Komischer Ansatz ein Bauelement zu wählen.
Normalerweise hat man Anforderungen (die fehlen hier praktisch komplett)
und dann sucht man ein passendes Teil.
Uds? Id? Vgs? Rds?
O_o schrieb:> Hier wird eine t_on Zeit von 13ns. Die t_off Zeit beträgt 8ns.
Bei VGS = 0 to 2.5V und RG = 4.7Ω.
Hast du tatsächlich eine Quelle mit weniger als 4R7 davor?
> Kennt einer von euch da Modell, die so passen würden?
Du musst im Prinzip nur das Gate schnell genug umladen...
Sowas löst man nicht über das Bauteil, sondern in der Ansteuerung.
Denn wie lange ein FET wirklich braucht um zu schalten, hängt auch von
Dingen wie der Spannung ab. Will heißen: Es wird schwierig, das über das
Bauteil sicher zu steuern!
O_o schrieb:> ich suche nach einem P-Kanal Mosfet, welches so schnell schalten sollte> wie der folgende N-Kanal Mosfet:
Vielicht lässt sich der P-Kanal ja durch eine geänderte Ansteuerung und
einen N-Kanal ersetzen.
Vielen Dank für eure Antworten. Ich habe mein Problem als Schaltung
angehängt. Ich muss eine RGB Leiste ansteuern, die mit 24V betrieben
wird. Die LEDs kann ich leider nicht mehr dimmen. Die Gatewiderstände
habe ich schon entfert, aber es hat nichts gebracht. Weiß einer von euch
woran es liegen könnte? Ich hatte vorher angenommen, dass der P-Kanal
Mosfet langsamer schaltet als der N-Kanal Mosfet. Daher auch meine
ursprüngliche Frage.
MfG
O_o schrieb:> Vielen Dank für eure Antworten. Ich habe mein Problem als Schaltung> angehängt. Ich muss eine RGB Leiste ansteuern, die mit 24V betrieben> wird. Die LEDs kann ich leider nicht mehr dimmen. Die Gatewiderstände> habe ich schon entfert, aber es hat nichts gebracht. Weiß einer von euch> woran es liegen könnte? Ich hatte vorher angenommen, dass der P-Kanal> Mosfet langsamer schaltet als der N-Kanal Mosfet. Daher auch meine> ursprüngliche Frage.>> MfG
Die Schaltung ist ungünstig.
Beim Ausschalten muss ein 10k-Widerstand die ganze Gateladung
leerziehen, das dauert ewig. Das führt zu hohen Verlusten im FET und bei
höherer PWM-Frequenz zu Nichtfunktion der Schaltung, weil der NMOS nicht
mehr ausgeht.
Zum Schalten von Gates mit PWM benötigt man darum eine Push-Pull-Stufe
am Gate, kein seltsames PMOS-Konstrukt.
O_o schrieb:> Ich muss eine RGB Leiste ansteuern
Und da machst du dir Sorgen um NANOsekunden? Ohne die Schaltung gesehen
zu haben ist klar, das dein Problem woanders liegt, nicht in der
Geschwindigkeit der MosFETs.
E-Mail (wird nicht angezeigt): schrieb:> Zum Schalten von Gates mit PWM benötigt man darum eine Push-Pull-Stufe> am Gate, kein seltsames PMOS-Konstrukt.
Nachtrag:
Dein FET SSM3K339R hat eine recht niedrige Gateladung. Die 1nC bei 3V3
schafft auch problemlos ein µC-Port.
Aus dem Dabla:
" Each LED output has its own8-bit resolution (256 steps) fixed
frequency Individual PWM controller that operates at97 kHz with a duty
cycle that is adjustable from 0 % to 99.6 % to allow the LED to be setto
a specific brightness value. . A fifth 8-bit resolution (256 steps)
Group PWM controllerhas both a fixed frequency of 190 Hz and an
adjustable frequency between 24 Hz to onceevery 10.73 seconds with a
duty cycle that is adjustable from 0 % to 99.6 % that is used to either
dim or blink all LEDs with the same value"
"IOL(tot)total LOW-level outputcurrent VOL= 0.5 V; VDD= 4.5 V [2]--100mA
IOH HIGH-level outputcurrentopen-drain; VOH=VDD −50-+50μA"
Hast Du das alles verstanden und richtig umgesetzt in der Ansteuerung?
mit 50µA den FET abschalten bei >100kHz.
> Die LEDs kann ich leider nicht mehr dimmen.
also deshalb
mfG
Es gibt auch fertige Bausteine zum Ansteuern von MOSFETs und auch zum
Dimmen von Hochleistungs-LEDs.
