Ich möchte euch mal kurz zwei Erfahrungen mit Digikey schildern.
Dazu möchte ich anmerken, dass ich als selbständiger Consultant und
Entwickler arbeite und dort einspringe, wo es brennt. Das heißt, bei
meinen Aufträgen muss es immer schnell gehen. Ich bin deshalb Stammkunde
bei Platinen-Eildiensten und den schnellen Versendern wie Farnell und
RS. Aber auch bei Digikey und Mouser, da viele aktuelle Spezialteile nur
dort erhältlich sind. Ich erwarte absolute Zuverlässigkeit und zahle
dafür gerne den höheren Preis.
Meine erste Bestellung bei Digikey wurde ohne Angabe von Gründen in den
Status "Halten" versetzt und blieb dort, bis ich aktiv nachfragte. Man
sagte mir bei der Hotline, dass ich eine Exportlizenz für einen
Mikrocontroller brauche und mir ein entsprechendes Formular zugehen
würde. Dort wurde dann sehr detailliert nach der Applikation und dem
Endkunden gefragt. Dieser hätte auch unterschreiben müssen. So etwas
finde ich Unverschämtheit, ich leiste doch nicht freiwillig Beihilfe zur
Industriespionage, und schon gar nicht gegen meinen eigenen Kunden. Ich
bin es gewohnt, vertraulich zu arbeiten. Meine eher Angaben wurden beim
ersten Mal auch nicht akzeptiert, es wurde immer wieder nachgefragt.
Schließlich ließ ich den Controller entnervt von der Liste streichen und
bestellte ihn separat woanders. Mir ist nicht ersichtlich, warum ich
einen Controller nicht in den USA selbst kaufen kann, wenn er von
Farnell und RS und Reichelt und Conrad usw. importiert und hier frei
verkauft werden kann. Ergebnis: Zwei wertvolle Tage mit Warten auf ein
Bauteil verdaddelt.
Zweite Geschichte: Meine nächste Bestellung wurde in den Status "Halten"
gesetzt. Einige Stunden später bekam ich eine E-Mail mit dem Hinweis,
dass meine Kreditkarte nicht belastet werden könne. Das ist natürlich
Humbug und konnte über Pluscard auch sofort bestätigt werden. Dort
erzählte man mir, Digikey hätte einmal 1 Euro abgebucht, einige Zeit
später den Warenwert meiner Bestellung und dann eine dritte Buchung über
den selben Betrag versucht, die abgelehnt wurde. Zwischenbemerkung: Die
Kreditkarte stammt noch aus Studentenzeiten und hat ein Limit von 500
Euro. Ich benutze sie nur für Digikey und Mouser, und mein monatliches
Volumen liegt darunter, so dass mich das nicht stört. Auch die aktuelle
Bestellung lag nur bei rund 300 Euro, so dass die erste Abbuchung
durchging, die zweite allerdings nicht mehr. Pluscard teilte mir die
Auth-Codes und die sekundengenaue Zeit der Buchungen mit. Man bestätigte
mir ausdrücklich, dass eine Abbuchung über den Warenwert genehmigt
worden war. Digikey streitet weiterhin ab, man hätte nur eine Abbuchung
versucht und diese sei nicht genehmigt worden. Deshalb bleibt der Status
im Halten und wegen des Limits kann ich nicht einfach eine weitere
Abbuchung genehmigen, um wenigstens die Bauteile schnell zu erhalten.
Das Kreditkartenlimit wird erst wieder freigegeben, wenn Digikey die
ursprüngliche, erfolgreiche Buchung storniert. Ich kann das selbst nicht
veranlassen, Pluscard weigert sich aus nachvollziehbaren Gründen. Jetzt
weigert sich allerdings Digikey, diese Stornierung vorzunehmen. Ich habe
denen den Auth Code und alle benötigten Daten gemailt, keine Reaktion.
