Klein-Lautsprecher

OP #4945901
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Hallo,

Um Polyphone Töne mit einem AVR abzuspielen, bin ich auf der Suche nach 
einem geeigneten Lautsprecher. Die Lautstärke sollte ausreichend sein, 
dass eine Person die Töne gut hören kann.

Im Moment verwende ich einen 8 Ohm / 1W Lautsprecher 
(http://docs-europe.electrocomponents.com/webdocs/105f/0900766b8105f0e2.pdf) 
und die Lautstärke ist sehr bescheiden.

Die Töne werden per PWM an Pin 3 ausgegeben -> Tiefpassfilter -> LM386 
(5V Versorgung) -> Lautsprecher. Bei ca. 3Vpp am Ausgang beginnt der 
LM386 zu klippen. 3Vpp entspricht an einem 8 Ohm Lautsprecher 140mW. 
Dachte mir das wäre deutlich lauter.

Habe es auch mit dem einem Emitterfolger 
(https://www.mikrocontroller.net/articles/Klangerzeugung#PWM) probiert, 
Ergebnis war auch sehr leise.

Ist der Lautsprecher ungeeignet?

Hat jemand einen Tip für einen kompakten Lautsprecher?

lg
Gast #4945921
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T. F. schrieb:
> LM386 zu klippen. 3Vpp entspricht an einem 8 Ohm Lautsprecher 140mW.
> Dachte mir das wäre deutlich lauter.

Bei nem Lautsprecher mit exzellentem Wirkungsgrad vielleicht. 100mW ist 
Ohrstöpselleistung, was hast du erwartet.

Wenn dein Aufbau eh schon mit PWM läuft, bau doch ne Class D Endstufe. 
Paar BJTs, als Endstufe entweder BC639/B640 oder kleine FETs. Ggf. sogar 
integrierte SO8 CMOS Halbbrücke.


T. F. schrieb:
> Habe es auch mit dem einem Emitterfolger
> (https://www.mikrocontroller.net/articles/Klangerzeugung#PWM) probiert,
> Ergebnis war auch sehr leise.

Logisch, damit verringerst du ja sogar die Spannung. Wie soll sich da 
die Leistung erhöhen.

Du brauchst erstmal nen Pegelwandler auf sagen wir mal 8-12V und dann 
kannst du da ne Kollektorschaltung dranhängen.

Zum Ausprobieren kannst du ja mal mit nem NPN ne Class A Stufe aufbauen 
und anhören wie die Lautstärke so ist.

Falls du nur 5V zur Verfügung hast: Vollbrücke bauen oder 4 Ohm 
Lautsprecher.
Gast #4945937
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mmhhh

1.1. hast du so wirklich den Kondi eingbeaut ?
     wenn ja ist das falsch der muss andersherum rein +Seite muss zum
     Verstärker zeigen sowie am Ausgang. Alleine das reicht um nicht 
genügend
     Bumms zu haben
1.2. 47nF ist ein wenig dürftig mach mal 470nF-1µF

2.  Wenn Pin 7 beschaltet beschalte dann auch Pin1 u 8 mit ein 10µF 
Kondi

3.  häng mal nen Impedanzwandler zwischen dem RC-Glied und vor dem
    Kondensator der zum LM386 führt aber sollte eigentlich nicht nötig 
sein
Gast #4946010
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kgkjlfgy schrieb:
> T. F. schrieb:
>> 3Vpp entspricht an einem 8 Ohm Lautsprecher 140mW.
>> Dachte mir das wäre deutlich lauter.
>
> Frueher waren 50mW "Zimmerlautstaerke" und deutlich zu hoeren.
>
> kgkjlfgy

Ja, sicher. Da waren die Gummistiefel auch aus Holz und das Freibier 
wurde in der guten alten Mark bezahlt.
Gast #4946014
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Da ist noch etwas anderes faul. Laut DB soll der LS bei 1W in 0,5m 
Entfernung 88dB erzeugen, mit 100mW waeren das noch 68 dB, das ist immer 
noch sehr deutlich hoerbar. (normale Umgebungslautstaerke, keine 
Hoerschwaeche...)

Ich wuerde jetzt mit dem Oszi die Spannung ueber dem LS ansehen.
Eine Idee noch: Tastverhaeltnis der PWM bei 50:50?

kgkjlfgy
Gast #4946029
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T. F. schrieb:
> Die 3Vpp sind am Ausgang des LM386 nach dem Koppelkondensator mit dem
> Oszilloskop gemessen.

Und wie sehen die aus?

THOR schrieb:
> Ja, sicher. Da waren die Gummistiefel auch aus Holz und das Freibier
> wurde in der guten alten Mark bezahlt.

z.B. Sowas lag in der Leistungsklasse und war ausreichend, um als 
stoerend empfunden zu werden. Das kann sich die heutige Generation bloss 
nicht mehr vorstellen, klar, wenn 100W PMPO nicht mal den Garten 
schaffen. ;-)

http://www.radiomuseum.org/r/nachri_gre_taschenradio_g1020_g_1020.html

kgkjlfgy
Gast #4946064
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T. F. schrieb:
> Hallo,
>
> Um Polyphone Töne mit einem AVR abzuspielen, bin ich auf der Suche nach
> einem geeigneten Lautsprecher.

Hallo, das mit den polyphonen Tönen aus einem AVR klingt interessant. 
Kannst du etwas mehr von dem Projekt berichten?


Lautsprecher haben je nach Bauart verschiedene Wirkungsgrade.

Habe hier eine riesige Lautsprecherbox mit einem 12"-PA-Lautsprecher, 
der einen Wirkungsgrad von etwa 104dB hat.
Wenn man ihn mit nur einem Watt befeuert, wackelt der Raum.

Moderne Lautsprecher haben oft Wirkungsgrade unter 90dB. Dafür aber 
meistens einen graderen Frequenzgang.

Ich meine, es wäre so: ein Lautsprecher, der einen um 6dB höheren 
Wirkungsgrad hat als ein anderer Lautsprecher ist auch doppelt so laut.
(bitte gegebenenfalls korrigieren)

Mein Tipp: besorg dir alte PC-Speaker, die haben ja schon alles 
eingebaut. Die kannst du direkt hinter dein TP-Filter anschließen (Poti 
nicht vergessen!)
Gast #4946128
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Die dB-Werte habe ich mit LIMP bestimmt.
http://www.artalabs.hr/AppNotes/LIMP-HB-D2.4%20Rev0.0.pdf

Kam auch oft mit den Herstellerangaben zusammen.

Mit LIMP kann man auch unbekannte Lautsprecher gut ausmessen und auf 
ihren Wirkungsgrad hin abschätzen.

Ich vermute, die dB-Angabe bezieht sich auf einen Schalldruck bei einer 
bestimmten Eingangsspannung (über den f-Bereich gemittelt)!?!

In der Praxis ist es jedenfalls bequem mit diesen "dB"-Werten zu 
arbeiten, weil man mit ein bisschen Erfahrung gut die zu erwartende 
Lautstärke abschätzen kann.
Gast #4946427
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Harald W. schrieb:
> Für erste Versuche reicht ein Pappkarton mit passendem Loch.
> Der Lautsprecher sollte allerdings einigermassen luftdicht
> an der "Schallwand" befestigt werden, z.B. mit doppelseitigem
> Klebeband.

Geht, aber ich habe den LS auf die Tischplatte gelegt und dann langsam 
über die Kante geschoben.
Irgendwo klingt er dann richtig gut und laut.

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