Hallo zusammen,
ich möchte mir eine neue Lötstation zulegen, im Focus sind die Weller WX
oder eine JBC.
Hat schon mal jemand die beiden miteinander vergleichen können und ist
der Mehrpreis für die WX gerechtfertigt?
Hatte bisher nur mal kurz eine WX mit passendem Lötkolben. Die sind
schon deutlich besser als die WD, aber der Vergleich zu JBC fehlt mit
eben.
Ich persönlich habe eine WX mit WXMP, WXMT und WXP Lötkolben. Wenn es
sich auch um eine hochwertige Lötstation handelt, kann ich einige Sachen
nicht verstehen:
- Steckverbinder zur Station sehr hakelig und eher minderwertiger
Eindruck
- Auslieferung mit Software 0.x, d.h. Bananenprodukt. Teilweise Verlust
von eingestellten Parametern
- Auflage vom WXMP aus nicht hitzefesten Material. D.h. bei Ablage ohne
hinschauen schmaucht die Ablage und man hat Kunststoff an der Spitze.
Weller-Support sagt mir zu diesem Problem durch die Blume, ich sei zu
dumm, das müsste so sein. Darüber hinaus bietet die Auflage keinen
Seitenhalt, wackelt man minimal am Kabel liegt der Kolben daneben. Das
habe ich jetzt nicht moniert, wahrscheinlich auch mein Fehler.
Klagen auf hohem Niveau, aber das Ding hat ja auch seinen Preis.
Zum eigentlichen Vergleich mit der JBC: ebenfalls eine sehr hochwertige
Station, da kommt es schon fast auf persönlichen Geschmack an
leading engineer schrieb:> aber der Vergleich zu JBC fehlt mit> eben.
Bei Weidinger hatte ich seinerzeit eine JBC für 10 Tage zum Testen
bekommen.
Ein solides Teil, was ich nicht mehr missen möchte. Wellerzeug sehe ich
mir nicht mehr an.
Ich kann von der WX nur abraten.
die m.E.n. letzte gute Lötstation von Weller war die WS81.
Das Problem mit dem nicht hitzebeständigen Kunststoff kann ich
bestätigen, das stinkt wirklich übelst wenn man mit der Spitze an die
Auflage kommt. Das kann nicht gesund sein!
Auch das Problem mit den Stecker ist bei mir zu gegen. ich habe
zwischenzeitlich den dritten Lötkolben (WXMP). Die Lötpinzette ist noch
original, aber auch hier hatten wir in der Abteilung schon genügend
Ausfälle am Stecker.
Das wirklich größte Problem:
Im Lötkolben ist ein (Beschleunigungs-???)Sensoren verbaut welcher
erkennt, wenn man den Lötkolben aus der Ablage heraus nimmt. Erst dann
beginnt der Kolben zu heitzen.
Das Problem ist, dass dieser Sensor sehr sehr sehr unempfindlich ist.
Ich habe mir mittlerweile schon angewöhnt den Lötkolben erst zu
schütteln wenn ich ihn aus der Ablage nehme und etwas löten möchte.
Beim Vorgängermodell WD waren wenigstens noch Magnetschalter verbaut,
aber HiTech-Sensoren in der WX, die dann nicht funktionieren, sind
schlicht Kanonen auf Spatzen!!
Im Schnitt benötige ich bei regelmäßigen aber nicht täglichem Gebrauch
ca. alle 4...5 Monate eine neue Lötspitze, das geht eigentlich auch
garnicht. Zuvor hatte ich eine WS81 da musste ich auf deren Lebenszeit
glaub 2 oder 3 mal die Spitze tauschen.
Weller hält sich hier sehr bedeckt bzgl. der Qualität. man bekommt
teilweise aus Kulanz neue Lötspitzen im Austausch, das kommt vermutlich
aber auch ein wenig auf die Größe deiner Firma und auf den
Weller-Vertreter in deiner Region an...
Der Weller-support behauptet dass die Lötspitzen kaputt gehen weil wir
bei eingeschalteter Station angeblich die Spitzen tauschen würden, das
ist aber nicht der Fall!!!
Ob die JBC besser ist kann ich nicht sagen, aber die Weller ist sehr
unpraktisch und arbeitsbehindernd!
Einige meiner Kollegen haben von Zuhause eine alte WECP oder eine
ERSA-Station mitgebracht, ist aber auch keine endgültige Lösung... :-(
Jeffrey Lebowski schrieb:> Der Weller-support behauptet dass die Lötspitzen kaputt gehen weil wir> bei eingeschalteter Station angeblich die Spitzen tauschen würden, das> ist aber nicht der Fall!!!
Das mach ich bei meiner JBC immer so - warum ausschalten?
> Ob die JBC besser ist kann ich nicht sagen, aber die Weller ist sehr> unpraktisch und arbeitsbehindernd!
Naja, dann würde ich sagen die JBC ist besser... Praktisch und
arbeitserleichernd.
Martin schrieb:> warum ausschalten?
Keine Ahnung, die Lötspitzen haben einen Stereoklinkenstecker, beim Aus-
und Einstecken überbrückt man ja theoretisch die beiden vorderen
Kontakte. Ich weiß es aber nicht wirklich. Irgendwann mal piepst die
Lötstation und meldet einen Lötspitzenfehler.
http://de.rs-online.com/web/p/lotkolben-spitzen/6109484/
Privat habe ich noch eine WECP-20, die habe ich während meiner
Ausbildung gekauft und würde sie nicht wieder hergeben wollen. Die WX
hat mir einfach zuviele Macken...
Das mit den Beschleunigungssensoren ist mir persönlich etwas zu negativ
dargestellt, bei mir funktioniert das recht zuverlässig. Wahrscheinlich
wäre ein Magnetfeldsensor die bessere und einfachere Option gewesen, da
hast Du Recht. Wenn einem das Verhalten nicht passt kann man das ja
einfach herauskonfigurieren.
Erhöhten Lötspitzenverschleiss kann ich ebenfalls nicht feststellen, das
ist für mich noch immer vergleichbar mit den alten Serien.
Auf jeden Fall hätte Weller für den hohen Preis etwas Besseres abliefern
müssen, so viel steht fest. Wie gesagt, das sind alles Probleme auf
einem sehr hohen Niveau, eine Rechtfertigung für eine Billigstation ist
das nicht. Die würde mir trotzdem nicht auf den Tisch kommen.
Ich habe mir noch einmal Gedanken gemacht über Deinen
Lötspitzen-Verbrauch. Wenn du sagst, Du hättest dir angewöhnt vor jedem
Lötvorgang den Lötkolben zu schütteln dann ist dein Timeout zu kurz.
Sinn und Zweck der Abschaltung ist ja eine Schonung bei längerer
Nichtbenutzung. Wenn der Lötkolben jedesmal neu aufheizen muss, weil das
Timeout sehr kurz ist, geht das natürlich stark aufs Material.
