PTC-Sicherungen sind so träge wie kaum eine andere Sicherung. Zum Schutz
dieses winzigen Mosfets so gut wie nicht geeignet. Es sei denn, der
Überstrom im Kurzschlussfall ist minimal.
Es gibt Schaltungen zu aktiven Sicherungen, die mit Mosfets arbeiten.
Sowas spricht je nach Auslegung extrem schnell an.
0815 schrieb:> Tut mir leid wegen dem elendig langen Link, sieht bei ner Google-Suche> leider so aus...
Wenn du einmal oben rechts auf "Website for this image" klickst, wirds
besser ;-)
http://dl5bte.darc.de/Sicherung1.html
Wish schrieb:> allerdings eben nicht dauerhaft, es hält 10 Sekunden oder so, dann ist> die Sicherung und der Mosfet durch.
Wenn er nicht unmittelbar beim Kurzschluss abraucht, da der
Maximalstrom(*) überschritten wird, vermute ich, dass du die Sicherung
falsch plaziert hast - z.B. zwischem Source und Vbat - der Mosfet
befindet sich dadurch im Linearbetrieb.
(*)
Rmin_fuse=35mΩ, Rds_fet=50mΩ@Vgs=-4.5V, Ri_akku=100mΩ, Vbat=4.7V
Ik=25A < Idm_fet=34A führt zumindest nicht direkt zum Verglühen.
Üblicherweise sind PTC bei diesen Strömen deutlich schneller als die
angegebenen 2s@8A, was aber nicht heist, dass damit auch der SOA des
Mosfet unter allen Umständen eingehalten werden kann. Das hängt auch
davon ab ob der Kurzschluss im Betrieb auftritt oder ob auf einen
bestehenden Kurzschluss geschaltet wird.
Helfer schrieb:> 0815 schrieb:>> Tut mir leid wegen dem elendig langen Link, sieht bei ner Google-Suche>> leider so aus...>> Wenn du einmal oben rechts auf "Website for this image" klickst, wirds> besser ;-)> http://dl5bte.darc.de/Sicherung1.html
Oder wenn so ein Link nicht vorhanden gewesen waere:
http://t-i-n-y-u-r-l.com benutzen (natürlich ohne Bindestriche; aber
ohne diese meckert die Forumsoftware es handle sich um Spam)
Wish schrieb:> Gibt es was einfacheres?
Bräuchtest schon mindestens einen OP und ein Gatter. Also das wäre eher
aufwändiger als diese diskrete Schaltung.
Falls es nur um ne einzelne Platine geht: einfachst ist ein
Reedschalter, um den man eine kleine Spule wickelt, durch die der
Laststrom fließt. Der Schalter schließt bei Überstrom das Gate des
Mosfets kurz. Stellt sich natürlich sofort wieder zurück, also das muss
bei der Ansteuerung des FETs beachtet werden...
Gibt auch fertige Relais, die auf Ströme reagieren.
irmas schrieb:> Üblicherweise sind PTC bei diesen Strömen deutlich schneller als die> angegebenen 2s@8A
Stimmt genau nicht. Wie man sehen kann, hat diese Sicherung vielleicht
die 10fache Masse des Mosfets. Betrachtet man nur den Chip des Mosfets,
und das reine PTC-Element, wird das Massenverhältnis noch viel
drastischer. Bis die Sicherung heiß ist, ist es der FET schon
lange...DAS ist das Problem. Dazu braucht man rein gar nichts berechnen.
Diese PTC-Sicherungen sind lediglich schön praktisch. In Wahrheit sind
die aber für Halbleiterschutz gänzlich ungeeignet, und erzeugen
darüberhinaus während des Normalbetriebs unnötig viel Wärme.
0815 schrieb:> irmas schrieb:>> Üblicherweise sind PTC bei diesen Strömen deutlich schneller als die>> angegebenen 2s@8A>> Stimmt genau nicht.
Was soll daran nicht stimmen? Wie viele anderen Belastungsprobleme
unterliegt die Reaktionszeit der i²t-Abhängigkeit.
http://www.littelfuse.com/~/media/Electronics/Datasheets/Resettable_PTCs/Littelfuse_PTC_2920L_Datasheet.pdf.pdf> Wie man sehen kann, hat diese Sicherung vielleicht die 10fache> Masse des Mosfets.
Das hat erst sekundär mit der Auslegung zu tun, wenn man den geringeren
transienten Wärmewiderstand nutzen will oder muß.
Hilft dem OP aber nicht, da der IRLML6401 auch bei korrekter
Verschaltung die Verlustleistung nicht schaffen wird - mit besserem
Rdson bzw. Rth funktioniert das.
Zu klären ist auf jeden Fall, warum Ik<8A (sonst würde das keine 10s
dauern) ist. Weil zuerst der Mosfet an Überhitzung stirbt und dabei den
Strom limitiert oder erst das Einbrechen von Ugs oder Ubat dazu führt?
> Dazu braucht man rein gar nichts berechnen.
Auch eine Methode um Fehlberechnungen zu vermeiden - es gab ja schon
genügend dadurch verursachte Desaster ;)
Irmas, das ist doch theoretischer Mumpitz. Die Sicherung dort in
Verbindung mit dem Mosfet ist so ähnlich, als würde man einen 30A-Mosfet
mit nem Draht absichern, der schon bei 15A Dauerstrom durchbrennt. Wer
wird da wohl bei nem Kurzschluss und 100A zuerst zerstört??
Warum doch der Mosfet? Weil er viel weniger thermische Kapazität hat.
Nur deshalb, ganz sicher, und ohne Datenblatt.
Falls der TE eine PTC-Sicherung in 0402 oder 0603 finden sollte, die
seinen gewünschten Strom abdeckt, so wäre er damit deutlich besser
beraten.
Wird aber voraussichtlich bei der Suche bleiben.
Wish schrieb:> ich möchte diesen Mosfet> ...> dauerhaft gegen einen Kurzschluss ohne Spannungsverlust schützen.
Warum ausgerechnet diesen FET?
Wenns nicht unbedingt genau dieser sein muss, nimm doch was aus der
Infineon Hexfet Serie! Gehäuse sollte gleich sein, der schützt sich
selbst...
MfG
Elux
Reiner O. schrieb:> nimm doch was aus der Infineon Hexfet Serie!> Gehäuse sollte gleich sein, der schützt sich selbst...
Hexfets sind von IR und haben keinen Schutz...
@MaWin
Stimmt auffällig...
Lothar Miller schrieb:> Er meint den Profet (=PROtected FET)...
Genau, ITS / BTS Reihe (z.B. BTS5090 o.ä.). Keine Ahnung, wie ich auf
Hexfet kam...
Gruss
Elux