Hi zusammen,
ich suche für ein Bastelprojekt ein Lade-IC welches einen Zellenpack
(Li-Ion, eine Zelle) von 3,7V, 9,2Ah aus 5V (USB-Netzteil) Laden kann.
Ladestrom sollte mindestens 1A Betragen. Lineare Lösungen findet man wie
Sand am Meer, mit dem Nachteil das ich die Wärme irgendwie Loswerden
muss beim laden. (Schaltung kommt in ein Plastikgehäuse)
Ein Ladechip in Step-Down-Technik wäre mir da lieber um das Wärmeproblem
zu umgehen.
Gibt es da etwas, was man auch als Normalsterblicher irgendwo Kaufen
kann?
Was könnt ihr Empfehlen? Bauform des Chips ist mir eigentlich egal
solange es kein BGA ist... :-)
Grüße
Thomas
Waldfee schrieb:> TP4056 ist doch ideal
Leider nein das ist ein Linearregler (=Heizung) und in meinem
Kunststoffgehäuse bekomme ich die Wärme dann nicht los.
@Dirk, danke für die Vorschläge den LTC4002 sehe ich mir mal an.
Preislich ist der noch ok finde ich. Wenn es was günstigeres gibt bin
ich aber auch nicht Traurig. BGA scheidet für mich leider aus, ich habe
keine Hotair um das anständig zu löten. :-(
EUP8202 sieht auch gut aus, hat aber halt sehr lange lieferzeit...
Grüße
Thomas
In vielen dieser Powerbanks für Handies sind entsprechende Ladeeinheiten
mit drin.
Mit wieviel Strom die im Einzelnen Laden kann ich dir aber nicht sagen.
Edith sagt: Such dir im folgenden Link ein geeignetes aus, rupf die
Ladeelektronik raus und Bau sie da ein wo Du sie benötigt.
https://www.akkuteile.de/ladegeraete/?filterType=CharacterGroups&addFilter=121
Hi zusammen,
also der LTC4002 geht für meinen zweck nicht da er einen Ladetimer hat.
Der würde mir abstellen bevor der Akku voll ist...
Armin X. schrieb:> In vielen dieser Powerbanks für Handies sind entsprechende Ladeeinheiten> mit drin.> Mit wieviel Strom die im Einzelnen Laden kann ich dir aber nicht sagen.>> Edith sagt: Such dir im folgenden Link ein geeignetes aus, rupf die> Ladeelektronik raus und Bau sie da ein wo Du sie benötigt.> https://www.akkuteile.de/ladegeraete/?filterType=CharacterGroups&addFilter=121
Geht für meinen Zweck nicht, es sollte schon was sein wo ich nicht nen
haufen Müll naher habe. Selber Bauen will ich schon noch etwas... :-)
Wobei die Idee von dir auch was hat... :-))
Weitere Vorschläge? Am besten was das ich nicht in China bestellen muss.
Ich bin doch sicher nicht der erste Bastler der dieses "Ladeproblem"
hat..
Naja, Switching Charger ICs sind selten, in der Regel verbaut man
lineare Lader.
Ich bin auch nur durch deine Anfrage auf die Idee gekommen, mich danach
umzusehen. Dürften bald da sein, dann gibt es auch Ladekurven dazu.
Sonst basteln sich die Chinesen das aber mit billigen Holtec-uCs und
einer Spule selber, wenn man mal in die kommerziellen LiIon-Lader
reinschaut.
Die Alternativen aus China, die ich oben rausgesucht habe, gibt es mit
unterschiedlichen Timer-Laufzeiten. Vielleicht passt davon ein anderer?
Vielleicht so einer? http://www.consonance-elec.com/seriesCN3761-E.html
Auch billig bei aliexpress.
@Dirk,
ich hab ein paar Stunden lang gegoogelt letzte Nacht (konnte wegen des
Sturms hier nicht pennen). Schaltreglerchips sind wirklich dünn gesäht.
Wie machen das nur die ganzen Hersteller der Tablet-PCs? Zum Beispiel
mein Samsung Galaxy Tab zieht bei leerem Akku bei 5 Volt 1,6A und das
über stunden. Heiss wird da aber nix....
Ich frage mich nur wenn die Chinamänner das mit billig uCs machen wie
halten die die Ladeendspannung so genau ein? Irgendwo muss ja eine
genaue Referenzspannungsquelle enthalten sein, sonst saust der
Lipo-Tütenakku doch mal mit dicken Backen durch die Decke...
Ich sehe in Handys und Tablets eigentlich immer Linearregler. Ganz
einfacher Grund, siehe Foto im Anhang: Durch die großen benötigten
Spulen sind Switching Charger ziemliche Platzfresser.
