Hallo Leute,
ich habe einen Haufen L7818CV und würde daraus gerne einen
Spannungsregler aufbauen, der 5A schafft.
Vermutlich möchte ich dazu die im Datenblatt beschriebene Schaltung 6
"Load Regulation" verwenden:
https://cdn-reichelt.de/documents/datenblatt/A200/TEL78XX-L78XXC_E.pdf
Als Transistor käme dann ein NPN mit mindestens 5A zum Einsatz.
Allerdings ist mir nicht ganz klar, wie ich die Geschichte mit den 30us
verstehen soll. Kommmt da ein Quarz hin? Oder wo soll ich den mittleren
Anschluss überhaupt anklemmen?
--
Vorgeschichte:
Ich habe hier ein altes NiCD Ladegerät von Carson. Das wäre jetzt
eigentlich auf dem Müll gelandet, dann dachte ich mir, als Lernprojekt
ein Netzteil draus zu machen, mit dem ich einen LiPo Lader befeuern
kann. Dieser benötigt 5V-18V Eingangsspannung. Das alte Ladegerät
geschlachtet bis nur mehr der Trafo über ist, stellt sich raus, ich kann
verschiedenen Spannungen abgreifen. Die höchste ist (gerichtet) über 30V
im Leerlauf. Die nächst kleinere fällt unter Last auf unter 5V. Daher
die überlegung die große Spannung zu regeln.
Was mir auch aufgefallen ist, bei kleiner Last, steigt die
Sekundärspannung immer erstmal an. Wenn das jemand erklären könnte, wäre
auch gut, aber hoffentlich für mein Projekt nicht wichtig.
Also Eckdaten: Spannung am Ausgang meiner Schaltung muss nicht unbedingt
sehr präzise sein, aber zwischen 5V und 18V liegen. Strom sollte
wenigsten 5A möglich sein.
PS: Einen Versuch mit parallel geschalteten Reglern habe ich hinter mir.
Leergeld in Form von einigen Stunden meiner Zeit bereits bezahlt. Ihr
habt es also mit einem Anfänger zu tun.
Vielen Dank,
Ingo
Ingo schrieb:> Hallo Leute,> ich habe einen Haufen L7818CV und würde daraus gerne einen> Spannungsregler aufbauen, der 5A schafft.>> Vermutlich möchte ich dazu die im Datenblatt beschriebene Schaltung 6> "Load Regulation" verwenden:> https://cdn-reichelt.de/documents/datenblatt/A200/TEL78XX-L78XXC_E.pdf
Passend wäre da eher die Schaltung 22 oder 23. Allerdings brauchst
Du dafür einen PNP-Leistungstransistor. Der Nachteil dieser Schaltung
ist u.a. das Du eine höhere Eingangsspannung brauchst. Wozu brauchst
Du denn 18V/5A? Eigentlich ist das eine eher unübliche Spannung.
Hier mal zwei Schaltungen mit denen du die Amper hoch skillen kannst.
Wenn dir der Strom der ersten Schaltung nicht reicht, nimm die zweite,
bis der Trafo glüht :-)
Ingo schrieb:> Vermutlich möchte ich dazu die im Datenblatt beschriebene Schaltung 6> "Load Regulation" verwenden
Was soll dir bringen ? Die verstärkt nicht den Strom des
Spannungsreglers, sondern belastet ihn kurzzeitig um seine Reaktion auf
Lastschwankungen zu untersuchen.
Ingo schrieb:> Einen Versuch mit parallel geschalteten Reglern habe ich hinter mir.> Leergeld in Form von einigen Stunden meiner Zeit bereits bezahlt.
Gut.
So weisst du also, dass es dir nichts bringt, mehrere 7818 zu besitzen.
Mit drastisch genaueren Spannungsreglern wie LT1083 klappt
Parallelschaltung tatsächlich, aber der 7818 ist dafür zu ungenau, der
Strom verteilt sich nicht gleichmässig genug, einige überhitzen.
Ingo schrieb:> Daher die überlegung die große Spannung zu regeln
Unsinnig, dennwenn du aus 30V auf die Art 18V machen willst, fallen bei
5A satte 60W Verlustleistung an. Die musste dein Trafo liefern und sie
sind dann weg, stehen nicht zur Verfügung um den Akku zu laden sondern
heizen nur dein Haus.
