Wurst mit Strom erhitzen

OP #6143251
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Hallo,

ich habe den im Bild zu sehenden "Presto hot dogger" erworben. Und das 
Teil funktionert. Nach 60 Sekunden an 115V fängt die Wurst an zu 
dampfen. Rein aus Neugier, wie ist die Mathematik dahinter?

Ansatz: V = pi * r^2*h,
r = 1cm, h = 13.5cm
V = 42.411 cm^3 = 0.042 L
Wasseranteil in Wurst: 60%, also 0.6 * 0.042L = 0.0252L.

Energie um Wasser zu erhitzen:
Q = m  c  dTh
c - spezifische Wärmekapazität (Kilojoule/(kg*Kelvin)
m - Masse des Stoffes (meist in kg)
dTh = Temperaturdifferenz

Q = 0.0252kg * 1,163WH/(kg*K) * 80K (Wasser von 20 auf 100°C)

Q = 2,344 Wh

Und jetzt verlässt es mich ein wenig.

Die Wurst hat aufgesteckt 2kOhm Widerstand.

Man könnte doch vereinfacht sagen:
P = U^2/R
P = 115^2/2000 = 6.6W

Ich würde davon ausgehen das ich den Verlauf der Leistung hier nicht 
betrachten muss?

Wiegesagt, hier komme ich nicht mehr darauf wie ich von der Wärmeabgabe 
über den Widerstand zur benötigten Wh komme... habt ihr da ideen?

(Vielen Dank für die Nachsicht)
Angehängte Dateien:
#6143256
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Moin,

Clemens K. schrieb:
> Wiegesagt, hier komme ich nicht mehr darauf wie ich von der Wärmeabgabe
> über den Widerstand zur benötigten Wh komme... habt ihr da ideen?

Ist natuerlich schwierig, weil man nicht weiss, wieviel Waerme die Wurst 
an die Umgebung abgibt.

Clemens K. schrieb:
> Ich würde davon ausgehen das ich den Verlauf der Leistung hier nicht
> betrachten muss?
Da wuerd' ich nicht davon ausgehen.

Hier kann man sehen, dass die Stromverteilung in der Wurst sich mit der 
Zeit auch aendert:

https://www.youtube.com/watch?v=OXx1qxH247k

Der Wurstwiderstand wird auch nichtlinear (ueber die anliegende 
Spannung) sein, aehnlich wie der Hautwiderstand. So eine Wurst ist 
wahrscheinlich einem Menschen im inneren Aufbau nicht unaehnlich.


Gruss
WK
(Firma: FULL PALATINSK) Persönliche Seite #6143299
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woraus bestehen die Elektroden in dem Wurstgarer?

Ich würde zumindest bei den "Freifeld"Versuchen
mit Messspitzen inne Wurst oder Bananenstecker
immer mit einem gewissen Schwermetallgehalt des Gargutes rechnen.
Auch bei Wackelsaft trägt es Metallionen von den Elektroden davon.

Und durch Pökelsalz würde ich mal auf einen geringeren Widerstand
als im "Durchschittsmenschen" tippen
(Firma: keine) #6143307
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Frank E. schrieb:
> Gähn. Das Prinzip ist uralt.
>
> Jeder, der mal beim Militär war, kennt das: Zwei Strippen mit
> Bananenstecker in die Steckdose und die anderen Enden an die Wurst. Wenn
> es dampft, ist gut ...

Quatsch, das funktioniert überhaupt nicht.

Das hatten wir bei uns im elabor einmal probiert.
Es bildet sich in der Wurst für kurze Zeit eine
"Strombahn", dann verdampft da aber das Wasser
dann geht der Widerstand hoch.
Gast #6143309
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Stefan M. schrieb:
> Essen würde ich sowas aber nicht.
> Stichwort Elektrolyse und giftige Stoffe die dabei entstehen.
> Das ist so ähnlich wie ein verzinktes Gitterrost ( Fußabstreifer ), den
> man behelfsmässig als Grillrost missbraucht.
> Besser nichts davon essen.

Ach die Leut haben alle die NVA überlebt und sind ganz gewiß nicht daran 
gestorben weil sie eine so gegarte Wurst gegessen haben oder sich das 
Kaffee-/Teewasser mit dem Atomino heiß gemacht haben.