Schau mal bei Aliexpress nach hochwertigeren Modulen, die können, was du
möchtest. Auf den Bildern sieht man oft schon die verwendeten
IC-Typen/Halbleiter.
E-Mail (wird nicht angezeigt): schrieb:> Zum Schalten von Gates mit PWM benötigt man darum eine Push-Pull-Stufe> am Gate
Vielleicht reicht schon ein Schmitt-Trigger-IC oder ein Bustreiber-IC
aus der Digitaltechnik.
(74HC14 fällt mir da ein, keine Ahnung, ob das hier eine günstige Wahl
ist)
Oder vielleicht mit diskreten Transistoren (Kombi PNP und NPN oder
entsprechenden MOSFETs) eine Gegentaktendstufe zur Ansteuerung aufbauen.
O_o schrieb:> Ich habe mein Problem als Schaltung angehängt
Ach du Scheisse, LEDs. Da tut es JEDER MOSFET.
Deine Schaltung mit den 10k ist dermassen langsam, das macht ein
schneller MOSFET nicht schneller.
Die 8ns werden erreicht wenn statt 10k dort 4.5 Ohm wären.
Bei der Ursprungsfragestellung dachte man an Umschaltung von Signalen
mit hunderten von Megahertz, in Ethernetleitungen oder physikalischen
Experimenten.
Aber nicht an LED Kinderspielzeug.
Georg schrieb:> Es gibt auch fertige Bausteine zum Ansteuern von MOSFETs und auch zum> Dimmen von Hochleistungs-LEDs.
Ja, aber mal im Ernst:
Für eine <1kHz PWM mit einem 1nC-FET tuts der µC-Pin.
Wenn mehr als 1kHz für LED: Warum? Sieht man nicht. Normalerweise nimmt
man 200Hz und gut ist das.
Da einen Gatetreiber zu setzen ist übertrieben. Höchstens einen 74HC14
lass ich mir noch einreden.
E-Mail (wird nicht angezeigt): schrieb:> Normalerweise nimmt> man 200Hz und gut ist das.
Naja, 200 Hz hinterlässt beim schnellen Vorbeischauen einzelne Punkte
auf der Netzhaut, mich stört das.
Generell finde ich es auch vorteilhaft die PWM Frequenz in den nicht
hörbaren Bereich zu setzen, d.h. >18 kHz. Ist auch noch mehr als
beherrschbar.
mech schrieb:> E-Mail (wird nicht angezeigt): schrieb:>> Normalerweise nimmt>> man 200Hz und gut ist das.>> Naja, 200 Hz hinterlässt beim schnellen Vorbeischauen einzelne Punkte> auf der Netzhaut, mich stört das.>> Generell finde ich es auch vorteilhaft die PWM Frequenz in den nicht> hörbaren Bereich zu setzen, d.h. >18 kHz. Ist auch noch mehr als> beherrschbar.
Je nachdem.
Wenn der LED-Strom von einem Schaltregler erzeugt wird (LM3402 als
Beispiel) ist eine 18kHz-PWM keine Option. Das führt dann schon zu
größeren Abweichungen.
Wer sich and den Punkten stört, sollte über einen "analog" dimmbaren
Regler nachdenken.
Normalerweise hört man LED auch nicht. Hören tut man Magnetostriktion
oder den Piezoeffekt, also im Normalfall nur Spulen und Kondensatoren.
Ein String aus Kabeln, Steckern und Halbleitern sollte keine Geräusche
produzieren.
E-Mail (wird nicht angezeigt): schrieb:> Wenn der LED-Strom von einem Schaltregler erzeugt wird (LM3402 als> Beispiel) ist eine 18kHz-PWM keine Option. Das führt dann schon zu> größeren Abweichungen.
Ja, ich hab jetzt einfachste LED-Streifen mit 12V Betriebsspannung und
Vorwiderstand angenommen, da geht das.
E-Mail (wird nicht angezeigt): schrieb:> Wer sich and den Punkten stört, sollte über einen "analog" dimmbaren> Regler nachdenken.
Damit habe ich keine Erfahrung, für mich hats eine höhere Frequenz immer
getan.
E-Mail (wird nicht angezeigt): schrieb:> Ein String aus Kabeln, Steckern und Halbleitern sollte keine Geräusche> produzieren.
Nein, aber der Strom muss ja irgendwo herkommen und oft kommt er aus
Schaltreglern. Deren Schaltfrequenz ist hoch genug, aber mit einer mit
wenigen kHz geschalteten Last fangen sie zu Singen an.
