Hallo,
ich möchte ein Panel aus LEDs zur Photosynthese bauen. Da ich keinerlei
Erfahrungen mit UV habe wollte ich mal fragen ob jemand von euch sich
damit auskennt.
Also es gibt ja diverse UV LED Panels Aber wie baut man sowas?
Also UV hat ja iwas von 100 - 400nm. Aber wie ist das bei der
Entfernung?
Also wie erzeugt man mit den UV LEDs eine "künstliche" Sonne? Aus der
Terraristik ist es ja bekannt, die Lampen sind aber eben richtige
Lampen. Ziehen 300 Watt und mehr
Oder eben Natriumdampflampen. Das optimalste. Jedoch auch beim
Stromverbrauch.
Wie erzeugt man nun mit UV LEDs die beste UV A und B Strahlung?
Kann man da auch noch mittels PWM theoretisch Sonnenaufgang, leicht UV,
über die "Mittagssonne" bis hin zur Abendsonne quasi "Emulieren"?
Also die Fläche wäre 35 x 35 cm
Wie verteilt man die LEDs am besten?
Warum sind in manchen Panels noch Blaue/Weisse und Rote verbaut? Wie
ordnet man das optimal an?
Ich hoffe jemand kennt sich damit aus.
Die einfachste Methode ist es, in der Wachstumsphase Leuchtstoffröhren
mit 840 nm und in der Blütephase welche mit 830 nm zu verwenden.
Eine Halterung samt Vorschaltgerät bekommst du für 5 Euro im Hornbach,
entsprechende Röhren für etwa drei Euro.
Die Röhren können durch die flächige Verteilung der Abwärme auch sehr
nah an die Pflanzen ran, ohne diese bereits vorzeitig in Rauch zu
verwandeln.
Dimmen is' nich. Braucht aber auch kein Schwein.
georg schrieb:> Meines Wissens ist UV für alle existierenden Pflanzen und Tiere> schädlich.
Nein das stimmt nicht, jedenfalls nicht in dieser Absolutheit.
Natürlich: prinzipell ist alles Gift, das ist nur eine Frage der Dosis.
In geringen Dosen können viele "Gifte" aber nützliche Nebenwirkungen
haben, so auch UV. Insbesondere für UV-B ist das sogar wissenschaftlich
gesichertes Wissen, das trägt nämlich zur Vitaminbildung bei, mindestens
bei Katzen und Menschen, für diese beiden Säugetierarten existieren
belastbare Studien zu dem Thema.
Man man kann anhand des Wirkungsmechanismus aber davon ausgehen, dass
das, was für Katzen und Menschen gilt, wohl auch für die alle anderen
Säugetierarten gilt und obendrein wahrscheinlich auch noch für Vögel und
Reptilien.
Tobi schrieb:> Also UV hat ja iwas von 100 - 400nm. Aber wie ist das bei der> Entfernung?
Bis grob 200nm ist die Absorption durch den Luftsauerstoff ein ernstes
Hindernis. Für das Sonnenlicht ist gewöhnlich die Absorption durch die
Ozon-Schicht bei etwa 300mm die Grenze.
Oxygene Photosynthese findet im Bereich 380-700nm (aber nicht drüber!)
statt, nicht im UV-Bereich. UV hat da höchstens irgendwelche
morphologischen Effekte, sprich die Pflanze bildet besondere Farben
(Farbstoffe) oder so aus.
Dann gibt es noch das Phytochromsystem, welches im Rot- und
Nahinfrarotbereich von 600nm/730nm arbeitet und hier schon relevanter
ist als UV-Licht. Daher: Nimm die effizienteste weiße LED, die du
kriegen kannst, die passend für dich ist, und gut ist. Da hast du alles,
was die Pflanze braucht.
Effizient sind heute weiße LEDs, die >150lm/W haben. Käufliche
Spitzenreiter erreichen ~220lm/W, was in etwa 67% Wirkungsgrad
entspricht. Beispiel: Samsung LM301B.
E. S. schrieb:> Oxygene Photosynthese findet im Bereich 380-700nm (aber nicht drüber!)> statt, nicht im UV-Bereich. UV hat da höchstens irgendwelche> morphologischen Effekte, sprich die Pflanze bildet besondere Farben> (Farbstoffe) oder so aus.
