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Forum: Offtopic Wurst mit Strom erhitzen


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von Clemens K. (clemensk)


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Hallo,

ich habe den im Bild zu sehenden "Presto hot dogger" erworben. Und das 
Teil funktionert. Nach 60 Sekunden an 115V fängt die Wurst an zu 
dampfen. Rein aus Neugier, wie ist die Mathematik dahinter?

Ansatz: V = pi * r^2*h,
r = 1cm, h = 13.5cm
V = 42.411 cm^3 = 0.042 L
Wasseranteil in Wurst: 60%, also 0.6 * 0.042L = 0.0252L.

Energie um Wasser zu erhitzen:
Q = m  c  dTh
c - spezifische Wärmekapazität (Kilojoule/(kg*Kelvin)
m - Masse des Stoffes (meist in kg)
dTh = Temperaturdifferenz

Q = 0.0252kg * 1,163WH/(kg*K) * 80K (Wasser von 20 auf 100°C)

Q = 2,344 Wh

Und jetzt verlässt es mich ein wenig.

Die Wurst hat aufgesteckt 2kOhm Widerstand.

Man könnte doch vereinfacht sagen:
P = U^2/R
P = 115^2/2000 = 6.6W

Ich würde davon ausgehen das ich den Verlauf der Leistung hier nicht 
betrachten muss?

Wiegesagt, hier komme ich nicht mehr darauf wie ich von der Wärmeabgabe 
über den Widerstand zur benötigten Wh komme... habt ihr da ideen?

(Vielen Dank für die Nachsicht)

: Verschoben durch Moderator
von Dergute W. (derguteweka)


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Moin,

Clemens K. schrieb:
> Wiegesagt, hier komme ich nicht mehr darauf wie ich von der Wärmeabgabe
> über den Widerstand zur benötigten Wh komme... habt ihr da ideen?

Ist natuerlich schwierig, weil man nicht weiss, wieviel Waerme die Wurst 
an die Umgebung abgibt.

Clemens K. schrieb:
> Ich würde davon ausgehen das ich den Verlauf der Leistung hier nicht
> betrachten muss?
Da wuerd' ich nicht davon ausgehen.

Hier kann man sehen, dass die Stromverteilung in der Wurst sich mit der 
Zeit auch aendert:

Youtube-Video "LED Sausage"

Der Wurstwiderstand wird auch nichtlinear (ueber die anliegende 
Spannung) sein, aehnlich wie der Hautwiderstand. So eine Wurst ist 
wahrscheinlich einem Menschen im inneren Aufbau nicht unaehnlich.


Gruss
WK

von Max M. (jens2001)


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Clemens K. schrieb:
> wie ich von der Wärmeabgabe
> über den Widerstand zur benötigten Wh komme...

Arbeit/Energie = Leistung * Zeit

Clemens K. schrieb:
> 60 Sekunden

von TR.OLL (Gast)


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Geht das auch mit Kaffee?

von Frank E. (Firma: Q3) (qualidat)


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Gähn. Das Prinzip ist uralt.

Jeder, der mal beim Militär war, kennt das: Zwei Strippen mit 
Bananenstecker in die Steckdose und die anderen Enden an die Wurst. Wenn 
es dampft, ist gut ...

von Odo (Gast)


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Frank E. schrieb:
> Gähn. Das Prinzip ist uralt.
>
> Jeder, der mal beim Militär war, kennt das: Zwei Strippen mit
> Bananenstecker in die Steckdose und die anderen Enden an die Wurst. Wenn
> es dampft, ist gut ...

Das Gleiche funktioniert auch beim Wasser kochen...

von Frank E. (Firma: Q3) (qualidat)


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TR.OLL schrieb:
> Geht das auch mit Kaffee?

Nicht direkt, zu wenig Leitfähigkeit.

Dazu nimmt man eine (normale, klassische!) Rasierklinge zwischen die 
Enden eines Anschlusskabels. Fertig ist der improvisierte Tauchsieder.

von Korax K. (korax)


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Frank E. schrieb:
> Jeder, der mal beim Militär war, kennt das:

..beim richtigen Militär, aka NVA.

von Michael U. (amiga)


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Hallo,

Korax K. schrieb:
> Frank E. schrieb:
>> Jeder, der mal beim Militär war, kennt das:
>
> ..beim richtigen Militär, aka NVA.

hieß bei uns dann UFO...

