Hi,
ich mache mir etwas sorgen.
Ich versorge das Relais aus dem Anhang ganz normal mit Strom durch eine
Schaltung mit 12V.
An 1 und 3 des Relais habe ich ein Magnetventil angeschlossen das mit
24V aus der gleichen Schaltung versorgt wird.
Wird das Relais geschaltet so wird das MV geschaltet.
Beim Zurückfallen macht das Relais aber ein komisches leicht kratzendes
Geräusch.
Das kuriose ist, dass sobald das MV abgeklemmt wird vom Relais, das das
Relais dann wieder ein ganz "normales klack" beim Zurückfallen abgibt.
Ich kann mir nicht erklären wie dieses komische kratzende
Zurückfallgeräusch zustande kommen kann, das klingt irgendwie sehr
ungesund.
Hat vielleicht jmd eine Idee wo das herkommen könnte?
Habe auch schon eine Freilaufdiode ans MV angeschlossen jedoch ohne
Unterschied, das Relais hat auch eine FD.
Gruß
Ich würde sagen, das klingt nach einem richtig ekligen Lichtbogen, wie
er beim Ausschalten von höeren Gleichstömen gern entsteht.
Der ist auf Dauer richtig tötlich für die Kontakte. Die können entweder
völlig verkleben oder geben gar keinen Kontakt mehr.
Wieviel Strom fließt denn zum MV ?
Hast du mal mit nem Oszi geschaut was die Spannung am Schaltkontakt des
Relais dazu sagt, mit und ohne MV? Ich hab da noch keine eigenen
Erfahrungen gemacht mit komischen Geräuschen beim Schalten von Relais,
aber ich könnte mir vorstellen das BÖSE Induktivitäten daran schuld
sind.
Das mit dem Lichtbogen habe ich ja auch vermutet deswegen hatte ich ja
dies hier probiert:
>Habe auch schon eine Freilaufdiode ans MV angeschlossen jedoch ohne>Unterschied, das Relais hat auch eine FD
Ich habe die gleiche Schaltung ein zweites mal jedoch mit einem anderen
Relais (Submini) und anderem MV (8W statt 7W), da gibts jedoch keinerlei
komische Geräusche.
Hmmmm :-/
hab gerade gemerkt, das wenn ich eine FD an das MV anschließe, das dann
der Rückstrom ja trotzdem über die Relais-Schaltkontakte fließen würde.
Ich habe diese Reihenfolge:
24V->Relaisschaltkontakte->MV->GND
dann müsste ich das wohl zu
24V->MV->Relaisschaltkontakte->GND ändern
macht das Sinn oder ist generell eine Anschlussvariante sinnvoller als
die andere?
Ich könnte mir aber vorstellen das die untere Variante schlechter ist,
da dann ja am MV 24V direkt anliegen und wenn man das MV vielleicht
falsch anfasst sich der Strom den Weg über den Mensch an GND sucht. Oder
sehe ich das falsch?
Gruß
Kann das gerausch vielleicht nicht von relais aber von luftdruck-MV
kommen ? MV ventilen schalten oft nur wenn da luftdruck anwesend ist.
Wenn nicht, machen die oft fremde gerausche
Hansw schrieb:> hab gerade gemerkt, das wenn ich eine FD an das MV anschließe, das dann> der Rückstrom ja trotzdem über die Relais-Schaltkontakte fließen würde.
Die FD gehört direkt parallel ans MV; die sonstige Verdrahtung ist
dann völlig egal.
Gruss
Harald
ok dann kann das mit dem Geräusch ja nicht von einem Lichtbogen kommen,
da ich es mit FD direkt Antipara zum MV schon probiert habe und es
keinen Geräuschunterschied gemacht hat.
ps:
das gleiche Geräusch kommt auch wenn ich ein anderes MV anschließe.
Die andere baugleiche Schaltung -aber mit anderem Schaltrelais hat in
keinem Fall komische Geräusche.
Gibts denn Relais die evtl einfach unterschiedlich klingen, wenn sie
eine Last schalten und wenn sie einfach nur so ohne Last an den
Schaltkontakten schalten?
Mal ein anderer Ansatz:
halte doch mal die Finger an die Anschlüsse des MV wenn es geschaltet
wird. Wenn du dann etwas strom spürst solltest du vielleicht doch den
von Mawin empfohlenen SNUBBER ausprobieren.
Gruss Klaus
es handelt sich um Gleichspannung
Wie schon im ersten Post geschrieben habe ich bereits eine FD
angeschlossen am MV und es hat keinerlei Unterschied gemacht.
Meine Finger wollte ich eigentlich nur ungern an irgendwelche
Stromanschlüsse halten :-/
Gibts das denn nicht was ich davor meinte, dass ein Relais evtl anders
klingt wenn es eine Last schalten muss?
