3 Stromkeise im Haus tot, aber Sicherungen sind an

Gast #6207971
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Hallo, ich hab in meinem EFH 1997 die Elektrik von einer 
Elektrofachfirma verlegen lassen. Bis gestern gabs keine Problem. 
Gestern hat ein Gerät einen Kurzschluß verursacht, FI war gefallen. 
Jetzt funktioniert in 3 Räumen Steckdosen u. Licht nicht, die anderen 
Räume sind ok. Leitungssicherungen sind B16. Sind alle angeschaltet.Auch 
der FI ist wieder an. Trotzdem sind die 3 Räume tot. Keine Brandspuren 
oder ähnliche Auffäligkeiten. Wo kann der Fehler liegen?
#6207982
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paul1234 schrieb:

> Jetzt funktioniert in 3 Räumen Steckdosen u. Licht nicht, die anderen
> Räume sind ok. Leitungssicherungen sind B16. Sind alle angeschaltet.Auch
> der FI ist wieder an. Trotzdem sind die 3 Räume tot.

Dann musst Du wohl nach davorliegenden Sicherungen
z.B. im Keller suchen. Die sind aber oft in plom-
bierten Kästen und können deshalb nur von einem
Elektrofachbetrieb mit Konzession gewechselt werde.
#6208171
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Harald W. schrieb:
> Wie bereits gesagt, die sind meist nicht zugänglich.
> Und zum Wechsel der dort üblicherweise verwendeten
> NH-Sicherungen braucht man Spezialwerkzeug.

Und eine Schutzausrüstung. Und ein Qualifikation als Elektrofachkraft 
für solche Tätigkeiten. Und einen Eintrag ins Installationsverzeichnis.

Da als Laie, als selbsternannte Fachkraft oder mit Bastler-Erfahrung 
rangehen, egal wie dick die Eier sind, ist die Vorstufe zum Selbstmord.
Gast #6208205
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Ist hier auch mal passiert, sogenannte "Panzersicherung". Abends, fiel 
erst auf, als es in den Räumen kalt wurde, denn es war Winter und die 
Drehstromumwälzpumpe, Krupp Biral, blieb stehen.
  Der Elektriker meinte, käme manchmal vor, anlasslos; war 30 Jahre 
davor und 20 danach nicht geschehen.
(Firma: Funkenflug Industries) #6208209
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Erzählt doch nicht solchen Quatsch. Es gibt durchaus laienbedienbare 
NH-Sicherungstrenner, bei denen man einen Griff herausklappt und dann 
alle drei NH-Sicherungseinsätze allpolig spannungsfrei in diesem Griff 
liegen hat. Die kann man dann gefahrlos austauschen und auch wieder 
einschalten.

Nicht laienbedienbar ist alles wo man die Sicherungen einzeln mit 
Werkzeug ziehen/stecken muß, bzw. während die Kontakte an den Seiten der 
NH-Sicherung Spannung führen.

Wirklich raten würde ich dem absoluten Laien dazu aber nicht, es sollte 
gemessen werden ob das Kabel in Ordnung ist wenn eine dieser Sicherungen 
geschossen ist. Ansonsten braucht man nach dem Wiedereinschaltversuch 
evtl. einen Satz neue Hosen wenn man nicht auf den Knall eingestellt 
ist. Ist auch nicht so gesund für die Kontakte. Man sollte wissen was 
man tut.
Gast #6208225
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Hannes J. schrieb:
> Harald W. schrieb:
>> Wie bereits gesagt, die sind meist nicht zugänglich.
>> Und zum Wechsel der dort üblicherweise verwendeten
>> NH-Sicherungen braucht man Spezialwerkzeug.
>
> Und eine Schutzausrüstung. Und ein Qualifikation als Elektrofachkraft
> für solche Tätigkeiten. Und einen Eintrag ins Installationsverzeichnis.

Genau.
Hier im Forum wimmelt es nur so von solchen. Solange so einer hier zu 
Deinem Problem weiterschreibt kann aber nix passieren. Ran an die 
Funzel!
#6208235
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Hi,

Ich würde auch sagen das "vermutlich" die Vorsicherung einer Phase "mit" 
ausgelöst hat.

Neben den LSS für jeden Einzelnen Stromkreis hinter dem Zähler befinden 
sich vor dem Zähler noch Sicherungen oder LSS für jede der drei Phasen.

In vielen Fällen sind das sogar ZWEI Sicherungen hintereinander.
Einmal die NH Sicherungen (Panzersicherungen) im verplompten Kasten am 
Übergabepunkt (Wo das KAbel ins Haus kommt und denen ein Laie ABSOLUT 
NICHTS verloren hat) und dann direkt VOR dem Zähler noch einmal entweder 
LSS (1xPro Phase) oder als laienbedienbare Schmelzsicherung (Neozed 
o.ä.). Eine Laienbedienbare Sicherungen VOR dem Zähler ist bei "neueren" 
Anlagen ZWINGEND Vorgeschrieben.
(Neu hier im Sinne das ich den bestehenden ZWANG dazu seit 2000 sicher 
kenne. Ich vermute aber das diese schon deutlich früher gefordert war. 
Das aktuell von mir bewohnte Haus (Bj 95/96) Hat vor dem Zähler drei 
Neozed. Das Haus meiner Eltern, BJ87, ebenfalls!