Ich habe dann mal das hier gefunden..
Violett 380-420nm
Blau 420-490nm
Grün 490-575nm
Gelb 575-585nm
Orange 585-650nm
Rot 650-750nm
Wonach entscheidet sich das von bis!? Also woran erkenne ich das an der
LED!?
Und wieso weiße!? Wenn du sagst von 380 - 700 dann wäre doch komplett
Orange oder eine Mischung von Violett bis Rot optimal.
Aber welche sind die richtige!? Die haben ja meist nur 20mA oder so.
Also damit wird sich wohl kaum was erreichen lassen.....
https://www.exciteled.de/de/spektrum-photosynthese
Warm Weiß 3000K, COB-LED 10-200W. Lötest die keinen Wolf und das kühlen
geht auch einfacher.
Das mit dem grünen Anteil ist mir auch neu. :)
(Wenn das meine Olle mitkriegt, darf ich umbauen:)
Tobi schrieb:> Oder eben Natriumdampflampen.> Das optimalste. Jedoch auch beim> Stromverbrauch.
Das glaube ich nicht. Natriumdampflampen sind
Monochromatisch bei 589 nm. Hat mit UV oder IR
überhaupt nichts zu tun...
Richard B. schrieb:> Das glaube ich nicht. Natriumdamplampen sind> Monochromatisch bei 589 nm.
Natrium-Hochdruckdampflampen! ~150ml/W
Das Spektrum passt aber nich so gut wie bei WW-LEDs. Alleine der
Aufwand, große Drossel+Zündelektronik und dann noch die Kosten....
Tobi schrieb:> E. S. schrieb:>> Oxygene Photosynthese findet im Bereich 380-700nm (aber nicht drüber!)>> statt, nicht im UV-Bereich. UV hat da höchstens irgendwelche>> morphologischen Effekte, sprich die Pflanze bildet besondere Farben>> (Farbstoffe) oder so aus.>> Ich habe dann mal das hier gefunden..>> Violett 380-420nm> Blau 420-490nm> Grün 490-575nm> Gelb 575-585nm> Orange 585-650nm> Rot 650-750nm>> Wonach entscheidet sich das von bis!? Also woran erkenne ich das an der> LED!?>> Und wieso weiße!? Wenn du sagst von 380 - 700 dann wäre doch komplett> Orange oder eine Mischung von Violett bis Rot optimal.>> Aber welche sind die richtige!? Die haben ja meist nur 20mA oder so.> Also damit wird sich wohl kaum was erreichen lassen.....
Das Von und Bis sieht man am Spektrum der LED. Was den Pflanzenbedarf
angeht: Die zentralen Chlorophyll-Moleküle der Photosysteme, die
Wellenlängen bis 700nm energetisch nutzen können. Für Phytochrom braucht
man noch etwas 700-750nm, aber das ist eine Kleinigkeit, etwa 1/50 der
Leistung im Bereich 400-700nm reicht.
Blau-Rot ist gut für sehr niedrige, junge Kulturen mit wenig
Blattschichten, da nach einem Blatt praktisch überhaupt nichts mehr an
Strahlung vorhanden ist. Bei vielen Blattschichten wird aber auch das
Grün gut genutzt, speziell von den Blättern im Pflanzeninneren.
Bei Orange fehlt Blau, welches wichtig für die richtige Ausbildung der
Pflanze ist. In Weiß hast du aber alles schon drin, sogar das erwähnte
kleine Bisschen Nahinfrarot/Tiefrot 700-750nm. Beispiel COB: PROLIGHT
OPTO PACL-115FWL-BCGN. Hat maximal 115W, während du sie dabei noch
127lm/W macht und 8-10 € kostet. Bei 700mA ist sie dann richtig
effizient und erreicht ~65% Wirkungsgrad bei ~24W elektrischer
Leistungsaufnahme.
Habe genau diese COB in einer Pflanzenleuchte verbaut, jedoch ergänzt
durch 6 Osram Hyper Red. Dann gibt es noch COBs von Cree usw.
