Hallo,
ich bin (mal wieder) stiller Mitleser gewesen. Ich finde es immer wieder
mal Interessant was so komische Probleme, wie z.B. die
Goldfisch-Temperierung hier für vielseitige Lösungen zu Tage fördert.
Daher noch mein Erguss:
Auf Temperaturmessung möchtest du ja aus div. Gründen der Ungenauigkeit
(und ich glaube auch einfach um die Sache zu verkomplizieren ;))
verzichten. Ich würde es wohl trotzdem tun.Was spricht aber dagegen das
Wasser um den Temperaturfühler gegen "ideales" zu tauschen? Ich meine
nicht den ganzen Teich, sondern nur eine kleine Menge:
Temperaturfühler mittig in einen Tischtennissball (weiße Oberfläche, gut
zu putzen), bis zur entsprechenden Höhe mit dest. Wasser auffüllen und
dicht zusilikonieren. Das Ding sollte jetzt also an der Oberfläche
schwimmen, und lässt sich geschickt im Teich (abseits der Heizung) über
das Kabel positionieren. Zudem ist der Thermoheimer geschützt vor Wind,
Wetter, Laub und Fischkacke. Wenn noch ein Sonnendach drüber soll/muss
geht ja auch das irgendwie. Z.B. durch ein überragendes Brett vom Ufer
oder (mindestens die obere Hälfte) mit Alufolie bekleben, was sogar von
innen gehen könnte.
Und los gehts mit der Messerei, programmiertechnisch kann mann da
bestimmt noch einiges an Performance holen, außer schalten bei 0°C
(Abkühlrate, Heizung takten, zusätzl. noch Lufttemp., Windmesser oder
Tageszeit mit einrechnen, Temperatur im beheizten Bereich
überwachen...). Mit ein bischen Beobachten und Spielen sollte da deine
"Erfahrung", was das richtige Abstimmen angeht schnell wachsen.
Wie es sich da jetzt mit der Genauigkeit der Bestimmbarkeit ob Eis oder
Suppe verhält: keine Ahnung.
Weitere Spontanidee wäre ein ein (Druckluft-)Magnetventil oder sowas in
der Art. Es schwimmt mit gänzlich offenen! Anschlüssen an der
Oberfläche, läuft also voll Wasser. Bei Frost wird der Schieber schwerer
(Stromaufnahme) bis gar nimmer (meist schon ein Endlagenschalter drin)
gehn. Fischkackfilter noch vor die Anschlüsse! Oder glaub noch besser:
das Ding wieder mit Aqua dest. fluten, Blindstopfen drauf, rein ins
Wasser und ab und zu mal bestromen und beobachten.
Viel Spass noch beim Basteln.
Basti
Die Problematik die zum Nichtmessen der Temperatur geführt hat, lag
nicht in der Unmöglichkeit derselben, sondern an dem fehlenden
Zusammenhang zum Gefrierpunkt. Unterschiedliche chemische
Zusammensetzung.
Dagegen hilft auch keine Messung von "Normwasser". Damit lässt sich
bestenfalls feststellen, wann die Referenz gefriert.
Das "Zeug" in einem Teich hat nun wirklich nichts mit reinem H2O zutun.
also ich würde unten im teich heizen (wie bisher) und direkt darüber
angeordnet, in 20cm Wassertiefe die Wasser-Temperatur messen. Dann die
Temperatur auf etwa +1°C Regeln, und so die Heizleistung sparen. Oben
wurde von 30€ heizkosten pro saison gesprochen. die kann man damit
sicherlich senken. Alles andere ist (sicherlich interessante) spielerei.
Technisch interessant finde ich noch die Variante mit dem Vibrator und
dem Beschleunigungsmesser. Aber ich hab nicht mehr alles gelesen.
...gibt für sowas übrigens auch schwimmende Glocken aus Styropor, welche
die Wasseroberfläche von der Luft abschirmen, und so ein Einfrieren der
bedeckten Wasseroberfläche verhindern...
Hallo,
und wie wäre es mit einem Mikrocalorimenter aus Widerstand und
Temperatursensor?
(Mit Spalt dazwischen)
Zum Beispiel so:
Du misst, wie lange Du heizen musst, um den Temperatursensor auf 1°C zu
bringen.
Bei Temperaturen über 1°C fällt die Messung flach, dürfte aber auch
völlig egal sein.
Unterhalb von 0°C, falls sich Eis dazwischen befindet, verlängert sich
die Zeit dramatisch, wegen der sehr hohen Wärmekapazität durch den
Phasenübergang.
Vlg
Timm
Hi basti,
> Auf Temperaturmessung möchtest du ja aus div. Gründen der Ungenauigkeit> (und ich glaube auch einfach um die Sache zu verkomplizieren ;))> verzichten.
Nö, die Sache mit dem Beschleunigungssensor ist ja gar nicht so
kompliziert. Wichtig ist vor allem die Zuverlässigkeit. Viele andere
Lösungen hören sich zwar auf den ersten Blick einfach an, aber in der
Realität ist bei genauer Überlegung die zuverlässige Umsetzung dann doch
viel komplizierter, als zuerst gedacht.
> Ich würde es wohl trotzdem tun.Was spricht aber dagegen das> Wasser um den Temperaturfühler gegen "ideales" zu tauschen? Ich meine> nicht den ganzen Teich, sondern nur eine kleine Menge:
Wie "amateur" schon geschrieben hat: Das löst doch aber das Problem
nicht?! Die Wassertemperatur kann ich dadurch doch auch nicht genauer
messen. Und ich weiß dadurch auch nicht besser, ob das Wasser nun
gefroren ist oder nicht. Da die Heizung ja nur dann zugeschaltet werden
soll, wenn das Wasser tatsächlich gefriert, ist das mit der Temperatur
so eine Sache. Denn wenn das Wasser durch den Sprudelstein heftig
durchgewirbelt wird, kann die Messumgebung durchaus deutlich unter 0
Grad sein, ohne dass es gefriert (bis zu -5 Grad). Es ist dann gar nicht
mehr möglich, eine präzise Temperaturmessung durchzuführen, die
brauchbaren Aufschluss über die reale Frostgefahr an der
Wasseroberfläche gibt.
Die Sache hat nicht nur akademischen Charakter. Da die Temperaturen sich
bei uns häufig nur knapp unter 0 Grad bewegen, reicht i.d.R. ein
Sprudelstein aus, um den Teich frei zu halten. Wenn ich jedesmal heize,
sobald das Thermometer unter 0 Grad sinkt, ist der Stromverbrauch
unnötig hoch. Wenn ich dies aber nur mache, sobald das Wasser
tatsächlich gefriert, dürfte der Stromverbrauch ganz erheblich sinken.
Und dazu sind auch keine empirischen Daten über Abkühlrate,
Lufttemperatur, Wind oder Tageszeit nötig, weil ich direkt nur die Größe
messe, die wirklich relevant ist. Das ist deutlich einfacher, als alles
andere.
> Weitere Spontanidee wäre ein ein (Druckluft-)Magnetventil oder sowas in> der Art.
Diese Idee ist der mit dem Blutdruckmessgerät und dem Wasserschlauch
sehr ähnlich.
Tschö, Volker
hennin g. schrieb:> Technisch interessant finde ich noch die Variante mit dem Vibrator und> dem Beschleunigungsmesser. Aber ich hab nicht mehr alles gelesen.
Genau diese werde ich bis zur Reife entwickeln. Der Sensor ist schon
fertig gebaut (also Vibrationsmotor inklusive Beschleunigungssensor auf
einer Platine, wasserdicht in eine Filmdose eingebaut mit einem kleinen
Päckchen Silica-Gel zur Sicherheit). Die Test-Messungen sind auch schon
sehr erfolgversprechend durchgeführt (Mess-Diagramme siehe weiter oben).
Mehr dazu schreibe ich demnächst. Ich will vorher noch einige Fotos
machen.
> ...gibt für sowas übrigens auch schwimmende Glocken aus Styropor, welche> die Wasseroberfläche von der Luft abschirmen, und so ein Einfrieren der> bedeckten Wasseroberfläche verhindern...
Ja, sofern es nicht wirklich kalt draußen wird. Ab -5 Grad bringen diese
Dinger gar nix mehr und frieren mit dem Wasser zusammen ein. ;)
Timm Reinisch schrieb:> und wie wäre es mit einem Mikrocalorimenter aus Widerstand und> Temperatursensor?> Unterhalb von 0°C, falls sich Eis dazwischen befindet, verlängert sich> die Zeit dramatisch, wegen der sehr hohen Wärmekapazität durch den> Phasenübergang.
Jaaaaa. Das ist ein sehr guter Ansatz! Aber: Damit die
Umgebungsbedingungen (kalter Wind, Schnee etc.) die Messung nicht zu
sehr beeinflussen, müsste die Anordnung von der Umwelt einigermaßen
abgeschirmt sein. Das bedeutet aber wieder, dass sie keinen guten
Kontakt zum Wasser hat. Und Verunreinigungen zwischen Widerstand und
Sensor könnten auch zum Problem werden...
Peter S. schrieb:> Nochmals die eben gelöschte INFO!!!>> => Widerstand Messen! Wasser leitet im gefrorenen Zustand kein Strom, da> sich die Ionen nicht mehr bewegen können. Falls man noch etwas Strom> misst, dann sind es lediglich die Kriechströme der nassen Eisoberfläche!
Hatte ich hier schon vor einem halben Jahr vorgeschlagen:
Beitrag "Re: Prüfen ob Wasseroberfläche gefroren"
Offenbar ist dem TO diese Lösung zu simpel.
Timm Reinisch schrieb:> Unterhalb von 0°C, falls sich Eis dazwischen befindet, verlängert sich> die Zeit dramatisch, wegen der sehr hohen Wärmekapazität durch den> Phasenübergang.
Wenn das Wasser flüssig ist, hast Du die hohe Wärmekapazität des ganzen
Sees dahinter ...
Wasser kann im Gegensatz zu Eis nämlich fliessen. ;-)
Gruß
Jobst
> Der Sensor ist schon> fertig gebaut (also Vibrationsmotor inklusive Beschleunigungssensor auf> einer Platine, wasserdicht in eine Filmdose eingebaut mit einem kleinen> Päckchen Silica-Gel zur Sicherheit)
und was ist, wenn dein Vibrationsding in einem Wust aus Blättern
festpappt?
Also, das Problem ist, das man die Messung relativ Flächig machen
müsste.
Punktuelle Widerstandsmessungen fallen damit aus.
Zum zweiten soll ja schon eine dünne Eisschicht detektiert werden muss,
denn diese behindert schon den Gasaustausch. Damit fallen alle
Relaisanker oder andere mechanische Systeme raus. Das dünne Eis bietet
keinen ausreichenden, mechanischen Widerstand.
Drittens, es darf am Messort keine Energie ins System eingebracht
werden. Dadurch würde die Messstelle eisfrei bleiben, wären der Teich
schon zugefroren ist.
Damit fallen Piezoresonatoren und Wärmeleitfähigkeitsmessungen aus.
Bliebe im Prinzip nur noch eine optische Lösung über den Brechungs- bzw.
Reflektionsindex. Aber diesen halte ich für recht anfällig.
Ich würde einfach eine kleine Membranpumpe nehmen welche über einen
Sprudelstein Luft und damit Sauerstoff in den Teich pumpt.
Diese könnte man mit einem Temperatursensor verbinden, welcher die Pumpe
ab 0,5°C Oberflächenwassertemperatur einschaltet.
Dazu könnte man noch einen zweiten Temperatursensor einbauen, welcher
die Temperatur am Teichgrund misst. Sollte diese unter 4°C liegen dann
beginnt der Teich durchzufrieren -> Heizung an.
Jobst M. schrieb:> Timm Reinisch schrieb:>> Unterhalb von 0°C, falls sich Eis dazwischen befindet, verlängert sich>> die Zeit dramatisch, wegen der sehr hohen Wärmekapazität durch den>> Phasenübergang.>> Wenn das Wasser flüssig ist, hast Du die hohe Wärmekapazität des ganzen> Sees dahinter ...> Wasser kann im Gegensatz zu Eis nämlich fliessen. ;-)
deswegen habe ich ja auch „Spalt” geschrieben und nicht „Bodensee”.
Das Verschmutzen ist das eigentliche Problem, gerade wenn man die
Anordnung noch mit einem Deckel versieht um die Konvektion abzumildern.
Vlg
Timm
> Zum zweiten soll ja schon eine dünne Eisschicht detektiert werden muss,> denn diese behindert schon den Gasaustausch.
Na und?
Meine Fische und Frösche haben schon einige Winter unter 20cm Eis
überlebt.
Man sieht sogar machmal Frösche unter den Eis schwimmen.
Wie haben Fische in den letzten paar millionen Jahren überlebt?
Axel
Düsendieb schrieb:> Wie haben Fische in den letzten paar millionen Jahren überlebt?
Wär in nördlichen Breiten schwieriger gewesen, wären sie nur auf flache
Pfützen angewiesen gewesen. Manche Seen sind jedoch etwas tiefer als das
Steinhuder Meer.
Frank M. schrieb:> Hatte ich hier schon vor einem halben Jahr vorgeschlagen:>> Beitrag "Re: Prüfen ob Wasseroberfläche gefroren">> Offenbar ist dem TO diese Lösung zu simpel.
Dann setz diese Lösung mal draußen in einem Teich zuverlässig um! Du
wirst feststellen, dass sie alles andere als simpel ist, wenn im Laufe
der Zeit Korrosion und vor allem Verunreinigungen deine Messung
zunehmend verfälschen...
nick schrieb:> und was ist, wenn dein Vibrationsding in einem Wust aus Blättern> festpappt?
So ein Wust (= Stapel) von Blättern liegt auf einem Teich nicht.
Allenfalls die Oberfläche ist flach bedeckt. Da die Dose aber einige
Zentimeter ins Wasser eintaucht und oben einige Zentimeter herausschaut,
ist das überhaupt kein Problem. Die vibriert auch noch gut, wenn Blätter
drauf liegen, sofern das Wasser flüssig ist.
Hauke Sattler schrieb:> Drittens, es darf am Messort keine Energie ins System eingebracht> werden. Dadurch würde die Messstelle eisfrei bleiben, wären der Teich> schon zugefroren ist.
Das wäre kein Problem. Solange eine Stelle frei ist, ist alles
wunderbar. Durch Konvektion wird das sauerstoffreiche Wasser schnell im
ganzen See verteilt. Außerdem bewegen sich die Fische dann in die Nähe
dieses Lochs. Ganz blöde sind sie nicht ;-). Das funktioniert sogar bei
Fischteichen, die mehrere hundert Meter breit sind. Ein "Entenloch" von
5 Meter Durchmesser reicht für den ganzen Riesenteich. Das erklärt auch
die Frage von Düsendieb, wie Fische in unseren Breiten überlebt haben.
Es geht nur darum festzustellen, dass die Oberfläche komplett und dicht
einige Millimeter zugefroren ist. Dann muss der Heizer so lange laufen,
bis wieder ein Loch im Eis vorhanden ist.
Hab nicht alles gelesen, aber hat schon jemand vorgeschlagen zu prüfen
ob an der Oberfläche eine Welle entstehen kann? Ne Art Stimmgabel ins
Wasser, erregen und Dämpfungszeit, Erregerenergie (Resonanzfrequenz) o.
ä. messen.
Teile z.b. E-Magneten zum Erregen DMS als Sensor und nem µC zum steuern
Kann alle halbe Stunde laufen, ist klein kompakt, ohne "bewegliche"
Teile und als Versorgung reicht eine Solarzelle. Blätter machen auch
nichts aus (wenn die Frequenz tief genug ist) und vielleicht kann man
einen feinen Eisfilm durch Amplitudenerhöhung sogar aufbrechen.
Nach überfliegen der Beiträge kann ich mir meinen Ansatz nicht
verkneifen
Die verpönte Temperaturmessung in dem Moment in dem das Wasser gefriert
wird Energie frei die ist sehr deutlich an dem Temparaturverlauf zu
sehen
blau = soll rot = ist grün =Abweichung *10
viel Spaß
Der Rächer der Transistormorde schrieb:> Hab nicht alles gelesen, aber hat schon jemand vorgeschlagen zu prüfen> ob an der Oberfläche eine Welle entstehen kann?>> Kann alle halbe Stunde laufen, ist klein kompakt, ohne "bewegliche"> Teile und als Versorgung reicht eine Solarzelle. Blätter machen auch> nichts aus (wenn die Frequenz tief genug ist) und vielleicht kann man> einen feinen Eisfilm durch Amplitudenerhöhung sogar aufbrechen.
Genau das ist ja die Lösung, für die ich mich damals entschieden hatte.
Und zwar aus genau den Gründen, die du angeführt hast. :-) Allerdings
nehme ich als Erreger keinen Elektromagneten, sondern einen
Vibrationsmotor aus einem Handy und als Sensor einen
Beschleunigungssensor von Bosch Sensortec. Du darfst aber für dich in
Anspruch nehmen, von ganz allein auf die (meiner Ansicht nach) beste und
zuverlässigste Lösung gekommen zu sein, die sich nach über 200 Messages
in diesem Thread herauskristallisierte! :)
ehrfurchtsvoll verneig :o)
Osner schrieb:> Die verpönte Temperaturmessung in dem Moment in dem das Wasser gefriert> wird Energie frei die ist sehr deutlich an dem Temparaturverlauf zu> sehen
Du hättest deinem Anhang aber ruhig mal die Extension ".png" spendieren
können ;-)
Die Frage ist nur, wie man die Temperatur der Wasseroberfläche
zuverlässig messen will! Die Kristallisationswärme wird ja sofort in die
unter dem Eis liegenden Wasserschichten und in die (kalte) Luft
abgeführt. Wie hast du deine Messkurve aufgenommen? Sicher nicht draußen
auf einem Teich, oder?
Nun habe ich hier ne Menge gelesen und dadurch lerne ich immer sehr
viel.
Nun habe ich einen Artikel gefunden, der das Ganze hier in Frage stellt,
weil das Eis, so der Beitrag, auch die Fische schützt.
Aber ganz anders als hier philosophiert wird, steht in diesem Artikel,
dass man sehr wohl von der Wassertemperatur ableiten kann, wann das
Wasser gefriert.Dem zu Folge müsste folgende Aussage stimmen: Habe ich
also Minusgerade oberhalb der Wasserfläche und eine Wassertemperatur von
unter vier Grad, dann wird sich Eis auf der Wasseroberfläche bilden. Ob
das stimmt, entscheidet selbst (oder messt das nach).
Sollte der Teich tief genug sein, dann ist es sicher besser (und wärmer)
für die Fische, den Teich einfrieren zu lassen.
Die Natur braucht uns und unsere Heizer nicht.:-)
Hier der Artikel:
Da das Wasser sich wesentlich langsamer erwärmt oder abkühlt als die
Luft, kann man die Temperaturentwicklung an der Oberfläche von ruhigen
Seen relativ gut mit der Mitteltemperatur des Tages (Abb. 2) abschätzen.
Sobald diese unter den Gefrierpunkt rutscht, sieht man die ersten dünnen
Eisschollen auf der Wasseroberfläche, und kurz danach zeigt sich der See
mit einer Eisschicht bedeckt.
Kinder stellen sich zugefrorene Seen dabei häufig wie einen Eiswürfel
vor. In Comics und Zeichentrickfilmen holt dann jemand diesen Block in
Seeform heraus, und in ihm befinden sich die eingefrorenen Fische.
Wasser ist anders
Die Wirklichkeit sieht selbstverständlich ganz anders aus. Die Flora und
Fauna in winterlichen Seen verdanken ihr Überleben dabei einer
speziellen Eigenschaft, der Anomalie des Wassers.
Während sich normalerweise alle Gegenstände immer weiter zusammenziehen,
wenn sie sich abkühlen, gibt es bei Wasser einen Punkt mit der größten
Dichte, der etwa bei 4°C liegt. Bei dieser Temperatur sind also die
meisten Wassermoleküle pro Kubikmeter vorzufinden. Wird das Wasser
wärmer oder eben auch kälter, so dehnt es sich wieder aus.
Das Wasser, das kälter als 4°C ist, wird dadurch also zur Oberfläche
aufsteigen, da es leichter ist. An der Oberfläche kühlt es dann mit der
noch niedrigeren Lufttemperatur aus, bei Minusgraden bilden sich die
ersten Eisschollen. Diese sind noch etwas leichter als das flüssige
Wasser, da die Moleküle nun einen größeren Abstand voneinander haben.
Damit schwimmt das Eis immer oben und bildet dann einen Panzer aus.
Eis schützt
Diese Eisschicht dient in erster Linie den Fischen und Pflanzen im See,
denn es bildet eine hervorragende Isolation. An der Unterseite der
Eisfläche herrscht dabei stets die Gleichgewichtstemperatur von 0°C,
unabhängig von der Außentemperatur. Die isolierende Eigenschaft ist
dabei so gut, dass ein Eispanzer nie dicker als 75 Zentimeter werden
kann.
Darunter steigt die Temperatur des Wassers mit zunehmender Tiefe wieder
an, bis es aufgrund des Eigendrucks am Grund des Sees seine geringste
Dichte erreicht, womit wir wieder bei +4°C wären. Eine Temperatur, bei
der sich Fische, aber auch Molche, Würmer und Schnecken sowie Pflanzen
wohl fühlen. Gleichzeitig sorgt die Lichtdurchlässigkeit des Eises
dafür, dass bei der Seeflora weiterhin Photosynthese betrieben werden
kann, die für den Stoffwechsel der Pflanzen und den Sauerstoffgehalt im
Wasser wichtig ist.
Läubi .. schrieb:> Hab ich mal korrigiert.
Herzlichen Dank!
Und so am Rande (und auch weil bald Weihnachten ist ;), ein ganz
allgemeiner Dank an die ehrenamtlichen Moderatoren, die sich wirklich
aufopferungsvolle Mühe geben, um die Threads hier lesenswert zu halten!
In einem Forum, das jedem Gast Schreibzugriff erlaubt, ist das eine hoch
anerkennenswerte (Sisyphos-)Arbeit. Das microcontroller.net erlaubt sich
damit einen wahren Luxus in der heutigen Zeit, in der einerseits viel
hanebüchener Mist geschrieben wird, andererseits aber auch häufig
ungerechtfertigte Zensur und Einschränkung von Meinungsfreiheit
betrieben wird. Daher weiterhin ein glückliches Händchen bei der
Putzarbeit! :-) (und seitens der Teilnehmer etwas Achtung vor der
Arbeit, die hier geleistet wird)
Volker U. schrieb:> Läubi .. schrieb:>> Hab ich mal korrigiert.>> Herzlichen Dank!>> Und so am Rande (und auch weil bald Weihnachten ist ;), ein ganz> allgemeiner Dank an die ehrenamtlichen Moderatoren, die sich wirklich> aufopferungsvolle Mühe geben, um die Threads hier lesenswert zu halten!> In einem Forum, das jedem Gast Schreibzugriff erlaubt, ist das eine hoch> anerkennenswerte (Sisyphos-)Arbeit. Das microcontroller.net erlaubt sich> damit einen wahren Luxus in der heutigen Zeit, in der einerseits viel> hanebüchener Mist geschrieben wird, andererseits aber auch häufig> ungerechtfertigte Zensur und Einschränkung von Meinungsfreiheit> betrieben wird. Daher weiterhin ein glückliches Händchen bei der> Putzarbeit! :-) (und seitens der Teilnehmer etwas Achtung vor der> Arbeit, die hier geleistet wird)
Möchte mich hier dem Volker anschließen. Herzlichen Dank, an alle
Moderatoren und auch alle die mir, sowohl mit positiver, als auch mit
negativer Kritik immer wieder Impulse geben.
Dieser Beitrag hat mir auch wieder sehr viel Spaß, Wissen und einen
Blick in andere Köpfe gewährt.
Ganz toll!!!
Frank O. schrieb:> Nun habe ich einen Artikel gefunden, der das Ganze hier in Frage stellt,> weil das Eis, so der Beitrag, auch die Fische schützt.
Tja! :-) Erstmal vielen Dank für den Artikel und die Denkanregung!
Dieser Artikel stimmt vermutlich unter gewissen Bedingungen, aber auch
nicht immer. Wenn ich nämlich sehe, wie viele tote Fische oft im
Frühjahr am Maschsee in Hannover ans Ufer geschwemmt werden, traue ich
dem Frieden nicht so ganz. Der friert nämlich im Winter oft über Wochen
komplett zu und es werden wegen der Schlittschuhläufer keine Löcher frei
gehalten. Somit können auch die Fäulnisgase nicht entweichen. Die Fische
müssen also gar nicht mal ersticken, eventuell werden sie schlichtweg
vergiftet. Und der See ist ziemlich groß und auch einigermaßen tief.
Anderes Beispiel: Hier bei uns in der Nachbarschaft befinden sich im
Park einige größere Teiche. Einer davon wird als Angelteich vom
Anglerverein betrieben. Wenn es über längere Zeit scharfen Frost gibt,
so dass die Enten es nicht mehr schaffen, ein Loch frei zu halten, macht
der Anglerverein einen gewaltigen Aufwand: Entweder werden riesige
Eisbrocken an einem Teichufer entnommen und auf die Böschung geworfen,
um ein Loch zu schaffen (die liegen da manchmal noch bis April) oder der
Verein setzt eine gewaltige Pumpe ein, die Wasser vom Grund zur
Oberfläche pumpt. Das sieht dann aus, wie eine unterirdische Quelle.
