Hallo zusammen.
Ich bastle oft eigene Schaltungen und mache mir daraus eine Platine.
Naturgemäss haben solche Dinge kein Gehäuse und sehen deshalb nicht
gerade professionell aus. Funktional ist das Teil aber 100%ig.
Nun wollte ich mal eine Taschenlampe bauen, da mir die verfügbaren
Lampen einfach zu blöde sind. Kein Display für Spannungsanzeige, keine
integrierten Schutzschaltungen, meistens dämlich eingestellte PWM-Werte,
teilweise Ruhestromaufnahme(!!) etc.... hauptsache sieht gut aus, wa?
Problem: Der Reflektor. Die Elektronik ist ja recht banal, aber ne Lampe
ohne einstellbaren Reflektor ist einfach nicht zu gebrauchen.
Anscheinend sind das alles Spezialanfertigungen und man kann sowas nicht
im Laden kaufen. Selber einen Reflektor herstellen und dann dazu noch
Gewinde und Gehäuse aus Alu fräsen ist ein viel zu grosser Aufwand. Bei
Aliexpress gibt es zwar für 10 Cent DIY Reflektoren, aber das ist alles
Müll.
Also... was tun?
Ein Reflektor für eine Glühlampe ist für LEDs eher ungeeignet.
Glühlampen strahlen in annähernd jede Richtung, LEDs hingegen in einem
vom Hersteller vorgegebenen Winkel in nur eine Richtung.
Im Grunde genommen ist für LEDs gar kein Reflektor erforderlich, sondern
nur eine ausreichend große Sammellinse, die vor der LED plaziert wird.
Der Durchmesser ergibt sich aus dem Abstrahlwinkel der LED und dem
Abstand zur LED.
Nächst bester Hersteller der mir einfällt wäre Ledil auf dessen Website
gibt es ne gute parametrische Suche + Messwerte für verschiedene Leds
und dessen Linsen/Reflektoren gibt's häufig bei Mouser
Töffi schrieb:> Nun wollte ich mal eine Taschenlampe bauen, da mir die verfügbaren> Lampen einfach zu blöde sind. Kein Display für Spannungsanzeige, keine> integrierten Schutzschaltungen, meistens dämlich eingestellte PWM-Werte,> teilweise Ruhestromaufnahme(!!) etc.... hauptsache sieht gut aus, wa?
Warum nimmst du nicht eine Lampe mit solchem primitiven Innenleben und
guter Optik und baust deine Elektronik ein?
Töffi schrieb:> aber ne Lampe> ohne einstellbaren Reflektor ist einfach nicht zu gebrauchen.
Warum? Der Reflektor ist bei einer gescheiten Lampe optimal
eingestellt, Throw und Spill sind gut aufeinander abgestimmt und geben
eine angenehme gleichmäßige Ausleuchtung von Nah und Fern, was gibt es
da noch zu verstellen?
Bernd K. schrieb:> Töffi schrieb:>> aber ne Lampe>> ohne einstellbaren Reflektor ist einfach nicht zu gebrauchen.>> Warum? Der Reflektor ist bei einer gescheiten Lampe optimal> eingestellt, Throw und Spill sind gut aufeinander abgestimmt und geben> eine angenehme gleichmäßige Ausleuchtung von Nah und Fern, was gibt es> da noch zu verstellen?
Ich sehe das eigentlich genau so wie Rufus. Reflektoren bei LED sind
Quatsch. Statt dessen eine Linse ist sinnvoller.
Rufus Τ. F. schrieb:> Ein Reflektor für eine Glühlampe ist für LEDs eher ungeeignet.
Wieso?
> Glühlampen strahlen in annähernd jede Richtung, LEDs hingegen in einem> vom Hersteller vorgegebenen Winkel in nur eine Richtung.
Dann guck dir mal die Öffnungswinkel gängiger LEDs an. Das
Öffnungsverhältnis einer Linse muss dafür groß genug sein.
> Im Grunde genommen ist für LEDs gar kein Reflektor erforderlich, sondern> nur eine ausreichend große Sammellinse, die vor der LED plaziert wird.