Die Ladekurve des CN3761
(http://www.consonance-elec.com/pdf/datasheet/DSE-CN3761.pdf) hat mich
überrascht. Mit passenden Elkos laut Datenblatt (Eingang: 100µF Tantal,
Ausgang: 47µF Tantal) zusätzlich zu den 10µF Kerkos schwingt oder
wackelt da gar nichts, die Ladekurve ist sauber. Der erste Knick, das
langsame Absenken des Ladestroms, gefällt mir zwar nicht, ist aber auch
kein Beinbruch und nähert immer noch CC-CV-Ladeverfahren an. Und fix ist
das Laden mit dem CN3761!
Auf Lochraster aufgrund des SSOP-10-Gehäuses schon schwierig zu
verarbeiten. Musste da noch mal zwei- drei- Mal nachlöten und
korrigieren.
Also, sauberes Laden geht auch mit Switching Charger. Der Platzbedarf
ist immens. Bei höheren Ladeströmen immer noch signifikante
Wärmeentwicklung über dem Shunt: Hier mit 100mOhm eigentlich auf 1,2A
eingestellt (1,32A real, stimmt mit Maximaltoleranz nach oben im DB
überein) sind dann 120-130mW zu verheizen. Laut einem Vishay-Datenblatt
zu derartigen Widerständen erwähnen die jedoch 32K/W für die
1210-Bauform, also ein Anstieg von rund 4°C nur (dazu 500ppm/K,
insgesamt also bei 1,2A ein Fehler von +-2,5mA zu erwarten, plus der 1%
Toleranz (entsprechend +-12mA) des Widerstands). Die Wärmeentwicklung
dort habe ich noch nicht gemessen, muss ich mal nachholen (unters Sofa
krabbeln, das IR-Thermometer wiederfinden ;) ).
Dirk K. schrieb:> Naja, Switching Charger ICs sind selten, in der Regel verbaut man> lineare Lader.
TI listet alleine 96. Davon 75 für div. Li-Akkus z.B. den bq24295 (I²C,
USB Battery Charger 1.2-kompatibel, bis 3A) oder bq24266.
Oder von Monolithic Power Systems: MP2625, MP2617
Günstiger z.B. Skyworks AAT3620 (bis 2A) oder Richtek RT9451 (bis 4A)
Ansonsten gibt es sowas noch von div. anderen Hersteller u.a. Semtech,
Maxim, Analog Devices (ADP5065), ST, NXP/Freescale usw. Standalone oder
integriert in PMICs
LT1510, sogar bei Reichelt zu haben. Gehäuse aus Plast lassen sich
spanend bearbeiten, folglich kann ein Ausschnitt mit Blech gefüllt
werden. So schwer ist das nicht, Wärme abzuführen. Ansonsten bin ich auf
Seiten der bq-Benutzer. Wobei 9Ah schon ein ordentliches Paket ist, bei
1A Ladestrom dauert es halt 9h. Ansonsten einen normalen Schaltregler
verbasteln. Deren Feedback-Pins lassen sich ja hervorragend mit einem
Stromrichtungsverstärker speisen und mit einer Schaltschwelle mit
Hysteresis springt man einfach von Konstantstrom auf Konstantspannung
und bei Ladeschlussspannung macht man ganz aus.
Ich erinnere mich an eine Schaltung mit einem LM2576 und
Stromrichtungsverstärker als Konstantstromquelle für eine Power-LED.
Dirk K. schrieb:> Ich sehe in Handys und Tablets eigentlich immer Linearregler. Ganz> einfacher Grund, siehe Foto im Anhang: Durch die großen benötigten> Spulen sind Switching Charger ziemliche Platzfresser.
Die meisten PMICs brauchen sowieso Spulen für die div. Core-Spannungen
etc. und je nach Frequenz/Strom sind die Spulen auch nicht mehr wirklich
groß:
TFM201610GHM 2mm x 1.6mm x 1mm, 2.2 uH, 2.4A
SPM3020 3.2mm x 3mm x 2mm, 4.7 uH, 2.6A
(beide TDK, Coilcraft, Murata, Würth haben ähnliches im Angebot)
Ok, habe mir mal die DBs zu den vorgeschlagenen ICs angesehen. Im
Eingangspost steht: Für ein Bastelprojekt.
Da steht nicht: Für ein professionelles Design auf eigens entwickelten
Platinen. BGA? DFN? Wie soll man das denn verbasteln? :)
Der LT1510 sieht hingegen interessant aus, ist der doch wenigstens im
bastelbaren Format. Da kommt es auf das Netzteil an, der geht erst ab 8V
los. (Für meine Basteleien muss USB als Stromversorgung reichen, für
mich daher nicht passend.)
Die Spulen klingen interessant, mal nach Googlen, ob die auch bezahlbar
sind. Die EUP8202-4.2 (SOP8), die noch unterwegs sind, kommen auch mit
kleineren Induktivitäten klar; der CN3761 braucht mindestens 10µH, für
größere Eingangsspannungen sogar noch mehr (habe daher mal 47µH mit
einigermaßen großer Stromfestigkeit bestellt: RH127, -2,5A, riesengroß.)