Ich wohne in einem Altbau, Baujahr ~1900, Ziegel, Berlin und habe einen
feuchten Keller. Die Luftfeuchtigkeit zur Zeit ist etwa 85 % bei 17 Grad
Celcius. Da es ein Mietshaus ist, kommen bauliche Änderungen nicht in
Frage.
Nach größeren Regenschauern ist der Boden feucht. Wo das Wasser
herkommt,
ist mir nicht ganz klar. Der Boden ist zum Teil gemauert(?) und zum Teil
liegt wohl Estrich drüber.
Ich möchte den Keller als Werkstatt/Bastelraum fürs Grobe/Keller
zur Aufbewahrung nutzen. Der "Raum hat drei geziegelte Wände und nach
vorne eine Holzwand. Es gibt ein Fenster.
Wie kriege ich den Keller trocken genug, um ihn sinnvoll nutzen zu
können?
Mir sind die Schwierigkeiten der Lüftung bekannt. Ist ein
Luftentfeuchter
sinnvoll? Was ist überhaupt trocken genug, angenommen ich nutze den
Keller
nur als Werkstatt und will nicht, dass mir alles wegrostet.
bernd schrieb:> Wie kriege ich den Keller trocken genug, um ihn sinnvoll nutzen zu> können?
Gar nicht.
Gebäude von 1900 haben keine Abdichtung (schwarze Wanne, weisse Wanne)
sondern leben mit dem feuchten Keller, der viele Vorzüge hat: Kartoffeln
und Karotten einkellern, Kohlen lagern ohne dass es staubt,
Vhsmpignknhucht auf Stroh, Weinkeller ohne dass der Kork austrocknet,
Einmachgläsern macht es auch nichts aus und sie stehen kühl.
Handwerksarbeiten hat man damals im ebenerdigen Schuppen gemacht.
Was willst du entfeuchten, die ganze Spree ? Maximal macht man die
Fenster auf, wenn fue absolute Luftfeuchte draussen niedriger ist als im
Keller, zwei Fenster auf Durchzug, das kann man auch automatisieren.
Aber Ventilatoren machen nur Ärger, entweder der Überdruck drückt
muffige Luft in den Hausflur oder Unterdruck saugt feuchte Luft aus dem
Haus an.
Arbeite nicht wider die Natur, du hast sowieso keine Chance.
MaWin schrieb:> wenn die absolute Luftfeuchte draussen niedriger ist als im> Keller, zwei Fenster auf Durchzug
Also im Sommer zu, im Winter auf!
sfjcgngb
Seemann schrieb:> MaWin schrieb:> Vhsmpignknhucht auf Stroh,>> zu viel Wein aus dem Keller getrunken?
Sollte Champignonzucht heissen, sind nur 4 Tippfehler auf die jeweils
danebenliegende Taste. Scheiss kleine Tastenfelder.
Den Keller zu entfeuchten gelingt mit den Luftrocknern nur mit extremem
Aufwand. In Tonstudios macht man das so, weil dort dicke Absorber
hängen, die leicht Feuchtigkeit aufnehmen und schimmeln. Daher kriegen
viele Studios eine aktive Belüftung + Trockung. Die kostet Strom und ist
teuer!
Das Einzige was Du machen kannst: Morgens und Abends lüften und tagsüber
zulassen, weil die Luft im kalten Keller abkühlt und damit relativ
feuchter wird.
bernd schrieb:> Luftentfeuchter sinnvoll?
Nur momentaner Erfolg bis neue freuchte Luft in Deine Kellerbox dringt!
Außen und innen Hygrometer aufhängen und NUR lüften wenn es draußen
kälter ist, verringert die Luftfeuchte etwas. Es nützt aber wenig, wenn
die Feuchtigkeit durch das Mauerwerk dringt weil außen die Dichtung von
1900 zerbröselt ist.
In nem feuchten Keller rostet rein gar nichts, es sei denn, es steht
direkt auf dem nassen Boden. Keller haben nämlich die für Metalle sehr
angenehme Eigenschaft, ein sehr gleichmäßiges Klima zu halten.
Alles andere sind Märchen/Vermutungen, natürlich sehr weit verbreitet
und daher zu erwarten...
this corrosion schrieb:> n nem feuchten Keller rostet rein gar nichts, es sei denn, es steht> direkt auf dem nassen Boden. Keller haben nämlich die für Metalle sehr> angenehme Eigenschaft, ein sehr gleichmäßiges Klima zu halten.> Alles andere sind Märchen/Vermutungen, natürlich sehr weit verbreitet> und daher zu erwarten...
Ja und nein.
Auf vielen alten ungeschützten Werkzeugen bildet sich eine schwarzbraune
Schicht.
Aber Spraydosen rosten schon mal.
Eher fürchte ich mich vor dem Holzwurm.
Er hat meine 5cm Werktischplatte angefressen :-(
Cerberus schrieb:>> Dichtung von 1900 zerbröselt ist.>> Da kannte man so was wohl noch nicht.
Ca. 1920 war schon die alte Kellerwand geteert. Aber 70 Jahre später
waren nachweislich nur noch schwarze Krümel davon zu finden...
this corrosion schrieb:> In nem feuchten Keller rostet rein gar nichts
Deine Feilen vorher gut eingefettet??? :-)
oszi40 schrieb:> Ca. 1920 war schon die alte Kellerwand geteert. Aber 70 Jahre später> waren nachweislich nur noch schwarze Krümel davon zu finden...
Abhilfe: Aufbuddeln, Bitumenbeschichtung anbringen, Drainage einbauen
und zubuddeln.
Als Notbehelf (wenn buddeln nicht möglich) gibt es die Möglichkeit die
Wände mit irgendwelchen Flüssigkeiten zu tränken. Nichts-Machen macht
noch viel mehr Ärger und ruiniert einem das Mauerwerk.
bernd schrieb:> Wie kriege ich den Keller trocken genug, um ihn sinnvoll nutzen zu> können?
Gar nicht.
Notbehelf: ein großes Plastikzelt aus dem Growshop
(Kifferbedarf-Händler) aufstellen und ein Luftentfeuchter in dieses
reinstellen. Dann hat man zumindest einen Platz an dem man sein Werkzeug
trocken lagern kann
oszi40 schrieb:>> In nem feuchten Keller rostet rein gar nichts>> Deine Feilen vorher gut eingefettet??? :-)
War früher kein Problem, man musste die nur vor Benutzung mit Tetra
entfetten.
Heute sind unbrennbare UND wirksame Entfetter leider nicht mehr zu
bekommen...
oszi40 schrieb:> Deine Feilen vorher gut eingefettet??? :-)
Nein, nur die Physik machen lassen.
Wenn bei euch im Keller irgendwas rostet, dann allein deshalb, weil es
schnelle Temperaturänderungen gibt. Ansonsten bleiben Metalle zu 100%
trocken.
Holz, Bücher und Co sind natürlich ne andere Geschichte...
Schreiber schrieb:> Heute sind unbrennbare UND wirksame Entfetter leider nicht mehr zu> bekommen...
...und giftige und krebserregende und stark leberschädigende
hast du vergessen zu sagen.
Das einzig richtige zum Thema kam von MaWin. Gar nicht! Da die
Feuchtigkeit auch durch die Fundamente aufsetigt und durch den Boden
drückt kann man es nicht dicht bekommen, man kann höchstens die Menge an
Feuchtigkeit, die von aussen eindringt begrenzen wenn sie zu hoch wird,
Ursache dafür sind oft gebrochene Abwasserrohre von der Dachentwässerung
die für zusätzliche Feuchtigkeit an der Kellerwand sorgen. Wenn es aber
ansteigendes Grundwasser ist hat man verloren.
Und der Witzbold der behauptet Eisen roste nicht im feuchten Keller kann
gerne mal bei mir vorbeikommen. Ich wette mit ihm um den Wert der
Sanierung der ver/durchgerosteten Eisenträger der Kellerdecke unseres
Altbaus von 1914!
Aus Erfahrung kann ich sagen: Vergiss es!
Entweder ist der Keller trocken, oder er ist es nicht. Zwar lässt sich
aus Trocken problemlos Nass machen, aber umgekehrt leider nicht.
Viele Häuslebesitzer rennen verzweifelt zur Baufirma, und lassen sich
den Keller ausheben, neu abdichten, Folien draufpappen und dann mit Kies
aufschlütten.
Das KANN funktionieren - muss aber nicht.
Ein bekannter von mir hat auch einen Altbau (50er Jahre - die
schlimmsten Bauten überhaupt!) mit gegossener Bodenplatte und gemauertem
Keller. Er hat sich den kompletten Aushub ringsum ca. 10.000 Euro kosten
lassen. Ergebnis: Keine Verbesserung...
Der Tipp mit der Dachrinne wäre mal einen Versuch wert. Das wäre dann
keine "unbequemlichkeit", sondern ein Mangel, der durch den Vermieter
behoben werden muss, da die Nutzbarkeit der Räume darunter leidet.
Da der Keller aber gemauert ist, und früher Vollziegel genommen wurde,
zieht der Dir jegliche Bodenfeuchte in den Raum hinein. Der wird NIEMALS
trocken wie ein Keller aus Sperrbeton.
Wenn man ein Haus mietet, und plant, den Keller zu nutzen, dann sollte
man unbedingt im Keller prüfen, ob er feucht ist. "Riecht" es nach
Keller und fühlt sich klamm an, dann ist er nicht zu gebrauchen. Das
stellt auch keinen Mangel dar, sondern ist bauartbedingt einfach so.
bernd schrieb:> Nach größeren Regenschauern ist der Boden feucht. Wo das Wasser> herkommt,> ist mir nicht ganz klar.
Das ist mit hoher Wahrscheinlichkeit Grundwasser oder eine undichte
Oberflächenabwasserleitung.
Berlin hat einen sehr hohen Grundwasserspiegel, in einigen Bezirken ist
das weniger als ein Meter unter Oberkante (so in Teilen von Rudow, wo
man deswegen entweder gar keinen Keller baut, oder mit viel Aufwand
einen komplett dichten Keller konstruieren muss). Nach stärkeren Regen
ist der Grundwasserspiegel natürlich noch höher.
Andererseits hat Berlin in vielen Teilen auch eine doppelte
Kanalisation, das Schmutzwasser der Wohnungen wird vom Regenwasser
getrennt erfasst. Das ist aber nicht überall so.