Wie groß eine Linse sein müsste, hängt von der Größe der LED, deren
Öffnungswinkel und den Anforderungen an den Strahl ab.
Ob eine Linse vor der LED oder ein Reflektor dahinter günstiger ist,
hängt davon ab, wie groß der Öffnungswinkel der LED ist, wie
schwerwiegend die Abschattung auf Grund der Bauform/Kühlung der LED ist,
wie relevant das Gewicht ist, wie kritisch farbige Ränder am Lichtkegel
sind u.s.w.
Wolfgang schrieb:> Ob eine Linse vor der LED oder ein Reflektor dahinter günstiger ist,> hängt davon ab, wie groß der Öffnungswinkel der LED ist,
Na ja da keine LED nach hinten strahlt, ist ein Reflektor dahinter
jedenfalls unnütz.
Und wenn dir der Abstrahlwinkel zu gross ist, schalte eine Linse davor.
Töffi schrieb:> Kein Display für Spannungsanzeige
Braucht niemand.
Rufus Τ. F. schrieb:> Ein Reflektor für eine Glühlampe ist für LEDs eher ungeeignet.> Glühlampen strahlen in annähernd jede Richtung, LEDs hingegen in einem> vom Hersteller vorgegebenen Winkel in nur eine Richtung.
Vielleicht würde es ja mit einer 120°-LED klappen.
Versuch macht kluch.
Harald W. schrieb:> Vielleicht würde es ja mit einer 120°-LED klappen.> Versuch macht kluch.
Sind 120° nicht immer noch vorn?
Hinten wäre eigentlich erst bei einem Winkel weit größer als 180°.
Cora schrieb:> Sind 120° nicht immer noch vorn?
Natürlich, und genau deswegen oftmals auch keinen Sinn einen Reflektor
bei einer LED zu verwenden. Bzw. nur dann wenn die LED so tief im
Gehäuse sitzt, dass die nativen 120° schon dafür sorgen dass das Licht
nicht komplett nach vorne heraus kommt. Die 120° der meisten LEDs sind
für eine Taschenlampe meist zu viel. Darum eine Linse davor, dessen
Abstand zur LED man verändern kann um den Lichtkegel zu variieren, so
wie jeder LED-Taschenlampen Hersteller ist macht (auch die Chinesen).
Und sollte die LED soweit weg von der Linse sein um den gewünschten
Lichtkegel zu erreichen reflektiert man das Licht was ansonsten nur
gegen das Gehäuse geworfen wurde noch mit einem Reflektor wieder nach
vorne um möglichst jedes Photon was die LED erzeugt auch aus dem Gehäuse
heraus zu bringen.
Gibts in allen möglichen Varianten zu kaufen.
http://www.carclo-optics.com/optics-for-leds/cree/?bp[offset]=0&bp[limit]=300
Solarforce konnte man sich vor einigen Jahren fast beliebig
konfigurieren.
Gewünschten Bezel, Dropin (auch RGB, IR und UV), Housing, Farbe und
Schalter und Holster nach Lust und Laune.
Im Taschenlampenforum hatte sie den Spitznamen LEGO-Lampe.
Da werden Sie geholfen: https://www.taschenlampen-forum.de/
Zu blöden PWM Werten:
Ich habe mir eine gekauft, deren Helligkeit mit einem Ring stufenlos
einstellbar ist:
https://www.amazon.de/NiteCore-Taschenlampe-LED-Smartring-Tactical/dp/B00DOHT90I/ref=sr_1_1?s=beauty&ie=UTF8&qid=1534360476&sr=8-1&keywords=srt3+defender
Arbeitet mit einem Magneten im Ring und Hallsensor.
Ich benötige die Lampe fast täglich und sie ist mir jeden Cent wert,
obwohl sie echt etwas überteuert ist. Die einstellbare Helligkeit ist
echt genial, wenn es darum geht durch einen engen Spalt zu gucken.
Meistens sind die fixen Helligkeitsstufen immer falsch, sodass man
entweder gar nichts sieht, oder vom Gehäuse außen geblendet wird, weil
die Lampe zu hell ist.
Cora schrieb:> Sind 120° nicht immer noch vorn?> Hinten wäre eigentlich erst bei einem Winkel weit größer als 180°.
