Marius D. schrieb:> Da es billig werden soll, und ich es schwer finde, billige Drosseln zu> bekommen (als Privatmann), habe ich mir diese rausgesucht.
Man wählt Bauteile nicht ausschliesslich nach dem preis aus, sondern im
Fall der Schaltregler nach dem erlaubten Maximalstrom und dem ohmschen
Widerstand. Beides ist hier nicht angegeben, also kaufst du die Katze im
Sack. Wer billig kauft, kauft 2 mal...
> Funktioniert die? Worauf ist zu achten bei den Drosseln? Ich hatte> schonmal eine (aber bei einem anderen Schaltregler), da hat dieser> angefangen zu schwingen (ich denke mal, weil die Induktivität in die> Sättigung gerät).
Nein, eher weil der MC34063 eh gern ins Schwingen kommt weil die
Strombegrenzung meist zu grosszügig ausgelegt wird. Sie muss bei jedem
Impuls getriggert werden. Sonst steigt der Strom bei jedem Impuls immerw
eiter an, bis er in die Strombegernzung läuft, um dann wieder von
kleienn Werten aus anzufangen. Der Regler arbeitet sonst nur im
diskontinuierlichen Betrieb stabil.
Marius D. schrieb:> ich habe vor einen Schaltregler 5V aufzubauen. Als Baustein dient der> MC34063. Ich bin mir immer unsicher, welche Speicherdrossel ich nehmen> soll.
...
> Funktioniert die?
Nur wenn du wenig Strom auf der 5V-Seite brauchst. 220µH in dieser
Bauform schafft kaum mehr als 650mA Spitzenstrom. Damit kommst du
bestenfalls bis 5V/0.5A bei 12V Eingangsspannung.
> Worauf ist zu achten bei den Drosseln?
Daß sie einen hinreichend hohen Sättigungsstrom haben. Der ist übrigens
höher als der Strom der aus deinem Regler kommen soll. Wenn von zwei
Drosseln mit gleichem Sättigungsstrom die eine einen kleineren
DC-Widerstand hat, dann erreichst du mit der einen höheren Wirkungsgrad.
Hallo,
sorry, ich habe die Werte vergessen.
Eingangsspannung liegt bei 24V, Ausgangsspannung bei 5V, max. ca. 100mA.
Wäre aber cool, wenn der auch bei 500mA geht, dann ist das bisschen
universaler (auch mal für andere Projekte).
Okay gut. Also kleiner DC-Widerstand größerer Wirkungsgrad (weniger
Verluste), das ist klar.
Der Sättigungsstrom muss weit über dem max. Ausgangsstrom liegen.
Gibt es sonst noch irgendwas? Kann ich eigentlich (wenn die o.g. Punkte
ok sind), irgendeine Induktivität nehmen?
Also würden auch diese gehen (nur als Verständnisbeispiel, wenn nein
warum (nehmen wir an, die würden die o.g. Punkte erfüllen)).
http://www.ebay.de/itm/Drosselspule-SMCC-axial-250435-/141920578244?hash=item210b202ac4:g:rs0AAOSwaB5Xtt-F
Also einfach eine Drossel ohne Ferritkern.
Marius D. schrieb:> Also würden auch diese gehen
Nein.
Marius D. schrieb:> wenn nein warum
Weil sie o. g. Punkte nicht erfüllt.
Die Mindestparameter müssen stimmen/eingehalten werden. Und Spulen in
dieser Anwendung müssen Speicherdrosseln sein, damit sie die Parameter
haben. Außer natürlich, Du ziehst die Verwendung von viel-, vielfach
größeren Spulen, aus dem falschen Material, falsch aufgebaut, in
Betracht.
[Solche könnten zufällig in Frage kommen (Werte "erlaubt"), aber wer
würde - wenn anders möglich - z.B. eine 20mal zu schwere, 15fach zu
große, und z.B. 30mal zu teure, Spule benutzen wollen?]
Nein, induktive Bauteile werden also immer für bestimmte Zwecke
entwickelt und produziert, und sind nur selten sinnvoll
"mißbrauchbar". Suche also nach Spulen, die dem Zweck entsprechen.
Marius D. schrieb:> Eingangsspannung liegt bei 24V, Ausgangsspannung bei 5V, max. ca. 100mA.> Wäre aber cool, wenn der auch bei 500mA geht, dann ist das bisschen> universaler (auch mal für andere Projekte).
Und weshalb dann den uralten 34063?
Marius D. schrieb:> Hallo,>> sorry, ich habe die Werte vergessen.>> Eingangsspannung liegt bei 24V, Ausgangsspannung bei 5V, max. ca. 100mA.> Wäre aber cool, wenn der auch bei 500mA geht, dann ist das bisschen> universaler (auch mal für andere Projekte).
könntest Du einfach zuerst einmal das Datenblatt lesen und Dir diese
Fragen dann selber beantworten bevor Du hier dokumentierst wie... plan
und ahnungslos Du an die Sache herangehst und deswegen das Forum mit
hier - eh schon seit Anbegin des Forums - mindestens 1782 x
beantworteten Fragen erneut beschäftigst?
Das steht alles im Datenblatt auf Seite 10.
MiWi
Marius D. schrieb:> Eingangsspannung liegt bei 24V, Ausgangsspannung bei 5V, max. ca. 100mA.> Wäre aber cool, wenn der auch bei 500mA geht, dann ist das bisschen> universaler (auch mal für andere Projekte).
Du hast doch sicher mit einem Kalkulator für den MC34063 die Werte
ermittelt. Was hast Du denn für eine Frequenz gewählt? Wie gross ist die
Induktivität?
Du wirst Induktivitäten der nachstehenden Art benötigen. Hier welche ab
100µH.
http://www.reichelt.de/ab-100-H/2/index.html?&ACTION=2&LA=2&GROUPID=7227
Der Strom wird manchmal als Irms angegeben. Das ist der Strom den Du als
Gleichstrom herausbekommst. In der Regel ist es aber so, dass wenn Du
z.B. 0,5A herausbekommst, Du mindestens das Doppelte als Spitzenstrom
durch die Induktivität hast. Geht der Kern in die Sättigung, bricht die
Induktivität ein. Ausserdem sollte man mindestens 1/3, besser mehr,
unter dem zulässigen Strom bleiben, da sonst die Verluste steigen.
mfg klaus.
Klaus R. schrieb:> In der Regel ist es aber so, dass wenn Du> z.B. 0,5A herausbekommst, Du mindestens das Doppelte als Spitzenstrom> durch die Induktivität hast.
Der Vollständigkeit halber: Diese Regel trifft nur auf Schaltregler zu,
die bei Nennlast und -auslegung im lückenden Betrieb arbeiten, wie der
MC34063A. Bei kontinuierlich arbeitenden Reglern, wie etwa dem LM2574,
ist der Faktor kleiner.
Marius D. schrieb:> Der Sättigungsstrom muss weit über dem max. Ausgangsstrom liegen.
Der Sättigungssgtrom muss über dem mit Rsc einstellten Maximalstrom
liegen.
Marius D. schrieb:> Gibt es sonst noch irgendwas? Kann ich eigentlich (wenn die o.g. Punkte> ok sind), irgendeine Induktivität nehmen?
Na ja, das ist wie die Frage: kann man, wenn Kapazität und Spannung
stimmen, IRGENDEINEN Kondesator nehmen ? Im prinzip schon, aber einige
sind besser geeignet.
Stabspulen haben ein hohes Streufeld, Rind- oder Topfkern sind natürlich
besser. Im Schaltregler spielen hingegen Toleranzen keine grosse Rolle.