Wie lange kann ich einen Raspberry Pi oder Laptop rechnerisch an einem
AGM ACCU 4,2Ah 12 V betreiben?
Raspberry Pi 3 Netzteil
Input: 10-240V~ 50/60Hz 0.5A
Output: +5,1V 2.5A
Im Durchschnitt (gerechnet gemessen geschätzt ca.):
5,1V und 0,5A ergibt 2,55W
Wenn ich den Pi jetzt an einem 12V AGM (Solar) Accu betreiben möchte
brauche ich eine saubere 5,1V Spannung. Ich dachte da an einen
Step-Down-Converter.
Dann habe ich einen Laptop mit 19V und 3A den würde ich auch gerne mal
an dem Accu betreiben.
Der Accu:
Speicherkapazität 20HR: 4,2 Ah (0,21A, 1,75V)
Speicherkapazität 10HR: 4 Ah (0,4A, 1,75V)
Speicherkapazität 5HR: 3,55 Ah (0,7A, 1,75V)
Speicherkapazität 1HR: 2,75 Ah (2,75A, 1,75V)
Systemspannung: 12V
Ladespannung zyklische Nutzung: 14,4V - 15V (-30mV/°C), max. Strom 30A
Ladespannung Stand-By-Nutzung: 13,6V - 13,8V (-20mV/°C)
max. Ladestrom 1,26 A
Selbstentladung 3% (pro Monat bei 25°C)
Frage 1: Kennt jemand die Verlustleistung / den Wirkungsgrad eines
Step-Down-Converter und eines Step-Up-Converter?
Frage 2: Wie lange läuft der Pi an dem Accu, wenn der vollgeladen ist?
Frage3: Wie lange läuft der Laptop wenn ich an dem Accu 12V 4,2Ah (20h)
einen Step-Up-Converter anschließe?
Bei 20 Stunden Last sind das ca. 0,21A pro Stunde.
Wenn ich die Last jedoch vergrößere, verkürzt sich ja die
Accu-Kapazität.
Wie wird das richtig berechnet?
> Frage 1: Kennt jemand die Verlustleistung / den Wirkungsgrad eines> Step-Down-Converter und eines Step-Up-Converter?
75% bei schlechten, 95% bei guten.
> Frage 2: Wie lange läuft der Pi an dem Accu, wenn der vollgeladen ist?
Kannst du dir dann ausrechnen, hast ja alle Daten beisammen:
Eingangsleistung in den Step-Down über Wirkungsgrad ausrechnen, dann
Eingangsstrom über die (mittlere) Akkuspannung ausrechnen.
> Bei 20 Stunden Last sind das ca. 0,21A pro Stunde.> Wenn ich die Last jedoch vergrößere, verkürzt sich ja die> Accu-Kapazität.> Wie wird das richtig berechnet?
Würde aus der Liste einfach den Wert auswählen, der der Situation am
nächsten kommt. Das ist eh nur eine Abschätzung, weil ja noch andere
Variablen eine Rolle spielen (Akkutemperatur, tatsächliche Kapazität
nach Abnutzung, tatsächlicher Stromverbrauch des Pi, ...).
Mark schrieb:> 5,1V und 0,5A ergibt 2,55W
3W...
> Dann habe ich einen Laptop mit 19V und 3A
Hast du das gemessen? Wenn ja, dann 60W...
Da ist der Faktor 20 dazwischen. Du brauchst jeweils unterschiedliche
Speicherkonzepte.
Mark schrieb:> Frage3: Wie lange läuft der Laptop wenn ich an dem Accu 12V 4,2Ah (20h)> einen Step-Up-Converter anschließe?
Nehmen wir mal wegen der Schaltreglerverluste für den 60W Laptop eine
nötige Akkuleistung von 70W an, dann müssen da 70W/12V = 6A fließen.
