Wi der Titel sagt, zum EMC-Filtern benötige ich eine Drossel mit ca
300nH bei jedoch einem Strom von maximal 360A.
Klar 300nH haben grob 30cm Draht, aufgewickelt und Aufspannend noch
weniger. Aber bei dem Strom ist das weder klein noch Effizient.
@ Sepp (Gast)
>Wi der Titel sagt, zum EMC-Filtern benötige ich eine Drossel mit ca>300nH bei jedoch einem Strom von maximal 360A.
SAUBER! Baust du ein Kraftwerk?
>Klar 300nH haben grob 30cm Draht, aufgewickelt und Aufspannend noch>weniger. Aber bei dem Strom ist das weder klein noch Effizient.
Was erwartest du, eine niedliche kleine, Spule im
Streichholzschachtelformat? Für 360A braucht man wohl um die 100mm^2
Kupferquerschnitt, das sind 10mm Kantenlänge bei quadratischem
Querschnitt. Es gib Firmen, die machen sowas recht peppig mit hochkant
gewickeltem Kupfer.
http://www.j-lasslop.de/produkte/drosseln/speicher-und-glaettungsdrosseln.html
Sieht cool aus!
Falk Brunner schrieb:> Es gib Firmen, die machen sowas recht peppig mit hochkant> gewickeltem Kupfer.
Wenn man die Windungszahl um einen Faktor 40 reduziert, könnte das mit
der Induktivität hinkommen.
>>Wi der Titel sagt, zum EMC-Filtern benötige ich eine Drossel mit ca>>300nH bei jedoch einem Strom von maximal 360A.>SAUBER! Baust du ein Kraftwerk?
Dir ist klar, das man durch den Strom nicht auf eine hohe Leistung
schließen kann? Um genau zu sein, es geht um einen 48V->12V Wandler.
Aber ja, Einsatz in einem "Kraftwerk" ist durchaus denkbar.
>Es gib Firmen, die machen sowas recht peppig mit hochkant>gewickeltem Kupfer.>http://www.j-lasslop.de/produkte/drosseln/speicher...
Leider haben die nichts, das dem nur Annähernd entspricht, nur größere
Induktivitäten.
>Was erwartest du, eine niedliche kleine, Spule im>Streichholzschachtelformat?
Etwas größer darfs schon sein... Aber nicht mehr als doppelt so groß;)
Grüße,
Sepp
>Und wieso sollte es sowas von der Stange geben? Das wird wohl auf eine>Sonderanfertigung hinauslaufen.
Ich habe nicht behauptet, das es dies von der Stange gibt.
Sepp schrieb:> zum EMC-Filtern benötige ich eine Drossel mit ca 300nH> bei einem Strom von maximal 360A.
Wenn du die Energie dann im Kern vernichtet hast, möchte ich den Ferrit
nicht mehr anfassen...
>Wenn du die Energie dann im Kern vernichtet hast, möchte ich den Ferrit>nicht mehr anfassen...
EMC Filtern heist nicht nicht unbedingt "vernichten", denk an einen LC
Tiefpass....
Wenn du schon eine Schiene hast, dann schieb doch einfach einen Kern
drüber. Dann hast du eine Windung und gut.
Da gibt es diese Firma:
http://www.tridelta.de/weichferrite-de.html
Die können vielleicht weiter helfen...
Die sintern dir auch einen passenden Kern, bzw. die verkaufen dir das
Pulver und du kannst das selber machen.
Gruß
Hallo!
Sepp schrieb:
>dieser SMD Spulen mit der Stromschiene des Ausganges zu verbinden.
Du verwendest Stromschien? Umso besser.
hinz schrieb:
>Nicht aufwickeln, einfach Ringkern/e drüber schieben.
genau das ist der Richtige Ansatz.
Allerdings nicht mit Ringkernen, da Leistungsdichte gering wird.
Um die Stromschienen Induktiver zu machen musst du dem ausgebildeten
Feld einen kleinen mag. Widerstand in den Weg stellen. Also einen
Ferrit,Bandkern (je nach Frequenzbereich) um die Stromschine herum. Das
gibts zum kaufen, ist dann ein "Busbar Inductor".
Solche Kerne macht dir heututage fast jeder Hersteller von Kernen für
beliebige Schienen.
Ich verwende in meinen Konvertern mit Hochstrom Ausgang, EELP Kerne
welche den Hin- und Rückleiter umschließt. Dann hat man in beiden
Zweigen eine Drossel sitzen. Aunsonsten ein U-Förmige Stromschiene in
der Kern legen.
360A in 300nH ist ja nicht viel Energie, das heist die Drossel wird
einfach nicht viel gespeichert, was die Drossel auch nicht "riesig"
macht.
Falk Brunner schrieb:
>Was erwartest du, eine niedliche kleine, Spule im>Streichholzschachtelformat?
Das ist gar nicht so unrealistisch;)
Ein EELP-58 Kern auf die Stromschienen geschnappt kann dies realisieren
und ist nur etwas größer, als eine Streichholzschachtel. Luftspalt
entrpechend Anspassen.
MFG Fralla
Fralla schrieb:> Allerdings nicht mit Ringkernen, da Leistungsdichte gering wird.>> Um die Stromschienen Induktiver zu machen musst du dem ausgebildeten> Feld einen kleinen mag. Widerstand in den Weg stellen. Also einen> Ferrit,Bandkern (je nach Frequenzbereich) um die Stromschine herum.
