Hi!
Viele von euch haben wohl auch schon so "seriöse" Angebote bekommen wie
ich heute Morgen (siehe Anhang).
Was mich interessiert ist, wie läuft das eigentlich ab?
Sieht man da jemals Kohle? Oder muss man sich dann quasi "einkaufen" und
erst mal 1000€ auf den Tisch legen?
Ist das ein ernstes Angebot aber einfach illegal?
Hat jemand schon mal so einem Typen geantwortet oder vllt. sogar
Erfahrungen in die Richtung gemacht?
BTW: Bevor es jetzt zum Gebashe kommt, mir ist bewusst, dass da was faul
ist. Mich würde halt interessieren was genau.
Ich habe auch nicht im Sinn auf sowas zu reagieren.
Ist einfach das gefühlte 200ste Mail das ich bekomme und da bin ich
schon etwas neugierig!
Gruss
Dave Chappelle schrieb:> Was mich interessiert ist, wie läuft das eigentlich ab?
- Irgendwer klaut jemand anderem "virtuelles Geld" was auf deinem Konto
landet
- Du hebst das Geld ab und schickst es über ein "Nur-Bares-Ist-Wahres"
Dienstleister an eine dritte Person
- Früher oder später hast du ein nettes Gespräch mit Staatsanwalt und
Polizei
- Du darfst den Schaden ersetzen
- Jemand anderes macht sich ein schönes Leben irgendwo auf der Welt
Dave Chappelle schrieb:> Hi!>> Viele von euch haben wohl auch schon so "seriöse" Angebote bekommen wie> ich heute Morgen (siehe Anhang).>> Was mich interessiert ist, wie läuft das eigentlich ab?> Sieht man da jemals Kohle? Oder muss man sich dann quasi "einkaufen" und> erst mal 1000€ auf den Tisch legen?
Soviel mir bekannt ist, überweisen die Jungs direkt auf Dein Konto. Wenn
man sich einkaufen müsste, würde das kaum jemand machen.
> Ist das ein ernstes Angebot aber einfach illegal?
Ja. Es gibt genug Fälle, bei denen die Kontoinhaber dann wegen
Geldwäsche dran waren.
> BTW: Bevor es jetzt zum Gebashe kommt, mir ist bewusst, dass da was faul> ist. Mich würde halt interessieren was genau.> Ich habe auch nicht im Sinn auf sowas zu reagieren.
Das nennt sich Geldwäsche: man transferiert das Geld aus illegalen
Quellen (hier vermutlich Phishing etc.) so lange, bis dessen Ursprung
nicht mehr erkennbar ist.
http://pfiffige-senioren.de/geldwaesche.htm#gw> Ist einfach das gefühlte 200ste Mail das ich bekomme und da bin ich> schon etwas neugierig!
SPAM-Filter anpassen und gut is :-)
Läubi .. schrieb:> - Irgendwer klaut jemand anderem "virtuelles Geld" was auf deinem Konto> landet> - Du hebst das Geld ab und schickst es über ein "Nur-Bares-Ist-Wahres"> Dienstleister an eine dritte Person> - Früher oder später hast du ein nettes Gespräch mit Staatsanwalt und> Polizei> - Du darfst den Schaden ersetzen> - Jemand anderes macht sich ein schönes Leben irgendwo auf der Welt
Oke, so in der Richtung habe ich mir das auch vorgestellt..
"Unwissen schützt vor Strafe nicht" wird in diesem Fall wohl (bei
einigen Leuten) greifen nehme ich an?
Chris D. schrieb:> Das nennt sich Geldwäsche
Das es darauf hinausläuft dachte ich mir schon, aber was mich halt
erstaunt hat:
Siebzehn mal Fuenfzehn schrieb:> 20% geschenkt ... soll das ein Witz sein ? Wer verschenkt 20% von> irgenwas ?
Das erscheint mir wirklich extrem viel?
Ich meine da hat man ja schnell ein wenig Kohle zusammen..
Darüber kam vor Kurzem esrt ein Bericht im MDR. Eine arbeitslose Frau
wußte sich nicht anders zu helfen, als diese Art "Arbeitsangebot"
anzunehmen. Man hatte sie dann wegen Beihilfe zur Geldwäsche beim
Wickel.