Dann reduzieren sich die 4,2Ah auf weit unter 2,75Ah (die werden ja
schon bei 2,75A Laststrom unterschritten) und letztlich bleibt da
irgendwas im Bereich um 15-20 Minuten Laufzeit über.
Daran erkennst du gut, dass Lipo-Akkus eine deutlich höhere
Energiedichte haben...
Da du aber keinen Wirkungsgrad von 1 hast,
musst du mit einer geringeren Laufzeit rechnen.
Den Wirkungsgrad kannst du ungefähr aus dem Datenblatt von Step Up /
Down
Konverter Ermitteln
Mark schrieb:> 2,55W
Also 0,21A, (plus 10% Verluste) sind das 0,23A das passt gut zu
> Speicherkapazität 20HR: 4,2 Ah (0,21A, 1,75V)
Und damit 4,2Ah/0,23A = 18,25h
Mark schrieb:> auf ca. 17 Stunden Pi 3 im Leerlauf.
Sollten laut Rechnung 18einviertel Stunden sein, aber der Entladestrom
steigt mit fallender Spannung (weil Leistung konstant).
Laptop bei Vollast.
19V 3A = 57W (Netzeil Output max.)
Durchschnitt ca. 2/3 = 38 W
(Energiemanagement, Bildschirm dunkel usw.)
Plus Wandlerkosten ca. 12% (88% Wirkungsgrad) = 42,56W
Bei einer Accuspannung von ca. 13,1V (12,6V und 13,6V) sind das ca.
3,25A
Hier komme ich nicht weiter:
10m ??? A
1h 2,75 A
2h ??? A
5h 0,71 A
10h 0,4 A
20h 0,21 A
40h ??? A
Formel ???
1,678h sind ???? A
Oder 3,25A sind 0,xx?? Stunden
Wie berechnet man so eine Kurve?
Mark schrieb:> Wie berechnet man so eine Kurve?
Man schätzt und liegt gar nicht mal so arg daneben.
Mark schrieb:> Speicherkapazität 1HR: 2,75 Ah (2,75A, 1,75V)
Der 4,2Ah-Akku hat also bei einer Stromentnahme von 2,75A grade noch
2,75Ah Kapazität.
Deine 3,25A Laststrom verschlechtern die 2,75Ah nochmals, sodass
geschätzt höchstens noch 2,2Ah übrig bleiben. Und 2,2Ah/3,3A ergeben
knapp 40 Minuten.
Bleiakku voll in Ruhe hat ca. 12,7V. Unter 11,5V fängts an, die
Lebensdauer stark einzuschränken. Da der Akku relativ klein ist, hat der
Innenwiderstand. Der ist bei Laptop mit 40W merklich. Nach 20-30 Minten
mußt aufhören. Übrigens verwende stepup mit Strombegrenzung auf das, was
dein Laptop braucht.
Ist der Pi wirklich immer im Leerlauf? Warum muß der dann laufen?
Mark schrieb:> Dann will ich auch mal kurz einen Laptop damit betreiben, um mal kurz> Dateien zu kopieren.
Ist es nicht ein herausragendes Merkmal dieser Geräte, dass sie einen
eigenen Akku haben?
> 10m 6mm² LAPP Kabel
Irgendwie technischer Overkill für die paar Amperchen.
Ein 1,5mm² Kabel hat pro Meter etwa 12mOhm. Mit einer nicht gut
verpressten Endhülse oder einer Schraubklemme bekommst du solche
Übergangswiderstände auch hin. Und wenn da dann der Spannungsabfall
immer noch zu hoch ist, dann reicht sicher ein 2,5mm Kabel mit 7mOhm pro
Meter.
Mark schrieb:> Ich komme mit dem Accu oben auf ca. 17 Stunden Pi 3 im Leerlauf.
Wieso soll der denn im LEERLAUF überhaupt an sein, das ist doch sinnlos!
Schalte den ab und erst dann am Akku an wenn es auch was zum tun gibt!
