Hallo,
ich habe eine kleines Problem, beim meinen ersten Versuchen mit
Operationsverstärkern.
Ich möchte aus einer positiven Spannung eine negative machen mit einem
invertieren OPV.
Mein OPV ist ein LM2904, beschaltet mit 2 gleichen Widerständen
R1=R2=100k
Eingangsspannung ist 12V. Leider erhalte ich am Ausgangspin (Pin1) nur
0V.
Woran könnte es liegen? OPV habe ich bereits getauscht. Vermutlich habe
ich irgendwo murks gemacht.
Gemessene Werte:
Zwischen OPV und R2 +6,49V
Am Ausgang Pin1 (1 OUT) +0,56V
An Pin3 (+1 IN) 0V
Über Hilfe wäre ich dankbar.
Herbert
Ein Opamp kann auch nicht zaubern. Die Ausgangsspannung kann maximal die
positive / negative Versorgungsspannung erreichen. Du brauchst eine
Ladungspumpe wie den ICL7660.
Leider kann ein OP nur Spannungen im Bereich der Versorgungsspannungen
"herstellen".
Außerdem würde ich mal den Ausgang als "-12V" bezeichnen und nicht als
Plus. =)
Hallo,
vielen Dank für die Antwort, die ich allerdings leider nicht ganz
nochvollziehen kann.
Die Eingangsspannung beträgt doch +12V.
Am Ausgang messe ich aber nur +0,56V.
Herbert schrieb:> Am Ausgang messe ich aber nur +0,56V.
Dann ist dein Opamp wohl kein Rail2Rail Typ. Nur die kommen bis auf
wenige mV oder weniger an die Versorgungsspannungen ran.
Tut mir Leid, wenn ich nachfragen muss, aber ihr schreibt, dass der OPV
nur Spannungen im Bereich der Versorgungsspannugen machen kann.
Meine Versorgungsspannung ist 12V.
Mit -12V wäre ich mehr als zufrieden, -10V reichen auch. Nur ich bekomme
ja (gemessen) sogar eine postive Spannung von "nur" +0,56V.
Mein Ziel ist es einfach aus den 12V Eingangsspannung in etwa -12V
Ausgangsspannung zu erreichen und das möglichst einfach. Vorschlag?
Ich kann leider nur wiederholen. Ein OpAmp kann nicht zaubern. Die
Ausgangsspannung eines OpAmps ist in jedem Fall zwischen seinen
Speisungen. Dh mit einem OpAmp kann man keine Spannung ausserhalb der
Speisung erzeugen.
>Tut mir Leid, wenn ich nachfragen muss, aber ihr schreibt, dass der OPV>nur Spannungen im Bereich der Versorgungsspannugen machen kann.>Meine Versorgungsspannung ist 12V.
Deine Versorgungsspannung ist 0V bis 12V, und -12V liegt außerhalb!
Danke Ute, das war nun auch für mich verständlich :-)
Bleibt dadurch aber immer noch mein Problem:
Mein Ziel ist es einfach aus den 12V Eingangsspannung in etwa -12V
Ausgangsspannung zu erreichen und das möglichst einfach. Vorschlag?
Ok, vielen Dank.
Nun noch eine letzte Frage:
Prinzipiell soll die Schaltung später dazu dienen einen Pin eines µC der
mit ca. 100Hz getoggelt wird zu invertieren.
Konkret bedeutet das also ich bastle mir eine negative Spannung mit dem
vorgeschlagenen ICL7660 auf -V und lege diese an den OPV (+IN 1). An den
(-IN 1) lege ich den Pin des µC's der getoggelt wird und ich erhalte
dann eine Spannung am Ausgang des OPVs die zwischen -5V und 0V hin und
her springt. Funktioniert das so? Restliche Schaltung natürlich wie
oben.
>Prinzipiell soll die Schaltung später dazu dienen einen Pin eines µC der>mit ca. 100Hz getoggelt wird zu invertieren.
Ähem, Herbert, dieses Invertieren ist wohl anders gemeint. Da soll wohl
+5V zu 0V und 0V zu +5V werden, oder? Da soll ja wohl nur der logische
Pegel invertiert werden. Der µC verkraftet ja wohl nur positive
Spannungen?
Was du aber mit deiner Schaltung tust, ist eine positive Spannung in
eine negative umzuwandeln und umgekehrt.
Hallo,
ok, dann hole ich mal weiter aus.
Ich habe ein Problem, das mit eine Spannung liefert die zwischen -8V und
0V periodisch schwankt.