Teo D. schrieb:> Richard B. schrieb:>> Das glaube ich nicht. Natriumdamplampen sind>> Monochromatisch bei 589 nm.>> Natrium-Hochdruckdampflampen! ~150ml/W> Das Spektrum passt aber nich so gut wie bei WW-LEDs. Alleine der> Aufwand, große Drossel+Zündelektronik und dann noch die Kosten....
Und 150 lm/W ist bei dem Spektrum jetzt auch nicht so toll, sind nur
etwa ~35W Wirkungsgrad bzw. 1,95 µmol/W*s. Früher war das ein von keinem
auch nur annähernd erreichter Spitzenwert, heute ist es veraltet.
Die von mir erwähnte COB macht bei 1,44A Nennstrom und ~50W immerhin
2,18 µmol/W*s, bei 700mA sind es fast 3 µmol/W*s.
Richard B. schrieb:> Die hat kein Spektrum... ein LED sehr wohl.
Niederdruck vs Hochdruck, lies mal nach!
Aber haben tun sie Beide eins!!! Fragt sich nur welches.
Am Ende ist es eine komplizierte Sache, welche Wellenlänge von welcher
Pflanze in welcher Wachstumsphase benötigt wird.
Ich behaupte mal, das es auch wissenschaflich noch garnicht komplett
erforscht ist.
Für Chilipflanzen ( Keimlinge ) habe ich mir aus 660nm und 450nm eine
kleine LED Lampe selbst gebaut.
Die Pflanzen gedeihen gut damit.
Nur das intensive Magenta Mischlicht nervt, wenn man keinen extra Raum
für die Pflanzen hat.
Stefan M. schrieb:> Für Chilipflanzen ( Keimlinge ) habe ich mir aus 660nm und 450nm eine> kleine LED Lampe selbst gebaut.> Die Pflanzen gedeihen gut damit.
Das alleine sagt ja noch nicht über die Effizienz. Da müssten einige
Vergleichsstudien..... Ach was solls.... Was für Chilis hast du? :)))
Stefan M. schrieb:> Am Ende ist es eine komplizierte Sache, welche Wellenlänge von welcher> Pflanze in welcher Wachstumsphase benötigt wird.> Ich behaupte mal, das es auch wissenschaflich noch garnicht komplett> erforscht ist.>> Für Chilipflanzen ( Keimlinge ) habe ich mir aus 660nm und 450nm eine> kleine LED Lampe selbst gebaut.> Die Pflanzen gedeihen gut damit.>> Nur das intensive Magenta Mischlicht nervt, wenn man keinen extra Raum> für die Pflanzen hat.
Na ja, so groß sind die Unterschieden jetzt auch nicht, da alle
Landpflanzen die selbe Art von Photosynthese (ganz im Gegensatz z.B. zu
anoxygenen phototrophen Bakterien!) betreiben und das auch, wen
wunderts, sogar unter der selben Lichtquelle.
Mir ist bisher keine Pflanze untergekommen, die weißes LED-Licht nicht
mag, die entsprechende Intensität mal vorausgesetzt. Aber das ist wie
gesagt auch überhaupt nicht verwunderlich. Persönlich mag ich 80er CRI
5000K plus etwas 660nm so im Verhältnis 10/1 - 5/1 bezogen auf die
Strahlungsleistung am besten. So eine Pflanzenleuchte kann man auch
problemlos im Wohnzimmer etc. betreiben und durch den Tiefrotanteil hat
sie auch noch eine bessere Farbwiedergabe als reines Kaltweiß. Aber so
ein Disco-Pufflicht aus Blau+Rot? Eher weniger ...
Man sollte sich mal schlau machen, welche Lampen die Hanf-Bauern in
ihren Schränken verwenden. Die sind optimal an das Pflanzenwachstum
angepasst. Meine Orchideen lieben z.B. das blau-rote Licht sehr, das ich
ihnen in der Vitrine anbiete. Aber auch weiß geht erstaunlich gut.
Helmut -. schrieb:> Man sollte sich mal schlau machen, welche Lampen die Hanf-Bauern in> ihren Schränken verwenden. Die sind optimal an das Pflanzenwachstum> angepasst. Meine Orchideen lieben z.B. das blau-rote Licht sehr, das ich> ihnen in der Vitrine anbiete. Aber auch weiß geht erstaunlich gut.