Irgendein Computer-F*ckup hat meine Buchung gefressen, und keiner fühlt
sich mehr zuständig bzw. vertraut blind darauf, dass der Computer immer
die Wahrheit spricht. Endergebnis: Ich kriege keine Bauteile von
Digikey, kann keine Bestellung bei Mouser aufgeben und meine Kreditkarte
kann ich auch nicht mehr benutzen. Und zwar solange, bis entweder der
Monat rum ist oder irgendein Sysadmin das Digikey-Computerproblem
repariert und meine Buchung findet.
Diese ständige Telefoniererei zehrt an den Nerven und hält mich von der
Arbeit ab. Erschwerend kommt hinzu, dass man jedes Mal mit einer anderen
Person in dem Callcenter spricht, die doch nichts für einen tun kann.
Außer in den USA anrufen und dort meine Geschichte leicht verfremdet
weiterzuerzählen. Das kann ich allerdings auch selbst. Man erzählt dann
jedes Mal alles von vorne und merkt an den Nachfragen, dass das
Gegenüber den bisherigen Schriftverkehr gar nicht kennt.
HASS!
Digikey ist eine amerik. Fa. genauso wir Ebaeh, Facebook, Amazon usw.
Die Firmen sind verpflichtet Informationen zu sammeln an Behoerden
weiterzugeben und sicherzustellen, dass ihre eigene Technik nicht gegen
sie zum Einsatz kommt.
Die Amis haben einfach zu viele Kriege angezettelt und Kriegsverbrechen
begangen, so dass sie jetzt einfach Angst vor allem und jedem haben. Zu
Recht.
Gruss hro
Ich mag Digikey.
Hatte nie Probleme, egal mit welchen Bauteilen. Dass man angeben muss,
für was die Bauteile eingesetzt werden und wer der Endkunde ist bei
jeder Exportlieferung Usus. Auch von D nach USA! Aber so supergenau geht
es da auch nicht. Die Angabe "Industriesteuerung" und "versch.
Industriekunden" hat bei mir bislang immer gereicht.
Die Lieferung ist immer verblüffend schnell und perfekt.
I love Digikey!
Da wirst du bei Digikey auf Granit beißen, wenn du so kleinkariert
weiterwurstelst. Wenn es stimmt, dass deine Auftraggeber gut und schnell
zahlen und du mit Aufträgen gut ausgelastet bist, lässt sich das Problem
doch ganz schnell lösen.
1. Mache deine eigene Firma auf, die dann selbst als Enduser auftritt,
oder gib als Endanwender die Deutsche Bahn, den Senat von Hamburg oder
Werner von Siemens an, was dir eben gerade einfällt.
2. Geh zu deiner Sparkasse und leg dir eine aktuelle Kreditkarte zu.
Ein gewisser Kontostand sollte dabei wohl vorhanden sein.
Ich hatte weder mit Mauser noch mit Digikey jemals Probleme
(Alleinunterhalter als GmbH).
Hans W. schrieb:> Welcher> Controller war das denn?
Sowas kann dir mit jedem passieren, der einen AES-Block in der Hardware
hat, wurde hier auch schon von Mouser bereichtet. Es spielt dann auch
gar keine Geige, ob der ganze Controller vielleicht nie die USA
gesehen hat, die Firmen sind US-Firmen und drücken da hemmungslos
ihre Gesetze durch.
Wem das nicht gefällt, der darf wohl einfach nicht bei US-Firmen
kaufen. Leider scheint's aber zu diesen Giganten kein europäisches
Pendant zu geben.
hro schrieb:> Digikey ist eine amerik. Fa. genauso wir Ebaeh, Facebook, Amazon usw.> Die Firmen sind verpflichtet Informationen zu sammeln an Behoerden> weiterzugeben und sicherzustellen, dass ihre eigene Technik nicht gegen> sie zum Einsatz kommt.> Die Amis haben einfach zu viele Kriege angezettelt und Kriegsverbrechen> begangen, so dass sie jetzt einfach Angst vor allem und jedem haben. Zu> Recht.>> Gruss hro
Ja, wer so viel Rüstungsgüter verkauft muss endlich mal anfangen, bei
kleinen Leuten darauf zu achten, dass sie keine wasserdichte Badehose
exportieren - könnte kriegsentscheidend sein.
...zumal das Bauteil ja von andere Lieferanten "no problem" verfügbbar
war.