Ach ja und wenn Du richtig Hunger hast, dann ißt Du noch ganz andere 
Dinge.
(Firma: FULL PALATINSK) Persönliche Seite #6143318
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beim ohm'schen Backen öffnet sich doch ein weites Feld
für Pfusch an Lebensmitteln

man müsste (sofern man die nicht kurz "überbrennt"
die Kruste nachbilden und damit auch den Geschmack.
Stichwort NOCH MEHR künstliche Aromastoffe.

Und das mindert dann insgesamt die angestrebte niedrigere Energiebilanz

Ich kauf mein Brot beim Dorfbäcker,
der auch noch 'ne richtige Backstube hat.
Da kannst morgens auch sehen, dass da entsprechend gearbeitet wird
und nicht nur Teig-Rohlinge aufgerüscht werden
#6143328
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Nicht jeder wird sich mit sowas anfreunden können.

In meiner Kindheit hab ich auch mal hin und wieder mit Elektrolyse 
rumgespielt, alles was ich an Elektrodenmaterial und Elektrolyten in die 
Finger bekam landete irgendwann in meiner Apparatur. Recht schnell und 
zielstrebig verwandelte sich alles jedes mal in eine extrem 
unappetitliche braune oder grüne Suppe die auch noch unertäglich nach 
Chlor stank wenn auch nur ein bisschen Kochsalz drin war. In der trüben 
Suppe schwammen dann meist auch noch schwarze Fetzen der zersetzten 
Elektroden. Ekelhaft!

Diese Bilder sind es die ich bis an mein Lebensende mit sowas 
assoziieren und vor meinem geistigen Auge sehen werde wenn ich sehe wie 
jemand Elektroden in eine Wurst steckt und Netzspannung anlegt.

Keine 20 Pferde würden mich dazu bringen da auch nur einen einzigen 
Bissen von zu essen!
Beitrag #6143338 wurde von einem Moderator gelöscht.
Beitrag #6143351 wurde von einem Moderator gelöscht.
Beitrag #6143358 wurde von einem Moderator gelöscht.
Gast #6143359
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● J-A V. schrieb:
> Ich kauf mein Brot beim Dorfbäcker,
> der auch noch 'ne richtige Backstube hat.
> Da kannst morgens auch sehen, dass da entsprechend gearbeitet wird
> und nicht nur Teig-Rohlinge aufgerüscht werden

Schön wenn es den noch bei Euch gibt. Es gibt aber auch genug Regionen 
in Deutschland wo Bäcker, Fleischer etc. ausgestorben sind. Da bleibt 
den Leuten dann halt nix anderes übrig als ihre Brötchen im nächsten 
Supermarkt zu kaufen, die natürlich aus Teiglingen, welche wiederum aus 
irgendwelchen Backmischungen erzeugt wurden. Ob derartiges Gebäck auf 
Grund der vielen E's gesünder als eine mit Strom gegarte Wurst ist wage 
ich mal stark zu bezweifeln.
#6143373
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Zeno schrieb:
> Ach die Leut haben alle die NVA überlebt und sind ganz gewiß nicht daran
> gestorben weil sie eine so gegarte Wurst gegessen haben oder sich das
> Kaffee-/Teewasser mit dem Atomino heiß gemacht haben.

Das ist eine gewagte Aussage, denn ganz bestimmt sind viele davon 
seither irgendwann gestorben. Aber kein Pathologe hat sich in der 
Vergangenheit seiner Kundschaft je auf die Suche nach solchen Würsten 
gemacht, um sie im Totenschein zu verewigen. Die Dunkelziffer kann also 
immens sein. ;-)
(Firma: FULL PALATINSK) Persönliche Seite #6143397
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Bernd K. schrieb:
> Recht schnell und
> zielstrebig verwandelte sich alles jedes mal in eine extrem
> unappetitliche braune oder grüne Suppe die auch noch unertäglich nach
> Chlor stank wenn auch nur ein bisschen Kochsalz drin war. In der trüben
> Suppe schwammen dann meist auch noch schwarze Fetzen der zersetzten
> Elektroden. Ekelhaft!

kommt aber drauf an was man genau macht.
Meine Brühe färbt sich schön grauschwarz.
nehme ich die Elektroden raus, und stecke ich ein Stück Kupfer rein
scheidet sich reines Silber am Cu ab, ganz von selbst über Nacht.
Danach ist die Brühe wieder blau und es kann von vorne losgehen.