Gruß aus Berlin
Michael

von ● J-A V. (Firma: FULL PALATINSK) (desinfector) Benutzerseite


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woraus bestehen die Elektroden in dem Wurstgarer?

Ich würde zumindest bei den "Freifeld"Versuchen
mit Messspitzen inne Wurst oder Bananenstecker
immer mit einem gewissen Schwermetallgehalt des Gargutes rechnen.
Auch bei Wackelsaft trägt es Metallionen von den Elektroden davon.

Und durch Pökelsalz würde ich mal auf einen geringeren Widerstand
als im "Durchschittsmenschen" tippen

von Stefan M. (derwisch)


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Essen würde ich sowas aber nicht.
Stichwort Elektrolyse und giftige Stoffe die dabei entstehen.
Das ist so ähnlich wie ein verzinktes Gitterrost ( Fußabstreifer ), den 
man behelfsmässig als Grillrost missbraucht.
Besser nichts davon essen.

von Maister (Gast)


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von Edgar S. (Firma: keine) (heinbloed1)


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Frank E. schrieb:
> Gähn. Das Prinzip ist uralt.
>
> Jeder, der mal beim Militär war, kennt das: Zwei Strippen mit
> Bananenstecker in die Steckdose und die anderen Enden an die Wurst. Wenn
> es dampft, ist gut ...

Quatsch, das funktioniert überhaupt nicht.

Das hatten wir bei uns im elabor einmal probiert.
Es bildet sich in der Wurst für kurze Zeit eine
"Strombahn", dann verdampft da aber das Wasser
dann geht der Widerstand hoch.

von Zeno (Gast)


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Stefan M. schrieb:
> Essen würde ich sowas aber nicht.
> Stichwort Elektrolyse und giftige Stoffe die dabei entstehen.
> Das ist so ähnlich wie ein verzinktes Gitterrost ( Fußabstreifer ), den
> man behelfsmässig als Grillrost missbraucht.
> Besser nichts davon essen.

Ach die Leut haben alle die NVA überlebt und sind ganz gewiß nicht daran 
gestorben weil sie eine so gegarte Wurst gegessen haben oder sich das 
Kaffee-/Teewasser mit dem Atomino heiß gemacht haben.

Ach ja und wenn Du richtig Hunger hast, dann ißt Du noch ganz andere 
Dinge.

von Odo (Gast)


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Edgar S. schrieb:
> Quatsch, das funktioniert überhaupt nicht.

Das, was du als "Quatsch" bezeichnest, wird aber durch jahrelange 
Erfahrung von vielen Personen bestätigt.

von ● J-A V. (Firma: FULL PALATINSK) (desinfector) Benutzerseite


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beim ohm'schen Backen öffnet sich doch ein weites Feld
für Pfusch an Lebensmitteln

man müsste (sofern man die nicht kurz "überbrennt"
die Kruste nachbilden und damit auch den Geschmack.
Stichwort NOCH MEHR künstliche Aromastoffe.

Und das mindert dann insgesamt die angestrebte niedrigere Energiebilanz

Ich kauf mein Brot beim Dorfbäcker,
der auch noch 'ne richtige Backstube hat.
Da kannst morgens auch sehen, dass da entsprechend gearbeitet wird
und nicht nur Teig-Rohlinge aufgerüscht werden

von Clemens K. (clemensk)


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Kann mir nun jemand mit den Zahlen helfen?!

von Bernd K. (prof7bit)


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Nicht jeder wird sich mit sowas anfreunden können.

In meiner Kindheit hab ich auch mal hin und wieder mit Elektrolyse 
rumgespielt, alles was ich an Elektrodenmaterial und Elektrolyten in die 
Finger bekam landete irgendwann in meiner Apparatur. Recht schnell und 
zielstrebig verwandelte sich alles jedes mal in eine extrem 
unappetitliche braune oder grüne Suppe die auch noch unertäglich nach 
Chlor stank wenn auch nur ein bisschen Kochsalz drin war. In der trüben 
Suppe schwammen dann meist auch noch schwarze Fetzen der zersetzten 
Elektroden. Ekelhaft!

Diese Bilder sind es die ich bis an mein Lebensende mit sowas 
assoziieren und vor meinem geistigen Auge sehen werde wenn ich sehe wie 
jemand Elektroden in eine Wurst steckt und Netzspannung anlegt.

Keine 20 Pferde würden mich dazu bringen da auch nur einen einzigen 
Bissen von zu essen!

von Michael Gugelhupf (Gast)


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Wer so etwas noch nicht in Action gesehen hat:

Youtube-Video "Turbo charging a 120V Presto hot dogger on 250V."

