bipolare elkos

OP #1827006
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Moin moin,

ich bin grade an meinem kleinen Verstärker mit zwei LM3886 dabei die 
komponenten zu dimensionieren.
Dabei stellt sich mir nun folgende Frage.
Das Signal kommt über eine Cinchstecker an und geht dann direkt in einen 
3,3µF bipo-elko
Nun habe ich bei reichelt geguckt und mir einen passenden rausgesucht. 
Im Katalog allerdings steht auch "sehen sie sich doch mal die visaton 
elkos an... gesagt getan und dort gibt es angeblich auch wesentlich 
besser, aber auch zu einem stolzen Preis (1€ statt 30ct)
Da der "zweite" elko auch eine abmaße von 26*12mm hat bin ich ernsthaft 
am überlegen ob sich der mehrwert und vorallem die größe(!) bemerkbar 
macht?
Immerhin passt zur zeit alles schon auf eine einseitige Eurokarte...

Was meint ihr?

Mfg
Gast #1827122
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Der Eingangselko wird kaum einen Einfluß auf den Klang haben. Nur wenn 
er von der Kapazität zu klein ist, wird die untere Grenzfrequenz 
eventuell etwas höher. Von den Abmessungen ist hier kleiner besser. 
Daten wie ESR oder Nichlinearität sind unwesentlich - wen interessieren 
schon Verzerrungen bei 1 Hz und drunter.

Die höheren Anforderungen hat man, wenn man so einen Elko in einer 
Frequenzweiche in der Lautsprecherbox hat.
Gast #1827147
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Die ESR Werte sind ziehmlich uninteresant. Beim ESR liegt man im Bereich 
einiger Ohm und drunter. Das ist gegen den Eingangswiderstand in der 
Größenordnung 10-1000 kOhm zu vernachlässigen.  In erster Näherung wäre 
der Effekt auch nur eine minimal geringere Amplitude - also auch noch 
nicht störend.

Die Frequenzen unter 1 Hz beziehen sich auf ggf. auftretende nichlineare 
Effekte. Die treten nämlich erst deutlich unterhalb der Grenzfrequenz 
auf, wenn die Wechselspannung auch wirklich am Elko abfällt.

Beim Verstärkereingang gibt es wichtigers. Vor allem ESD-schutz und 
Blockieren von HF Störungen (z.B. Handy) schon vor dem Verstärker. Ein 
mechnisch größerer Elko ist da eher störend.
Gast #1827159
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> Das Signal kommt über eine Cinchstecker an und
> geht dann direkt in einen 3,3µF bipo-elko

Vergiss dort bipolare Elkos, nimm für das gesparte Geöd
des Visatons "billiges teuer verkauft" lieber einen
Folienkondensator, auf keinen Fall Multilayer Keramik.

Berechne die Grösse erneut mit der gewünschten unteren
Grenzfrequenz. Denk dran, daß eine Grenzfrequenz die
unter der Grenzfrequenz deines Lautsprechers liegt
Unsinn ist und den Verstärker nur mit Signalen belastet,
die sowieso nichts mehr beitragen, und damit die
Ansteuerbarkeit verringern.

Bei Verstärkern, bei denen der Lautsprecher noch nicht
bekannt ist, muss man zumindest auf 20Hz auslegen, aber
wenn man seine Lautsprecher schon kennt, kann durchaus was
kleineres als 1uF rauskommen.

Denn je baulich kleiner der Koppelkendenstaor ist, um so
geringer ist seine Anfälligkiet gegen kapaizitive Einstreuungen.
#1827368
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wieso kurvt der Sinus unter Null? Wenn wir langsam an der Grenzfrequenz 
herumwerkeln, dann mag zwar der Elko zunehmend mehr Wechselspannung 
sehen, die auch unter Null geht, aber das ist wohl nicht so ein Problem. 
Es geht hier ja schließlich (bzw. sicherlich) nur um weniger als 1V, was 
ein Elko klaglos verkraftet (1-2V halten die aus - manche C-Datenblätter 
spezifizieren das sogar). Ist schließlich der Normalfall, und andere 
Datenblätter wie z.B. für den alten TDA2030 scheinen da wohl auch kein 
Problem zu sehen bei symmmetrischer Betriebsspannung in Zusammenhang mit 
Elkos am Eingang.

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