:-(
MfG Paul
Kleiner Tipp von einem Insider: Ihr solltet da mal mitmachen! Das Geld
dann aber keinesfalls weiterleiten, sondern nichts tun, es einfach auf
dem Konto liegenlassen.
Die Erfahrung hat gezeigt, dass sich nur ein Bruchteil der Geschädigten
meldet. Denen ist es oft so peinlich von so einem Kontoeinbruch
betroffen zu sein, dass sie das niemals gegenüber der Bank bestätigen
oder gar die Polizei beauftragen würden.
Als Zahlungsempfänger tut man dann einfach so, als wüsste man nicht,
woher das Geld stamme. Es ist übrigens ein Volksirrtum, dass man sich
mit dem Überweisenden in Verbindung setzen muss, wenn einem das Geld
nicht gehört. Nein, es reicht abzuwarten bis jemand kommt.
Andi $nachname schrieb:> Nein, es reicht abzuwarten bis jemand kommt.
Stimmt nicht pauschal, imo.
Bei (versehentlich oder absichtlich) zugesendeten Waren ist es auf jeden
Fall so, was das Geld auf dem Konto angeht, so meine ich, dass da andere
Regeln gelten.
Andi $nachname schrieb:
> Kleiner Tipp von einem Insider: Ihr solltet da mal mitmachen! Das Geld> dann aber keinesfalls weiterleiten, sondern nichts tun, es einfach auf> dem Konto liegenlassen.
Ja, klasse Idee, die haben bestimmt keine Schläger o.ä. in Petto die mal
eben kurz bei dir vorbeikommen..
Was für ein Tipp :S
> Ist das ein ernstes Angebot aber einfach illegal?
Natürlich ist das denen ernst.
Du musst halt dafür sorgen, daß du wenige Tage nach dem du die 20
Prozent der 2000 EUR eingestrichen hast, möglichst für immer aus
Deutschland verschwindest, denn kurze Zeit später kommt die Polizei und
sucht den Kriminellen, der sich für Waren bezahlen liess, die nie
geliefert wurden.
WIE NAIV KANN MAN SEIN ?
Michael Bertrandt schrieb:> Du musst halt dafür sorgen, daß du wenige Tage nach dem du die 20> Prozent der 2000 EUR eingestrichen hast, möglichst für immer aus> Deutschland verschwindest
Naja, ein paar mal sollte man das vorher schon machen, sonst lohnt die
Flucht nicht :)
Michael Bertrandt schrieb:> WIE NAIV KANN MAN SEIN ?
Kuck mal da steht naiv an der Decke..
Steht wohl jeder Tag ein dummer auf, sonst wären diese Angebote nicht so
zahlreich.
Dave Chappelle schrieb:> Steht wohl jeder Tag ein dummer auf, sonst wären diese Angebote nicht> so zahlreich.
Ich würde daraus eher schließen, daß sie nicht genug Dumme finden...
Dave Chappelle schrieb:> ... so meine ich, dass da andere> Regeln gelten.
Deine Meinung ist da aber falsch. Siehe zum Beispiel
www.frag-einen-anwalt.de/Kriege-Geld-falsch-ueberwiesen-darf-Bank-zuruec
kueberweisen---f104957.html
> Andi $nachname schrieb:>> Kleiner Tipp von einem Insider: Ihr solltet da mal mitmachen! Das Geld>> dann aber keinesfalls weiterleiten, sondern nichts tun, es einfach auf>> dem Konto liegenlassen.>> Ja, klasse Idee, die haben bestimmt keine Schläger o.ä. in Petto die mal> eben kurz bei dir vorbeikommen..
Woher wollen sie denn deine Adresse wissen? Natürlich sollte man nicht
so blöd sein und diese freiwillig mitteilen!
Außerdem kommen die nicht mit Schlägern, denn ihnen ist kein Schaden
entstanden.
Warum nicht einfach das Angebot annehmen, und dann gleich mit dem
Kontoauszug zur Polizei gehen?
Die können das Geld dann einkassieren und in die Stattskasse kippen. Und
man selber hat der Welt einen guten Dienst erweiesen...