Beitrag #6143338 wurde von einem Moderator gelöscht.
Beitrag #6143351 wurde von einem Moderator gelöscht.
von Gustl B. (gustl_b)


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Im Physikunterricht gehört das zum Standard, dass entweder eine Wurst 
gegrillt oder eine Essiggurke zum Leuchten gebracht wird. Gerne auch 
zusätzlich gespickt mit LEDs (sowohl Wurst als Gurke).

Beitrag #6143358 wurde von einem Moderator gelöscht.
von Zeno (Gast)


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● J-A V. schrieb:
> Ich kauf mein Brot beim Dorfbäcker,
> der auch noch 'ne richtige Backstube hat.
> Da kannst morgens auch sehen, dass da entsprechend gearbeitet wird
> und nicht nur Teig-Rohlinge aufgerüscht werden

Schön wenn es den noch bei Euch gibt. Es gibt aber auch genug Regionen 
in Deutschland wo Bäcker, Fleischer etc. ausgestorben sind. Da bleibt 
den Leuten dann halt nix anderes übrig als ihre Brötchen im nächsten 
Supermarkt zu kaufen, die natürlich aus Teiglingen, welche wiederum aus 
irgendwelchen Backmischungen erzeugt wurden. Ob derartiges Gebäck auf 
Grund der vielen E's gesünder als eine mit Strom gegarte Wurst ist wage 
ich mal stark zu bezweifeln.

von A. K. (prx)


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Zeno schrieb:
> Ach die Leut haben alle die NVA überlebt und sind ganz gewiß nicht daran
> gestorben weil sie eine so gegarte Wurst gegessen haben oder sich das
> Kaffee-/Teewasser mit dem Atomino heiß gemacht haben.

Das ist eine gewagte Aussage, denn ganz bestimmt sind viele davon 
seither irgendwann gestorben. Aber kein Pathologe hat sich in der 
Vergangenheit seiner Kundschaft je auf die Suche nach solchen Würsten 
gemacht, um sie im Totenschein zu verewigen. Die Dunkelziffer kann also 
immens sein. ;-)

: Bearbeitet durch User
von Cyblord -. (cyblord)


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Stefan M. schrieb:
> Essen würde ich sowas aber nicht.
> Stichwort Elektrolyse und giftige Stoffe die dabei entstehen.
> Das ist so ähnlich wie ein verzinktes Gitterrost ( Fußabstreifer ), den
> man behelfsmässig als Grillrost missbraucht.

Äh ja klar. Nur wer kommt auf so was?
Manche Leute leben ja anscheinend in sehr verstörenden Erfahrungswelten. 
Gruselig.

von ● J-A V. (Firma: FULL PALATINSK) (desinfector) Benutzerseite


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Bernd K. schrieb:
> Recht schnell und
> zielstrebig verwandelte sich alles jedes mal in eine extrem
> unappetitliche braune oder grüne Suppe die auch noch unertäglich nach
> Chlor stank wenn auch nur ein bisschen Kochsalz drin war. In der trüben
> Suppe schwammen dann meist auch noch schwarze Fetzen der zersetzten
> Elektroden. Ekelhaft!

kommt aber drauf an was man genau macht.
Meine Brühe färbt sich schön grauschwarz.
nehme ich die Elektroden raus, und stecke ich ein Stück Kupfer rein
scheidet sich reines Silber am Cu ab, ganz von selbst über Nacht.
Danach ist die Brühe wieder blau und es kann von vorne losgehen.

-Raffination von Rohsilber in einem Kupfersulfat-Bad.

das finde ich dann schon garnicht mehr ekelhaft

von U. B. (pasewalker)


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> Das ist eine gewagte Aussage, denn ganz bestimmt sind viele
> davon seither irgendwann gestorben.

Bestimmt, jede Menge.
Und die Verbliebenen sterben auch noch daran!