Das ganze möchte ich mit einem µC simulieren. Da der µC mit aber nur TTL
Pegel zwischen 0V und +5V erzeugen kann, benötige ich etwas, das mir aus
den +5V -5V macht, die annähernd die -8V simulieren sollen.
Daher möchte ich also mit dem µC einen positiven periodischen Wechsel
zwischen 0V und +5V erzeugen (soweit kein Problem, einfach Pin toggeln).
Die Hardware danach soll mit aus diesem Pegel des µC einfach ein
periodisches Signal zwischen 0V und -5V in gleicher Frequenz erzeugen.
Für was brauchst Du die -8V? Welches Gerät, das -8V erzeugt, willst Du
simulieren? Vermutlich gibt es eine viel einfachere Lösung.
Man kommt fast immer ohne negative Spannungen aus. Der ICL7660 kann auch
nur wenige mA liefern. Wenn Du mehr Strom brauchst, wird es deutlich
komplizierter.
Michael
Ich habe mir jetzt mit einem NE555 und einem 79L05 eine stabile Spannung
von -5V erzeugt.
Desweiteren lasse ich an einem AVR (Attiny13) einen Pin in der Frequenz
toggeln.
Nur leider klappt meine OPV-Schaltung nicht, ich bekomme dort keinen
Wechsel zwischen 0 und -5 V hin.
Könnte mir bitte jemand helfen und aufzeigen, wie ich einen LM2904
beschalten muss mit den jeweiligen Spannungen um am Ausgang eine
wechselnde Spannung zwischen -5V und 0 V in der Frequenz des µCs zu
erhalten?
Wofür sind die Pins 4 und 8 am OPV und wie müssen diese beschaltet
werden?
Vielen Dank.
Hallo,
Grundlagen bezüglich OPVs sind eigentlich keine vorhanden.
Für mich ist die Frage, welche Spannung ich an V+ anlegen muss und ob an
GND -5V angeschlossen werden muss.
Über ein kleines Schaltbild, welches meine Problemstellung lösen würde,
wäre ich dankbar. Wenn dann noch jemand die Schaltung kurz erklären
könnte, was genau passiert, bin ich überaus dankbar.
beim nem RailtoRail OpAMP kannst du (fast) bis an die Grenzen der
Versorgungsspannung gehen. Bei den "normalen" ist 1V(?) davor schluss.
D.h.:
V+ > Vout > V-
gilt immer!
Übrigens kann so ein OpAmp meist nur wenige mA liefern.
Wenn du also runter bis -5V willst, musst du bei nem normalen OpAmp ca.
-6 V anschließen, -9V wären noch besser. wenn du auch rauf willst bis
+5V, dann solltest du auch an V+ z.B. +9V anschließen. Wieviel genau das
sein muss steht im Datenblatt.
Kann es so funktionieren, wie die Schaltung im Anhang?`
Vom Mikrocontroller kommen 0V bzw. 5V in einer Frequenz des getoggelten
µC Ausgangs. Am OPV Ausgang erwarte ich dann in gleicher Frequenz
Spannungen zwischen -5V und 0V.
Geht das?
Vielen Dank für die Rückmeldung.
Noch eine letzte Frage, was müsste geändert werden, wenn ich am Ausgang
des OPVs eine Frequenz nicht zwischen -5V und 0V haben möchte, sondern
zwischen -5V und +5V?
Danke!
Herbert schrieb:> Noch eine letzte Frage, was müsste geändert werden, wenn ich am Ausgang> des OPVs eine Frequenz nicht zwischen -5V und 0V haben möchte, sondern> zwischen -5V und +5V?
Du müsstest deinen "+" leicht positiv vorspannen auf einige 10mV. Deinen
R1 lässt du weg. Fertig ist der invertierende Komparator.
Gruß Knut
Es gibt auch ein IC das zaubern kann.
Schau dir mal einen MAX232 an. Da kommt wenn du +5V auf den Eingang
gibts eine negative Spannung zwischen -5 .. -10V raus. Bei 0V dann
zwischen 5 .. 10V. Dahinter eine Diode noch um den positive Anteil zu
sperren und Fertig.
http://focus.ti.com/lit/ds/symlink/max232.pdf
Herbert schrieb:> Und wie spanne ich + leicht vor? Kann ich das nicht irgendwie mir meine> vorhandenen Spannugen von +5V und -5V irgendwie hinbekommen?
Na sicher, machste n Spannungsteiler zwischen +5V und -5V sodass die
Spannung ein paar 10mV beträgt und die packst du dann an deinen +
Eingang
Knut