-Raffination von Rohsilber in einem Kupfersulfat-Bad.

das finde ich dann schon garnicht mehr ekelhaft
Gast #6143496
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> Das ist eine gewagte Aussage, denn ganz bestimmt sind viele
> davon seither irgendwann gestorben.

Bestimmt, jede Menge.
Und die Verbliebenen sterben auch noch daran!

> Aber kein Pathologe hat sich in der
> Vergangenheit seiner Kundschaft je auf die Suche nach
> solchen Würsten gemacht, um sie im Totenschein zu verewigen

Das macht man jetzt besser.
JEDER, der abkratzt, wird, solange nix schlechteres
(wie Aids, Sars, Corona, Überdosis Via.gra ...)
bewiesen ist, einfach als CO2-Opfer gezählt.    ;-)
Moderator Persönliche Seite #6143525
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● J-A V. schrieb:
> halt mal Wackelsaft in Wasser.

Habe ich zu der beschriebenen Zeit auch getan.

Es steigen irgendwann Blasen auf – wenn das Wasser kocht. :-)

Allerdings sollte man da kein Salz reintun … nicht wegen irgendwelcher 
Elektrolyseprodukte, sondern wegen der Sicherung. So schnell kann man 
gar nicht gucken, wie ein paar Krümel Salz die Leitfähigkeit der Brühe 
so radikal erhöhen, dass die Sicherung rausfliegt. (Bei der Wurst ist 
zwar Salz drin, aber viel weniger Wasser, und die Weglänge durch die 
Wurst ist viel größer.)
#6143541
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Jörg W. schrieb:
> Allerdings sollte man da kein Salz reintun … nicht wegen irgendwelcher
> Elektrolyseprodukte, sondern wegen der Sicherung.

Au, sowas hab ich mit ca. 20-30V gemacht... PlasteTüte, 
Holzstab&Streichholz --> Kawumm :D

Jörg W. schrieb:
> Bei der Wurst ist
> zwar Salz drin, aber viel weniger Wasser, und die Weglänge durch die
> Wurst ist viel größer.)

Ja da fliegt zwar nicht die Sicherung, aber die ein o. andere Wurst (nur 
mit Wiener getestet) in die Luft. :)
#6144213
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Clemens K. schrieb:
> Q = 2,344 Wh
>
> Und jetzt verlässt es mich ein wenig.

Naja, wenn du das weisst, und du merkst, dass die Wurst nach 60sec = 
(1/60)h  "kocht", und du mal idealisiert davon ausgehst, dass die Wurst 
ueber ihre Pelle und die Elektroden keine Waerme an die Umgebung abgeben 
wuerde, dann musste die Wurst in der Minute eine durchschnittliche 
Leistungaufnahme von
2.344Wh / ((1/60)h) = 140W haben.
Also der durchschnittliche Wurststrom sollte damit an 115V mindestens 
1.2 A betragen. Damit muss der Wurstwiderstand < 100 Ohm sein.

Um die Waermeverluste noch miteinzuberechnen, wird man wahrscheinlich 
sowas wie den k-Wert fuer Wurstpelle benoetigen. Das wird in 
Tabellenwerken schwierig zu finden sein - vielleicht im Tabellenbuch für 
Metzger?
Oder Wurst nehmen, deren Pelle aus z.b. Gasbeton oder Ziegelmauerwerk 
besteht. Diese Werte sind ueblicherweise bekannter.
Oder einfach den Strom waehrend der Erwaermung bis zum vollstaendigen 
Kochen der Wurst messen und aufintegrieren. Darueber dann nachtraeglich 
den k-Wert der Pelle bestimmen. Oder direkt Rwurst.
Bei Bratwurstschnecken koennte noch ein induktiver Blindanteil 
dazukommen.

Gruss
WK
#6144264
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Moin,

Thomas B. schrieb:
>> Keineswegs:
>> https://www.fleischerei-neubauer.de/index.php/spezialitaeten/wurst-ohne-ende
>
> Hast mich überzeugt :-)
>
> Aber wo sticht man da die Elektroden rein?

Fuer die Erwaermung dieser Wurstbauform wuerd' sich's doch anbieten, die 
als kurzgeschlossene Sekundaerwicklung in einem Transformator 
herzunehmen. Muss man nur den Eisenkern irgendwie durch den Wurstring 
faedeln. Und durch grossen Wurstquerschnitt/Wasser+Salzanteil fuer 
moeglichst hohe Kurzschlussstroeme sorgen.

