Hi!
Ich hätte eine kurze Frage.
Ich muss eine Messingröhrchen mit einem Durchmesser von Außen 2,5mm und
Innen 1,5mm mit einem Eisenstängchen Durchmesser 1,5mm verbinden.
Eisenstängchen passt in das Messingröhrchen gut rein und lässt sich auch
noch recht "leicht" verschieben.
Problem: Das Eisenstängchen darf nur ca. 3-4mm in das Messingröhrchen
rein.
Wie kann ich allso diese zwei Komponenten dauerhaft verbinden wenn
möglich auch noch Temperaturunempfindlich.
Kleben -> Wenn ja welcher Kleber
Löten -> Wenn ja welches Lot (aus Platztechnischengründen würde ich es
lieber machen nur wenn das die Beste und Klügste Variante ist werd ich
das machen)
Hoffe auf viele Sinnvolle Beiträge!
Danke im Vorraus
Gibt es auch eine Möglichkeit es vernünftig zu kleben? Hartlöten ist
leider ein bisschen schwierig für mich da das Eisen nicht zu warm werden
darf.
Sry ist mir jetzt erst aufgefallen.
Mikka schrieb:> Kleben -> Wenn ja welcher Kleber
Mit 2 Komponenten Epoxy Kleber.
Allerdings z.B. für den DP810 von 3M:
Erreicht strukturelle Festigkeit im Temperatureinsatzbereich von -40°C
bis +80°C.
Ich weiß nicht welchen Temperaturbereich Du brauchst.
Okay Danke für die schnellen Antworten.
Temperaturbereich liegt bei ca. 60° aber ich darf das Bauteil nicht über
100° heiß werden lassen.
Werd mir jetzt den Epoxy Kleber besorgen, vorher natürlich Bauteil schön
aufrauen damit der Kleber noch besser haftet (versteht sich zwar von
selbst).
Danke nochmal für die Antworten!
was ist denn der Hintergrund/ wo wird es benutzt?
Das ganze hängt nämlichauf von der Art der Belasung ab.
Ich vermute mal es ist ein Gestänge, also Zug- bzw. Druckbelastung.
Was für Kräft können auftreten?
Ich würde mal aus dem Bauch heraus sagen: Epoxy + quetschen, solange der
Epoxy noch weich ist.
Mikka schrieb:> Temperaturbereich liegt bei ca. 60° aber ich darf das Bauteil nicht über> 100° heiß werden lassen.>> Werd mir jetzt den Epoxy Kleber besorgen, vorher natürlich Bauteil schön> aufrauen damit der Kleber noch besser haftet (versteht sich zwar von> selbst).
Hier mal ein datenblatt von einem Metallkleber:
http://www.schenker-stc-shop.de/content/media/272.pdf
12 N/mm² Scherfestigkeit ist jetzt nicht unbedingt der Hit. Stahl hat da
mindesten den Faktor 10. Bei deiner Klebefläche könntest du so ca. 200 N
Bruchlast erreichen. Ob die das reicht musst du selbst wissen.
Warun darf das Stahlteil nicht über 100°C warm werden. Vielleicht
solltest du ein etwas größeren Messingstift verwenden und Gewinde
schneiden.
Danke nochmal für die hilfreichen Tipps, es muss nicht solchen "enormen"
Beanspruchungen standhalten sondern nur ca. 5kg Ausziehkraft (für die
die es Interresiert).
Mein Hauptanliegen war (was mir perfekt Beantwortet wurde) dass das
Eisen Stäbchen nicht rausfällt bei der "geringen"
Temperaturbeanspruchung und der "leichten" Zug bzw. Druckkraft die
draufkommt.
1,5mm Stab in 1,5mm Loch? Wo ist da ein Spalt, in dem der Kleber
reingefüllt werden kann?
Bei "Mikro"-Spalten nimmt man dünnflüssigen Sekundenkleber oder auch
Weichlöten.
