Gast
#4237143
Hallo liebes Forum, ich baue gerade verschiedene einfache EKG Verstärker meistens um einen AD8221 oder den INA122U herum mit ~100x Vorverstärkung und hinten dran einen weiteren 10x Verstärker einen 50 Hz Notch und nochmal variable finale Verstärkung alles mit einem LTC1053. Alles wird gerade mit +5V vom Arduino betrieben. Alles soll im Faraday Käfig betrieben werden. Gerne würde ich nur zwei Elektroden verwenden LA+RA. Hierfür ist also ein AC Couling am Instrumentenverstärker nötig. Wenn ich bsp. den INA122 mit V/2 referenziere und mit zwei Kondensatoren (zusätzlich zwei hochohmige Wideständen gegen V/2 als Bias Return Path) mit mir verbinde klappt das ganz gut, ohne AC Coupling messe ich eben meist nichts, da mein Potential um 0V herumschwankt, und 0V beim Arduino sehr nahe oder gleich GND ist. Meine Frage: Warum ist das so? Ich meine ich könnte doch verschiedene Potentiale annehmen die mehr als nur ein paar 100 mV von GND entfernt liegen, wenn ich z.B mit Schuhen über Linoleum wandere, aber das tue ich nicht: stets +/- 1V um GND/0V herum. Mein Gedanke nun: es liegt an der mich ständig umgebenden 50Hz Wechselspannung die um GND/0V herum wabert. Ich, als relative gut isolierter Kondensator mit geringer Kapazität schwinge mit und mein Potential stellt sich auf ungefähr GND/0V ein. Um hier also ohne AC coupling und trotzdem mit zwei Elektroden EKG's messen zu können, müsste ich zumindest meinen Instrumentenverstärker mit +/-5V betreiben, im Falle der Arduino-Versorgungsspannung bräuchte ich also einen Inverter z.B. den neuen TI LM2776. Wie würde sich aber mein Potential verhalten, wenn ich mich in einem Faraday Käfig befände? Hier wäre der äußere Einfluss wesentlich kleiner, und u.U. könnte ich dann Potentiale annehmen die noch stärker von GND/0V entfernt wären? Warum ich das Frage liegt auf der Hand: Das AC Coupling mit Kondesatorem am InstAMP ist schlecht, da die Kondensatoren unterschiedlich sind und so das 50Hz Rauschen stärker wird. Die ordentliche AC Kopplung am InstAMP besteht aus einem Integrierer OPAMP der quasi den Mittelwert der Eingangsspannung im Bereich von 0.1-1Hz als Referenzspannung für den InstAMP bereitstellt. Hierfür muss das Potential des Messobjekt allerdings im Bereich der Versorgungsspannung sein. Ich will also wissen ob es sich lohnt den ganzen Inverter/Integrierer Kram mit einzubauen, wobei allerdings nur Potentiale im Bereich der Versorgunsspannung erlaubt sind, oder ob ich bei der Kondesator/Single-Supply Variante bleibe, bei der das Potential des Messobjekts wurscht ist. Vielen lieben Dank!!! Grüße, Bernd