Gruss
WK
#6144304
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Also, eine Wurst (Burnheitl,Heisse), Klobasse, Krainer, Debreziner
und ähnliche, erhitzt mit Netzspannung habe ich schon vor gut
30 Jahren auf Baustellen, wo gerade der Halogenstrahler sich 
verabschiedet
hat oder sich unerlaubt entfernt hat, erfolgreich angewandt...

Man sollte halt nicht normale Eisennägel, sondern Edelstahlnägel
als Elektroden nutzen, da schmeckt die Wurst nicht so nach Metall...

Max. 1 Minute pro Wurst und alle Arbeiter können in kurzer Zeit
die mitgebrachten Würste heiß genießen...


Interessant wäre ja noch, mit Rechteck, Sägezahn oder PWM die
Würste zu bearbeiten oder gar nur mit Gleichstrom, da würden sich
einige Geschmacksrichtungen ergeben...
#6144626
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Moin,

Dank Bonpflicht und Zollstock in der Kueche kann ich aktuelle Daten von 
Wuersten beisteuern:

Gewicht/Stueck ca. 63g ; Laenge ca. 16cm; Durchmesser ca. 2.bisslwas cm.

Da ich aber eh' Kaffeewasser brauche, werd' ich die Wuerste auf 
klassische Art in heissem Wasser erhitzen, nicht durch direkten 
Stromdurchgang.

Gruss
WK
#6145407
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Jörg W. schrieb:
> Bernd K. schrieb:
>> In meiner Kindheit hab ich auch mal hin und wieder mit Elektrolyse
>> rumgespielt
>
> Vermutlich aber nicht mit Wechselstrom – da gibt's nämlich keine
> Elektrolyse. Die Ionen sind zu träge für sowas.
>
> https://de.wikipedia.org/wiki/Elektrolyse
>
> „Eine Elektrolyse erfordert eine Gleichspannungsquelle, […]“

Ich vermute   dass man eher eine Stromquelle benötigt, aber in Wikiland 
kann man vermutlich auch mit Spannung galvanisieren.
#6153976
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Reinhard R. schrieb:
> Genial, wenn man da 3 Elektroden im Winkelabstand von je 120° anbringt,
> kann man diese Wurst mit Drehstrom erhitzen :-))

Wir hatten da in der BSchule ein Demo: Drei Spulen, Teller, Kupfer-Ei 
(W.an gepinselt). Schade das da keiner mal auf die Idee kam, da mal ne 
Wurst drauf zulegen....
Also: Rotor raus, Wurste rein, Regenschirme auf, Kamera ab, ACTION! :D
Gast #6155273
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A. K. schrieb:
> Reinhard R. schrieb:
>> kann man diese Wurst mit Drehstrom erhitzen :-))
>> In Dreieckschaltung ;-)
>
> Für Sternschaltung braucht man so eine:
> https://www.stupidedia.org/stupi/Datei:Bratwurst_3-endig.jpg
Pfft. Ihr gehört wohl auch zu denen, die damals die Null an Erde 
geklemmt haben!

Zu den 3 Phasen gehören noch Null und Erde, damit fachgerecht gearbeitet 
werden kann. Also 5 Anschlüsse. Die 2 fehlenden Wurstärmchen kann man 
sich senkrecht zu der durch die 3 Phasen aufgespannten Ebene vorstellen.

Für so eine 5-armige Wurst muß man erstmal eine Wursteinpressmaschine 
erfinden, und das wird letztendlich auf dem heiß umkämpften Markt für 
Wursterhitzer endlich die Wirtschaft wieder ankurbeln.

Die Dinger hier taugen nämlich nicht, weil da der Strom nicht weiß 
wohin:
https://www.seresco.de/media/catalog/product/cache/1/image/310x/9df78eab33525d08d6e5fb8d27136e95/l/a/latex-handschuhe.jpg
#6155620
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Jürgen S. schrieb:
> Für so eine 5-armige Wurst muß man erstmal eine Wursteinpressmaschine
> erfinden

Sollte zumindest für den gelernten DDR-Bürger kein Problem sein.

