Conrad PS-2403D defekt

Gast #6400938
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Hallo zusammen,

ich habe mir einen neuen Lötkolben gegönnt, einen TS100. Da ich noch 
kein passendes Netzteil hatte, habe ich den Kolben einfach an mein 
Labornetzteil gehängt. Leider hatte das blöde Ding nach ein paar 
erfolgreichen Lötversuchen einen Defekt und hat meinen nagelneuen 
Lötkolben gegrillt.

Die rechte Seite zeigt fast 60V an und die Strombegrenzung ist dauerhaft 
rot. Kann man da noch was retten oder kann ich den alten Klopper gleich 
entsorgen?

Gruß
Mark
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Gast #6400960
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> Kann man da noch was retten oder kann ich den alten Klopper gleich
> entsorgen?

Lass es mich mal so sagen, linear geregelte Netzteile gehoeren zum 
einfachsten an das sich ein wackerer Bastler der fuer sich den Besitz 
eines Loetkolben rechtfertigt, mal wagen kann. Wenn du die olle Kiste 
schon nicht wieder hin bekommst, an was willst du sonst loeten?

> Prüfe zunächst den 2N3773.

Yo, und den Transi der den ansteuert auch. Wobei, so ein alter 2N3773, 
war das nicht mal was edleres wie der 3055? Wird der noch gebaut oder 
muessen die Chinesen da mal wieder wacker anderen Kram umstempeln?

Olaf
Gast #6400967
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Gerne geht auch das Operationsverstärker-IC LM1458 kaputt, vor allem, 
wenn man Spannung rückspeist (deshalb Akkuladen nur über serielle 
Schutzdiode). Dann wird auch das Spannungspoti gegrillt.
Ist halt ein typisches Conrad-Teil. Bei uns fällt auch ab und an die 
linke Stromanzeige aus.  Und die angezeigten Werte sind generell um 5% 
zu wenig.

Meine Vermutung, wenn der 3773 defekt ist, wurde er überhitzt. Schau 
mal, ob die thermische Kopplung zum Kühlkörper gut ist  und ob die 
Trafowicklungen richtig umgeschaltet werden (damit die ungeregelte 
Spannung nur um ein paar Volt über der Ausgangsspannung liegt).

Der Vorteil dieses Doppelnetzteils ist, dass man mit der noch intakten 
Seite vergleichen kann.
Das kriegst Du schon wieder hin.
Gast #6400990
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Ja, die Bauteile sind deutlich größer als beim TS100 :-) Werde mich 
heute Abend in Ruhe vor das Teil setzen und mir die Innereien anschauen. 
Akkus habe ich in der Tat schon einige damit geladen, dachte eigentlich 
es wäre recht robust. Schon Mal Danke für die Hinweise!
Gast #6400999
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Ach ja, das einzige was mich an dem Teil stört....die Spannung wander 
gerne wenn es warm wird
Stelle ich 13,8V ein stehen nach 20 Minuten oder so, plötzlich nur noch 
18,6 oder so..sehr nervig
Gerade wenn man Li Akkus damit laden will.
Da ist selbst das Digi 35 stabiler
Gast #6401000
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Olaf schrieb:
> Yo, und den Transi der den ansteuert auch. Wobei, so ein alter 2N3773,
> war das nicht mal was edleres wie der 3055?

Das hatte ich mich auch gefragt. Der 2N3773 kann eine höhere 
Kollektorspannung verkraften und da der Ladeelko eine 
Spannungsfestigkeit von 80V hat, könnte das für den guten alten 3055 
etwas eng werden. Ansonsten setze ich als "Arbeitspferd" gern immer noch 
den 3055 (am liebsten von RCA) ein. Die waren (außer durch Überspannung) 
unkaputtbar. Ein Kollege hat die mal ohne Kühlblech betrieben. Da wurden 
die Beine so heiß, dass sich der Trenasistor ausgelötet hat und von der 
Platine fiel. Der Transistor hat es überlebt und seine elektrischen 
Eigenschaften hielt er auch noch ein.
Gast #6401127
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Mark Müller schrieb:
> Die rechte Seite zeigt fast 60V an u

Ein durchlegierter 2N3773 ist wahrscheinlich, wenn man danach die 
Spannungspotis auf 0 gedreht hat sich auch die Potis und der RC1458 
defekt.

