Elko ohne Plus (amerikanische Schaltzeichen)

OP #1039327
Lesenswert?

Hab grad ein kleines Problem mit einem amerikanischen Schaltzeichen.

im Prinzip das, das auch hier besprochen wurde (ohne + oder sonst was):
Beitrag "komisches Schaltzeichen für Kondensator!"

"gefunden" hab ich es in einem Dateblatt (Seite 10)
http://datasheets.maxim-ic.com/en/ds/MAX7456.pdf

da ist jetzt kein + eingezeichnet.

Ich weiß, dass normalerweiße der gerade Strich + ist, der geschwungene -

im oben genannten Thread wird aber davon geredet, dass man das 
Schaltzeichen auch für ungepolte C's verwendet. Stimmt das? Brauch ich 
da einen unipolaren ELKO ? (47µF)

MFG
J.K
Gast #1039434
Lesenswert?

Also:
unpolar = bipolar
polar   = unipolar

Du brauchst einen normalen Elko, polar, + (gerade) zum IC, - 
(geschwungen) zum Ausgang.

Größere Werte  und ein kleinerer parallelgeschaltet für bessere 
HF-Eigenschaften schaden nicht.

Das mit dem SAG ist nur eine Kompensation der Aufladung des Cs bei 
niedrigen Frequenzen.
OP #1040200
Lesenswert?

Danke eProfi für deine Antwort.

Darf man normale Elkos schon für Wechselspnnung verwenden? Bin unsicher, 
auf Wikipedia steht beim Elko-Artikel ganz oben:
http://de.wikipedia.org/wiki/Elektrolytkondensator#Polarit.C3.A4t
>Elektrolytkondensatoren sind gepolte Bauteile die nur mit Gleichspannung 
>betrieben werden dürfen. Die Anode ist

in der falschen Richtung betrieben (negative Halbwelle) verhält sich der 
Elko noch nicht als Kondensator, sondern hat Halbleitereigenschaften.

MFG
J.K
Gast #4093945
Lesenswert?

Wo Plus bzw. Minus ist, ergibt sich normalerweise aus der Schaltung bzw. 
der (technischen) Stromrichtung. Meist nimmt man Minus als Masse.
Übrigens: Man kann Elkos auch mit Wechselspannung betreiben, wenn man 
zwei gegeneinander in Reihe schaltet (man könnte das 
"Antireihenschaltung" nennen). Am besten zwei gleiche (habe ich irgendwo 
gelesen)- die Kapazität halbiert sich dann aber!
#5102627
Lesenswert?

@ Tom Müller (amptobby)

>Dieser Schaltplan des Endstufenteils ist nicht für das Gerät,das ich
>angesprochen habe,vom Prinzip jedoch gleich.

>Es handelt sich hier um CA8,CA10 und CA13

Das sind Dämpfungsglieder am AC-Ausgang, die müssen bipolar sein.

Ähh, hast du den falschen Thread erwischt? Sollte die Antwort nicht eher 
hier rein? Zuviel Multitasking?

Beitrag "Re: Bipolar Kondensator 200 Volt"

Mit welcher Spannung arbeitet deine Endstufe? Ich kann mir nicht so 
recht vorstellen, daß die mit +/-150V arbeitet, eher +/-50V. Dann reicht 
auch ein 100V Elko. Die kann man mit 100% Nennspannung betrieben, da muß 
man nicht riesige Reserven lassen, wie es bei Tantals oft gemacht wird.
#5102631
Lesenswert?

A. Ferl schrieb:
> Wo Plus bzw. Minus ist, ergibt sich normalerweise aus der Schaltung bzw.
> der (technischen) Stromrichtung. Meist nimmt man Minus als Masse.
> Übrigens: Man kann Elkos auch mit Wechselspannung betreiben, wenn man
> zwei gegeneinander in Reihe schaltet (man könnte das
> "Antireihenschaltung" nennen). Am besten zwei gleiche (habe ich irgendwo
> gelesen)- die Kapazität halbiert sich dann aber!

Dieser Tipp war Gold wert.Ich habe mir das nochmal angesehen auf der 
Platine.
Es geht hier um insgesamt 6 Elkos.und jeweils 2 sind in Reihe 
geschaltet.

Es sind jeweils die Minus Anschlüsse der Elkos miteinander 
verbunden.Also machen die + und - Symbole auf der Platine ja doch sinn?

Antwort schreiben

Bitte melde dich an, um einen Beitrag zu schreiben.

oder

Mit Google-Account einloggen

Die Registrierung ist kostenlos und dauert nur eine Minute.

Jetzt registrieren