Habe eine Maschine zur Herstellung eines DDR-Hotdocs erleben dürfen. 
Ging so:

Erst wurde ein Brötchen halbiert, aber nicht horizontal, wie man es so 
kennt, sondern vertikal. Dann wurde mittels einer komplizierten 
Apparatur (Maschine) ein Loch in die Schnittfläche gefräst (fräs), in 
dieses Loch wurde eine gewisse Menge Senf gesprotzt (sprotz), und 
anschließend das Würstchen reingerammt (ramm).

Fertig war der DDR-Hotdoc.
(Firma: FULL PALATINSK) Persönliche Seite #6156874
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Mani W. schrieb:
> ● J-A V. schrieb:
>> Bevor ich 'ne Wurst elektrolysiere,
>> mache ich die Wurst eher noch in der Microwelle warm.
>
> Und wenn auf der Baustelle die Halogenscheinwerfer tot sind,
> kein Mikro oder sonst was zur Verfügung steht, dann doch wieder
> Netzstrom und 2 Nägel oder Gabeln...

nee, also DANN schon noch eher KALT!
Gast #6157769
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Mani W. schrieb:
> Und wenn auf der Baustelle die Halogenscheinwerfer tot sind,
> kein Mikro oder sonst was zur Verfügung steht, dann doch wieder
> Netzstrom und 2 Nägel oder Gabeln...
Hm, wenn die Halogenscheinwerfer tot sind, hat man ja noch ein anderes 
Problem.
Dann wäre wiederum zu begrüßen, wenn man die Wurst entweder glühend in 
der SOAR betreiben könnte (also ohne daß zuviel Wurstmaterial verdampft) 
oder eben die Würste neben Nitraten und Nitriten auch mit genügend 
OLED-fähigem und gleichzeitig wohlschmeckenden Material verpreßt werden.
Die Universalwurst sozusagen; essbar, wärmespendend, zur Zubereitung 
warmen Kaffees geeignet und sogar als Lichtquelle auf Baustellen 
geeignet.

Nun aber genug Ideen geliefert, jetzt müssen die Entwicklungsabteilungen 
ran und das Projekt 'Saitenwurststrasse' umsetzen. Think big, die 
Chinesen werden uns diese tolle Idee mit Kußhand in Lizenz fertigen 
wollen. Auf geht's Buam.
#7694065
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ich höre die Dlf-forschung-aktuell Sendung etwas verspätet (Corona fängt grad erst an) und habe von diesem "ohmschen Erhitzen" gehört (Backen) https://www.ingenieur.de/technik/fachbereiche/rekorde/brot-backen-dauert-bald-nur-noch-minuten/. Dort wird folgendermaßen gekocht : "Der Strom fließt stoßweise durch das Brot, also nicht kontinuierlich. Nach langwierigen Versuchsreihen stellte sich heraus, dass das Brot am besten gelang, wenn am Anfang für 15 Sekunden eine Leistung von 2 bis 6 Kilowatt eingebracht wurde. Es folgen 1 Kilowatt für gerade mal 10 Sekunden und ein Nachbacken mit 0,3 Kilowatt für 5 Minuten. " Für eine braune Kruste braucht man dann noch Außenhitze. Naja, sie haben Überdruck noch nicht probiert.

egal. Zurück zur Eingangsfrage, Würstchen, du stellst fest, das Wasserwürstchen braucht 2,344 Wh. Das wären doch 2.344 W mal 3600 s = 8438,4 W in der Sekunde. Bei 115V~ / 2k = 0,057A ==> 0,057A * 115V = 6,61W , sehe ich auch so. 8438,4 W / 6,6125 W = 1276 Sekunden = 21 min muss das 6 Wattwürstchen an 115V~ (Strom) ziehen um 80°C heisser zu werden. Hmmm

Kohleelektroden würden keine Elektrolyte abgeben. Kann ich dann an der Solarzelle backen/kochen ?

#7694251
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Das Ohmsche Erhitzen könnte ne Menge Energie sparen, und außerdem kann man Essen und Trinken mit Hitze sterilisieren. Spielerei hast du im Kopf.

Das Ohmsche Kochverfahren ist ja nun gerade deshalb interessant, weil die Wärme direkt durch den ganzen Querschnitt des Gargutes dringt, bzw dort entsteht, und nicht wie bei anderen Verfahren von außen nach innen zu dringen versucht. Schon allein der Dampfdruck treibt beim herkömmlichen Brotbacken ja auch die Wärme aus der Mitte wieder heraus.