> Aber kein Pathologe hat sich in der
> Vergangenheit seiner Kundschaft je auf die Suche nach
> solchen Würsten gemacht, um sie im Totenschein zu verewigen

Das macht man jetzt besser.
JEDER, der abkratzt, wird, solange nix schlechteres
(wie Aids, Sars, Corona, Überdosis Via.gra ...)
bewiesen ist, einfach als CO2-Opfer gezählt.    ;-)

von Jörg W. (dl8dtl) (Moderator) Benutzerseite


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Bernd K. schrieb:
> In meiner Kindheit hab ich auch mal hin und wieder mit Elektrolyse
> rumgespielt

Vermutlich aber nicht mit Wechselstrom – da gibt's nämlich keine 
Elektrolyse. Die Ionen sind zu träge für sowas.

https://de.wikipedia.org/wiki/Elektrolyse

„Eine Elektrolyse erfordert eine Gleichspannungsquelle, […]“

von ● J-A V. (Firma: FULL PALATINSK) (desinfector) Benutzerseite


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halt mal Wackelsaft in Wasser.
wenn keine Gasblasen aufsteigen, hast Du recht.

von Jörg W. (dl8dtl) (Moderator) Benutzerseite


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● J-A V. schrieb:
> halt mal Wackelsaft in Wasser.

Habe ich zu der beschriebenen Zeit auch getan.

Es steigen irgendwann Blasen auf – wenn das Wasser kocht. :-)

Allerdings sollte man da kein Salz reintun … nicht wegen irgendwelcher 
Elektrolyseprodukte, sondern wegen der Sicherung. So schnell kann man 
gar nicht gucken, wie ein paar Krümel Salz die Leitfähigkeit der Brühe 
so radikal erhöhen, dass die Sicherung rausfliegt. (Bei der Wurst ist 
zwar Salz drin, aber viel weniger Wasser, und die Weglänge durch die 
Wurst ist viel größer.)

von Bernd K. (prof7bit)


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Jörg W. schrieb:
> (Bei der Wurst ist
> zwar Salz drin, aber viel weniger Wasser, und die Weglänge durch die
> Wurst ist viel größer.)

Nichtsdestotrotz entstehen beträchtliche Mengen Chlorgas und 
Abflussreiniger, nichts davon möchte ich in meinem Hotdog haben.

von Teo D. (teoderix)


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Jörg W. schrieb:
> Allerdings sollte man da kein Salz reintun … nicht wegen irgendwelcher
> Elektrolyseprodukte, sondern wegen der Sicherung.

Au, sowas hab ich mit ca. 20-30V gemacht... PlasteTüte, 
Holzstab&Streichholz --> Kawumm :D

Jörg W. schrieb:
> Bei der Wurst ist
> zwar Salz drin, aber viel weniger Wasser, und die Weglänge durch die
> Wurst ist viel größer.)

Ja da fliegt zwar nicht die Sicherung, aber die ein o. andere Wurst (nur 
mit Wiener getestet) in die Luft. :)

von Clemens K. (clemensk)


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Hat keiner eine Idee mit der ich die Berechnung beenden koennte?

von Thomas B. (thombde)


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Jede Wurst ist anders.
Das einzige gleiche ist, das sie zwei Enden hat.
Es gibt keine Wurstformel.
Und wenn doch , dann ist sie  verwurstet.

von A. K. (prx)


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Thomas B. schrieb:
> Das einzige gleiche ist, das sie zwei Enden hat.

Keineswegs:
https://www.fleischerei-neubauer.de/index.php/spezialitaeten/wurst-ohne-ende

von Thomas B. (thombde)


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A. K. schrieb:
> Thomas B. schrieb:
>> Das einzige gleiche ist, das sie zwei Enden hat.
>
> Keineswegs:
> https://www.fleischerei-neubauer.de/index.php/spezialitaeten/wurst-ohne-ende

Hast mich überzeugt :-)

Aber wo sticht man da die Elektroden rein?

von Thomas B. (thombde)


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Da hätte ich auch eine Idee.
Mann kann ja reintechen wo man will.
(Elektrode)
Das wäre dann das analoge Wurstpoti.

von Dergute W. (derguteweka)


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Clemens K. schrieb:
> Q = 2,344 Wh
>
> Und jetzt verlässt es mich ein wenig.

Naja, wenn du das weisst, und du merkst, dass die Wurst nach 60sec = 
(1/60)h  "kocht", und du mal idealisiert davon ausgehst, dass die Wurst 
ueber ihre Pelle und die Elektroden keine Waerme an die Umgebung abgeben 
wuerde, dann musste die Wurst in der Minute eine durchschnittliche 
Leistungaufnahme von
2.344Wh / ((1/60)h) = 140W haben.
Also der durchschnittliche Wurststrom sollte damit an 115V mindestens 
1.2 A betragen. Damit muss der Wurstwiderstand < 100 Ohm sein.

