Schaltnetzteil von Kondensator mit Spannungsregler entkoppeln?

OP #7122663
Lesenswert?

Hallo,

ein Schaltnetzteil (Traco TMM24) soll eine Analogschaltung mit +-12V 
versorgen. Der Ripple vom Netzteil wird mit einem Pi-Filter + 7812 / 
7912 gefiltert, das klappt gut. Nun ist es so dass die Analogschaltung 
so gute 800uF an Stützkondensatoren pro Rail mitbringt, laut Datenblatt 
vom SMPS sind maximal 330uF erlaubt. Vor dem Regler hängen im Pi Filter 
88uF.

Ich glaube das das kein Problem ist weil die Spannungsregler die 
Lastkondensatoren gut genug entkoppeln, andererseits haben die eine 
Strombegrenzung die so bei 1.5A einsetzt, das Netzteil kann nur 800mA 
liefern. Was meint Ihr dazu?

Gruß,
Jan
Gast #7122890
Lesenswert?

Jan K. schrieb:
> Ich glaube das das kein Problem ist weil die Spannungsregler die
> Lastkondensatoren gut genug entkoppeln,

Sicher auch das PI Filter... aber dessen Dimensionierung und den
Gesamtaufbau zw. SNT und Last (Abschätzung Parasiten), sowie die
genaue Art der Last, hast Du leider alles völlig ausgelassen.

> andererseits haben die eine
> Strombegrenzung die so bei 1.5A einsetzt,

Und das Datenblatt der verwendeten Dreibeiner fehlt ebenfalls. Das
Datenblatt des SNT könntest Du ebenfalls verlinken oder anhängen.
OP #7123090
Lesenswert?

>Sicher auch das PI Filter... aber dessen Dimensionierung und den
>Gesamtaufbau zw. SNT und Last (Abschätzung Parasiten), sowie die
>genaue Art der Last, hast Du leider alles völlig ausgelassen.

Das Pi-Filter sind 2 22uF MLCCs direkt nach dem SMPS, eine 100uH 
Induktivität und nochmal 2 22uF MLCCs. Natürlich in jeder Rail.

Die Last sind ein Haufen OPVs, nichts besonderes. Zieht im Leerlauf 
140mA, unter vollast ca. 700mA.

Datenblatt SMPS: (TMM24215)

https://www.tracopower.com/de/deu/series/tmm-24

Spannungsregler haben sich geändert, 78xx / 79xx wird knapp wegen 
Dropout. Es sind jetzt 317/337 auf 11V am Ausgang eingestellt

https://www.ti.com/lit/ds/symlink/lm137.pdf?ts=1657442001230
https://www.ti.com/lit/gpn/lm317

>Der Hersteller wird wohl nicht umsonst solche Angaben machen.
>
>"Max. capacitive load
>
>±15 VDC model:
>330 μF
>(each output)"
>
>
>sonst
>
>
>"Current limitation    above 105 % of rated output current.    hiccup,
>auto recovery"

Ja, das ist klar. Die Frage ist wie sich das verhält mit den 
Linearreglern dazwischen. Vor dem Regler sind es 88uF, siehe oben.

Gruß,
Jan
#7124174
Lesenswert?

Du könntest eine simple Strombegrenzung in jeden Rail packen, vor dem 
Linearregler. Verliert halt nochmal ~0.6V bei 800mA, musst du wissen ob 
der Rest dann noch ausreicht.

Im Anhang für den negativen Rail, für den positiven entsprechend 
"invertieren", also P-Kanal, PNP.

Der Shunt R3 muss (zumindest kurzzeitig) ~ 500mW ertragen. 
Parallelschaltung von zwei ¼ Watt-Widerlingen sollte reichen.

Der FET ist vmtl. way overpowered, such dir selber was passendes kleines 
raus.
Angehängte Dateien:
OP #7124214
Lesenswert?

>Der Linearregler hat doch eine Strombegrenzung?  Keine Ahnung ob das
>reicht.

317/337 haben eher einen Überstromschutz. Die setzt aber erst bei 1.5A 
ein, das reicht leider nicht.

>Du könntest eine simple Strombegrenzung in jeden Rail packen, vor dem
>Linearregler. Verliert halt nochmal ~0.6V bei 800mA, musst du wissen ob
>der Rest dann noch ausreicht.

Eine sehr gute Idee! Könnte ich im Notfall einige Sekunden nach dem 
einschalten brücken, eben dann wenn die Elkos voll sind. Die 
Ausgangsspannung wird sowieso überwacht.

Ich simuliere mal damit.

Gruß,
Jan

Antwort schreiben

Bitte melde dich an, um einen Beitrag zu schreiben.

oder

Mit Google-Account einloggen

Die Registrierung ist kostenlos und dauert nur eine Minute.

Jetzt registrieren