Jeffrey Lebowski schrieb:> Keine Ahnung, die Lötspitzen haben einen Stereoklinkenstecker, beim Aus-> und Einstecken überbrückt man ja theoretisch die beiden vorderen> Kontakte. Ich weiß es aber nicht wirklich. Irgendwann mal piepst die> Lötstation und meldet einen Lötspitzenfehler.
Nicht gerade zeitgemäß. Haben JBC Lötstationen schon vor über 10 Jahren
beherrscht.
Harald schrieb:> Wahrscheinlich> wäre ein Magnetfeldsensor die bessere und einfachere Option gewesen
Oder einfach eine elektrische Abfrage wie bei der JBC. Einzige
vernünftige Begründung für eine andere Lösung wäre wohl ein Patent
seitens JBC.
Harald schrieb:> dann ist dein Timeout zu kurz.> Sinn und Zweck der Abschaltung ist ja eine Schonung bei längerer> Nichtbenutzung. Wenn der Lötkolben jedesmal neu aufheizen muss, weil das> Timeout sehr kurz ist, geht das natürlich stark aufs Material.
Die JBC Spitzen halten gefühlt "ewig", ganz ohne Timeout (zumindest
für's Zurückfahren der Leistung).
Wäre mal wirklich interessant etwas aus der Weller-Entwicklung dazu
(Qualität, "undurchdacht" erscheinende Funktionen) zu hören. Sich auf
den Lorbeeren vergangener Jahre auszuruhen kann ja kein Erfolgsplan
sein..
Martin schrieb:> Jeffrey Lebowski schrieb:>> Der Weller-support behauptet dass die Lötspitzen kaputt gehen weil wir>> bei eingeschalteter Station angeblich die Spitzen tauschen würden, das>> ist aber nicht der Fall!!!>> Das mach ich bei meiner JBC immer so - warum ausschalten?
Soweit ich weiß ist dies dort auch explizit so vorgesehen, zumindest hat
die JBC die ich mal in der Hand hatte sofort die Heizung abgeschaltet
sobald ich mit der Spitze den Auszieher berührte.
Wobei man bei Weller keinen "Auszieher" benötigt, man kann die Spitze
einfach am Gummigriff heben und abziehen. Ich hab ja oben mal nen link
zu rs-online gepostet, da sieht man das.
Sicher hätte man aus der Lötstation etwas sehr hochwertiges machen
können, aber gerade solche Fehler wie dass man bei der Ablage kein
Hitzebeständiges Gummi verwendet zeigt mir doch, dass Weller dieses
Produkt nicht zuende gedacht und getestet hat.
Wie kann sowas passieren!? Schonmal einen Backofen gesehen bei dem das
Backblech oder dessen Führungsschiene nicht Hitzebeständig ist!?
Und die Stecker, naja - da hat man eben Geld sparen wollen!
Sowas passiert, keine Frage!
Auch in anderen Firmen wird in der Entwicklungsphase etwas für gut
befunden, wo dann später aufgrund von Sparmaßnahmen ander Litzen
verwendet werden die dann nicht mehr satt im Crimpkontakt des Steckers
sitzen oder wo einfach das Steckergehäuse von Lumberg oder Hirschmann
auf 50ct China umgestellt wird - aber dann muss man sowas testen!
Fakt ist dass meine alte WS81 während der Arbeit kaum aufgefallen ist,
"die hat halt funktioniert". Die WX dagegen wird fast jeden Tag bemerkt
da sie eben mal wieder rumzickt. Das Preis-Leistungsverhältniss ist
m.M.n. daneben - trotz USB-Anschluß!
>Das Preis-Leistungsverhältniss ist m.M.n. daneben - trotz USB-Anschluß!
Muss ich Dir Recht geben!
Die Sache mit dem USB Anschluss habe ich nicht so ganz verstanden, das
macht ja höchstens Sinn, wenn man zig Lötplätze zu verwalten hätte. Und
genau dann wäre Ethernet sinnvoll. Wer wollte denn dann mit einem
Notebook umherzuckeln...
Harald schrieb:> Die Sache mit dem USB Anschluss habe ich nicht so ganz verstanden, das> macht ja höchstens Sinn, wenn man zig Lötplätze zu verwalten hätte.
Naja, es gibt ja schon so USB-Kaffeetassenwärmer, vielleicht wollten
sie dem nicht nachstehen und einen USB-Lötkolben anbieten. :-)
Jeffrey Lebowski schrieb:> Wobei man bei Weller keinen "Auszieher" benötigt, man kann die Spitze> einfach am Gummigriff heben und abziehen. Ich hab ja oben mal nen link> zu rs-online gepostet, da sieht man das.
Ich habe beides probiert und kann sagen, dass der Abzieher schneller
funktioniert. Ein "Wisch" mit dem Kolben und die Lötspitze ist drin oder
draussen, ohne lange mit beiden Händen rumzufummeln, etc. Geht einhändig
und schnell.
Jeffrey Lebowski schrieb:> Sicher hätte man aus der Lötstation etwas sehr hochwertiges machen> können, aber gerade solche Fehler wie dass man bei der Ablage kein> Hitzebeständiges Gummi verwendet zeigt mir doch, dass Weller dieses> Produkt nicht zuende gedacht und getestet hat.
Richtig. Vor allem, da es ja weniger um "hochwertig" als schlicht
Industrietauglich geht. Da liefern andere Hersteller für ähnliches Geld
deutlich besseres ab.
> Ich kann von der WX nur abraten.> die m.E.n. letzte gute Lötstation von Weller war die WS81.
Das ist ziemlich genau auch mein Eindruck. Eventuell von dem Teil mit
Schutzgas mal abgesehen. (WAD101IG)
Die ganzen Loetstationen heute werden immer fetter, brauchen bergeweise
Knoepfe, USB-Anschluss, firmwareupdates, kosten vierstellig. Aber die
Mechanik geht steil bergab.
Das einzige was ich brauche ist eine solide Mechanik, einen Einschalter
und vielleicht noch einen Drehknopf fuer die Temperatur. Der Rest ist
firlefanz.
Und was ich z.B ganz bestimmt nicht brauche das ist eine automatische
Abschaltung. Es gab mal Zeiten da kostete eine Weller Loetspitze 6-7DM
und hielt mehrere Jahre. Heute kosten Loetspitzen ein vielfaches und
muessen geschont werden? Wo leb ich denn? Heute hab mich wieder einen
halben Tag mit dem Rotz vom Metcal rumaergern muessen. Jedesmal wenn man
den Loetkolben aus der Station nimmt, erstmal 1-2s warten bis er warm
ist. Ich glaub das ist ein Beamtenloetkolben. Und Spitzenwechsel mit nem
Schlabberlatz fuer Schluempfe. ARGH! Wie kann man so einen Scheiss
verkaufen.
