Hallo,
Ich befinde mich an der Meisterschule für Schreiner und plane dort
derzeit mein Meisterstück.
Gerne möchte ich eine USB-Dose in einem Schubladen verbauen um dort ein
Tablet PC laden zu können.
Die Kabelführung werde ich mit einer Energiekette der Firma Igus
realisieren.
Im Meisterstück wird ein 24V Netzteil für einen Hera-LED Streifen
verbaut.
Mit diesem Netzteil möchte ich auch meine USB-Dose betreiben.
Reicht es wenn ich einen stepdown-Wandler auf 5v verbaue und daran die
USB-Dose anschließe ? Oder benötige ich noch einen Laderegler ?
Vielen Dank für die Antworten
Im Prinzip reicht das, aber viele Geräte laden dann nur langsam. Um die
maximale Ladegeschwindigkeit zu erreichen, muss man Hersteller
spezifisch Widerstände an die beiden Datenleitungen anschließen.
Gute USB Ladegeräte enthalten einen Chip, der sich an die zahlreichen
Geräte automatisch anpasst. Ich wüsste allerdings nicht, wo man den
kaufen kann.
Wie hier schon beschrieben, ein Spannungswandler auf 5 Volt führt dazu
dass die USB Geräte nur mit max. 500mA geladen werden.
Eine Möglichkeit wäre, einen KFZ USB Ladeadapter zu verwenden, da gibt
es welche die die notwendige Beschaltung drin haben.
Diese Adapter mit 24Volt Eingang sind solche die auch im LKW mit 24Volt
Bordnetz verwendet werden können.
Vielleicht kannst so was verbauen.
Ein Standarnetzteil ist vielleicht doch die einfachere Lösung und im
Fehlerfall auch einfacher auszutauschen.
Die Igus Energieketten sind teuer, da zahlst du für den Namen mit. Dank
der vielen CNC und 3D Drucker Bastler gibt es bei eBay jede Menge
günstige E-Ketten.
Und die USB Kabel sind oft billig und haben grosse Spannungsabfälle wenn
die länger sind. Gute Kabel gibt es von Anker, oder selber ein flexibles
(schleppkettentaugliches) Kabel verbauen.
Alexander schrieb:> Was haltet ihr davon ?>> Ebay-Artikel Nr. 322512183111
Das sollte klappen. Nimm zum Verlängern aber nicht die dünnsten Kabel,
sondern schon min. 0,5mm² - 0,75mm².
Prüfe die Verkabelung 2 mal durch, bevor du das erste USB Gerät
anschliesst :-P
Alexander schrieb:> Was haltet ihr davon ?>> Ebay-Artikel Nr. 322512183111
ich bezweifle das dieser die Schnelladung mit höherem Strom ermöglicht,
wenn man da Wert drauf legt kann man das einfach kontrollieren mit
Strommessern die in die USB Leitung gesteckt werden, z.B.:
https://www.ebay.de/i/302083923500
Johannes S. schrieb:> Die Igus Energieketten sind teuer, da zahlst du für den Namen mit. Dank> der vielen CNC und 3D Drucker Bastler gibt es bei eBay jede Menge> günstige E-Ketten.
Die Kette hab ich bereits und war auch günstig da es sich um die
Kleinste handelt. mehr Platz habe ich leider nicht.
Deshalb muss ich auch mit einem 2x0,14mm² Kabel auskommen.
Kabellänge vom Netzteil zur Dose ca. 1,8m
Alexander schrieb:> Deshalb muss ich auch mit einem 2x0,14mm² Kabel auskommen.>> Kabellänge vom Netzteil zur Dose ca. 1,8m
Das ist ziemlich knapp dimensioniert. Da würde ich den Strom
auf höchstens 1A begrenzen.
Harald W. schrieb:> Das ist ziemlich knapp dimensioniert.
Allerdings - vor allem, wenn da noch mal fast 2m Kabel dazwischen sind.
Konservativ würde ich mich dann sogar mit den 500mA begnügen.
Matthias S. schrieb:>> Das ist ziemlich knapp dimensioniert.>> Allerdings - vor allem, wenn da noch mal fast 2m Kabel dazwischen sind.> Konservativ würde ich mich dann sogar mit den 500mA begnügen.
...insbesondere, wenn diese Kabel möglicherweise noch durch enge
Holzlöcher gefädelt werden.
Stefan U. schrieb:> Gute USB Ladegeräte enthalten einen Chip, der sich an die zahlreichen> Geräte automatisch anpasst. Ich wüsste allerdings nicht, wo man den> kaufen kann.
Bei einem beliebigen Distributor, oder natürlich in China.
Die werden in großer Vielfalt von vielen Halbleiterherstellern
hergestellt. Alleine TI hat 183 Typen in der Kategorie im Angebot:
http://www.ti.com/power-management/usb-charging-port-controllers/products.html
Das es bei dem Meisterstück um ein Schreiner -Meisterstück geht würde
ich mir nicht die Mühe machen mit so einem Chip was zu bauen. 5V an die
Buchse, so das man bei der Vorstellung ein Handy oder Tablet dran
anschließen kann, Handy sagt "Lade", alle sind glücklich.
OS schrieb:> Eine Möglichkeit wäre, einen KFZ USB Ladeadapter zu verwenden, da gibt> es welche die die notwendige Beschaltung drin haben.
Wobei das nur schwer von Außen zu sehen ist. Die meisten haben einfache
Wandler drin.