Ich glaube nicht, dass der Verein so ein Trara machen würde, wenn das
Eis auf der Oberfläche unproblematisch wäre.
Hinzu kommt meine persönliche Erfahrung: Mir sind alle Fische mal in
einem Winter erfroren. Der Teich war dabei nicht bis zum Grund
durchgefroren (er ist etwa 1,5 m tief), sondern nur etwa 30 cm. Das hat
schon gereicht. Seitdem habe ich den Heizer. Es mag sein, dass es bei
sehr großen und tiefen Seen unproblematisch ist für die Fische. An den
Kiesteichen, die bis zu 15 m tief sind, wird auch kein Loch gebrochen.
Aber Seen, die weniger als 3 Meter tief oder auch kleiner sind, müssen
m.E. unter ganz anderen Aspekten bewertet werden.
Und das ist nicht nur eine "Philosophie", sondern leidvolle Erfahrung.
:-/
Volker U. schrieb:> Und das ist nicht nur eine "Philosophie", sondern leidvolle Erfahrung.> :-/>>>> Beitrag melden Bearbeiten Löschen Markierten Text zitieren Antwort Antwort
mit Zitat
Gut zu wissen. Danke!
Ihr könnt euch die Überlegungen sparen, er setzt einfach so eine kleine
Blubberpumpe ein und seine Fische werden es ihm danken, die brauchen den
Sauerstoff dringender als die Wärme.
Die Fische verkriechen sich zwar im Schlamm, aber der Schlamm braucht
auch wieder Sauerstoff weil die Bakterien, Einzeller und vielen anderen
kleinen Organismen auch atmen wollen ... und auch etwas Wärme
produzieren.
Bei mir war der Teich aber mal vollständig zugefroren (es war lange Zeit
unter -15°C und teilweise auch -25°C) und die Luftpumpe konnte keine
zusätzliche Luft mehr in den Teich hinein pumpen, nur durch ein Loch
hätte man die vorhandene Luft unter der Wasseroberfläche ablassen
können, aber das ist eh wieder schnell zugefroren.
Also wenn es ganz kalt ist hilft wirklich nur eine Wärmequelle.
Wie ist eigentlich die Idee nur einen kleinen Teil, sagen wir mal ein
langes Rohr auf einer Platte, wo am oberen Ende innen ein Heizer
(vielleicht ein Selbstbau) ist und der dann ab vier Grad
Wassertemperatur heizt?
Das Rohr könnte Löcher rings um haben, sodass hier ein Austausch des
Wassers auch noch statt findet.
Würde damit nicht auch die erforderliche Heizleistung sinken und käme es
dann somit nicht mehr drauf an ganz exakt bei Eis zu heizen?
Jetzt sind die Bedingungen für Eis doch erfüllt. Hat das schon mal
jemand in seinem Teich gemessen, ob das mit den vier Grad stimmt?
Wie ich mich jetzt erinnere, war ich schon bei vier Grad
Wassertemperatur surfen, aber ganz sicher nicht auf dem Eis.
Deshalb glaub ich da auch eher den Vorrednern als dem Artikel, den ich
im Netz fand und hier mit einstellte.
Würde mich wirklich interessieren wie das am Ende ausgeht und ob es da
ne richtig gute Lösung für gibt.
zum fischsterben:
vom angeln her kenn ich noch das was dort:
http://de.wikipedia.org/wiki/%C3%96kosystem_See#Zirkulation
beschrieben ist.
Ich glaub der Unterschied ist, zwischen nährstoffarmen und
nährstoffreichen Seen. In Nährstoffreichen Seen gibt es wesentlich mehr
Zersetzungsprozesse und eher eine Sauerstoffarmut --> wird wohl beim
Maschsee so sein, der ist meiner Ansicht prädestiniert dafür.
Und ein Gartenteich wird wohl auch eher nährstoffreich sein.
Nährstoffarm sind die meisten natürlichen Gewässer, z.B. der Arendsee
oder noch besser der Große Stechlinsee.
B.A. schrieb:> Bei mir war der Teich aber mal vollständig zugefroren (es war lange Zeit> unter -15°C und teilweise auch -25°C) und die Luftpumpe konnte keine> zusätzliche Luft mehr in den Teich hinein pumpen, nur durch ein Loch> hätte man die vorhandene Luft unter der Wasseroberfläche ablassen> können, aber das ist eh wieder schnell zugefroren.
Wieso kann die Pumpe keine Luft mehr in den Teich pumpen? Eine 30 cm
dicke Eisschicht erzeugt ein Druck von 3 kN/m2 das sind 0,03 bar. Denkst
du den Überdruck schaft deine Pumpe nicht? Dann würde sie bei 1,5 m
Wassertiefe auch keine Blubbel-Blasen machen, dazu braucht sie nämlich
0,15 bar. Die Pumpe drückt auch bei zugefrorener Oberfläche Luft in den
Teich. Diese sammelt sich zwischen Wasseroberfläche und Eisschicht.
Irgendwann wenn der Druck groß genug ist, bricht das Eis an einer Stelle
und die Luft kann entweichen. Bei 6 m Teichdurchmesser entsteht bei 0,05
bar Überdruck eine Kraft von 140 kN = 14 t. Die Kraft sucht sich dan
schon die Stelle mit dem geringsten Widerstand.
B.A. schrieb:> Ihr könnt euch die Überlegungen sparen, [..]
Perfekt! Dieser Beitrag fasst den ganzen Sachverhalt kurz und m.E. 100%
korrekt zusammen :-)
Frank O. schrieb:> Wie ist eigentlich die Idee nur einen kleinen Teil, sagen wir mal ein> langes Rohr auf einer Platte, wo am oberen Ende innen ein Heizer> (vielleicht ein Selbstbau) ist und der dann ab vier Grad> Wassertemperatur heizt?> Das Rohr könnte Löcher rings um haben, sodass hier ein Austausch des> Wassers auch noch statt findet.> Würde damit nicht auch die erforderliche Heizleistung sinken und käme es> dann somit nicht mehr drauf an ganz exakt bei Eis zu heizen?
Nun, der Heizer braucht ja immer die selbe Leistung, egal wie die
Umgebungstemperatur ist. Falls du Heizenergie im Rohr speichern willst,
so geht dies zwar, aber um eine umweltabhängige Taktung des Heizers
kommst du dann trotzdem nicht herum.
> Jetzt sind die Bedingungen für Eis doch erfüllt. Hat das schon mal> jemand in seinem Teich gemessen, ob das mit den vier Grad stimmt?
Also das stimmt bei destilliertem Wasser, wenn der Teich sehr tief ist
und die Temperaturen nicht extrem niedrig sind, weil Wasser bei 4 Grad
die geringste Dichte hat und daher ganz nach unten sinkt. Im Atlantik
stimmt das z.B. ;-). Generell kann man das aber nicht sagen.
> Würde mich wirklich interessieren wie das am Ende ausgeht und ob es da> ne richtig gute Lösung für gibt.
Da bin ich auch gespannt. Eventuell ist die sehr einfache Lösung auch
brauchbar, die jemand weiter oben vorschlug: Wenn die Wassertemperatur
am Boden des Teiches unter 4 Grad sinkt, besteht Frostgefahr, weil dann
die Wärmekapazität des Teiches quasi "erschöpft" ist und man sollte
heizen. Ich kann nicht alles ausprobieren! Vielleicht erbarmt sich ja
jemand, auch einige andere Lösungen in seinem Teich zu testen?!
Thomas M schrieb:> Ich glaub der Unterschied ist, zwischen nährstoffarmen und> nährstoffreichen Seen. In Nährstoffreichen Seen gibt es wesentlich mehr> Zersetzungsprozesse und eher eine Sauerstoffarmut
Genau! Sehr gut! Das hört sich höchst plausibel an. In nährstoffreichen
Teichen sollte man also Luft einsprudeln oder eine Umwälzpumpe
einsetzen.
Karl schrieb:> Bei 6 m Teichdurchmesser entsteht bei 0,05> bar Überdruck eine Kraft von 140 kN = 14 t. Die Kraft sucht sich dan> schon die Stelle mit dem geringsten Widerstand.
Sofern der Teich durch die Umwälzung nicht so weit abkühlt, dass er
sich einfach komplett in einen Eisklumpen verwandelt ;)
Frank O. schrieb:
Vielen Dank für diesen Artikel, Frank. Auf jeden Fall eine interessante
Sichtweise und vermutlich im Grossteil der natürlichen und künstlichen
Seen so haltbar. Aber:
> Die isolierende Eigenschaft ist> dabei so gut, dass ein Eispanzer nie dicker als 75 Zentimeter werden> kann
Volker und ich haben eben nur einen kleinen Teich mit bei mir nur ca.
60-70cm Tiefe (bei mir ist es diese nierentischförmige Kunststoffwanne)
Da funktioniert dieser Mechanismus höchstens teilweise. Gut, meine
Fische sind ein Beweis, das irgend etwas den Teich davon abhalten muss,
komplett zuzufrieren (oder meine Fische sind Kryospezialisten), aber
Volker hat dadurch schon einige Fische verloren.
B.A. schrieb:> Ihr könnt euch die Überlegungen sparen, er setzt einfach so eine kleine> Blubberpumpe ein und seine Fische werden es ihm danken, die brauchen den> Sauerstoff dringender als die Wärme.
Du kommst einige Jahre zu spät - das ist genau das was ich mache und
schon vor einiger Zeit gepostet hatte. Heizung gibts bei mir nicht.
Frank O. schrieb:> Wie ich mich jetzt erinnere, war ich schon bei vier Grad> Wassertemperatur surfen, aber ganz sicher nicht auf dem Eis.
Das lag wohl an der Dichteanomalie des Wassers. Bei etwa 4° ist die
Dichte von reinem Wasser (nicht Meerwasser) am größten, d.h. wenn es
beim Surfen an der Wasseroberfläche 4° sind, kannst du sicher sein, dass
es kein Eis unter dir gibt. Wenn du am Boden eines Sees bist und 4°
Wassertemperatur mißt, kann es an der Oberfläche sowohl wärmer als auch
kälter (und vereist) sein.
Leider besitze ich kein Eigentum mehr, sonst würde ich da einen Teich
anlegen und das nur um da selbst zu messen.
Ich hoffe es finden sich hier einige, die sich abstimmen und dann
gemeinsam Messungen anstellen.
Ich finde das ist ein überaus spannendes Thema.
Ja Volker, vielleicht findet jemande den "Fischer Dübel" (Prof. Fischer
ist deshalb mein großes Vorbild) für dieses Problem.
Frank O. schrieb:> Ja Volker, vielleicht findet jemande den "Fischer Dübel" (Prof. Fischer> ist deshalb mein großes Vorbild) für dieses Problem.
Genau! Und dann lassen wir uns den gemeinsam patentieren! :-) Ich las
heute in der Zeitung, dass das europäische Patentrecht gerade geändert
wurde. Eine Patentanmeldung für alle EU-Länder (mit Ausnahme von Italien
und Spanien, die nicht mitmachen wollen), kostet demnächst "nur" noch
5000 Euro. Gegenüber 36.000 vorher.
Damit wird es auch wieder möglich, dass kluge, private Tüftler ein
Patent anmelden können. Dies war in den letzten Jahren ja leider
unmöglich geworden, weshalb die privaten Erfinder in Europa nahezu keine
Patente mehr angemeldet haben - nur noch Unternehmen.
In den USA kostet ein Patent 2000 Euro und in China 600 Euro. D.h.
Europa ist immer noch viel zu teuer! Preiswerte Patente fördern
Erfindergeist und Kreativität und auch den Wirtschaftsstandort. Ich habe
da eine deutlich andere Meinung als diejenigen, die immer schreien
"Gedanken sind frei!" und am liebsten jedes Patentrecht bzw. Recht auf
geistiges Eigentum abschaffen wollen. Ohne dieses Recht hat auch niemand
mehr Lust, zu tüfteln und sich Mühe zu machen. Der Extremfall wäre dann,
dass ein Hartz-IV-Empfänger eine tolle Idee hat, sie bekannt macht und
ein Unternehmen damit Milliarden scheffelt, während der "Hartzer" weiter
zum Amt gehen muss und arm stirbt.
Hallo,
bin zufällig hier drauf gestoßen, und weis nicht, ob das noch aktuell
ist. Habe so etwas mal gebastelt. Und zwar:
Wenn Wasser gefroren ist, dann ist ein Schwimmkörper logischerweise auch
eingefroren und kann nicht bewegt werden. Also habe ich einen kleinen
Styroporblock mit dem Anker von einem Relais (Gummiband)verbunden. Wenn
ich das Relais ansteuere, dann wird der Styroporblock bewegt und
schaltet einen Mikroschalter, oder bei gefrorenem Wasser eben nicht.
Funktioniert schon seit Jahren einwandfrei
Ich bin ja auch sehr für Technik und baue gern alles mögliche.
Aber ich frage mich ernsthaft, ob es wirklich so schwer ist, die Fische
einfach im Keller zu überwintern?! Ich kenne da einige Leute mit
Fischteich im Garten, die machen das alle genau so. Großer Bottich im
Keller - Fertisch!
Ist der Volker vielleicht einer von der gaaaaanz langsamen Sorte, so
dass ihm die Fische eine Nase drehen und um den Kescher Polka tanzen,
oder sieht er wie mancher Technik-affine nur den sprichwörtlichen Wald
vor lauter Bäumen nicht mehr.
Fragen über Fragen ... :-/
Thomas Wondrak schrieb:> Also habe ich einen kleinen> Styroporblock mit dem Anker von einem Relais (Gummiband)verbunden.
Ein normales Gummiband ist das aber bestimmt nicht. :) Normale
Gummibänder lösen sich nach einiger Zeit auf und werden spröde/rissig,
insbesondere wenn sie unter Umweltbedingungen lagern ;).
> Wenn> ich das Relais ansteuere, dann wird der Styroporblock bewegt und> schaltet einen Mikroschalter, oder bei gefrorenem Wasser eben nicht.> Funktioniert schon seit Jahren einwandfrei
Ähm, das hört sich aber nach einer mechanisch recht anfälligen
Konstruktion an. Kannst du mal ein Foto davon machen? Mikroschalter am
oder im Wasser? Und draußen im Freien wird die Konstruktion sicher auch
nicht betrieben...
Michael L. schrieb:> Aber ich frage mich ernsthaft, ob es wirklich so schwer ist, die Fische> einfach im Keller zu überwintern?!
Wenn man keinen Keller hat schon. Nicht jeder hat irgendwo Platz für
einen großen Wasserbottich. Und auch nicht jeder möchte mit dem Kescher
in einem Teich auf Fischjagd gehen, in dem sich Seerosen, Pflanzkübel
und Schlamm befinden, zwischen denen und in dem sich die Fische
verstecken. Ganz abgesehen von dem extremen Stress, dem man die Fische
durch die Jagd und das jährlich zweimalige Umquartieren aussetzt. Das
ist mit Sicherheit die schlechteste Lösung für die Fische.
Das mag vielleicht in einem winzigen Teich funktionieren, in dem kaum
Pflanzen sind, der keinen Bodensatz hat und halbwegs klares Wasser, so
dass die Fische sich nirgends verstecken können. So ein Teich ist aber
in keiner Weise artgerecht.
Die beste Lösung bis ca. -8 Grad ist der von Matze (Matthias Sch.)
vorgeschlagene Luftsprudler. Der hält den Teich mit wenig Aufwand und
geringen Stromkosten gut frei. Ab etwa -10 Grad muss man zuheizen. Aber
so kalt wird es ja nicht lang im Jahr.
Volker U. schrieb:> Das mag vielleicht in einem winzigen Teich funktionieren, in dem kaum> Pflanzen sind, der keinen Bodensatz hat und halbwegs klares Wasser, so> dass die Fische sich nirgends verstecken können.
Keine Chance hier. Mein Teich ist zwar recht klein, aber viele Fische
auch. Ich würde niemals alle Fische erwischen und die übriggebliebenen
haben dann neben der Kälte auch noch mit der Einsamkeit zu kämpfen.
Einige der Tierchen haben auch Tarnfarben (nicht alle meine Goldfische
sind goldig) und deswegen schwer zu entdecken. Einen Keller habe ich
hier auch gar nicht, und Fischgeruch im Wohnzimmer will ich nicht.
Volker U. schrieb:> Ab etwa -10 Grad muss man zuheizen. Aber> so kalt wird es ja nicht lang im Jahr.
Bisher war es hier ja recht mild und erst heute ists mit -7°C recht
frisch. Bisher hat der Sprudler gut funktioniert, schaun mer mal.
Volker U. schrieb:> Ähm, das hört sich aber nach einer mechanisch recht anfälligen> Konstruktion an. Kannst du mal ein Foto davon machen? Mikroschalter am> oder im Wasser?
Soll aber schon eine ganze Weile laufen - für mich hört sich das nach '2
Fliegen mit einer Klappe' an. Der Block bewegt ja auch das Wasser und
verhindert so in der ersten Zeit noch das Einfrieren. Ein Relais mit
einen guten Hub stell ich mir schon als ganz geeignet vor.
Matthias Sch. schrieb:> Keine Chance hier. Mein Teich ist zwar recht klein, aber viele Fische> auch. Ich würde niemals alle Fische erwischen und die übriggebliebenen> haben dann neben der Kälte auch noch mit der Einsamkeit zu kämpfen.
Die würden den Winter vermutlich kaum überleben, wenn der Teich dann
wochenlang zugefroren ist.
> Einen Keller habe ich> hier auch gar nicht, und Fischgeruch im Wohnzimmer will ich nicht.
Ich halte das auch für eine ausgemachte Schnapsidee. Der Aufwand, die
Tiere alle in dem trüben Tümpel zu fangen und dann auch noch in einem
Wasserbottich, der monatelang rumsteht zu überwintern, um sie dann
hinterher wieder umzuquartieren, ist um ein vielfaches größer, als
einen Luftsprudler oder einen Heizer in den Teich zu hängen.
Über meine Vibrator-Konstruktion kann man sich gerne streiten. Aber
schließlich ging es ja auch um den intellektuellen Reiz, eine
praktikable und einfache Lösung für das grundsätzliche Problem
"Eisbildung" zu finden, weshalb der Thread ja auch "Prüfen ob
Wasseroberfläche gefroren" und nicht "Wie überwintere ich meine Fische"
heißt. Und wenn man die Lösung nicht nur einmal, sondern in Serie bauen
würde, wäre sie auch gar nicht mehr so aufwändig.
> Bisher war es hier ja recht mild und erst heute ists mit -7°C recht> frisch. Bisher hat der Sprudler gut funktioniert, schaun mer mal.
Ich habe deinen Vorschlag ja auch umgesetzt und sprudle schon einige
Tage vor mich hin ;-). Das Teil hält trotz der -7 Grad bisher etwa 30%
der Wasseroberfläche frei. Ein super Ergebnis! Und für deinen Rat bin
ich dir echt sehr dankbar! Wenn du mal nach Hannover kommst, kriegste
ein Bier :-). Ich werde morgen mal ein Foto vom halb zugefrorenen Teich
machen. Ein schöner Unterschied zum Foto weiter oben, das ich im letzten
Juni gemacht habe :).
> Soll aber schon eine ganze Weile laufen - für mich hört sich das nach '2> Fliegen mit einer Klappe' an. Der Block bewegt ja auch das Wasser und> verhindert so in der ersten Zeit noch das Einfrieren. Ein Relais mit> einen guten Hub stell ich mir schon als ganz geeignet vor.
Also ich traue der Konstruktion nicht. Deshalb würde ich sie sehr gern
zumindest mal auf einem Foto sehen. Das Relais, als auch der
Mikroschalter müssen nah über der Wasseroberfläche sein. Es lässt sich
nicht vermeiden, dass sie von unten (Teich) als auch von oben (Regen)
Wasser abbekommen. Wie lange halten ein Relais und ein Mikroschalter,
die immer wieder feucht werden? Ich wage keine Prognose ;).
Volker U. schrieb:> Michael L. schrieb:>> Aber ich frage mich ernsthaft, ob es wirklich so schwer ist, die Fische>> einfach im Keller zu überwintern?!>> Wenn man keinen Keller hat schon.
Haus ohne Keller ist doch Mist.
> Und auch nicht jeder möchte mit dem Kescher> in einem Teich auf Fischjagd gehen, in dem sich Seerosen, Pflanzkübel> und Schlamm befinden, zwischen denen und in dem sich die Fische> verstecken. Ganz abgesehen von dem extremen Stress, dem man die Fische> durch die Jagd und das jährlich zweimalige Umquartieren aussetzt. Das> ist mit Sicherheit die schlechteste Lösung für die Fische.
Ich bin ganz bestimmt kein Tierqäuler, aber man kanns' auch übertreiben.
Demnächst sollen unsere Haustiere noch bei der Bundestagswahl mit
abstimmen ...
> Das mag vielleicht in einem winzigen Teich funktionieren, in dem kaum> Pflanzen sind, der keinen Bodensatz hat und halbwegs klares Wasser, so> dass die Fische sich nirgends verstecken können. So ein Teich ist aber> in keiner Weise artgerecht.
Die logische Konsequenz wäre artgerecht erfrieren.
Sorry, ich hatte heute Clown zum Nachtisch. ;-)
Michael L. schrieb:> Haus ohne Keller ist doch Mist.
Dü würdest dich wundern, wie viele Häuser, die seit den 70er Jahren
gebaut wurden, keinen Keller mehr haben oder nur einen Kriechkeller.
Besonders bei Flachdach- und Reihenhäusern ist Unterkellerung schon
lange nicht mehr üblich, weil viel zu teuer und meist kaum genutzt.
Heutzutage gibts ja Kühlschränke ;-).
> Ich bin ganz bestimmt kein Tierqäuler, aber man kanns' auch übertreiben.> Demnächst sollen unsere Haustiere noch bei der Bundestagswahl mit> abstimmen ...
Also Fische mit dem Kescher zu fangen, ist für diese bestimmt eine ganz
schöne Quälerei! Ganz abgesehen davon, dass es auch für dich eine
ziemliche Quälerei ist, wenn dein Teich einigermaßen zugewachsen ist,
wie es für einen Naturteich üblich ist. Deinen Vorschlag, auch Fische
bei der Wahl abstimmen zu lassen, teile ich! Das Ergebnis kann dadurch
im Endeffekt nicht mehr schlimmer werden. Allerdings müssten sich dann
auch Fische zum Bundeskanzler aufstellen lassen dürfen, wo ich dann
wieder Probleme sehe, weil wir im Bundestag Teiche ausheben müssten. :-p
> Die logische Konsequenz wäre artgerecht erfrieren.
Was bei einem entsprechend großen Teich auch kein Problem wäre. Nur
haben die wenigsten hinter ihrem Haus einen Naturpark mit See.
Düsendieb schrieb:>> Zum zweiten soll ja schon eine dünne Eisschicht detektiert werden muss,>> denn diese behindert schon den Gasaustausch.>> Na und?>> Meine Fische und Frösche haben schon einige Winter unter 20cm Eis> überlebt.> Man sieht sogar machmal Frösche unter den Eis schwimmen.>> Wie haben Fische in den letzten paar millionen Jahren überlebt?>
In kleinen "Teichen" geht den Fischen nach einigen Tagen der Sauerstoff
aus.
Eine andere interessante Idee ist die Messung der Dichte des Wassers,
Stichworte "Dichteanomalie". Bei freiem Teich ist die
Temperaturschichtung von oben nach unten abnehmend. Friert der Teich zu,
ist unter der Eisschicht ziemlich genau 0°C, die sich bis zum Boden dann
auf ca. 4°C erhöhen. Die Lösung wäre also ein Pärchen zueinander
passender Temperatursensoren in unterschiedlicher Höhe. Ich habs
allerdings noch nicht ausprobiert!
Die Fische ruhen in dieser 4°C Temperaturzone am Boden ohne groß Nahrung
aufzunehmen oder sich zu bewegen.
Frank O. schrieb:> Hat denn jetzt schon mal jemand gemessen?
Nö, aber ich hab mal ein Bild meines Teiches angehängt. Aussentemperatur
-5°C. Im hinteren Teil sieht man schön die Blubberblasen des Sprudlers
und die freigehaltene Fläche. Von Fischen keine Spur :-)
Wie schööööön!!! Und was für ein Unterschied zum Sommer!
Oben mal mein aktuelles Teichbild. Der Sprudler sitzt vorne und hält
etwa genauso viel Fläche frei, wie bei dir. Also etwa 80 cm breit und
etwa 120 cm lang. Wo es die Nächte über deutlich kälter war (-7 Grad),
ist das Loch erheblich kleiner geworden. Vorher erstreckte es sich fast
über den halben Teich.
Wer vergleichen will, hier mein Bild vom Sommer:
Beitrag "Re: Prüfen ob Wasseroberfläche gefroren"
Ich habe die Temperaturen auch gemessen:
An der Wasseroberfläche unter dem Eis beträgt die Wassertemperatur
+0,2°C.
An der Wasseroberfläche direkt über dem Sprudler: +0,9°C.
Die Temperatur nimmt vom Sprudler zum Eisrand hin kontinuierlich von
+0,9°C bis +0,2°C ab.
Am Teichboden beträgt die Temperatur +1,1°C.