Ein Schaltregler wäre sinnvoller, der macht auf 30V/5A dann 18V/8A.
Schaltregler sind schwerer aufzubauen, gibt es aber als Fertigplatinen
aus China.
Hast Du denn einen entsprechenden Trafo auch "auf Halde liegen"
oder brachten Dich nur die zig Spannungsregler auf diese Idee?
Des weiteren:
Sag unbedingt erst mal wofür_genau Du eine Versorgung willst.
Ok, Leute, vielen Dank bis hierhin.
@H.H.:
Danke, ich weiß nun, dass das die falsche Schaltung war. Ich war mir da
auch tatsächlich nicht so sicher.
@Harald:
auch Danke, die sehen sogar so aus, als wüsste ich, wie ich das bauen
kann. Hab dann halt jetzt den falschen Transistor bestellt. Muss ich
halt nochmal bestellen.
Die 18V habe ich für den Regler gewählt, da es die Obergrenze der
Eingangsspannung am LiPo Lader ist. Kleinere Spannungen hätten ja noch
mehr Verlustleistung an meinem Regler gebracht.
@Phasenschieber:
auch Danke, evtl. probiere ich auch diese.
@MaWin:
Danke auch für die ersten beiden Absätze.
Für den 3. "Unsinn...": ich habe beobachtet, dass die Sekundärspannung
des Trafos bei Strömen von wenigen Ampere bereits stark einbricht. Daher
gehe ich nicht von so einer großen Verlustleistung aus.
Für den 4. "Ein Schaltregler...": ja das danke ich auch. Konnte aber
keinen fertigen finden, der wischen 12V und 18V liefert. Und 5A schon
gar nicht. Ein Link zu einem, der irgendwie 60W Leistung kann, könnte
mich umstimmen.
Alle,
wenn ich erstmal eine funktionierende Schaltung habe, dann weiß ich wo
bei 5A die Sekundärspannung landet. Ich hoffe, dass die dann nicht mehr
weit über 18V ist oder evtl. sogar darunter.
Vielen Dank erstmal.
Ingo schrieb:> Die 18V habe ich für den Regler gewählt, da es die Obergrenze der> Eingangsspannung am LiPo Lader ist. Kleinere Spannungen hätten ja noch> mehr Verlustleistung an meinem Regler gebracht.
Für diesen Zweck solltest Du ein Fertig-Schaltnetzteil mit passender
Spannung/Strom nehmen. Manche Laptopnetzteile haben z.B. diese
Spannung. Ein erster Anlaufpunkt für günstige Schaltnetzteile wäre
z.B. die Fa. Pollin.
Wenn jetzt die Transistoren beim Händler meines geringsten Misstrauens
nicht verfügbar sind, worauf kommt es dann genau an? PNP ist klar, und
ansonsten sollten die Ströme entsprechend hoch sein?
Zum Beispiel für die Schaltungen 22. und 23. aus dem Datenblatt, von
denen 22. auch identisch mit Phasenschiebers 1. ist, kann ich da einfach
überall einen TIP 36C STM rein bauen? Wenn ich jetzt ein einzelnes Gerät
zusammenlöte und 6€ Versandkosten habe, dann stört mich ja nicht, wenn
es ein paar ct. mehr kostet.
Ingo schrieb:> worauf kommt es dann genau an? PNP ist klar, und> ansonsten sollten die Ströme entsprechend hoch sein?
Mache Dir Gedanken, wie groß der Spannungsabfall über den Transistor
werden kann und damit dessen Verlustleistung. Bedenke, wenn der
Transistor durchpfeift, zerlegt es direkt die dahinter angeschlossene
Elektronik!
5 Ampere über nur einen Transistor klingt sportlich.
Manfred schrieb:> 5 Ampere über nur einen Transistor klingt sportlich.
Ist für einen 2N2955 absolut kein Problem, solange er einen suffizienten
Kühlkörper hat.
Ingo schrieb:> Die 18V habe ich für den Regler gewählt, da es die Obergrenze der> Eingangsspannung am LiPo Lader ist.
Oh, entschuldigung, falsch formuliert meinerseits bzw. steht ein
Großteil schon oben.