Komme den Jungs hier lieber nicht mit Mathematik...
Allerdings gibt es Reflektoren für LED's. Das sind Aufbauten, die aus
einem Reflektor, einer 30 Watt LED und einer Glas-Linse bestehen. Der
Grund für den Reflektor ist schlichtweg die Reflexion des Lichtes aus
der LED, das weiter außen unter sehr flachem Winkel auf die Linse
trifft. Davon wird nämlich ein Teil an der Linsenoberfläche nach hinten
reflektiert und der hinter der LED sitzende Reflektor wirft es wieder
nach vorn, damit es nicht verloren geht.
Aber ich denke mal, der TO wird sich mit diesem Kaliber nicht befassen
wollen.
W.S.
Das Teil da bei den einstellbaren Taschenlampen ist kein Reflektor
sondern eine asphärische Linse. Ein Reflektor wird für eine bestimmte
LED und eine eindeutige Einbaulage berechnet.
Eine Taschenlampe mit Spannungsanzeige hab ich auch noch nicht gesehen,
aber ansonsten finde ich bei "handelsüblichen" TL keine Nachteile.
Wichtig ist die Lichtleistung und die Wasserfestigkeit.
Solange wir nicht von Chinaschrott reden, gibt es doch echt gute Lampen,
z.B. von Fenix.
Habe mir 2010 eine zugelegt ( um 50€ ) und die funktioniert wie am
ersten Tag.
Keine Kratzer ( auch nicht im Frontglas ), der Schalter schaltet
wirklich den Stromkreis aus ( kein Taster zum Prozessor = Ruhestrom ).
Eine einstellbare Optik hat die nicht, habe ich aber auch nie vermisst.
Wenn der Akku leerer wird, schaltet die Lampe automatisch eine
Helligkeitsstufe zurück.
Dann sind es immernoch Tage, die man Zeit hat bis zur nächsten
Akkuladung.
Bei dem Teil habe ich festgestellt, das es sich lohnt, etwas mehr Geld
auszugeben.
Aber um des Bastelns willen kann ich dich verstehen.
Vielleicht findest du noch eine gute Lösung, die du hier zeigen kannst.
Ich mag meine Zebra Lights. 2000 Lumen und kaum größer als die 18650
Zelle mit der sie betrieben werden. Aber wie viele andere LED
Taschenlampen auch, haben diese einen Reflektor anstelle einer Linse.
Sind halt mehr als Flood Light unterwegs, als auf Throw optimiert. Wenn
man richtig Reichweite haben will, so sollte man zu einer asphärischen
Linse greifen. Damit kann man den DIE auch auf ein paar Meter scharf
abbilden. Dazwischen muss dann ein Kompromiß gefunden werden. Persönlich
fände ich mal eine Taschenlampe mit Laserlichtquelle spannend. Bei Audi
und BMW gibt es damit Hochreichweiten-Fernlicht. Wäre dann die
ultimative Fernlichtfunzel. Vielleicht noch mehr als meine FireFox mit
Xenon Brenner ^_^'
Wers güntiger mag aber dennoch Top-Qualität haben will kann sich auch
mal Convoy ansehen, am besten direkt in deren Aliexpress shop bestellen,
die haben auch Einzelteile, Leergehäuse, Reflektoren, LEDs, Treiber für
alle Modelle die sie bauen. Man kann fertige Lampen auch mit individuell
anderen LEDs, Reflektoren oder Treibern / Firmware bestellen.
Hmm gerade gefunden.
Acebeam W10 und WL20. Lampen mit Laser als Lichtquelle. Die WL20 scheint
erst mal nicht weiter gebaut zu werden. Die W10 hat aber schon ein paar
Reviews und die Reichweite ist recht beeindruckend.
Stefan M. schrieb:> Eine Taschenlampe mit Spannungsanzeige hab ich auch noch nicht gesehen,
Es gibt Modelle bzw. Firmwares die können die Spannung dezimal
rausblinken. Andere können anzeigen ob die Spannung über oder unter
einer bestimmten Schwelle liegt. Ist nichts ungewöhnliches, notfalls
kann man es durch Austausch des Treibers oder der Firmware nachrüsten.