Das heißt also, dass der ganze Teich jetzt über die kalten Nächte hinweg
ganz schön ausgekühlt ist. Das ist aber auch logisch, denn das Sprudeln
führt ja zum ständigen Umwälzen des Wassers und damit zu einer relativ
starken Durchkühlung des ganzen Teichs. Für die Fische ist das sicher
nicht so super. Als ich noch geheizt habe, standen sie immer direkt
neben dem Heizer.
Ich hege auch die Befürchtung, dass bei einer so gleichmäßigen
Auskühlung des Teichs irgendwann die Gefahr besteht, dass er relativ
schnell bis zum Boden durchfriert. Ich bin durch die Temperaturmessung
nun doch etwas skeptisch geworden...
Volker U. schrieb:> Als ich noch geheizt habe, standen sie immer direkt> neben dem Heizer.
Hmm, kann es sein, das deine Fische echte Weicheier waren und dann, als
es der Heizer nicht mehr geschafft hat, am Temperatursturz gestorben
sind? Hier ist es mögl. einfach so, das die Temperatur gleichmässig am
Ende der Saison runtergeht und damit den Fischen Gelegenheit gibt, sich
im Herbst so langsam aufs Bettchen vorzubereiten und dann den Winter
über zu dösen.
Wenn die sich um den Heizer kuscheln und eindeutig rumzappeln, ist das
für mich ein Zeichen, das sie noch im 'Sommerbetrieb' sind. Hier ist
jedenfalls bei Temperaturen unter so ca. 5-10 Grad nix mehr los, da
schwimmt keiner rum und ist unruhig.
Matthias Sch. schrieb:> Hmm, kann es sein, das deine Fische echte Weicheier waren und dann, als> es der Heizer nicht mehr geschafft hat, am Temperatursturz gestorben> sind?
Mir ist doch noch gar kein Fisch gestorben! Nur einmal vor einigen
Jahren, als der Teich ein oder zwei Wochen komplett zugefroren war.
Danach habe ich mir den Heizer gekauft. In diesem Winter habe ich noch
nicht geheizt. Die Fische sind folglich auch nicht zu sehen. Ob sie noch
leben, weiß ich nicht. :-/
> Wenn die sich um den Heizer kuscheln und eindeutig rumzappeln, ist das> für mich ein Zeichen, das sie noch im 'Sommerbetrieb' sind. Hier ist> jedenfalls bei Temperaturen unter so ca. 5-10 Grad nix mehr los, da> schwimmt keiner rum und ist unruhig.
Also bei mir schwammen die im Dezember noch sehr munter rum. Das Wasser
hatte da wohl so +4-6 Grad und es war kein Eis drauf. Aber dass sie bei
+1 Grad nix mehr machen, ist wohl logisch. Würdest du auch nicht. :-p
Wärmer wird es in deinem Teich sicher auch nicht sein. Das ist ja schon
nah an der Tiefkühltruhe...
Wenn die Viecher überleben, dann schaff ihnen im nächsten Jehr einen
richtigen Teich.
Das grenzt ja schon an Tierquälerei.
Die Fische wollen sich im Winter im Schlamm verkriechen und regeln sich
zurück. Und nicht noch aktiv sein.
In deiner Plastewanne können sie nicht im Schlamm überwintern.
Also mache einen richtig tiefen Naturteich und du brauchst keinen
Luftsprudler.
Aber einen natürlichen Zu- und Ablauf sollte da sein.
Ich käme nie auf die Idee, Fische in so einer Plastewanne einzusperren.
Gut, ich bin ja auch vom Dorf ....
Michael_ schrieb:> Wenn die Viecher überleben, dann schaff ihnen im nächsten Jehr einen> richtigen Teich.> Das grenzt ja schon an Tierquälerei.> Die Fische wollen sich im Winter im Schlamm verkriechen und regeln sich> zurück. Und nicht noch aktiv sein.
Du musst da was missverstanden haben. Sowohl Volkers als auch mein Teich
haben eine dicke Schlammschicht am Boden und ich habe noch nie geheizt.
Meine Fische ziehen sich jedes Jahr im Herbst zurück und zeigen dann
null Aktivität (ausser, das es dann im nächsten Jahr plötzlich wieder
mehr sind :-P ).
Auch Volkers Teich ist ein zugewachsener Teich, das Plastik ist schon
lange dick mit Schlamm, Seerosen und Schilf bedeckt. Meine Vermutung war
eben nur, das die Heizung verhinderte, das die Fische ihren
'Winterschlaf' machen. Im Moment läuft ja in beiden Teichen nur der
Sprudler.
Scheint auch so, als ob es nächste Woche wieder taut - mal sehen.
Volker U. schrieb:> Ich hege auch die Befürchtung, dass bei einer so gleichmäßigen> Auskühlung des Teichs irgendwann die Gefahr besteht, dass er relativ> schnell bis zum Boden durchfriert. Ich bin durch die Temperaturmessung> nun doch etwas skeptisch geworden...
Du vergisst die Erdwärme. Gut, die ist nicht so berauschend hoch, aber
ich messe im Moment in einer Tiefe von 1,3 m eine Temperatur von 3,2°C,
bei -6°C aussen.
Bei diesen kleinen Fertigbecken aus Plaste kann man auch einfach ein
Gitter drüberlegen. Meist ist Schnee gefallen, wenns kalt wird. So
wandert das Siebgitter vom Kompostplatz in seiner ungenutzten Zeit auf
den Teich an unserer Terrasse.
Die Isolation durch Schnee ist hervorragend, es bleibt etwas hell im
Becken und der Gasaustausch wird nicht vollständig behindert.
Naja, ist natürlich zu einfach und brauch zu wenig Strom.
Matthias Sch. schrieb:> Du vergisst die Erdwärme. Gut, die ist nicht so berauschend hoch, aber> ich messe im Moment in einer Tiefe von 1,3 m eine Temperatur von 3,2°C,> bei -6°C aussen.
Hmmm! Und wieso messe ich nur 1,1°C? Bis in 1,3 m Tiefe komme ich mit
meinem Fühler gar nicht, weil da unten zu viel Unrat im Teich liegt. ;)
Wo hast du eigentlich deine Membranpumpe stehen? Im Warmen? Heute war
mein Teich komplett zugefroren. Ca. 3 cm dick. Ich habe dann mit dem
Stiefel die Eisfläche aufgehackt und den Heizer eingeschaltet. Das
Problem: Die Membranpumpe baut nicht mehr genügend Druck auf. Die Dinger
sind - wie ich grade gelesen habe - nicht für Temperaturen unter +5°C
geeignet. Der Verschleiß der Gummimembranen nimmt dann exponentiell zu
und nach 2-3 Wochen ist die Pumpe kaputt.
Leider gibt es in der Nähe des Teiches nur einen beheizten Raum und das
ist das Wohnzimmer. Da mag ich keine brummende Pumpe hinstellen. Es
bleibt am Ende wohl doch nur der kostspielige Weg des Heizens, wie ich
das jetzt sehe :-(.
Abdul K. schrieb:> So wandert das Siebgitter vom Kompostplatz in seiner ungenutzten Zeit auf> den Teich an unserer Terrasse.> Die Isolation durch Schnee ist hervorragend, es bleibt etwas hell im> Becken und der Gasaustausch wird nicht vollständig behindert.
Aber es schneit eben nicht immer, wenn es sehr kalt wird. Das ist meist
nur in der Hälfte der Fälle zutreffend. Zumindest im Norden
Deutschlands. Und was machst du in der anderen Hälfte? Fische erfrieren
lassen? ;-)
Interessantes Thema.
Mein Teich ist jetzt zugefroren. Temperaturfühler hab ich derzeit keine
im Einsatz. Teichvolumen ca 5,5 m³, tiefste Stelle 85 cm.
War bereits zwei mal zugefroren -Jahre davor- und führte bisher nicht zu
Verlusten vom Fischbesatz. Luftsprudler hielt bis vor kurzem eine Fläche
von rund 0,5 m² frei. In einer kalten Nacht löste der FI aus und das
wurde zu spät bemerkt. Folge davon, ist zugefroren.
Hier war die Rede von einer 60 W Heizung.
Nur wo die platziert sein soll und ob 60 W für ein Volumen von 5 m³
ausreichen würde, ist nicht nachvollziehbar.
Den Sprudelstein hab ich auf ein Niveau von ca 20 cm unter
Wasseroberfläche gebracht, damit keine komplette Umwälzung vom Boden bis
Oberfläche wirksam werden sollte.
Hab ich Gedankenfehler bezüglich Sprudelsteintiefe und was wäre an
Sensoren ratsam um Erfahrungen mit eigenem Teich später einbringen zu
können. Falls es zwischenzeitlich mal auftaut könnte begonnen werden.
Was wäre zu tun, um hilfreiche Infos bekommen und liefern zu können.
Habe mir den ganzen Thread nicht angesehen. Ist eine Menge.
Win7fan schrieb:> Mein Teich ist jetzt zugefroren. Temperaturfühler hab ich derzeit keine> im Einsatz. Teichvolumen ca 5,5 m³, tiefste Stelle 85 cm.
Das ist auch etwa das Volumen der Teiche von Matze und mir.
> Hier war die Rede von einer 60 W Heizung.> Nur wo die platziert sein soll und ob 60 W für ein Volumen von 5 m³> ausreichen würde, ist nicht nachvollziehbar.
Der Heizstab wird in einen Styroporblock gesteckt, schwimmt daher direkt
an der Wasseroberfläche und ragt etwa 20-30 cm ins Wasser hinein. Er
soll nicht den ganzen Teich beheizen, sondern hält nur ein Loch in der
Oberfläche mit einem Durchmesser von etwa 50 cm frei - je nach
Außentemperatur und weitgehend unabhängig vom Füllvolumen des Teiches.
Bis -20 Grad reicht ein Heizer von 60-100 Watt.
> Den Sprudelstein hab ich auf ein Niveau von ca 20 cm unter> Wasseroberfläche gebracht, damit keine komplette Umwälzung vom Boden bis> Oberfläche wirksam werden sollte.
Was vermutlich sehr klug ist und ich auch so machen sollte ;). Wenn da
nicht das Problem wäre, dass ich die Membranpumpe nicht in einem
beheizten Raum unterbringen kann. Was für eine Pumpe benutzt du und wo
steht diese?
> Was wäre zu tun, um hilfreiche Infos bekommen und liefern zu können.> Habe mir den ganzen Thread nicht angesehen. Ist eine Menge.
Die Frage ist nicht so einfach zu beantworten. Es gab viel theoretische
Überlegungen, aber bisher nur wenig praktische Experimente. Ich arbeite
derzeit an einem Sensorsystem, das mit Hilfe eines Vibrationsmotors aus
einem Handy und einem Beschleunigungssensor, wie er z.B. in Airbags
verwendet wird, feststellt, ob die Oberfläche gefroren ist. Erste Tests
waren erfolgreich, aber ich habe noch keinen Zwischenstecker gebaut, mit
dem man den Heizer ein- und ausschalten kann.
Ein anderes Experiment, das sehr hilf- und aufschlussreiche Daten
liefern könnte, wäre eine Langzeit-Temperaturmessung mit zwei
Temperatursensoren: Einer am Grund des Teiches und einer im Wasser an
der Oberfläche schwimmend. Die Entwicklung der Wassertemperaturen
während der Abkühlungsphase wäre interessant. Und ob man anhand der
Temperaturkurven auf eine (bevorstehende oder beginnende) Eisbildung
schließen kann. Da gingen die Meinungen sehr weit auseinander. Wäre dies
möglich, wäre das sicher die einfachste Methode, um die Heizperiode zu
bestimmen.
Volker U. schrieb:> Ein anderes Experiment, das sehr hilf- und aufschlussreiche Daten> liefern könnte, wäre eine Langzeit-Temperaturmessung mit zwei> Temperatursensoren: Einer am Grund des Teiches und einer im Wasser an> der Oberfläche schwimmend. Die Entwicklung der Wassertemperaturen> während der Abkühlungsphase wäre interessant. Und ob man anhand der> Temperaturkurven auf eine (bevorstehende oder beginnende) Eisbildung> schließen kann. Da gingen die Meinungen sehr weit auseinander. Wäre dies> möglich, wäre das sicher die einfachste Methode, um die Heizperiode zu> bestimmen.
Das sag ich doch die ganze Zeit. Schade, dass mein Haus weg ist.
Sicher muss man das visuell abgleichen, aber nach einigen Malen (und
wenn mehrere daran teilnehmen) hat man dann repräsentative Werte.
Mir schebt noch eine Möglichkeit vor:
Der Wasserstand wird sich ja nicht gerade in Metern ändern.
Also könnte man so eine Art Lot (nehmen wir hier ein Stück Rohr) an ein
Seil hängen das ein definiertes Gewicht hat, darüber eine Feder die im
ausgezogenen Zustand der doppelten Kraft entspricht. Nun hängt man am
oberen Ende der Feder ein Seil ein und lässt das durch einen Motor immer
ein Stück aufwickeln.
Sollte nun der Teich gefroren sein, dann würde nicht mehr das das Rohr
hoch gezogen, sondern die Feder gedehnt und die Stromaufnahme des Motors
müsste deutlich ansteigen.
Das Ganze könnte man doch recht einfach mit einer kleinen µC Steuerung
realisieren.
Wie findet ihr diese Idee?
Das müsste doch klappen.
Frank O. schrieb:> Nun hängt man am> oberen Ende der Feder ein Seil ein und lässt das durch einen Motor immer> ein Stück aufwickeln.
Klingt schon nett, aber meine Erfahrung mit Konstruktionen in freier
Wildbahn sind - je einfacher desto weniger fehleranfällig. Seilrolle und
Motor können ja auch zufrieren, das Ganze muss also wetterfest sein und
trotzdem frei beweglich, das ist keine leichte Aufgabe. Heute hatte ich
auch im ganzen Garten Fusstapsen vom Fuchs, damit müsste ich hier auch
rechnen.
Im Moment gefällt mir die Idee mit dem Styroporblock und Relais am
besten. Allerdings besteht bei mir wenig Handlungsbedarf, da die Fische
hart im Nehmen sind und schon weit tiefere Temperaturen überstanden
haben, mit Erfolg, denn es werden immer mehr.
Volker U. schrieb:> Wo hast du eigentlich deine Membranpumpe stehen? Im Warmen?
Nee, im 'halbwarmen' Schuppen, der ca. 4 m vom Teich entfernt ist. Der
Schuppen ist nicht geheizt, aber wenigstens gibts da keinen kalten Wind.
Da im Schuppen auch der Server und die Brunnenpumpe stehen (in einem
Thermokabuff mit E-Heizung) ist es da immer ganz wenig wärmer als
draussen. Die Luftpumpe selber wird ja auch ein bisschen warm. Bis jetzt
gibts keine Ausfälle,die Pumpe ist aber eine mit zwei Membranen und zwei
zusammengeführten Ausgängen, hat also 'doppelten' Druck.
Der Sprudelstein hängt in ca. 25 cm Tiefe am Schlauch. Ich werde mal ein
Thermometer reinhalten und meine Werte posten.
Warum so kompliziert?
Ich habe einfach einen Styropor-Kasten aufs Wasser gesetzt und habe noch
ein Installationsrohr durchgesteckt.
(Sowas gibts auch fertig zu kaufen.)
Unter dem Styropor gefriert es nicht und durch das Rohr kommt immer
etwas frische Luft zum Wasser.
Mir sind nur einmal Fische eingegangen.
Und das war als es der Nachbar gut gemeint hat und ein Loch ins Eis
gehackt hat als wir im Urlaub wahren.
Das Resultat war dass die Fische durch die Erschütterungen aufgewacht
und an die Oberfläche geschwommen sind.
Dabei sind alle Fische im aufgehackten Loch eingefroren.
Volker U. schrieb:> Aber es schneit eben nicht immer, wenn es sehr kalt wird. Das ist meist> nur in der Hälfte der Fälle zutreffend. Zumindest im Norden> Deutschlands. Und was machst du in der anderen Hälfte? Fische erfrieren> lassen? ;-)
Naja. Meinst du ich habe dein Statement nicht erwartet? Ist halt
Statistik und man schaut ja auch alle paar Tage mal nach dem Teich.
Jedenfalls klappt das hier in der regenreichen Gegend sehr gut. Kann ja
Foto einstellen.
Wenn es richtig kalt wird, schneit es sowieso eher nicht mehr! Da ist
die Luftfeuchte dann zu gering.
Obige Information, daß man die tägliche Luft-Durchschnittstemperatur
messen soll, finde ich auch sehr erfolgversprechend.
Danke für das Feedback und Info.
Die Membranpumpe befindet dich in einer Holzbox die innen mit Styropor
ausgestattet ist und unter der Brücke über den Teich befestigt ist.
Ich versuchte darin auch einen Ultrschallsensor einzusetzen, um den
Pegel zu ermitteln und ob damit eine Vereisung ermittelbar ist.
Der Abstand Sensor zu Wasseroberfläche ist jedoch zu klein.
Ca 15 cm.
Ein Versuch mit einem gekauften runden Styropurblock mit ca 30 cm
Durchmesser verhinderte kein komplettes einfrieren. Deswegen nahm ich
Abstand von solchen Versuchen.
Habe diesen Block noch, werde versuchen ob dieser für einen Heizer unter
zu bringen verwendbar ist. Er könnte auch einen Temperatursensor
aufnehmen, der dann aber innerhalb des Heizkreises eine andere
Temperatur misst als die Temperatur unterhalb der Wasseroberfläche.
Ich verwende gerne die DS18B20 Sensoren in parasitärer Betriebsart.
Bin aber nicht recht glücklich damit, weil zwei gleiche Sensoren
nebeneinander bis zu 1 Grad unterschiedliche Temperaturen melden.
Wo sollte der Bodensensor platziert werden? Teichmitte, oder eine Stelle
mit Bodengewächs und Schlamm?
Nachdem ich hier einiges mitgelesen habe, komme ich ins grübeln ob ein
möglichst schlammfreier Grund das optimalste oder schlechteste sein
könnte. Irgendwie scheint einiges gleichzeitig Nachteile und Vorteile zu
haben, aber unklar bleibt, was gut und was weniger gut wäre für welchen
Zeitraum usw.
Nebenbei kam bei mir noch ein anderes Thema auf.
Im Gewächshaus überwintern alle Kübelpflanzen die im Garten standen. Es
wird per Heizung dafür gesorgt, die tiefste Temperatur ist 6 Grad darin.
Es müsste vielleicht auch die Luftfeuchte gemessen werden und durch
eventuellen Luftaustausch das Schimmel- und Fäulnisrisiko gemindert oder
beeinflusst werden.
Das ist eine ähnliche "Baustelle" wie die vom Teich. Das aber nebenbei.
Falls Teich auftaut wären Tempsensoren einsetzbar und per Digittemp zu
loggen. Mich stört derzeit der Temperaturunterschied bis zu 1 Grad an
gleicher Stelle. Mein Fehler, mache ich was falsch mit den DS18B20?
Leg sie einfach nebeneinander und messe dann mal ihre Temperaturen.
Eventuell erwärmen sie sich auch selbst zu stark.
Die Differenztemperatur kann man vielleicht einfacher mit
Thermoelementen messen. Wenn die Theorie hält, bräuchte man nur einen
hochempfindlichen Komparator, da ja nur das Vorzeichen interessant ist.
Abdul K. ich wollte nicht irgendeine Temperaturdifferenz messen, sondern
Vor- und Rücklauftemp an einem Radiator. Die Messung war schon aktiv,
aber beide Sensoren lagen vor Montage unmittelbar neben einander und
zeigten bis zu 1 Grad Unterschied vom einen zum anderen an.
Eigenerwärmung dürfte durch parasitären Betrieb ausgeschlossen oder sehr
gemindert sein. Oder nicht?
Ich habe mit den Maxim-Dingern in der Produktion nur Ärger gehabt. Total
viele wieder ausgetauscht. Bei einem kann ich mich erinnern, daß das Die
verkehrtherum im SO8 saß! Ich wollte es erst nicht glauben. Ist schon
ein paar Jahre her. Also ich meine die mit i2c-Schnittstelle. Waren bei
mir in Server-Einschüben mit einem Stapel SCSI-Platten für deren
Temperaturüberwachung.
Rein zum Probieren könnte man z.B. 2 SMT160 nehmen, deren Ausgänge mit
einem Tiefpaß analog machen und dann beide auf einen Komparator mit
Hysterese. Ist halt teuer, aber nur zum Test - who cares?
Andere Lösungen sind natürlich auch denkbar.
Matthias Sch. schrieb:> Ich werde mal ein> Thermometer reinhalten und meine Werte posten.
Und hier die Ergebnisse:
Aussen : -6,7°C
2cm unter der Wasseroberfläche im nach wie vor freien Sprudlerloch:
0,1°C
In ca. 50cm Tiefe: 1,7°C
Ich benutze die Billigthermometer aus Bayern, die erstaunlicherweise
recht genau sind:
http://www.pollin.de/shop/suchergebnis.html?S_TEXT=Innen-%2FAu%DFenthermometer+JT+201Bernd schrieb:> Warum so kompliziert?
Bei wem jetzt? Mein Setup ist sehr einfach und hat nur einmal das
Verlegen des Luftschlauchs unter der Erde erfordert mit ca 5 m Länge. Da
meine Membranpumpe nicht wetterfest ist, musste ich das ja machen.
Win7fan schrieb:> ob ein> möglichst schlammfreier Grund das optimalste oder schlechteste sein> könnte.
Wenn du Fische hast, brauchen die ein Rückzugsgebiet für den Winter und
da bietet sich ein schlammiger Untergrund an, der auch dann nützlich
ist, wenn du Pflanzen wachsen lassen willst. In einem Badeteich würde
ich eher darauf verzichten :-)
Win7fan schrieb:> Nur wo die platziert sein soll und ob 60 W für ein Volumen von 5 m³> ausreichen würde, ist nicht nachvollziehbar.
Ich frage mich wiederholt, was das Volumen damit zu tun hat.
Die Heizung ist dafür da den Wärmeenergieverlust auszugleichen und der
wird bestimmt durch die "Oberfläche" gegenüber umgebender Materialien
und deren thermische Eigenschaften.
Es soll schließlich nicht das Wasser verdampft werden sondern bei
bestehendem (flüssiger Aggregatzustand) Energielevel gehalten werden
Matthias Sch. schrieb:> Frank O. schrieb:>> Nun hängt man am>> oberen Ende der Feder ein Seil ein und lässt das durch einen Motor immer>> ein Stück aufwickeln.>> Klingt schon nett, aber meine Erfahrung mit Konstruktionen in freier> Wildbahn sind - je einfacher desto weniger fehleranfällig.
So ist das. Die Idee ist sicher funktionsfähig und auch nicht allzu
kompliziert. Aber für meinen Geschmack hat sie zu viel "freie" Mechanik
und ist auch relativ groß. Vor allem auch etwas aufwändig zu entfernen
im Sommer. Ich finde die Filmdose mit dem Vibrator, die man einfach aufs
Wasser wirft, immer noch am "smartesten".
> auch im ganzen Garten Fusstapsen vom Fuchs, damit müsste ich hier auch> rechnen.
Bei uns streunen nur Hauskatzen rum, die ich immer aggressiv
verscheuche, wenn ich sie sehe. Die wollen vor allem an die vielen Vögel
ran, die im Garten bei uns rumfliegen und essen. Sogar Tauben sind
dabei. Und manchmal Enten und sogar ein Fischreiher. Offenes Teichwasser
ist für Vögel ein echtes El Dorado, wenn es friert. Keine Ahnung, warum
Vögel keinen Schnee essen. Entweder erkennen sie den Schnee nicht als
Wasser oder sie machen es intuitiv nicht, weil das Auftauen zu viel
Wärmeenergie verbraucht.
> Im Moment gefällt mir die Idee mit dem Styroporblock und Relais am> besten.
Aber da hast du doch noch viel eher das oben von dir genannte Problem
mit der Meckanik im Freien!? Relaisanker und Mikroschalter sind doch
alles andere als geeignet für Außenbetrieb in feuchten Bereichen!
> Volker U. schrieb:>> Wo hast du eigentlich deine Membranpumpe stehen? Im Warmen?>> Nee, im 'halbwarmen' Schuppen, der ca. 4 m vom Teich entfernt ist.
Hmmm, son Schuppen habe ich hier auch. Aber da ist es genauso kalt drin,
wie draußen. Meiner Pumpe haben ja schon -7 Grad innerhalb von 8 Tagen
den Rest gegeben.
> Bis jetzt> gibts keine Ausfälle,die Pumpe ist aber eine mit zwei Membranen und zwei> zusammengeführten Ausgängen, hat also 'doppelten' Druck.
So eine habe ich mir jetzt auch gekauft. Meine hat sogar 2
Elektromagneten und 4 Membranen, also 4 Ausgänge und ist elektronisch
regelbar. Aber es steht in der Anleitung, dass man sie nicht unter +5°C
Außentemperatur betreiben soll. Kannst du mal sagen, welches Modell
genau du hast? Bei mir ist es eine "Sera Air 550 R plus".
Volker U. schrieb:> Kannst du mal sagen, welches Modell> genau du hast?
