Guten Tag,
Leider kenne ich mich selber relativ wenig mit optischen Elementen aus.
Ich versuche in meinem Labor eine Art Laser Schrank zu bauen.
Beim Versuch wird ein grüner 100 mW MGL-532 Laser der Firma Changchun
New Industries Optoelectronics Technology Co., Ltd. mit einer
Wellenlänge von 532 nm verwendet.
Diesen schwäche ich im späteren Verlauf deutlich ab. Ich suche einen
Licht-Detektor für diesen Wellenlängenbereich welcher im Normalzustand
nicht vom Laser getroffen wird.
Wenn der Laser den Detektor trifft soll dieser ein Signal ausgeben,
welches ich im idealen Fall mit dem PC auswerten kann. Dabei muss es
keine qualitative Information über die Trefferstärke geben, sondern nur
einen Schwellenwert ab dem Treffer/Nichttreffer voneinander
unterscheiden werden können.
Vielleicht können Sie mir dabei helfen eine Entscheidung zu treffen,
welches Gerät sich dafür eignen könnte.
Sven Eckart schrieb:> Changchun New Industries Optoelectronics
Da du vermtulich den Laserstrahl nicht modulieren kannst,
um ihn von Sonnenlicht unterscheiden zu können, muss man
wohl über die Wellenlänge gehen.
Also 2 Sensoren auftsellen, der eine sieht alles Licht,
der andere nur das grüne licht, und wenn das grüne licht
deutlich über dem anderen licht liegt, wird Alarm ausgelöst.
Bleibt die Frage, wie man alles bis auf grün herausfiltert,
in deinem Labor liegen vermutlich dichroische Folien bereit.
Dann reicht die einfache Schaltung:
1
+-------|>|-----+-- +5V
2
| Photodioden |
3
| +--|>|-----+
4
| | |
5
| | +--(--10M--+
6
| | | | |
7
+----(-------+-|+\ |
8
| | | >-----+-- Alarm
9
10kPot +---------|-/
10
| | | LT1677
11
100k 100k |
12
| | |
13
GND GND GND
Die eine Photodiode wird durch den Filter beleuchtet, die andere durch
einen Graufilter der bei Sonnenlicht dieselbe Dämpfung verursacht, und
mit dem 10k Poti kann man die Schaltschwelle einstellen.
Damit das ganze gut funktioniert, müssen aber die 100k auf die Reaktion
der Photodioden auf die Umgebungshelligkeit angepasst werden, so daß im
Normalzustand ca. 2.5V an den E Anschlüssen vorhanden sind.
Ein anderer Ansatz wäre ein CCD Halbleiterspektrograph
http://www.horiba.com/scientific/products/optical-spectroscopy/detectors/scientific-cameras-for-spectroscopy-cdd-ingaas-emccd/ccds/details/symphony-ii-ccd-detectors-214/
und wenn die grüne Linie deutlich über den anderen liegt (Auswertung per
Computer oder Microcontroller) gibt es Alarm.
Sven Eckart schrieb:> Vielleicht können Sie mir dabei helfen eine Entscheidung zu treffen,> welches Gerät sich dafür eignen könnte.
Eine grün gefärbte Glasscheibe vor einer normalen Fotodiode montieren.
Bei 100mW Licht-Leistung wird ja schon fast ein Loch ins Glas gebrannt.
Rotes Licht wird jedenfalls schon mal von der grünen Scheibe absorbiert.
Guten Tag, danke für die Antwort. Das "Falschlist aus dem Labor ist kein
Problem, ich habe sowohl den Laserstrahl als auch den Detektor
abgeschirmt. Es geht wirklich nur um eine Photodiode, bei der ich einen
Schwellwert festlegen möchte, wenn z.B. mehr als 10 % der maximalen
Laserintensität den Sensor tritt soll er auf ein schalten
Sven Eckart schrieb:> 100 mW MGL-532 Laser
Und wie schützt du die Personen in der Nähe dieser Lichtschranke? 100 mW
zu verwenden ist nahezu kriminell, mit der Leistung kannst du schon
richtig Schaden anrichten. Und dabei rede ich nicht nur von den Stellen,
wo er tatsächlich auftrifft, sondern auch von den Reflektionen, die
völlig unkontrollierbar sind.
Guten Tag wie ich bereits sagte dies findet in einem Labor statt
außerdem ist dies keine Laserschrank, welche Menschen unterbrechen
sollen, sondern welche von einer chemischen Reaktion beeinflußt wird.
Also ich empfehle, den Laserstrahl mit einem Signal zu beaufschlagen
(modulieren). Du kannst z.B. einige khz verwenden.
Am Empfänger ist keinerlei Farbfilter nötig, sondern das Ausgangssignal
der Diode geht durch einen Bandpass. Einen (aktiven)
Spitzenwertgleichrichter und möglicherweise einen Verstärker und fertig
ist das. Da kommt ein leicht auswertbares DC-Signal heraus.
Das ist dann sehr viel unempfindlicher gegenüber Fremdlicht.
Ob man das so tut, weiß ich nicht. ICH würde es aber so tun.
Musst halt schauen, wie schnell du deinen Laser schalten kannst.
Wenn du das so machst, traue ich mich wetten, kommst du auch mit 1mW
aus. Das macht die Sache sehr viel entspannter, was die Sicherheit
angeht.
Hast du schonmal bei der Firma selber angefragt ob die für diesen Laser
einen Detektor haben? Wenn nicht -was mich wundern würden- können die
dir ja auch evtl. Tips geben wie du vorgehen sollst bzw. worauf du
achten musst wenn du selber so einen Detektor entwickeln willst.
Ich werfe dann einfach mal einen optischen Bandpassfilter in den Raum,
der lässt dann fast nur noch das Spektrum des Lasers durch:
https://www.thorlabs.de/thorproduct.cfm?partnumber=FL05532-10
Um dich voir Fremdlich zu schützen könntest du den Aufbau ja dann
einfach mit Rotlich beleuchten..
Sven Eckart schrieb:> Dabei muss es keine qualitative Information über die Trefferstärke> geben, sondern nur einen Schwellenwert ab dem Treffer/Nichttreffer> voneinander unterscheiden werden können.
Dafür solltest du angeben, wie hoch der Kontrast zwischen hellem
Umgebungslicht und Laserspot ist.
Werner H. schrieb:> Nur grün verwenden, Transimpedanz Amp und Komparator dahinter.
Evtl. kann es sinnvoll sein, über den blauen oder roten Kanals die
Schwelle der Umgebungshelligkeit anzupassen - kommt auf den Kontrast an.