Blaclbird
Mikka schrieb:> Eisenstängchen passt in das Messingröhrchen gut rein und lässt sich auch> noch recht "leicht" verschieben
Das kann man wunderbar mit Loctite "fügen Welle Nabe" kleben.
Bei mir auf der Arbeit verwenden wir den immer wenn wir Einsatzbüchsen
einkleben. Da hat die Passung grad mal 1/100mm Luft.
Der Kleber wird natürlich vor dem zusammenschieben auf die Eisenstange
aufgetragen.
Mikka schrieb:> Danke nochmal für die hilfreichen Tipps, es muss nicht solchen "enormen"> Beanspruchungen standhalten sondern nur ca. 5kg Ausziehkraft (für die> die es Interresiert).
Fünf Kilo nicht viel? Na, das ist relativ: Bei der winzigen
Verbindungsstelle (oben steht was von 4mm darf der Stahl im Röhrchen
stecken) und der hohen Temperatur (100° sind für Epoxy schon stressig)
hält Dir eine Klebung nie und nimmer.
Schrauben hält.
Nichts,( außer etwas Aufwand ) spricht gegen Gewinde am
Stahlteil und im Messingröhrchen.
Ein Teil muß neu gemacht werden, sonst klappt das nicht.
Aber wenn das sicher und dauerhaft funktionieren soll,
" M 1,5 "
Eine sichere Sache könnte auch eine Pressung ( Crimpung )
sein. Stahlteil mit einer Schlüsselfeile einkerben, dann
reinschieben und schön verpressen.
Einer reinen Verklebung würde ich da nicht trauen.
Es gibt ein Verfahren womit unterschiedliche Materiale blitzschnell mit
einander zusammengeschweisst werden.
Nur die Hollander können dass...(?)
http://nl.wikipedia.org/wiki/Explosielassen
Hallo Mikka,
hast Du genug Platz, um beide Teile mit einer Klemme zu verbinden ?
(könnte z.B. ähnlich aussehen wie das Metallteil einer Lüsterklemme).
Arno
Schon mal an verpressen oder verformen gedacht?
Beim Verpressen geht es um Genauigkeit - Übermaß und Untermaß.
Beim Verformen wird eine definierte Spitze (zum Test reicht ein Körner)
von außen im Überlappungsbereich angesetzt und mit definiertem Druck auf
die Außenform angesetzt. Dabei wird das Außenmaterial leicht in das
innere gepresst. Definierter geht das Ganze, wenn vorher eine leichte
Vertiefung am Innenmaterial vorhanden war – Positionierung nicht ganz
einfach.
Hallo,
Hartlöten mit einem Silberlot ist in diesem Fall wirklich die beste
Entscheidung. Ich habe hier noch einen Link zu einer weiteren
interesanten Anleitung zum Messing löten:
http://loeten-info.de/messing-loeten-anleitung-und-tipps/
Mit freundlichen Grüßen
Franz schrieb:> Hartlöten mit einem Silberlot ist in diesem Fall wirklich die beste> Entscheidung.
wie verträgt sich das?
Mikka schrieb:> Temperaturbereich liegt bei ca. 60° aber ich darf das Bauteil nicht über> 100° heiß werden lassen.
Auch wenn der Thread so alt ist, noch ein Lösung:
Den Eisenstab elektrolytisch verkupfern (in Kupfersulfat halten reicht
auch schon)
dann einfach mit Weichlot in die Messinghülse einlöten.
Werden zwar auch über 100 GradC, aber vielleicht nicht dort, wo keine
100 GradC hindürfen wenn man den Draht mit einer Zange anfasst.
Ich wuerd auch Hartloeten. Dabei die Waerme mit einem Wasserstrahl von
der empfindlichen Umgebung fernhalten. Das geht gut fuer das eisen. Da
koennen ueber 2cm die 600 Grad abfallen ohne dass es Probleme gibt.