Das Modell nennt sich "Elite 802" von der Weltfirma "Weltweit" :-P Habe
aber gerade gesehen, das es die ist, wo die Spule durchgebrannt ist. Im
Moment läuft also die historisch wertvolle Optima von Schego:
http://www.ebay.de/itm/Schego-Aquarien-Luftpumpe-Membranpumpe-5-Watt-ca-250l-min-Aquarium-Airpump-/200881871064
Membranen bastele ich mir übrigens selber. Gut geeignet sind dünne
Folien a la Aldi Tüte. Die Gummiteile lassen sich recht gut mit
Vulkanisierer aus dem Fahrrad Flickzeug reparieren.
Bernd schrieb:> Ich habe einfach einen Styropor-Kasten aufs Wasser gesetzt und habe noch> ein Installationsrohr durchgesteckt.> (Sowas gibts auch fertig zu kaufen.)> Unter dem Styropor gefriert es nicht und durch das Rohr kommt immer> etwas frische Luft zum Wasser.
Das funktioniert aber nur bei leichtem Frost so bis -3°C. Bei Dauerfrost
darunter friert es auch innerhalb des Styroporblocks zu. Die Wärme aus
dem Teichwasser reicht nicht aus, um die Oberfläche dauerhaft frei zu
halten. Wurde auch weiter oben schon öfter geschrieben. Das siehst du ja
auch draußen am Teich: Unter der Brücke friert es zwar später zu, aber
irgendwann friert es dort genauso, wie auch sonst überall.
Abdul K. schrieb:> Naja. Meinst du ich habe dein Statement nicht erwartet? Ist halt> Statistik und man schaut ja auch alle paar Tage mal nach dem Teich.
Nur hilft die die Statistik in diesem Fall nicht, wenn es auch nur
einmal nicht zutrifft. Was machst du denn, wenn es nur einmal im Winter
ohne Schnee friert? Dann musst du doch eine andere Methode bemühen :-).
Win7fan schrieb:> Ich verwende gerne die DS18B20 Sensoren in parasitärer Betriebsart.> Bin aber nicht recht glücklich damit, weil zwei gleiche Sensoren> nebeneinander bis zu 1 Grad unterschiedliche Temperaturen melden.
Diese Sensoren habe ich auch in größeren Stückzahlen im Einsatz. Bei
über 10 Sensoren, die ich alle nebeneinander abgeglichen habe, habe ich
nie Abweichungen von mehr als 0,1°C zwischen den Sensoren gehabt. Deine
großen Differenzen können nicht an den Sensoren liegen! Ich glaube, du
musst deine Auswertungsroutine nochmal überprüfen! :-)
> Wo sollte der Bodensensor platziert werden? Teichmitte, oder eine Stelle> mit Bodengewächs und Schlamm?
Ich würde sagen: Teichmitte im freien Wasser oberhalb der Bodenschicht.
> Nachdem ich hier einiges mitgelesen habe, komme ich ins grübeln ob ein> möglichst schlammfreier Grund das optimalste oder schlechteste sein> könnte. Irgendwie scheint einiges gleichzeitig Nachteile und Vorteile zu> haben, aber unklar bleibt, was gut und was weniger gut wäre für welchen> Zeitraum usw.
Matze spricht sich eindeutig für den Schlamm aus, weil die Fische sich
dann bei Bedarf einbuddeln können.
Matthias Sch. schrieb:> Membranen bastele ich mir übrigens selber. Gut geeignet sind dünne> Folien a la Aldi Tüte. Die Gummiteile lassen sich recht gut mit> Vulkanisierer aus dem Fahrrad Flickzeug reparieren.
Bei der Sera kosten zwei Ersatzmembranen 3,50 Euro. Ich glaube, dafür
lohnt eine Eigenreparatur nicht.
Mir gefällt die Lösung mit dem Sprudler bisher am besten!
Zum einen wird das gute Stück kaum selbst einfrieren, was bei
Lösungsansätzen mittels beweglicher Teile durchaus ein gewisses Risiko
in sich birgt, zum anderen erzeugt die Positionierung knapp unterhalb
der Wasseroberfläche (20cm?!) wenig zusätzliche Konvektion im Teich.
Eventuell könnte man die Düse (Düsenmantel) des Sprudlers beheizen und
so die verbleibende Rest-Konvektion durch das Aufspülen der
Wasseroberfläche noch etwas kompensieren, allerdings beheizt man da die
Umgebung über die Wasseroberfläche oberhalb des Sprudlers mit.
Und die Wassertemperatur in der Nähe der Wasseroberfläche halte ich
persönlich ebenfalls für völlig nebensächlich. Nur wenn es eben auch
weiter unten im Teich unter +4°C "kühl" wird, dann könnte sich das als
problematisch erweisen und etwas "dazu heizen" wird sicherlich nötig
werden.
Insofern halte ich die gemessenen +1,7°C bei -0,5m für problematisch.
Das scheint mir ein erster Vorbote für ein möglicherweise drohendes
Durchfrieren zu sein!
Bei nur wenigen m³ Wasservolumen, ist die Restenergie im Teich und
vermutlich auch im umgebendem Erdreich sicherlich nicht mehr sehr groß?!
Müsste sich nicht die elektrische Suszeptibilität von Eis und Wasser
signifikant unterscheiden, weil die polarisierten Wassermoleküle in der
Flüssigkeit beweglicher sind als im Eis? Ein Kondensator mit dem
Wasser/Eis als Dielektrikum an der Oberfläche sollte dann signifikant
seine Kapazität ändern, wenn das Wasser gefriert.
Volker U. schrieb:> Bei der Sera kosten zwei Ersatzmembranen 3,50 Euro. Ich glaube, dafür> lohnt eine Eigenreparatur nicht.
Lohnen vllt. nicht, aber dazu kämen vermutlich Versandkosten und das
Problem, das ich die Membranen gestern brauche :-) Ausserdem sind hier
gerade Zeiten mit Folien aber ohne Geld.
Mich ärgert schon die durchgebrannte Spule bei der Elite 802, ich suche
schon die ganze Zeit nach einem Netztrafo, dessen Kern ich aufflexen
kann.
Detlev T. schrieb:> Ein Kondensator mit dem> Wasser/Eis als Dielektrikum an der Oberfläche sollte dann signifikant> seine Kapazität ändern, wenn das Wasser gefriert.
Leider ist der Wasserspiegel nicht konstant, da es ja hin und wieder
regnet oder schneit. Der so gebildete C ändert seine Kapazität also auch
unabhängig vom Gefrierzustand.
Armin Gruber-Kersting schrieb:> Eventuell könnte man die Düse (Düsenmantel) des Sprudlers beheizen
Ich vergass zu erwähnen, das es bei mir so ein Sprudelstein mit ca. 2cm
Kantenlänge ist, also keine Düse. Die Positionierung bei ca. 20cm
Wassertiefe ist bei mir nicht richtig geplant, hat sich aber bewährt.
Volker U. schrieb:> Relaisanker und Mikroschalter sind doch> alles andere als geeignet für Außenbetrieb in feuchten Bereichen!
Hmm, wenn man es geschickt anstellt, würde die 'Messstange' mit dem
Schwimmer direkt am Anker des Relais sein, hätte also nur ein einziges
Lager. Mit einer entsprechenden Ansteuerung könnte die Wärme der
Relaiswicklung dieses Lager abtauen. Der Kontaktsatz des Relais dient
als Rückmeldung. Wenn das ganze in einem kleinen Gehäuse mit Gummilippe
sitzt, wäre eigentlich nur das Problem zu lösen, wie man die Spinnen und
Ameisen fernhält, die sich solche Kistchen gerne als Nest aussuchen.
Hatte z.B. neulich ein Ameisenvolk in einem mit IP44 gekennzeichneten
Bewegungsmelder und rätsele immer noch daran herum, wie die da rein
gekommen sind und wovon sie gelebt haben.
Ich wohne hier direkt an einem Landschaftsschutzgebiet und muss deswegen
mit Tieren aller Art rechnen. Hatte heute wieder Spuren im Garten, die
ich nicht identifizieren kann, war aber gross und ist gehoppelt, evtl.
ein Feldhase oder so. Kängurus gibts hier ja nicht - hoffe ich
zumindest.
Matthias Sch. schrieb:> Leider ist der Wasserspiegel nicht konstant, da es ja hin und wieder> regnet oder schneit. Der so gebildete C ändert seine Kapazität also auch> unabhängig vom Gefrierzustand.
Der Kondensator könnte ja auf der Oberfläche schwimmen. Vielleicht zwei
konzentrische Ringe für bessere Oberflächensensitivität. In Elektor war
vor 1 1/2 Jahren einmal ein Artikel über die Messung kleiner
Kapazitätsänderungen.
Die Werte der Suszeptibilität habe ich jetzt einmal nachgeschlagen. Der
Unterschied ist mit 88 (Wasser 0°C) und 16 (Eis) doch deutlich.
Matthias Sch. schrieb:> Armin Gruber-Kersting schrieb:>> Eventuell könnte man die Düse (Düsenmantel) des Sprudlers beheizen>> Ich vergass zu erwähnen, das es bei mir so ein Sprudelstein mit ca. 2cm> Kantenlänge ist, also keine Düse. Die Positionierung bei ca. 20cm> Wassertiefe ist bei mir nicht richtig geplant, hat sich aber bewährt.
Dann macht es vielleicht Sinn dem guten Stück eine beheizbare Düse zu
spendieren? Denn ist die Temperatur einmal deutlich abgesunken, heizt
man nicht nur gegen das Energiedefizit des Wassers, sondern zu diesem
Zeitpunkt dann letztendlich auch gegen das Energiedefizit der umgebenden
Erdmassen an und bräuchte dann eine doch recht starke Heizung, um ein
Durchfrieren des Teiches zu verhindern.
Es ist vermutlich einfacher kontinuierlich ab Unterschreiten von +4°C
mit wenig Leistung (2-4W?) z.B. an der Düse/Sprudelstein "dazu zu
heizen", als erst zu einem viel späteren Zeitpunkt, wenn auch der
Erdwärmepuffer um den Tümpel sich bereits gegen 0°C "erschöpft" hat?!
Man kann den Tümpel/Teich sicherlich nicht als von seiner Umgebung
vollständig isoliert ansehen und somit beinhaltet deine Messung von
+1,7°C in -0,5m sicherlich auch eine Aussage über den Zustand des
"Wärmepuffers" im unmittelbar umgebenden Erdreich.
Sollte die Temperatur noch weiter absinken, und erst dann quasi im
letzten Moment beheizt werden, wenn der Gefrierpunkt auch am Boden des
Teiches nahezu erreicht ist, werden die zuvor mehrfach erwähnten 60W
möglicherweise nicht mehr ganz ausreichend sein, um ein solches Szenario
zu einem gewissermaßen "verspäteten" Zeitpunkt noch effizient zu
verhindern. Das Erdreich um den Teich (Grenzbereich Wasser/Folie/Erde)
wird dann bereits ebenfalls ähnlich stark ausgekühlt sein und
entsprechend indirekt recht ordentlich mit beheizt werden wollen.
Insofern stelle ich mal an dieser Stelle alle Berechnungen, welche sich
lediglich auf "das Aufwärmen" der reinen Wassermenge beziehen,
provisorisch in Frage, solange diese den Energietransport in's Erdreich
und umgekehrt nicht mit einbeziehen. Das wird vermutlich eine in der
Praxis durchaus nicht zu vernachlässigende Größe darstellen, nehme ich
zumindest mal an.
Günstiger wird es deshalb wohl sein, den Teich erst gar nicht auf
deutlich unter +4°C am Boden des Teiches auskühlen zu lassen.
Aber möglicherweise irre ich mich da auch...
Jedenfalls beste Grüße an die Fische!
Ich habe die Sera-Pumpe jetzt doch zurückgebracht, weil mir die einfach
zu gewagt für den Außeneinsatz war. Stattdessen habe ich mir nun die
"Tetra Pond APK 400" geholt
(http://www.tetra.net/de/de/gartenteiche/technik/pflege/tetra-pond-apk-400-gartenteichbelueftungsset).
Die sieht aus, wie eine grüne Schildkröte, ist wetterfest bis -20 Grad
und verbraucht nur 4,5 Watt. Man kann sie einfach irgendwo in den Garten
auf die Erde stellen und gut is. ;)
Am interessantesten für diesen Thread hier sind aber folgende Auszüge
aus dem Handbuch zur Pumpe:
Nutzung im Winter
Um zu verhindern, dass es im Teich durch die geringe
Sauerstoffproduktion der Pflanzen zu einem Mangel an Sauerstoff kommt,
kann der Teich auch im Winter belüftet werden. In diesem Fall sollten
Sie darauf achten, dass die Ausströmersteine immer am Rand des Teiches,
nahe der Wasseroberfläche positioniert werden, um zu vermeiden, dass
durch die Luftzufuhr warme und kalte Wasserzonen vermischt werden.
Eisbildung vorbeugen
Eine kleine Fläche sollte auch während des Winters eisfrei gehalten
werden, damit das Wasser mit frischem Sauerstoff angereichert werden
kann und die Sauerstoffversorgung im Gartenteich sichergestellt ist. Die
Belüftung des Teiches während dieser Zeit hält den Teich an einer
kleinen Stelle eisfrei.
Daraus lerne ich also, dass ich es falsch gemacht habe, als ich meinen
Sprudler so tief im Wasser versenkt habe. Das erklärt auch, wieso der
Teich bis zum Boden auf 1,1°C ausgekühlt ist. Gottseidank ist meine
Pumpe kaputt gegangen, sonst hätte ich vielleicht noch meine Fische
umgebracht.
Detlev T. schrieb:> Müsste sich nicht die elektrische Suszeptibilität von Eis und Wasser> signifikant unterscheiden,
Ja, das wurde in diesem Thread schon drei oder viermal vorgeschlagen.
Auch ziemlich zu Anfang. Das Problem ist die praktische Umsetzung, weil
ein Gartenteich leider kein Labor mit destilliertem Wasser ist ;-).
Matthias Sch. schrieb:> Ausserdem sind hier> gerade Zeiten mit Folien aber ohne Geld.
Immer das selbe: Kluge, rücksichtsvolle Leute sind arm und dumme
Ellenbogentypen schwimmen im Geld :-(.
> Mit einer entsprechenden Ansteuerung könnte die Wärme der> Relaiswicklung dieses Lager abtauen.
Öhm, wieviel Watt soll deine Konstruktion denn haben? Mein "Vibrator"
verbraucht alle 20 Minuten für 5 Sekunden 40mA bei 5V. Und in der
restlichen Zeit ca. 1mA. Und er ist hermetisch gekapselt ohne
mechanische Teile. Also da brauche ich aber noch viel mehr gute
Argumente, um davon überzeugt zu sein ;-).
> Hatte z.B. neulich ein Ameisenvolk in einem mit IP44 gekennzeichneten> Bewegungsmelder und rätsele immer noch daran herum, wie die da rein> gekommen sind und wovon sie gelebt haben.
Das sind die Elektrameisen, die wandeln elektromagnetische Strahlung
direkt in Proteine um ;-).
> Kängurus gibts hier ja nicht - hoffe ich zumindest.
Winterfeste Kängurus? :-)))
@armin_g: Deine Bemerkungen sind sehr klug und zutreffend! Ich mache ja
gerade die Probe aufs Exempel. Mein Teich war am Boden bis auf 1,1°C
ausgekühlt und hatte an der Oberfläche 3cm Eis angesetzt. Ich habe dann
gestern Nachmittag den 60W Heizer zugeschaltet. Die Pumpe läuft zur Zeit
nicht mehr. Morgen werde ich mal eine erneute Messung in verschiedenen
Schichten machen und über die Ergebnisse berichten. Das könnte uns guten
Aufschluss über die von dir gestellten Fragen geben.
Volker U. schrieb:> dass die Ausströmersteine immer am Rand des Teiches,> nahe der Wasseroberfläche positioniert werden, um zu vermeiden, dass> durch die Luftzufuhr warme und kalte Wasserzonen vermischt werden.
Aha, habe ich also intuitiv richtig gemacht.
Volker U. schrieb:> Die> Belüftung des Teiches während dieser Zeit hält den Teich an einer> kleinen Stelle eisfrei.
Jo, da hamse recht. Ist bei mir ja auch so.
> für Teiche bis zu 30.000 Litern
Na, Volker, da kannst du ja noch ein bisschen anbauen, hehehe. Mich
beruhigt jedenfalls, das auch diese Anleitung nichts darüber sagt, die
Fische im Winter umzuquartieren.
Im grossen und ganzen gehts zumindest meinen Fischen so gut wie nie
zuvor, die Pumpe läuft 24/7, das war in den letzten Jahren nicht so. Der
letzte Februar war ja wirklich hart und trotzdem wurden die Fische mehr
statt weniger, obwohl die Eisdecke auf dem Teich mindestens 15 cm stark
war.
Volker U. schrieb:> Öhm, wieviel Watt soll deine Konstruktion denn haben? Mein "Vibrator"> verbraucht alle 20 Minuten für 5 Sekunden 40mA bei 5V. Und in der> restlichen Zeit ca. 1mA.
Das sind schon gute Werte, da würde man mit der Relaiskonstruktion nicht
rankommen. Das ist hier allerdings rein akademisch gedacht, da ja kein
Handlungsbedarf besteht. Sobald es wärmer wird, mach ich mal wieder eine
Fischzählung. 21 hatte ich letzten Sommer entdeckt, verdammt viel für so
einen kleinen Teich.
Volker U. schrieb:> Eisbildung vorbeugen>> Eine kleine Fläche sollte auch während des Winters eisfrei gehalten> werden, damit das Wasser mit frischem Sauerstoff angereichert werden> kann und die Sauerstoffversorgung im Gartenteich sichergestellt ist. Die> Belüftung des Teiches während dieser Zeit hält den Teich an einer> kleinen Stelle eisfrei.
Blödsinn. Für den Sauerstofftransport ist in erster Linie die verfügbare
Diffusionsfläche mal Driftgeschwindigkeit interessant. Also macht man
die Luftperlen möglichst klein, wenn man dies maximieren will. Wozu
braucht man dann noch eine eisfreie Fläche, wenn man von unten
besprudelt??
Wenn das Wasser nicht mit Sauerstoff gesättigt ist, kann man bei sehr
kleinen Perlen (wie z.B. beim klassischen Lindenholzperler) beobachten,
wie die Luftperlen quasi während deren Drift nach oben im Wasser
verschwinden.
Den Elite-Kram kannste gleich in die Tonne drücken. Taugt alles nix!
<Aquarianer seit Jahrzehnten>
Volker U. schrieb:> Detlev T. schrieb:>> Müsste sich nicht die elektrische Suszeptibilität von Eis und Wasser>> signifikant unterscheiden,>> Ja, das wurde in diesem Thread schon drei oder viermal vorgeschlagen.> Auch ziemlich zu Anfang. Das Problem ist die praktische Umsetzung, weil> ein Gartenteich leider kein Labor mit destilliertem Wasser ist ;-).
Du verwechselst hier vermutlich Suszeptibilität (Polarisierbarkeit) mit
Leitfähigkeit. Reines Wasser leitet den Strom fast nicht, daher haben
Ionen einen großen Einfluss auf die Leitfähigkeit. Die
Polarisierbarkeit von reinem Wasser ist hingegen sehr hoch und wird
durch die wenig polarisierbaren Ionen nicht nennenswert geändert.
Matthias Sch. schrieb:>> für Teiche bis zu 30.000 Litern> Na, Volker, da kannst du ja noch ein bisschen anbauen, hehehe.
Da müsste ich dem Nachbarn aber vorher seinen Garten abkaufen, denn
meinen will ich nicht in ein Schwimmbad umbauen ;).
> Der letzte Februar war ja wirklich hart und trotzdem wurden die Fische mehr> statt weniger, obwohl die Eisdecke auf dem Teich mindestens 15 cm stark war.
Das war bei mir auch so, bevor mir mal alle Fische erfroren sind. Die
neuen kriegen keinen Nachwuchs mehr. Es bleiben konstant vier: Ein
riesiger und drei kleinere. Ich hege daher die Vermutung, dass entweder
alles Männchen oder Weibchen sind. Kann man ja bei Fischen schlecht
feststellen ;-). Wenn du nicht so weit weg wärst, würde ich dir gerne
ein paar abkaufen :).
Abdul K. schrieb:> Wozu braucht man dann noch eine eisfreie Fläche, wenn man von unten> besprudelt??
Weil das mit dem Besprudeln nicht lange funktionieren wird, wenn der
Teich flächendeckend mit Eis versiegelt ist. So luftdurchlässig ist eine
Eisschicht nicht. Es sei denn, du nimmst einen Kompressor.
Detlev T. schrieb:> Reines Wasser leitet den Strom fast nicht, daher haben> Ionen einen großen Einfluss auf die Leitfähigkeit. Die> Polarisierbarkeit von reinem Wasser ist hingegen sehr hoch und wird> durch die wenig polarisierbaren Ionen nicht nennenswert geändert.
Und wie willst du die Polarisierbarkeit messen? Doch nur, indem du das
Wasser als Dielektrikum nutzt, oder? Du vergisst, dass im Gartenteich
sehr viele Ionen sind und das Dielektrikum deines Kondensators daher gut
leitend ist. Wie willst da da zuverlässig eine Kapazität bestimmen?
Volker U. schrieb:> Du vergisst, dass im Gartenteich> sehr viele Ionen sind und das Dielektrikum deines Kondensators daher gut> leitend ist.
Das ist egal. Damit man mit den Ionen eine Polarisierung erreichen kann,
müssen die sich erst einmal bewegen. Positive auf die eine Seite,
negative auf die andere. Und das dauert seeehr lange im Vergleich mit
dem lokalen Umklappen des Wassermoleküls. Schon bei 1kHz dürften die
Ionen nicht mehr mitkommen.
Ich habe allerdings immer noch den Eindruck, dass du den Unterschied
nicht verstehst - Sorry.
Abdul K. schrieb:> Den Elite-Kram kannste gleich in die Tonne drücken. Taugt alles nix!
Ja das habe ich auch gemerkt. Bei der Elite 802 ist ja auch die Spule
durchgebrannt, was bei einer 4 Watt Pumpe eigentlich nicht passieren
sollte. Da die Membranpumpen allerdings noch gehen, behalte ich sie als
Backup und Ersatzteillager. Im Moment läuft die uralte Optima von
Schego.
Abdul K. schrieb:> <Aquarianer seit Jahrzehnten>
Ihr habts insofern etwas leichter, als das die Aquarien ja nicht im
Freien stehen.
Detlev T. schrieb:> Das ist egal. Damit man mit den Ionen eine Polarisierung erreichen kann,> müssen die sich erst einmal bewegen. Positive auf die eine Seite,> negative auf die andere. Und das dauert seeehr lange im Vergleich mit> dem lokalen Umklappen des Wassermoleküls. Schon bei 1kHz dürften die> Ionen nicht mehr mitkommen.
Na, das will ich mal sehen. Du bist ein großer Theoretiker. :-) Du
tauchst zwei kleine Platin-Elektroden eines Reihen- oder
Parallel-Resonanzkreises an einem Schwimmer befestigt ins salzhaltige
Teichwasser, auf dem Unrat rumschwimmt und legst eine kleine
Wechselspannung von 1 kHz an. Und dann willst du vermutlich über eine
Impedanzmessung die Kapazität bestimmen und damit zuverlässig(!) Eis
detektieren. Also ich würde vorschlagen, es mal praktisch zu testen. Ich
zweifle sehr stark, dass das erfolgreich ist.
Matthias Sch. schrieb:> Ja das habe ich auch gemerkt. Bei der Elite 802 ist ja auch die Spule> durchgebrannt, was bei einer 4 Watt Pumpe eigentlich nicht passieren> sollte.
Moment, du musst aber auch dazu sagen, dass das passiert ist, als du
einen Kondensator in Reihe zur Spulenwicklung geschaltet hast! Ohne den
Kondensator wäre das vermutlich nicht passiert :-).
Volker U. schrieb:> Du bist ein großer Theoretiker. :-)
Nö, ich bin Experimentalphysiker. :-)
> Du> tauchst zwei kleine Platin-Elektroden eines Reihen- oder> Parallel-Resonanzkreises an einem Schwimmer befestigt ins salzhaltige> Teichwasser, auf dem Unrat rumschwimmt und legst eine kleine> Wechselspannung von 1 kHz an. Und dann willst du vermutlich über eine> Impedanzmessung die Kapazität bestimmen und damit zuverlässig(!) Eis> detektieren.
Noch zweimal Nö. Erst einmal wären die Elektroden isoliert, ich will ja
keine Elektrolyse machen oder (Schwer-) Metalle ins Wasser abgeben.
Zweitens würde ich keine Wechselspannung anlegen und Impedanz messen,
sondern die Kapazität in einen Oszillator-Schwingkreis einbauen und die
Frequenz auswerten. Vorbild ist der Artikel aus dem Aprilheft 2009 von
Elektor.
> Also ich würde vorschlagen, es mal praktisch zu testen. Ich> zweifle sehr stark, dass das erfolgreich ist.
Wozu? Ich habe ja keinen Teich, der zufrieren könnte. ;-)
Volker U. schrieb:> Moment, du musst aber auch dazu sagen, dass das passiert ist, als du> einen Kondensator in Reihe zur Spulenwicklung geschaltet hast! Ohne den> Kondensator wäre das vermutlich nicht passiert :-)
Ok, aber die Apparatur hat ja weniger Strom gezogen und die Pumpe lief
schwächer, also eigentlich war die ganze Sache schon im grünen Bereich.
