Schrittmotor Freilauf bei L297/L298

Gast #6068580
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Hallo,

ich möchte einen Schrittmotor mit einem Drehschalter koppeln, das Gerät 
ist Fernbedienbar muss aber auch von Hand zu bedienen sein. Es soll also 
eine Freilauffunktion geben bei der der Motor leichtgängig ist. Um das 
zu erreichen wird jeweils eine Seite der Spule per Relais vom Treiber 
getrennt.

Der L298 ist ja ein Stromtreiber, ich möchte zwar über den Enable Pin 
des L297 ein bzw Abschalten erst wenn das Relais angezogen hat bzw. 
Abgefallen ist, habe aber bedenken das der IC spinnt wenn er im 
„Standby“ keine Last sieht. Es darf natürlich auch nicht passieren das 
beim Schalten der Relais der Motor eine Bewegung macht.

Den IC Satz hat bestimmt der ein oder andere schon auf denn Tisch 
gehabt, was passiert wenn man den Motor im Betrieb abklemmt und wieder 
anklemmt?

Danke!

Gruß,
Jan
Gast #6068598
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Keksstein schrieb:
> Um das zu erreichen wird jeweils eine Seite der Spule per Relais vom
> Treiber getrennt.

Gut, richtig.

Keksstein schrieb:
> was passiert wenn man den Motor im Betrieb abklemmt und wieder anklemmt?

Mit externen Schutzdioden laut Datenblatt: nichts.

Er speist aber beim gedreht-werden Spannung über diese Schutzdioden in 
die Versorgung ein, die lädt den Versorgungssspannungselko, sie steigt 
über die zulässige Maximalspannung und dein IC ist kaputt.

Bleib bei den Relais.
Gast #6068600
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Es entsteht eine Spannungsspitze die von den Freilaufdioden abgefangen 
wird. Das Relais schaltet zusätzlich nur wenn die Brücke abgeschaltet 
ist, über den Wicklungen des Motors habe ich TVS-Dioden vorgesehen. (Um 
mein Relais zu schonen)

Gibt es einen Treiber der einen Freilauf schon kann mit externen 
Strommesswiderständen? Ich denke leider nein weil Rückspeisung ein 
Problem sein wird.
Gast #6068614
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>Mit externen Schutzdioden laut Datenblatt: >nichts

Super, dann lag ich richtig! (-;

Das Problem das ich unter Umständen sehe ist das der Treiber ja versucht 
den Strom konstant zu halten, wenn er ohne Last betrieben wird „knallt“ 
sein Ausgang an die Versorgungsspannung. Ich kenne das von einigen OPVs 
die das garnicht mögen und sich dann „verklemmen“, eben das will ich 
herausfinden. Alternativ muss ich ein zusätzliches Relais verwenden das 
den Ausgang der Brücke kurzschließt. Aber das kostet Nur Geld und ist 
irgendwie sinnlos.
Gibt später eine große Leiterplatte mit uC und einem Haufen 
Schieberegister, es wäre ärgerlich wenn die wegen sowas nicht 
funktioniert.

Gruß
#6068630
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Den Mechanismus kenne ich nicht. Es kann sein, daß die "schnellen 
Silizium-Dioden" nicht schnell genug sind. Es kann auch der von MaWin 
vorgeschlagene Mechanismus sein.

Ich weiß nur, daß ein kaputter L298 fast immer ein "Kabel im Betrieb 
abgezogen" ist. Auch bei einem sauberen Design mit sehr niederimpedanten 
Versorgungsspannungen.
Gast #6068901
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Das wäre jetzt wirklich interessant, wobei bei mir 2 Mechanismen im 
Notfall greifen:

Einmal die Schutzdioden laut DB, über dem Motor liegen zusätzlich 
TVS-Dioden die ab ~24V abfangen. Sonst hält mein Relais auch nicht 
lange. Schaltung wird aus unstabilisierten gleichgerichteten 9V (also 
~12V) versorgt und den 5V die der uC sieht.

Hast du mal zufällig probiert was ohne Motor passiert, eventuell an 
einer Ohmschen Last?

Danke!

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