Mal ein paar Hausnummern zum Stand der Technik:
1. Mit einem Modul um 1,5 bis 2 Watt (z. B. bei Reichelt, eine 1W-LED
oder 10 kleine LEDs), erreicht man einen Lichtstrom um 80 bis 120 lm
(Herstellerangabe, nicht selbst nachgemessen). In der realen
Einbausituation (selbst nachgemessen) ergibt dies die gleiche
Beleuchtungsstärke wie eine 10W-Halogenlampe.
2. Ein solches Modul kostet z. Zt. um 15 Euro.
3. Die Lichtqualität (=spektrale Verteilung) dieser Module ist nicht
wirklich schön. Die reinweißen sind für das Auge etwas unangenehm
(vermutlich fehlt Rot), die warmweißen tendieren zu einem Gelbgrünstich.
Ich habe es in einen Fahrstuhl eingebaut, da stört es nicht so. In der
Wohnung möchte ich es nicht haben.
4. Es gibt (z. B.) Hochvolt-LED-Lampen von Osram, deren Farbqualität ist
besser.
5. Eine der besten LEDs (bezogen auf die Gleichmäßigkeit des gemessenen
Spektrums) habe ich erstaunlicherweise in einer Billig-Leuchte von Ikea
gefunden.
6. Das Vorstehende bezog sich auf weiße LEDs. Mit farbigen LEDs kann man
natürlich ganz tolle Sachen machen, auch, was die Farbqualität betrifft.
Der Ansteueraufwand vervielfacht sich allerdings, die LEDs müssen
sorgfältig ausgewählt werden. LEDs sind relativ schmalbandige Strahler,
einfach irgendwelche R+G+B-LEDs ist so ähnlich, als wenn man mit dem
Röhrenfernseher die Wohnung beleuchtet - es geht, ist aber nicht
optimal.
7. So, das alles anzusteuern wird dann schon ein größeres Projekt.
Industriell gibt es da noch nicht viel. Ernsthafte Literatur dazu wohl
auch nicht.
8. Das Thema Lichttechnik/Lichtmessung kann locker ein halbes Studium
füllen. Vorschlag: mal auf diversen Webseiten (z. B. hier
http://www.tu-ilmenau.de/lichttechnik/ starten) umsehen und dann
weiterklicken.