Durch einen glücklichen Zufall habe ich jede Menge Kupferdraht bekommen,
heute die alte verklebte Wicklung runtergerupft (ekliger Job) und sie
neu bewickelt. Spulenwiderstand ist 20 Ohm, so das das jetzt vllt. eine
gute 12V AC Pumpe gibt.
Detlev T. schrieb:> Noch zweimal Nö. Erst einmal wären die Elektroden isoliert, ich will ja> keine Elektrolyse machen oder (Schwer-) Metalle ins Wasser abgeben.> Zweitens würde ich keine Wechselspannung anlegen und Impedanz messen,> sondern die Kapazität in einen Oszillator-Schwingkreis einbauen und die> Frequenz auswerten. Vorbild ist der Artikel aus dem Aprilheft 2009 von> Elektor.
Hmm, in der Experimentalphysik klingt das ja ganz gut, aber der
mechanische Aufbau bereitet dann doch Probleme. Erstens müssen die
Elektroden ja wirklich gut isoliert sein und zweitens kann der VFO ja
nicht irgendwo sein, sondern möglichst dicht am variablen C. Das ist
dann sozusagen eine Boje, oder? Dann muss die Sache mit Strom versorgt
werden und du musst irgendwie an die Daten kommen. Also eine angeleinte
Boje :-) Und dann soll das Teil ja auch noch die EMV Vorschriften
einhalten, hehehe. Na gut, das ist jetzt nicht so schlimm, aber die
Konstruktion ist doch recht kompliziert und reagiert vermutlich auch auf
andere Wassereinflüsse, wie Schnee oder Regen.
Ohne jetzt Personen zu nennen oder den Voting-Button zu bedienen:
Der Gehirnforscher aus München hat doch recht: Das Internet verdummt!
Und auch die Moral scheint es zu beeinflussen.
Detlev T. schrieb:> Zweitens würde ich keine Wechselspannung anlegen und Impedanz messen,> sondern die Kapazität in einen Oszillator-Schwingkreis einbauen und die> Frequenz auswerten. Vorbild ist der Artikel aus dem Aprilheft 2009 von> Elektor.
Ist ja im Prinzip das selbe, ob ich nun eine Frequenz einpräge und die
Spannungsamplitude (= Impedanz) messe oder die Frequenzverstimmung des
frei schwingenden Kreises. Der Vorteil bei der Amplitude ist, dass man
sie wesentlich leichter auswerten kann. Der Vorteil der Frequenz ist,
dass sie nicht so leicht durch externe Faktoren beeinflusst wird.
>> Also ich würde vorschlagen, es mal praktisch zu testen. Ich>> zweifle sehr stark, dass das erfolgreich ist.> Wozu? Ich habe ja keinen Teich, der zufrieren könnte. ;-)
Wozu? Um zu überprüfen, ob dein theoretischer Ansatz in der Realität
überhaupt sinnvolle Ergebnisse liefert. Das ist eigentlich das Prinzip
der Experimentalphysik. :-p
Matthias Sch. schrieb:> Ok, aber die Apparatur hat ja weniger Strom gezogen und die Pumpe lief> schwächer, also eigentlich war die ganze Sache schon im grünen Bereich.
Okay, dann wirst du mit deinem Reihenschwingkreis wohl nicht in der Nähe
der Resonanz gewesen sein. Denn sonst wäre der Strom ja deutlich
angestiegen und damit auch die Wirkleistungsverluste durch den ohmschen
Widerstand der Spulenwicklung.
> Durch einen glücklichen Zufall habe ich jede Menge Kupferdraht bekommen,> heute die alte verklebte Wicklung runtergerupft (ekliger Job) und sie> neu bewickelt. Spulenwiderstand ist 20 Ohm, so das das jetzt vllt. eine> gute 12V AC Pumpe gibt.
Grins. Du bist ja ein wahrer Bastler. Da hätte ich gar keine Lust zu :).
Ich habe mich so an die sauberen Mikrocontroller gewöhnt :).
> Erstens müssen die Elektroden ja wirklich gut isoliert sein
Ich würde sie mit Plastik-Spray besprühen und vielleicht seitlich in
einen Styropor-Schwimmer stecken. Dann muss aber noch ein Drahtkäfig
drumrum, damit keine Blätter oder Zweige zwischen die Elektroden
schwimmen. :-/
> aber die Konstruktion reagiert vermutlich auch auf> andere Wassereinflüsse, wie Schnee oder Regen.
Und auf Wärme und Kälte. Wie sich die Dipoleigenschaften von Wasser mit
der Temperatur ändern, wurde bisher auch noch nicht beleuchtet.
Volker U. schrieb:> Detlev T. schrieb:>> Zweitens würde ich keine Wechselspannung anlegen und Impedanz messen,>> sondern die Kapazität in einen Oszillator-Schwingkreis einbauen und die>> Frequenz auswerten. Vorbild ist der Artikel aus dem Aprilheft 2009 von>> Elektor.>> Ist ja im Prinzip das selbe, ob ich nun eine Frequenz einpräge und die> Spannungsamplitude (= Impedanz) messe oder die Frequenzverstimmung des> frei schwingenden Kreises. Der Vorteil bei der Amplitude ist, dass man> sie wesentlich leichter auswerten kann. Der Vorteil der Frequenz ist,> dass sie nicht so leicht durch externe Faktoren beeinflusst wird.>
Auch schon wieder falsch wenn man den Kontext betrachtet. Und der heißt
hier Mikrocontroller mit Quarz.
Für die Frequenz reichen die internen Timer und ein notfalls externer
Komparator.
Für die Amplitude ist man schnell bei Dioden, Tiefpaß und ADC bzw. man
kann gleich einen TCA440 oder so nehmen.
AD5933 - hier ist deine erste Anwendung :-)
So, viel interessanter als die Dielektrizitätskonstante des Wassers sind
aber meine Messungen von heute, die einige von armin_g gestellte Fragen
beantworten:
Ich habe vor 2 Tagen die Luftpumpe abgestellt und den 60W Heizer
angestellt. Die Eisschollen, die durch das Aufbrechen des Eises
entstanden waren, sind nicht völlig aufgetaut, aber auch nicht
festgefroren. Die Außentemperaturen betrugen zwischen -6 Grad nachts und
-2 Grad tagsüber.
Die Wasseroberfläche hatte heute in der Nähe des Heizers eine Temperatur
von +7°C und zum Teichrand hin (wo die Eisschollen schwimmen) abnehmend
auf +2°C. Aber das Interessanteste: Am Boden des Teiches waren +4,4°C!
Vor 2 Tagen waren es noch +1,1°C. Das heißt also, dass man mit einem
solchen Heizer den Teichboden wunderbar wieder auf Solltemperatur
bringen kann. Das vom Heizer auf 4 Grad erwärmte Wasser sinkt also
sofort auf den Boden und sammelt sich dort.
Ein Sprudelstein an der Oberfläche verhindert zwar ein Durchmischen der
tiefen und oberen Wasserschichten und hilft so den Fischen, aber er
verhindert bei sehr niedrigen Außentemperaturen nicht das Einfrieren
der Oberfläche, da die Wärmeenergiemenge der oberen Wasserschicht sehr
begrenzt ist.
Ich wage daher, folgende Konstruktion als optimalen Kompromiss zwischen
Kosten / Aufwand und Nutzen vorzuschlagen: Ein mit Membranpumpe
betriebener Sprudelstein wird zusammen mit einem Temperatursensor auf
den Grund des Teiches versenkt. Außerdem wird ein Heizstab schwimmend
auf dem Teich positioniert. Der Heizstab wird eingeschaltet, sobald die
Temperatur am Teichgrund unter +2-3 Grad sinkt und er wird
ausgeschaltet, sobald die Bodentemperatur wieder über +3-4 Grad
gestiegen ist. Ich denke, das ist der optimale Kompromiss.
Abdul K. schrieb:> Auch schon wieder falsch wenn man den Kontext betrachtet. Und der heißt> hier Mikrocontroller mit Quarz.
Ich glaube, um die Auswertungsmethode (ob nun mit Mikrocontroller oder
analog) ging es Detlev und mir dabei auch weniger.
> Für die Frequenz reichen die internen Timer und ein notfalls externer> Komparator.> Für die Amplitude ist man schnell bei Dioden, Tiefpaß und ADC bzw. man> kann gleich einen TCA440 oder so nehmen.
Eine Diode und ein Kondensator sind ja nun kein besonders großer
Aufwand. Und ADCs haben Microcontroller ja mehr als genug. Bei deinem
frei schwingenden System brauchst du dafür noch einen aktiven
Verstärker, also zusätzliche, analoge Bauteile wie Transistoren und auch
einige Widerstände (z.B. Colpitts-Oszillator). Ob nun Diode und
Kondensator aufwändiger sind als ein Colpitts-Oszillator, lasse ich mal
dahingestellt.
Zur Dielektrizität des Wassers habe ich nochmal bei Wikipedia
nachgesehen (http://de.wikipedia.org/wiki/Permittivit%C3%A4t). Die
Dielektrizität ist sehr stark frequenzabhängig. Dort wird Wasser bei 0°C
mit 88 angegeben und Eis bei Niederfrequenz von 0°C bis -50°C mit
90-150. Erst bei Frequenzen über 100 kHz hat Eis eine deutlich geringere
Dielektrizitätszahl als Wasser. Da reicht also 1 kHz als Messfrequenz
bei weitem nicht aus.
LOL Hier:
http://e-collection.library.ethz.ch/eserv/eth:20628/eth-20628-01.pdf
Volker U. schrieb:> Da reicht also 1 kHz als Messfrequenz> bei weitem nicht aus.
Das hatte ich genau genommen auch nicht gesagt. Ich habe behauptet, dass
oberhalb von etwa 1kHz der ionische Anteil gegenüber dem depolaren
bedeutungslos wird - das kannst du in der Grafik vom Wikipedia-Artikel
übrigens auch sehen. Das heißt also, dass die Konzentration der Salze
nicht mehr wichtig ist.
Sicher ist der Unterschied zwischen Eis und Wasser frequenzabhängig. Ein
paar 10 kHz wären aus meiner Sicht für diesen Zweck durchaus akzeptabel,
aber das muss jeder selbst entscheiden.
Deine ursprüngliche Frage war nach einer Methode, das Gefrieren der
Oberfläche detektieren zu können. Und damit müsste es gehen. Mehr wollte
ich gar nicht loswerden.
EOT
Detlev T. schrieb:> Deine ursprüngliche Frage war nach einer Methode, das Gefrieren der> Oberfläche detektieren zu können. Und damit müsste es gehen. Mehr wollte> ich gar nicht loswerden.
Deshalb haben wir ja auch darüber diskutiert :). Bloß eine rein
theoretische Diskussion hilft uns nur sehr wenig weiter, wenn wir eine
praktische Lösung finden wollen. Und es gibt in diesem Thread ja
mittlerweile nicht wenige, die sich über praktische Ansätze durchaus
sehr freuen würden, um sie selbst nachzubauen / umzusetzen. Außer Matze
und mir hat sich bisher aber niemand gefunden, der sich auch mal etwas
Arbeit und die Finger dreckig machen will, um solche theoretischen
Ansätze zu testen.
Ich werde den Dielektrizitätsansatz jedenfalls bis auf weiteres nicht
verfolgen. Ich habe keine Zeit dazu, weil ich mit anderen Dingen genug
beschäftigt bin. Vielleicht gibt es ja jemanden, der Lust dazu hat.
Grundsätzlich interessant ist er auf jeden Fall. Anbei mal drei
Diagramme aus der lustigen ETH-Dissertation aus dem Jahre 1930, die ich
oben verlinkt habe. Damit müsste die Auswahl der geeigneten Frequenz
einfach sein.
Volker U. schrieb:> ... Die Außentemperaturen betrugen zwischen -6 Grad nachts und> -2 Grad tagsüber.>> Die Wasseroberfläche hatte heute in der Nähe des Heizers eine Temperatur> von +7°C und zum Teichrand hin (wo die Eisschollen schwimmen) abnehmend> auf +2°C. Aber das Interessanteste: Am Boden des Teiches waren +4,4°C!> Vor 2 Tagen waren es noch +1,1°C. Das heißt also, dass man mit einem> solchen Heizer den Teichboden wunderbar wieder auf Solltemperatur> bringen kann. Das vom Heizer auf 4 Grad erwärmte Wasser sinkt also> sofort auf den Boden und sammelt sich dort.>
Das ist doch mal eine erfreuliche Nachricht, auch wenn 2 Tage doch recht
lange sind, oder?
Volker U. schrieb:> Ein Sprudelstein an der Oberfläche verhindert zwar ein Durchmischen der> tiefen und oberen Wasserschichten und hilft so den Fischen, aber er> verhindert bei sehr niedrigen Außentemperaturen nicht das Einfrieren> der Oberfläche, da die Wärmeenergiemenge der oberen Wasserschicht sehr> begrenzt ist.>> Ich wage daher, folgende Konstruktion als optimalen Kompromiss zwischen> Kosten / Aufwand und Nutzen vorzuschlagen: Ein mit Membranpumpe> betriebener Sprudelstein wird zusammen mit einem Temperatursensor auf> den Grund des Teiches versenkt. Außerdem wird ein Heizstab schwimmend> auf dem Teich positioniert. Der Heizstab wird eingeschaltet, sobald die> Temperatur am Teichgrund unter +2-3 Grad sinkt und er wird> ausgeschaltet, sobald die Bodentemperatur wieder über +3-4 Grad> gestiegen ist. Ich denke, das ist der optimale Kompromiss.
Deine Konzeption gefällt mir sehr gut!
Ich tendiere ebenfalls zu folgenden Überlegungen:
* Selbst bei Einfrieren der Oberfläche bringt der Sprudler
Luft(Sauerstoff) in das System ein, insofern ist mögliche Eisbildung an
der Teichoberfläche ehr nebensächlich.
* Den Teich in "einer für die Fische angemessenen Tiefe" eisfrei und
möglichst nahe um +4°C zu halten ist das primäre Ziel. (Fische mögen
+4°C durchaus immer ganz gerne, im Sommer, wie im Winter; vorausgesetzt
die jeweilige Spezies eignet sich grundsätzlich für diesen
Temperaturbereich!)
* Der Heizstab nahe der Oberfläche ist für die Fische in Grundnähe
voraussichtlich "unbedenklich" (eventuell um -0,05...-0,1m installiert?)
Allein, den Temperaturbereich im Heizbetrieb würde ich noch etwas enger
eingrenzen. Mir scheint ein Einschalten bei +3,7...+3,8°C und
Ausschalten bei +4,1...+4,2°C, gemessen in Grundnähe, am geeignetsten,
um so das "Grundwasser" stets in einem möglichst eng eingegrenzten
Bereich um +4°C halten. Die Teichbewohner mögen eventuell "zu starke"
Temperatur-schwankungen nicht so überaus gerne und da wäre eine
möglichst kleine Hysterese vielleicht ganz passend?
Mein Vorschlag, mögliche kleinere Abweichungen des Pt-xxx über diesen
spezifischen Temperaturbereich ignorieren und die Einschalttemperatur
auf vermeintliche +3,75°C bzw. die Abschalttemperatur auf vermeintliche
+4,15°C "justieren".
Interessant könnte meiner Ansicht nach nun noch eine Messmöglichkeit für
den Sauerstoffgehalt und pH-Wert in Grundnähe sein, um etwaige andere
"ungünstige" Entwicklungen der Wasserqualität ebenfalls beobachten zu
können. Das wäre sicherlich auch im Sommer ganz praktisch?!
Ein kleiner Datenlogger im Haus/Schuppen, eventuell mit einem langsam
betriebenen LIN-Bus (o.ä.) an die Sensorik angebunden, selbst mit nur
30bps betrieben schon beinahe überdimensioniert für diese Anwendung,
könnte die Daten im Dauerbetrieb aufzeichen und in
Round-Robin-Datenbanken (RRD) zu Stunden/Tagen/Wochen/Monaten
aggregieren?! Einmal die Stunde messen wäre sicherlich völlig
ausreichend...
Einen dauerhaft genauen Überblick über die Entwicklung der
Lebensbedingungen im Teich jederzeit "@hand" zu haben, wäre sicherlich
sehr hübsch und möglicherweise, je nach Entwicklung der Wasserqualität,
mitunter auch von praktischem Nutzen?! Allerdings dürfte beides nicht
ganz einfach präzise zu messen sein. An der Messgenauigkeit dieser Werte
wird man vermutlich doch Abstriche hinnehmen müssen...
Ein kleiner, im Teich abgesenkter offener Rahmen-/Gitterkasten (Alu o.ä.
als z.B. 10*10*10cm Würfelrahmen) für die Aufnahme/Montage der diversen
Experimente wäre eventuell eine ganz praktische Lösung? Alle Experimente
liessen sich damit zu Wartungszwecken etc. gemeinsam aus dem Teich heben
und der Rahmen schränkt ein allzu starkes Einsinken der Experimente im
"Grundschlamm" etwas ein.
Wer weiß, da könnten ja mit der zeit noch andere interessante
Experimente hinzu kommen? ;)
Round-Robin--Datenbank: http://de.wikipedia.org/wiki/RRDtool
pH-Wert-Messgerät: http://de.wikipedia.org/wiki/PH-Wert-Messger%C3%A4t
Oxymetrie: http://de.wikipedia.org/wiki/Oxymetriehttp://de.wikipedia.org/wiki/Photometrie
Mit besten Grüßen aus Berlin!
Armin Gruber-Kersting schrieb:> Ein kleiner Datenlogger im Haus/Schuppen, eventuell mit einem langsam> betriebenen LIN-Bus (o.ä.) an die Sensorik angebunden, selbst mit nur> 30bps betrieben schon beinahe überdimensioniert für diese Anwendung,> könnte die Daten im Dauerbetrieb aufzeichen und in> Round-Robin-Datenbanken (RRD) zu Stunden/Tagen/Wochen/Monaten> aggregieren?! Einmal die Stunde messen wäre sicherlich völlig> ausreichend...
Die Idee ist reizvoll, zumal im Schuppen schon ein Server steht, auf dem
lm_Sensors in eine RR Datenbank geschrieben werden (webmin und die
'historic system statistics'). Das einzig blöde ist, das an dem
Mainboard der SM Bus nicht rausgeführt ist.
Armin Gruber-Kersting schrieb:> Die Teichbewohner mögen eventuell "zu starke"> Temperatur-schwankungen nicht so überaus gerne und da wäre eine> möglichst kleine Hysterese vielleicht ganz passend?
Deswegen habe ich probiert, auf jegliche Heizung zu verzichten und nur
die saisonalen Wechsel der Temperaturen auf die Tiere wirken zu lassen.
Bei mir scheint das bisher ja gut zu funktionieren - nur habe ich eben
am Grund des Teiches nur 1,7°C gemessen, und da war es nicht so kalt wie
heute, des nachts waren es -14°C hier draussen. Das könnte knapp werden.
Armin Gruber-Kersting schrieb:> Mit besten Grüßen aus Berlin!
Ebenso !
Armin Gruber-Kersting schrieb:> Das ist doch mal eine erfreuliche Nachricht, auch wenn 2 Tage doch recht> lange sind, oder?
Der Teich war aber auch sehr stark ausgekühlt. Am Boden waren nur noch
+1,1°C und auf dem Wasser schwammen Eisschollen. Daher musste ich
erstmal ne ordentliche Runde heizen. Wenn man das regelmäßig macht,
dürfte sich die Heizzeit deutlich reduzieren.
> * Selbst bei Einfrieren der Oberfläche bringt der Sprudler> Luft(Sauerstoff) in das System ein, insofern ist mögliche Eisbildung an> der Teichoberfläche ehr nebensächlich.
Sofern das Eis nicht zu dick und halbwegs luftdurchlässig ist. Sonst
kommt die Pumpe gegen den Druck im Wasser nicht mehr an. Ein stets
offenes Loch ist daher schon wünschenswert.
> * Der Heizstab nahe der Oberfläche ist für die Fische in Grundnähe> voraussichtlich "unbedenklich" (eventuell um -0,05...-0,1m installiert?)
Er schwimmt auf dem Wasser und ragt etwa 20-30 cm ins Wasser hinein. Der
Heizstab ist aus Metall und nicht - wie im Aquarienbereich üblich - aus
Glas. Er sieht so ähnlich aus, wie der in einer Geschirrspül- oder
Waschmaschine. Evtl. könnte man auch einen solchen nehmen.
> Allein, den Temperaturbereich im Heizbetrieb würde ich noch etwas enger> eingrenzen. Mir scheint ein Einschalten bei +3,7...+3,8°C und> Ausschalten bei +4,1...+4,2°C, gemessen in Grundnähe, am geeignetsten,
Jo, jeder kann das so machen, wie er will. Der Ausschaltpunkt darf nur
nicht zu weit über +4°C liegen und der Einschaltpunkt nicht zu nahe an
+1°C. Ich würde die Hysterese aber auch nicht zu schmal machen, denn
sonst schaltet er ständig an und aus, da ja gewisse Wasserströmungen
stets wechselnde Bodentemperaturen verursachen können. Die Effektivität
für die Bodenschichten würde dabei auch nachlassen, da der Heizkörper ja
jeweils erwärmt werden muss, bevor er Energie ans Tiefenwasser abgeben
kann. Und das tut er ja erst, wenn er eine gewisse Temperatur erreicht
hat.
Ich würde einen DS18B20 Sensor dafür nehmen. Mit dem habe ich besonders
in Punkto Langzeitgenauigkeit beste Erfahrungen gemacht.
> Interessant könnte meiner Ansicht nach nun noch eine Messmöglichkeit für> den Sauerstoffgehalt und pH-Wert in Grundnähe sein, um etwaige andere> "ungünstige" Entwicklungen der Wasserqualität ebenfalls beobachten zu> können. Das wäre sicherlich auch im Sommer ganz praktisch?!
Grins. Ich denke, den Möglichkeiten sind da kaum Grenzen gesetzt.
Allerdings sind Sauerstoff- und pH-Sensoren nicht gerade billig.
> Ein kleiner Datenlogger im Haus/Schuppen, eventuell mit einem langsam> betriebenen LIN-Bus (o.ä.) an die Sensorik angebunden,
Ich würde den ohnehin vorhandenen I²C Bus nehmen und die Daten einfach
in einem an den Mikrocontroller angeschlossenen EEPROM speichern. Ein
Mikrocontroller ist bei Nutzung des digitalen Sensors eh nötig und auch
um den Heizer zu schalten. Die gespeicherten Daten könnte man dann
entweder in größeren Zeitabständen per RS232 mit einem Laptop abrufen
oder (noch einfacher) im ISM-Band über ein 433 oder 868 MHz Funksystem
(http://www.pollin.de/shop/dt/MTU5OTgxOTk-/Bausaetze_Module/Module/Funkmodul_RFM02_433_Sendemodul.html)
auf einen Rechner in der Umgebung übertragen. Das ist sicher die
einfachste Lösung.
> Wer weiß, da könnten ja mit der zeit noch andere interessante> Experimente hinzu kommen? ;)
Klar. Deshalb würde ich dann auch gleich einen etwas opulenter
ausgestatteten Mikrocontroller nehmen. Z.B. mindestens einen ATmega328
oder einen ATmega1284.
Matthias Sch. schrieb:> Deswegen habe ich probiert, auf jegliche Heizung zu verzichten und nur> die saisonalen Wechsel der Temperaturen auf die Tiere wirken zu lassen.> Bei mir scheint das bisher ja gut zu funktionieren - nur habe ich eben> am Grund des Teiches nur 1,7°C gemessen, und da war es nicht so kalt wie> heute, des nachts waren es -14°C hier draussen. Das könnte knapp werden.
Aber bestimmt! Hier waren letzte nacht "nur" -10 Grad. Aber ich denke,
wenn Tag und Nacht zwischen -10 und -15 Grad sind, wird die
Teichoberfläche ohne Zuheizen bald gefroren sein. Nun soll es ab Montag
ja wieder Tauwetter geben, aber der Winter ist noch nicht ausgestanden.
Bis Mitte/Ende Februar kann es da noch kräftig frieren.
Wie wir gesehen haben, bewirkt das Heizen an der Oberfläche nur geringe
Bodentemperaturschwankungen. Also sehe ich das als völlig
unproblematisch an.
Volker U. schrieb:>> * Selbst bei Einfrieren der Oberfläche bringt der Sprudler>> Luft(Sauerstoff) in das System ein, insofern ist mögliche Eisbildung an>> der Teichoberfläche ehr nebensächlich.> Sofern das Eis nicht zu dick und halbwegs luftdurchlässig ist. Sonst> kommt die Pumpe gegen den Druck im Wasser nicht mehr an. Ein stets> offenes Loch ist daher schon wünschenswert.
Hast du das erlebt, weil du bei dieser Aussage so verbissen bist? Ich
kann mir nicht vorstellen, daß die Eisschicht komplett dicht macht.
Daher würde mich die praktische Erfahrung interessieren.
> Aber bestimmt! Hier waren letzte nacht "nur" -10 Grad. Aber ich denke,> wenn Tag und Nacht zwischen -10 und -15 Grad sind, wird die> Teichoberfläche ohne Zuheizen bald gefroren sein. Nun soll es ab Montag> ja wieder Tauwetter geben, aber der Winter ist noch nicht ausgestanden.> Bis Mitte/Ende Februar kann es da noch kräftig frieren.>
Ja Beeilung mit der Entwicklung ;-)
> Wie wir gesehen haben, bewirkt das Heizen an der Oberfläche nur geringe> Bodentemperaturschwankungen. Also sehe ich das als völlig> unproblematisch an.