Die Frage wäre dann: Ein Lader für eine Zelle, oder wie? Denn
falls ja, wäre es schlicht unnötig, ihm 18VDC zu servieren. Das
wäre dann einfach nur seine maximale Eingangsspannung. Und er
wäre (vermutlich, für genaueres bräuchte man dessen Datenblatt
- dieses zu liefern, wäre vorteilhaft) Step-Down mit CCCV.
Dann ginge auch jede Spannung dazwischen, nur die Belastbarkeit
("Leistung") des Netzteils wäre von Interesse - aber eines mit
geringerer Belastbarkeit würde auch nur die Ladezeit verlängern.
Ein z.B. 12V/5A Netzteil findet man an so gut wie jeder Ecke.
@Harald:
Erwischt. Ich habe sogar so ein Laptop-Netzteil bei Pollin mit 18V
Ausgangspannung für einen wirklich guten Kurs gekauft. Liegt hier. 2
Hindernisse gibt es noch:
a) Da ist so eine Blöde Buchse "Micro-Fit" 6-Pol, da suche ich noch den
passenden Stecker.
b) Mein Dickkopf, der unbedingt einen Laderegler für den Trafo bauen
will. Zwecks Erkennnisgewinn.
@Manfred:
Wenn die Schaltung funktioniert, kann ich den Lader dranhängen und mit
5A belasten. Dann kenne ich Strom, kann den Spannungsabfall messen und
mit dem Infrarotthermometer auch die Temperatur. Damit sollte ich doch
ein Gefühl für das Ganze bekommen.
Im übrigen wären die paar € für Transistor und Widerstände gerne
bezahltes Leergeld.
@Phasenschieber:
Kühlkörper liegt parat, der war schon in dem alten NiCD Ladegerät drin.
@mountamount:
Der Lader (imax B6 mini) kann von 1-6 Zellen. Er braucht halt 11V - 18V
am Eingang. (oben schrieb ich glaub ich fälschlicherweise was von mind.
5V)
Wenn ich einen Regler benutze, der den Spannungsabfall in Wärme umsetzt,
dann nehme ich halt die Obergrenze, um die Verluste nicht unnötig groß
zu machen.
Nochwas zum Trafo:
Der Stammt aus einem alten NiCD mit max. 4A. Intern abgesichtert war es
mit 5A.
Ich würde gerne mit verschiedenen Ladeströmen (am imax einstellbar)
experimentieren und dann beobachten, welche Sekundärspannungen
rauskommen und wie die Temperaturen des Spannungsreglers (und dabei
verwendeten Transistors) und natürlich auch des Trafos sind, bzw. wohin
sie konvergieren.
Also ja, Ausgangssituation war das Ladegerät und nach dessen
Schlachtung, der Trafo, das Kühlblech, das Plastikgehäuse und die
Anschlüsse wo damals die NiCD angeschlossen wurden. Heute passt da genau
das Kabel vom imax rein. Und weil ich ungern was wegschmeisse und gerne
was lerne, mache ich diese Übung.
Und nochmal zusammengefasst: Einen Step-Down hätte ich in Verbindung mit
dem Trafo verwendet, aber nicht mit genug Leistung gefunden. Ein
fertiges Netzteil hätte ich, möchte ich aber nur im Notfall verwenden.
Ingo schrieb:> @mountamount:> Der Lader (imax B6 mini) kann von 1-6 Zellen. Er braucht halt 11V - 18V> am Eingang. (oben schrieb ich glaub ich fälschlicherweise was von mind.> 5V)> Wenn ich einen Regler benutze, der den Spannungsabfall in Wärme umsetzt,> dann nehme ich halt die Obergrenze, um die Verluste nicht unnötig groß> zu machen.
Du brauchst eigentlich gar keinen Regler. Zumindest für diesen
Anwendungsfall. Der Lader hat intern einen Schaltregler.
Ingo schrieb:> Als Transistor käme dann ein NPN mit mindestens 5A zum Einsatz.Ingo schrieb:> Hab dann halt jetzt den falschen Transistor bestellt. Muss ich halt> nochmal bestellen.> Die 18V habe ich für den Regler gewählt, da es die Obergrenze der> Eingangsspannung am LiPo Lader ist.Axel S. schrieb:> Du brauchst eigentlich gar keinen Regler. Zumindest für diesen> Anwendungsfall. Der Lader hat intern einen Schaltregler.
Genau, du kannst auch deinen falsch bestellten NPN Transistor so
einsetzen. Dann kommen am Ausgang immer noch ausreichende 17,3 Volt
raus. Den Rest erledigt der Lader.