Olaf
Du hättest halt gleich eine JBC kaufen sollen...
Deren Ingenieure haben sich was dabei gedacht bei ihrer Konstruktion.
Und die Lötspitzen sind so haltbar, da kann man bei ebay sogar
gebrauchte unbesorgt kaufen und mit Freude im Hobby benutzen.
> Du hättest halt gleich eine JBC kaufen sollen...
Nein danke. Die kenne ich und halte ich auch fuer ueberschaetzt. Ich hab
eine WS81 am Schreibtisch und das reicht. Aber man ist ja nicht immer an
seinem Schreibtisch....
Olaf
Olaf schrieb:>> Ich kann von der WX nur abraten.>> die m.E.n. letzte gute Lötstation von Weller war die WS81.>
Ich will keine Lobhudelei lostreten, aber:
Die WX hat ein paar Mängel, aber so überzogen würde ich das nicht
darstellen wollen. Ich kenne und arbeite mit Beiden.
> Das ist ziemlich genau auch mein Eindruck. Eventuell von dem Teil mit> Schutzgas mal abgesehen. (WAD101IG)>> Die ganzen Loetstationen heute werden immer fetter, brauchen bergeweise> Knoepfe, USB-Anschluss, firmwareupdates, kosten vierstellig. Aber die> Mechanik geht steil bergab.
Die WXMP z.B. ist, wie ich bereits oben schrieb, sehr beindruckend. Also
Entwicklung geht weiter!
>> Das einzige was ich brauche ist eine solide Mechanik, einen Einschalter> und vielleicht noch einen Drehknopf fuer die Temperatur. Der Rest ist> firlefanz.>
Ist gegeben. So kann man das Bedieninterface in erster Linie nutzen.
Alle weiteren Einstellungen sind dann schon sinnvoll versteckter.
> Und was ich z.B ganz bestimmt nicht brauche das ist eine automatische> Abschaltung.
Die ist OPTIONAL abschaltbar, OPTIONAL automatisch.
> Es gab mal Zeiten da kostete eine Weller Loetspitze 6-7DM> und hielt mehrere Jahre. Heute kosten Loetspitzen ein vielfaches und> muessen geschont werden?
S.o., die Abschaltung dient nicht der Schonung. Die Spitzen sind noch
immer sehr sehr gut. Die feinsten Spitzen sind halt empfindlich, so
feine Spitzen gibt es für die WX81 garnicht. Wenn man die als
Montierhebel misbraucht, dann kann das schon auf die Lebensdauer gehen.
> Wo leb ich denn? Heute hab mich wieder einen> halben Tag mit dem Rotz vom Metcal rumaergern muessen. Jedesmal wenn man> den Loetkolben aus der Station nimmt, erstmal 1-2s warten bis er warm> ist. Ich glaub das ist ein Beamtenloetkolben. Und Spitzenwechsel mit nem> Schlabberlatz fuer Schluempfe. ARGH! Wie kann man so einen Scheiss> verkaufen.
Ok, ab hier Metcal, oben ging es aber nich um die Weller, oder?
>> Olaf
ich denke das hier soll sicher kein "Weller-Bashing-Thread" werden, aber
ich kann die oben genannten Fehler bei der WX2 bestätigen.
Ich bin vor ca. 1 Jahr von der WD2 auf die WX2 umgestiegen. Bei der WD2
hatte ich mehrmals das Problem dass das Kabel oben am Lötkolben
gebrochen ist. Darauf hin habe ich bei meinem Chef eine WX2 beantragt.
Das mit dem Kabelbruch am Lötkolben hat Weller bei der WX nun im Griff,
dafür stört mich aber auch der unempfindliche Beschleunigungssensor im
WXMP. Seit einem halben Jahr habe ich nun eine neue Basisstation da die
alte auch das genannte Problem mit dem Wackelkontakt am Stecker hatte.
Dabei fiel mir auf dass die Firmware neuer ist. die alte Station hatte
"irgendwas" mit 0.3x, die neue Station hat nun 0.63 - hier kann man
schon die Empfindlichkeit der Lötkolben im Menü einstellen - dadurch hat
es sich etwas gebessert, aber auch mit dieser Firmware ist es für mich
noch zu unempfindlich.
Neue Kollegen bekommen bei uns gleich die WX, die WD wird anscheinend
(so wie ich das verstanden habe) nicht mehr verkauft.
Prinzipiell ist die WX2 ein viel Diskutiertes Thema in unserer
Abteilung, auch oder gerade "weil" bei uns auch die Spitzen relativ oft
ausfallen.
Das Argument dass die Abschaltung optional ist, lasse ich nur teilweise
gelten. Weller hat diese Funktion im Auslieferungszustand aktiviert -
dann muss es auch funktionieren!
Als Hardwareentwickler lötet man nich ununterbrochen, mein Arbeitsprofil
sieht eher so aus dass ich teilweise sehr viel löte und die Station
garnicht in den Standby geht oder aber dass ich eher am µC softe und
dann die Lötstation nur gelegentlich benötige um irgendwo ein Käbelchen
anzulöten, dann benötige ich die Lötstation vlt. 4x über den ganzen Tag.
Dass das tägliche Arbeitsgerät im Betrieb auf sich aufmerksam macht darf
eigentlich nicht sein, privat würde man soetwas wohl eher nicht kaufen.
Beruflich bekommt man eben das was Firmenstandard ist, und das ist eben
seit vielen Jahren Weller.
Wenn man das hier so alles ließt muss Weller aber aufpassen dass sie
diesen Trumpf nicht verspielen.
Ob wir nun wirklich im ganzen Unternehmen von WECP auf WX umstellen wird
sich zeigen. Man ist natürlich von den unkaputtbaren WECP-Station etwas
verwöhnt, die Lötpinzetten haben aber auch ihren Vorteil, ein Blick zu
JBC oder Ersa könnte sich aber vielleicht lohnen...
Christoph schrieb:> Wenn man das hier so alles ließt muss Weller aber aufpassen dass sie> diesen Trumpf nicht verspielen.>
100% einverstanden!
> ein Blick zu> JBC oder Ersa könnte sich aber vielleicht lohnen...
Ebenfalls 100% einverstanden!
Ich hatte mich nur zu den Aussagen von Olaf geäußert, da sie mir leicht
überzogen erschienen. Es sollte nicht der Eindruck entstehen, die WX sei
der letzte Schrott. Ich meine, hier lesen ja auch Leute, die diese
Station überhaupt nicht kennen.
Kann es eigentlich länger gutgehen, einen Klinkensteccker mit mehreren
10 Watt dauerzubelasten? Wären da nicht andere Steckverbindungen (die
u.U. auch noch kurzschlussfest sind, z.B. Chinch) besser geeignet?