Die setzen LEDs ein, weiße LEDs oder weiße LEDs + 660nm Rot.;-)
Bauformen entweder COB oder hunderte SMD LEDs (z.B. die erwähnte LM301B)
als "Quantum Boards".
Mike B. schrieb:> Stichwort Vollspektrum-LED
Obsolet!
Da fehlt zu viel Grün.
Teo D. schrieb:> https://www.exciteled.de/de/spektrum-photosynthese
Und sieht bei Aquarien etc. echt bescheiden aus.
Helmut -. schrieb:> Man sollte sich mal schlau machen, welche Lampen die Hanf-Bauern in> ihren Schränken verwenden. Die sind optimal an das Pflanzenwachstum> angepasst.
Soweit man das erkennen kann, entspricht das den FullSpektrum-COB-LEDs.
Aber siehe obigen Link. Scheint ziemlich vertrauenswürdig (wer bei Zeit
dem mal etwas nach gen).
Teo D. schrieb:> Da fehlt zu viel Grün.
Wie soll da Grün fehlen? Grün wird für die Photosynthese nicht benötigt.
Deswegen sind Blätter ja vorzugsweise grün.
Helmut -. schrieb:> Man sollte sich mal schlau machen, welche Lampen die Hanf-Bauern in> ihren Schränken verwenden. Die sind optimal an das Pflanzenwachstum> angepasst.
Wie schon erwähnt nutzen diese eben Ntriumdampflampen
Zitat:
1
2
Natriumdampf-Lampen
3
4
Diese Lampe ist die wichtigste von allen. Sie kann in allen Phasen der Hanfpflanzenzucht eingesetzt werden. Zwar besitzt sie wenig Blauanteil im Licht und ist daher nicht ideal für das vegetative Wachstum der Hanf - Jungpflanzen kann aber trotzdem wenn sie richtig eingesetzt wird dafür verwendet werden. Ausschlaggebend ist bei dieser Lampe die hohe Lichtleistung und der Rotanteil des Lichts.
Tobi schrieb:> "Zwar besitzt sie wenig Blauanteil im Licht und ist daher nicht ideal für> das vegetative Wachstum der Hanf - Jungpflanzen..."
Das haste aber geflissentlich übersehen. Die Pflanze ist für die
Blühphase gedacht.
Der Blauanteil ist für Photosynthese zu gering, der Gelbanteil um die
Natriumlinien wird dagegen von der Photosynthese nicht genutzt.
Teo D. schrieb:> Obsolet!> Da fehlt zu viel Grün.>> Teo D. schrieb:>> https://www.exciteled.de/de/spektrum-photosynthese
Warum erscheinen denn aus deiner Sicht die Blätter von Pflanzen grün?
Üblicherweise hat so eine Farberscheinung etwas mit selektiver
Reflektion zu tun. Zeig mal Messungen zu Photosyntheseaktivität (z.B.
per PAE) mit und ohne Grünanteil im Beleuchtungsspektum.
Wolfgang schrieb:
Zeig mal Messungen zu Photosyntheseaktivität (z.B.
> per PAE) mit und ohne Grünanteil im Beleuchtungsspektum.
Wurde alles schon gemacht und rauf und runter diskutiert in der
Fachwelt, trotzdem müssen beim Thema Photosynthese jedes Mal (!) immer
Leute auftauchen und versuchen andere mit ihrem Halbwissen zu belehren.
Anstatt sich selber erst mal zu informieren, was eigentlich
selbstverständlich sein sollte, gerade in einem Forum wie diesem.
Karl schrieb:> Natriumlinien wird dagegen von der Photosynthese nicht genutzt.
Doch, selbstverständlich wird der Gelbanteil genutzt, was auch jeder
weiß, der sich mit dem Thema auch nur halbwegs ernsthaft beschäftigt
hat.
Wäre es anders, wären NDL für die Pflanzenzucht eine Katastrophe, sind
sie aber nicht. Eben weil auch Gelb genutzt wird und die Quantanausbeute
ist nahe 600nm sogar sehr hoch ...