Um die Waermeverluste noch miteinzuberechnen, wird man wahrscheinlich 
sowas wie den k-Wert fuer Wurstpelle benoetigen. Das wird in 
Tabellenwerken schwierig zu finden sein - vielleicht im Tabellenbuch für 
Metzger?
Oder Wurst nehmen, deren Pelle aus z.b. Gasbeton oder Ziegelmauerwerk 
besteht. Diese Werte sind ueblicherweise bekannter.
Oder einfach den Strom waehrend der Erwaermung bis zum vollstaendigen 
Kochen der Wurst messen und aufintegrieren. Darueber dann nachtraeglich 
den k-Wert der Pelle bestimmen. Oder direkt Rwurst.
Bei Bratwurstschnecken koennte noch ein induktiver Blindanteil 
dazukommen.

Gruss
WK

von Teo D. (teoderix)


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Thomas B. schrieb:
> Aber wo sticht man da die Elektroden rein?

Radikal axial in die Enden.
Aber Achtung, das dauert nur Sekunden, bis sie ihre Innereien in der 
gegen verteilt!

von Dergute W. (derguteweka)


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Moin,

Thomas B. schrieb:
>> Keineswegs:
>> https://www.fleischerei-neubauer.de/index.php/spezialitaeten/wurst-ohne-ende
>
> Hast mich überzeugt :-)
>
> Aber wo sticht man da die Elektroden rein?

Fuer die Erwaermung dieser Wurstbauform wuerd' sich's doch anbieten, die 
als kurzgeschlossene Sekundaerwicklung in einem Transformator 
herzunehmen. Muss man nur den Eisenkern irgendwie durch den Wurstring 
faedeln. Und durch grossen Wurstquerschnitt/Wasser+Salzanteil fuer 
moeglichst hohe Kurzschlussstroeme sorgen.

Gruss
WK

von Michael M. (Firma: DO7TLA) (do7tla)


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Ich würde eher den Strom begrenzen mit ein kleinen Lastwiderstand oder 
einer Glühlampe im reihe zur Wurst.
Dann bleibt die Sicherung drin, allerdings hat das auch wieder 
nachteile.
Es dauert dann länger.
Und man sieht gleich wenn man zu viel Salz benutzt hat.

von Teo D. (teoderix)


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Ich würde die Wurst lieber kalt fressen, als sie aus Not, auch nur in 
der Mikrowelle zu erhitzen.
Na dann auf einen frohen Wohlgenuss Jungs. :)

von Cyblord -. (cyblord)


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Teo D. schrieb:
> Ich würde die Wurst lieber kalt fressen, als sie aus Not, auch nur in
> der Mikrowelle zu erhitzen.

Aber mit deinem Aluhut sollte das doch keine Probleme machen. Oder ist 
der grade defekt?

von Teo D. (teoderix)


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Cyblord -. schrieb:
> Aber mit deinem Aluhut sollte das doch keine Probleme machen. Oder ist
> der grade defekt?

Von welchem Planeten kommst du den?-O

Das Schmeckt einfach nur beschissen.... Oh, bin wech, meine Linsensuppe 
in der MW is heiß. :D
(echt, kein scheiß!)

von Mani W. (e-doc)


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Also, eine Wurst (Burnheitl,Heisse), Klobasse, Krainer, Debreziner
und ähnliche, erhitzt mit Netzspannung habe ich schon vor gut
30 Jahren auf Baustellen, wo gerade der Halogenstrahler sich 
verabschiedet
hat oder sich unerlaubt entfernt hat, erfolgreich angewandt...

Man sollte halt nicht normale Eisennägel, sondern Edelstahlnägel
als Elektroden nutzen, da schmeckt die Wurst nicht so nach Metall...

Max. 1 Minute pro Wurst und alle Arbeiter können in kurzer Zeit
die mitgebrachten Würste heiß genießen...


Interessant wäre ja noch, mit Rechteck, Sägezahn oder PWM die
Würste zu bearbeiten oder gar nur mit Gleichstrom, da würden sich
einige Geschmacksrichtungen ergeben...

: Bearbeitet durch User
von Reinhard S. (rezz)


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Bernd K. schrieb:
> Nichtsdestotrotz entstehen beträchtliche Mengen Chlorgas und
> Abflussreiniger, nichts davon möchte ich in meinem Hotdog haben.