E-Mail (wird nicht angezeigt): schrieb:> Für eine <1kHz PWM mit einem 1nC-FET tuts der µC-Pin.
Auch für dickere FETs und höhere f.
Formel:
I = f * Q
32kHz mal 30nC sind immer noch unter 1 mA, bei den meisten µC deutlich
im grünen Bereich, auch für mehrere Kanäle parallel.
mech schrieb:> Nein, aber der Strom muss ja irgendwo herkommen und oft kommt er aus> Schaltreglern. Deren Schaltfrequenz ist hoch genug, aber mit einer mit> wenigen kHz geschalteten Last fangen sie zu Singen an.
Dann hast du ein Schaltungsproblem.
Deine Schaltregler bekommt durch die PWM des LED-Bandes Stromsprünge und
quittiert das mit Spannungsspitzen und Spannungseinbrüchen. Das ist es
meistens, was man dann hört. Besonders laut ist das, wenn man von
CCM->DCM und zurück springt (also wenn der Regler durch die PWM aus dem
Stromsparmodus geholt wird).
Das ist nicht nur ein akustisches Problem, sondern kann alle möglichen
Probleme verursachen, bis hin zu Bauteilausfällen und reduzierte
Lebensdauer.
Schau dir die Spannung mal mit einem Oszilloskop an.
Plakativ gesagt:
--> Die Schaltregler singen nicht, sie schreien vor Schmerzen
Das kann man z.B. mit Low-ESR-Elkos in der Versorgung nahe am LED-Band
lösen. Je nach Strombedarf der LED-Bänder reichen manchmal schon 220µF.
Ich kenne das Probelm von meinen IO-Boards, wo diverse LED-Beleuchtungen
von Drittherstellern dranhängen. Die sparen auch gern bei den
Kondensatoren. Die Probleme hat man dann im Audiobereich...
Εrnst B. schrieb:> Formel:>> I = f * Q>> 32kHz mal 30nC sind immer noch unter 1 mA, bei den meisten µC deutlich> im grünen Bereich, auch für mehrere Kanäle parallel.
Was tut denn hier der Durchschnittsstrom zur Sache? (Etwas anderes
berechnest Du mit der Formel nicht!)
M.A. S. schrieb:> Was tut denn hier der Durchschnittsstrom zur Sache?
Genau der ist relevant, zumindest bei CMOS-Endstufen.
-> Treiber: Treiberleistung
du willst die Verlustleistung im AVR / µC auf die pro Pin&Package
erlaubten Werte begrenzen.
Spitzenströme im Umschaltmoment will man allenfalls aus EMV-Gründen
limitieren, ansonsten ist schneller besser.
und, weil die Frage jetzt ganz bestimmt kommt: die 40mA "Absolute max"
im AVR-Datenblatt beziehen sich auf Dauerstrom. Die Umschalt-Peaks
begrenzt der AVR, wie alle CMOS, schon selber.
Εrnst B. schrieb:> M.A. S. schrieb:>> Was tut denn hier der Durchschnittsstrom zur Sache?>> Genau der ist relevant, zumindest bei CMOS-Endstufen.>> -> Treiber: Treiberleistung>> du willst die Verlustleistung im AVR / µC auf die pro Pin&Package> erlaubten Werte begrenzen.
Ja, das willst du selbstverständlich auch. Aber nicht nur.
Hauptsächlich willst du die Verluste im FET begrenzen, und die können
sich bei 30nC schon ganz schön anwachsen.
Denn der µC ist eine Push-Pull-Stufe mit einem recht hohen
Serienwiderstand (>50 Ohm), wodurch ein FET mit großem Qg langsam
schaltet -> hohe Schaltverluste.
Mit 30nC-FET schaltet man heute Ströme von 20A (oder noch mehr), da
willst du schon schnell schalten, insbesondere bei zweistelligen
Spannungswerten ;-)
Bei 1nC ist das im Normalfall kein Thema, da hast du vielleicht 1A zu
schalten, und die Flanken sind trotz 50 Ohm noch schön steif.
Plakativ gesagt: Bei 30nC dauert halt 30mal so lange, bei 20mal so viel
Strom. Das merkt man.
Εrnst B. schrieb:> und, weil die Frage jetzt ganz bestimmt kommt: die 40mA "Absolute max"> im AVR-Datenblatt beziehen sich auf Dauerstrom. Die Umschalt-Peaks> begrenzt der AVR, wie alle CMOS, schon selber.