Der Pi dient als Beispiel. Der passt aber gut in die Accu Daten, einfach
zu berechnen.
Kann auch ein Handy sein…
Der Pi sollte zum protokolieren von Spannungen, Ströme, Temperatur und
Ladezyklen dienen.
Werde aber wohl doch ein NANO dazwidschen schalten, hab noch einen Sack
voll davon.
Ich will ablesen können wie voll der Accu ist.
Und wenn ich 2,5A oder 3A dranhänge, wie lange die Ladung ca. reicht.
Die Laptop Accus nehme ich stationär raus.
Das Risiko: zieht man das Stromkabel aus dem Laptop ist alles futsch.
Auch Laptops haben nur eine begrenzte Anzahl von Ladezyklen.
Habe ganz alte, noch gute Laptops, die Accus sind seit Jahren noch fit.
Nur ab und zu mal laden (Erhaltungsladung).
Wenn ich einen Laptop ohne Accu betreibe braucht er auch weniger
Leistung, er braucht ja nicht laden.
Hat jemand eine Idee wie ich die Kurve berechne?
Gegeben
1h = 2,75A
5h = 0,71A
10h = 0,4A
20h = 0,21A
Kann man nicht eine Formel erstellen und andere Werte damit berechnen:
10m ???A
2h ???
3h ???
Oder Formel umstellen und dann:
2,75A = 1h
0,71A= 5h
3A = ???
2,5A = ???
3,9A = ???
War schon am Überlegen ein Koordinatensystem zu Zeichnen.
Die vier gegebenen Punkte einzeichnen. Linie Zeichnen, Formel erstellen.
Hier brauche ich Hilfe, ich will rechnen nicht schätzen.
Oder ist das besser in einem Mathe Forum aufgehoben?
Mark schrieb:> Leitung 0,882148875 %Mark schrieb:> Leitung 0,222006037 %
10° Temeraturunterschied oder 6 Monate Alterung machen da mehr aus. Was
ich sagen will: statt der 30€ fürs Kabel hättest du besser 10€ in das
dünnere Kabel und 20€ in einen größeren Akku investiert, dann hättest du
locker 20% mehr Kapazität bekommen. Und müsstest nicht aufwendig an
0,660142838% herum rechnen.
Mark schrieb:> Hier brauche ich Hilfe, ich will rechnen nicht schätzen.
Auch wenn du mit 10 Nachkommastellen eine Funktion durch die 4 Punkte
legst, bleibt das trotzdem ein Schätzwert. Wenn auch augenscheinlich ein
sehr genauer.
Kleine Anekdote dazu: ich musste mal wieder die Kosten für die neue
Steuerung schätzen, da habe ich gesagt "Die kostet 300€". Der Controller
kam dann zu mir und meinte, der Wert wäre nicht plausibel. Daraufhin
habe ich ihm gemeldet, dass ich die Kosten auf 302,47€ schätze. Draufhin
hat es keine Rückfragen mehr gegeben.
> Oder ist das besser in einem Mathe Forum aufgehoben?
Excel kann das nebenher. Stichwort quadratische oder kubische
Regression/Interpolation. Aber wenn du der besseren Rechenwerte wegen
alle Punkte auf der Linie haben willst, dann kann es sein, dass du eine
Regression vierten Grades brauchst.
> Hier brauche ich Hilfe, ich will rechnen
Zum Rechnen brauchst du vor allem sinnvolle Werte. Die hast du nicht und
du kannst sie dir nicht herrechnen. Du könntest die exemplasich an
deinem Akku ermitteln. Wenn der aber ein wenig altert, bringt die
gesamte Rechnerei falsche Ergebnisse.
> Oder ist das besser in einem Mathe Forum aufgehoben?
Kann nicht schaden. Probiers aus. Verweise auf den Thread hier...