Am besten mal in den einschlägigen Taschenlampenforen nachfragen (ja
sowas gibts tatsächlich). Hier im Forum hats den Anschein daß noch
keiner je eine Taschenlampe aus der Nähe gesehen hat dem teilweise
haarsträubenden Geschwätz nach zu urteilen.
Rufus Τ. F. schrieb:> Im Grunde genommen ist für LEDs gar kein Reflektor erforderlich, sondern> nur eine ausreichend große Sammellinse, die vor der LED plaziert wird
Damit verschenkst Du einen großen Teil des Lichtstroms. Gute
Taschenlampen haben eigentlich alle einen feststehenden Reflektor (pro
LED). Nur die billigen 200lm/3€ Funzeln kommen mit verstellbarer Linse,
die sind dementsprechend dunkel und ineffizient und verschenken 80% des
Lichts, daran kann man erkennen daß man billiges Spielzeug gekauft hat.
Damit findet man zwar nachts den Weg zum Klo aber outdoor kann man die
in die Tonne treten.
Stefan M. schrieb:> Eine Taschenlampe mit Spannungsanzeige hab ich auch noch nicht gesehen,
Na dann check mal meine Eigenbautaschenlampe(Prototyp):
Auf Anforderung faengt sie an zu blinken und zwar je nach gemessener
Batteriespannung 1 bis 12 mal.
3 mal blinken bedeutet 3.3V
9 mal blinken bedeutet 3.9V etc...
Der dabei abgedeckte Spannungsbereich liegt zwischen 3.1V bis 4.2V
(Li-Ionzelle)
Es muss ja nicht immer gleich ein OLED-Diplay sein.......
Nun,da dies noch nie jemand gesehen kann,sollte ich mir das Prinzip
gleich mal patentieren lassen ?
Toxic schrieb:> Nun,da dies noch nie jemand gesehen kann,sollte ich mir das Prinzip> gleich mal patentieren lassen ?
Gibts schon zu kaufen, der beschriebene Spannungsblinker ist in vielen
besseren Taschenlampe schon eingebaut.
Schau dir mal die Modelle von Nitecore an.
Die kosten zwar etwas, dafür bieten sie in der Regel auch eine
stufenlose Dimmung.
Gibt da natürlich auch noch andere Hersteller.
MaWin schrieb:>> Kein Display für Spannungsanzeige>> Braucht niemand.
Sehe ich auch so. Wenn man da was wissen will, kann man sich das auch
durch die LED selbst anzeigen lassen.
Zum Beispiel mit einem Blinkcode
3 mal, dann Pause und wieder 7 mal, macht dann 3,7 Volt.
MaWin schrieb:> Na ja da keine LED nach hinten strahlt, ist ein Reflektor dahinter> jedenfalls unnütz.
Dann dreh die LED vorher vielleicht mal um. Ein Reflektor mit großem
Öffnungswinkel ist wesentlich leichter als eine Linse mit entsprechendem
Öffnungsverhältnis. Und Farbfehler erzeugt ein Refektor auch nicht.
F. F. schrieb:> 3 mal, dann Pause und wieder 7 mal, macht dann 3,7 Volt.
Da die 3V sowieso für den grössten Teil der Entladezeit gelten,
braucht man sie auch nicht anzuzeigen. Sinnvoll halte ich eine
Anzeige sowieso erst unterhalb von 3,5V, wo die Entladung dem
Ende entgegen geht.
F. F. schrieb:> Allesdings kann ich den Wunsch nach einer eigenen Software schon> verstehen. Ich brauche auch nicht die ganzen Blinkmodi.
Die Convoy Modelle kann man alle beliebig umflashen, ist ein AVR Tiny
drauf, gibt wohl auch schon verschiedene fertige Firmwares für jeden
Geschmack.
Wolfgang schrieb:> Dann dreh die LED vorher vielleicht mal um.
Vielleicht wäre ja auch ein Cassegrain-Spiegel geeignet.
Ich denke, da gibts viele Ansätze für optische Experimente.
Die elektronischen Probleme lassen sich da m.E. leichter
lösen. Für einen guten Wirkungsgrad wären da m.E. zwei
Li-Zellen mit nachgeschaltetem (Schalt-)Stromregler am
besten geeignet.
