BTl-Audioverstärker single-ended betreiben?

Gast #5240979
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Ich brauche einen preisgünstigen Verstärker für ein Signal im 
Audiobereich, an die Qualität werden keine sehr hohen Anforderungen 
gestellt (THD<1% genügt). Es steht eine Versorgungsspannung von 3.3V zur 
Verfügung.
Nun gibt es eine Menge integrierter Audioverstärker, die alle nach dem 
gleichen Schema aufgebaut zu sein scheinen: Ein invertierend 
beschalteter Differenzverstärker am Eingang, an dessen Ausgang ein 
weiterer mit Verstärkungsfaktor -1 angeschlossen ist. Der Lautsprecher 
wird dann zwischen die beiden Ausgänge geklemmt.
Ein Beispiel ist hier zu finden:
http://www.st.com/content/ccc/resource/technical/document/datasheet/5a/8c/58/b8/84/2e/42/49/CD00003240.pdf/files/CD00003240.pdf/jcr:content/translations/en.CD00003240.pdf

Nun ist dummerweise mein Verbraucher massebezogen, die Brückenschaltung 
ist daher nicht möglich. Ich frage mich, ob man den Verstärker auch 
single-ended nutzen kann, indem man den Verbraucher über einen 
Kondensator an den Ausgang des zweiten Verstärkers (VOut2) hängt. Der 
erste dient dann nur zur Gegenkopplung.

Könnte das irgendwelche Probleme (Stabilität?) machen? Dass ich 
natürlich nur 1/4 der Leistung entnehmen kann, ist mir klar.
#5241099
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Mike schrieb:

> Nun gibt es eine Menge integrierter Audioverstärker, die alle nach dem
> gleichen Schema aufgebaut zu sein scheinen: Ein invertierend
> beschalteter Differenzverstärker am Eingang, an dessen Ausgang ein
> weiterer mit Verstärkungsfaktor -1 angeschlossen ist. Der Lautsprecher
> wird dann zwischen die beiden Ausgänge geklemmt.

M.E. gibt es wesentlich mehr Verstärker-ICs, die nur einen und
nicht zwei Verstärker enthalten.

> Nun ist dummerweise mein Verbraucher massebezogen, die Brückenschaltung
> ist daher nicht möglich. Ich frage mich, ob man den Verstärker auch
> single-ended nutzen kann,

Das ist kein Problem: Du nutzt nur einen der beiden Verstärker
und schliesst an diesen Deinen Lautsprecher über einen Elko an.

> Dass ich natürlich nur 1/4 der Leistung entnehmen kann, ist mir klar.

Da bleibt bei Ub=3,3V nicht viel übrig.
Aber warum nimmst Du nicht gleich den überll erhältlichen LM386?
Gast #5241191
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Matthias S. schrieb:
> Wie wärs mit TDA2822M?

Dieser ist im Datenblatt schon als "Obsolete" gekennzeichnet, wird also 
demnächst auf Rente geschickt.

Harald W. schrieb:
> Da bleibt bei Ub=3,3V nicht viel übrig.
> Aber warum nimmst Du nicht gleich den überll erhältlichen LM386?

Ich brauche nur 1Vpp bei ca. 30 Ohm, das müsste auch mit 3.3V gehen. Der 
LM386 hat leider eine minimale Betriebsspannung von 4V. Ausserdem 
brauche ich einen Shutdown.
Persönliche Seite #5241265
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Mike schrieb:
> Nun gibt es eine Menge integrierter Audioverstärker, die alle nach dem
> gleichen Schema aufgebaut zu sein scheinen: Ein invertierend
> beschalteter Differenzverstärker am Eingang, an dessen Ausgang ein
> weiterer mit Verstärkungsfaktor -1 angeschlossen ist.

Der LM4906 ist auch so ein Kandidat :)

Mike schrieb:
> Nun ist dummerweise mein Verbraucher massebezogen, die Brückenschaltung
> ist daher nicht möglich.

Ein C an den Ausgang des LM4906 und einen Lautsprecher daran mit dem 
anderen Füßchen auf GND?

Im Schaltbild sieht man eigentlich nur, dass es zwei Ausgänge gibt, aber 
kein Feedback vom Ausgang wieder in Richtung Eingang.

Eigentlich zwingt einen ja niemand, den zweiten invertierten Ausgang zu 
verwenden ...

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