"Laienbedienbar" ist hier im "rechtlichen" Kontext gemeint. DAs bedeutet 
entfernbar/ersetzbar ohne die erhöhte Gefahr versehentlich oder durch 
Unkenntnis an Spannungsführende Teile zu kommen. Und das erfüllen NH 
Sicherungen NICHT! (Eine Restgefahr durch "fast Vorsatz" ist wie bei 
Leuchtkörper mit Gewinde (E27 usw) natürlich vorhanden und zulässig

Also noch einmal vor dem Zähler genau schauen.
Die Frage ist natürlich ob man jetzt (im Sinne Corona-Samstag 18.00)noch 
an Ersatzsicherungen kommt falls schmelzsicherungen statt LSS verbaut 
sind.
Meiner Erfahrung nach liegt aber in vielen Kästen seit Errichtung eine 
angebrochene Packung, aus der die drei eingesetzten Elemente stammen,als 
freundliche Hinterlassenschaft des errichtenden Elektrikers zum Ersatz 
Parat.

Gruß
Carsten
#6208377
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Ben B. schrieb:
> Erzählt doch nicht solchen Quatsch. Es gibt durchaus
> laienbedienbare NH-Sicherungstrenner, bei denen man einen Griff
> herausklappt und dann alle drei NH-Sicherungseinsätze allpolig
> spannungsfrei in diesem Griff liegen hat. Die kann man dann gefahrlos
> austauschen und auch wieder einschalten.

Selbst die sind nicht Laienbeinbar da sie spannungslos betätigt werden 
müssen und es zu nicht abreißenden funken kommen kann.
Gast #6208384
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Nein nein, nach dem hier soooviele Philosophen und Doktoren ihr 
Statement abgegeben haben, tue ich dies auch.

Also Strom ist ungefährlich. Genauso wie Wasser. ... Richtig man kan 
trotzdem ersaufen.

Ne ich denke der Enerieerzeuger hat Dir wegen unbezahlter Rechnung ein 
Teil der Stromlieferung abgedreht.

Die Hauptsicherungen fallen nie. Weil ... sind aus Edelstahl.

Lasst nur Profis ran! Soll ich Dir meine Nummer geben?
Beitrag #6208392 wurde von einem Moderator gelöscht.
Gast #6208398
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paul1234 schrieb:
> Hallo, ich hab in meinem EFH 1997 die Elektrik von einer
> Elektrofachfirma verlegen lassen. Bis gestern gabs keine Problem.
> Gestern hat ein Gerät einen Kurzschluß verursacht, FI war gefallen.
> Jetzt funktioniert in 3 Räumen Steckdosen u. Licht nicht, die anderen
> Räume sind ok. Leitungssicherungen sind B16. Sind alle angeschaltet.Auch
> der FI ist wieder an. Trotzdem sind die 3 Räume tot. Keine Brandspuren
> oder ähnliche Auffäligkeiten. Wo kann der Fehler liegen?

Welches Geraet ist ausgefallen? Genaue Bezeichnung bitte.

Bild von der Verteilung bitte zeigen.
Beitrag #6208422 wurde von einem Moderator gelöscht.
Gast #6208445
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Pfuscher gibt es ueberall. Wenn auf der NH-Sicherung an den Anschluessen
noch die Pressmuster der Kombizange zu sehen sind, war einer am Werk.

Allerdings kann man die Sicherungen dahinter zumindest "abschalten".
Dann fliesst beim Stecken wenigstens kein Strom.
Gast #6208464
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Habe ein Problem schrieb:
> Bild von der Verteilung bitte zeigen.

Wurde auch von mir 04.04.2020 16:59 schon beauftragt. Schließlich ist 
nur der TO dort.

@Ben u @Hannes,
Der Hausanschlusskasten ist in der Regel verplombt und nicht 
laienbedienbar. Es gibt aber Installationen, da befinden sich 
NH-Sicherungen, die so bedienbar sind, wie Ben das äußerte in 
Unterverteilungen. Es ist auch ein Unterschied ob das EFH mit 35A NH 
oder 100A NH abgesichert ist. Wir wissen nicht wie groß das EFH ist, 
oder Nachtspeicheröfen & E-Boiler plus Durchlauferhitzer hat. Die Größe 
eines EFH und bereitwilligkeit eines TO die angefragten Bilder zu 
liefern, sind indirekt proportional.
Gast #6208514
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Carsten S. schrieb:
> und dann direkt VOR dem Zähler noch einmal entweder
> LSS (1xPro Phase) oder als laienbedienbare Schmelzsicherung (Neozed
> o.ä.). Eine Laienbedienbare Sicherungen VOR dem Zähler ist bei "neueren"
> Anlagen ZWINGEND Vorgeschrieben.

Im Vorzähler-Bereich ist nichts mit laienbedienbar vorgeschrieben, weil 
dort im ungezählten Bereich keine Laien Zugang haben dürfen!