Und wenn die Zuleitung eines Regenfallrohrs zu welcher Kanalisation auch
immer undicht ist, dann wird die Erde um die undichte Stelle natürlich
besonders durchfeuchtet, und das kann auch das Problem Deines Kellers
sein.
Fazit aber ist: Du kannst an der Situation nichts ändern. Den Keller
nachträglich abzudichten und trockenzulegen ist nur mit sehr aufwendigen
und teuren Baumaßnahmen möglich. Nur Deinen eigenen Kellerraum zu
trocknen ist nur mit Trockengeräten möglich, die aber müsstest Du
dauerhaft installieren und betreiben, und dann wirst Du ein sehr guter
Freund der Firma Vattenfall. Die haben Dich dann sehr, sehr gern.
Peter N. schrieb:> Auch billigstes Salz könnte zur Entfeuchtung beitragen
Eben nicht. Genau so wenig, wie diese ganzen Granulat-Entfeuchter. Das
ist alles teurer, unnützer Murks und gehört verboten.
Der TO könnte einzig und allein einen Entfeuchter mit Kühlfalle
aufstellen, bräuchte dazu natürlich ne Steckdose und auch nicht grad
wenig Geld. Dieses Gerät würde dann täglich z.B. 5 liter ansammeln, und
zwar immer und ewig.
Hallo Bernd.
bernd schrieb:> Nach größeren Regenschauern ist der Boden feucht. Wo das Wasser> herkommt,> ist mir nicht ganz klar. Der Boden ist zum Teil gemauert(?) und zum Teil> liegt wohl Estrich drüber.>> Ich möchte den Keller als Werkstatt/Bastelraum fürs Grobe/Keller> zur Aufbewahrung nutzen. Der "Raum hat drei geziegelte Wände und nach> vorne eine Holzwand. Es gibt ein Fenster.> Wie kriege ich den Keller trocken genug, um ihn sinnvoll nutzen zu> können?
Gar nicht. Siehe MaWins Antwort.
> Mir sind die Schwierigkeiten der Lüftung bekannt. Ist ein> Luftentfeuchter> sinnvoll?
Der braucht Strom ohne Ende, und ist entsprechend teuer.
Chemische Entfeuchter funktionieren, müssen aber sehr häufig getrocknet
werden, oder erneuert werden > auch teuer.
Die meisten Leute, die sowas einsetzten, vernachlässigen das. Es dient
somit nur symbolischen Zwecken.
> Was ist überhaupt trocken genug, angenommen ich nutze den> Keller> nur als Werkstatt und will nicht, dass mir alles wegrostet.
Das ist in einer Zeit von Werkzeugen mit Kunststoffgriffen
unproblematischer als anno 1960/1970. Wo Holzgriffe faulen konnten. ;O)
Gegen Flugrost hilft mit Vaseline einfetten. Eine Technische Qualität
langt.
Feilen nimmst Du nach der Arbeit besser mit in Deine Wohnung.
Elektrik: Eine anständige Feuchtraum Installation sollte das Wegstecken.
Lager ansonsten alles klassische Elektrowerkzeug so hoch, dass es nicht
im Wasser liegt.
Elektronik ist leider deutlich zickiger......
Ansonsten, im Winter lüften, im Sommer zu halten.
Mit freundlichem Gruß: Bernd Wiebus alias dl1eic
http://www.l02.de
Na wenn es nach dem Regen sofort deutlich nass ist, ist ja ein
deutlicher baulicher Mangel vorhanden.
Das kann der Ablauf der Regenrinne sein, ... das muss man vor Ort
klären.
Ein Trockner hilft da nur bis zum nächsten Schauer. Was isn wenn es
dauerhaft regnet? Steht dann die Brühe Zentimeterhoch im Keller?
Da würde ich mal dem Vermieter Druck machen, den Raum in diesem Zustand
mieten würde ich nicht machen.
Bernd W. schrieb:> Ansonsten, im Winter lüften, im Sommer zu halten.
nein, im Sommer früh am morgen vor Sonnenaufgang lüften. Aber nur dann,
wenn es nachts nicht geregnet hat.
Eine Kombination aus Zeitschaltuhr und Hygrostat hilft.
Mit komplett zu wird es muffig.
bernd schrieb:> Der Boden ist zum Teil gemauert(?) und zum Teil> liegt wohl Estrich drüber.>> Ich möchte den Keller als Werkstatt/Bastelraum fürs Grobe/Keller> zur Aufbewahrung nutzen. Der "Raum hat drei geziegelte Wände und nach> vorne eine Holzwand. Es gibt ein Fenster.
Wie die Vorredner schon schrieben - lagere Kartoffeln o. ä. dort aber
nichts, was verschimmeln kann (Lederwaren aller Art, Kartons, etc.).
Wir haben auch einen feuchten Keller und hier schimmelt / rostet alles,
was irgendwie feuchte-empfindlich ist. Ich habe einige "historische"
Fotoapparate bzw. deren Lederhüllen abschreiben müssen - das tat weh.
Also nur noch das in den Keller, was keine Feuchtigkeit aufnimmt.
Werkstatt kannst Du vergessen - alles was aus Eisen etc. ist rostet vor
sich hin (dazu gehören Werkzeuge, Bohrer, Sägen, etc.).
Marc H. schrieb:> MaWin schrieb:>> Vhsmpignknhucht
Nö, das schrieb
Autor: Seemann (Gast)
und hat falsch (gab es nicht) zitiert. Gast-Zitate (sorry) sind oft
speziell :-)
MaWin schrieb:> bernd schrieb:>> Wie kriege ich den Keller trocken genug, um ihn sinnvoll nutzen zu>> können?>> Gar nicht.>> Gebäude von 1900 haben keine Abdichtung (schwarze Wanne, weisse Wanne)> sondern leben mit dem feuchten Keller, der viele Vorzüge hat: Kartoffeln> und Karotten einkellern, Kohlen lagern ohne dass es staubt,> Vhsmpignknhucht auf Stroh, Weinkeller ohne dass der Kork austrocknet,> Einmachgläsern macht es auch nichts aus und sie stehen kühl.>> Handwerksarbeiten hat man damals im ebenerdigen Schuppen gemacht.>> Was willst du entfeuchten, die ganze Spree ? Maximal macht man die> Fenster auf, wenn fue absolute Luftfeuchte draussen niedriger ist als im> Keller, zwei Fenster auf Durchzug, das kann man auch automatisieren.> Aber Ventilatoren machen nur Ärger, entweder der Überdruck drückt> muffige Luft in den Hausflur oder Unterdruck saugt feuchte Luft aus dem> Haus an.>> Arbeite nicht wider die Natur, du hast sowieso keine Chance.
Besser hätte ich es auch nicht ausdrücken können. (Ich habe auch eine
Wohnung Bj. 1906 in F). Eine Werkstatt im Keller einzurichten hatte ich
auch mal versucht. Alles was nicht Edelstahl ist, ist innerhalb kurzer
Zeit verrostet. Auch Fahrräder gehören nicht in einenm solchen Keller.
Kurz: Vergiss es.
Gruß
Andreas
Dieter F. schrieb:> Nö, das schrieb> Autor: Seemann (Gast)
Nö, schrieb er nicht. Falsch zitiert hat er, aber die vertippte
Champignonzucht ist ein MaWin-Original:
MaWin schrieb:> Vhsmpignknhucht auf Stroh,
Rufus Τ. F. schrieb:> Dieter F. schrieb:>> Nö, das schrieb>> Autor: Seemann (Gast)>> Nö, schrieb er nicht. Falsch zitiert hat er, aber die vertippte> Champignonzucht ist ein MaWin-Original:>> MaWin schrieb:>> Vhsmpignknhucht auf Stroh,
Jaaa, 2 mal gelesen und doch überlesen - mea culpa, mea maxima culpa!
oszi40 schrieb:> Außen und innen Hygrometer aufhängen und NUR lüften wenn es draußen> kälter ist,
das physikalisch richtige wäre zu lüften wenn der Taupunkt der Außenluft
mehr oder weniger deutlich kleiner als die Oberflächentemperatur der
Bauteile ist.
Martin S. schrieb:> Ein bekannter von mir hat auch einen Altbau (50er Jahre - die> schlimmsten Bauten überhaupt!) mit gegossener Bodenplatte und gemauertem> Keller. Er hat sich den kompletten Aushub ringsum ca. 10.000 Euro kosten> lassen. Ergebnis: Keine Verbesserung...
Falsche Ausführung?
Wer kann, sollte selbst zur Schippe und Hacke greifen!
Hab's getan.
Bei mir hat das eine deutliche Verbesserung gebracht.
Das Fallrohr aus Ton war unten am Bogen in die Mauer gebrochen.
Dann wurde damals mit zerdepperten Dachpfannen usw. verfüllt.
Das kann ja nur schiefgehen.
LG
old.
Walter S. schrieb:> das physikalisch richtige wäre zu lüften wenn der Taupunkt der Außenluft> mehr oder weniger deutlich kleiner als die Oberflächentemperatur der> Bauteile ist.
Nicht nur dann, es reicht wenn die absolute Feuchte4 draussen geringer
ist als drinnen, denn dann bewegst du dich wenigstens in die richtige
Richtung, selbst wenn du den Punkt "Taupunkt auf Geräteoberfläche" noch
nicht erreicht haben solltest (der aber hoffentlich sowieso immer
deutlich unterschritten wäre, sonst würde es ja rosten).
Michael B. schrieb:> Nicht nur dann, es reicht wenn die absolute Feuchte4 draussen geringer> ist als drinnen, denn dann bewegst du dich wenigstens in die richtige> Richtung
Nein, denn dann hast du am Ende zwar minimal weniger Luftfeuchte,
bekommst aber genau während des Lüftens wunderbaren Rost. Aber nur um
den geht es, nicht um Luftfeuchte.
Im geschlossenen Keller gibt es praktisch nie eine
Taupunktüberschreitung, es sei denn, die Luftfeuchte liegt nun wirklich
bei 100% und die Temperatur steigt.
this corrosion schrieb:> Nein, denn dann hast du am Ende zwar minimal weniger Luftfeuchte,> bekommst aber genau während des Lüftens wunderbaren Rost.