Ein sauberer Abfluss ist für einen Menschen aber auch wichtig.

von Dergute W. (derguteweka)


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Moin,

Dank Bonpflicht und Zollstock in der Kueche kann ich aktuelle Daten von 
Wuersten beisteuern:

Gewicht/Stueck ca. 63g ; Laenge ca. 16cm; Durchmesser ca. 2.bisslwas cm.

Da ich aber eh' Kaffeewasser brauche, werd' ich die Wuerste auf 
klassische Art in heissem Wasser erhitzen, nicht durch direkten 
Stromdurchgang.

Gruss
WK

von Bernd K. (prof7bit)


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Die Endloswürste von weiter oben sind für Induktionsherde gedacht. Da 
gibt's dann auch keine Elektrolyse.

von Vlad T. (vlad_tepesch)


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Dergute W. schrieb:
> Da ich aber eh' Kaffeewasser brauche, werd' ich die Wuerste auf
> klassische Art in heissem Wasser erhitzen

Is nicht dein ernst, oder? 🤮

von Jürgen S. (avus)


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TR.OLL schrieb:
> Geht das auch mit Kaffee?
Nicht direkt, aber man kann das Kaffeepulver über die Wurst 
drüberschütten und so über die Wurst auch erwärmen.
Also klare Antwort: Ja, es geht.

: Bearbeitet durch User
von Percy N. (vox_bovi)


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Thomas B. schrieb:
> A. K. schrieb:
>> Thomas B. schrieb:
>>> Das einzige gleiche ist, das sie zwei Enden hat.
>>
>> Keineswegs:
>> https://www.fleischerei-neubauer.de/index.php/spezialitaeten/wurst-ohne-ende
>
> Hast mich überzeugt :-)
>
Mich nicht. "Markenfleisch" klingt nicht gerade Vertrauen erweckend.

von Percy N. (vox_bovi)


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Jörg W. schrieb:
> Bernd K. schrieb:
>> In meiner Kindheit hab ich auch mal hin und wieder mit Elektrolyse
>> rumgespielt
>
> Vermutlich aber nicht mit Wechselstrom – da gibt's nämlich keine
> Elektrolyse. Die Ionen sind zu träge für sowas.
>
> https://de.wikipedia.org/wiki/Elektrolyse
>
> „Eine Elektrolyse erfordert eine Gleichspannungsquelle, […]“

Ich vermute   dass man eher eine Stromquelle benötigt, aber in Wikiland 
kann man vermutlich auch mit Spannung galvanisieren.

von Teo D. (teoderix)


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Percy N. schrieb:
> Ich vermute   dass man eher eine Stromquelle benötigt, aber in Wikiland
> kann man vermutlich auch mit Spannung galvanisieren.

Nur für höhere Ansprüche. Deinen Mercedes-Stern, kannst getrost auch mit 
zwei Alkaline und nem Schwämmchen vergolden. :)

von Reinhard R. (reirawb)


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A. K. schrieb:
> Thomas B. schrieb:
>> Das einzige gleiche ist, das sie zwei Enden hat.
>
> Keineswegs:
> https://www.fleischerei-neubauer.de/index.php/spezialitaeten/wurst-ohne-ende

Genial, wenn man da 3 Elektroden im Winkelabstand von je 120° anbringt,
kann man diese Wurst mit Drehstrom erhitzen :-))
In Dreieckschaltung ;-)

von Gerald K. (geku)


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Ich habe von Bauarbeiter gehört, die das Wasser in einen Eimer zum 
Händewaschen über Elektroden mit Netzspannung erhitzt haben. Bis es 
einer eilig hatte.

von A. K. (prx)


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Reinhard R. schrieb:
> kann man diese Wurst mit Drehstrom erhitzen :-))
> In Dreieckschaltung ;-)

Für Sternschaltung braucht man so eine:
https://www.stupidedia.org/stupi/Datei:Bratwurst_3-endig.jpg

: Bearbeitet durch User
von Teo D. (teoderix)


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Reinhard R. schrieb:
> Genial, wenn man da 3 Elektroden im Winkelabstand von je 120° anbringt,
> kann man diese Wurst mit Drehstrom erhitzen :-))

Wir hatten da in der BSchule ein Demo: Drei Spulen, Teller, Kupfer-Ei 
(W.an gepinselt). Schade das da keiner mal auf die Idee kam, da mal ne 
Wurst drauf zulegen....
Also: Rotor raus, Wurste rein, Regenschirme auf, Kamera ab, ACTION! :D

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