Also wir haben auch regelmässig Probleme beim Einkauf über Digikey.
Zumeist wird die Kreditkarte nicht angenommen bzw. bezüglich Digikey
gsperrt. Wir müssen dann jedesmal bei Eurocard anrufen und den Vorgang
bestätigen, dann wir die Nummer für die Abbuchung durch Digikey für 30
Minuten freigeschaltet. Und nein - es liegt nicht an unserem
Kreditkartenkonto, sondern laut Aussage Eurocard, eher an Digikey. Die
fallen wohl regelmässig auf.
Digikey funktioniert so vielleicht im amerikanischen Markt. In Europa
glaub ich eher nicht.
Wir vermeiden unter allen Umständen bei Digikey zu kaufen, sofern es
Alterativen gibt. Einfach weils immer echt kompliziert ist.
Bis auf gaaanz wenige Ausnahmen gibts immer einen Zweit-Distributor.
Manchmal hilfts den hersteller deswegen anzuschreiben.
Also wie gesagt, vermeide Digikey wenn Du kannst.
Erstmal Anonym schrieb:> Dazu möchte ich anmerken, dass ich als selbständiger Consultant und> Entwickler arbeite und dort einspringe, wo es brennt.
Sowas mache ich auch...
> Meine erste Bestellung bei Digikey wurde ohne Angabe von Gründen in den> Status "Halten" versetzt und blieb dort, bis ich aktiv nachfragte. Man> sagte mir bei der Hotline, dass ich eine Exportlizenz für einen> Mikrocontroller brauche und mir ein entsprechendes Formular zugehen> würde.
Nun, ich habe vor ein paar Wochen zu meiner Sammelbestellung
High-Power RGB LEDs noch MAX16834 und LT3496EFE organisiert...
Wobei es beid er Menge von 100 Stück LT3496EFE probleme gegeben
hat und ich ebenfals eine Endverbraucher Lizenz benötigte...
Also der gleiche Papierkram wie Du...
Ich habe denen zurückgeschrieben, das ich die Endkunden nicht
benennen kann, da ich die Produkte selber entwickele und über
meinen OnlineStore in Deutschland, bzw., über mein Büro in Kehl,
direkt verkaufe.
Das hat gereicht üum die 100 Chips zu bekommen...
> Ergebnis: Zwei wertvolle Tage mit Warten auf ein> Bauteil verdaddelt.
Hier über eine Woche...
> Dort> erzählte man mir, Digikey hätte einmal 1 Euro abgebucht, einige Zeit
Das ist eine Testbuchung, um zu verhindern, das DigiKey bei der
eigentlichen Buchung wen sie Ungedeckt ist, horrrende
Rückbuchungsgebühren zahlen muß, welche in den USA bei über 30 US$
liegen.
Achja, warum haste bei DigiKey nicht über deren Konto in Deutschland
bezahlt? Geht absolut problemlos.
> später den Warenwert meiner Bestellung und dann eine dritte Buchung über> den selben Betrag versucht, die abgelehnt wurde.
Könnte sich um einen Fehler handeln...
> worden war. Digikey streitet weiterhin ab, man hätte nur eine Abbuchung> versucht und diese sei nicht genehmigt worden. Deshalb bleibt der Status
Haste die Liste der drei Buchungen an DigiKey geforwarded?
> die Wahrheit spricht. Endergebnis: Ich kriege keine Bauteile von> Digikey, kann keine Bestellung bei Mouser aufgeben und meine Kreditkarte> kann ich auch nicht mehr benutzen. Und zwar solange, bis entweder der> Monat rum ist oder irgendein Sysadmin das Digikey-Computerproblem> repariert und meine Buchung findet.
Ist ja wüßt!
Grüße
Michelle
Achja, WENN Du öfters/regelmäßig (wie ich) bei DigiKey einkaufst,
kannste auch am direkten Abbuchungsverfahren per Konto in Deutschland
Teilnehmen...
Ich erhalte da die Ware noch bevor sie überheupt gebucht wurde...