Beitrag "Re: Spannungsregler mit Lasttransistor schalten"
Hi,
bei diesen "Nachbrennern" wird oft vergessen, dass eine Mindestlast
nötig ist. Im einfachsten Fall reicht schon ein passender Widerstand
(ca. 820 Ohm) am Ausgang.
ciao
gustav
@Axel:
Das verstehe ich nicht. Ich hatte ja geschrieben, dass der Trafo im
Leerlauf und bei kleinen Lasten 30V und mehr Sekundärspannung hat. Der
Lader hat max. 18V Eingangsspannung.
Nehme ich eine Abkürzung der Wicklungen am Trafo, sinkt die Spannung
unter Last unterhalb der 11V, welche der Lader mindestens braucht.
Wie soll ich jetzt ohne Regler vorgehen?
@Michael M.:
Danke, auch eine Idee, die ich mal probieren könnte. Und ja, mir war
bewusst, dass es bei der Regelung nicht unbedingt darauf ankommt, die
18V auf den Punkt zu erreichen. Mir leuchtet auch ein, wie Deine
Schaltung funktioniert. Bin leider noch nicht so weit, von selbst darauf
zu kommen. Werde ich wohl als erstem mal probieren.
@H.H.:
Danke, habe dort Kabel gesehen, die auf den ersten Blick sehr passend
aussehen. Zumindest was die Haltenase angeht. Die kleinen Abschrägungen
passen aber nicht mit denen am Netzteil überein. Das Netzteil:
https://www.pollin.de/p/schaltnetzteil-motorola-50-14000-241r-12-v-9-a-352821
behauptet aber Micro-Fit3.0 kompatibel zu sein. Gibt es da eine Logik?
@Karl/Gustav:
Deine Antwort kann ich leider nicht zuordnen? Die Mindestlast braucht
wer? Der Trafo? Das dachte ich ja auch, und habe mit kleinen
Widerständen experimentiert. Die Spannung geht aber immer erst hoch. Ich
müsste anscheinend recht ordentlich Leistung verbraten, damit die wieder
runter kommt.
@Alle:
nachdem ich nun nochmal PNP transistoren bestellt hatte, sind mir die
alten Transistoren durch die Finger gerutscht, die in dem Ladegerät
eingebaut waren. Ein PNP 6A und ein NPN 15A. Naja, Transistoren habe ich
jetzt ja genug ;-)
Ingo schrieb:> b) Mein Dickkopf, der unbedingt einen Laderegler für den Trafo bauen> will. Zwecks Erkennnisgewinn.
Wenn Erkenntnisgewinn deine Intention ist, warum willst du dann ein eher
ungeeignetes Konzept mit einem 7818 nehmen.
Dann hole dir einen LM723 und schau die die Beispielschaltungen im
Datenblatt an. Der war für genau solche Festspannungsnetzteile designed
und hat zusätzlich noch einen 2. Verstärker zur Strombegrenzung.
Oder nimm eine der vielen linearen Netzteilschaltungen mit einem oder
mehreren OPs.
Bewährt und du lernst viel mehr als mit der komischen "wofür kann man
den 78XX noch verwenden wenn man unbedingt will" Schaltung.
@H.H.:
Korrekt, hatte ich falsch im Kopf. Hätte schreiben sollen: "passendes
Netzteil", da es mit 12V ja in den Bereich 11V - 18V passt und die
Spannungsdifferenz bei einem Schaltnetzteil nicht so dramatisch ist.
Foto anbei.
@Udo S.:
Ich gehe mal von einer nicht-Rhetorischen Frage aus und versuche die zu
beantworten.
1. Ich hatte nach Spannungsreglern gesucht, und verschiedene
Festspannungsgegler in der Art wie 78XX gefunden und einen variablen.
Von allen habe ich ein paar in den Warenkorb gelegt. Der LM723 war wohl
nicht dabei und damit nicht auf meinem Schirm.
2. Wäre er auf meinem Schirm gewesen, ich hätte ihn evtl. auch gekauft
aber für dieses Projekt womöglich erstmal nicht eingesetzt. Mag
überraschend klingen, aber ich sehe da ein Teil mit einer großen Menge
Stellschrauben und Pins. Und dabei sehe ich nichts, was ich wirklich
brauche. Evtl. kann ich es ja nicht erkennen, aber das hilft ja nichts.
