ATmega welcher DAC für Sound

Gast #2150013
Mädels, ich brauch mal eure Hilfe bei einer Entscheidung: Welchen Form 
des DAC nehm ich für eine Soundausgabe? Controller ist der ATmega8, 
Soundformat soll Wave mit 8bit sein, "Radio"qualität, mono.

A: PWM an OC1 oder OC2 mit 3fach-Tiefpass
+ nur ein Pin
+ wenig Platzbedarf
- niedrige Samplerate, unübliche Samplerate (31.25kHz@16MHz, 
22.05kHz@11.29MHz)
- Höhenbegrenzung durch Tiefpass mit niedriger Grenzfrequenz
- event. Glitching in der PWM

B: DAC mit R2R-Netz an einem Port
+ einfache Datenausgabe
+ hohe Samplerate, 44.1kHz sollte kein Problem sein
- größerer Platzbedarf
- bei diskretem Aufbau genaue Widerstände erforderlich

C: 1-bit-Sampler
+ hohe Samplerate
+ einfache Datenausgabe
+ wenig Platzbedarf
- speziell umgerechnete Datenfiles erforderlich

D: externer DAC über 8-bit-Bus
+ hohe Samplerate
+ einfache Datenausgabe
- höherer Platzbedarf, zusätzlicher IC
- muss mich wieder für einen entscheiden ;-)

Die 8 Portpins für R2R oder externen DAC hätte ich gerade noch so.

Was meint das Puplikum? Oder soll ich lieber den Telefonjoker einsetzen?
Gast #2150021
Mach's mit B.
Wenn Du SMD-Widerstände von der gleichen Rolle nimmst, dann sind sie
untereinander schön gleich. Der Absolutwert ist doch Brust, Hauptsache
sie stimmen untereinander. Die Dinger sind so klein, daß man sie schön
auf den Portleitungen vom Kontroller unterbringen kann.

MfG Paul
#2150112
Sven schrieb:

> @Frank: Also 12bit-DAC an SPI? Kann ich dabei das Hardware-SPI
> verwenden, an dem die datenliefernde SD-Karte hängt, oder bekomme ich
> dann nicht genug Daten über den Bus? Das sehe ich im Schaltplan vom
> WaveShild nicht:
> http://www.ladyada.net/images/wavshield/v11/wave11schem.png

Beim Waveshield benutzen die getrennte Pins, weil der DAC natürlich 
exakt im 8 kHz Raster seine Daten haben will. Der DAC bekommt aber 16 
Bit pro Sample (12+4 Steuerbits), d.h. prinzipiell läuft der auch am 
Hardware SPI. Vorteile hat man natürlich, wenn man nicht solche alten 
Kamellen wie eine M8 nimmt, sondern einen Chip, wo man zwei SPIs in 
Hardware haben kann.

fchk
Gast #2150132
Hoho, wenn ich Preise für DACs (SMD) bei Reichelt und CSD sehe, werd ich 
wohl doch in paar Widerstände investieren.

Hat noch jemand eine Meinung zu Variante A oder C? Oder sind die wegen 
zu schlechter Soundqualität nicht diskussionswürdig?
#2150549
Jörg H. schrieb:
> Wozu hinter der PWM nochmal analog werden? Gleich einen Schaltverstärker
> dran,

Hab' ich gemacht, geht auch gut für Dinge, die nur mal kurz tönen 
sollen. Hat sich aber bei Dauerbetrieb nicht bewährt, da hat sich der 
LM386 als besser geeignet erwiesen. Auch ein Lautstärke-Poti ist damit 
leichter realisierbar.

> Siebung vorm Lautsprecherausgang.

Dazu reicht eigentlich schon die Induktivität des Lautsprechers. Die 
Schwachstelle beim Schaltverstärker war der Auskoppel-Elko.