Wir haben bei uns im Labor seit zwei Jahren eine WD und mittlerweile
kommt uns Weller nicht mehr ins Haus.
Vor allem die Pinzetten-Spitzen sind eigentlich immer schon kaputt bevor
man sie verwendet (es heizt immer nur eine Seite).
Die WD war schon mehrfach beim Service, keine Änderung absehbar.
Das Problem ist einfach, dass keiner die Zeit und Muße hat sich
wochenlang mit Händler/Hersteller abzumühen.
Da nimmt man halt eine andere Station.
Offenbar ist genau das die Strategie von Weller, Kunden so lange zu
vertrösten bis die Gewährleistung abgelaufen ist...
maria schrieb:> Vor allem die Pinzetten-Spitzen sind eigentlich immer schon kaputt bevor> man sie verwendet (es heizt immer nur eine Seite).> Die WD war schon mehrfach beim Service, keine Änderung absehbar.
Das ist natürlich nicht OK und schade für euch.
Bei den WX, dich ich im Zugriff habe, funktionieren die Pinzetten sehr
gut und ohne Probleme. Des weiteren sind sie sehr passgenau und um
Klassen besser als bei anderen Produkten, die ich gesehen habe.
Sollte man also nicht verallgemeinern.
> Ich hatte mich nur zu den Aussagen von Olaf geäußert, da sie mir leicht> überzogen erschienen. Es sollte nicht der Eindruck entstehen, die WX sei> der letzte Schrott.
Du meinst das Teil hier:
http://www.smtnet.com/media/images/weller-wx2021.jpg
Wo man bereits im Normalzustand aufpassen muss das man nicht ans Kabel
stoesst damit der Loetkolben nicht aus dem Halter faellt? Und wo ich in
meiner Firma schon zwei Stationen gesehen habe wo der Plastikgnubbel am
Halter verloren gegangen ist? Ich denke da ist Schrott schon eine gute
Bezeichnung.
Wenn man den Kaufpreis bedenkt dann ist das schon eine Unverschaemtheit.
Und es ist ja nicht so das Weller ein neue chinesische Hinterhofbude ist
die es nicht besser koennen. Man merkt den Geraeten doch deutlich an das
die immer staerker kostenoptimiert werden.
> Vor allem die Pinzetten-Spitzen sind eigentlich immer schon kaputt bevor> man sie verwendet (es heizt immer nur eine Seite).
Das widerum erstaunt mich. Mit den Pinzetten konnte ich noch keine
Probleme beobachten. Zumal die ja auch im vergleich zum Loetkolben eine
sehr geringe Einschaltzeit haben.
Olaf
Ich habe mich auch schon an ähnlich teuren Stationen anderer Hersteller
über Detaillösungen geärgert. Besonders bei Ersa kann ich so manches
Detail nicht nachvollziehen. Die Logik, deshalb einen Artikel zum
totalen Schrott zu verdonnern erschließt sich mir nicht.
Natürlich kann Weller das besser, aber z.B. die kleine Auflagefläche des
Lötkolbens ist ganz bestimmt nicht aus Gründen der Materialersparnis von
2 Cent so konstruiert worden. Das ist ganz einfach nur falsch
konstruiert. Genau so, wie die Tatsache, dass sich eben dieser Halter
einfach ablöst und abhanden kommt. Ganz ehrlich, das ist doch kein
Kostendruck.
Das Gehäuse der Basis kann man ja sehr leicht öffnen (nur die beiden
Klammern hinten lösen (dauert 10 sec)). Schau Dir mal den Innenaufbau an
und überlege noch einmal, ob das alles wirklich auf wahnsinnigen
Kostendruck hin optimiert ist.
Aber Geschmäcker sind halt verschieden, ich bin ab jetzt raus aus diesem
Thread.
Uns ist auch klar, dass man mit Verallgemeinerungen aufpassen muss,
Aber der wirklich entscheidende Punkt ist, dass es Weller nicht schafft
das Teil zu reparieren oder auszutauschen.
Das Weller-Zeug scheint ja professionellen Ansprüchen gar nicht gerecht
zu werden.
Harald schrieb:> Nachtrag, was Positives:> Der Wärmenachschub der kleinen WXMP ist beeindruckend.
Der Punkt ist eigentlich der interessanteste, das hat mich an den Weller
WX beeindruckt, hier ging deutlich mehr als bei denn WD (Und erst recht
bei diversen Chinakrachern). Gerade im Hinblick auf gut Kühlende
Masseflächen ist das richtig was wert!
Wird dann wohl eher auf eine JBC CD-2BC rauslaufen, die kostet nur etwa
die Hälfte einer vergleichbaren WX2 mit Lötkolben.
> Das Weller-Zeug scheint ja professionellen Ansprüchen gar> nicht gerecht zu werden.
Das wuerde ich nicht verallgemeinern. Sie haben auch ein paar gute
Sachen.
Das loeten unter Schutzgas mit einer WAD101IG ist zum Beispiel megatoll.
Besonders bleifrei macht damit richtig Spass.
Aber es gibt auch Sachen die sind einfach armselig. Die beknackte Ablage
oben auf dem Photo ist z.B so eine Sache. Und dann wird der Loetkoelben
ja extra fuer feine arbeiten verkauft. Wenn ich am Microskop arbeite und
mal eben den Loetkolben wegstecken will weil ich die Hand fuer was
anderes brauche, dann muss man da jedesmal die Augen vom Microskop
nehmen weil man den Halter niemals blind findet!
Und warum geht das nicht mit den klassichen Haltern eines WS81 oder
WTCP? sie konnten es doch mal. Die Antwort kann doch wohl nur sein das
sie auf Teufel komm raus Geld sparen wollen, denn Mechanik ist
natuerlich immer besonders teuer. Dafuer braucht heute eine Loetstation
ein LCD und einen USB Anschluss? Ich sehe ein Loetkolben als ein
Werkzeug an und nicht als ein Spielzeug zum betuedeln. Und davon bewegen
sich die Loetstationen heute, nicht nur bei Weller, immer mehr weg.
Olaf
Ich hole dieses Thema noch einmal hoch, da bei mir auch aktuell die
Entscheidung ansteht ob Weller WX1 mit WXP120 oder JBC CD-2SC.
Aussehen tut die Weller besser :-p
Spass beiseite vllt. kann der ein oder andere objektiv etwas zu beiden
Stationen sagen. Vielleicht hatte der ein oder andere auch schon beide
in Benutzung.
Danke!
Hallo, auf die letzte Frage von Markus gab es wohl keine Antwort mehr.
Das Thema wird nicht nur für mich auch noch nach 2 Jahren aktuell sein.
Stehe ebenfalls vor der Frage Weller WX1/WX2 oder JBC CD 2BE Kit.