Oder anders: Ein Formel 1 Auto ist dazu gemacht, um Rennen zu fahren,
aber nicht um fahren zu lernen.
Dennoch, vielen Dank für den Hinweis. Ich kann mir sehr gut vorstellen,
auf der Basis mal ein Labornetzteil zu bauen. Sowas hatte ich mir eh
schon überlegt. Dann wäre das wohl der geeignete Baustein. Aber
Erkenntnisgewinn heißt für mich nicht unbedingt, etwas sinnvolles zu
machen (ja ein wenig Sinn sollte drin sein), sondern womöglich eher mal
einen Fehler zu machen. Der Fehler mit dem Parallelschalten der Regler
hätte ich mir zwar sparen können, aber die Festigkeit, mit der sich das
Ergebnis in meinen Kopf eingebrannt hat, bekomme ich nicht durch "nur"
nachbauen. Ich versuche mich immer zwischen fertigen Schaltplänen und
selber was ausdenken zu bewegen. Immer so, dass ich noch einigermassen
verstehe was passiert. Der LM723 hat einfach zu viel, das ich im Moment
nicht üerblicken kann.
@H. H. (hhinz)
weißt Du was zu der Buchse?
Sieht den MicroFit 3.0 schon sehr ähnlich, aber so wie ich das sehe,
sind die kleinen Abschrägungen anders verteilt. Zur not könnte ich als
alter Mechaniker die Feile auspacken, aber so wird das wohl nicht
gedacht sein.
Ingo schrieb:> Ich gehe mal von einer nicht-Rhetorischen Frage aus und versuche die zu> beantworten.> 1. Ich hatte nach Spannungsreglern gesucht, und verschiedene> Festspannungsgegler in der Art wie 78XX gefunden und einen variablen.> Von allen habe ich ein paar in den Warenkorb gelegt. Der LM723 war wohl> nicht dabei und damit nicht auf meinem Schirm.> 2. Wäre er auf meinem Schirm gewesen, ich hätte ihn evtl. auch gekauft> aber für dieses Projekt womöglich erstmal nicht eingesetzt. Mag> überraschend klingen, aber ich sehe da ein Teil mit einer großen Menge> Stellschrauben und Pins.
Wie gesagt, ich dachte du wolltest "lernen". Mit einer eigentlich
unbrauchberen Erweiterung von Festspannungsreglern lernt man nicht
besonders viel.
Der LM 723 ist ziemlich veraltet, aber zum Lernen gar nicht schlecht. Er
eignet sich aber weniger zum Labornetzteilbau, eher für Festspannungen
wie du das ja auch vorhattest.
Für Netzteile allgemein ist das hier eine gute Übersicht:
http://www.dse-faq.elektronik-kompendium.de/dse-faq.htm#F.9.1
Udo S. schrieb:> Wie gesagt, ich dachte du wolltest "lernen". Mit einer eigentlich> unbrauchberen Erweiterung von Festspannungsreglern lernt man nicht> besonders viel.
Ja, ich kann aber jetzt nicht erkennen, warum ich einen ungeeigneten Weg
zum lernen einschlage. Welche "unbrauchberen Erweiterung" meinst Du? Ich
sehe hier viele Vorschläge, wie ich mein kurzfristiges Ziel erreiche.
Alle sind überschaubar im Aufwand und auch einigermassen einfach zu
verstehen. Warum lerne ich mehr, wenn ich eine Schaltung aufbaue, die
ich nicht verstehe.
Übrigens habe ich ja bereits eine Menge gelernt bei dieser Aktion.
Vielleicht bin ich einfach ein anderer Lerntyp.
Ich halte mich gerne an das alte "creep, crawl and run"
Udo S. schrieb:> Für Netzteile allgemein ist das hier eine gute Übersicht:> http://www.dse-faq.elektronik-kompendium.de/dse-faq.htm#F.9.1
Lesen gehört natürlich auch zum lernen. Danke, das werde ich mir
anschauen. Vielleicht wird mir dann klar was Du meinst.
Vielen Dank
Michael M. schrieb:> Genau, du kannst auch deinen falsch bestellten NPN Transistor so> einsetzen. Dann kommen am Ausgang immer noch ausreichende 17,3 Volt> raus. Den Rest erledigt der Lader.