Oben stand doch bereits, daß warmes Wasser regelrecht nach unten fällt.
Es strömt immer irgendetwas! Da reichen schon kleineste
Temperaturunterschiede.
Mir ist noch eine Idee gekommen:
Eventuell funzt ein IR-Thermometer, daß auf den Bodengrund des Teiches
gerichtet ist. Wasser ist halbwegs transparent für IR. Müßte man mal mit
der Eisfläche vergleichen. Ausprobiert habe ich es bislang nur mit
Wasser.
Wäre kontaktlos und ohne Mechanik! Ein aufliegendes Blatt würde auch
nicht sonderlich stören, wenn man den Erfassungsbereich groß genug
wählt.
Ein generelles Problem beim schon erfolgten Zufrieren ist der sehr
schlechte Wärmetransport vom Heizer an die weitere Umgebung. Daher
empfehle ich es, das Zufrieren nicht erst abzuwarten. Ja, die Aussage
beißt sich mit der Wettervorhersage.
Abdul K. schrieb:> Volker U. schrieb:>> Sofern das Eis nicht zu dick und halbwegs luftdurchlässig ist. Sonst>> kommt die Pumpe gegen den Druck im Wasser nicht mehr an. Ein stets>> offenes Loch ist daher schon wünschenswert.>> Hast du das erlebt, weil du bei dieser Aussage so verbissen bist? Ich> kann mir nicht vorstellen, daß die Eisschicht komplett dicht macht.> Daher würde mich die praktische Erfahrung interessieren.
Ich habe erlebt, dass alle Fische gestorben sind, als das Eis ohne
Sprudler zugefroren war. Dass es auch mit Sprudler zufriert, habe ich
noch nicht selbst erlebt, aber da sowohl bei Matze als auch bei mir die
Bodentemperatur auf fast 1°C abgesunken war, obwohl die Außentemperatur
nie unter -10°C war, liegt die Vermutung nahe, dass der Teich ohne
Heizer bei tiefen Temperaturen trotz Sprudler zufriert. Das kann man
auch an vielen Stellen nachlesen. Darüberhinaus sprudelt die Pumpe nicht
mehr oder kaum noch, wenn der Teich dick zugefroren ist, da die
eingeblasene Luft nicht entweichen kann.
> Oben stand doch bereits, daß warmes Wasser regelrecht nach unten fällt.> Es strömt immer irgendetwas! Da reichen schon kleineste> Temperaturunterschiede.
Wasser um die 4 Grad fällt regelrecht nach unten! Warmes Wasser deutlich
über 4 Grad bleibt an der Oberfläche. Und deshalb bewirkt mäßiges Heizen
an der Oberfläche nur geringe Bodentemperaturschwankungen. Wenn man
heizt, ergibt sich eine teils kuriose Temperaturschichtung: An der
Oberfläche +7°C, in der Mitte +2°C und am Boden +4°C.
> Eventuell funzt ein IR-Thermometer, daß auf den Bodengrund des Teiches> gerichtet ist. Wasser ist halbwegs transparent für IR. Müßte man mal mit> der Eisfläche vergleichen. Ausprobiert habe ich es bislang nur mit> Wasser.
Das wird nicht funktionieren, weil das Teichwasser nicht völlig klar ist
und überall Pflanzenreste oder Algen rumschwimmen. Auf der Oberfläche
auch mal Blätter oder anderer Unrat. Du kommst nicht dauerhaft
zuverlässig auf den Grund, wenn überhaupt. Da ist der Temperatursensor
für 2 Euro allemal die bessere Lösung :).
Ganz abgesehen davon, dass ich kein IR-Thermometer kenne, das bei -10
Grad Gehäusetemperatur noch zuverlässige Ergebnisse liefert. Mag sein,
dass es die gibt, aber die sind dann unbezahlbar.
> Daher empfehle ich es, das Zufrieren nicht erst abzuwarten.
Na, dann sind wir uns in dem Punkt ja doch einig. Das hörte sich für
mich weiter oben anders an ;-). Deshalb habe ich vorm Heizen auch das
Eis aufgehackt.
Volker U. schrieb:> Das wird nicht funktionieren, weil das Teichwasser nicht völlig klar ist> und überall Pflanzenreste oder Algen rumschwimmen. Auf der Oberfläche> auch mal Blätter oder anderer Unrat. Du kommst nicht dauerhaft> zuverlässig auf den Grund, wenn überhaupt. Da ist der Temperatursensor> für 2 Euro allemal die bessere Lösung :).>
Es geht nicht um die Bodentemperatur am Grund. Es geht um die Frage, ob
man 1. die Durchschnittstemperatur der teiltranspareten Wassersäule
messen kann (Was ich aus meinen Experimenten vermute) und ob 2. die
Eisfläche dann diese Wassersäule ausreichend abschirmen würde - Das
IR-Thermometer also nur noch das Eis sehen würde.
Genau dann könnte man die Eisbedeckung exakt feststellen.
Überhaupt führen viele Wege nach Rom. Meine Strategie kennt ihr ja
schon.
> Ganz abgesehen davon, dass ich kein IR-Thermometer kenne, das bei -10> Grad Gehäusetemperatur noch zuverlässige Ergebnisse liefert. Mag sein,> dass es die gibt, aber die sind dann unbezahlbar.>
Hm.
>> Daher empfehle ich es, das Zufrieren nicht erst abzuwarten.>> Na, dann sind wir uns in dem Punkt ja doch einig. Das hörte sich für> mich weiter oben anders an ;-). Deshalb habe ich vorm Heizen auch das> Eis aufgehackt.
Man muß einfach unterscheiden zwischen einer kurzfristigen und damit
tolerierbaren Eisschicht und einem anhaltenden (dann die Option auf
komplettes Durchfrieren) Frost!
Im zweiten Fall wäre frühzeitiges Eisfreihalten vorteilhaft.
Abdul K. schrieb:> Das IR-Thermometer also nur noch das Eis sehen würde.> Genau dann könnte man die Eisbedeckung exakt feststellen.
Wo du Recht hast... Das Prinzip könnte funktionieren, sofern man ein
entsprechendes, wetterfestes Außen-IR-Thermometer mit einer externen
Spannungsversorgung, entsprechender Schnittstelle und Zuverlässigkeit
bis -20 Grad findet. Ich halte das für relativ unwahrscheinlich. Und
wenn es das gibt, kannst du für den Preis den Teich vermutlich 200 Jahre
durchgehend beheizen ;-).
> Man muß einfach unterscheiden zwischen einer kurzfristigen und damit> tolerierbaren Eisschicht und einem anhaltenden (dann die Option auf> komplettes Durchfrieren) Frost!> Im zweiten Fall wäre frühzeitiges Eisfreihalten vorteilhaft.
In unserer Gegend ist eher eine länger anhaltende Frostperiode üblich.
Dazwischen ist dann eher durchgehend Tauwetter. Dass die Temperaturen
sich täglich wechselnd um den Gefrierpunkt bewegen - mal drüber und mal
drunter-, ist eher die Ausnahme.
Mein oben gemachter Vorschlag mit dem Temperatursensor und dem
Dauer-Sprudler am Boden hat übrigens einen Haken, den ich nicht bedacht
hatte: Der Sprudler am Boden bewirkt eine stets vollständige
Durchmischung des Wassers. Wenn man parallel heizt, muss der Heizer
folglich den gesamten Teichinhalt aufheizen. Sprudelt man nicht vom
Boden, heizt der Heizer vorwiegend die oberen Wasserschichten und man
kann sich die Isolierwirkung der mittleren Wasserschichten zunutze
machen, braucht also weniger Energie. Deshalb ist es wohl doch nicht so
klug, vom Boden aus zu sprudeln.
Wenn man nicht vom Boden aus sprudelt, muss man jedoch wieder einen
Eisdetektor haben, um das Zufrieren der Oberfläche bei starken
Minusgraden zu vermeiden. Man kommt wohl doch nicht um den Eisdetektor
drumherum, wenn man Energie sparen will.
Dann sind wir, zusammen gefasst, wieder bei der Idee die ich anfangs
schon hatte. Temperatur messen gucken wann es gefriert und in diesem
Bereich anfangen zu heizen.
Es soll noch die nächste Woche immer noch so kalt bleiben. Mal sehen, ob
ich Sonntag noch etwas Zeit habe, denn dann werde ich (mangels Teich)
auf dem Balkon ein Glas Wasser mit zwei DS18B20 hinstellen, einen direkt
an der Wasseroberfläche und einen einen am Boden. Will doch jetzt selbst
mal sehen wie es sich mit dem Gefrieren verhält.
Hei,
sagt mal, wie tief (bzw. flach) sind denn eure Teiche so, dass die
komplett zufrieren können?
In so 10-15 Jahren will ich mir auch einen (Schwimm-)Teich buddeln,
daher interessiert mich das Thema ein wenig. Bei der Tiefe eines
Schwimmteiches erwarte ich aber keine Probleme mit tiefen
Temperaturen...
Grüße,
Tom
Frank O. schrieb:> Es soll noch die nächste Woche immer noch so kalt bleiben.
Meinen Informationen nach kommt ab Montag Tauwetter mit +4-10 Grad.
> Mal sehen, ob> ich Sonntag noch etwas Zeit habe, denn dann werde ich (mangels Teich)> auf dem Balkon ein Glas Wasser mit zwei DS18B20 hinstellen, einen direkt> an der Wasseroberfläche und einen einen am Boden. Will doch jetzt selbst> mal sehen wie es sich mit dem Gefrieren verhält.
Dann musst du das Glas aber nach außen sehr gut isolieren, so dass die
Kälte nur von oben an das Wasser heran kommt!
Tom P. schrieb:> sagt mal, wie tief (bzw. flach) sind denn eure Teiche so, dass die> komplett zufrieren können?
Meiner ist etwa 1 m tief. Komplett zugefroren ist er noch nie. Nur die
Oberfläche. Aber wenn man das Wasser ständig umwälzt und draußen -10
Grad sind, friert er mit Sicherheit auch komplett zu.
> In so 10-15 Jahren will ich mir auch einen (Schwimm-)Teich buddeln,> daher interessiert mich das Thema ein wenig. Bei der Tiefe eines> Schwimmteiches erwarte ich aber keine Probleme mit tiefen> Temperaturen...
Kommt drauf an, ob in deinem Schwimmteich Fische sein sollen. Dann musst
du gegen das Gefrieren der Oberfläche was tun. Für einen mindestens 2
Meter tiefen Schwimmteich brauchst du aber ein sehr großes Grundstück,
zumindest wenn es ein Naturteich sein soll.
Tom P. schrieb:> Hei,>> sagt mal, wie tief (bzw. flach) sind denn eure Teiche so, dass die> komplett zufrieren können?>> In so 10-15 Jahren will ich mir auch einen (Schwimm-)Teich buddeln,> daher interessiert mich das Thema ein wenig. Bei der Tiefe eines> Schwimmteiches erwarte ich aber keine Probleme mit tiefen> Temperaturen...>
Du meinst durchfrieren!
Bei einem Schwimmteich ist das kein Problem. Die üblichen max. 60cm
Fischpfützen haben halt solche Problem, wie sie hier beschrieben werden.
Also ich meine die größeren Bratpfannen ;-)
Abdul K. schrieb:> Du meinst durchfrieren!>> Bei einem Schwimmteich ist das kein Problem. Die üblichen max. 60cm> Fischpfützen haben halt solche Problem, wie sie hier beschrieben werden.> Also ich meine die größeren Bratpfannen ;-)
Bis zum Boden durchfrieren tut auch ein 60 cm tiefer Teich bei uns
vermutlich nie, solange man das Wasser in Ruhe lässt. Darum ging es hier
ja nicht. Es ging nur um Eisbildung an der Oberfläche.
Nö. Es ging um das Überleben der Fische. Zumindest sehr lange die letzte
Zeit.
Was ist schon "bei uns"?? Komm mal in die Oberlausitz oder nach
Thüringen oder in den Bayrischen Wald. Am Kaiserstuhl kannst du locker
10°C hochzählen gegenüber diesen Regionen.
60cm halte ich für die halbwegs sichere Grenze. Kabel werden
typischerweise noch tiefer eingebuddelt.
Abdul K. schrieb:> Nö. Es ging um das Überleben der Fische. Zumindest sehr lange die letzte> Zeit.
Was ja nun direkt mit der Eisbildung an der Oberfläche zusammenhängt.
:-)
> Was ist schon "bei uns"?? Komm mal in die Oberlausitz oder nach> Thüringen oder in den Bayrischen Wald. Am Kaiserstuhl kannst du locker> 10°C hochzählen gegenüber diesen Regionen.
Oder am Pfuntensee. :-p Aber in solchen Regionen leben ja nun die
wenigsten von uns. Dass in Sibiren andere Regeln gelten, ist ja klar. In
den meisten Regionen bei uns gibt es aber nur extrem selten -20 Grad
oder weniger.
> 60cm halte ich für die halbwegs sichere Grenze. Kabel werden> typischerweise noch tiefer eingebuddelt.
Du meinst Wasserrohre. Außenkabel kannste ja auch oberirdisch verlegen
;).
So, die letzten Messungen bestätigen unsere Vermutungen:
Der Luft-Sprudler befand sich bei -4 bis -10 Grad Außentemperatur nun 2
Tage im unbeheizten Teich in etwa 20 cm Wassertiefe. Das Wasserloch hat
sich auf etwa 30 cm Durchmesser verkleinert. Die Wassertemperatur an der
Oberfläche direkt über dem Sprudler beträgt +1,2°C und am Boden des
Teiches +3,5°C. D.h. eine Auskühlung der bodennahen Wasserschichten
konnte durch den oberflächennah eingesetzten Sprudler vermieden werden,
aber zu Lasten einer deutlichen Verkleinerung des eisfreien Lochs.
Wenn es noch einige Tage so weiter frieren würde, wäre sicher auch das
Loch über dem Sprudler irgendwann dicht und der Sprudler würde
vermutlich seinen Geist aufgeben. Da die Großwetterlage sich aber hin zu
Tauwetter ändern wird, werden wir das in absehbarer Zeit erstmal nicht
überprüfen können.
Volker U. schrieb: In den meisten Regionen bei uns gibt es aber nur
extrem selten -20 Grad oder weniger.
Richtig und allgemein bekannt, trotzdem sind Heizungsanlagen auf solche
kaum oder sehr selten vorkommende Heizleistung ausgelegt.
Auch jetzt noch, wo Heizungsanlagen mit weniger Heizleistung auskommen
könnten. Minus 20 Grad ist weiterhin die Auslegungstemperatur.
Volker U. schrieb:> Tom P. schrieb:>> sagt mal, wie tief (bzw. flach) sind denn eure Teiche so, dass die>> komplett zufrieren können?>> Meiner ist etwa 1 m tief. Komplett zugefroren ist er noch nie.
Meiner vermutlich ebenso. In frühren Postings konnten wir feststellen,
das Volker und ich wahrscheinlich die gleiche Teichform haben,
nierentischförmig und am Grund so verschlammt, das ich hier die
wirkliche Tiefe nie feststellen konnte. Jede Menge Seerosen und Schilf.
Letzten Februar (die Kältewelle) war er ca. 10-15cm dick zugefroren.
Abdul K. schrieb:> Nö. Es ging um das Überleben der Fische. Zumindest sehr lange die letzte> Zeit.
Meine Fische zeigen ja einen eisernen Überlebenswillen und sind mit
Sprudler und ohne Heizung quicklebendig, wenn sie dann erstmal von Wärme
und heller Sonne wieder wach werden. So war es jedenfalls die letzten
beiden Jahre.
Volker U. schrieb:> Du meinst Wasserrohre. Außenkabel kannste ja auch oberirdisch verlegen> ;).
Netzwerk- und Sensorkabel verlaufen bei mir auch oberirdisch, das heisst
aber nicht, das ich auf Supraleitung spekuliere :-) Meine Wasserrohre
hier liegen in 130cm Tiefe und da ist es noch nie auch nur ansatzweise
zu Minustemperaturen gekommen. In meiner Brunnengrube messe ich bei
-15°C letzte Nacht aussen eine Temperatur von 2,6°C. Das Brunnenwasser
aus 7m Tiefe hat konstant 7°C, unabhängig von der Jahreszeit.
Win7fan schrieb:> trotzdem sind Heizungsanlagen auf solche> kaum oder sehr selten vorkommende Heizleistung ausgelegt.
Nur bei der Deutschen Bahn anscheinend nicht. Da die Berliner S-Bahn ja
eine Bahntochter ist, kämpft auch die jetzt regelmässig mit der
Witterung.
Volker U. schrieb:>> Durch einen glücklichen Zufall habe ich jede Menge Kupferdraht bekommen,>> heute die alte verklebte Wicklung runtergerupft (ekliger Job) und sie>> neu bewickelt. Spulenwiderstand ist 20 Ohm, so das das jetzt vllt. eine>> gute 12V AC Pumpe gibt.>> Grins. Du bist ja ein wahrer Bastler. Da hätte ich gar keine Lust zu :)
Das hat übrigens funktioniert. Die Elite 802 ist jetzt eine gut laufende
6V AC Pumpe und läuft seit gestern im Testbetrieb. Da ich noch einen
Miniumrichter 50Hz mit einem Tiny 45 habe, werde ich im Frühjahr mal
sehen, ob man daraus nicht eine Solarpumpe bauen kann.
Win7fan schrieb:> Richtig und allgemein bekannt, trotzdem sind Heizungsanlagen auf solche> kaum oder sehr selten vorkommende Heizleistung ausgelegt.> Auch jetzt noch, wo Heizungsanlagen mit weniger Heizleistung auskommen> könnten. Minus 20 Grad ist weiterhin die Auslegungstemperatur.
Klar, hin und wieder kommt das ja auch vor. Hier in Hannover waren im
letzten Februar z.B. eine Nacht mal -19 Grad. Und vor gaaaaanz langer
Zeit hatten wir mal zu Silvester sogar -23 Grad. Da konnte man die
Knaller mit einem Streichholz nicht mehr anzünden, nur mit einer
glimmenden Zigarette. ;)
Man spürt die Kälte dann auch in der warmen Wohnung in der Nähe von
Fenstern, weil aus der Richtung dann so gut wie keine Wärmestrahlung
mehr kommt.
In Italien sind die Heizungen wieder ganz anders ausgelegt. Am Gardasee
z.B. gibt es auch Heizkörper. Aber die sind so winzig, die würde man bei
uns nichtmal ins Gästeklo hängen. :)
Matthias Sch. schrieb:> Das Brunnenwasser> aus 7m Tiefe hat konstant 7°C, unabhängig von der Jahreszeit.
Richtig. Ich habe im letzten Sommer am Eibsee an der Zugspitze mehrmals
eine Bergquelle gemessen, die direkt aus dem Berg kommt. Die hatte immer
6,4°C. Selbst nachdem eine Woche lang jeden Tag rund 30°C
Außentemperatur waren.
> Nur bei der Deutschen Bahn anscheinend nicht. Da die Berliner S-Bahn ja> eine Bahntochter ist, kämpft auch die jetzt regelmässig mit der> Witterung.
Weil die DB auch keine Kältekammern hat, in denen die Züge auf ihre
Wintertauglichkeit hin geprüft werden. Kurioserweise macht die Bahn in
Italien und Frankreich das. Die haben auch keinerlei Probleme im Winter.
Ich sah letztens einen Fernsehbericht, wo ein ganzer italienischer Zug
bei -20 Grad stundenlang mit Wasser besprüht wurde, so dass er vollig
zugeeist war. Dann blieb er 2 Tage bei der Temperatur stehen und danach
musste er anfahren und innen auf 21°C aufgeheizt werden. Alles völlig
problemlos. Nur die arme Deutsche Bahn kann oder will sich solche Tests
offenbar nicht leisten. Wir müssen ja auch dicke Gewinne für die
Aktionäre erwirtschaften. Das ist wichtiger als die Zufriedenheit der
Kunden.
> Das hat übrigens funktioniert. Die Elite 802 ist jetzt eine gut laufende> 6V AC Pumpe und läuft seit gestern im Testbetrieb. Da ich noch einen> Miniumrichter 50Hz mit einem Tiny 45 habe, werde ich im Frühjahr mal> sehen, ob man daraus nicht eine Solarpumpe bauen kann.
Interessant. Da bin ich mal gespannt...
Volker U. schrieb:> Abdul K. schrieb:>> Nö. Es ging um das Überleben der Fische. Zumindest sehr lange die letzte>> Zeit.>> Was ja nun direkt mit der Eisbildung an der Oberfläche zusammenhängt.> :-)>
Nein. Es gibt auch noch andere Schäden, wenn das Gewässer durchfriert!
Ein Schwimmbadmeister erklärte mir, daß es im Naturschwimmbad draußen
besser wäre im Winter das Wasser drinnenzulassen als leerzumachen.
>> Was ist schon "bei uns"?? Komm mal in die Oberlausitz oder nach>> Thüringen oder in den Bayrischen Wald. Am Kaiserstuhl kannst du locker>> 10°C hochzählen gegenüber diesen Regionen.>> Oder am Pfuntensee. :-p Aber in solchen Regionen leben ja nun die> wenigsten von uns. Dass in Sibiren andere Regeln gelten, ist ja klar. In> den meisten Regionen bei uns gibt es aber nur extrem selten -20 Grad> oder weniger.>
Ja stimmt. Netzabdeckung heißt das Zauberwort der BWLer. Der Rest kann
Morsen und Holzen.
Wir haben eigentlich jeden Winter mal ein zwei Tage mit nachts -20°C.
Ein PVC-Kabel ist dann schon fast durchbrechbar.
>> 60cm halte ich für die halbwegs sichere Grenze. Kabel werden>> typischerweise noch tiefer eingebuddelt.>> Du meinst Wasserrohre. Außenkabel kannste ja auch oberirdisch verlegen> ;).
Nö. Professionell wird eingebudelt bzw. Leerrohre durchgezogen.
Matthias Sch. schrieb:> Das Brunnenwasser aus 7m Tiefe ... .
Das duerfte sich dann aber um Schichtenwasser und nicht
um Grundwasser handeln. (oertlich jedoch unterschiedlich)
Matthias Sch. schrieb:> Meine Wasserrohre> hier liegen in 130cm Tiefe und da ist es noch nie auch nur ansatzweise> zu Minustemperaturen gekommen
Ich kenne Gegenden (hier im Nachbarort) wo selbst eine
150cm Deckung nicht gegen Einfrierungen hilft.
500m weiter entfernt friert eine Leitung mit 80cm Deckung
nicht ein. Das haengt wohl mehr mit dem Boden und der
Gegebenheit zusammen. Ich bin aber kein Geologe.
Gruss Asko.
Asko B. schrieb:> Matthias Sch. schrieb:>> Das Brunnenwasser aus 7m Tiefe ... .>> Das duerfte sich dann aber um Schichtenwasser und nicht> um Grundwasser handeln.
Richtig. In Berlin haben wir drei Schichten: 7m, 30m und ca. 100m. Lt.
Aussage der Wasserwerke ist die 30m Schicht mit Schadstofffahnen
belastet, und nur die 7m und 100m Schicht ist nach Aufbereitung für
Trinkwasser geeignet. Meine Fischis fühlen sich in dem 7m Wasser auch
ohne Aufbereitung pudelwohl. Die 100m Schicht wird von den Wasserwerken
angezapft.
Asko B. schrieb:> Ich kenne Gegenden (hier im Nachbarort) wo selbst eine> 150cm Deckung nicht gegen Einfrierungen hilft.
Das ist hier nie der Fall. Unsere Wasserwerker und Sanitärspezis legen
nahezu alle Leitungen so dicht unter die Oberfläche, bei
Hauptwasserleitungen sinds allerdings auch mal 2,5 m. Berlin ist ja
buchstäblich auf Sand gebaut, hier ist es wohl der märkische...
Abdul K. schrieb:>>> Nö. Es ging um das Überleben der Fische. Zumindest sehr lange die letzte>>> Zeit.>> Was ja nun direkt mit der Eisbildung an der Oberfläche zusammenhängt.>> :-)> Nein.
Nein? Das Überleben der Fische hängt nicht mit der Eisbildung an der
Oberfläche zusammen?!?
> Ja stimmt. Netzabdeckung heißt das Zauberwort der BWLer. Der Rest kann> Morsen und Holzen.
Wir diskutieren hier aber keine polaren Ausnahmefälle, sondern den
Regelfall, der auf die Mehrheit der Bevölkerung zutrifft.
> Wir haben eigentlich jeden Winter mal ein zwei Tage mit nachts -20°C.> Ein PVC-Kabel ist dann schon fast durchbrechbar.
PVC-Kabel sind auch keine Außenkabel. Dafür wird Polyethylen, Teflon,
Silikon und Gummi verwendet.
>> Du meinst Wasserrohre. Außenkabel kannste ja auch oberirdisch verlegen>> ;).>> Nö. Professionell wird eingebudelt bzw. Leerrohre durchgezogen.