Aber was schreibe ich das hier eigentlich alles? Im nächsten Strang zum
Thema Photosynthese werden "Experten" wie ihr wieder auftauchen und wie
Papageie das Selbe repetieren, was ihr irgendwo mal aufgeschnappt habt.
E. S. schrieb:> Doch, selbstverständlich wird der Gelbanteil genutzt, was auch jeder> weiß, der sich mit dem Thema auch nur halbwegs ernsthaft beschäftigt> hat.https://de.wikipedia.org/wiki/Photosynthese#Absorption_von_Lichtenergie
Deswegen ist der Wirkungsgrad bei der 590nm-Natrum-D-Linie auch am
Geringsten, oder was?
> Wäre es anders, wären NDL für die Pflanzenzucht eine Katastrophe
Wo bitte werden NDL in der Pflanzenzucht eingesetzt? In sämtlichen
Gewächshäusern, die das aktiv betreiben hängen hier HQL.
NDL bringt einzig einen Vorteil in der Blühphase bei Hanf. Also geh
wieder kiffen und hör auf, hör solchen Mist zu verbreiten.
Karl schrieb:> E. S. schrieb:>> Doch, selbstverständlich wird der Gelbanteil genutzt, was auch jeder>> weiß, der sich mit dem Thema auch nur halbwegs ernsthaft beschäftigt>> hat.>> https://de.wikipedia.org/wiki/Photosynthese#Absorption_von_Lichtenergie>
Wenn du jetzt noch lernst und verstehst was der Unterschied zwischen
Farbstofflösungen und einem ganzen Blatt mit vielen Antennensystemen in
vielen Chloropplastenschichten (!) ist, und was hier wiederum der
Unterschied zwischen einem Blatt und einer ganzen Pflanze mit vielen
Blattschichten ist, kommst du wieder und entschuldigst dich. Wie es sich
für einen halbwegs erzogenen Menschen gehört.
Oder anders gesagt: Diskutiere hier nicht trotzig rum, sondern
beschäftige dich mit den Grundlagen.
"n sämtlichen
Gewächshäusern, die das aktiv betreiben hängen hier HQL."
Ja nee, ist klar! HQL im Jahr 2018. Nebenbei hast du hier einen argen
Logikfehler in deiner "Argumentation", den ich dir zu finden überlasse
...
E. S. schrieb:> und einem ganzen Blatt mit vielen Antennensystemen in> vielen Chloropplastenschichten
Ui, Antennen. Solltest Du den Beitrag dann besser nach HF & Funk
schieben lassen?
Der Aufbau ändert überhaupt nichts an den nutzbaren Energieniveaus der
Photosynthese, und die liegen nunmal im Rot bei 680 und 700nm. Durch die
Lichtsammelkomplexe wird der nutzbare Spektralbereich verbreitert, aber
nicht verschoben. Das ist energetisch nicht möglich. Licht ist erst
wieder im Blauen nutzbar, wo in einen höheren Energiezustand angeregt
wird, dann auf den niedrigeren relaxiert und dann die Photosynthese wie
im Roten abläuft.
Du solltest auch nicht nutzbaren Spektralbereich mit Absorptionsspektrum
gleichsetzen. Es kann durchaus Licht absorbiert werden, z.B. durch die
Carotinoide, welches nicht für die Photosynthese nutzbar ist.
E. S. schrieb:> Wurde alles schon gemacht und rauf und runter diskutiert in der> Fachwelt ...
Was ist an "zeig mal" so schwer zu verstehen - eine belastungsfähige
Literaturstelle z.B.
Karl schrieb:> E. S. schrieb:>> und einem ganzen Blatt mit vielen Antennensystemen in>> vielen Chloropplastenschichten>> Ui, Antennen. Solltest Du den Beitrag dann besser nach HF & Funk> schieben lassen?
Das kommt davon halt, wenn man ein Wikipedia-Universalexperte ist, der
Leute von Fach belehren will aber selber nur aufgeschnapptes Halbwissen
hat.