Weller Innenleben
https://www.youtube.com/watch?v=6F1Fx0vjU5M
Zwar eine WX2 aber sollte vom Eindruck her passen:
https://macgyver.fablab.fau.de/~em41ykam/unikram/Weller%20WX2%20teardown/
JBC Innenleben, leicht anderes Modell aber gleiche Bauart:
https://www.youtube.com/watch?v=PjEYI5WsLBI
Die JBC CD 2BE gibt es für 400.- eine Weller kostet als WX1012 Kit mit
demWXP65 Kolben 660.-
Ja das ist ein deutlicher Unterschied, daher hier mal meine Pro-Con
Liste:
Weller
+ Gute Versorgung an Geräten und Ersatzteilen, Zubehör kann über etliche
Händler schnell bezogen werden.
+ Station selber macht guten Eindruck vom Innenleben
+ Stecker vorne und rastet ein
+ Ich kann für mehr Leistung WXP 120 und WXP 200 nachkaufen (ggf. dann
direkt die WX2 Station) wobei die Kolben mit Ablage über 200.- kosten.
o Das Standbythema hat sich wohl per Software gelöst, man kann es nun
einstellen, aber ist natürlich anfälliger als elektrischer Kontakt wie
bei JBC.
- Silverline hat das Heizelement nicht direkt in der Spitze dafür muss
man dann WXMP Kolben nehmen (max. 55W).
- Spitzenwechsel bei Silverline wohl nicht so einfach, dafür müsste man
dann die WX2 und einen zweiten Kolben nehmen (Gesamtkosten gehen dann
Richtung 1000.-)
JBC
+ Spitzenwechsel gut gelöst und einfach, brauche ich aber nicht
unbedingt, da ich Zeit habe.
+ Aufheizzeit und Standby klasse gelöst und über den Kontakt zur
Metallablage sicher und die Metallablage überzeugt!
- Bezug in Deutschland nur über 2 Händler die auch an privat verkaufen.
- Spitzen zwar bei eBay aber da bin ich dann auf das was abverkauft wird
angewiesen, neuerdings auch über Händler zu beziehen.
Gibt es derweil neue Erfahrungen von Weller WX Nutzern oder Leuten die
beides schonmal probiert haben? Die üblichen Antworten "nimm JBC" von
den Fanboys brauche ich nicht.... ;-)
Cheers
Ralph
Unter Inkaufnahme des Risikos, von dir als Fanboy abgestempelt zu werden
;-) :
Hatte vor ein paar Jahren die Erfahrung machen dürfen, mit einer WX2 mit
WXMP arbeiten zu dürfen, und kann die o. a. Kritikpunkte voll
bestätigen:
- Stecker und Lötkolbenzuleitung machen alles andere als einen robusten,
auf hohe Lebenserwartung ausgelegten Eindruck - erwartet man eher von
Stationen a la "LS50"
- Verdreh-/Verlierbarkeit des Kunststoffteils, auf dem der Lötkolben zu
liegen kommt (Konstruktiver Fehler - da die Metallstange ohnehin
abgekröpft ist, geht es mir nicht in den Kopf, warum man nicht auch hier
vor dem Umspritzen eine Verkröpfung anbrachte - ist kostenneutral und
hätte diesem Problem sicher vorgebeugt)
- Lötkolbenablage aus Thermoplast (!) - Ebenfalls gravierende
Designmacke. Keine Ahnung, was man rauchen muss, um auf sowas zu kommen.
Stattdessen erscheint das Design der Lötkolbenablage unnötigerweise viel
zu kompliziert - wiederum; keine Ahnung, wie man auf sowas kommt.
In Summe scheint Weller all das, was sie bei den "guten alten" Stationen
lernten, vergessen zu haben - ob das mit der Übernahme durch Cooper
zusammenhängt (bzw. zeitlich überhaupt zusammenhängen kann), kann ich
gerade nicht sagen (zu faul zum Recherchieren).
Ansonsten - das Löterlebnis an sich war okay. Nichts sonderlich
Besonderes - sowohl im positiven als auch im negativen Sinn.
Im Gegensatz dazu ist das Arbeiten mit einer JBC BT-2BWA mit T245
(besitzt ein Bekannter - ich selbst bin bis heute lediglich stolzer
Besitzer einer Weller WECP mit LR-21) deutlich angenehmer; die ganze
Station (Stecker, Kabel, Lötkolbenablage, Spitzenwechsel usw.) wirkt
nicht nur deutlich robuster und durchdachter konstruiert, auch das Löten
geht subjektiv besser von der Hand (Letzteres kann natürlich auch
täuschen - und klar, subjektive Erfahrungen sind natürlich auch immer so
eine Sache).
Zusammengefasst: Wenn ich mir was SMD-Lötmäßiges kaufen wollte, wäre es
definitiv eine JBC - Weller kommt mir nur noch bis einschließlich WSD81
in die Tüte.
Was für ein Kunststoffteil ?
Welche Thermoplast an der Ablage ?
Die ist komplett aus Metall bis auf dem Rand.
Kommt man ja normalerweise nicht mit
dem Lötkolben dran. Es sei denn man ist
grobmotorieker.
Ralph H. schrieb:> Zwar eine WX2 aber sollte vom Eindruck her passen:> https://macgyver.fablab.fau.de/~em41ykam/unikram/Weller%20WX2%20teardown/
Die Layouts von Weller sind ja lustig ;-)
Ja gibt schlimmeres und funktioniert schon - aber stellenweise erkennt
man doch das da jemand keine Ahnung hatte was er da eigentlich macht.
Die JBC schaut da schon wesentlich ordentlicher aus.
DIE eine Stelle?
Wo soll man da anfangen? ;-P
Also sehr schön ist z.B. die Stelle mit dem Quarz, wo zwei Widerstände
direkt auf die Pads vom Quarz gelötet sind - und sogar
Maschienenbestückt und völlig ohne Abstand zum Quarz (die gehören da
eigentlich generell nicht hin egal wie montiert)! EMV Test nicht
bestanden? ;-)
Und sonst:
Riesen Vias - aber mit minimal dünnem Restring.
Sehr wenige GND Vias - und Massefläche völlig zersäbelt.
Abblock Cs alle zu weit weg, viel zu dünne Leiterbahnen und Masse sehr
sehr schlecht angebunden.
Bauteile ziemlich sinnlos auf der Platine verstreut.
Generell könnte man das problemlos auf 1/3 der Fläche unterbringen.
Viele rechte und spitze Winkel (schlecht für die Fertigung) und sehr
sehr seltsam verlegte Leiterbahnen.
Stellenweise Kraut und Rüben.
Hatched Polys (die 80er lassen grüßen) - mit Leiterbahnen
durchgezogen...