Hallo Töffi.
Töffi schrieb:> Nun wollte ich mal eine Taschenlampe bauen, da mir die verfügbaren> Lampen einfach zu blöde sind. Kein Display für Spannungsanzeige, keine> integrierten Schutzschaltungen, meistens dämlich eingestellte PWM-Werte,> teilweise Ruhestromaufnahme(!!) etc.... hauptsache sieht gut aus, wa?
Ätzend finde ich diese Kinderspielmodi mit Blinken, an denen man auch
nicht vorbeikommt, weil sie über den einzigen Schalter in Sequenz
gewählt werden.
Display für Spannungsanzeige? Naja, da hatten meine Vorschreiber auch
schon bessere Ideen.
Allerdings ist Pulse zählen u.U. nicht so einfach. Ein
Morsezeichenrythmus lässt sich besser einprägen.
Auf der anderen Seite halte ich es für einen guten Kompromiss, wenn das
Teil bei schwacher Batterie selbstständig anfängt zu Blinken und dabei
durch das reduzierte Tastverhältnis auch noch etwas Strom spart.
So steht man nicht ohne Vorwarnung im Dunkeln.
Es muss also keine aufwändige Spannungsdarstellung sein.
> Problem: Der Reflektor. Die Elektronik ist ja recht banal, aber ne Lampe> ohne einstellbaren Reflektor ist einfach nicht zu gebrauchen.
Da haben Dir schon meine Vorschreiber was zu geschrieben. Also eher
Linse statt Reflektor bzw. eine vorhandene Lampe schlachten.
Meistens brauche ich aber auch eher eine Arbeitsleuchte, und keinen
Suchscheinwerfer. Und das Streulicht dafür geht gut ohne Reflektor und
auch ohne Linse.
Als Leergehäuse für die Mechanik einer Arbeitsleuchte eignet sich gut
eine alte Feuerwehrhandlampe.
Also sowas:
https://www.ebay.de/itm/Feuerwehr-Handlampe-THW/153127950662?hash=item23a7231946:g:b4kAAOSw~e5ZTq~E
oder
sowas:
https://www.ebay.de/itm/DDR-Handlampe-Lampe-NVA-Feuerwehr-Zivilverteidigung-Oldtimer-Super-Deko/183366060099?hash=item2ab1780843:g:-4QAAOSw7IpbRPT6
Anmerkung: Ich habe extra abgelaufene Auktionen gewählt, damit keiner
sagt, ich mache Werbung.
Die Schalter für die Teile sind im allgemeinen gut zu ertasten . Es
sind Drehschalter: gut abzudichten und meistens gut gegen
versehentliches betätigen geschützt. Alle, die ich in dieser Bauform
gesehen habe, hatten drei Schaltpositionen: Aus, kleine Leistung, große
Leistung.
Mehr würde ich auch nicht empfehlen. Stufenlos dimmbar ist nett, aber
letztlich ist so ein Poti oder Kodierschalter oder Pulsgeber immer
empfindlicher und störanfälliger als ein einfacher Schalter. Die
umgeschaltete Leistung sollte im Verhältnis 1 zu 4 oder etwas höher
sein.
Der Batteriekasten langte im allgemeinen für 4-6h (Praxiserfahrung). Mit
LEDs solltest Du auf über 10h kommen können.
Du könntes eine Versorgung aus unterschiedlichen Batterietypen vorsehen.
z.B. im Sommer LiIon und im Winter Blei. Dazu passt in das Gehäuse dann
auch eine adaequate Ladeschaltung. Zusätzlich ein Stecker für externe
Speisung von 12 und 24 (30!) Volt. Wenn Du eine USB Speisung vorsiehst,
wähle einen USB 1.0/2.0 Typ "B" Buchse. Also so ähnlich:
https://www.reichelt.de/usb-einbaubuchse-serie-b-gew-smd-montage-usb-bw-smd-p52000.html?&trstct=pos_5
Gibt es aber auch zum Einschrauben in ein Blech. Die sind robust und
gängig. Es gibt zwar USb-Battery und USB-Power, aber die sind zu
exotisch.