Nope, Rost gibt es bei (ausreichend) hoher Luftfeuchte. Es gäbe ihn also
sowieso, auch ohne Lüften in dem beschriebenen Fall. Lüften in dem Fall
verringert aber die Luftfeuchte, bewegt sie also in die gewünschte
richtige Richtung. Würdest du auf Lüften zu der Zeit verzichten, könnte
es sein, daß die deiner Meinung nach richtige Zeit (draussen unter
Taupunkt drinnen) zu kurz ist um auch drinnen anzukommen.
> Im geschlossenen Keller gibt es praktisch nie eine> Taupunktüberschreitung,
Geschlossen ist Relativ. Geschlossene Türen und Fenster reichen bei
einem Keller jedenfalls nicht, wenn das Wasser durch die Wand kommt, wie
in dem Fall der alten Keller.
> es sei denn, die Luftfeuchte liegt nun wirklich> bei 100% und die Temperatur steigt.
Selbst dann nicht, die Temperfatur müsste sinken.
Also 3 Fehler in einem Beitrag.
Harald W. schrieb:> Vom Original-MaWin?
Sein Stalkertroll würde sich nicht die Mühe machen, so relativ
ausführlich und zutreffend auf eine Fragestellung zu antworden. Daran
sollte man MaWin nach einiger Zeit problemlos vom Stalkertroll
unterscheiden können.
Alte Gebaude (bis ca 1920) haben idR einen funktionierenden
Feuchteschutz im/um den Keller. Erst in den 30ern, wo verstärkt mit
Beton/Bitumen etc hantiert wurde, wurde es schlechter bzw geht (für
Gebäudezeiträume) schnell kaputt.
In Städten wie Leipzig (in den ganzen Braunkohlengebieten) kommt dazu,
dass die Gebäude ursprünglich dicht in das Grundwasser gebaut wurden,
aber durch die Absenkung für die Kohle die Abdichtungen ausgetrocknet
und kaputt gegangen sind. Vermutlich hat man damals mit Lehmmischungen
und ganz selten Bitumen gearbeitet. Dazu kamen dann noch Setzungs- und
Erschütterrungsrisse durch die Warmsanierungskommandos '41-45.
Richtig ist:
Ein Keller ist kein Wohnraum. Dort eine rlH von <60% zu erwarten kann
nur schief gehen.
Man kann die Feuchte im Keller reduzieren, indem man den
Feuchtenachschub aus dem Erdreich stoppt. Wasser was einmal in der Wand
ist, kommt dort nur schwer wieder raus und wenn dann mit Langzeitschäden
wie Salzdepots an den Austrittstellen. Absperren ist ein gober Fehler.
Ganz "trocken" bekäme man einen Keller nur, wenn tatsächlich die einzig
eingetragene Feuchte durch die Luft kommt, und die Konstruktion keinen
Taupunkt mehr bietet. Dazu müsste man die Kellerwände bis ins Erdreich
hinein temperieren. Viel Vergnügen.
Hier [tm] (Haus aus den 20ern) kommt ein Großteil der Feuchtigkeit durch
die Mauerfugen in den (Betonstein-)Keller, was sich durch ausbuddeln und
Abdichten sehr einfach begrenzen lässt. Man könnte hier dann noch die
Kellerböden komplett ausheben, und als weiße Platte neu zwischen die
Wandfundamente legen, riskiert damit aber ein verrutschen derselben. Die
Fundamentfüße bekommt man eh nachträglich nicht mehr trocken.
Im Winter haben wir hier im Keller <<20% relH. Das macht die
Zentralheizung. Im Sommer, den undichten alten
Fenstern/Kohleluke/Notausstieg etc sei Dank, pegelt es sich bei ~65%
ein.
Roland E. schrieb:> Absperren ist ein gober Fehler.
Das ist das einzig richtige!
Haus ringsum ausheben, Sperre aufbringen, wasserfester Vollwärmeschutz
aufbringen, Schutzfolie (Noppenfolie) aufbringen und anschließend mit
Drainagematerial (Flusskies) auffüllen. Stirnseiten müssen vor
eintretendem Wasser geschützt werden.
Allerdings: Kommt die Feuchte durch die Bodenplatte bringt das ganze
nicht viel.
Falls das so wäre, gäbe es noch das HDIV (Hochdruckinjektionsverfahren).
Das ist allerdings aufwendig und teuer und lohnt daher nur für
denkmalgeschützte Gebäude.
Falsche Wortwahl.
Ich meinte Einsperren der Feuchtigkeit in (Teilen der) Wand mittels
naträglich aufgebrachten Mittelchen.
Ein Keller muss eine relativ konstante Temperatur haben. Die bekommt er
über die Wärmebrücke zum Erdreich. Sonst bekommt man durch das
wechselnde Klima täglich nachts Taupunkte an der Konstruktion.
Edith meint noch:
Ein (Voll)Wärmeschutz des Kellers mittels Dämmplatten etc ist noch
größerer Schwachsinn als für das oberirdische Haus. Geldschneiderei.
Selbst bei einem ordentlichen Massivhaus gehen seit 2005(*) schon 70%
der Brennstoffkosten für die Warmwasseraufbereitung drauf. Nicht für die
Heizung. Aber in Sachen "Woll-/Synthetikpullis" für Häuser hat die Lobby
der Dämmstoffhersteller hervorragend gearbeitet.
Mal zum nachdenken:
Brennstoffe waren noch nie so billig wie heute. Baustoffe für umbauten
Raum waren noch nie so billig wie heute. Gemessen am verfügbaren
Einkommen ist ein Haus heute innerhalb eines Berufslebens zu erreichen.
Das war von vor 2..3hundert Jahren bis zum 2WK noch deutlich anders.
Gute (vergleichbar zu heutigen Werten) Dämmstoffe waren auch damals
bereits verfügbar und wurden verwendet.
Warum sind die Menschen damals nicht auf die Idee gekommen, den
Dachboden und Keller zu bewohnen? Dort lagen fast 2/3 des Umbauten
Raumes eines eingeschossigen Hauses "brach".
Warum haben die Menschen damals ihren Häusern keinen "Wollpulli"
angezogen?
Warum haben Tischler, welche Möbel ohne ein Stück Metall so zusammen
bauen konnten, dass auch nach Jahrzehnten kein Blatt Papier in die Fugen
passt, Fenster gebaut durch die es zog?
(*) Bis 2005 war ich selber Teil der Gelddruckmaschine Dämmstoffverkauf.
Roland E. schrieb:> Im Sommer, den undichten alten> Fenstern/Kohleluke/Notausstieg etc sei Dank, pegelt es sich bei ~65%> ein.
durch dichte ersetzen und eine kontrollierte Lüftung nutzen.
Wozu?
Es ist ein Wasch-, Bastel- und Lagerkeller. Der muss auch atmen können.
Solange keine Schuhe auf dem Boden stehen, ist das völlig iO so.
Es sind noch ca 1/8 der erdberührenden Flächen isolierbar. Das wird noch
einmal 5..7% bringen. Das reicht völlig.
Evtl bringt auch der Rückbau des LSR noch etwas, weil dann das
Verhältnis Wand/Raumvolumen sich um ca 9qm zu Gunsten des Raumvolumens
verschiebt. Ist aber nicht wirklich wichtig.
Roland E. schrieb:> Ein Keller muss eine relativ konstante Temperatur haben. Die bekommt er> über die Wärmebrücke zum Erdreich.
Im Wesentlichen gefällt mir Dein Beitrag.
Die Ziegelsteinmauer im Keller ist sehr dick
und hat deshalb eine hohe Wärmeträgheit.
Mit Isolation kann die Mauer wärmer werden als die sie
umgebende Erde.
Die Wärmeverteilung im Erdreich von der Oberfläche
bis zum Kellerboden variiert Wetterabgängig.
Das hält die Isolation von der Mauer fern.
Martin S. schrieb:> Haus ringsum ausheben
und der Rest hängt von den örtlichen Gegebenheiten ab.
Pauschallösungen kann man da meiner Meinung nach nicht geben.
LG
old.
Roland E. schrieb:> Es sind noch ca 1/8 der erdberührenden Flächen isolierbar. Das wird noch> einmal 5..7% bringen. Das reicht völlig.
schon, aber Fenster abdichten und Lüftung optimieren geht schneller wie
buddeln und isolieren.
Hier ist das Problem ja primär, dass im Sommer Feuchtigkeit ber die Luft
hereinkommt.
Roland E. schrieb:> Alte Gebaude (bis ca 1920) haben idR einen funktionierenden> Feuchteschutz im/um den Keller. Erst in den 30ern, wo verstärkt mit> Beton/Bitumen etc hantiert wurde, wurde es schlechter bzw geht (für> Gebäudezeiträume) schnell kaputt.
Nuja, Omas Häuschen (~1900, laut Aussage von Sachverständigen sehr
hochwertige Substanz, da für/von einen in der Gegend bekannten
Maurermeister erbaut) hatte auch diesen Feuchteschutz aus dickem Lehm.
Allerdings in dem Alter nicht mehr funktionierend, da er schon diverse
Risse bekommen hatte. Zusammen mit dem Brockenfundamentmauer
(offensichtlich alles, was gerade aufzufinden war: Ziegel, grosse
Kieselsteine, (Kalk)Tuffsteine), brauchts damit nichtmal eine
aufsteigende Feuchtigkeit, da ziehts einfach quer durch...
Dementsprechend feuchts wars dann auch. Typischerweise 90-95%, beim
Nordeck vom Keller sagt der Sensor sogar meistens "Overflow"... So
schnell wie die Luft da am Fliesenboden abregnet, muss sie wohl wirklich
fast gesättigt sein.
Vor drei Jahren hat eine Baufirma dann ums Haus rum abschnittsweise
aufgebuddelt und eine ca. 30cm dicke Betonschicht davorgesetzt, geht ca.
20cm tiefer als das Fundament. Da kommt jetzt keine Feuchtigkeit mehr
nach. Allerdings muss ich wohl noch ein paar Jahre Entfeuchten, damit
aus der 60cm dicken Mauer das gröbste Wasser raus ist...
Wenn die Abdichtung Risse bekommen hat, war sie wohl mal komplett
ausgetrocknet.
Ja, einfach an der Raumluft trocknen lassen, bzw den Feuchtehaushalt der
Wand auf die neuen/alten Verhältnisse reduzieren lassen.