Comedy für Entwickler ;-)
Da scheint es wieder Unterschiede zu geben,
wo man sie kauft. Im Ausland oder in Deutschland.
Genauso wie bei den Multimeter.
Hier mal ein Bild von einer die in Deutschland
gekauft wurde. Da sieht es schon anders aus.
Ob man manche Leiterbahnen so führen muß,
wird wohl ein geheimniss der Firma sein.
Aber sonst sieht sie ok aus. Hab schon schlimmeres gesehn.
Hallo und danke schonmal oben für die ausführliche Antwort aus Erfahrung
heraus. Ja die kleinen Probleme der WX1 hatte ich auch schon gelesen, in
Summe für den Hobby Bedarf nicht sooo dramatisch. Aber bin da ganz bei
Dir für das Geld erwarte ich top Qualität.
Zum PCB Review weiter unten, kann ich nicht sagen was da besser ist.
Beides ok, hätte bei der hochgejubelten JBC mehr erwartet, aber Weller
steht scheinbar auch unter US Controlling und Kostendruck...
Willy schrieb:> Hier mal ein Bild von einer die in Deutschland> gekauft wurde. Da sieht es schon anders aus.
Die Platinen sind doch BEIDE in der Station.
Auf der kleineren Platine ist halt weniger drauf daher fällt der
schlechte Stil nicht so auf.
Ralph H. schrieb:> Zum PCB Review weiter unten, kann ich nicht sagen was da besser ist.
Ich erlaube mir ein Urteil darüber da ich beruflich ständig Platinen
entwerfe (da sind dann auch mal 8 Lagen Multilayer Platinen mit BGAs
dabei - daher weiss ich auch, dass es sehr schwer ist ein gutes Layout
auf nur 2 Lagen zu bringen - Weller hats aber nichtmal versucht ;-) ).
Zum PCB Thema, alles korrekt was ihr sagt, bleiben wir beim Scope des
Freds, Löten und die passende Station. solang das Gerät innen ordentlich
dimensioniert ist, keine Sicherheitsmägel aufweist, die Kühlung klappt,
hoffentlich die Schaltung und die gewählten Bauteile zusammen passen und
- ganz wichtig - es optisch innen auch einen guten Eindruck macht, ist
es ok für mich.
Verstehe die Kritik daran und wenn ich das täglich machen würde, hätte
ich auch nen anderen Anspruch. Den habe ich aber bei anderen Themen...
Ich glaube Weller setzt bei diesem Segment ihrer Produkte auf einfaches,
kostengünstiges Design und hat mehr den Fokus auf das look and feel etc.
Trozdem dann meine Frage an die, die damit arbeiten, macht das was aus?
Ich glaube bisher kaum, die Beschwerden kommen eher über Mechanik des
Halters, die Lötspitzenheitung etc.
Bin auf weiter Kommentare mit Erfahrungen gespannt. Ansonsten werde ich
das hier beim - wir sind ja in Frankfurt - Apfelwein ausbembeln ob es
eine WX1/2 mit WXP65 wird oder JBC CD2-BE. Denke halt immer noch das ich
bei der Weller WX 2 mit nem zweiten Kolben mit 120W die passende
Ausstattung habe und wenn ich dann weniger brauche halt die WXMT dazu.
Ralph H. schrieb:> Gibt es derweil neue Erfahrungen von Weller WX Nutzern oder Leuten die> beides schonmal probiert haben? Die üblichen Antworten "nimm JBC" von> den Fanboys brauche ich nicht.... ;-)
Ok, ich bin kein Fanboy, aber nimm trotzdem JBC.
Bei meinem vorherigen Arbeitgeber hatte ich ein JBC CD-2BE Kit. Jetzt
habe ich eine Weller WX2. Im direkten vergleich verliert die Weller in
ALLEN Belangen. Aufheizzeit, Spitzenwechsel, Wärmenachschub, Ablage,
Bedienung, und, und, und...
Es gibt meiner Meinung nach nichts, was für die Weller spricht.
Mit der JBC habe ich damals ohne Probleme einen TO-220-Temperatursensor
an einen 3/4" Messing-Fitting gelötet. Die Weller hat schon Probleme bei
einem DPAK auf einer nicht allzu großen Kupferfläche - da muss man ganz
schön lang rumbraten bis das Zinn schmilzt.
Ralph H. schrieb:> Gibt es derweil neue Erfahrungen von Weller WX Nutzern oder Leuten die> beides schonmal probiert haben? Die üblichen Antworten "nimm JBC" von> den Fanboys brauche ich nicht.... ;-)
Nimm die Weller! Wenn jeder, der dir sagt "nimm die JBC" gleich ein
Fanboy ist, brauchst du darauf nicht zu hören. Du findest hier
zahlreiche Erfahrungsberichte und Begründungen zu den entsprechenden
Aussagen, auch aus Zeiten, als hier kaum jemand was von JBC gehört
hatte. Da kam dann das Argument "Weller ist ja toll und deutsch" von
Leuten, die noch nie was anderes als Weller in der Hand hatten.
Dass die Antwort, dann bei der 100. Anfrage kürzer ausfällt, vor allem,
wenn man mit Leuten zu tun hat, die ohne jegliche Erfahrung ihre
jahrelange Investition in Weller verteidigen müssen, dürfte klar sein.
Ich habe schon mit diversen Stationen von JBC, Metcal, Ersa, Pace,
Hakko, Weller u.A. gearbeitet, darunter auch die WX2.
Wie sich Weller mit dem was sie liefern am Markt halten können, ist mir
völlig schleierhaft. Da brechen dir bei der neuen und kaum benutzten
Station schon Teile vom Halter ab, das Plastik vom Halter (neben dem
beweglichen Teil) verbrutzelt wenn es die Lötspitze nur sieht und halten
will der Lötkolben im Halter eh nicht richtig. Das Touchbedinfeld kann
man lediglich als nett gemeintes Gimmick bezeichnen, der ernsthafte
Nutzen erschließt sich mir gegenüber physikalischen Tasten/ Drehknöpfen
mit mechanischem Feedback nicht.
Zur Regelung und Spitzenlebensdauer ist hier schon genügend geschrieben
(Suche). Das ist bei der WX2 sicher beides besser als bei den
Vorgängerversionen, wird aber immer noch von 10 (20?) Jahre alten JBCs
geschlagen. Und auf die Idee einen Klinkenstecker zur
Leistungsübertragung zu nehmen, muss man auch erst mal kommen. Immerhin
haben sie es nach zig Jahren tatsächlich geschafft sich etwas bei der
Konkurrenz abzuschauen (Spitzen mit integr. Heizelement).