Es geht hier um die Antennensysteme/Komplexe, wo wiederum unter anderem
Carotinoide sitzen und sehr wohl zur Photosynthese beitragen, z.B. im
grünem Bereich. Das ist Grundlagenwissen, welches du bei deinem
Wikipediastudium wohl übersprungen hast, und mir jetzt was vom Pferd
erzählen willst und mir noch was unterstellen von einer Verschiebung der
Energiebereiche.
Und was ist denn jetzt eigentlich mit den HQL-Lampen, von den du vorhin
noch gelabert hast? Statt deinen Fehler einzugestehen, schweigst du dazu
und versuchst wieder den Oberlehrer zu spielen, obwohl du ganz
offensichtlich weder vom Fach bist noch sonst bei diesem Thema dazu in
der Position bist.
Wolfgang schrieb:> E. S. schrieb:>> Wurde alles schon gemacht und rauf und runter diskutiert in der>> Fachwelt ...>> Was ist an "zeig mal" so schwer zu verstehen - eine belastungsfähige> Literaturstelle z.B.
Habe ich hier alleine in diesem Forum schon sooo oft gemacht. Beispiel:
"Green light drives leaf photosynthesis more efficiently than red light
in strong white light: revisiting the enigmatic question of why leaves
are green."
https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/19246458
"Green Light Drives CO2 Fixation Deep within Leaves"
https://academic.oup.com/pcp/article/39/10/1020/1844911 (Artikel von
1998!)
usw.
Hallo.
Also ich wollte hier keineswegs eine Streiterei anfechten.
Nun gut. Ich habe mich nun einfach mal an die Arbeit gemacht und mir was
zusammengebastelt.
Die Fläche beträgt 30 x 30 cm.
Verbaut sind 225 LEDs.
200 Weisse und 25 Rote.
Die "Masse" Flächen würde ich dann nutzen für GND und VCC (also
Doppelseitig, eine Seite VCC eine Seite GND). Versorgung über MeanWell
5V/8A Netzteil und Ansteuerbar sind zwei mal je 100 Weisse und einmal 25
Rote LEDs über I/O oder PWM.
Tobi schrieb:> Hallo.>> Also ich wollte hier keineswegs eine Streiterei anfechten.>> Nun gut. Ich habe mich nun einfach mal an die Arbeit gemacht und mir was> zusammengebastelt.>> Die Fläche beträgt 30 x 30 cm.>> Verbaut sind 225 LEDs.>> 200 Weisse und 25 Rote.>> Die "Masse" Flächen würde ich dann nutzen für GND und VCC (also> Doppelseitig, eine Seite VCC eine Seite GND). Versorgung über MeanWell> 5V/8A Netzteil und Ansteuerbar sind zwei mal je 100 Weisse und einmal 25> Rote LEDs über I/O oder PWM.
Warum diese Wahl auf nicht geeignete 5mm-LEDs,und dann diese
Verschaltung? Vorwiderstand bei jeder LED bedeutet auch Verluste bei
jeder LED, die dann bei 225 LEDs dementsprechend riesig ausfallen.
Warum nicht lieber 4-9 weiße COB LEDs mit jeweils ~5-10W und dazu vllt
noch ein paar 660nm Emitter.
Beispiel:
PROLIGHT OPTO PACJ-28FWL-BC4N COB 5000K 80 CRI 28W 240-720mA ~2€/Stk
PROLIGHT OPTO PK2N-3LME-HSD 660nm Emitter 2W bis 700mA ~50€Cent/Stk
Ach ja: Immer auf die Lichtausbeute und das Spektrum der LEDs gucken.
Unter 150lm/W bei weißen COBs sollte man gar nicht erst zugreifen, da
veraltet. Selbes Problem bei normalen roten LEDs im Bereich von ~625nm:
Sind in der Regel extrem veraltete LEDs mit Wirkungsgraden von vllt.
25%, während bei den tiefroten 660nm LEDs in den letzten Jahren
ordentlich in die Forschung investiert wurde (für die
Pflanzenbeleuchtung!) und diese so über 50% erreichen.
Die von mir genannte tiefrote LED strahlt z.B. bei 350mA und ~0,65W
ganze 405mW Strahlungsleistung ab, was 62% Wirkungsgrad entspricht. Die
Osram Oslon Hyperred Horticulture bewegt sich auf dem gleichen Niveau,
ist aber etwa um den Faktor 3 teurer. Kann dafür aber bis 1A ab, während
die Prolight Opto nur max. 0,7A verträgt.