@oldeurope: Wozu soll die Kellerwand wärmer als das umgebende Erdreich
werden? Ist doch für einen Keller unnötig.
Roland E. schrieb:> @oldeurope: Wozu soll die Kellerwand wärmer als das umgebende Erdreich> werden? Ist doch für einen Keller unnötig.
Weil dann die Wand weniger feucht wird.
Der Taupunkt wird nicht mehr erreicht.
LG
old.
Solange die Wand nicht signifikant kälter ist als der Raum, gibt es so
oder so keinen Taupunkt.
Bei 65% relH darf die Wand fast 9K kälter sein als der Raum ohne dass da
was kondensiert.
Roland E. schrieb:> Wenn die Abdichtung Risse bekommen hat, war sie wohl mal komplett> ausgetrocknet.
Sehr unwahrscheinlich, da friert eher die Hölle zu... Der Lehm sah schon
farblich etwas inhomogen aus und dann ist das Haus noch an einem Hang,
da gabs sicher kleine Verschiebungen in den letzten 100 Jahren.
Will nur sagen: Nicht alles, was alt ist, ist automatisch gut ;)
Georg A. schrieb:> Will nur sagen: Nicht alles, was alt ist, ist automatisch gut ;)
Naja, die Pyramiden sind bis jetzt zumindestens nicht umgekippt. :-)
Roland E. schrieb:> Bei 65% relH darf
Zur Zeit ist es recht feucht draußen.
Da macht es sich schon positiv bemerkbar,
dass die Mauer wärmer ist.
Zur Zeit 17 Grad. Und es besteht kein Temperaturunterschied
zwischen dem isolierten Teil und dem überbauten Teil
den ich nicht ausgraben und isolieren konnte.
LG
old.
Georg A. schrieb:> hatte auch diesen Feuchteschutz aus dickem Lehm.> Allerdings in dem Alter nicht mehr funktionierend, da er schon diverse> Risse bekommen hatte.
Da hat Dich jemand auf den Arm genommen.
Unter der Erde ist genug Feuchte, dass der Lehm
dauerhaft Puddingkonsistens hat. Zumindest in NRW.
Selbst wenn er austrocknet, nimmt der die Feuchte
wieder auf und die Risse sind weg.
Der Lehm dichtet die Kellerwand ab, ist aber kein Feuchtechutz.
Den Unterschied muss Du Dir klar machen.
LG
old.
> Wie kriege ich den Keller trocken genug, um ihn sinnvoll nutzen zu können?
Um die Bausubstanz nicht zu gefährden, solltest Du nichts an der
Feuchtigkeit ändern - die gehört zum Gebäude dazu. Das Mauerwerk ist
dafür ausgelegt. Nimmst Du die Feuchtigkeit weg, bröckelt der Mörtel.
Dieser Keller ist ein Lagerkeller, kein Hobbyraum.
DerEntfeuchterKönig schrieb:> Am besten ist es eine Zwangslüftung zu verwenden,> welche eine intelligente Steuerung verfügt.
Habe ich.
DerEntfeuchterKönig schrieb:> Finger weg von elektrischen Lüftentfeuchtern:> Fressen nur Energie und der Müffelgeruch wird auch nicht> raustransportiert.
Im feuchten Sommer findet die gesteuerte Lüftung
leider kaum Gelegenheit zum lüften.
In dieser Zeit geht es definitiv nur mit el. Entfeuchter.
Brummbär schrieb:> Nimmst Du die Feuchtigkeit weg, bröckelt der Mörtel.
Der ist so oder so weich. Ist leider nicht der Mörtel,
der in gemauerten Kanälen verwendet wird.
LG
old.
Vor langer, langer Zeit einmal wurde das Problem schon gelöst. Man Hat
das Haus ausgebuddelt und auf Stelzen gestellt.
Reste sind am Bodensee u.a. zu sehen.
Bernd schrieb:> wichtig ist, das möglichst wenig rostet.
Dann informiere dich zum Thema Taupunkt, nur dieser interessiert hier.
Und halte Fenster/Türen geschlossen, bzw. verhindere schnelle
Temperaturänderungen der Luft.
Mehr ist hierzu nicht zu sagen, der Rest ist einfach nur Quatsch, wie so
oft. Das erkennen bzw. das Hirn einschalten musst du bitte selbst.
Ich hab seit Jahren sicher ne halbe Tonne SMD-Bauteile im Keller und
löte die anschließend problemlos reflow. Motoren und anderes gröberes
Zeugs steht da auch rum, aber von Rost keine Spur, woher soll der auch
kommen?
Es ist der perfekte Lagerplatz für Metalle. Und rein zufällig bin ich in
genau deiner Lage:
bernd schrieb:> Ich wohne in einem Altbau, Baujahr ~1900, Ziegel, Berlin und habe einen> feuchten Keller. Die Luftfeuchtigkeit zur Zeit ist etwa 85 % bei 17 Grad> Celcius. Da es ein Mietshaus ist, kommen bauliche Änderungen nicht in> Frage.
OK, das Haus hier ist von 1920, aber da kann man auch problemlos
Champignons züchten...
Ich kann den Keller entweder nutzen, oder nicht. Trockenlegen, beim
Vermieter jammern etc ist keine Option.
Da Lüften nach ein wenig Recherche Sommer nicht funktioniert (und im
Winter hatte ich eher 50% del. Luftfeuchtigkeit), habe ich jetzt mal
einen gebrauchten Luftentfeuchter besorgt (Duracraft DD-TEC10E).
Auch wenn ich den Raum nicht zum Lagern von Kartons nutzen will, Holz
und Karton fühlen sich bisher feucht an.
Bernd schrieb:> Ich kann den Keller entweder nutzen, oder nicht. Trockenlegen, beim> Vermieter jammern etc ist keine Option.
Das heißt, dass du an der feuchten Luft in diesem Raum nichts ändern
kannst. Mit dem elektrischen Luftentfeuchter kannst du mit hohem
Energieaufwand kurzfristig die Luftfeuchtigkeit senken, aber das bringt
für die Nutzung als Hobbywerkstatt wenig bis nichts - wie oben schon von
mehreren Postern erklärt wurde.
Du kannst den Raum als Lager für Feuchtigkeitsbeständige Gegenstände
nutzen, aber alles, was rosten, schimmeln oder sonstwie gammeln kann,
wird dies in diesem Keller auch tun...
Das schließt die Nutzung als Gelegenheitswerkstatt nicht mal aus - aber
Werkzeuge würde ich dort nicht lagern, sondern nach Bedarf mit in den
Keller nehmen und hinterher wieder trocken lagern. Oder intensiv vor
Feuchtigkeit und Korrosion schützen, also satt einfetten/ölen und in
Ölpapier einschlagen.
Raum im Raum aus OSB mit Boden, Wänden, Dach, Tür und Dichtung, separate
Lüftung nur für Dich...
Ist auch einbruchsicherer.
Platten hatte ich mit Teppich beklebt - wegen Lärm.
Hatte ich in Dresden - war OK.
Habe ich abgebaut und wieder verwendet.
Sind nur einmalige Kosten.
Matthias L. schrieb:> Mit dem elektrischen Luftentfeuchter kannst du mit hohem> Energieaufwand kurzfristig die Luftfeuchtigkeit senken
Nicht kurzfristig, nur teuer. Aber wo liegt das Problem, wenn er
monatlich 20 Euro Strom für den trockenen Keller zahlt, statt 80 Euro
für einen korrekten Lagerraum?
Unnötig bleibt es dennoch, aber ich möchte mich ungern wiederholen.
In feuchten Kellern rostet nun mal alles, einfach weil Opa das auch
immer sagte. Mit Physik hat das nun gleich gar nichts zu tun, für diese
Sicht auf die Welt genügen Ängste, falsch gedeutete Erfahrungen und
zeitlebens verbundene Augen.
Keine Ahnung, welche Heinzelmännchen bei mir nun täglich den Rost vom
Stahl putzen...
Der Dreckige Dan schrieb:> Keine Ahnung, welche Heinzelmännchen bei mir nun täglich den Rost vom> Stahl putzen...
Können wir die Heinzelmännchen bitte tauschen? Meine malen im Keller das
ungeschützte Werkzeug immer braun an. Und damit hat mein Opa gar nichts
zu tun...
Das Problem ist, dass du zwar die Erfahrung gemacht hast, dass in deinem
Keller trotz hoher (aber konstanter!) Luftfeuchtigkeit nix rostet, weil
kein Wasser auf dem Werkzeug kondensiert. Glaub' ich dir durchaus.
Nur - du kennst weder alle Einflussfaktoren auf das Raumklima bei mir
noch bei den anderen, bei denen Werkzeug im Keller rostet.
Ebenso wie ich dir glaube, dass dein Werkzeug im Keller rostfrei bleibt,
bitte ich darum, dass du mir glaubst, dass meines im (übrigens im Mittel
vermutlich wesentlich weniger feuchten) Keller trotzdem korrodiert.
Da gibt's nämlich in einem Nachbarraum noch einen Kondenswäschetrockner,
da gibt's Fenster, die bisweilen geöffnet werden (bisweilen nicht von
mir), usw. Auch die geschlossenen Fenster sind nicht dicht. Da ist weder
die Temperatur noch die Feuchtigkeit konstant, und deshalb kann schon
mal etwas auf der Metalloberfläche kondensieren.
So ein Metallklotz braucht ja eine Weile, um die Temperatur der
Umgebungsluft anzunehmen - und wenn dann ein Schwall warmer, feuchter
Luft vorbeikommt, dann ist der Taupunkt eben an der Metalloberfläche.
Deutlich kürzer steht das aber schon da oben:
Beitrag "Re: Feuchter Keller"Der Dreckige Dan schrieb:> Mit Physik hat das nun gleich gar nichts zu tun, für diese> Sicht auf die Welt genügen Ängste, falsch gedeutete Erfahrungen und> zeitlebens verbundene Augen.
Dochdoch, das hat schon mit Physik zu tun. Du selbst hast ja
geschrieben:
Der Dreckige Dan schrieb:> Und halte Fenster/Türen geschlossen, bzw. verhindere schnelle> Temperaturänderungen der Luft.
Damit hast du ja auch völlig Recht, aber genau darauf hat die Mehrzahl
der Mieter gar keinen unmittelbaren Einfluss - das ist ja gerade das
Problem.