Wie du erkennst, bin ich ziemlich überzeugt von den JBC und eine Weller
käme mir auch nicht ins Haus. Die Hoffnung, dass da noch mal was
konkurrenzfähiges kommt habe ich schon fast aufgegeben. Also, hör nicht
auf Fanboys wie mich, nimm die Weller. Damit kannst du im Gegensatz zu
mir auch deutsche Arbeitsplätze subventionieren. Ich bin dazu nämlich
nicht bereit, wenn kein vernünftiges Produkt raus kommt.
Ralph H. schrieb:> solang das Gerät innen ordentlich> dimensioniert ist, keine Sicherheitsmägel aufweist, die Kühlung klappt,> hoffentlich die Schaltung und die gewählten Bauteile zusammen passen
Naja, wenn das deine "Anforderungen" sind
> - ganz wichtig - es optisch innen auch einen guten Eindruck macht, ist> es ok für mich.
Öhm, ok, alles klar. Wichtigstes Argument, optisch muss es innen gut
aussehen. Da lässt sich ja wirklich drüber streiten bei der Weller, aber
wenn das der für dich wichtigste Punkt ist..
> Verstehe die Kritik daran und wenn ich das täglich machen würde, hätte> ich auch nen anderen Anspruch.
Du möchtest mehr Geld für etwas ausgeben, das geringere Ansprüche
erfüllt?
> Trozdem dann meine Frage an die, die damit arbeiten, macht das was aus?> Ich glaube bisher kaum, die Beschwerden kommen eher über Mechanik des> Halters, die Lötspitzenheitung etc.
Die Sachen die Wichtig sind eben.
> Ich glaube Weller setzt bei diesem Segment ihrer Produkte auf einfaches,> kostengünstiges Design und hat mehr den Fokus auf das look and feel etc.
Ja, "Look and Feel" bedeutet bei der Weller, dass ich die Spitze nicht
blind abglegen, geschweige denn blind und einhändig wechseln kann, dazu
gibt es ein bescheuertes Bedininterface (Touchsensor).
Mal im Ernst: Du stempelts hier andere Leute als Fanboys, wo du doch
selbst der größte in dem Thread bist. Du suchst dir irgendwelche
merkwürdigen Gründe aus, die für die Weller sprechen. Da sind dann die
Platinen, die so aussehen als hätte die die Sekretärin gelayoutet, das
wichtigste Argument für die Lötstation. Und Regelung, Spitzen, Mechanik,
Haptik sind dir eh nicht wichtig.
Also; noch mal knapp: Wenn dir der Aufdruck "Weller" wichtig ist, und
dir das Innenleben gefällt, weil du das Ding immer offen rumstehen hast
(?), nimm doch einfach das WX Ding. Dafür brauchst du hier keine
Absolution einholen, ist dein Geld. Aber deine "Argumentation" mit der
du dich scheinbar noch selbst überzeugen willst, wirkt eher bizarr.
Danke schon mal an alle für die Erfahrungsberichte, ist ja immer sehr
persönlich und man sieht es gut an den Kommentaren :-)
Nur zur Klärung wollte keine Leute als Fanboys abstempeln sondern hatte
das mit einem ;-) gekennzeichnet. Mir ging es nur darum die üblichen
Einzeiler Posts "nimm die xxx" zu vermeiden. Das bringt weder mich noch
andere die mitlesen weiter. Daher klasse das einige Argumente
zusammengetragen wurden.
Ich bin weder pro Weller oder JBC sondern versuche mir ein Bild über die
Vor und Nachteile beider zu machen um dann gemäß meinen Prioritäten zu
entscheiden. Das ich diese hier nicht in Form eines
Anforderungskataloges dargelegt habe, sorry! Mein Eindruck war halt nur
das oft pro JBC geschrieben wird und mir waren die Argumente nicht immer
schlüssig.
>Da sind dann die
Platinen, die so aussehen als hätte die die Sekretärin gelayoutet, das
wichtigste Argument für die Lötstation. Und Regelung, Spitzen, Mechanik,
Haptik sind dir eh nicht wichtig.
Hatte nur die Diskussion oben kommentiert und auch angemerkt das beide
gut aussehen. Mechanik ist mir wichtig, auch der Rest war oben in den +
und - Punkten grob vermerkt. Daher danke für Deine Erfahrungen im ersten
Post, denn die Beschwerden über die Verarbeitung mehren sich....
Die JBC CD2E020 ist heute per GLS angekommen. Die Lieferung kam direkt
von Weidinger, auch das entsprechende Logo klebt an zwei Stellen auf der
Station.
Die Verfügbarkeit im Handel finde ich immer noch schlecht. Es gibt
derweil Batronix die nun JBC neu im Programm haben. Zwei weitere Spitzen
habe ich mir über die Bucht noch dazugeholt.
Das Gerät selber ist schön kompakt und es stört mich zumindest nicht
dass die Kolbenaufnahme an der Station ist, so hat sie halt ihren festen
Platz.
Die Aufnahme - wie oben diskutiert - ist im oberen Teil aus Metall und
der Kolben geht leicht rein und rutscht da nicht mehr aus versehen raus.
Gut gemacht! Auch von unten kommt man nicht aus versehen an die heisse
Spitze und falls Lot abfallen sollte landet es in einer Auffangschale
über der die Spitze schwebt. Simpel gemacht, aber gut durchdacht.
Der Kolben selber liegt gut in der Hand, ist schön klein und der Abstand
vom Griff zur Spitze ist so dass meine Finger 5,5cm von der Lötstelle
weg sind. Das ist prima.
Sehr gut gefällt mir die Temperaturabsenkung (sleep mode) und nach 10
Min dann hibernation mode nochmal runter mit der Temperatur. Auch die
Erkennung des Werkzeugwechsels erkennt die Station, simpel über Kontakt
gelöst wie auch beim sleep mode aber es klappt gut.
Das Display ist ein wenig klein, aber wer schaut da schon immer drauf.
Die Menüführung einfach aber auch da muss man nur selten ran. Die drei
Temperatur Presets sind schnell eingestellt, warum man da erst die
Default PIN 0105 eingeben muss verstehe ich nicht.
Klar das auch der Stecker für den Lötkolben der hinten an der Station
ist begutachtet werden musste. Das ist nun keine Meisterleistung, er it
verriegelbar schon mal gut so. Über den Strom der über die kleinen
Kontakte läuft wurde oben schon geschrieben.
In Summe eine kompakte und praxisgerechte Station für knappe 400.-
Ralph H. schrieb:> Die drei> Temperatur Presets sind schnell eingestellt, warum man da erst die> Default PIN 0105 eingeben muss verstehe ich nicht.