Durch die höhere Wellenlänge im Vergleich zur normalroten LED hat man
sogar noch einmal um den Faktor 660nm/625nm=1,056 mehr Photonen pro mW
Strahlungsleistung, und das ist, was für die Pflanze zählt.
Tobi schrieb:> Wie würde es denn mit diesen hier aussehen!?
KA, such mal raus wie viel Strom. bzw Leistung so einen hat. Stell dich
aber schon mal drauf ein, das ab ~3W die Dinger auf Alukern-PCBs
müssten. Freiverdrahtet auf eine Kühlfläche geklebt geht aber auch.
Tobi schrieb:> Hallo.>> Die finde ich bei RS garnicht.>> Bezugsquellen!?>> Also da würden dann echt so wenige ausreichen!?>> Da ich eh alles mit 12 V betreibe,>> Wie würde es denn mit diesen hier aussehen!?>> https://de.rs-online.com/mobile/p/leds-sichtbares-licht/7743007/
TME hat diese, LEDs.de z.B. hat passende 3535-Platinen.
Alternative: LM301B Platinen von Samsung bei Led-Tech zu 5000K/6500K.
Haben bei 350mA gut 67% Wirkungsgrad und da hast du eigentlich schon
alles drinne. Gibt es als 65mm lange Platinen für 2,7-3,0V, oder auch
als 50cm lange Platinen für ~19V. Bei der ersten kannst du jeweils 3
Stück in Reihe schalten dazu noch eine 660nm LED + Vorwiderstand und das
ganze dann an dein 12V Netzteil. Das wäre dann jeweils ein Strang, den
ich bis 700mA bestromen würde. Je nach Bedarf kannst du diese Stränge
dann parallel schalten, wichtig ist dabei aber, dass jeder Strang einen
eigenen Vorwiderstand hat.
https://www.led-tech.de/de/3W-Samsung-LM301B-High-Performance-Stripehttps://www.led-tech.de/de/OSRAM-Oslon-SSL-120-Hyper-Red-Star
Das ganze dann auf eine Aluplatte oder so.
Nachtrag: Die linearen 3W-Module lassen sich im Verhältnis 3:1 zu einer
tiefroten 660nm LED geometrisch schlecht kombinieren, also was die gute
Lichtmischung angeht.
Daher wären 3 der unten verlinkten Module besser, da diese auf einer
herkömmlichen Starplatine sitzen. Damit kann man dann einen dreizackigen
Stern als Strahler aufbauen, wobei in der Mitte die 660nm-Starplatine
sitzt.
Die Abstände sind hier geringer und die Lichtmischung so besser.
Nachteil: Thermisch sind die Starplatinen mit 7 Samsung LM301B etwas
schlechter als die 64mm langen linearen Module, da stärkere
Konzentration der Leistung, jedoch ist das bei anständiger Kühlung
völlig vernachlässigbar. Die Starplatine bzw. das lineare Modul braucht
bei 350mA ja noch nicht einmal einen Kühlkörper und über 700mA würde ich
wegen Effizienzgründen eh nicht gehen.
https://www.led-tech.de/de/7x-Samsung-LM301B-Plug-and-Light-Star-5000k
Ein Strahler hätte dann eine Lichtleistung von ~ 1,75W (5000K CI80) +
0,4W (660nm) = 2,15W bei 350mA und ~3,59W Leistungsaufnahme. Bei 700mA
hätte man etwa 200% also etwa 4,3W bei ~220% Leistungsaufnahme.
Basierend auf einer LER von 325lm/W bei dem weißen Spektrum.
Mit 4,3W Lichtleistung kann man eine Fläche von ~500cm² schon alleine
ohne jedes weitere Licht mehr als ausreichend beleuchten um selbst
lichthungrige Pflanzen wie Tomaten ausreichend zu beleuchten. Sogar
0,1m² sind drinn, wobei man dann dort bei einem PAR von ~43W/m²
angelangt wäre, was schon ein bisschen knapp ist als alleiniges Licht.
Paprika wächst damit aber noch gut ohne zu vergeilen.