Mit freundlichem Gruß: Bernd Wiebus alias dl1eic
http://www.l02.de
Bernd K. schrieb:> Die Convoy Modelle kann man alle beliebig umflashen, ist ein AVR Tiny> drauf, gibt wohl auch schon verschiedene fertige Firmwares für jeden> Geschmack.
Gut zu wissen.
Muss in meine China Lampen gucken, was da so eingebaut ist.
Diese Reflektoren habe ich mal für ca. 50 Cent bei dx.com gekauft. Im
(leider etwas unscharfen) Bild sieht man die doch recht gute Bündelung
(Rauch rein geblasen). Der seitliche Lichtschein ist noch Streulicht von
der LED selber.
Harry
Optiken für LEDs gibt es in wirklich allen möglichen und unmöglichen
Formen, Hersteller:
https://www.cree.com/led-components/support/solution-providers/Secondary-Optics-Solution-Providers/
Ledil, Carclo, Khatod... da muss man wirklich nichts selber feilen.
Wobei ja die Frage ist, was für ein Lichtbild Du überhaupt haben willst.
Schon erwähnt wurde, dass Reflektoren keine perfekte Fokussierung
erlauben, da das meiste Licht bei den LEDs vorne raus geht
(typischerweise Lambert-Verteilung) und gar nicht vom Reflektor
beeinflusst wird. Nur das Restlicht seitlich raus wird vom Reflektor
fokussiert.
Positiv betrachtet führt das aber dazu, dass das Direktlicht ein schön
homogen ausgeleuchtetes Feld gibt, zu dem ein fokussierter Punkt in der
Mitte kommt. In der Praxis funktioniert das wohl so gut, dass die
meisten Taschenlampen nach diesem Prinzip arbeiten. Eine Ausnahme wäre,
Du wolltest einen Suchscheinwerfer bauen.
Alle "guten" Optiken kombinieren übrigens die Funktionen Reflektor
(Totalreflextion) mit Linse (Brechung am Übergang Medium/Luft).
Stichwort TIR. https://www.ledil.com/support/guide-to-tir-lenses/
Beispiel
http://www.khatod.com/en/product-3331/Single-Lenses-for-Power-LEDs--Ultra-Narrow-Punch-Beam-Lens.html?ALEDProduttore=4&viewingMax=6&lang=DE&AserPrg=807
- Martin
Habe mir letztes Jahr eine US-Winkellampe (
https://www.asmc.de/Ausruestung/Licht/Lampen/Taschenlampen/US-Winkellampe-Original-oliv-p.html
)
auf LED umgebaut.
Praxis: hab mir eine billige 4,5V (3x1,5v batteriefach) LED Taschenlampe
besorgt. Kopf aufgeschraubt und geschaut ob die originale Halterung für
die Lampe passt. (Muss man schauen nicht alle gehen) Passte so weit, LED
mit reflektor eingebaut und auf Li-Akku (Feder gezogen und für + das
kontaktplättchen etwas gebogen) umgestellt.
Jetzt habe ich einen etwas breiteren, länger haltenden lichtkegel. Aber
es hat sich gelohnt.
Ne fokuslinse wäre jetzt overkill für das Teil.
TL;DR: ja, unmöglich.
diese Lampe fiel heute aus dem Schrank zu Boden und das Gehäuse
(neongelb) brach am Gewinde ab wo der Leuchtkopf drankommt, etwa entlang
der Rille des Dichtungs-o-rings.
Die LED Stufe ich noch als "normales" E-Bauteil ein, welches sicher
irgendwie zu beschaffen wäre.
Den Linsenkörper hingegen gar nicht - imho. So wie ich den verstehe
wirkt er sowohl als Linse wie auch als Reflektiert (LED strahlt in
flachem Winkel von innen an die Rückseitige Aussenfläche d. Linse, darum
ist hinten gar keine "Versilberung" nötig).
Wer dann auch noch solche Feingewinde selber anner Drehbank hinbekommt,
ist definitiv ein sehr guter Feinmechaniker/Werkzeugmacher; die dazu
nötige WS-Ausrüstung will ich f. Hobby aber nicht bezahlen.