Aber nicht wegen der Temperaturprobleme, sondern damit niemand drüber
stolpert oder es zerreißt. Oberirdisch verlegte Kabel haben i.d.R. eine
längere Haltbarkeit als unterirdisch verlegte, da sie mit weniger
aggressiven Stoffen (Salzlösungen, organische Lösungen, Baumwurzeln
etc.) in Berührung kommen, als unterirdische. In Großbritannien werden
die Kabel überwiegend oberirdisch auf Kabelstützen entlang der
Bahnlinien verlegt.
Volker U. schrieb:> Wo du Recht hast... Das Prinzip könnte funktionieren, sofern man ein> entsprechendes, wetterfestes Außen-IR-Thermometer mit einer externen> Spannungsversorgung, entsprechender Schnittstelle und Zuverlässigkeit> bis -20 Grad findet. Ich halte das für relativ unwahrscheinlich. Und> wenn es das gibt, kannst du für den Preis den Teich vermutlich 200 Jahre> durchgehend beheizen ;-).
Vielleicht geht ja was mit dem MLX90614?
Volker U. schrieb:> Oberirdisch verlegte Kabel haben i.d.R. eine> längere Haltbarkeit als unterirdisch verlegte, da sie mit weniger> aggressiven Stoffen (Salzlösungen, organische Lösungen, Baumwurzeln> etc.) in Berührung kommen, als unterirdische. In Großbritannien werden> die Kabel überwiegend oberirdisch auf Kabelstützen entlang der> Bahnlinien verlegt.
Glaubst du da selbst dran was du da schreibst? Schon mal was von sauren
Regen gehört? Blitzeinschläge? UV-Licht?
Salzlösungen im Boden gibt es nur in der Marsch und in Gegenden wo K+S
tätig ist. Auch sonst ist der Boden meist unkritischen PH-Bereichen.
Der einzige Grund warum Kabel überirdisch hängen ist der Kostenfaktor.
Und bei Kabeln entlang der Bahntrassen handelt es sich Wahrscheinlich um
Bahnkabel.
Volker U. schrieb:> Man kommt wohl doch nicht um den Eisdetektor> drumherum, wenn man Energie sparen will.
Man nehme einen schwimmfähigen Holzring o.ä. und befestige an der
Unterseite einen Heizdraht. Patent pending.
Jan X. schrieb:> Vielleicht geht ja was mit dem MLX90614?
Hey, das ist ja ein nettes Teil. Schade das es so teuer ist. Aber 17-bit
AD Wandler, DSP - Respekt, Respekt. Schon ganz schön was drin.
Pete K. schrieb:> Früher hat man Strohballen am Teichrand befestigt...
Ja? Und was passiert dann?
sock puppet schrieb:> Man nehme einen schwimmfähigen Holzring o.ä. und befestige an der> Unterseite einen Heizdraht. Patent pending.
Auch landschaftlich bestimmt nett, aber es fehlt irgendwie der Hinweis
darauf, was uns das bringen kann. Patent abgelehnt :-)
Karl schrieb:> Salzlösungen im Boden gibt es nur in der Marsch und in Gegenden wo K+S> tätig ist. Auch sonst ist der Boden meist unkritischen PH-Bereichen.
Glaube ich auch. Das aggressivste, was bei mir in der Erde ist, sind
vermutlich Wühlmäuse.
Matthias Sch. schrieb:> sock puppet schrieb:>>> Man nehme einen schwimmfähigen Holzring o.ä. und befestige an der>> Unterseite einen Heizdraht. Patent pending.> Auch landschaftlich bestimmt nett, aber es fehlt irgendwie der Hinweis> darauf, was uns das bringen kann. Patent abgelehnt :-)
Ich kaufe das Patent!
Jan X. schrieb:> Vielleicht geht ja was mit dem MLX90614?
Danke für den Hinweis! Interessantes Bauteil. Kannte ich noch gar nicht.
Ob die Genauigkeit von 0,5°C ausreicht, ist die Frage. Man müsste das
mal im Realen testen. Meiner Erfahrung nach schwanken die IR-Thermometer
auch immer mal ohne ersichtliche Gründe so um einige Grad hin und her.
Karl schrieb:> Salzlösungen im Boden gibt es nur in der Marsch und in Gegenden wo K+S> tätig ist. Auch sonst ist der Boden meist unkritischen PH-Bereichen.
Im Boden gibt es neben organischen Stoffen und Mikroorganismen, die
zersetzend wirken können, auch mechanische Beanspruchungen durch
thermische Effekte, die in der Luft nicht so hoch sind.
> Der einzige Grund warum Kabel überirdisch hängen ist der Kostenfaktor.
Ich habe nicht gesagt, dass die Kosten dabei keine Rolle spielen. Der
Hauptgrund ist aber, dass man schnell welche dazulegen kann,
Abzweigungen schnell erzeugen kann, bei Reparaturen ganz schnell vor Ort
ist und Schadstellen leicht findet.
> Und bei Kabeln entlang der Bahntrassen handelt es sich Wahrscheinlich um> Bahnkabel.
Nein, die Bahn wird kaum 50-100 armdicke Hochspannungsleitungen
benötigen.
sock puppet schrieb:> Volker U. schrieb:>> Man kommt wohl doch nicht um den Eisdetektor>> drumherum, wenn man Energie sparen will.>> Man nehme einen schwimmfähigen Holzring o.ä. und befestige an der> Unterseite einen Heizdraht. Patent pending.
Und wie detektiert man damit Eis?
Matthias Sch. schrieb:> Jan X. schrieb:>> Teuer? 5 - 6 € in Einzelstückzahlen finde ich durchaus okay.>> Ich hatte nur irgendwas mit 15 Euro gefunden - glaube bei Watterott.> Jupp, hier isses:> http://www.watterott.com/de/Infrared-Thermometer-MLX90614
Lagerbestand: 0 :-p
Nochmal zu Erdkabeln vs. oberirdischen Leitungen: Im Boden befindet sich
ja nicht nur Natriumchlorid, sondern in erster Linie Kalium- und
Kalziumsalze. Und die gibt es überall in großen Mengen. Außerdem Öle und
organische Stoffe, die von Pflanzen und Mikororganismen produziert
werden. Auch verändert sich der Kunststoff der Ummantelung im Laufe der
Zeit durch Abdunstungsvorgänge und chemische Umwandlungsprozesse. Dies
macht die Kabel anfällig für die Einlagerung von Ionen und organischen
Stoffen, wodurch die die Zersetzung weiter zunimmt.
"Freileitungen können rund 80 Jahre genutzt werden. Die Haltbarkeit von
Kabeln beträgt derzeit rund 40 Jahre."
http://www.50hertz.com/cps/rde/xchg/trm_de/hs.xsl/1571.htm?rdeLocaleAttr=de
(graue Infobox unten)
So - nachdem mein Teich wieder aufgetaut ist, habe ich die ersten Fische
rumschwimmen sehen. Dieser Winter war lang aber nicht so extrem kalt
hier, mein Sprudler hat während des ganzen Winters es nur ein,zwei Tage
nicht geschafft, ein Loch eisfrei zu halten.
Ich habe mir nun einen Wechselrichter mit Tiny 25/45 gebaut, der mir aus
einem 9 Volt/500mA Solarpanel passende Wechselspannung für die
Niedervolt Membranpumpe herstellt.
Näheres hier:
http://www.schoeldgen.de/avr/
Unter 'Variable Frequency Drive with Tiny25/45/85'
Weiter oben wurde doch die Behauptung aufgestellt, daß ein
IR-Thermometer nicht unter Null Grad Celsius messen könnte. Das habe ich
ausprobiert und es war absolut kein Problem. Gegen den Nachthimmel
richten und dann im senkrechten Bogen runter bis zum Erdboden ist auch
ne interessante Kurve.
Matthias Sch. schrieb:> So - nachdem mein Teich wieder aufgetaut ist, habe ich die ersten Fische> rumschwimmen sehen. Dieser Winter war lang aber nicht so extrem kalt> hier, mein Sprudler hat während des ganzen Winters es nur ein,zwei Tage> nicht geschafft, ein Loch eisfrei zu halten.
Ja, der Winter war extrem lang. Ich kann mich nicht daran erinnern, dass
es schonmal so lange bis in den April hinein in jeder Nacht Frost
gegeben hat! Sicher, wir hatten keine -19 Grad, wie im letzten Winter
(da war das aber auch nur eine Nacht), aber wir hatten über viele Wochen
hinweg durchgehend jede Nacht zwischen -4 und -9 Grad. Das ist sehr
außergewöhnlich. Und es lag insgesamt rund 10 Wochen lang Schnee. Für
Hannover ist das extrem ungewöhnlich.
Ich habe in unserem Teich auch schon einen Fisch gesichtet. Aber den
habe ich wohl aufgeweckt, denn der schwamm eher ganz benommen im
Schneckentempo vor sich hin.
Abdul K. schrieb:> Weiter oben wurde doch die Behauptung aufgestellt, daß ein> IR-Thermometer nicht unter Null Grad Celsius messen könnte.
Ja? Also ich kann mich an keine solche Behauptung erinnern :). Es wurde
nur gesagt, dass man an einem Teich mit einem IR-Thermometer nicht
zuverlässig den Gefrier-Zeitpunkt der Oberfläche detektieren kann.
Abdul K. schrieb:> Weiter oben wurde doch die Behauptung aufgestellt, daß ein> IR-Thermometer nicht unter Null Grad Celsius messen könnte.
Wieso sollte es nicht können - klar geht es, denn ein IR Thermometer
weiss ja nichts vom Gefrierpunkt des Wassers. Ich könnte mir sogar
vorstellen, das Kälte die Genauigkeit verbessert. Wie bei allen
Projekten in der rauhen Umgebung des Gartens ist die praktische
Ausführung entscheidend. Ein IR Thermometer kann ausserdem zwar genau
messen, aber nur an einem Punkt der Wasseroberfläche. Und wir hatten ja
auch schon festgestellt, das 0°C nicht unbedingt bedeutet, das der Teich
zugefroren ist.
@Volker U.: Hattest du deinen Rüttler diesen Winter schon im Einsatz?
Michael Sch. schrieb im Beitrag #3124948:
> Bewährte und absolut sichere Methode zum Topic: ;-)))
Leider nicht in unserem Fall :-P
* Der Teich ist viel zu klein dafür
* Es findet sich keine VP, die den Test macht
* Müsste bei kalten Aussentemperaturen mehrmals pro Woche durchgeführt
werden
Matthias Sch. schrieb:> Und wir hatten ja> auch schon festgestellt, das 0°C nicht unbedingt bedeutet, das der Teich> zugefroren ist.
Mal ganz pragmatisch:
Ziel ist es, die Fische sollen überleben.
Die Fische überleben sicherlich eine kurze Eisbildung an der Oberfläche.
Somit reicht es doch vollkommen, wenn eine kleine Fläche von ca. 30 cm
Durchmesser ab -1 °C durch Erwärmung oder mechanische Einwirkung eisfrei
bleibt.
Nach meiner Auffassung kommt es nicht darauf an den genauen Punkt der
Eisbildung festzustellen, sondern ab der Temperatur einen Event zu
starten, ab der an einem Teich flächendeckende Eisbildung in aller Regel
einsetzt.
Matthias Sch. schrieb:> Abdul K. schrieb:>> Weiter oben wurde doch die Behauptung aufgestellt, daß ein>> IR-Thermometer nicht unter Null Grad Celsius messen könnte.>> Wieso sollte es nicht können - klar geht es, denn ein IR Thermometer> weiss ja nichts vom Gefrierpunkt des Wassers. Ich könnte mir sogar
Ja eben. Daher habe ich es getestet.
> vorstellen, das Kälte die Genauigkeit verbessert. Wie bei allen> Projekten in der rauhen Umgebung des Gartens ist die praktische> Ausführung entscheidend. Ein IR Thermometer kann ausserdem zwar genau> messen, aber nur an einem Punkt der Wasseroberfläche. Und wir hatten ja
Nein. Die Dinger haben einen großen Öffnungswinkel. Eine Meßfläche von
z.B. 1m2 ist machbar.
Nur um es klarzustellen, ich benutze meines für andere Dinge.
Eisbär schrieb:> Nach meiner Auffassung kommt es nicht darauf an den genauen Punkt der> Eisbildung festzustellen, sondern ab der Temperatur einen Event zu> starten, ab der an einem Teich flächendeckende Eisbildung in aller Regel> einsetzt.
Dem kann ich nur voll und ganz zustimmen.
Wie in so vielen Threads, es verlieren sich viele zu sehr in der Technik
und sehen die eigentliche Problematik nicht mehr.
Hier gab es mal einen Thread, da ging es um verschiedene Messwerte aus
einem See zu erfassen. Das Teil sollte mit ner Angel verbunden sein.
... endlose Überlegungen über die Sinkgeschwindigkeit. Ich schlug dann
vor, doch erst das Teil ganz zu versenken und nach einer gewissen
Abkühlphase das Teil langsam einzuholen und dabei zu messen. Wurde dann
hinterher auch so gemacht.
Ich glaube, dass viele zu sehr gelernt haben das Problem in kleine
Einzelteile zu zerlegen, sodass sie nicht mehr in der Lage sind das als
Ganzes zu sehen.
Abdul K. schrieb:> Nein. Die Dinger haben einen großen Öffnungswinkel. Eine Meßfläche von> z.B. 1m2 ist machbar.
Hallo Abdul, das habe ich nicht ganz verstanden.
Kann man nun mit den Dingern unter Null Grad Celsius messen oder
nicht?
Und hast du versucht unter Null Grad Celsius zu messen und hatte es
nicht geklappt?
Vergiß einfach Celsius und denke in Kelvin. Wenn du das IR-Thermometer
auf die Teichoberfläche richtest, kannst du eine gewisse Wassersäule
'durchmessen'. Sieht so aus, als würde man bei 50cm Wassertiefe mehr
oder weniger die Temperatur des Bodengrundes messen.
Vermutlich kann man das auch irgendwie ausrechnen. Wellenlänge,
Transparenz/Dämpfung, Integration.
Das mit dem Verlieren in der Zerteilung eines Problems wird in der
ganzen Schullaufbahn durchexerziert. Ganz extrem ist das ja im Studium.
Oder kennt ihr es anders?
Daher können die Leute danach nichts anderes mehr. Leute, die z.B. Forth
benutzen, werden schräg angesehen. Genauso wie Leute die Ganzheitlich
versuchen zu denken. Es fehlt dann einfach der Zugang zur anderen
Denkweise. Bravo Bildungssystem.
Was lernt man zuerst? Daß ein Transistor drei Beine hat und schwarz ist
- oder das er aus zwei 'antiseriellen Dioden' besteht?
Matthias Sch. schrieb:> @Volker U.: Hattest du deinen Rüttler diesen Winter schon im Einsatz?
Nee, da ich diesen Winter erstmal die von dir vorgeschlagene Methode mit
der Membranpumpe testen wollte. Dabei habe ich festgestellt, dass man
keinesfalls eine Pumpe für Innenbetrieb nehmen darf, da diese
Gummi-Membranen hat, die die mechanische Belastung bei niedrigen
Temperaturen nicht lange aushalten und sehr schnell rissig werden. Aber
es gibt ja spezielle Pumpen für Außenbetrieb, die auch
spritzwassergeschützt sind. Diese Pumpe hat den Teich - wie bei dir -
den ganzen Winter über frei gehalten. Trotz des strengen und langen
Frosts. Also bis etwa -10 Grad funktioniert diese Methode bei einem
kleinen Teich. Die Membranen werden übrigens geschont, wenn man bei
einer Pumpe ohne Leistungsregler, die immer auf voller Leistung läuft,
ein Ventil in den Luftschlauch einbaut und die Durchlassmenge damit auf
ein Minimum reduziert. Der Pumpe schadet es nicht und die Bewegung der
Membranen verringert sich, wodurch das Material bei der Kälte nicht so
stark gedehnt und daher weniger beansprucht wird.
> Michael Sch. schrieb im Beitrag #3124948:>> Bewährte und absolut sichere Methode zum Topic: ;-)))>> Leider nicht in unserem Fall :-P> * Der Teich ist viel zu klein dafür> * Es findet sich keine VP, die den Test macht> * Müsste bei kalten Aussentemperaturen mehrmals pro Woche durchgeführt> werden
Wenn man nur wüsste, worauf sich diese Antwort bezieht ;-)
Auch Du, Abdul K.?
> Genauso wie Leute die Ganzheitlich versuchen zu denken.
Auch Du führst "Ganzheitlich" im Mund?
Das ist doch nur der Versuch, die Welt zu normieren auf den
Öffnungswinkel der eigenen Scheuklappen, ganz egal, wie winzig der ist.
Was innerhalb ist, das gilt als "ganzheitlich", was außerhalb ist, das
ist für den Rest der Welt als Tabu erklärt.
> Das mit dem Verlieren in der Zerteilung eines Problems wird in der> ganzen Schullaufbahn durchexerziert. Ganz extrem ist das ja im Studium.> Oder kennt ihr es anders?
Das muss auch so sein:
1. Die Welt ist zu groß, zu kompliziert, zu komplex und zu lebendig, um
mit unseren Sinnen und unserem Gehirn wahrgenommen und begriffen zu
werden.
2. Was wir wahrnehmen und fühlen, das können manche hervorragend in
Kunst umsetzen, aber wir können es nicht verantwortbar kommunizieren.
3. Wir können nur mit Bruchstücken davon planmäßig und verantwortbar
umgehen.
Ciao
Wolfgang Horn
Abdul K. schrieb:> Matthias Sch. schrieb:>> vorstellen, das Kälte die Genauigkeit verbessert.>> Nein. Die Dinger haben einen großen Öffnungswinkel. Eine Meßfläche von> z.B. 1m2 ist machbar.
Das könnte aber auch ein Problem sein, wenn Unrat auf dem Wasser
schwimmt. Jedes IR-Thermometer hat einen Emissionsfaktor, der auf die
Reflexions-Eigenschaften der Oberfläche eingestellt sein muss. Wenn der
nicht stimmt, wird das Thermometer sogar sehr ungenau! Und bei
Minustemperaturen messen die Geräte zudem eh nicht mehr sehr genau. Laut
Datenblatt nimmt die Genauigkeit bei unter 0° meist ab. Wenn der
Emissionsfaktor zudem nicht stimmt, ist eine Genauigkeit besser als
2-3°C kaum noch zu erreichen. Bei teureren Thermometern kann man den
Emissionsfaktor zwar einstellen (meist zwischen 0,1 und 1,0), aber was
stellen wir denn ein, wenn wir eine Mischung aus Wasser, Blättern und
Grünzeug an der Oberfläche haben?
Abdul K. schrieb:> Wenn du das IR-Thermometer auf die Teichoberfläche richtest, kannst du> eine gewisse Wassersäule 'durchmessen'.
Mit einem IR-Sensor für das thermische Infrarot wird diese gewisse
Wassersäule eher eine Tief einigen µm als mm haben. Die Absorption von
IR im Wasser ist so hoch, dass man praktisch nur die direkte
Oberflächentemperatur zu fassen bekommt.
Wolfgang Horn schrieb:> Auch Du, Abdul K.?>>> Genauso wie Leute die Ganzheitlich versuchen zu denken.>> Auch Du führst "Ganzheitlich" im Mund?
Du verwechselst das mit Esoterik. Das ist nicht mein Metier, aber
vielleicht hat selbst die einen Sinn. Vermutlich bin ich einfach zu
beschränkt.
Wußte gar nicht, daß EVU-Mitarbeiter SO günstig an das teure Gut kommen.
Naja, Ben, dein Frust immer noch da?
Aber zurück zum IR-Thermometer:
Interessanter als die absolute Genauigkeit wäre eher die Frage, ob sich
die Messung an einer Eisschicht von der einer mit Wasser unterscheidet.
Wieviel Transparenz und Reflektion hat die Eisschicht??
Nächsten Winter...
Wolfgang schrieb:> Abdul K. schrieb:>> Wenn du das IR-Thermometer auf die Teichoberfläche richtest, kannst du>> eine gewisse Wassersäule 'durchmessen'.> Mit einem IR-Sensor für das thermische Infrarot wird diese gewisse> Wassersäule eher eine Tief einigen µm als mm haben. Die Absorption von> IR im Wasser ist so hoch, dass man praktisch nur die direkte> Oberflächentemperatur zu fassen bekommt.
Wenn es so ist, hast du mehr Infos? Wie siehts bei Eis aus?
Volker U. schrieb:> Laut Datenblatt nimmt die Genauigkeit bei unter 0° meist ab. Wenn der> Emissionsfaktor zudem nicht stimmt, ist eine Genauigkeit besser als> 2-3°C kaum noch zu erreichen.
Nicht zusätzlich, sondern wegen dem von der Eisstruktur abhängigen
Emissionsfaktor nimmt die Genauigkeit ab.
Frank Frank schrieb:> Dem kann ich nur voll und ganz zustimmen.> Wie in so vielen Threads, es verlieren sich viele zu sehr in der Technik> und sehen die eigentliche Problematik nicht mehr.
es ist nicht nur die Technik, welche die Schreiber über die Stränge
schlagen lässt. Es ist vielmehr das Ego jener Zeitgenossen, welches
wahrgenommen werden will.
Mein Opa pflegte zu sagen: Zeige mir was du schreibst und ich sage dir
wer du bist!
Volker U. schrieb:> Ich möchte gerne feststellen, ob eine Wasseroberfläche gefroren ist. Die> Idee ist, einen Heizer zum Freihalten eines Lochs für die Fische nur> dann einzuschalten, wenn der Teich beginnt zuzufrieren. Ich kann dafür> keinen Temperatursensor verwenden, weil>> 1. Das Wasser - je nach Zusammensetzung - nicht immer bei Null Grad> gefriert>> 2. Der Wasserstand unterschiedlich hoch sein kann und die> Temperaturmessung immer an der Oberfläche stattfinden muss, weil das> Wasser dort am kältesten ist (Anomalieeffekt).
Was führt dich zu der Annahme, dass du keinen Temperatursensor verwenden
kannst?
Ein Bild des Teichs wäre hilfreich.
Werner M. schrieb:> Nicht zusätzlich, sondern wegen dem von der Eisstruktur abhängigen> Emissionsfaktor nimmt die Genauigkeit ab.
Ja, das kommt auch noch hinzu! Ich meinte aber, dass die Genauigkeit des
Gerätes bei niedrigen Außentemperaturen unabhängig von der gemessenen
Oberfläche abnimmt, weil die preiswerteren Geräte meist nicht
temperaturkompensiert sind.
back to the roots schrieb:> Was führt dich zu der Annahme, dass du keinen Temperatursensor verwenden> kannst?>> 1. Das Wasser - je nach Zusammensetzung - nicht immer bei Null Grad>> gefriert> Ein Bild des Teichs wäre hilfreich.
Weiter oben im Thread alles vorhanden!
Matthias Sch. schrieb:> sock puppet schrieb:>>> Man nehme einen schwimmfähigen Holzring o.ä. und befestige an der>> Unterseite einen Heizdraht. Patent pending.>> Auch landschaftlich bestimmt nett, aber es fehlt irgendwie der Hinweis> darauf, was uns das bringen kann.
Der Heizdraht verhindert das Zufrieren genau an der Oberfläche. Das ist
sogar energieeffizient.
Hallo Volker,
kannst mal sagen, wie deine Fische diesen Winter überstanden haben? Was
hast du denn gemacht? Gibt es schon Elektronik am Teisch, oder reicht
die Axt?
Volker U. schrieb:> Ich meinte aber, dass die Genauigkeit des> Gerätes bei niedrigen Außentemperaturen unabhängig von der gemessenen> Oberfläche abnimmt, weil die preiswerteren Geräte meist nicht> temperaturkompensiert sind.
Über diese Betrachtung schmunzelt der Praktiker. Für das Projekt
eigentlich nicht relevant.
Eisläufer schrieb:> kannst mal sagen, wie deine Fische diesen Winter überstanden haben? Was> hast du denn gemacht? Gibt es schon Elektronik am Teisch, oder reicht> die Axt?
Dazu habe ich weiter oben schon einiges geschrieben:
Beitrag "Re: Prüfen ob Wasseroberfläche gefroren"Beitrag "Re: Prüfen ob Wasseroberfläche gefroren"
Es reichte die Membranpumpe und zumindest ein Fisch hat den Winter
definitiv überlebt. Aber ich glaube, die anderen vier auch, so weit ich
das sehen konnte. Sie sind allerdings noch extrem träge.
Volker U. schrieb:> Es reichte die Membranpumpe und zumindest ein Fisch hat den Winter> definitiv überlebt. Aber ich glaube, die anderen vier auch, so weit ich> das sehen konnte. Sie sind allerdings noch extrem träge.
Ist damit dein Problem nun gelöst?
Gibt es noch eine Frage, die für DICH wichtig ist?
Teichwart schrieb:> Volker U. schrieb:>> Es reichte die Membranpumpe und zumindest ein Fisch hat den Winter>> definitiv überlebt. Aber ich glaube, die anderen vier auch, so weit ich>> das sehen konnte. Sie sind allerdings noch extrem träge.>> Ist damit dein Problem nun gelöst?> Gibt es noch eine Frage, die für DICH wichtig ist?
Ich bin grade nochmal zum Teich getapst und konnte feststellen, dass
alle fünf Fische nahe der Oberfläche schwammen (mit dem Bauch nach unten
wohlgemerkt ;). Sie sind also inzwischen alle munter und erfreuen sich
sichtlich bester Gesundheit.
Wie Matze bemerkt hat, hilft der Sprudler aber nur bis etwa -10 Grad.
