78L05 oder muss es ein 7805 sein?

OP #2455300
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Hallo,

ich würde gerne ein Spannungsregler mit der Bezeichnung 78L05 in meiner 
Schaltung verwenden, laut Datenblatt liefert er bis zu 100mA, die Frage 
ist wieviel benötigt meine Schaltung?

Sie besteht aus:

1x Atmega 8-16PU
2x LED 2,3 Volt 20mA
2x LED 3,3 Volt 20mA

+ bisjen Hühnerfutter ( 6 Widerstände, Kondensator etc.. )


reicht da ein 78L05? weiss leider nicht genau wieviel so ein Atmega 
zieht. Auf meiner Schaltung wäre es von den Platzverhältnisen nur schwer 
ein 7805 zu verwenden, deswegen wollte ich es mit den 78L05 probieren, 
aber wenn ihr sagt das reicht niemals dann muss ich mir was einfallen 
lassen :(


4leds a' 20mA = 80mA
und der Atmega8= ??mA
OP #2455306
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hab gemessen, der brauch ca. 5mA aber insgesamt dürfte die Schaltung mit 
ein bisjen tolleranz 90mA verwenden. Wäre das zu knapp? oder kann der 
78L05 diese 100mA dauerhaft ohne beschädigt zu werden liefern?
( mit Kühlkörper wäre der ja wieder so groß wie der 7805 dann könnte ich 
ja gleich den nehmen :( )
Eingangspannung ist 7,2 Volt
Gast #2455313
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Im Prinzip ja.

Der TO-92 wird nach Datenblatt so 70 Grad warm. Und wenn deine Lüftung 
nicht hinhaut, schaltet er ab.

Aber 70 Grad fühlen sich schon recht unangenehm an. So was möchte man 
eigentlich nicht auf einer normalen Platine haben.
Gast #2455342
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Das Problem ist bei den Linearspannungsreglern meistens die 
Eingangsspannung. Denn sie erzeugt durch den entnommenen Strom oft hohe 
Verlustleistung am Regler selbst.

Gut ist ein Eingangsnetzteil, welches die ungeregelte gesiebte Spannung 
mit 3-5V höher liefert, nicht mehr.

Ich reparierte kürzlich ein Dart-Spiel meiner Neffen. Da ist ein µC 
drin, über 20 LEDs, und 12 Siebensegmentanzeigen. Große Schaltung. Auch 
mit einem 78L05. Der wurde nur lauwarm.

70°C sind noch nicht ein sehr großes Problem, erst bei etwa 150°C regelt 
der Überlastschutz ab.

Dauerhaft ist ein Betrieb nahe an 150°C nicht gut, nach ein paar Jahren 
driften die Bauteilparameter weg, und der Regler macht dann keine 5V 
mehr.

Ich hab so angesengte schlecht gekühlte Regler aus alten Geräten hier 
liegen, die driften tatsächlich aus der Toleranzgrenze raus. Ein 7818 
hat dann mal nur noch 15,2V. Müssen aber nicht völlig defekt werden.
#2455379
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Wilhelm Ferkes schrieb:

> Ich reparierte kürzlich ein Dart-Spiel meiner Neffen. Da ist ein µC
> drin, über 20 LEDs, und 12 Siebensegmentanzeigen. Große Schaltung. Auch
> mit einem 78L05. Der wurde nur lauwarm.

Wenn die LEDs da nicht auf Sparflamme oder selten leuchten, dann werden 
sie wahrscheinlich aus der ungeregelten Versorgung betrieben. Könnte 
hier ebenfalls sinnvoll sein.
Gast #2455426
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A. K. schrieb:

> Wenn die LEDs da nicht auf Sparflamme oder selten leuchten, dann werden
> sie wahrscheinlich aus der ungeregelten Versorgung betrieben. Könnte
> hier ebenfalls sinnvoll sein.

Ich hab ja da mit dem Oszi an dem Dart-Spiel dran herum gemessen, um den 
Fehler zu finden. Das Spiel war aus einem Meter Höhe herunter auf 
Betonboden geknallt, und hatte einen Haarriß in der billigen 
Pertinax-Platine mit gebrochenen Leiterbahnen, was man mit bloßem Auge 
nicht sah. Ich konnte die Bruchstellen nur mit dem Oszi ausfindig 
machen. Und die LEDs und Siebensegmentanzeigen waren gemultiplext. Da 
erreicht man für das Auge schon mal eine größere mittlere Helligkeit. 
Das ist bekannt bei Multiplex, oder? Denn Multiplexung wird nicht 
alleine nur zur Leitungseinsparung gemacht, auch zur Erhöhung der 
wahrgenommenen Helligkeit.

Aber das Ding war hell wie ein Anzeigedisplay an einem Flipperautomaten. 
Sind auch nicht die allerschlimmsten billigsten LEDs drin, aber wenn man 
die als Hersteller in gigantischer Stückzahl kauft? Da sind sie wohl 
doch billig. Und der ganze Apparat nur mit dem 78L05. Und nein, die 
Displays liefen sogar über den Regler, nicht direkt über die 
Roh-Betriebsspannung.

Ne ganz einfache Kiste für 19,90€ von Aldi. Wohl aus China oder Korea.
#2456233
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Wilhelm Ferkes schrieb:

> Und die LEDs und Siebensegmentanzeigen waren gemultiplext. Da
> erreicht man für das Auge schon mal eine größere mittlere Helligkeit.
> Das ist bekannt bei Multiplex, oder? Denn Multiplexung wird nicht
> alleine nur zur Leitungseinsparung gemacht, auch zur Erhöhung der
> wahrgenommenen Helligkeit.

Wie kommst Du auf die Idee? Bei Multiplexing ist die Helligkeit
eher etwas geringer, da bei hohen Strömen der Wirkungsgrad der
LEDs schlechter wird.
Gruss
Harald
Gast #2456251
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Durch die Trägheit des Auges ist die Helligkeit bei gleichem mittlerem 
Strom doch größer.
Zumindest teilweise wird das durch den verminderten Wirkungsgrad 
vielleicht wieder ausgeglichen, das hängt dann von dem LED-Typ und dem 
Arbeitspunkt ab.

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