Lis mal genau nach, was absolute maximum Ratings sind.
Wir wollen in den "recommended operating conditions bleiben".
E-Mail (wird nicht angezeigt): schrieb:> Lis mal genau nach, was absolute maximum Ratings sind.> Wir wollen in den "recommended operating conditions bleiben".
ich behaupte einfach mal, dass 1mA beim AVR sowohl innerhalb der
"recommended conditions" als auch unterhalb der "maximum" Ratings liegt.
Klar, kann man anders sehen.
Εrnst B. schrieb:> E-Mail (wird nicht angezeigt): schrieb:>> Lis mal genau nach, was absolute maximum Ratings sind.>> Wir wollen in den "recommended operating conditions bleiben".>> ich behaupte einfach mal, dass 1mA beim AVR sowohl innerhalb der> "recommended conditions" als auch unterhalb der "maximum" Ratings liegt.>> Klar, kann man anders sehen.
Du hast mich missverstanden.
Mir ging es um die Behauptung, "Innerhalb der Maximum Ratings" =
"erlaubter Betriebsfall".
Das ist falsch. Nur wenn der Strom unterhalb der "recommended Operating
conditions" liegt, ist er in Ordnung.
Ich zitiere mal:
Microchip schreibt zu den Maximum Ratings folgendes:
"....This is a stress rating only and functional operation of the device
at these or other conditions beyond those indicated in the *operational
sections* of this specification is not implied. ..."
(Hervorhebung von mir).
Auf gut deutsch: Auch innerhalb der maximum Ratings ist die Funktion
nicht garantiert.
Desweiteren:
"...Exposure to absolute maximum rating conditions for extended periods
may affect device reliability..."
Auf gut deutsch: "Es ist schlecht für das Device".
Quelle:
http://ww1.microchip.com/downloads/en/DeviceDoc/doc2467.pdf
Will heißen:
Eine Auslegung nach "maximum Ratings" wie dein Beitrag impliziert ist
falsch. Darum ging es mir!
Weil das leider ein häufiger Fehler ist, muss man das immer betonen.
E-Mail (wird nicht angezeigt): schrieb:> Eine Auslegung nach "maximum Ratings" wie dein Beitrag impliziert
Tut er nicht bzw. sollte er nicht.
Der Zusatz mit den 40mA war für die (meist Arduino-)Spezialisten
gedacht, die bei solchen Threads mit den Absolute Max Ratings ankommen,
und dann abstruse Rechnungen aufmachen wie "Mein Breadboard hat 25 pF
Kapazität, ohne Strombegrenzung fließen beim Umschalten eine
Fantastilliarde Megaampere, deswegen darf man AVRs nicht in Steckbretter
stecken. Sagt das Datenblatt!!1"
Εrnst B. schrieb:> Der Zusatz mit den 40mA war für die (meist Arduino-)Spezialisten> gedacht, die bei solchen Threads mit den Absolute Max Ratings ankommen,> und dann abstruse Rechnungen aufmachen wie "Mein Breadboard hat 25 pF> Kapazität, ohne Strombegrenzung fließen beim Umschalten eine> Fantastilliarde Megaampere, deswegen darf man AVRs nicht in Steckbretter> stecken. Sagt das Datenblatt!!1"
Das vernachlässigt halt den Innenwiderstand, was Blödsinn ist. Im µC
sind winzige FET, mit RDSon im zweistelligen Ohm-Bereich.
Trotzdem ist der Einwand nicht komplett unsinnig: Beim Umschalten eines
Gates wird seh kurz der Kurzschlussstrom des Ports fließen, und der ist
beispielsweise 70-165 mA (Annahme: Innenwiderstand Port um die 20-50Ohm,
3,3V). Was weit jenseits der Maximum Ratings liegt.
So wahnsinnig eindeutig wie einige glauben, ist die Sache also nicht.
Auch klar ist: Kleine Kapazitäten muss der Port überleben. Ich gehe
normalerweise davon aus, dass einige mW Belastbarkeit mit thermischen
Zeitkonstanten im ms-Bereich. Hat mir so auch ein Hersteller bestätigt.
Also kann man 30nC-FET durchaus verwenden- je nach Frequenz.
Probleme sehe ich eher beim FET. Denn will man z.B: einen mit 10nC
Miller-Ladung und 2V Treshold schalten, liefert ein 50Ohm-Port gerade
noch 26mA. Da ist man bei hunderten ns Umschaltzeit, das ist dann
fallweise problematisch (Schaltverluste).