Lothar M. schrieb:> Excel kann das nebenher. Stichwort quadratische oder kubische> Regression/Interpolation. Aber wenn du der besseren Rechenwerte wegen> alle Punkte auf der Linie haben willst, dann kann es sein, dass du eine> Regression vierten Grades brauchst.
Das mag manchmal hübscher aussehen, ist aber Augenwischerei und hat
keinen Nährwert.
Wenn das Modell nicht zu dem Prozess passt, handelt man sich mit blinder
Erhöhung der Polynomordnung schnell Artefakte am Rand und zwischen den
Stützstellen ein.
Versuch bspw. einmal ein y=sqrt(x) über einen größeren Bereich mit
Polynomen zu fitten ...
Udo S. schrieb:> Wenn du mit double rechnest kannst du noch ein paar Kommastellen> mehr benutzen.
Genau, mit wieviel Kommastellen ist z.Z. die Zahl Pi bekannt? :-)
In der Technik ist es immer wichtig, nicht so genau wie möglich,
sondern so genau wie nötig zu messen und zu rechnen.
Hallo Wolfgang,
super vielen lieben Dank! Das hilft weiter.
Das möchte ich jetzt noch mit Temperatur, Alter und Ladezyklen
kombinieren.
Vision:
Später soll mir ein HTML Server die Daten live liefern.
NANO misst 1 mal pro Sekunde:
Solar Panel: Spannung und Strom zum Regler.
Zusätzlich Spannung und Strom vom Regler zur BATT.
Zusätzlich Spannung und Strom von BATT zu Verbraucher.
Zusätzlich Spannung und Strom des Verbraucherstromkreises.
Alles aufzeichnen (Sekundentakt).
HTML Server: Bei aktuell 3,21A (VERBRAUCHR) und 13,2V(BATT) noch XXX
Minuten bis 12,6 V
(oder Entladestopp: 10,7V (standardmäßig einstellbar)).
Wenn dann wieder geladen wird, oder der Laststrom sich ändert, ändern
sich natürlich die Werte.
So ungefähr soll es später aussehen. Dann noch einen schönen Graf
(Sekundentakt) mit Sonnenenergie.
Das sieht jetzt schon cool aus wenn die Spannung sich beim Multimeter je
nach Sonnenstärke ändert. Das möchte ich als Graf Zeichen mit CANVAS
oder so… später, das bekomme ich hin.
Wenn der Accu zu heiss wird soll das Laden abgeschaltet werden.
Oder später sogar erst vorher der Ladestrom reduziert werden. Das ist
noch in Planung.
Dann (vielleicht im Frühjahr) die Anlage erweitern mit mehreren Panels
und mehreren Accus.
Viele kleine Solaranlagen (Module) anstatt eine große Anlage, lohn sich
das? Das möchte ich mit dem Projekt rausfinden. Erfahrungen sammeln,
experimentieren, ein Hobby Projekt. Bin aber noch ganz am Anfang.
Erst mal muss ich das mathematisch mit der Accu Kurve schnallen.
Die Antwort von Wolfgang hat mir da schon sehr weiter geholfen.
Danke nochmal an alle die geantwortet haben, nettes Forum!
Statt hier auf 10% oder genauer rechnen zu wollen und seitenlange
Bestelllisten AKA Werbefläche für Amazon zu posten solltest du dich mal
etwas mit den von dir angedachten Akkutechnologie beschäftigen:
1. Es heisst Akku, nicht Accu.
2. Bei Bleiakkus wird eine Entladung auf weniger als 50% der
Nennkapazität schon als ein "deep cycle" gerechnet.
3. Dein Akku hat zumindest in dem Link nirgend die Anzahl der
Lade-Entladezyklen angegeben die er angeblich kann, und auch nicht die
dabei angenommene max. Entladetiefe.
Die angegebenen bis zu 10 Jahre sind wohl eher optimitisch geschätzt und
wahrscheinlich nur bei Betrieb als "Notstromakku" zu erzielen der
praktisch immer geladen ist.
