Für einfache Sachen, wo 8bit Mikrocontroller ausreichen, würde ich bei
den kleinen 8bit Typen bleiben. Das betraf bislang 100% meiner
Anwendungen.
Wo diese zu klein sind, würde ich einen ARM basierten 32bit Controller
verwenden. Hab ich bisher noch gar nicht gemacht.
Die Xmega versuchen, die Lücke dazwischen zu füllen - kleiner 8bit Kern
mit sehr vielen Peripherie-Funktionen. Ich halte die Chips für
überflüssig. Sie sind teuer und ihre Programmierung ist so Aufwändig, da
kann man gleich auf ARM umsteigen. Die können noch mehr und sind
billiger.
Das ist wie bei diesen High-End Tablets, z.B. dem 900 Euro teuren
Surface Pro 4 - nichts halbes und nichts ganzes. Für typische Tablet
Anwendungen ist es zu groß, zu teuer und zu schwer. Für typische
Büroaufgaben ist es zu klein und es fehlt eine ordentliche Tastatur. Für
die Anwendungen dazwischen eignen sich halb so teure Laptops meist
besser.
> Lohnt es sich langsam auf was neues zu gehen?
Ich denke schon, dass man die 8bit AVR's noch lange einsetzen kann und
sollte, solange sie halt verfügbar sind und nicht noch teurer werden.
Wenn du umsteigst, dann mach es schnell - also direkt auf 32bit ARM. Den
langsamen Übergang über Xmega würde ich nicht gehen. Bei denen befürchte
ich übrigens viel eher Lieferschwierigkeiten, als bei ATtiny85 und
ATmega328P.
Apropos Umsteig: Das ist keine Religion. Du darfst auch 8bit und 32bit
Controller gleichzeitig mögen und sogar miteinander kombinieren!