Statt einem Kabel gibt es die auch zum Einbauen. Aus irgendeinem Grund
ist das Stichwort um Einbautypen zu finden "Toyota" 24V USB. Zum
Beispiel:
https://de.aliexpress.com/item/12v-24v-dual-usb-car-charger-power-adapter-socket-For-TOYOTA-usb-2-1a-2-Port/32785355948.htmlAlexander schrieb:> Was haltet ihr davon ?>> http://www.ebay.de/itm/DC-Spannungsregler-6V-40V-to-5V-3A-Double-USB-Charge-DC-Step-down-Module-LM2596S/322512183111?hash=item4b17395f47:g:DvMAAOSwImRYcghR
Kann man machen, aber:
Der LM2596 ist ein einfacher Wandler. Die angegebenen 3A bekommt man
beim Laden eines sich korrekt verhaltenen Tablets oder Handys nicht
raus, weil das Tablet nicht weiß, dass es mehr als 500 mA entnehmen
darf. Hinzu kommt, das diese Module typischerweise sehr optimistisch
spezifiziert sind und sich bei 3A Dauerbetrieb schnell in Rauch
auflösen. Sogar bei vielleicht 1A kann das schon passieren. Also eher
konservativ belasten.
> Allerdings würde ich dann die usb Dose ablöten und dort meine Kabel> anlöten welches zur USB-Dose im Schubladen geht
Das Laden erfolgt in einer Schublade? Dann würde ich mir jetzt schon
eine Antwort darauf überlegen, wenn jemand fragt ob es in der Schublade
beim Laden nicht zu warm wird. Es kann ja sein, dass so ein
Bedenkenträger im Prüfungsausschuss sitzt. Also irgendwas von "Lüftung",
"Luftzug", "Wäremeabzug" als Antwort parat haben.
Wie wärs eigentlich mit einer Qi-ladestation stattdessen?
Da kann man auch schön für schreinern um das Teil perfekt einzufassen,
oder unsichtbar mm unter dem Furnir.
Das ist auch praktikabler als dass man sein phone IN die Schublade
steckt, um es dort aufzuladen, wenn du mich fragst.
So eine Energiekette macht natürlich was her, aber das nur zum
Selbstzweck zu erzwingen? Also ich weiss ja nicht...
Einfach in der Buchse D+ mit D- verbinden. Dann darf das Gerät bis zu 2
A ziehen. Das sollte auch mit jedem halbwegs modernen Gerät
funktionieren, da das eine offizielle USB-Spezifikation ist.
> Das es bei dem Meisterstück um ein Schreiner-Meisterstück geht> würde ich mir nicht die Mühe machen mit so einem Chip was zu bauen
Sehe ich auch so. Denn selbst wenn man so einen "intelligenten" Ladechip
hat, stehen die Chancen hoch, dass der erstbeste Test mit einem neuen
Smartphone doch nicht schnell lädt.
Neulicht erzählte mir eine weibliche Reinigungskraft, das ihr neues
Samsung nur am original Netzteil lädt. An allen anderen die sie schon
hat lädt es gar nicht (WTF).
> Wie wärs eigentlich mit einer Qi-Ladestation stattdessen?
Die werden richtig heiß, jedenfalls die beiden, die ich ausprobiert
habe.
> Einfach in der Buchse D+ mit D- verbinden. Dann darf das Gerät> bis zu 2 A ziehen.
Funktioniert bei vielen Geräten aber nicht bei allen. Jedenfalls kann
das nicht schaden, würde ich einfach machen. Wo es nicht klappt, der hat
halt Pech gehabt.
Rolf M. schrieb:> Einfach in der Buchse D+ mit D- verbinden. Dann darf das Gerät bis zu 2> A ziehen. Das sollte auch mit jedem halbwegs modernen Gerät> funktionieren, da das eine offizielle USB-Spezifikation ist.
Das funktioniert grade bei den hochpreisigen Produkten mit angebissenem
Apfel leider nicht.
Der halbwegs versierte Bastler stellt daher mindestens 2 USB Dosen zur
Verfügung: Eine wo D+ mit D- verbunden ist, und eine wo es einen
Spannungsteiler gibt. Letzteren raussuchen überlasse ich dem OP als
Hausaufgabe.
Hat jemand den Anfang gelesen:
Alexander schrieb:> _Meisterschule für Schreiner_> Meisterstück.
Da wird ja wohl nicht prüfungsrelevant sein, mit welchem Strom das
Mobilgerät lädt. Das muß handwerklich sauber gefertigt sein und Strom
liefern!
Ohne in die Elektronik einzusteigen, käme auch mir in den Sinn, einen
Kfz-Adapter zu verwenden!
Alexander schrieb:
> Was haltet ihr davon ?>> Ebay-Artikel Nr. 322512183111
Der liefert zwar 3A aber du musst den Geräten das noch mitteilen über
Widerstände etc sonst lädt das trotzdem nicht schneller
Manfred schrieb:> Da wird ja wohl nicht prüfungsrelevant sein, mit welchem Strom das> Mobilgerät lädt. Das muß handwerklich sauber gefertigt sein und Strom> liefern!
...und möglichst den Schreibtisch nicht ankokeln. Das kann bei dem
vom TE vorgesehenen kleinen Leitungsquerschnitt leicht passieren.
An der Stelle des TEs würde ich einfach ein fertiges 230V-Netzteil
nehmen. Das ist auch nicht teurer als die 24V-Frickellösung.
Thomas schrieb:> Der liefert zwar 3A
liest du das oder hast du gemessen
Stefan U. schrieb:> Dieser Spannungsregler raucht bei 3A nach wenigen Minuten ab
habe ich nie solange versucht, was nutzt es denn wenn bei 3A die
Spannung auf 3V einbricht!
Die meisten dieser sogenannten "3A" Regler sind immerhin bis 2A
brauchbar und das ist OK für 82ct bis 1,-€