Wenn du so auf Kante nähst dass du aus der gegebenen Kurvenschar der zu
entnehmenden Kapazität nicht mehr exakt genug auf die Zwischenwerte
schätzen kannst, dann ist IMHO zu erwarten, dass dein System den 2.
Winter schon nicht mehr übersteht weil der Akku abbaut.
Wenn du dir was gutes tun willst: Überlege einen LIFEPO4 Akku zu
benutzen.
Mark schrieb:> Hallo Wolfgang,> super vielen lieben Dank! Das hilft weiter.
Du hast schon gesehen, dass das ein Negativbeispiel für eine völlig
schiefgegangene Interpolation ist?
> Das möchte ich jetzt noch mit Temperatur, Alter und Ladezyklen kombinieren.
Ist noch ein langer Weg dorthin, du wirst einiges lernen.
Im Anhang mal ein paar Interpolationen der Zahlen und die Kurven dazu.
Da sieht oft schon die Interpolation schlecht aus, und du willst da noch
auf Werte ausserhalb der Datenreihe extrapolieren, da kommt alles
Mögliche raus. Nichts davon ist besser als ich das schätzen würde.
Viel Spass beim Herumspielen auf der Seite dort...
@ Harald W.:
Ich will einfach so viele Kommastellen wie möglich, weil ich es kann ;-)
Beispiel: Laptop 19V 3A sind ca. 60W + 10W Umwandlungsverluste = 70W
12 Volt Accu = fast 6 Ampere.
Beim Testaccu gerechnet ca. 10 Laufzeit.
Ca.
Mit Kommastellen und genau und Bildschirm dunkel, kein Accu zu laden und
gutes Energiemanagement:
18,4V und 2,717391304 A sind genau = 50W
Bei einem gut geladenen Accu 13,8V wären das nur = 3,62318841 Ampere
Und nicht 6A ?
Wenn da mal nicht jede Kommastelle zählt.
@ Udo S.
>Es heisst Akku, nicht Accu.
Es tut mir leid, blöde Angewohnheit, in den Datenblättern steht meisst
ACCU oder ACC oder auch manchmal nur ein Symbol.
>Bei Bleiakkus wird eine Entladung auf weniger als 50% der Nennkapazität schon als
ein "deep cycle" gerechnet.
(Und es heißt doch Blei Akkus und nicht Bleiakkus, oder? ;-) ) *lassen
wir das bitte*
Deshalb ist schon eingeplant:
Erhaltungsladung: 13,7V (standardmäßig einstellbar)
Entladestopp: 10,7V (standardmäßig einstellbar)
Entladung wieder anschließen: 12,6V (standardmäßig einstellbar)
> …Die angegebenen bis zu 10 Jahre sind wohl eher optimitisch
Das glaube ich auch.
> ...auf Kante nähst
Ist ja jetzt erst mal experimentell. Alleine die Sicherung so 0,0002
Ohm…
Die ganzen Strom- und Spannungsmesser, die Wandler (Regler und Step Down
und Step-UP und Beleuchtung…) die haben alle Wirkungsgrad.
Der Tipp mit den LIFEPO4 Akkus wird ich mir anschauen, cool, danke.
LIFEPO4
Erster Treffer:
https://enerprof.de/blog/technische-anleitungen/lifepo4-wahrheit-und-mythen
Auszug:
Im Vergleich zu herkömmlichen Bleiakkumulatoren, können LiFePO4 nahezu
komplett entladen werden, ohne dabei großartige Spannungseinbrüche zu
erleiden. Während ein Bleiakku ca.die Hälfte seiner Nennkapazität
abgeben kann, ist die Nennkapazität eines LiFePO4 Akkus nahezu auch die
reale entnehmbare Kapazität.
Auszug ENDE.
Och, menno, jetzt kann ich das Ganze noch durch 2 teilen bei Bleiaccus
oder wie?