Achtung beim Neukauf des 2N3773, es gibt fast nur noch Fälschungen.

Eigentlich sollte der eingebaute die Lkeistung abkönnen, bis der 
Thermoschalter auf dem Kühlkörper ihn abschaltet. Vielleicht war der 
auch schon eine Fälschung.

Den OpAmp kann man schon mal präventiv sockeln.

Achtung bei den Potis: durchgebrannte Potis führen dazu, dass die 
Ausgangsspannung bei Drehen über Aussetzer auf jene 60V steigt. Ich hab 
noch einen dadurch gegrillten Arduino im Keller.

eProfi schrieb:
> Bei uns fällt auch ab und an die linke Stromanzeige aus.  Und die
> angezeigten Werte sind generell um 5% zu wenig.

Auf den Anzeigen ist ein Trimmpoti, was nach einiger Zeit nicht mehr 
geht. Ersetzen und neu justieren.
Gast #6401704
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OK, der 2N3773 ist definitiv hinüber, Poti sieht aber noch gut aus.

MaWin schrieb:
> Achtung beim Neukauf des 2N3773, es gibt fast nur noch Fälschungen.

Und wie komme ich an ein Original? Oder gibt es eine Alternative?

Wie kann es denn sein, dass der 65W Lötkolben das Netzteil gegrillt hat? 
Oder war es einfach nur Pech und Altersschwäche?

Gruß
Mark
Gast #6401829
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MaWin schrieb:

> eProfi schrieb:
>> Bei uns fällt auch ab und an die linke Stromanzeige aus.  Und die
>> angezeigten Werte sind generell um 5% zu wenig.
>
> Auf den Anzeigen ist ein Trimmpoti, was nach einiger Zeit nicht mehr
> geht. Ersetzen und neu justieren.

Och, wenn ein (oder mehrere "bei uns") eProfi(s) (:-)) das ja nun nicht 
mehr ganz taufrische Gerät offensichtlich über Jahre hinweg trotzdem 
nutzt, können die Mängel so gravierend nicht sein... :-) Abhilfe 
unnötig.
(Firma: matzetronics) #6401875
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Mark Müller schrieb:
> Und wie komme ich an ein Original? Oder gibt es eine Alternative?

In dieser Anwendung sollte sich auch ein BD249B oder höher gut schlagen. 
Der hat zwar eine geringere erlaubte Ube, aber es ist ja auch nur ein 
24V Netzteil. SOT-93 passt in TO-3, wenn man die B und E Beinchen um 90° 
biegt und die Kollektorkontaktierung anpasst.
Typische hfe ist 25, beim 2N3773 wird sie mit 15-60 angegeben. Die 
BD249/250 werden selten gefälscht.
Gast #6401967
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Matthias S. schrieb:
> In dieser Anwendung sollte sich auch ein BD249B oder höher gut schlagen

Nein. Der ist im Plastikgehäuse, darf nur 150 statt 200 GradC warm 
werden und hält wegen des deutlich schlechteren 
Wärmeübergangswiderstandes auf dem Kühlkörper der Verlustleistung nicht 
stand bevor der Temperatursensor auslöst, man müsste 2 parallel 
schalten.
(Firma: J. Bretting, Vertrieb technisc) #7911707
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Ich wollte nur mitteilen, dass der Hinweis "original Motorola" bei mir sehr hilfreich war. 2N3773 der Firma "ON" (= Nachfolger Firma von Motorola im Bauteilsektor) genügen den Anforderungen des PS2403D nicht. ON-Malaysia-Typen (fünf Stück in zwei Jahren verwendet) können zwar den Strom, sind aber nicht kurzschlussfest. ON-Mexiko-Typen (hier 8 Stück bei Reparaturversuchen) fielen bei mir bei einem Test-Kollektorstrom zwischen 0,5A und 2,5A aus und zeigten dann in der B-C -Strecke einen festen Widerstand zwischen 0 Ohm und 380 Ohm. Ein Original-Motorola-Typ (Mexiko 9726) kann den Kurzschlussstrom sowohl in der kleinen als auch in der großen Spannungsstufe.

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