Wenn es darunter friert, muss man mit einem elektrischen Heizer noch
zuheizen. In diesem Winter gab es den Fall nicht, aber es können
durchaus solche Winter kommen.
Ich werde über den Sommer hinweg mein Vibrations-System trotzdem noch
vervollständigen. Der gekapselte Vibrator mit Beschleunigungssensor hat
ja schon erfolgreiche Tests hinter sich. Fehlt noch die Stromversorgung
und Steuerung des Heizers. Das werde ich mit einem Zwischenstecker
realisieren. In den soll dann auch noch etwas mehr Elektronik rein. Ich
will die Temperaturwerte an Boden und Oberfläche regelmäßig messen und
in einem EEPROM zwischenspeichern. Außerdem die vom
Beschleunigungssensor gemessenen Oberflächen-Daten. Übermitteln will ich
das Ganze dann per Funk im ISM-Band an meinen Rechner zur Auswertung.
Außerdem denke ich daran, Messungen per Funk aktiv auslösen zu können
und den Heizer funkgesteuert Ein- und Ausschalten zu können. Das ganze
System soll also einigermaßen offen und leicht modifizierbar werden.
Also es gibt noch einiges zu tun und ich freu mich schon auf die
Bastelei :).
Volker U. schrieb:> Ich bin grade nochmal zum Teich getapst und konnte feststellen, dass> alle fünf Fische nahe der Oberfläche schwammen (mit dem Bauch nach unten> wohlgemerkt ;). Sie sind also inzwischen alle munter und erfreuen sich> sichtlich bester Gesundheit.
Und was für Fische sind das denn?
Fischrestaurant schrieb:> Und was für Fische sind das denn?
Goldfische. Die sind robust genug. Andere kommen für so einen Teich
unter diesen Bedingungen auch kaum in Frage.
Berufstaucher schrieb:> Wie wärs mit einer Tauchglocke, dort könnten die Fische Luft schnappen> auch wenn die Oberfläche zugefroren ist.
Öh, ob die so schlau sind, bezweifle ich. Außerdem bewegen sie sich bei
Kälte kaum noch. Wie Matze schrieb, buddeln sie sich in den Boden ein
oder stehen zumindest still an einer Stelle am Teichgrund. Und in der
Glocke würden sich auch die Fäulnisgase sammeln, die vom Grund
aufsteigen. Es geht bei dem Loch im Eis ja nicht nur um die Versorgung
mit Sauerstoff, sondern auch um den Abtransport von Fäulnisgasen.
Bitte hör auf von "Teich" zu sprechen.
Es ist ein Freiluftaquarium, wo mir die Insassen leit tun.
Und die brauchen im Winter keinen Sauerstoff.
Sie brauchen Winterruhe, wo sie sich im Schlamm verkriechen.
Volker U. schrieb:>> Michael Sch. schrieb im Beitrag #3124948:>>> Bewährte und absolut sichere Methode zum Topic: ;-)))>>>> Leider nicht in unserem Fall :-P>> * Der Teich ist viel zu klein dafür>> * Es findet sich keine VP, die den Test macht>> * Müsste bei kalten Aussentemperaturen mehrmals pro Woche durchgeführt>> werden>> Wenn man nur wüsste, worauf sich diese Antwort bezieht ;-)
Das bezog sich auf ein Video (Betrag wurde von einem Mod gelöscht), bei
dem ein Verrückter im Winter ins Schwimmbad sprang, aber an der
vereisten Oberfläche scheiterte. Tat bestimmt weh...
Michael_ schrieb:> Es ist ein Freiluftaquarium, wo mir die Insassen leit tun.> Und die brauchen im Winter keinen Sauerstoff.> Sie brauchen Winterruhe, wo sie sich im Schlamm verkriechen.
Mein Eindruck ist, das die Fische sich keineswegs grämen, im Gegenteil,
sie vermehren sich munter und vermissen offensichtlich weder Internet
noch Fernsehen. Natürlich brauchen die Fische im Winter weniger, aber
trotzdem Sauerstoff im Wasser, die verfallen ja nicht in eine
Totenstarre, sondern nur in einen 'Niedrigenergie' Zustand. Das sowohl
Volkers als auch mein Teich reichlich Schlamm am Boden haben, hatten wir
ja schon öfter beschrieben. Fotos der winterlichen Teiche hatten wir um
den 21.01. gepostet.
Von den über 20 Fischen letztes Jahr sind hier schon mindestens 8 wieder
aufgetaucht, die anderen wartens wohl noch ab. Habe nach wie vor welche
abzugeben, aber nicht an
> Autor: Fischrestaurant
Schmecken ja auch nicht...
Volker U. schrieb:> Ich werde über den Sommer hinweg mein Vibrations-System trotzdem noch> vervollständigen.
Lol, das klingt schon nach einem Teichmanagement-System :-) Hier ist mir
der Aufwand dafür zu gross, und ich hab noch eine Menge anderer Sachen
im Garten zu machen, deswegen wirds wohl bei mir bei der Solar-Luftpumpe
bleiben. Da sich die kleinen Racker anscheinend wohl fühlen, besteht
kein Handlungsbedarf.
Die Fische verkriechen sich im Schlamm, weil sie dort von Fressfeinden
nicht gefunden werden und außerdem friert es im Schlamm nicht so leicht,
denn die Sache wird amorph. Genau der gleiche Grund, warum ein
Strohballen oder sonstiger Müll im Wasser das Frieren verzögert bzw.
durchaus bei mäßigem Frost ganz verhindert.
Der Sauerstoffbedarf der Fische ist minimal. Allerdings müssen sie sich
vor Vergiftung durch Schwefelwasserstoff hüten.
Der Thread hat sich leider immer mehr zu den Fischen hin entwickelt und
immer mehr weg von dem eigentlichen Problem, nämlich zuverlässig fest zu
stellen, ob das Wasser schon eine Eisschicht bildet.
Das kann doch nicht so schwer sein, denke ich mir.
Habe jetzt noch keine Zeit dafür, aber ich werde das im nächsten Winter
mal angehen. Eine Idee die sich bildende Eisschicht zu zerstören, die
hab ich schon.
Man nehme ein Gewicht, welches am Seil hoch gezogen und oben gebremst
hängt. Wenn nun die Frostgefahr da ist, dann lässt man das Gewicht in
einem gewissen Zeitabstand -man müsste sehen wie lange es braucht bis
der Teich zu sehr zufriert- auf die Wasseroberfläche fallen. Damit hätte
man eine beginnende Eisschicht schnell zerstört und es würde sicher
wenig Energie brauchen, da man die Bremse nur bestromt, wenn das Gewicht
zum Einsatz kommt. Auch die höhe des Wasserstandes würde nicht mehr
solch eine Rolle spielen. Durch den Einsatz des Gewichtes könnte man das
Fenster der Messung auch größer wählen.
Der Motor der das Gewicht wieder einholt ist ja nur kurz mit der Bremse
in Betrieb und das alle Stunde dürfte nicht viel Strom brauchen. Sicher
weniger als ein Heizer.
Wer Angst um die Fische hat, kann ja die 'Fallstelle' mit einem Rohr von
den Fischen trennen.
Was meint ihr dazu?
ohne mir jetzt das gesamte Thread durchgelesen zu haben:
Eis leitet Strom sehr schlecht bis garnicht, wasser dagegen schon.
Könntest ja einen Regensensor benutzen, sobald das Wasser gefriert,
leitet kein Strom mehr.
Daniel J. schrieb:> ohne mir jetzt das gesamte Thread durchgelesen zu haben:> Eis leitet Strom sehr schlecht bis garnicht, wasser dagegen schon.> Könntest ja einen Regensensor benutzen, sobald das Wasser gefriert,> leitet kein Strom mehr.
Wurden beide schon diskutiert und IR ist noch nicht ganz durch.
Regensensor fiel aus, wegen des unterschiedlichen Wasserstandes.
F. Fo schrieb:> Der Thread hat sich leider immer mehr zu den Fischen hin entwickelt und> immer mehr weg von dem eigentlichen Problem, nämlich zuverlässig fest zu> stellen, ob das Wasser schon eine Eisschicht bildet.
Sinn und Ziel des Projektes ist es aber nun mal primär, die Fische in
einem kleinen Teich überleben zu lassen. Deswegen spielt das Verhalten
der Tierchen eine nicht unerhebliche Rolle beim Lösen des Problemes.
F. Fo schrieb:> Man nehme ein Gewicht, welches am Seil hoch gezogen und oben gebremst> hängt. Wenn nun die Frostgefahr da ist, dann lässt man das Gewicht in> einem gewissen Zeitabstand -man müsste sehen wie lange es braucht bis> der Teich zu sehr zufriert- auf die Wasseroberfläche fallen.
Schöne Idee und war auch schon ein Vorschlag. Allerdings ist es nach wie
vor Voraussetzung, das das Dingens unter den harten Bedingungen eines
winterlichen Gartens funktioniert. Deine Konstruktion neigt dazu, bei
kalten Wetter einzufrieren und damit irrtümliche Werte zu liefern. In
meinem Garten kämen auch noch die Einflüsse durch neugierige Tiere
(Füchse, Wühlmäuse und Waschbären) dazu, die eine bewegte Schnur als
tolles Spieleug ansehen würden. Was für Tiere bei Volker im Garten
rumstreunen, weiss ich nicht, aber mit Nachbars Katze muss man da
vermutlich auch rechnen.
Ich habs im Winter nicht ausprobiert, aber wenn das laute Fallgeräusch
die Fische 'wecken' würde, wäre das kontraproduktiv, da sie dadurch
gerade aus dem 'Standby' Zustand herauskommen würden.
Matthias Sch. schrieb:> Schöne Idee und war auch schon ein Vorschlag. Allerdings ist es nach wie> vor Voraussetzung, das das Dingens unter den harten Bedingungen eines> winterlichen Gartens funktioniert. Deine Konstruktion neigt dazu, bei> kalten Wetter einzufrieren und damit irrtümliche Werte zu liefern. In> meinem Garten kämen auch noch die Einflüsse durch neugierige Tiere> (Füchse, Wühlmäuse und Waschbären) dazu, die eine bewegte Schnur als> tolles Spieleug ansehen würden. Was für Tiere bei Volker im Garten> rumstreunen, weiss ich nicht, aber mit Nachbars Katze muss man da> vermutlich auch rechnen.> Ich habs im Winter nicht ausprobiert, aber wenn das laute Fallgeräusch> die Fische 'wecken' würde, wäre das kontraproduktiv, da sie dadurch> gerade aus dem 'Standby' Zustand herauskommen würden.
Die Mechanik würde ich als unproblematisch einstufen. Man nimmt ja immer
was man hat und wo man weiß, dass es funktioniert.
Das Gewicht braucht ja nicht all zu groß zu sein, da es ja schon die
sich bildende Eisschicht zerstören würde. Das "Spielzeug" würde den
Tieren schnell vergehen, wenn es beim Spielen zum Einsatz kommt.
Temperatursensor würde ich auf ca. 2 Hand breit unter dem Tiefststand
einbauen und ab +0,5 Grad das System aktivieren. Wie oft es dann bei
Eisbildung zum Einsatz kommen müsste, das sollte man ausprobieren und
kann man ja von einem zweiten Sensor, außerhalb des Wassers, zusätzlich
steuern lassen. Also bei deutlichen Minus Graden die Frequenz erhöhen.
Baut man alles an einem Ausleger, etwas über den Teich, dann kann das
alles in einem Rohr verschwinden und ist so sicher vor allen Tieren.
Das Rohr bis zum Boden und bis zur Mechanik, unterhalb der
Wasseroberfläche Löcher, oberhalb auch Löcher und so kann der
Gasaustausch statt finden.
Ob die Fische sich erschrecken und wie schlimm das für ihre Ruhephase
sein könnte, das sehe ich nicht als kritisch an, da ja auch mal ein Ast
in ein natürliches Gewässer fällt. Oder wenn Menschen auf dem See
Schlittschuh laufen, da sterben ja auch nicht gleich alle Fische vor
Schreck.
Wenn die ganze Sache in ein Rohr eingebaut wird, dann ist ja auch nur
ein kleiner Teil der frei gehalten wird davon betroffen und bei einem
kleinen Gewicht, das gerade genug Energie hat um den Motor zu überwinden
und dann noch entsprechende Energie besitzt die dünne Eisschicht zu
zerstören, würde das ganz sicher nicht die Fische in erheblichen Maße
stören.
Matthias Sch. schrieb:>> Wenn man nur wüsste, worauf sich diese Antwort bezieht ;-)>> Das bezog sich auf ein Video (Betrag wurde von einem Mod gelöscht), bei> dem ein Verrückter im Winter ins Schwimmbad sprang, aber an der> vereisten Oberfläche scheiterte. Tat bestimmt weh...
Ach du liebes Bisschen. Das Video ist doch uralt! War bei YouTube ewig
mal ein Bestviewer ;).
> Da sich die kleinen Racker anscheinend wohl fühlen, besteht> kein Handlungsbedarf.
Ach, der besteht bei mir dank deiner Tips nun eigentlich auch nicht
mehr. Aber ich habe mir so viel Mühe gemacht mit diesem
Vibrations-System und es auch schon ausgetestet, dass ich nun auch
wissen will, ob es in der Realität gut funktioniert. Vielleicht lässt es
sich ja auch noch zu anderen Zwecken nutzen. Vielleicht hat ja jemand
eine halbwegs sinnvolle Idee? Ich dachte z.B. daran, damit die Dichte
von Flüssigkeiten zu bestimmen. Vielleicht geht das ja auch. Zumindest
Pi*Daumen. Oder z.B. zu bestimmen, ob Öl auf dem Wasser schwimmt.
Abdul K. schrieb:> Der Sauerstoffbedarf der Fische ist minimal. Allerdings müssen sie sich> vor Vergiftung durch Schwefelwasserstoff hüten.
Genau. Schrieb ich ja auch oben schon, dass das Loch wichtig ist zum
Abtransport der Fäulnisgase, weshalb die vorgeschlagene Tauchglocke auch
ausscheidet.
F. Fo schrieb:> Wenn nun die Frostgefahr da ist, dann lässt man das Gewicht in> einem gewissen Zeitabstand auf die Wasseroberfläche fallen.
Um Himmelswillen! Und jedesmal wachen die Fische auf und kriegen einen
Schock! Das dürften die Fische eventuell nicht überleben, wenn das den
ganzen Winter läuft! Wodurch auch klar wird, dass es eben doch trotz
allem nicht ganz unwichtig ist, sich auch um die Fische Gedanken zu
machen...
Und das Ganze hat jetzt auch nicht soooo viel mit dem Ursprungsthema zu
tun. Es ging ja nicht darum, wie man eine Eisschicht optimal zerstört,
sondern wie man die Eisbildung zuverlässig detektiert.
Mal wieder ein kleiner Zwischenbericht:
Speziell an Matze: Deine Idee mit dem Luftsprudler scheint sich extrem
förderlich auf die Libido der Fische auszuwirken. Ich schaute eben in
den Teich und dachte, ich traue meinen Augen nicht! Dort schwimmt ein
Schwarm von etwa 20(!) Jungfischen herum. Unglaublich! Früher (als ich
noch geheizt habe) war ich schon froh, wenn es alle paar Jahre mal einen
Fisch als Nachwuchs gab. Aber gleich 20 - au weia! Das gibt ja eine
totale Überbevölkerung in dem winzigen Teich! Du berichtetest von deinem
Teich ja ähnliches.
Nach diesem Ergebnis können wir wohl mit Sicherheit sagen, dass das
Freihalten der Wasseroberfläche mit Hilfe eines Luftsprudlers für die
Fische geradezu optimal - ja fast schon zu optimal ist.
Volker U. schrieb:> Speziell an Matze: Deine Idee mit dem Luftsprudler scheint sich extrem> förderlich auf die Libido der Fische auszuwirken.
Jaja - das kenne ich ;-) Obwohl ich nur noch so ca. alle 2 Wochen mal
Futter rein streue, sind es bei mir dieses Jahr auch schon wieder mehr
geworden. (Habe ca. 30 gezählt, letztes Jahr warens so um die 23) Die
Jungs scheinen ganz neue Nahrungsquellen aufzutun.
Hehehe, freut mich natürlich, das du solche Erfolge hast.
Ich werde allerdings dieses Jahr mal richtig ausmisten, das Schilf am
Rand hat ein fast undurchdringliches Geflecht unter Wasser gebildet und
den Grund muss ich auch mal ein bischen ausbuddeln - in Maßen. Dann
haben die kleinen Zappler auch wieder ein bisschen mehr Platz.
Die solar betriebene Membranpumpe ist übrigens recht brauchbar. Wir
haben hier im Moment tagelangen Sonnenschein und sie blubbert munter vor
sich hin mit einer Micky-Maus-Ohren Solarzelle (2 Kreise mit 15cm
Durchmesser, 9V, 500mA)
Schaltplan und Software auf meiner AVR Seite:
http://www.schoeldgen.de/avr/
Matthias Sch. schrieb:> Ich werde allerdings dieses Jahr mal richtig ausmisten, das Schilf am> Rand hat ein fast undurchdringliches Geflecht unter Wasser gebildet
Hier auch. Ich habe schon geschaut, ob ich irgendwo Anglerhosen
auftreibe, um hier selbiges zu veranstalten.
> Die solar betriebene Membranpumpe ist übrigens recht brauchbar.> Schaltplan und Software auf meiner AVR Seite:> http://www.schoeldgen.de/avr/
Hmmm, irgendwie finde ich dort keinen Schaltplan bzw. kein Projekt, das
zum Teich oder zur Membranpumpe oder den Solarzellen passen würde ;).
Volker U. schrieb:> Hmmm, irgendwie finde ich dort keinen Schaltplan bzw. kein Projekt, das> zum Teich oder zur Membranpumpe oder den Solarzellen passen würde ;).
Such doch mal nach "solar" im Teil
"Variable frequency drive with Tiny 25/45/85 ( C )
----------------------
This C project uses the PWM Timer 0 to generate sine waves using a
H-Bridge as power stage. Originally designed to drive a membrane pump
for my fish pond with a solar panel ..."
Ah, okay. Ich hatte das nicht gleich in Verbindung gebracht. Es ist ja
ein Wechselrichter.
Matze: Ich habe mir die Software noch nicht im Detail angeschaut, aber
wie ich sehe, benutzt du PB0 und PB1 (resp. OC0A und OC0B) als
PWM-Ausgänge, die du mit den Sinuswerten aus einer Tabelle fütterst. Die
Idee ist sicher, eine optimale Sinuswelle hinzubekommen. Aber da tauchen
nun einige Fragen auf: Deine PWM geht direkt ungefiltert auf die Basis
der beiden NPN-Transistoren. Sie arbeiten also im Schaltbetrieb. Fehlt
da nicht ein Tiefpass? Eigentlich schalten sie (inklusive der MOSFETs)
mit hoher Frequenz doch nur mal länger oder kürzer voll durch. Klar, der
Effektivwert der Spannung ändert sich dadurch zwar, aber es bleiben
trotzdem ein Haufen Nadelimpulse mit stets gleich hoher Amplitude. Gibt
das nicht erhebliche Probleme insbesondere mit Störungen bei doch
relativ hohen Strömen? Und was sagt der Elektromagnet in der
Membranpumpe dazu?
Volker U. schrieb:> Genau. Schrieb ich ja auch oben schon, dass das Loch wichtig ist zum> Abtransport der Fäulnisgase, weshalb die vorgeschlagene Tauchglocke auch> ausscheidet.
In eine Tauchglocke leitet man frische Atemluft ein, wenn man das
Prinzip kapiert hat.
Volker U. schrieb:> Eigentlich schalten sie (inklusive der MOSFETs)> mit hoher Frequenz doch nur mal länger oder kürzer voll durch.
Ja genau, das ist ja der Sinn der PWM. Der MC erzeugt zwei gegenphasige,
mit der Sinuswelle modulierte PWM Signale. Eine kleine Totzeit sorgt
dafür, das nie beide Teile der Brücke gleichzeitig leiten. Zwischen den
Ausgangsklemmen steht dann eine Wechselspannung, die in meinem Fall ohne
Umwege auf den E-Magneten der Pumpe geht (im Moment ist das die Elite
802, bei der die HV-Wicklung durchgebrannt war und die ich mit zufällig
vorhandenem Cu-Lackdraht bewickelt habe). Das Prinzip wird auch bei
Frequenzumrichtern benutzt, die Motore antreiben. Die Induktivität der
Wicklungen sorgt für die Mittelung der PWM.
Volker U. schrieb:> Gibt> das nicht erhebliche Probleme insbesondere mit Störungen bei doch> relativ hohen Strömen?
Nö. Da ist alles sauber ohne Spitzen. Etwaige Gegen-EMK wird durch die
Bodydioden der MOSFet in den Speicherkondensator C2 abgeleitet.
Volker U. schrieb:> Und was sagt der Elektromagnet in der> Membranpumpe dazu?
Brummt wie ein zufriedener Kater :-) Die Frequenz ist bei mir ziemlich
genau 50 Hz und die Pumpe arbeitet so, wie sie soll.
Taucher schrieb:> In eine Tauchglocke leitet man frische Atemluft ein, wenn man das> Prinzip kapiert hat.
Allerdings musst du bei einer T-Glocke für Menschen auch das CO und CO2
loswerden, das ist genauso wichtig.
Taucher schrieb:> In eine Tauchglocke leitet man frische Atemluft ein, wenn man das> Prinzip kapiert hat.
Ha ha! :-) Und womit? Mit einer Pumpe. Wozu brauche ich dann noch die
Tauchglocke? Die thermisch isolierte Tauchglocke sollte dazu gedacht
sein, die Oberfläche ohne Einsatz einer Pumpe oder eines Heizers
freizuhalten.
Matthias Sch. schrieb:> Das Prinzip wird auch bei> Frequenzumrichtern benutzt, die Motore antreiben. Die Induktivität der> Wicklungen sorgt für die Mittelung der PWM.
Das geht aber nur bei induktiven Lasten wie Motoren oder Magneten.
Normalerweise erntet man sonst erhebliche EMV-Probleme, die man im
Umrichter mit Filtern erst beseitigen muss.
> Nö. Da ist alles sauber ohne Spitzen. Etwaige Gegen-EMK wird durch die> Bodydioden der MOSFet in den Speicherkondensator C2 abgeleitet.
Okay, da werden die Dioden und der Kondensator aber nicht schlecht
gequält. Eine steile Ausschaltflanke kann am Magneten ganz schöne
Spitzen verursachen. Das ist dann ja eine halbe Zündspule. Die
Last-Induktivität verhindert allerdings steile Einschaltflanken, deshalb
gibts auch keine Probleme. Aber was anderes als eine induktive Last
darfste da vermutlich nicht dran hängen ;).
Naja, was die Hygiene betrifft, dürften die Fische da deutlich
toleranter sein, als die Zweibeiner :). Ich denke auch, dass es weniger
die Sprudelei ist, die sich positiv auswirkt, als vielmehr der
verbesserte Sauerstoffgehalt und auch die dadurch verringerte Zahl
anaerober Keime.
Volker U. schrieb:> Das geht aber nur bei induktiven Lasten wie Motoren oder Magneten.> Normalerweise erntet man sonst erhebliche EMV-Probleme, die man im> Umrichter mit Filtern erst beseitigen muss.
Du willst ja mit Frequenzumrichtern auch nichts anderes ansteuern. Für
Glühbirnen geht es natürlich auch, da mittelt dann der Glühfaden :-) So
schlimm ist das mit der EMV auch nicht, denn das kleine Dings macht ja
nicht mal 500mA bei 9Vss und die MOSFets sind auch nicht unendlich
schnell, so das die Flankensteilheit in Grenzen bleibt. Die PWM Frequenz
liegt bei dem kleinen Teil bei ca. 15kHz.
Naja, ich dachte daran, dass die mit 16 kHz PWM-gesteuerte
Hintergrundbeleuchtung für mein LC-Display (ca. 100 mA) mal die
DCF77-Antenne so sehr gestört hat, dass sie auch in 10 cm Entfernung
nicht mehr funktionierte. Erst nachdem ich die PWM mit einem Tiefpass
geglättet hatte und die Display-Beleuchtung über einen Transistor
angesteuert habe, funktionierte es. Deshalb war ich so skeptisch.
Volker U. schrieb:> Naja, ich dachte daran, dass die mit 16 kHz PWM-gesteuerte> Hintergrundbeleuchtung für mein LC-Display (ca. 100 mA) mal die> DCF77-Antenne so sehr gestört hat, dass sie auch in 10 cm Entfernung> nicht mehr funktionierte.
Das ist klar. Die liegt mit der 4. Oberwelle (ca. 80kHz) so dicht an der
DCF Nutzfrequenz, welches selber recht schwach ist, das Störungen nahezu
vorprogrammiert sind, vor allem im Nahfeld. Das war bei älteren
Fernsehern mit der Oberwelle der Zeilenfrequenz (15,625kHz*5 =
78,125kHz) genauso. Die haben sogar über deutlich mehr Entfernung den
DCF Empfang unbrauchbar gemacht. Hier allerdings ist die abstrahlende
Antenne (Kabel zur Pumpe) so schlecht an die 'Sendefrequenz' angepasst,
das in ein paar Metern Entfernung da nichts von übrigbleibt. Eine DCF
Uhr in ca. 10m Abstand jedenfalls läuft trotzdem richtig.