Mit dem elektrischen Entfeuchter holst du über Nacht 5l Wasser aus der
Luft und am nächsten Morgen reißt wieder irgendwer das Fenster auf und
verkündet: "Ist doch so schönes Sommerwetter, da muss doch mal gelüftet
werden!" Und schwupps, da sind die 5l wieder und haben gleich noch drei
Kumpels mitgebracht.
Nur wenn du alleine das Raumklima im Keller beeinflussen kannst, dann
lassen sich Korrosionsprobleme vermeiden. Und darüber sind wir uns auch
einig...
Das Thema Taupunktlüftung ist hochaktuell, dazu hat mal jemand im
Internet mal was mit einem Raspberry gebaut. Allerdings nur mit zwei
Lufttemperatur/LFeuchte-Sensoren, und dann via Lüfter gelüftet, sobald
der Taupunkt draußen kleiner als drinnen ist.
Ich hätte es so gemacht: Taupunkt nur draußen ermittelt, drinnen an der
kältesten Stelle des Mauerwerks einen Kontaktsensor angebracht und immer
gelüftet wenn der Taupunkt draußen > der Mauertemperatur ist.
Aber führt wohl beides mehr oder weniger zum Ziel?
Rabesam schrieb:> Ich hätte es so gemacht: Taupunkt nur draußen ermittelt, drinnen an der> kältesten Stelle des Mauerwerks einen Kontaktsensor angebracht und immer> gelüftet wenn der Taupunkt draußen > der Mauertemperatur ist.
Zum einen meinst du wohl <, zum anderen wird damit in den Fällen, wo man
wirklich so eine Lüftung bräuchte, wohl nie gelüftet ;) Die Lüftung muss
eigentlich neben der Trocknung zuerst noch eine Erwärmung machen, sonst
schwimmts da immer...
Georg A. schrieb:> Die Lüftung muss> eigentlich neben der Trocknung zuerst noch eine Erwärmung machen
Dafür genügt es die Feuchte aussen, die Temeratur
innen und aussen zu messen.
Rabesam schrieb:> einem Raspberry gebaut
Bei mir mit LM393 zwei NTCs und LMC6482 mit hih5031
Für die Zeit in der keine Lüftung möglich ist,
wird der el. Entfeuchter eingeschaltet, der bei
Bedarf anspringt.
LG
old.
Feuchte Keller sind ein Problem. In der Regel sind die Ursachen nicht zu
beseitigen. Leider.
Das was geht ist nur die feuchte Luft wieder günstig heraus zu bekommen.
Lüftung, Zwangsbelüftung…
Ei der Daus schrieb:> Vor langer, langer Zeit einmal wurde das Problem schon gelöst. Man> Hat> das Haus ausgebuddelt und auf Stelzen gestellt.>> Reste sind am Bodensee u.a. zu sehen.
Aha, und wo ist dann der Keller?
bernd schrieb:> Ich möchte den Keller als Werkstatt/Bastelraum fürs Grobe/Keller> zur Aufbewahrung nutzen.MaWin schrieb:> Arbeite nicht wider die Natur, du hast sowieso keine Chance.
Meistens ist es so, wie MaWin das schon schrieb. Wenn Du aber keine
andere Möglichkeit hast, etwas Platz zum Basteln zu haben, gibt es noch
kleine Notlösungen-
Die Metallgegenstände werden nicht mehr feucht, wenn diese ein bis zwei
Grad über Umgebungstemperatur gehalten werden. D.h. Du musst Dir einen
gut schließbaren isolierten Schrank bauen. Dort muss alles was
empfindlich auf die Feuchte ist hinein.
Wenn Du Glück hast, kannst du für das Heizen die Abwärme einer
Gefriertruhe im Keller nutzen. Andernfalls heize mit wenig Leistung über
ein Peltierelement.
Dieter schrieb:> das Heizen
Das innere des isolierten Schrankes wird geheizt.
Bei guter Isolierung, z.B. 5-10cm dicken Styroporplatten, reicht die
Abwärem eines Raspberry Pi 4 aus um 2 m³ Volumen ausreichend warm zu
halten.
bernd schrieb:> Wie kriege ich den Keller trocken genug, um ihn sinnvoll nutzen zu> können?
GARNICHT.
bernd schrieb:> Nach größeren Regenschauern ist der Boden feucht. Wo das Wasser> herkommt,> ist mir nicht ganz klar. Der Boden ist zum Teil gemauert(?) und zum Teil> liegt wohl Estrich drüber.
Jedenfalls nicht ohne Ursachenbekämpfung.
1. Massnahme : Kauf dir Klopapier und Klebeband. Dann kleb das
Klopapier mit den Klebeband an die Wand. Besonders unter das Fenster.
Und leg auch ne Lage vor die Tür.
Wenn es gescheit regnet gehst du danach in den Keller und schaust wo das
Klopapier nass ist. Dann wäre die Stelle lokalisiert. Wenn du Glück
hast, ist es das Fenster. Wenn nicht wird sich der Hauswirt freuen.
Bevor ihr lacht und lästert. Es gibt Spezialpapier was bei Nässe seine
Farbe ändert und die behält. Das kann man als Klebestreifen kaufen. So
suchen Profis nach der Ursache wenn es nicht erkennbar ist.
man könnte in das Kellerfenster Durchlässe für Zu- und Ablauft
installieren und einen Ventilator automatisch einschalten, wenn der
Taupunkt draussen unter dem Taupunkt im Keller liegt.
DerAlteFeuchtemensch schrieb im Beitrag #7203109:
> DIESE wurde aber gelöscht.> Warum?
Der Webshop, den du verlinkt hattest, versucht öfter einmal hier Werbung
hineinzuschmuggeln. Das sehen die Moderatoren nicht so gern - zu Recht.
Schlaumaier schrieb:> Bevor ihr lacht und lästert. Es gibt Spezialpapier was bei Nässe seine> Farbe ändert und die behält.
Habe ich mir mal selbst gebastelt, als regelmäßig Wasser aus dem Abfluss
hochkam. Ein Fetzen Küchenpapier und darauf ein Symbol mit abwaschbarem
Folienstift gemalt. Sobald da auch nur ein Tropfen draufkam, verliefen
die Striche.
Ganz feucht schrieb:> Habe ich mir mal selbst gebastelt, als regelmäßig Wasser aus dem Abfluss> hochkam. Ein Fetzen Küchenpapier und darauf ein Symbol mit abwaschbarem> Folienstift gemalt. Sobald da auch nur ein Tropfen draufkam, verliefen> die Striche.
hihi. GENAU so was in der Art.
Aber die Industrie hilft ein das denken zu verlernen. Sie braucht ja
Kohle. ;)
Ganz feucht schrieb:> Schlaumaier schrieb:>> Bevor ihr lacht und lästert. Es gibt Spezialpapier was bei Nässe seine>> Farbe ändert und die behält.>> Habe ich mir mal selbst gebastelt, als regelmäßig Wasser aus dem Abfluss> hochkam. Ein Fetzen Küchenpapier und darauf ein Symbol mit abwaschbarem> Folienstift gemalt. Sobald da auch nur ein Tropfen draufkam, verliefen> die Striche.
Man kann ach schauen, wie feucht die alte Kellerlampe ist...
Nuff schrieb:> Man kann ach schauen, wie feucht die alte Kellerlampe ist...
Nö. Das würde man zu 99% merken. Weil JEDE verputzte Decke bei
fehlerhafter Feuchtigkeit runter fällt.
Habe ich als Kind (13 Jahre) mal getestet. Hab einige Experimente mit
ein damals noch erlaubten Chemiebaukasten gemacht. Dabei ist durch die
Hitze meines Camping-Brenner die Decke ausgetrocknet und sie kam
herunter. Ergebnis: leichte Chemische Verätzung an der Brust und eine
Mama die mir ein Elektronik-Baukasten gekauft hat, und den Chemiekasten
entsorgt hat bei Sondermobil. Jetzt wisst ihr auch wieso Elektronik mein
Hobby ist.
Schlaumaier schrieb:> Nö. Das würde man zu 99% merken. Weil JEDE verputzte Decke bei> fehlerhafter Feuchtigkeit runter fällt.>> Habe ich als Kind (13 Jahre) mal getestet. Hab einige Experimente mit> ein damals noch erlaubten Chemiebaukasten gemacht. Dabei ist durch die> Hitze meines Camping-Brenner die Decke ausgetrocknet und sie kam> herunter. Ergebnis: leichte Chemische Verätzung an der Brust und eine> Mama die mir ein Elektronik-Baukasten gekauft hat, und den Chemiekasten> entsorgt hat bei Sondermobil. Jetzt wisst ihr auch wieso Elektronik mein> Hobby ist.
;-)
Martin S. schrieb:
...
...
>> Ein bekannter von mir hat auch einen Altbau (50er Jahre - die> schlimmsten Bauten überhaupt!) mit gegossener Bodenplatte und gemauertem> Keller. Er hat sich den kompletten Aushub ringsum ca. 10.000 Euro kosten> lassen. Ergebnis: Keine Verbesserung...>> Der Tipp mit der Dachrinne wäre mal einen Versuch wert. Das wäre dann> keine "unbequemlichkeit", sondern ein Mangel, der durch den Vermieter> behoben werden muss, da die Nutzbarkeit der Räume darunter leidet.>
Beim Thema Dachrinne musste ich schmunzeln. Vor einigen Jahren konnte
ich ein Paradebeispiel sehen, wie man es NICHT machen sollte. Keller
feucht. Naja. Bei der Außenbesichtigung konnte ich feststellen, dass die
DAchrinne nicht in die Schleuse entwässerte, sondern in das Ende des
Drainageschlauches, was unmittelbar neben dem Fallrohr aus dem Boden
ragte. Und das, obwohl die Schleuse nur einen Meter davon recht flach
lag. Mein Hinweis, dass Drainage zum Einsammeln des störenden Wassers
und nicht zum Verteilen des Regenwassers um die Grundmauern gedacht ist,
wurde mit Unverständnis beantwortet: Aber wenn die Baufirma das so
gemacht hat?
Roland E. schrieb:> Mal zum nachdenken:> Brennstoffe waren noch nie so billig wie heute.