Er soll einfach mal die 3 Phasen gegeneinander und gegen N prüfen am FI 
(davor)!
Oder am Zählerausgang ..
Gast #6208540
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Niemand schrieb:
> Im Vorzähler-Bereich ist nichts mit laienbedienbar vorgeschrieben, weil
> dort im ungezählten Bereich keine Laien Zugang haben dürfen!

"Ist ein Zähler direkt an das Haupt-Stromversorgungssystem 
angeschlossen,
ist vor diesem im NAR ein SLS-Schalter nach DIN VDE 0641-21 als 
selektive
Überstrom-Schutzeinrichtung zu installieren. Dieser muss laienbedienbar,
sperr- und plombierbar sein."
(Firma: Funkenflug Industries) #6208554
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Deswegen hab ich gesagt man muß wissen was man tut, z.B. vorher so viel 
wie möglich Last wegnehmen bevor man den Trenner zieht. Meine, wenn ich 
unter Last 'ne 63A Rundsicherung rausdrehe hab ich da auch funkelnden 
Spaß mit, das ist noch schlimmer als bei einer NH-Sicherung, weil ich 
die gar nicht schnell rausdrehen kann.
#6208559
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Ben B. schrieb:
> Erzählt doch nicht solchen Quatsch. Es gibt durchaus laienbedienbare
> NH-Sicherungstrenner, bei denen man einen Griff herausklappt und dann
> alle drei NH-Sicherungseinsätze allpolig spannungsfrei in diesem Griff
> liegen hat. Die kann man dann gefahrlos austauschen und auch wieder
> einschalten.

So nen Scheiß hab ich auch noch nicht gelesen.

NH-Sicherungen sind niemals laienbedienbar, egal ob Trenner oder 
Unterteil, das mit Handschuh bedient werden will.

Schon allein deswegen, das NH-Sicherungen durch welche mit zu großer 
Nennstromstärke ausgetauscht werden könnten.

Dazu kommen noch einige weitere Gefahren!

@TO es gab auch schon Leitungsschutzschalter, die intern abgeschaltet 
hatten, aber wo der Schalthebel nicht gefallen ist!
#6208571
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Sven L. schrieb:
> So nen Scheiß hab ich auch noch nicht gelesen.

Du hast sicher die Zulassung das zu tun?

Anders kann ich mir so einen dummen Kommentar nicht erklären

Wenn man ein bisschen Ahnung hat - man macht die Sicherungen danach raus 
- dann tauscht man die NH-Sicherung


Ich glaube zugegeben . selbst wenn der TO überhaupt NH-Sicherungen hat - 
die hat es nicht erwischt
Da ist sicher noch was kleineres dazwischen

Sven L. schrieb:
> Schon allein deswegen, das NH-Sicherungen durch welche mit zu großer
> Nennstromstärke ausgetauscht werden könnten.

Dachte das hier ist ein Forum wo gewisse Hintergrundinformationen und 
generelles Physik- Verständniss vorhanden sind?

Kommt jetzt demnächst "umwickel all Deine Sicherungen mit Alu-Folie?
(Firma: Funkenflug Industries) #6208575
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Jo, es ist Blödsinn, hier noch irgendwas dazu zu schreiben. Wenn ich so 
schmerzbefreit bin und es wirklich wissen will, kann ich auch ohne 
Probleme den Einsatz bei Neozed-Sicherungen rauspopeln oder als 
"Sicherung" einen Stahlbolzen geeigneter Länge einsetzen.
#6208584
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Heinz R. schrieb:
> Anders kann ich mir so einen dummen Kommentar nicht erklären
Was ist daran dumm mal klarzustellen, das NH-Sicherung kein 
Laienspielzeug sind.

Dumm ist, wenn sich Laien an Dingen zu schaffen machen, von denen Sie 
keine Ahnung haben. Du bist wahrscheinlich auch so ein Held der stolz 
erzählt, das er NH-Sicherungen mit zwei Kombizangen zieht. Ganz toll!

Anders kann ich mir deinen dummen Kommentar auf meinen dummen Kommentar 
nicht erklären.

>
> Wenn man ein bisschen Ahnung hat - man macht die Sicherungen danach raus
> - dann tauscht man die NH-Sicherung

Und ein Laie hat die Ahnung oder wie?

Heinz R. schrieb:
> Dachte das hier ist ein Forum wo gewisse Hintergrundinformationen und
> generelles Physik- Verständniss vorhanden sind?
Genau deswegen fragt einer, wieso bei ihm 3 Stromkreise nicht mehr 
funktionieren.

Wenn der Fragestelle Ahnung hätte, vom Thema, dann würde er an 
geeigneten Stellen im Zählerschrank oder der UVT messen und feststellen, 
ob irgendwo Spannung anliegt oder nicht. Und dann würde er auch 
feststellen ob ein Leitungsschutzschalter defekt ist oder irgendwas 
anderes.

>
> Kommt jetzt demnächst "umwickel all Deine Sicherungen mit Alu-Folie?
Von Leuten wie dir bestimmt!

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