Hallo Zusammen, ich habe jetzt mal mit der einfachsten Schaltung
angefangen. Zuerst mal komplett ohne Kondensator. Ich habe die
Spannungen am Trafo (V~), hinter dem Gleichrichter bzw. am Collector des
Transistors (Vc), am Ausgang des Spannungsreglers, bzw. Basis des Tr.
(Vb) und am Ausgang/Last (Vout) gemessen. Die este Spalte zeigt die
eingestellte Nennlast im Lipo-Lader.
Vorab, bei höheren Lasten hatte ich starke Schwankungen, und die
gemessenen Gleichspannungen dürften generell zu niedrig sein, da der
Elko nach dem Gleichrichter fehlt.
V~ Vc Vb Vout
disconn. 22,65 22,75 16,76 16,89
0A 22,65 22,6 16,75 16,51
0,2A 22,55 22,2 16,44 16,11
0,5A 22,45 21,8 16,18 15,8
1A 22,22 21,33 15,88 15,43
2A 22 20,5 15,67 15,15
Dann mit Elko 470muF nach dem Gleichrichter
V~ Vc Vb Vout
disconn. 22,65 31 18,1 17,88
0A 22,65 30,43 18,09 16,81
0,2A 22,55 29,44 18,08 16,81
0,5A 22,45 28,25 18,08 16,82
1A 22,22 25,85 18,07 16,83
2A 21,85 22,5 17,1 16
3A 21,3 20,5 16,55 15,5
Die Spannung am Multimeter und die Stromanzeige im Lader blieben bei
höheren Lasten etwas stabiler und der Kühlkörper etwas kühler, weshalb
ich hier bis 3A gegangen bin.
Die 3A Messung habe ich dann nochmal mit einem 1000muF gemacht.
V~ Vc Vb Vout
3A 21,2 23 17,7 16,55
Die Werte haben aber immer noch sehr stark geschwankt. Auch ein 0.1muF
zwischen Masse und Ausgang des Spannungsreglers hat das nicht
verbessert.
Fazit:
Durch den Abfall der Spannung auf 23V muß nicht mehr ganz so viel
Leistung in Wärme umgewandelt werden. Allerdings fällt auch die
Ausgangsspannung auf 16,55V.
Mit 3A wird der Kühlkörper schon ziemlich heiß. Daher denke ich nicht,
dass ich das Teil mit mehr als 3A betreiben würde.
Bei einem Kurzschluss (z.B. mal aus Versehen das Multimeter noch aus
Strommessung gestöpselt) am Ausgang ist entweder der Transistor oder der
Regler und nur mit Glück die flinke 5A Sicherung durch. Daher werde ich
als nächstes mal eine andere Schaltung probieren.
War aber für mich ein aufschlussreiches Experiment.
Evtl. wäre ein Oszilloskop nett gewesen. Das besitze ich aber nicht.
Vielleicht probiere ich auch noch, das Multimeter am Rechner
anzuschießen und die Werte im Zeitverlauf zu beobachten. Keine Ahnung,
ob das schnell genug ist.
übrigens halte ich es auch für möglich, dass bei höheren Lasten die
Ausgangsspannung in Wirklichkeit bei den von Michael genannten 17,3V
liegen und ich das einfach nicht messen konnte. Vermutlich wären dann
auch alle anderen Spannungen in dieser Messung ähnlich höher. Wenn das
stimmt, komme ich auf ca. 6,5V*2,25A=14,6W Verlustleistung. Hätte nicht
gedacht, dass die so schwierig abzuführen ist.
Vielen Dank nochmal an Alle für die vielen Hilfreichen Hinweise.
Kleiner Nachtrag:
ich habe mal spontan noch einen zweiten Kondensator (470muF) nach dem
Gleichrichter parallel zum ersten (1000muF) geschaltet. Damit war die
Spannung plötzlich perfekt stabil. Der Regler hat also funktioniert, das
Kühlblech ist allerdings recht heiß geworden.
Ich hätte jetzt doch noch mal eine Frage.
Ich versuche gerade die 23. aus dem Datenblatt aufzubauen.
dort gibt es einen R1=3 Ohm. Ist das ein Lastwiderstand, oder kann ich
da einfach was aus der Kiste nehmen?