Wenn man nicht erkannt hat, dass der Beitrag aus 2017 stammt ... ;)
dfIas schrieb:> Wenn man nicht erkannt hat, dass der Beitrag aus 2017 stammt ... ;)
Habe ich nicht.
Ich bin der Meinung das mein eine Mini-Warnung IMMER stehen lassen
sollte. Das an die Admins.
ABER, mein Rat mit den Klopapier etc. hat mit der Jahreszahl nix zu tun.
Undichte Keller gibt es auch 2022. ;)
Und ich kenne einige Leute die beim 1-Euro-Markt billige Kisten kaufen,
Silikat-Säcke reinlegen und dann ihre Sachen darin in den Keller
bringen.
Wir haben am Ort ein mittelalterliches Gebäude, wo der Keller als
Gaststätte genutzt werden sollte, was aber wegen der hohen Mauerfeuchte
nicht möglich war. Rundum ausbuddeln, isolieren und Drainage waren wegen
anderer Bebauung auch nicht möglich. Darum haben wir:
1. im Keller den alten Putz abgeschlagen, so dass das
Backstein-Mauerwerk frei lag
2. mit einem Heißluftgebläse den Raum mehrere Tage lang gründlich
getrocknet
3. nach dem Abkühlen die Wände mit einem Quast satt mit einer
dünnflüssigen Polyurethan-lösung getränkt (nur mit Atemschutz,
Handschuhen und Wegwerfklamotten möglich !)
Das Polyurethan dringt tief in das Ziegelmauerwerk ein und verbindet
sich mit der nachdringenden Feuchte zu einer undurchdringlichen
Sperrschicht. Als angenehmer Nebeneffekt bildet die Wand einen schönen
gleichmäßig rotbraunen Farbton.
Das war vor mehr als 20 Jahren. Von Feuchtigkeit ist bis heute nichts zu
merken.
Einem guten Bautenschützer sollte unser damals neues Verfahren bekannt
sein.
Ich habe passenderweise eine ziemlich ähnliche Situation wie der
Threadersteller (feuchter Altbaukeller [86% rel.] mit 30m² in Berlin von
~1900, den ich gerne als Bastelkeller nutzen würde).
Ich habe jetzt einen Zuluftventilator eingebaut, der mir aus dem
Innenhof per Zeitschaltuhr kurz vor Sonnenaufgang (da sollte die Luft
draußen ja am kühlsten sein) für X Minuten (ich dachte da an so 15
Minuten pro Tag) frische Luft reindrücken soll. Irgendwann hätte ich
auch gerne eine schicke Smart-Lösung mit Sensorik und einem schlauen
Skript, aber das kann später kommen.
Da ich da unten aber gerne mit einem Harz-3D-Drucker arbeiten möchte,
habe ich zusätzlich zu der Zulüftung über einen ungenutzten Schornstein
in Kombination mit einem Kaminlüfter einen Abluftventilator eingebaut.
Meine Frage ist die Folgende:
Wenn ich die Ablüftung einschalte, wenn ich tagsüber dort rumbastele,
sollte ich dann die Zuluft dazu einschalten (bzw. das Fenster aufmachen)
oder lieber nicht? Wenn ich den Zulüfter ausgeschaltet lasse, sollte
sich der Ablüfter seine "neue" Luft ja über die anderen Kellerräume
ansaugen (ich habe ziemlich undichte Türfugen). Da die ja bereits kälter
ist als die Luft im Innenhof, sollte die absolute Feuchtigkeit von der
Kellerluft geringer sein, oder übersehe ich da was?
Dafür habe ich halt dann den Nachteil, dass es im Keller etwas kälter
ist und keine wirklich frische Luft bei mir ankommt, sondern nur
abgestandene, muffige Kellerluft - nicht ganz so schön wie die "gesunde
Berlin Frischluft" aus dem Innenhof ;)
Im Zweifelsfall würde ich auch 50 oder 100 Euro im Monat an Strom für
einen Entfeuchter zahlen, bei den Mietpreisen ist das für einen
30m²-Nutzraum in Berlin immer noch ein absolutes Schnäppchen! Die Frage
ist halt, ob sich diese Entfeuchtung bei regelmäßiger Lüftung (wegen des
Harzdruckers) überhaupt lohnen würde.
BastelLinus schrieb:> habe ich zusätzlich zu der Zulüftung über einen ungenutzten Schornstein> in Kombination mit einem Kaminlüfter einen Abluftventilator eingebaut.
Um das zu klarifizieren: Der Ablüfter ist im Schornstein verbaut und
pustet die alte Luft aus dem Dach,
der Zulüfter holt sich die Luft von der anderen Seite des Raumes aus
dem Innenhof des Hauses.
BastelLinus schrieb:> Wenn ich die Ablüftung einschalte, wenn ich tagsüber dort rumbastele,> sollte ich dann die Zuluft dazu einschalten (bzw. das Fenster aufmachen)> oder lieber nicht?
Klar Antwort : JA
Luftaustausch ist immer gut. Besonders bei den Geruch den du erzeugt.
Und damit meine ich nicht deine Körpereigenen Biogase ;)
BastelLinus schrieb:> Ich habe jetzt einen Zuluftventilator eingebaut, der mir aus dem> Innenhof per Zeitschaltuhr kurz vor Sonnenaufgang (da sollte die Luft> draußen ja am kühlsten sein) für X Minuten (ich dachte da an so 15> Minuten pro Tag) frische Luft reindrücken soll.
Es kommt nicht auf die Uhrzeit an. Wenn du den Keller durch Lüften
trocknen willst, muss die absolute Feuchte des Außenluft (deutlich)
geringer sein als die der Innenluft. Es nützt überhaupt nichts, wenn du
z.B. bei Warmfrontnieselregen die warme, gesättigte Luft in den Keller
drückst, nur weil die Schaltuhr meint, dass bald Sonnenaufgang sein
müsste.
Wolfgang schrieb:> Es nützt überhaupt nichts, wenn du> z.B. bei Warmfrontnieselregen die warme, gesättigte Luft in den Keller> drückst, nur weil die Schaltuhr meint, dass bald Sonnenaufgang sein> müsste.
Ich würde ihm ja auch nicht raten eine Schaltzeituhr zu nehmen, sondern
eine Steuerung + Luftfeuchte-Sensor.
Würde ich mir mal eben bauen, aber gibt es sicher auch fertig zu kaufen.
Sämtliche hier vorgeschlagenen Lüftungslösungen funktionieren - wenn
überhaupt - nur bei speziellen Wetterlagen, Baubedingungen und ständiger
Aufmerksamkeit, d.h. in der Realität sind sie auf Dauer wirkungslos.
Die oben vorgestellte Polyurethan-Imprägnierung bildet praktisch einen
wasserdichten Raum innerhalb des Kellers und ist nach unseren
Erfahrungen die einzig wirksame Methode, den Keller dauerhaft trocken zu
halten.
Wenn an manchen Stellen der Stein nicht gut saugt, bleibt eine unschöne
Glanzfläche zurück, die aber mit einem lösemittelgetränkten Lappen
leicht zu beseitigen ist, bevor sie voll aushärtet. An solchen Stellen
kann auch keine Feuchtigkeit austreten.
Etwaige Befürchtungen bezüglich Geruch und Gesundheit sind unbegründet.
Nach einer gewissen Lüftungszeit ist nicht ausgehärtetes Lösemittel
verdunstet und nichts mehr zu merken. Der besagte Keller ist seit
vielen Jahren eine gemütliche und erfolgreiche kleine Kellerbar.
Das, was Du beschreibst, wird professionell auch im Prinzip nicht anders
gemacht. Der Unterschied ist wohl aber, dass das Harz bzw. ein
Polyurethan mit Hochdruck in Bohrungen eingepresst wird (HPI-Verfahren).
Der Vorteil hierin liegt in der Tiefe, in die die Barierre eingebracht
wird. Bei Dir bleibt die mauer Nass; wenn HPI richtig umgesetzt wurde,
dann auch das nicht mehr (im vollem Umfang).
Martin S. schrieb:> Das, was Du beschreibst, wird professionell auch im Prinzip nicht anders> gemacht. Der Unterschied ist wohl aber, dass das Harz bzw. ein> Polyurethan mit Hochdruck in Bohrungen eingepresst wird (HPI-Verfahren).> Der Vorteil hierin liegt in der Tiefe, in die die Barierre eingebracht> wird. Bei Dir bleibt die mauer Nass; wenn HPI richtig umgesetzt wurde,> dann auch das nicht mehr (im vollem Umfang).
Wichtig ist die Ursache der Nässe. Ist die horizontal- oder die
Vertikalsperre defekt? Wenn du nur die Innenwand isolierst, 'steigt' die
Nässe weiter auf und kommt irgendwann im EG als bröselnder Putz zum
Vorschein.
Der Vorbesitzer hatte mal die Kellerwände ca. 1,8m hoch mit Fliesen
isoliert. Kann man machen... Oberhalb war die Wand entsprechend nass.
Da half nur Fliesen und Putz ab, außen aufbuddeln und Sperre anbringen.
Horizontal wurde das mit heißem Paraffin verpresst. Die restliche
Mauerfeuchte muss dann abgelüftet werden. Wenn nix nachkommt, ist das
nach 1 bis 2 Jahren erledigt und alles abgetrocknet.
Denkmalschützer schrieb:> Die oben vorgestellte Polyurethan-Imprägnierung ... ist nach unseren> Erfahrungen die einzig wirksame Methode, den Keller dauerhaft trocken zu> halten.> Der besagte Keller ist seit vielen Jahren eine gemütliche und erfolgreiche
kleine Kellerbar.
Verstehe ich das jetzt richtig: Die "Erfahrung" für die "einzig wirksame
Methode" basiert auf n=1?
Sehr gewagt.
PS. Meine Kellerwände waren früher auch feucht, nun seit 7 Jahren
trocken. Polyurethan kam nicht zum Einsatz.
ich sitze gerade vor einer Kellerwand die ich vor 3 Jahren saniert
hatte. Da war eine Dispersionsfarbe zur Versiegelung drauf, durch die
Feuchtigkeit in der Wand hat die aber nicht mehr gehalten und ist
abgebröckelt. Die Wand war mit Schränken zugestellt und das ist richtig
weggefault und geschimmelt weil keine Luft dran kam.