>Meine Finger wollte ich eigentlich nur ungern an irgendwelche>Stromanschlüsse halten :-/
Wieso? Wenn Du dir sicher bist, daß die FD sauber funktioniert, dann
sollte es ja nicht in den Fingern zucken. Wenn doch, dann ist das eine
schnell gewonnene Erkenntnis, daß die FD wohl doch nicht wirksam ist.
Paar Opfer mußt Du schon bringen ;-)
>Paar Opfer mußt Du schon bringen ;-)
nenene, ich bin da viel zu schreckhaft. Immer wenn ich was gebastelt
habe und es das erste mal anschließe dann gehe ich in Deckung.
Seitdem mir ein Tantal Kondensator beim ersten Strom einschalten
geplatzt ist erstrecht...bei jeder der beiden identischen Schaltungen um
die es auch geht der Gleiche. Obwohl der Kondensator vorm
Spannungsregler laut Datenblatt dahin gehört hat...
Kann denn jmd sagen ob es sein kann das ein Relais unter Last evtl an
den Schaltkontakten "anders" klingen könnte?
ps.: was mich etwas wundert: ich habe im ersten Post geschrieben das ich
eine FD ans MV gehängt habe und trotzdem kommt x mal die "nimm eine FD"
Antwort ;-)
Hans W. schrieb:>>Paar Opfer mußt Du schon bringen ;-)>> nenene, ich bin da viel zu schreckhaft. Immer wenn ich was gebastelt> habe und es das erste mal anschließe dann gehe ich in Deckung.> Seitdem mir ein Tantal Kondensator beim ersten Strom einschalten> geplatzt ist erstrecht...bei jeder der beiden identischen Schaltungen um> die es auch geht der Gleiche witzigerweise. Obwohl der Kondensator vorm> Spannungsregler laut Datenblatt dahin gehört hat...
Vllt. ein grundlegender Planungsfehler? Ein Schaltplan wäre sinnvoll.
Hans W. schrieb:> er sollte aber soviel mögen bis 30V
Tantals mögen kein hohen Ströme und dürfen als Stützkondensatoren
normalerweise gar nicht benutzt werden. Ausnahme: die Spannungsquelle
ist relativ weich (hochohmig) oder der Tantal ist spannungsmäßig stark
überdimensiomniert. Bei uns in der Firma waren als Stützkondensatoren an
5V nur Tantals mit 35V erlaubt!
Oder der Tantal ist falsch gepolt: die Bezeichnung ist manchmal etwas
verwirrend. Und sie gehen bei Falschpolung nicht unbedingt gleich
kaputt!
Besser: Alu-Elkos und/oder Keramik-Cs
Gruß Dietrich
sicher das die eine Polung haben? Da ist mir nichts aufgefallen, sah so
aus wie bei den keros.
Ist halt auch komisch das zweimal der Gleiche bei 7805 geknallt hat,
denn ich würde behaupten der kleine Drucksensor stellt so gut wie keine
Last dar im Vergleich zum Relais am 7812
.
>dürfen als Stützkondensatoren>normalerweise gar nicht benutzt werden
danke für den Tipp das habe ich nirgendwo in der Beschreibung von Tantal
nachlesen können, mein Ziel war hauptsache kein Elko wegen dem
Verschleiß.
Was ist von Folienkondensatoren zu halten, haben die auch ein
"verbotenes" Einsatzgebiet?
ps.: oh sehe gerade die heißen tantal-"elektrolyt" also doch Polung,
aber auf dem stand glaube ich nur die Kapazität drauf und die Beinchen
waren gleich lang :-/
naja muss ich mir nochmal genauer anschauen, vielleicht habe ich das ja
doch übersehen mit der Polung auf dem Ding, da ich in dem irrglauben war
die hätten keine Polung.
Bei dem Bild da steht auf der Gleichen Seite irgendwie + und -, ist da
links jetzt + oder minus? Oder ist der Dicke Streifen nur Zierde und
kein Minus?
>> Stützkondensatoren> Was ist von Folienkondensatoren zu halten, haben die auch ein> "verbotenes" Einsatzgebiet?
Heutzutage i.A. Keramikkondensatoren. X7R, oder wenns sein muß auch X5R.
Gibts durchaus schon mit 10uF und 25V im 1206 Gehäuse.
> Wird das Relais geschaltet so wird das MV geschaltet.> Beim Zurückfallen macht das Relais aber ein komisches leicht kratzendes> Geräusch.> Das kuriose ist, dass sobald das MV abgeklemmt wird vom Relais, das das> Relais dann wieder ein ganz "normales klack" beim Zurückfallen abgibt.