Mark schrieb:> Och, menno, jetzt kann ich das Ganze noch durch 2 teilen bei Bleiaccus> oder wie?
As I said:
Udo S. schrieb:> 2. Bei Bleiakkus wird eine Entladung auf weniger als 50% der> Nennkapazität schon als ein "deep cycle" gerechnet.
Je tiefer du entlädst desto schneller ist der Akku im Eimer.
Und bei deinem Akku habe ich zumindest in dem Amazon Link nichts zu den
Anzahl Zyklen und der dazu angenommenen Entladetiefe gesehen.
Wenn du das täglich auf 10% entladen willst musst du damit rechnen dass
er mit etwas Pech nicht mal ein Jahr hält.
Mark schrieb:> Alleine die Sicherung so 0,0002 Ohm…
Ein Ingenieur würde das angesichts der restlichen Ungenauigkeiten des
Gesamtsystems glatt als 0,0 Ohm durchgehen lassen.
BTW: die Sicherung ist sicher hochohmiger. Sonst funktioniert sie nicht.
Der konkret gemessene Wert steht dort beim Artikel im Amazon Link.
@ Lothar M.
Vielleicht werde ich auch mal Ingenieur.
https://www.offgridtec.com/offgridtecr-agm-4-2ah-20hr-12v-solar-batterie-akku-extrem-zyklenfest.html
Der Akku ist erst mal zum testen, irgendwo muss man ja mal anfangen zu
rechnen.
Garantie: 2 Jahre Herstellergarantie
Selbstentladung: max. 3% (pro Monat / 25°C)
Durchschnittliche Lebensdauer: Bis 10 Jahre
Aber was ist jetzt Durchschnittlich ?
Ich werde es noch raus finden.
Bei 100 Akkus im Array, da kann man dann nach vielen Tests wohl genaue
Laufzeiten definieren.
Zusatzfrage: (wer Bock hat ;-)
Habe eine Akku geschenkt bekommen, lagerte wohl zu lange im Keller.
AGM 12V 40Ah
Hat jetzt gemessen (Leerlauf) 1,245 Volt.
Schrott? Oder nochmal versuchen zu regenerieren?
https://wohnen-heimwerken.de/re-emf-charger-ladegeraet-selber-bauen-akkus-laden-und-regenerieren.html
Wer mit Akkus und Solarzellen was machen möchte, dem empfehle ich
dringend LiFePo4 Akkus zu nehmen, und zwar inklusive BMS.
Wegen Zyklen:
Ein AGM Akku hält bei 80% Entladung ca. 350..500 Zyklen.
Ein LiFePo4 Akku bei 100% Entladung ca. 3500 Zyklen.
Ein LiFePo4 Akku kostet zwar das a. 3-Fache eines AGM Akkus dafür hält
der jedoch ca. 10x länger.
Somit: Kostenersparnis ca. Faktor 3. Laufzeit 10-15 Jahre eines LiFePo4.
Wenn der LiFePo4 nur zu 80% entladen wird, kann der sogar 6000 Zyklen!
Wenn man einen AGM Akku nur zu 50% nutzt, dann kann der bis zu 3500
Zyklen, jedoch dank der nicht vorhandenen BMS weiß man bei einem AGM nie
genau wie viel Strom da noch drin sind.
Beispiel:
Man entlädt immer zu 50% (rein rechnerisch (40Ah - 20Ah, Rest 20Ah)).
Nun hat der Akku nach einem Jahr statt der 40Ah nur noch 30Ah Kapazität,
da der schon "altert". Somit wird der Akku mit 30Ah voll nach wie vor
mit 20Ah entladen und nun hat man schon 66% Entladung je Zyklus (30Ah -
20Ah, Rest 10Ah).