Die ganze Farbe haben wir dann abgeschliffen (Sauarbeit) und dann mit
Rollputz (Alpenkalk) gerollt. Das hält bis jetzt und das Klima war nach
einigen Monaten Top, anfangs richt es vom Kalk recht sauer. Jetzt muss
man noch aufpassen bei zu hoher Luftfeuchte auch zu heizen oder den
Luftentfeuchter anwerfen. Und natürlich Platz zur Wand gelassen damit
auch Luft dran kommt. Nächster Schritt wäre noch eine smarte
Lüftersteuerung um trockene Luft reinzublasen.
J. S. schrieb:> Nächster Schritt wäre noch eine smarte> Lüftersteuerung um trockene Luft reinzublasen.
Bedenke, daß die "trockene" Luft nur relativ trocken ist.
Der Punkt wo der Hund das Wasser lässt ist die Temperatur der Wand.
Selbige gibt dir Aufschluß darüber, wann aus der trockenen Luft eine
feuchte wird.
Denkmalschützer schrieb:> Die oben vorgestellte Polyurethan-Imprägnierung bildet praktisch einen> wasserdichten Raum innerhalb des Kellers und ist nach unseren> Erfahrungen die einzig wirksame Methode, den Keller dauerhaft trocken zu> halten.
So so, nach euren Erfahrungen. Als Denkmalschützer ? Kaum.
Die Sperrschicht, die PU innerhalb des Mauerwerks der Kellermauern
aufbaut, führt zu 2 unterschiedlichen Materialien aufeinander,
saugfähigem wasserdampfduchlässigen mineralischen Stein verbunden mit
wasserdichtem wasserdampfdichten plastifiziertem.
Das gibt auf Grund des Wasserdampfdrucks unweigerlich eine Zerstörung
des Mauerwerks durch Rissbildung und Zerbröselung zwischen Mauerwerk und
Plastifiziertem, ist also das Gegenteil von Denkmalschutz sondern
vorsätzliche Beschädigung von Kulturgut, natürlich erst nach Ablauf der
Garantiezeit.
Aber es gibt auch blöde Denkmalschützer ohne jede Kenntnis über
Bauphysik, wie die in der Vergangenheit gerne gemachte Hydrophobisierung
der Oberfläche von Sandsteinfassaden zeigt, von denen dann nach einigen
Jahren Schichten plattenweise abplatzen. Es ist immer blöd, mit
wasserdampfdichtem ein Ausgasen von Wasserdampf verhindern zu wollen.
Denkmalschützer schrieb:> Der besagte Keller ist seit> vielen Jahren eine gemütliche und erfolgreiche kleine Kellerbar.
Kellerbar / Partykeller war in den 1970er-Jahren angesagt. Wenn die
Eltern am Wochenende ausgeflogen waren, dann feierten die Kids da
unten wüste Parties. Sauforgien und / oder es wurden fette Joints
durchgezogen. Manche gingen gar auf Reise. "Lucy in the Sky with
Diamonds".
Offenbar kommt die Zeit der Kellerbars wieder zurück. Die Kids von
damals dürften heute mindestens Ü60 sein.
Aber um mal auf das Ursprungs Post zurückzukommen:
> Altbau, Baujahr ~1900, Ziegel, Berlin und habe> einen feuchten Keller.
Konnte unserem Forum Mitglied mittlerweile geholfen werden?
Nils schrieb:> Aber um mal auf das Ursprungs Post zurückzukommen:>>> Altbau, Baujahr ~1900, Ziegel, Berlin und habe>> einen feuchten Keller.>> Konnte unserem Forum Mitglied mittlerweile geholfen werden?
Wenn er nicht im EG wohnt, kann er Styroporplatten an die Wände dübeln
(kleben hält bei Nässe kaum) und auf dem Boden eine Folie auslegen und
Styrodur darauf. Damit ist der Feuchteeintrag bauseitig weitgehend
verhindert. Fugen mit Schaum versiegeln.
Beim Auszug in was Eigenes kann das Material wieder entfernt und
nutzbringend weiter verwendet werden.
Ich höre eben ein Aufheuuulen wg 'Brandschutz' usw. Dann nehmt eben
BioSchafwolle und wartet, bis das vollgesaugt und damit unbrauchbar
wird.
J. S. schrieb:> Da war eine Dispersionsfarbe zur Versiegelung drauf, durch die> Feuchtigkeit in der Wand hat die aber nicht mehr gehalten und ist> abgebröckelt.
Dispersionsfarbe im Keller ist nicht optimal. Ich habe alles mit
Silikatfarbe gestrichen. Ist zwar etwas teurer aber die geringere
Schimmelbildung und bessere Dampfdurchlässigkeit war es mir wert.
https://www.caparol.de/produkte/farben/innenfarben/mineralfarben-silikatfarben/sylitolr-innensilikat> Die Wand war mit Schränken zugestellt und das ist richtig> weggefault und geschimmelt weil keine Luft dran kam.
Möbel direkt an kalten Außenwänden sind ein Problem, kenne ich von
mehreren Bekannten. Die Luft muss dahinter zirkulieren können.
Thomas U. schrieb:> Wenn er nicht im EG wohnt, kann er Styroporplatten an die Wände dübeln> (kleben hält bei Nässe kaum) und auf dem Boden eine Folie auslegen und> Styrodur darauf. Damit ist der Feuchteeintrag bauseitig weitgehend> verhindert. Fugen mit Schaum versiegeln.
Klor. Und ein Spezialunternehmen mit Schwerer Schutzausrüstung baut das
dann zur Wiederverwendung ab. ?!?!?
Schwachsinn pur.
"Aus den Augen aus den Sinn" funktioniert GAR NICHT. Weil die
Schimmelbildung dahinter ist Super. !!! Das Isoliermaterial ist dann
rabenschwarz.
Was notfalls machbar ist, ist die Wand mit ein Spezial-Farbe anzumalen.
Da gibt es im Baumarkt / Fachhandel etwas. Ist aber sauteuer.
Schlaumaier schrieb:> Thomas U. schrieb:>> Wenn er nicht im EG wohnt, kann er Styroporplatten an die Wände dübeln>> (kleben hält bei Nässe kaum) und auf dem Boden eine Folie auslegen und>> Styrodur darauf. Damit ist der Feuchteeintrag bauseitig weitgehend>> verhindert. Fugen mit Schaum versiegeln.>> Klor. Und ein Spezialunternehmen mit Schwerer Schutzausrüstung baut das> dann zur Wiederverwendung ab. ?!?!?>
Hä???
Begründung für den 'Vollschutz' finde ich WO?
Thomas U. schrieb:> Hä???>> Begründung für den 'Vollschutz' finde ich WO?
Versteh deine Frage nicht.
Wenn ich eine Platte (egal welches Material) vor eine NASSE Wand nagele
wir die Wand nicht trocken. Es bildet sich Schimmel. Das ist einfach
FAKT.
Zitat von Google.
Welche Farbe für Keller? Für Keller und feuchte Räume eignen sich
Silikat-Innenfarben besonders gut. Silikatfarben sind nämlich äußerst
wasserdampfdurchlässig. Sie können den Wasserdampf speichern und ihn
dann bei trockener Raumluft, sprich wenn gelüftet wurde, wieder abgeben.
Wäre vielleicht eine Lösung. Aber da sollte eher ein Fachmann was zu
sagen. Welche Farbe er da an die Wand pinseln kann und auch WIE. !!!
Aber WICHTIG. Wir reden von der INNEN-Wand.
Von außen ist die Technik mit den Isolierplatten + Folie Standard.
Schlaumaier schrieb:> Thomas U. schrieb:>> Hä???>>>> Begründung für den 'Vollschutz' finde ich WO?>> Versteh deine Frage nicht.>> Wenn ich eine Platte (egal welches Material) vor eine NASSE Wand nagele> wir die Wand nicht trocken. Es bildet sich Schimmel. Das ist einfach> FAKT.>> Zitat von Google.>> Welche Farbe für Keller? Für Keller und feuchte Räume eignen sich> Silikat-Innenfarben besonders gut. Silikatfarben sind nämlich äußerst> wasserdampfdurchlässig. Sie können den Wasserdampf speichern und ihn> dann bei trockener Raumluft, sprich wenn gelüftet wurde, wieder abgeben.>> Wäre vielleicht eine Lösung. Aber da sollte eher ein Fachmann was zu> sagen. Welche Farbe er da an die Wand pinseln kann und auch WIE. !!!>> Aber WICHTIG. Wir reden von der INNEN-Wand.
Ebend!
>> Von außen ist die Technik mit den Isolierplatten + Folie Standard.
Der TO ist MIETER und sucht eine Möglichkeit, seinen Keller etwas zu
entfeuchten. Da ist Aufbuddeln und andere Maßnahmen eher ungeeignet.
Thomas U. schrieb:> Der TO ist MIETER und sucht eine Möglichkeit, seinen Keller etwas zu> entfeuchten. Da ist Aufbuddeln und andere Maßnahmen eher ungeeignet.
Genau. und Styropor-Platten an der Wand auch. !!!!
Thomas F. schrieb:> Dispersionsfarbe im Keller ist nicht optimal. Ich habe alles mit> Silikatfarbe gestrichen.
Kann man machen wenn man noch mineralischen Untergrund hat, aber
Kalkfarbe (Kalkmilch in Wasser) ist billiger und letztlich besser. Ja,
die kreidet leicht, und Methoden wie Quark untermischen sind im Keller
eher nicht angeraten, aber es ist eben Kellerfarbe (und im Stall der
Bauern).
Michael B. schrieb:> Thomas F. schrieb:>> Dispersionsfarbe im Keller ist nicht optimal. Ich habe alles mit>> Silikatfarbe gestrichen.>> Kann man machen wenn man noch mineralischen Untergrund hat, aber> Kalkfarbe (Kalkmilch in Wasser) ist billiger und letztlich besser. Ja,> die kreidet leicht, und Methoden wie Quark untermischen sind im Keller> eher nicht angeraten, aber es ist eben Kellerfarbe (und im Stall der> Bauern).
Ich erinnere mich dunkel, dass der TO die ENTFEUCHTUNG des Kellers zum
Ziel hatte und nicht die Schönheit?!
DerAlteFeuchtemensch schrieb:> Ich dachte ein Forum ist für Schwarmwissen da!!!
JA! Leider ist es oftmals nur ein Schwarm von Abortfliegen.
