Hallo!
Hab eine Schaltung zur Erzeugung zweier symmetrischer Spannungen +- 12
bis 15V
aufgebaut. Das Problem ist, dass der untere L200 am Ausgang immer 30V
ausgibt, außer ich trenne die Verbindung zwischen dem Ausgng und Pin3
vom oberen L200. Dann gibt er regulär 12-15V aus. Scheint so, als würde
der obere L200 den unteren irgendwie beeinflussen, wie genau weis ich
nicht.
Weiters wundert mich die hohe Eingangsspannung an den beiden L200.
Gemessene Leerlaufspannung der beiden Trafoabzapfungen ist ca 24V, also
müsste die gleichgerichtete Spannung laut Formfaktor etwa 22V betragen
oder nicht? In Wahrheit sind es aber über 30V. :verwirrt:
Würde mich über viele Antworten freuen.
Hey!
Der L200 ist ein Spannungsregler für positive Spannungen! Du kannst
damit keine negativen Spannungen regeln!
Ist ein Wunder das der obere L200 funktioniert, Du nimmst ihm nämlich
seine Masse durch den unteren L200 weg!
Und das mit Spannung passt doch auch: 24V~ sind gleichgerichtet etwas
über 30V- (24*wurzel(2))!
Ich verwende ihn ja auch nicht für negative Spannungen! Der untere hat
am Pin3 -30V, am Pin1 0V, während der obere am Pin3 - 12 bis 15V und am
Pin5 etwa 60V hat.
Warum der 30V am Ausgang hat versteh ich immer noch nicht weil
Effektivwert*Wurzel2 ist der Spitzenwert, aber nicht der
Gleichrichtwert. Effektivwert*1,11 ist doch der Gleichrichtwert?!
Naja, ohne Last und mit den Elkos wird halt auf den Spitzenwert
gleichgerichtet!
Und das mit der Reglung hat denke ich irgendwas damit zu tun, das Du dem
oberen L200 keine richtige Masse gibst sondern die Ausgangsspannung des
unteren L200!
Müsste das nicht trotzdem funktionieren, die Ausgangsspannung des oberen
L200 soll ja nur ein definiertes Potential gegenüber dem Ausgang des
unteren haben, so ne Art Kaskade halt. Wenns nen Komplämentärtyp zum
L200 geben würde wärs natürlich weit einfacher.
So muss ich halt das niedrigste Potential ganz unten als Referenz
hernehmen sprich als negative Ua, mithilfe des unteren L200 den
Ausgangsground definieren, der gleichzeitig als Fußpunkt des oberen L22
fungiert, der die positive Ua erzeugt.
Was du Gleichrichtwert nennst ist der Mittelwert. Die Kondensatoren
laden sich aber auf den Spitzenwert auf.
Ich würde jeder Trafoanzapfung einen eigenen Gleichrichter spendieren
und die 2 Netzteile voneinander getrennt aufbauen. Dann kannste über die
äußere Verschaltung bequem die +15 und -15V herstellen
@ Msp 430_crew (msp430_crew)
>Und das mit der Reglung hat denke ich irgendwas damit zu tun, das Du dem>oberen L200 keine richtige Masse gibst sondern die Ausgangsspannung des>unteren L200!
Eben, und der mag das gar nicht. Denn dann fliesst der Laststrom des
oberen L200 in das Ausgangspin vom unteren L200, der das aber nicht
schlucken kann, weil er nur Strom liefern kann (einfacher Transistor im
1 Quadrantenbetrieb).
Wenn der OP schon keinen negativen Regler nutzen will, braucht er zwei
Sekundärwicklungen, die kann er jeweis mit einem L200 beschalten und
diese beliebig in Reihe schalten.
MFG
Falk
Anders als Operationsverstärker können Spannungsregler nur Strom
liefern, nicht aufnehmen. In dieser Schaltung müsste der untere der
beiden aber Strom ziehen.
Ein L200 oder 78xx lässt sich nur dann als Regler für negative Spannung
verwenden, wenn die Eingangsseite völlig getrennt ist, d.h. aus
galvanisch getrennten Trafowicklungen mit getrennter Gleichrichtung
stammt.
Vielen Dank erstmal, scheinbar hab ich da nen Grundsatzfehler drin!
Sollte dann etwa so aussehen oder?
Reicht da ein normaler Trafo mit 2 Ausgängen zur galvanischen Trennung
oder brauch ich da einen Spezialtrafo?
@JLO0815: Heißt das ich kann da auch nen 2x15V Trafo einbauen und der
L200 hätte noch genug Spannung für 15V am Ausgang (auch bei Volllast)?
Oder gilt das mit dem Spitzenwert nur bei Leerlauf.
@ Xiliz (Gast)
>Dateianhang: netz2.JPG (90,6 KB, 4 Downloads)
Kleiner Tip: Bildformate>Vielen Dank erstmal, scheinbar hab ich da nen Grundsatzfehler drin!
Ja.
>Sollte dann etwa so aussehen oder?
Immer noch ein Fehler drin. Deine Ausgangsspannung musst du an Pin 2
abnehmen, wenn die Strombegrenzung greifen soll ;-)
>Reicht da ein normaler Trafo mit 2 Ausgängen zur galvanischen Trennung
Ja.
>oder brauch ich da einen Spezialtrafo?
Nein.
Ich würde aber die beiden Zweige getrennt nach aussen führen, da hat man
zwei galvanisch getrennte Spannungen, die bisweilen nützlich sind. Wer
+/-15V braucht schaltet die extern zusammen. Machen alle Labornetzteile
so.
MFG
Falk
@ Xiliz (Gast)
>@JLO0815: Heißt das ich kann da auch nen 2x15V Trafo einbauen und der>L200 hätte noch genug Spannung für 15V am Ausgang (auch bei Volllast)?
Nicht wirklich. Nimm 2x18V.
>Oder gilt das mit dem Spitzenwert nur bei Leerlauf.
Das ist der Effektivwert bei Nennlast. Wenn man dann noch das ganze mit
Glättung etc. reinrechnet wirds eng bis zu knapp.
MfG
Falk