Weil man einmalig seine Wunschtemperatur (320 - 350 °C) einstellt, und
dann immer damit lötet. Willkommen bei den 'Fanboys' ;-)
Also,
ich bin definitv pro JBC, ich habe hier in der Arbeit auch eine stehen,
und die wird auch noch mit dem berüchtigten nassen Schwamm gequält, und
es hat innerhalb von 5 Jahren noch keine der Spitzen aufgegeben. (Die
komische Stahlwolle mag ja ganz nett sein, wenn man nur Dinge auf- oder
zusammenlötet, aber wenn man immer wieder Bauteile tauscht, die dann an
der Spitze kleben, da ist der nasse Schwamm mit Loch in der Mitte
einfach unschlagbar...)
Lötprofil ist hier auch tagelang gar nichts und dann wieder mal einen
Tag Dauerlauf.
Das Wechselsystem mit der Metalklaue am Ständer ist meiner Meinung
einfach genial.
Ein wenig störend ist dass das Griffstück bei längerer Benutzung heiß
wird, hier hat JBC bei späteren Geräten mit einer Schaumstoffumhüllung
nachgebessert, was mir aber nicht so sonderlich gefällt, da der Kolben
nun klobiger wird, hier bevorzuge ich die Version ohne Schaumstoff und
nehme die Erwärmung in Kauf, kommt aber wahrscheinlich auch auf den
Einsatzzweck an. (Hier Prototyping, keine Serie)
Ich habe meine private WECP-20 nach ein paar Wochen mit der JBC in der
Arbeit in den Ruhestand geschickt, und mir privat auch eine JBC
(Wedinger Edition, wer braucht schon ein Display) zugelegt, weil ich
diese einfach genial finde.
mfg
Gast
_Gast schrieb:> (Die> komische Stahlwolle mag ja ganz nett sein, wenn man nur Dinge auf- oder> zusammenlötet, aber wenn man immer wieder Bauteile tauscht, die dann an> der Spitze kleben, da ist der nasse Schwamm mit Loch in der Mitte> einfach unschlagbar...)
ne, der Schwamm ist um Längen schlagbar:
JBC CLMB
http://www.jbctools.com/clmb-senior-tip-cleaner-product-845-category-15-menu-1.html
Das Teil mag zwar teuer sein, ist aber ziemlich genial. Du hälst die
Spitze rein und innen fangen automatisch per Sensor die
Messingwollerollen an zu drehen. Dabei werden alle Lotreste, Zunder,
Dreck, Widerstände,... ruck zuck von allen Seiten weggeputzt. In ca. 1
Sekunde hast Du wieder ne perfekt saubere Lötspitze.
Mich hat an der Messingwolle immer das Säubern genervt. Nach nen paar
Stunden Löten war die immer voll mit Resten und man musste die erst
wieder ausdrücken bis man ordentlich weiterarbeiten konnte. Das ist bei
der CLMB viel besser, da sammelt sich das alles unten in nem Behälter
und den kann man alle paar Wochen mal mit wenigen Handgriffen
ausschütten und fertig.
Gerd E. schrieb:> JBC CLMB> http://www.jbctools.com/clmb-senior-tip-cleaner-product-845-category-15-menu-1.html>> Das Teil mag zwar teuer sein, ist aber ziemlich genial. Du hälst die> Spitze rein und innen fangen automatisch per Sensor die> Messingwollerollen an zu drehen. Dabei werden alle Lotreste, Zunder,> Dreck, Widerstände,... ruck zuck von allen Seiten weggeputzt. In ca. 1> Sekunde hast Du wieder ne perfekt saubere Lötspitze.
Ich glaube soetwas gibt es auch von Weller. Sooft löte ich aber nicht,
dass sich der Platz lohnen würde.
Jeffrey L. schrieb:>> Auch das Problem mit den Stecker ist bei mir zu gegen. ich habe> zwischenzeitlich den dritten Lötkolben (WXMP).
Dass kann ich auch alles bestätigen, ersa i-con 2 ist da einiges besser
als Weller WX, wir haben da schon einige in der Firma...
Irgendwie sehen die Bilder und die Nummer der Firmware der Wellerstation
so aus, als ob die WX nie fertig geworden ist, und sie unbedingt auf den
Markt musste.
Ich mach auch morgen paar Bilder von unseren defekten WX-Lötspitzen, der
die designt hat, hat wirklich von löten kein Plan.... (Wenn ich in der
Firma welche finde, haben extra aufgehoben)
WX is totaler Schrott...
defekte Lötspitzen habe ich leider keine mehr gefunden, aber es betraf
die 40Watt Serie WMRP Mikrolötstift:
http://de.rs-online.com/web/p/lotkolben-spitzen/4986734/?origin=PSF_438936|acc
Es bricht irgendwann an diese Stelle einfach ab, und das Röhrchen
(Heizelement) ist Mega dünn...
Sowas habe ich noch nie erlebt,
es waren insgesamt 3 Techniker, die diesen WMRP Mikrolötstift kaputt
gemacht haben... Zu fest gedrückt, oder sch*iß Verbreitung/Entwicklung
:-)))
Und was hat das mit der Station zu tun, um
die es hier geht ?
Ist doch ein ganz anderer Lötkolbenspitze und eine
ander Station.
Kannst du doch gar nicht mit ein ander vergleichen.
Man man man, hauptsache man schreibt irgendwas, auch
wenn es mit dem original Thema nix zu tun hat.
Stefan schrieb:> Und was hat das mit der Station zu tun, um
Dsie Station ist Schr*tt, alles was hier aufgelistet ist hatten wir
auch:
Beitrag "Re: Weller WX vs. JBC"
UNd zudem noch die WMRP Mikrolötstifte sind auch nicht gelungen...
Stefan schrieb:> Also rede nicht> so einen Mist.
Bevor du hier so auftrittst, halte dich doch bitte erstmal an die
Forenregeln. Du weißt ja nichtmal, ob du Stefan oder Willy bist.
Naja wenn ich das vor hätte würde ich unter verschiedene
Namen gute Beiträge posten. Und es würde keiner
merken. Tu ich aber nicht. Das ist mir zu blöd.
Hallo Stefan.
Stefan schrieb:> Naja wenn ich das vor hätte würde ich unter verschiedene> Namen gute Beiträge posten. Und es würde keiner> merken. Tu ich aber nicht. Das ist mir zu blöd.
Vertriebler, die auf der Höhe der Zeit sind, wissen, dass
Jubelmitteilungen mit Misstrauen gesehen werden, und verhalten sich
entsprechend dezent.
Es ist wichtiger, ein insgesamt positives Bild zu vermitteln, als den
Superhelden darstellen zu wollen, und auf den Bauch zu fallen, indem man
auftritt wie der Losverkäufer auf der Kirmes. ;O)
Darum die dezenteren Ansätze wie Astroturfing.
https://de.wikipedia.org/wiki/Astroturfing
Damit aufzufallen, ist aber auch nicht gut. ;O)
Von daher sind die Forenregeln schon ein bisschen sinnvoll.
Mit freundlichem Gruß: Bernd Wiebus alias dl1eic
http://www.l02.de