#7694312
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Da es hier ja seit Jahren um die Wurst geht:

Auf einigen Baustellen haben wir das mit einem Netzkabel und 2 Nägeln gemacht...

In beide Enden der Käsekrainer oder Burenwurst hineingesteckt, ca. 1 Minute ans Netz und fertig...

Vorzugsweise sollten Edelstahlnägel verwendet werden...

#7694325
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Früher im Bergbau hatten wir die Würstchen einfach (in Alufolie eingewickelt) auf die E-Heizung gelegt. Die Dinger waren heiß genug für sowas. Man kann sich schon wundern, weil Grillaufbauten auch nicht so schwierig sind, und Feuerquellen, Baumaterial oder Holz sind bzw. waren selten weit weg von "Baustellen". Die Asche aus dem Grill kann man dann wieder nutzen, um Mais zu nixtamalisieren.

#7694543
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Carypt C. schrieb:

Manchmal ist es innen noch gefroren, also nicht gleichmäßig erhitzt.

Gefrorene Würstchen, ja. Weil Mikrowellen Eis nur wenig erwärmt (Man kann Wasser in einem Eis-Pinnchen kochen).

Ein nicht gefrorenes Würstchen erhitzt sich gleichmäßig.

(Off Topic: Man erhitzt Gläschen-Babynahrung nicht in der Mikrowelle, weil es lokal heiß werden kann. Tut man es bei entsprechender Vorsicht dennoch, ergibt sich ein optimaler Verlauf mit aufgesetztem Deckel

  • Es macht einen kleinen Sprung, wenn es warm genug ist
  • Der Deckel sorgt dafür, dass es unten wärmer ist als oben. So ist die Temperatur über die Fütterung gleichmäßig.
#7694635
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Bruno V. schrieb:

Man erhitzt Gläschen-Babynahrung nicht in der Mikrowelle, weil es lokal heiß werden kann. Tut man es bei entsprechender Vorsicht dennoch, ergibt sich ein optimaler Verlauf mit aufgesetztem Deckel

Metallteile machen sich in der MW immer besonders gut... Und wenn dann die Kunststoffdichtung im Deckel verdampft, kommt das auch noch dem Baby zugute.

#7694808
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Dieter D. schrieb:

Einen Eisenmangel sollten dann keiner mehr auf der Baustelle haben nach dem Verspeisen der Würstchen. https://de.wikipedia.org/wiki/Eisenmangel

Wobei eine Würzpaste mit vielen Kräutern drin wohl bessere Chancen hätte Eisen unterzujubeln. Kardamom und Minze vermitteln u.a. auch den typischen orientalischen Geschmack.

Auf einer Haferflockenpackung war mal ein nettes Bratling-Rezept, das ist gut für unterwegs (Mitnehmen, etwas Ketchup dazu) und wird mit viel Thymian und Cheyenne Pfeffer gewürzt (Hfs, Milch, Ei, Paprikaschoten noch).

Udo Pollmer hatte mal darauf hingewiesen, dass so gewisse Sozialpraktiken und - Rituale durchaus gutes Zeug vermitteln.

#7694810
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Korax K. schrieb:

Bruno V. schrieb:

Es macht einen kleinen Sprung, wenn es warm genug ist

Das Glas?

Ja. Ganz leicht aber gut hörbar.

Umrühren?

Na, eben nicht. Der Gradient sorgt für gleichbleibende Temperatur über die Zeit.

(Disclaimer: bitte nicht nachmachen. Wenn man das x-te Gläschen erwärmt hat, kennt man die Zeit bei seiner MWelle, so dass nicht die Gefahr besteht, zu lange auf den Ruck zu warten, weil man abgelenkt ist oder so. Und natürlich muss man die Temperatur immer zusätzlich prüfen)

#7694905
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Fällt mir so ein, so ein richtiger Hot Dog braucht ja auch noch so (s)ein Brötchen..

Naja, und geröstete Zwiebeln, Ketchup, oder eine andere leckere Soße.

Ach, wenn man darüber nachdenkt, gab es hier und da auf dem Bau schon ziemlich coole bzw. merkwürdige Situation die man jetzt noch genüsslich erinnern kann ;)

In den Kantinen, bzw. vor allem auf dem Kraftwerk waren auch die einfachen Würstchen aus dem Siedetopf mit Brötchen dazu und etwas Senf sehr beliebt.

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