Für mich sieht das nach einbrechender Betriebsspannung aus. Wenn das MV
abgeschaltet wird, steigt die Spannung und die Relaisansteuerung hat
mehr Spannung zur Verfügung > das Relais zieht etwas wieder an > die
Spannung fällt wieder etwas usw.
Beim Einschalten des MV tritt ein solcher Effekt nicht auf, weil die
Abfallspannung des Relais deutlich unterhalb der Anzugsspannung liegt.
Schau dir mal die Betriebsspannungen mit den Oszi an.
so einen Luxus wie Oszi habe ich leider nicht zur Verfügung.
Dann scheint es ein blödes Relais zu sein von Omron, da der Effekt bei
identischer Schaltung nur mit anderem Relais nicht auftritt
>mehr Spannung zur Verfügung > das Relais zieht etwas wieder an > die>Spannung fällt wieder etwas usw.
das könnte sein, da es subjektiv fast wie ein doppel klack beim Abfallen
klingt
> das könnte sein, da es subjektiv fast wie ein doppel klack beim Abfallen> klingt> Dann scheint es ein blödes Relais zu sein von Omron, da der Effekt bei> identischer Schaltung nur mit anderem Relais nicht auftritt
Wenn es so ist wie oben beschrieben, dann liegt es nicht am Relais,
sondern an falscher Schaltungsdimensionierung. Du hast mit dem anderen
Relais wegen ein wenig anderer Eigenschaften nur Glück gehabt.
>"Wenn es so ist wie oben beschrieben, dann liegt es nicht am Relais,>sondern an falscher Schaltungsdimensionierung"
hm? erstens hat die Transientenanalyse nichts gezeigt und zweitens wird
an den Optos jeweils digital aufgezeichnet -per zählmodul+software am
einen, per lcd zähler am anderen, auch dort nur ist immer nur 1
Signal...
Wenn du mir sagst wo da was falsch ist, dann könnte ich dir das
vielleicht glauben ;-)
> per lcd zähler am anderen, auch dort nur ist immer nur 1 Signal...
Ja und? Das sagt doch gar nichts aus, weil von einer anderen
Treiberstufe mit anderen Pegeln gesteuert! Wenn du da ein für dieses
Problem verwertbares Signal haben willst, musst du die Optokoppler mit
dem Relais schalten!
> Wenn du mir sagst wo da was falsch ist, dann könnte ich dir das> vielleicht glauben ;-)
Du sitzt doch vor der Kiste und hast meinen Hinweis nichtmal geprüft.
Wie soll man so von hier den Fehler finden. Außerdem ist in der
Schaltung gar kein Relais zu sehen. Falls das Ding im Kollektor des
Darlington eins sein soll, wundert mich die Fehlfunktion nicht, weil der
noch nicht mal 0,5mA Basisstrom bekommt.
ja sorry das sollte jetzt nicht pissig klingen :/
nur habe ich schon gesagt das ich sowas wie ein Oszi nicht zur Verfügung
habe...
Die Relais sehen in der Sim alle so aus...
Ich kenn mich auch nicht so aus das ich den Zusammenhang sehe:
> wenn das MV abgeschaltet wird, steigt die Spannung und die> Relaisansteuerung hat mehr Spannung zur Verfügung
wenn das MV abgeschaltet wird ist doch die Ursache das das Relais vorher
zurückgeschaltet hat und den Stromkreis der MV Versorgung unterbrochen
hat.
Das Relais wird zurückgeschaltet weil der Komparator zurück geschaltet
hat.
Ich verstehe da nicht so ganz wieso durch etwas mehr Spannung direkt
wieder der Schwellenwert des Komparators überschritten werden sollte.
Wenn das der Fall wäre, dann würden aber auch die Optos anspringen da
der andere Trans schalten würde.
Einerseits ist das nur ein kleines 7W MV an einem relativ starken 24V
Netzteil und andererseits hat der Komparator und Relais den
Spannungsregler und die Kondensatoren wie den 100uF den ich direkt am
Relais platziert habe.
Ich freue mich wenn mir da jmd was erläutern kann oder eine Ursache
erklärt. Nach der ganzen Arbeit die ich da als Laie reingesteckt habe
und mir dann jmd sagt das ist nur Glück, ist falsch -dann trifft mich
das :-)
Was ist denn falsch dimensioniert R15?
Ich bin ja auch nicht sicher das das Relais zweimal klackt, es könnte
halt nur subjektiv gesehen so sein. Es klingt halt seltsam und könnte
evtl auch ein sehr schnelles Doppelklack sein mit Fantasie. Es klingt
ehr etwas "kratzig", wohingegen beim anderen Relais Anziehen und
Abfallen sehr "sauber" klingen.
Gruß