> es einfach auf>dem Konto liegenlassen.
lol
hat dieses Geld a rotes Mascherl, oder wie stellst du dir "DIESES Geld
am Konto liegen lassen" jetzt genau vor?
>Die können das Geld dann einkassieren und in die Stattskasse kippen.
warum dem Staat?
das Geld wird ja von einem Anderen Konto überwiesen (was jetzt ziemlich
dumm wäre, wenn dieses Konto dem "Täter" gehören würde...)
Robert L. schrieb:>> es einfach auf>> dem Konto liegenlassen.>> lol>> hat dieses Geld a rotes Mascherl, oder wie stellst du dir "DIESES Geld> am Konto liegen lassen" jetzt genau vor?
Man du sollst es nicht an die Phisher überweisen!
der Phisher hat also ein Bankkonto an das man das Geld überweist..
noch mal lol
ließ doch bitte die 1. Antwort in diesem Thread, das wird beschrieben
wie es läuft..
Selbst antworten würde ich niemals auf so eine Mail/Müll, aber man kann
sich die Verwirrung vorstellen, wenn man die Kontonr. eines
Landespolizeipräsidium oder des BKA angeben würde.
Als öffentliche Stellen dürfte man ja recht einfach die Kontonummer
heraus finden - ist ja nichts geheimes... =)
Gibt es diese Masche immer noch?
Warum übermittelt der auf dein Konto überweist nicht direkt an die
Typen?
20% nur fürs abheben und übermitteln, was immer das heisst?
Möglichkeit 1: Geldwäsche - Abheben und als Bareinzahlung bei der Post
oder einer sonstigen Bank spezialisiert auf Auslandsüberweisungen.
Möglichkeit 2: Überweisung läuft unter Vorbehalt und die Kohle wird nach
Wochen zurückgebucht, nachdem das Geld übermittelt worden ist.
Dir Frage ist dann nur, was ist einem lieber?
Bei ähnlichen undurchsichtigen Angeboten an meine Spam-Mail-Adresse,
habe ich die Adresse des nächsten Polizeipräsidiums angegeben und den
Namen (keicht verändert) einer regional bekannten Figur. In München
wären das ev. Karl Fallentin.
Hätte gerne mal gewußt, ob die sich da jemals gemeldet haben.
Jeffrey Lebowski schrieb:> Als öffentliche Stellen dürfte man ja recht einfach die Kontonummer> heraus finden - ist ja nichts geheimes... =)
Das ist eine Gute Idee! einfach die Kontonummer der Bußgeldstelle
angeben :)
Robert L. schrieb:> der Phisher hat also ein Bankkonto an das man das Geld überweist..
Ja, das ist die beliebteste Methode. Die "Geldvermittler" sollen dann
das Geld zum Beispiel auf ein ukrainisches Konto überweisen.
> ließ doch bitte die 1. Antwort in diesem Thread, das wird beschrieben> wie es läuft..
Du meinst Western Union & Co.? Nö, das ist eher noch selten. Es wird
viel lieber mit Konten in "merkwürdigen Ländern" gearbeitet oder mit
gefälschten Ausweisen Konten eröffnet.
Ich kann dir zum Beispiel von einer Bank erzählen, die einem Kunden das
Konto bei solchen Sachen wegen Geldwäscheverdacht gesperrt hat. Sie hat
ihn angeschrieben, die Kontokündigung ausgesprochen und gefragt, wohin
sie die fünfstellige Summe überweisen soll. Leider hat sich der Kunde
nie wieder gemeldet.
Und noch mal die Kernaussage: Das Geld nur annehmen, aber nicht
weiterleiten, egal ob per Überweisung, WesternUnion oder sonstwie.
Andi $nachname schrieb:> Und noch mal die Kernaussage: Das Geld nur annehmen, aber nicht> weiterleiten, egal ob per Überweisung, WesternUnion oder sonstwie.
Na, wenn das so gut klappt, dann bedien dich :)
Kannst gerne nachher berichten wie es so geklappt hat..
EDIT: Wenn du magst leite ich dir das Mail auch gerne weiter.