Bei den BMS hat man oft welche mit RS485 Schnittstelle, über diese kann
man diverse Infos aus lesen, wie z.B. SOC/SOH oder Zyklen. Wenn man sich
so einen Akku mit Schnittstelle kauft, dann sollte man unbedingt vom
Hersteller die Doku vom Protokoll dazu besorgen. Über SOC/SOH/Zyklen
sieht man immer wie voll/gut/alt der Akku bereits ist.
Mark schrieb:> Schrott? Oder nochmal versuchen zu regenerieren?
Ja bring ihn zum Schrotthändler und nimm das Geld als Anzahlung für
einen neuen.
> Vielleicht werde ich auch mal Ingenieur.
Es ist ein toller Job.
Hier mal ein Bild welche Infos man aus der BMS auslesen kann.
In dieser Konfiguration sind 6 Akkus á 100Ah / 48V angeschlossen.
Ich empfehle statt 12V besser gleich 48V Akkus zu verwenden. Und die 12V
mit einem DCDC StepDown Wandler zu erzeugen.
Vorteil:
Geringere Ströme von den Solarzellen, der MPPT Regler kann z.B. 20A
Strom, das bedeutet:
Bei 50V * 20A = 1000Watt können von den Solarzellen in die Akkus geladen
werden.
Bei 12,5V * 20A = 250Watt. Somit bekommt man viel mehr Energie in die
Akkus, bei gleichem MPPT Regler.
Wer sich ein MPPT Regler kauft, darauf achten dass er für 12V/24V/48V
Systeme nutzbar ist. Die "bessere" können das.
Auch darauf achten dass man bei den MPPT die Spannungen auf AGM und
LiFePO4 frei konfigurieren kann. Ansonsten kauft man zwei mal.
@ Markus M.
Cool, echt Mega. Das Bild1.jpg jetzt in ein 128X80 Display.
Aber Spass bei Seite.
Es soll ehr in Richtung Kleinanlage, Power Bank, USB 5V 3A gehen.
Am liebsten mit guten Strom und Spannungs Logger.
Also ein Display mit Restlaufzeit bei aktueller Stromabgabe.
Ein Panel, Mobil, wäre schon cool.
Wenn damit ein Raspi laufen soll, kann man die Werte auch darüber
auslesen und per Webinterface weiter leiten. Dann braucht es keinen
extra Mini-Computer mit Display.
Ob groß oder klein spielt keine Rolle. Im großen sind die Probleme mit
den Zyklen die gleichen wie im kleinen.
Und wenn man einmal angefangen hat mit Solar/Akku, im kleinen geht's,
dann ist der nächste Schritt, dass man doch "mehr" will ;-)
Dazu gehört natürlich eine Datenbank, in der mehrere Akkus deren
Ladestände, Temperaturen usw. gespeichert sind, wann wie lange mit wie
viel Ladestrom geladen wurde usw.
Ich werde das die Tage mit dem Pi mal pobieren.
Mark schrieb:> Mal sehen wie genau das in der Praxis passt.
Auf jeden Fall nicht bis zur zehnten Nachkommastelle, die du da
herfabuliert hast. Und weil deine Regression schon innerhalb der
Stützpunkte nicht passt, dann kannst du nicht erwarten, dass sie drüber
hinaus irgendwie brauchbare Werte bringt.
Soll das nur ein "Bastelversuch" sein, oder wird mit dem ganzen noch
irgendwas betrieben?
Den stark überteuerten $3,50-Laderegler (so viel kostet der bei
Aliexpress) kannst dir sparen. Dessen Anzeigewerte sind so +/-5% genau,
und so schlecht ist auch der ganze Regler.
Besser: Li-Akku und ein BMS nehmen, das Eingang und Ausgang schaltet.
Das sitzt dann wenigstens gleich an den Zellen und du hast schon die
Funktion des externen Ladereglers mit drin. Zum Basteln reicht ein 12V
Laptop-Akku, da ist das meist auch schon alles drin. So hab ich meinen
12V-Baustrahler konstruiert. 20W, hält 10h.