Und der R_SC, da nehme ich mal an "sc" steht für short circuit. Und mit
der Formel R_SC=V_BEQ2/I_SC kann ich einen I_SC annehmen, ab dem der
Regler bei der Spannung nachgeben soll. In meinem Fall wären das 5A.
V_BEQ2 müsste die Basis-Emitter Spannung am Q2 sein.
Was soll ich denn da nehmen oder wie soll ich das ermitteln?
Danke
Ingo
Ingo schrieb:> ich habe mal spontan noch einen zweiten Kondensator (470muF) nach dem> Gleichrichter parallel zum ersten (1000muF) geschaltet. Damit war die> Spannung plötzlich perfekt stabil.
Hi,
Du hast den Stromflusswinkel damit etwas geändert. Kann sein, dass jetzt
der Ripple gerade noch so verschwindet, der vorher vom Regler-IC nicht
ausgeregelt werden konnte. Hast Du in beiden Fällen die Brummspannung
mal akustisch oder per Oszi optisch überprüft?
Manchmal ist es genau anders herum. Je mehr C heißt nicht immer besser.
Wird der Stromflusswinkel nämlich zu klein, kommt es auf die
Eigenschaften des Netztrafos an, innerhalb der verbleibenden Impulszeit
den erhöhten Strom überhaupt liefern zu können. Die Energieabgabe
erfolgt ja nicht mehr sinusförmig.
ciao
gustav
Christian S. schrieb:> Ingo schrieb:>> Ein Link zu einem, der irgendwie 60W Leistung kann, könnte>> mich umstimmen.>> Der Umstimmungslink:> https://www.joretronik.de/Web_NT_Buch/Kap6/Kapitel6.html>
Vielen Dank Christian,
das sieht sehr interressant aus. Allerdings werde ich das wohl nicht auf
der verlinkten Seite starten können. Vielmehr muss ich das von Seite 1
an lesen. Habe ich mir aber jetzt mal vorgenommen.
> für altmodische Leute TL494, TL497, SG3524 und SG3525, SG3526, UC3843> sind die Favoriten oder das verhasste MC34063.> https://www.mikrocontroller.net/articles/MC34063>
OK, nochmal viel zu lesen.
> Für den R curent sense 120 mOhm , der muß aber mindestens 3 Watt> aushalten also 5 Watt Type nehmen aus dem Regal und R1 sollte indestens> 1 WAtt abkönnen, besser etwas mehr, da stehen nie mehr als 1,2...1,5> Volt drüber.>
und wenn ich alles gelesen habe, verstehe ich hoffentlich auch, wo ich R
current sense finde...
Also, ja, schaue ich mir alles an, wird ne Weile dauern. Dann kommen
sicher auch noch ein paar Fragen.
Gruß,
Ingo
Karl B. schrieb:> Hi,> Du hast den Stromflusswinkel damit etwas geändert. Kann sein, dass jetzt
ist das der Phasenwinkel zwischen Strom und Spannung?
> der Ripple gerade noch so verschwindet, der vorher vom Regler-IC nicht> ausgeregelt werden konnte. Hast Du in beiden Fällen die Brummspannung> mal akustisch oder per Oszi optisch überprüft?
Habe leider (noch kein) kein Oszilloskop. Akustisch, auf die Idee bin
ich noch nicht gekommen, frage mich aber, ob man da ein geschultes Gehör
für braucht. Würde ich da einen Lautsprecher einfach anschließen?
>> Manchmal ist es genau anders herum. Je mehr C heißt nicht immer besser.> Wird der Stromflusswinkel nämlich zu klein, kommt es auf die> Eigenschaften des Netztrafos an, innerhalb der verbleibenden Impulszeit> den erhöhten Strom überhaupt liefern zu können. Die Energieabgabe> erfolgt ja nicht mehr sinusförmig.>
und um soetwas herauszubekommen brauche ich ein Oszi, korrekt?
Ich denke da schon länger drüber nach. Habe immer wieder wenn mir die
Idee gekommen ist, ein Oszi zu kaufen, den Oszi-Thread hier im Forum
gelesen.
Für den hier vorliegenden Fall würde wohl ein denkbar billiges Oszi
reichen. Ich habe da so ein DSO2020 im Blick (Voltcraft, Hantek, ...).
