien. Hast du mal den
Wärmewiderstand zwischen Heizfolie und Bad berechnet?
Nimm einen ordentlichen Aquarienheizer.
MfG Spess
Von wegen lachhaft, wenn du meine vorherigen beiträge gelsen hättest
würdest du mitbekommen haben das ich aus gemoetrie Gründen der aküvette
eine Aquariumheizung nicht verwenden kann. Die Zeit die zum heizen
benötigt wird ist akzeptabel, da ich in den neisten Fällen immer früh
genug weis das ich sie brauche!
Mit freundlichen Grüßen
Arger
da ja immer viele Theoretiker hier unterwegs sind und viel Laber
Rhabarber veranstalten
geb ich mal einen Erfahrungsbericht
mein Küvette ist aus Plexiglas 3mm
vom Format ca A4 mit 2cm Bautiefe (ein länglicher Sprudelstein passt
noch gut rein von der Breite)
geheizt wird mit eine Heizfolie (oh wunder)
ca 15w die ich Außen angeklebt, Heizfolie ist zu anderen Seite mit etwas
Schaumgummi isoliert
geätzt wird mit Eisen3
die ganze Suppe reguliert sich selbst auf ca 40Grad (berührungslos
gemessen mit dem IR Thermoter)
gesprudelt wird im Intervall
für eine eine EuroPlatine benötige ich keine 6 Minuten
das kann man also während des Vorgangs kurz aufs Klo oder mal die
Verbraucherinfo im TV Schauen
ist ist also echt nicht notwendig alles so umständliche wie möglich zu
machen
man benötige weder Timer, noch Messsensoren in der Küvette
alles Käse
Hi
>da ja immer viele Theoretiker hier unterwegs sind und viel Laber>Rhabarber veranstalten
Wieso Theorethiker? Bei mir liegt die Aquarienheizung einfach parallel
zum Boden der Küvette. Der Heizteil liegt innerhalb und die
Temperatureinstellung außerhalb der Küvette. Abgedichtet wird mit
O-Ringen.
MfG Spess
+/- schrieb:> War aber nur ein Beispiel
Was genau möchtest du mit einem Diagramm, das nur bis 50 GardC geht,
belegen, wenn es um die Zersetzung ab 57 GradC geht ?
Ich schlussfolgere daraus: Besser nicht über 50 GradC gehen, sonst gäbe
es auch eine Kurve von 70 oder 100 GradC.
Geklärt ist das wohl hier
http://link.springer.com/article/10.1007%2FBF01552462
aber ich gebe das Geld nicht aus.
> Ich schlussfolgere daraus: Besser nicht über 50 GradC gehen, sonst gäbe> es auch eine Kurve von 70 oder 100 GradC.
Ok, du wirst auch kaum einen Graphen finden welcher bei 4 Grad dir die
dann nahezu unbegrenzt moegliche Lagerfaehigkeit einer Loesung zeigt und
bei 75Grad kannst du eben fast zusehen wie es weniger wird, da ist dann
halt nach vlt. 24h nichts mehr uebrig. Wuerde man das dauerhaft auf
47Grad halten wie in der gezeigten Kuevette, kannst du es auch nach vlt.
zehn Tagen entsorgen weil es dann nicht mehr aetzen wuerde. Viel
interessanter waere ein Graph bei einer mittleren Temperatur 35/37 Grad,
aber den suchst du auch vergebens. Es ist einfach nur Zufall das der
-vergossene- 'PEPI'-Schalter auf 57Grad ausgelegt ist, muesste man halt
schauen wo man einen mit der Temperatur die einem passt herkriegt wenn
man das will. Dies war das Beispiel, der -vergossene- 'im ganzen
Universum nicht auffindbare und noch nie dagewesene ;)' Schalter.
Aber die Annahme das sich das Na2S2O8 schon vor dem erreichen dieser
Temp. schlagartig zersetzen wuerde wie dann jemand behaupt hat, halte
ich fuer falsch. Das sind keine kupferfressenden Bakterien die
schlagartig tot umfallen :)
Das eine ist die Lager- das andere die kurzeitige Arbeitstemperatur der
Loesung. Sicher gibt es auch eine kritische Temp. , die ist aber mit 50
bzw. hier zufaellig 57 Grad noch nicht erreicht. Wenn du das sagen wir
10mal fuer eine viertelstunde auf 60Grad erwaermst verschenkst du eben
meinetwegen 20%. Das waer dann aber auch schon alles. Ob das zeitlich
was bringt weiss ich nicht, auch wird es jenseits des wirtschaftlichen
Optimum liegen. Das sind aber andere Betrachtungen.
Wenn du es nicht glaubst, nimm ein Glas mit dem Persulfat erhitze es
z.b. im Wasserbad auf 60/70 Grad und aetze probeweise mal damit. Das
geht problemlos, abgesehen davon das man sich dann schon fast die Pfoten
verbruehen kann.
(Irgendjemand hier im Forum hatte das doch extremerweise sogar immer in
der Bratpfanne mit der minimal noetigen Menge zum kochen gebracht und
direkt geaetzt)
Und wo waere jetzt das Problem wenn man mal bei der Temp. bleibt, das
Teil in unmittelbarer Naehe oder direkt auf einem Heizelement groesserer
Leistung, und wenns nur geignete widerstaende in einem Rohr waeren, zu
montieren. Das dient dann halt als Sicherung, fertig. (Halbe Stunde
heizen wollte ich nicht, btw. :) kann aber auch jeder machen wie er
lustig ist, auch kein Problem.)
bernte schrieb:> man benötige weder Timer, noch Messsensoren in der Küvette> alles Käse
Bis auf den Timer gebe ich dir recht. Ab und zu vergisst man mal was,
mitunter das Abschalten. Und dann ist vom Ätzbad nichts mehr übrig.