>
> Jörg

...
Gast #2150846
Der Tiny85 hat aber nicht genug Pins, ich brauch noch 8 Schalteingänge. 
Und einen gut verfügbaren Mega mit High-Speed-PWM gibts meines Wissens 
nicht, oder?
Gast #2150866
HI

>Der Tiny85 hat aber nicht genug Pins, ich brauch noch 8 Schalteingänge.
>Und einen gut verfügbaren Mega mit High-Speed-PWM gibts meines Wissens
>nicht, oder?

ATTiny261/461/861 u. ATTiny26.

MfG Spe
Gast #2150915
Naja, Mega wegen der direkten MUL um den Pegel anzupassen. Andererseits 
ist bei 8bit sowieso nicht viel am Pegel zu drehen.

Ich muss mich endlich mal wieder anmelden, um eigene Beiträge editieren 
zu können. :(
Gast #2150928
Hi

>Der Tiny861 hat zwar mehr Pins, ist aber noch lange kein "Mega"... ;-)
>Duck & wech...
>...

Wenn er keinen Hardware-Multiplizierer braucht, sehe ich kein Problem. 
Oder was macht einen ATMega sonst noch aus?

MfG Spess
#2151007
spess53 schrieb:
> Hi
>
>>Der Tiny861 hat zwar mehr Pins, ist aber noch lange kein "Mega"... ;-)
>>Duck & wech...
>>...
>
> Wenn er keinen Hardware-Multiplizierer braucht, sehe ich kein Problem.

Ich sehe da auch kein Problem, bin aber nicht auf den Tiny861 
eingegangen weil explizit nach einem Mega gefragt wurde.

> Oder was macht einen ATMega sonst noch aus?
>
> MfG Spess

Wegen der PLL-Highspeed-PWM (als DAC) mache ich ja "Arbeitsteilung". Ein 
Tiny2313 decodiert alle 5 Kanäle einer 2,4GHz-Fernsteuerung, steuert 
Antrieb, Licht und Sonderfunktionen einer Gartenbahn-Lok, und gibt noch 
Steuersignale zum Tiny85, der sich ganz gemütlich nur um den Sound 
kümmert.

...
Gast #2151010
Also der 861 ist drin. Danke für den Tipp, man sollte doch immer mal 
über den Tellerrand schauen.

In den Sound-Projekten ist oft kein Quarz drin. Der interne Oszi scheint 
also genau genug für das Timing zu sein. Egal, muss gehen, eh kein Pin 
mehr frei für den externen Quarz. ;-)
#2151021
Sven schrieb:
> Also der 861 ist drin.

Ääähhh, wo ist der drin? Bei AOL??
(Ich dachte immer, Boris sei "drin".) ^^

> Danke für den Tipp, man sollte doch immer mal
> über den Tellerrand schauen.

Muss man das jetzt verstehen?

>
> In den Sound-Projekten ist oft kein Quarz drin. Der interne Oszi scheint
> also genau genug für das Timing zu sein.

Genau ist nur wichtig, wenn das Teil mit Anderen zusammen musizieren 
soll und demnach den Ton (die Frequenz) genau treffen muss.

Für eigenständige Soundausgabe genügt es, wenn der Oszillator in sich 
stabil ist, also die Frequenz stabil hält, auch wenn sie etwas daneben 
sein sollte. Es kommt eben nur darauf an, dass es nicht jault.

> Egal, muss gehen, eh kein Pin
> mehr frei für den externen Quarz. ;-)

Geht schon.

...
Gast #2151029
In der Schaltung drin, statt dem Mega8. Ich hab halt so Favoriten, die 
ich gut kenne: Tiny25, Tiny2313, Mega8, Mega32. Man kann sich ja auch 
nicht alles hinlegen. Aber man kann ja mal was Neues ausprobieren.
Gast #2151574
@Jörg:
> Wozu hinter der PWM nochmal analog werden? Gleich einen Schaltverstärker
> dran, Siebung vorm Lautsprecherausgang.

Hast Du dafür einen konkreten Vorschlag für 5-10W an 4ohm bei 12V?

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