Grüße
Michelle
Ich kauf regelmeassig bei Digikey. Ja. die Exporterklaerungen muss man
jedes Mal ausfuellen. Ich fuell da immer irgendwas ein. Die Bestellung
ist meist schon weg wenn die Bestaetigung kommt. Letztes Jahr hatten sie
mal Probleme, aber da hatten alle Probleme. Die fraglichen Teile waren
als nicht am Lager gezeichnet und das dauerte dann.
Meine erste Digikey Bestellung lief etwa so:
Ich habe bei Digikey bestellt, auf Kreditkarte meines Vaters (gleicher
Nachname, gleiche Adresse, ...).
Denen fällt auf, dass Rechnungsname und Name auf der Kreditkarte nicht
übereinstimmen. Gut, freut mich. Rufen dann bei MIR an, um zu fragen, ob
das OK ist. Gute Idee, an der Umsetzung gescheitert: Den (potentiellen)
Dieb fragen, ob er das OK findet, was er tut...
6 Wochen später immer noch keine Lieferung, also mal angerufen (einige
Teile waren nicht lieferbar als ich bestellt hab, deswegen habe ich
nicht eher nachgefragt): Sie haben die Bestellung gecanceled - Es gäbe
Probleme mit dem Gewerbenachweis, und sie hätten mich nicht erreichen
können. Nach 2 Bestellbestätigungen per Mail und dem Kreditkartenanruf
habe ich Probleme das zu glauben....
Erstmal Anonym schrieb:> Ich möchte euch mal kurz zwei Erfahrungen mit Digikey schildern.
Hab sogar wesentlich mehr als zwei.
Bisher absolut vertrauenswürdig, schnelle Lieferung gg Rechnung ohne
Probleme super Zahlungsziele und klare Ansage bei export restrictions
(die sind staatlich, versuch z.B. mal von hier was in den Iran zu
exportieren).
Euer
Bürovorsteher schrieb:> 1. Mache deine eigene Firma auf, die dann selbst als Enduser auftritt
Das Risiko bei Teilen die restricted sind trägst dann du. Mache ich nur
bei Firmen die ich gut kenne und einfachen Bauteilen.
Jens Martin schrieb:> schnelle Lieferung gg Rechnung
Hast Du ein Kreditlimit?
Wenn nicht: hast Du drei Deiner Lieferanten benannt und dazu Deinen
Zugriffscode bekanntgegeben?
"Dazu möchte ich anmerken, dass ich als selbständiger Consultant und
Entwickler arbeite und dort einspringe, wo es brennt."
Oha großer Consul sein wollen, aber hängst Dich an solchen
kaufmännischen Kleinigkeiten auf!? Da stimmt doch was nicht.
Schalt mal nen Gang zurück, sonst ist der Herzkasper oder Burnout ganz
nah.
Habe nun auch ein paar mal bei Digikey bestellt und noch nie Probleme
gehabt.
Alles über die Kreditkarte abgewickelt.
Ich kann euch nur empfehlen für solche Sachen eine Prepaid-Kredikarte
zuzulegen.
Meine Karte (Visa) kostet 40 € im Jahr, habe ein Einzahlungslimit von
15.000€ und man kann nicht überziehen.
Bin mit der Karte bereits durch den Jungle in Malaysia und Thailand, und
hatte bei der Zahlung nie Probleme.
Und das Beste ist, dass man die Abbuchungen umgehend verfolgen kann und
nicht erst bei der nächsten Monatsabrechnung mal einen betrag genannt
bekommt.
Viele Grüße
Christian W. schrieb:> Bin mit der Karte bereits durch den Jungle in Malaysia und Thailand, und> hatte bei der Zahlung nie Probleme.
Im Dschungel habe ich noch nie etwas bezahlen müssen, es sei denn ein
paar Bier. Aber das ist ewig lang her.
Willi schrieb:>> Bin mit der Karte bereits durch den Jungle in Malaysia und Thailand, und>> hatte bei der Zahlung nie Probleme.>> Im Dschungel habe ich noch nie etwas bezahlen müssen, es sei denn ein> paar Bier. Aber das ist ewig lang her.
So wichtig ist die Karte im Dschungel
http://www.youtube.com/watch?v=2bgIOxM8Wsw