Mit dem Timer usw. gebe ich euch auch vollkommen recht. Dies trifft bei
mir jedoch nicht zu, da ich mein Selsbtgebautes Belichtungsgerät
(UV-LED's) mit dem selben Controller betreibe und deshalb habe ich
sowieso schon mehr oder weniger einen Timer eingebaut. Ich habe in
meiner Umgebung einen chemiebedarf laden entdeckt in welchem ich mir ein
kleines Reagenzglas besorgt habe. In dieses habe ich Sand und einen
Thermistor gefüllt und das ganze mit Silikon abgedichtet.
Hallo Leute,
bei uns gibt es im Supermarkt die Vanilleschoten in einer Art
Reagenzglas. Ich habe sie in zwei verschiedenen Formaten hier, 13mm dick
und ca. 160mm lang und 10mm dick mit ca. 150mm lang. Da ist auch gleich
ein passender Deckel dabei. Der ist vermutlich sogar zu dicht, wenn sich
die Luft im Inneren erwärmt drückt sie den vermutlich raus. Ich habe die
auch schon wie Reagenzgläser verwendet, also Flüßigkeiten darin erhitzt,
ohne daß sie platzen.
Ich ätze auch in einer selbstgebauten schmalen Küvette, in die kein
normaler Heizstab passt. Da ich mit Kupferdichlorid ätze, brauche ich
eigentlich keine Heizung, habe mir aber trotzdem eine dafür gebaut. Ich
verwende dazu einen säurefesten Widerstand mit 7mm Durchmesser und 20W
Leistung im Ätzbad.
Angeregt durch deinen Beitrag, habe ich nun einmal Versuche mit dem
Widerstandswert durchgeführt. Bekanntlich ändert sich der Widerstand von
Materialien mit der Temperatur und auch bei meinem Heizwiderstand kann
ich Unterschiede feststellen. Zwischen freier Luft und in Wasser
eingetaucht stelle ich, durch die bessere Wärmeleitfähigkeit von Wasser,
eine Widerstandsänderung von ~1% fest. Das reicht mir, die Sache weiter
zu verfolgen. Im Moment baue ich ein Gerät, womit ich das genauer
untersuchen kann. Vielleicht ist es möglich, die Temperatur der
Flüssigkeit aus dem Widerstand der Heizung abzuleiten. Somit wäre die
Heizung auch gleich der Sensor, ähnlich den Transistorheizungen welche
die Basis-Emitterdiode auch als Temperatursensor verwenden. Eine
Genauigkeit von +-1°C würde mir dabei schon reichen.
Ist aber auch möglich, dass ich es nicht präzise genug hinbekomme. Die,
mit dem Multimeter aufgenommenen Messerte schwanken noch - Ursache
evtl. die Lastabhängigkeit der verwendeten Stromquelle und
Netzschwankungen? Falls es nicht funktioniert, bleibt immer noch eine
Transistorheizung zu bauen. Die ist aber schwieriger Säurefest und
gleichzeitig gut Wärmeleitend zu bekommen.
Der Vorteil wäre die einfache Verkabelung und damit weniger
Kontaktstellen die abzudichten sind und gleichzeitig befindet sich der
Sensor in der Flüßigkeit.
Eine kleine Lochrasterplatine habe ich schon aufgebaut, sie hat noch
nicht viel mehr als den Mikrocontroller (ATMega8), das Display und die
Programmierstecker. Die eigentliche Meßschaltung fehlt noch.
Werde berichten, wenn ich mehr weiß.
Gruß. Tom
TomA schrieb:> ätze auch in einer selbstgebauten schmalen Küvette, in die kein> normaler Heizstab passt. ...
Hatte mir heute mal einige angesehen, Hornb.
Als max. temperatur fanden sich welche mit 34Grad.
Fuer Kupferfisch duerfte das ruhig mehr sein.
Aber in der Tat die 100 und 200W Stengel sind recht lang.
> eigentlich keine Heizung, habe mir aber trotzdem eine dafür gebaut. Ich> verwende dazu einen säurefesten Widerstand
Gebe doch mal ein Beispiel fuer Widerstand, säurefest.
Wuerde mich mal interessieren.
Ich werde das mal anders machen. Der Boden muss ja nicht buendig unten
abschliessen, wenn man den 10 oder 20 mm hoeher setzt lassen sich in den
Hohlraum bequem Zementwiderstaende unterbringen dann einfach z.B. mit
Gips vergiessen. Oder man schneidet ein dickeres Alublech zurecht an das
man seine Widerstaende anschraubt (diese goldfarben eloxierten, weis
gerade nicht wie die sich schimpfen) dann einfach duenn mit Silikon von
unten ankleben, dann thermisch isolieren mit Gips oder aehnlichem.
Werde aber Glas nehmen. Reste einer Vitrine.
Hehe, falls du wirklich einen säurefesten hast koennte man ja auch einen
"Heiz(be)luefter" bauen :) Stueck PVC-Rohr lochen, den Widerststand
innen einbauen. Das PVC wird schon ausreichend gekuehlt, solange man da
nicht ueber 70/80 Grad geht loest sich das wohl noch nicht in seine
Bestandteile auf.
have fun.
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Kann jmd. etwas ueber "UHU Polymax Glasklar-Express" berichten?
+/- schrieb:> Aber in der Tat die 100 und 200W Stengel sind recht lang.
na und....
dann berücksichtige das beim bau deiner ätze.
vorteil der "stengel" ist die problemlose verfügbarkeit.