Würde aber für einige scheinbar als "Spielzeug" erscheinen. 500€ für
etwas ausgeben, wo ich noch gar nicht einschätzen kann, wozu ich die
Mehrfunktion dann wirklich brauche, das fällt mir noch etwas schwer.
Sind ja auch keine paar Cent mehr.
nehme gerne Eure Meinung zu dem Thema entgegen. Wenn mir wenigstens
einer sagt, dass es nicht völlig bekloppt ist so ein DSO2020 zu kaufen,
dann mache ich das einfach.
Meine Projektliste für die nächsten 2 Jahre:
* Diese Netzteil hier
* Ein Labornetzteil, basierend auf einem Computernetzteil
* Automatische Bewässerung (mit PV versorgung) und evtl. auch
Temperaturregulierung
Also vor allem auch mit Arduino und co, allerdings wüsste ich jeztzt
auch (noch) nicht, warum ich im Bereich der Taktfrequenz des Arduino
etwas mit dem Oszi anschauen müsste. Aber vielleicht fehlt mir dazu
auch einfach noch der Horizont.
Danke und viele Grüße,
Ingo
Ingo schrieb:> ist das der Phasenwinkel zwischen Strom und Spannung?
Hi, besser als Wiki kann ich's auch nicht erklären:
https://de.wikipedia.org/wiki/Stromflusswinkel
Bei NF-Verstärkern oder Radios zum Beispiel hört man das an der Qualität
bzw. dem Oberwellengehalt des Rest-Netzbrummens. Je kleiner der
Stromflusswinkel desto mehr in Richtung Sirren.
ciao
gustav
Karl B. schrieb:> Hi, besser als Wiki kann ich's auch nicht erklären:> https://de.wikipedia.org/wiki/Stromflusswinkel
Wie Du im unteren Bild siehst, ist es der Zeitraum, in welchem
auch wirklich Strom durch die Gleichrichterdiode(n, bei Brücken
immer nur abwechselnd je zwei von insgesamt vier gleichzeitig)
fließt.
(Denn die "halben Sinüsse" stellen die durch Gleichrichtung
pulsierende Spannung vor einem Elko dar - die blau/rote Linie
oben die Spannung nach einem solchen.)
Strom fließt erst, sobald/nur, so lange die Spannung vor dem
Gleichrichter > als am Elko + jew. Diodenspannungsabfall ist.
Und deshalb ist ein kleinerer Elko besser bzgl. Power_Factor
und hochfrequenter Störungen, ein größerer aber besser bzgl.
Restwelligkeit der Ausgangs-Gleichspannung (und somit auch
der erhaltbaren "glatten" DC nach Spannungsregelung oder auch
der Clipping - frei abgebbaren Leistung eines Verstärkers.
(Unterstrichenes gerne guugeln.)
Danke Karl und Winkeladvokat,
so langsam verstehe ich das. Aber immer mehr habe ich das Gefühl, dass
ich ohne Oszi im dunkeln tappe. Den Stromflusswinkel könnte man sicher
theoretisch berechnen, wenn Kapazität und Spannungsbfall gegeben sind.
Aber was mein Trafo macht, das kann ich nicht wissen. Aber wirklich
chaotisch war vor allem das Verhalten des Spannungsreglers. Wobei ich
mir auch vorstellen kann, dass dieser in Verbindung mit dem
Spannungsregler im Lader eine gewisse Eigendynamik entwickelt hat.
Im aktuellen Fall kann ich vielleicht durch rumprobieren einen
auswählen, bei dem es gerade so funktioniert. Ist dann eher ein
pragmatischer Ansatz.
Dieter schrieb:> zum Oszi umgewandelt werden. Das zeigt aber nur die AC-Anteil. Du musst> Für den PC gibt es auch so etwas für die Soundkarte.>
Hi Dieter,
von der PC Variante hatte ich schon gehört, aber wegen dem "nur
AC-Anteil" verworfen. Für mich als Oszi-Anfänger schwingt da immer die
Ungewissheit mit, ob ich die Situation jetzt richtig einschätze.
Und um da hin zu kommen, müsste ich ja auch zunächst ein bisschen
basteln, damit das Spannungsniveau passt.
Da hatte ich mir dann überlegt, wenn ich was bastle, dann gleich per
Arduino und einem ADC komplett selbstgebaut.
Da ich aber schon genug Projekte in der Pipeline habe, zögere ich noch
etwas damit.