Da kannste was fragen und irgendein Neunmalkluger meint nichts besseres
beitragen zu müssen als eine faulige Antwort.
Un-Dichter schrieb im Beitrag #7214834:
> In's Mikro Linda Feller keucht:
Lisa.
https://de.wikipedia.org/wiki/Lisa_Feller
Ansonsten Daumen hoch für den Flachwitz des Tages. Meld dich beim Olli
an!
Thomas U. schrieb:> zum Ziel hatte und nicht die Schönheit?!
Schönheitskonkurrenz, "das geht aber gar nicht!!!" würde da seine Frau
sagen.
Das ist ein Killkriterium, dass es nicht um die Schönheit des Kellers
gehen kann.
Schlaumaier schrieb:> Wenn ich eine Platte (egal welches Material) vor eine NASSE Wand nagele> wir die Wand nicht trocken. Es bildet sich Schimmel. Das ist einfach> FAKT.
Das ist in der Generalität falsch. Schimmel braucht Nahrung, und da lebt
er nicht von Luft und Wasser alleine. Es braucht was gutes Organisches
zum Knabbern, wie zB. superleckere Dispersionsfarbe, Styroporkleber oder
auch den Staub des letzten Jahrhunderts. Auf nacktem Putz schimmelt
nichts.
Ausnahme ist der Hausschwamm, aber auch der braucht irgendwo noch ein
Bein in was Nahrhaftem.
Georg A. schrieb:> Auf nacktem Putz schimmelt> nichts.
Da irrst du dich.
Bei mir gibt es manchmal die Sorte gelblich/rötlich.
Nach einem Kalkanstrich ist wieder paar Jahre ruhe.
bernd schrieb:> Ich möchte den Keller als Werkstatt/Bastelraum fürs Grobe/Keller> zur Aufbewahrung nutzen. Der "Raum hat drei geziegelte Wände und nach> vorne eine Holzwand. Es gibt ein Fenster.
Da war früher sicher eine Lattentür drin.
Fliese den Fußboden.
Die Tür einigermaßen dicht.
Und stell so einen Lufttrockner für 120EUR rein.
Alles Holz raus. Spanplatten von einem Schwerlastregal geht aber.
Das habe ich seit paar Jahren auch fürs "Grobe".
michael_ schrieb:> Georg A. schrieb:>> Auf nacktem Putz schimmelt>> nichts.>> Da irrst du dich.> Bei mir gibt es manchmal die Sorte gelblich/rötlich.> Nach einem Kalkanstrich ist wieder paar Jahre ruhe.
Dann sind aber schon organische Verunreinigungen im Kies oder so oder
eben angesammelter "Dreck" auf dem Putz. Wo soll sonst der Pilz seine
Nährstoffe bekommen, Kalk/Silikat allein hilft ihm nichts. Und ohne
Licht gibts auch keine Algen, die ihm bei der Nahrungsbeschaffung helfen
könnten ;) Es braucht da ja auch nicht viel Material dazu, bei mir
schimmeln im feuchten Keller (Brockenfundament) auch die
leeren/gehäuteten Spinnenskelette munter weiss vor sich hin...
Bei den Silikatfarben muss man übrigens auch aufpassen. AFAIR ist die
einzige echte reine Silikatfarbe die von Keim (2K-System, die
preismässig wohl aus Platin produziert wird ;) ). Alle anderen
Silikatfarben (Kieselit/Alligator, Sto, ...) sind
Dispersionssilikatfarben. Da sind dann auch Konservierungsmittel drin,
die auch abbauen. Mit Pech und sehr ungünstigen Bedingungen können die
nach einiger Zeit "trotz Silikat" Schimmel ansetzen. Da schimmelt dann
eben der Dispersionsanteil.
Michael B. (laberkopp) schrieb:> Aber es gibt auch blöde Denkmalschützer ohne jede Kenntnis über> Bauphysik, wie die in der Vergangenheit gerne gemachte Hydrophobisierung> der Oberfläche von Sandsteinfassaden zeigt, von denen dann nach einigen> Jahren Schichten plattenweise abplatzen. Es ist immer blöd, mit> wasserdampfdichtem ein Ausgasen von Wasserdampf verhindern zu wollen.
Noch schlimmer sind Laberköppe, die nicht den Unterschied zwischen
Hydrophobieren und Wasserdampfdichten kennen:
Hydrophobie = Unterbinden der Saugfähigkeit des Gesteins für Wasser bei
vollem Erhalt der Dampfdurchlässigkeit. Von aussen dringt kein
Regenwasser in das Mauerwerk ein, aber die im Mauerwerk enthaltene
Feuchte kann ungehindert verdampfen und austreten. Im Denkmalschutz ein
gängiges Verfahren bei Aussenwänden.
Ich habe in alten Unterlagen nachgesehen: Die Sache war schon im Jahre
1984. Seitdem ist der Keller eine gepflegte öffentliche Kneipe/Bar.
Da ist bisher nichts plattenweise abgeplatzt.
Peter T. schrieb:> Kellerbar / Partykeller war in den 1970er-Jahren angesagt. Wenn die> Eltern am Wochenende ausgeflogen waren, dann feierten die Kids da> unten wüste Parties. Sauforgien und / oder es wurden fette Joints> durchgezogen.
Ja, so wie sich der fromme Peter T.(Gast) die sündige Jugend vorstellt,
an der er zu seinem heimlichen Leidwesen nicht teilhaben durfte.
Benedikt L. schrieb:> DerAlteFeuchtemensch schrieb:>> Ich dachte ein Forum ist für Schwarmwissen da!!!>> JA! Leider ist es oftmals nur ein Schwarm von Abortfliegen.> Da kannste was fragen und irgendein Neunmalkluger meint nichts besseres> beitragen zu müssen als eine faulige Antwort.
Genau ! Dieser ganze Thread ist ein Tummelplatz für Neunmalkluge,
Besserwisser, Klugscheisser, Rechthaber, Halbgebildete u.ä.
Georg A. schrieb:
...
>> Dann sind aber schon organische Verunreinigungen im Kies oder so oder> eben angesammelter "Dreck" auf dem Putz. Wo soll sonst der Pilz seine> Nährstoffe bekommen, Kalk/Silikat allein hilft ihm nichts. Und ohne> Licht gibts auch keine Algen, die ihm bei der Nahrungsbeschaffung helfen> könnten ;) Es braucht da ja auch nicht viel Material dazu, bei mir> schimmeln im feuchten Keller (Brockenfundament) auch die> leeren/gehäuteten Spinnenskelette munter weiss vor sich hin...>> Bei den Silikatfarben muss man übrigens auch aufpassen. AFAIR ist die> einzige echte reine Silikatfarbe die von Keim (2K-System, die> preismässig wohl aus Platin produziert wird ;) ). Alle anderen> Silikatfarben (Kieselit/Alligator, Sto, ...) sind> Dispersionssilikatfarben. Da sind dann auch Konservierungsmittel drin,> die auch abbauen. Mit Pech und sehr ungünstigen Bedingungen können die> nach einiger Zeit "trotz Silikat" Schimmel ansetzen. Da schimmelt dann> eben der Dispersionsanteil.
Wie wäre es mit der Verwendung von Wasserglas? Das gibt es in Kanistern
zur Horizontalisolierung mittels Bohrungen und Trichtern. Ist preislich
aber auch in der Nähe von Edelmetallen. Wahrscheinlich ist das Etikett
so schwierig in der Herstellung...
Schimmel dürfte damit kein Problem sein!
Thomas U. schrieb:> Wie wäre es mit der Verwendung von Wasserglas? Das gibt es in Kanistern> zur Horizontalisolierung mittels Bohrungen und Trichtern. Ist preislich> aber auch in der Nähe von Edelmetallen. Wahrscheinlich ist das Etikett> so schwierig in der Herstellung...> Schimmel dürfte damit kein Problem sein!
Wasserglas ist ja AFAIK die Grundlage der Dispersionssilikatfarben. Das
"Problem" mit reiner Silikatschicht ist die Härte, da bildet sich eine
glasartige/kristalline Oberfläche. Die ist nochmal härter als eine
Kalksinterschicht (Fresko) und bekommt bei Ausdehnung vom Untergrund
(feuchte Ziegel, Bewegung im Gemäuer, ...) schnell Risse und/oder
blättert bei zu weichem Untergrund auch am Stück ab. Deswegen gibts ja
die Silikatdispersionsfarben, die elastischer und trotzdem
wasserdampfdurchlässig sind. Aber es ist alles irgendwie nur eine
Notlösung, wenn der Untergrund schon so mau ist.
Am billigsten wäre halt nackter Putz, aber das sieht halt auch Sch...
aus und man ist immer am Brösel wegkehren und je nach Material schiebt
der Salpeter auch mehr oder weniger flauschig nach...
Denkmalschützer schrieb:> Ich habe in alten Unterlagen nachgesehen: Die Sache war schon im Jahre> 1984. Seitdem ist der Keller eine gepflegte öffentliche Kneipe/Bar.> Da ist bisher nichts plattenweise abgeplatzt.
Ist doch ganz einfach.
Der Wärmeeintrag der Personen mit dem von Beleuchtung und anderen
technischen Geräten ist doch die Temperatureröhung.
Und dann kommt kältere Außenluft.
Feuchtigkeit weg.
Jetzt in den Wintermonaten ist es in so einem Keller sowieso relativ
trocken.
Wir hatten Wassereintritt an einer Kelleraussenwand unter der
Außentreppe. Ein Baufritze meinte lakonisch: das sind beim Isolieren
außen genau die Stellen wo keiner hinkriechen will (die Treppe war wohl
schon dran und man hätte untendrunter die Wand mit der schwarzen Mumpe
pinseln müssen.)
In unserer Verzweiflung haben wir bei ibä einen ganzen Kanister von dem
Verkieselungszeug gekauft und die Wand damit „getränkt“. Und das ist
wörtlich zu nehmen weil es sich um Hohlblocksteine handelte. Wir haben
die Hohlräume ziemlich weit oben in der Wand angebohrt und das Zeug
literweise eingefüllt. Durch die porösen Steine ist das wohl ganz von
allein bis unten auf die Bodenplatte gelaufen. Allerdings waren das 60
Liter für gerade 10qm Wand…..
Die Wand war nie wieder feucht 😎