P. M. schrieb:> Läubi .. schrieb:>> - Du darfst den Schaden ersetzen>> Das bezweifle ich in höchstem Masse.
Doch, dazu gibt es schon viele Gerichtsurteile. Wenn ermittelt wird,
dann wird man den Geldvermittler finden und dann wird im Regelfall keine
Ausrede akzeptiert, dass er sich mit 20% Provision herausreden könnte.
Ich würde das erhaltene Geld einfach behalten und wenn die kommen mich
einfach dumm stellen. "Nein ich habe keine Ahnung warum ich das bekommen
habe." Zusammen mit
http://www.heise.de/newsticker/meldung/Studie-Nur-8-5-Prozent-der-Internet-Kriminalitaet-wird-angezeigt-1982889.html
wissen wir ja jetzt aber, dass die nur mit einer Wahrscheinlichkeit von
unter 9% kommen werden.
Andi $nachname schrieb:> mich einfach dumm stellen
"Dummheit schützt vor Strafe nicht"
Andi $nachname schrieb:> Wahrscheinlichkeit von unter 9%
Bezogen auf ALLE Internetkriminalität ...
P. M. schrieb:> Das bezweifle ich in höchstem Masse
Und wieso? Meinst du nur weil dir jemand auf der Straße einen geklauten
Picasso für 1000 € in die Hand drückt darfst du den behalten wenn später
die Polizei vor deiner Tür steht?
Läubi .. schrieb:> Andi $nachname schrieb:>> mich einfach dumm stellen>> "Dummheit schützt vor Strafe nicht"
So pauschal ist das nicht richtig.
> Andi $nachname schrieb:>> Wahrscheinlichkeit von unter 9%>> Bezogen auf ALLE Internetkriminalität ...
Ich hatte in der Vergangenheit berufsbedingt mit Kriminalität in dem
Bereich zu tun und behaupte, dass die im Bereich Kontenmissbrauch
ähnlich "gute Konditionen" für Kriminelle zu finden sind.
Die Bankkunden, denen das Geld fehlt, haben einfach zu oft zu viel
Schiss sich vor der Polizei und vor der Bank zu outen, denn sie waren
die Dummen und außerdem gehen sie sehr oft davon aus, dass sie ihr Geld
sowieso nie wieder sehen werden. Wozu also Rummel machen?
Dass sie ihr Geld nicht wieder sehen werden ist sogar logisch. Als
Geldvermittler treten fast ausschließlich Kleinkriminelle auf, die
sowieso schon finanzielle Sorgen haben. Deswegen machen sie bei dem Mist
ja auch mit, sie hoffen endlich mal an Knete zu kommen. Die werden dann
zuerst strafrechtlich belangt und zahlen meistens eine Geldstrafe ab,
für die notfalls auch Pfändungen vorgenommen werden.
Anschließend, nach dem Strafprozessverfahren, müsste der Geschädigte an
den Mittäter rantreten und seine Rückforderung auf zivilrechtlichem Weg
geltend machen. Der Geschädigte müsste dann also die Kosten für den
eigenen Rechtsanwalt und die Gerichtskosten vorstrecken. Ob er dem Geld,
dass er schon verloren hat, noch mehr Geld hinterherwerfen will?
Außerdem war der Geschädigte ja auch noch so blöd, auf den Unsinn
reinzufallen. Ein Richter könnte zu dem Schluss kommen, dass er eine
Teilschuld trägt. Und selbst wenn er ein positives Urteil erwirkt, er
steht damit immer noch zweitrangig hinter der Strafforderung.
Von daher ist es üblich, dass sowas nur selten zur Anzeige führt und
noch seltener zu Rückforderungen.
Andi $nachname schrieb:> zahlen meistens eine Geldstrafe ab,> für die notfalls auch Pfändungen vorgenommen werden.
altbekannte weisheit:
wer nichts hat, dem kann auch nichts genommen/gepfändet werden.
und dass sich weder ehrlichkeit noch unehrlichkeit auf dieser welt
auszahlen sollte mittlerweile auch hinreichend bekannt sein. also wenn
man schon ein krummes ding dreht, dann sollte es groß genug sein dass
einem auch nichts mehr passiert (einfach mal nachrichten schauen)