Oder eben Ringkerne drüber schieben. Warum denn nicht?
Hat ja keiner verlangt, die Stromschiene durch den Ringkern hindurch
zu fädeln. :-)
Ich denke das wird auf einen mehrphasigen Wandler hinauslaufen.
Entsprechende Controller gibts zB. auf Mainboards für die Vcore der CPU.
Problem bei Deiner Anwendung scheint mir eine recht hohe Schaltfrequenz
zu sein, welche einen Großteil des in einer Spule verwendeten
Kupferquerschnittes dank Skin-Effekt nutzlos macht.
Wenn ich sowas bauen müßte würde ich mehrere Module mit je 50-60A, die
mit modernen Bauteilen und Spulen (evtl. mit HF-Litze) realisierbar
sind, aufbauen und entsprechend viele dieser Module parallel einsetzen.
Bei 360A macht sich beim Step-Down-Wandler auch der Diodenverlust
störend bzw. stark erwärmend bemerkbar, so daß Du Dich vermutlich auch
noch mit einer Synchrongleichrichtung rumärgern mußt...
Für was brauchst Du eigentlich 12V/360A?
>Oder eben Ringkerne drüber schieben. Warum denn nicht?
Ringkern auf flache Stromschiene? Nein, der Kern wäre unnötig Groß. Das
verschwendet Platz und sieht bekloppt aus.
Da gefällt mir die Idee mit dem ELP Kern um vielfaches besser!
Fralla schrieb:
>Ein EELP-58 Kern auf die Stromschienen geschnappt kann dies realisieren>und ist nur etwas größer, als eine Streichholzschachtel
Ja, der ist vom Volumen nur geringfügig größer. Werd mit das mal Ansehen
wie ich das in den Wandler integrieren könnte, vielen Dank.
Allerdings muss ich noch abklären ob eine Drossel an beiden Schienen
zulässig ist. Sonst schnappe ich eben nur auf eine Schiene einen Kern.
>Problem bei Deiner Anwendung scheint mir eine recht hohe Schaltfrequenz>zu sein,
Wieso sollte diese hoch sein?
>Wenn ich sowas bauen müßte würde ich mehrere Module mit je 50-60A, die>mit modernen Bauteilen und Spulen (evtl. mit HF-Litze) realisierbar>sind, aufbauen und entsprechend viele dieser Module parallel einsetzen.
Keine Angst, der Wandler ist mehrphasig und mit unpassenden Vcore-Regler
hab ich mich auch nicht rumgeärgert.
Und HF-Litze? Ja wenn man Geld zur Verfüngung hat. Gibt ja noch viele
andere Methoden.
>mit modernen Bauteilen
Ja jeder "würde" moderste Bauteile nehmen...
>so daß Du Dich vermutlich auch noch mit einer Synchrongleichrichtung>rumärgern mußt...
Wieso rumärgern? Das Problem, welches durch die extremen thermischen
Verluste der Dioden entstehen würde ist um vielfaches größer, als einen
Synchronbuck-Treiber Bausteil zu verwenden.
Grundsätzlich gehts hier nicht um den Wandler, selbst, der pfeift schon,
jedoch mit beträchtlichem Mist am Ausgang.
>Für was brauchst Du eigentlich 12V/360A?
Zum Versorgen von 12V Verbrauchern.
Grüße,
Sepp
>Oder eben Ringkerne drüber schieben. Warum denn nicht?>Hat ja keiner verlangt, die Stromschiene durch den Ringkern hindurch>zu fädeln. :-)
hab ich ja nicht gesagt. Allerdings sind Stromschienen meist Rechteckig,
wenn man da einen Ringkern drüberschiebt dann, ist ist das "großzügig".
Fralla schrieb:>>Oder eben Ringkerne drüber schieben. Warum denn nicht?>>Hat ja keiner verlangt, die Stromschiene durch den Ringkern hindurch>>zu fädeln. :-)> hab ich ja nicht gesagt. Allerdings sind Stromschienen meist Rechteckig,> wenn man da einen Ringkern drüberschiebt dann, ist ist das "großzügig".
Als ich die Ringkerne erwähnte war von Stromschiene noch keine Rede
gewesen.
>Als ich die Ringkerne erwähnte war von Stromschiene noch keine Rede>gewesen.
War ja wohl nicht als Kritik an dir gemeint.
Egal, jetzt ist es raus, dass es Schienen (20mm x 5mm) gibt, uns somit
Ringkerne mit >2cm Innendurchmesser absolut unpassend sind.
>> Problem bei Deiner Anwendung scheint mir eine recht hohe>> Schaltfrequenz zu sein,> Wieso sollte diese hoch sein?
Wegen der 48/12V mit 300nH Induktivität.
> Egal, jetzt ist es raus, dass es Schienen (20mm x 5mm) gibt,> uns somit Ringkerne mit >2cm Innendurchmesser absolut> unpassend sind.
Wie schön, daß Du solche Details als Geheimnis abtust und sie uns nicht
schon von Anfang an zur Verfügung stellst...
>> Für was brauchst Du eigentlich 12V/360A?> Zum Versorgen von 12V Verbrauchern.
Boah, also DAS hätte ich jetzt nicht gedacht.
Mach mal ruhig weiter so, dann bekommst hier bestimmt noch viele
hilfreiche Antworten! <ironie mode off>
>> Egal, jetzt ist es raus, dass es Schienen (20mm x 5mm) gibt,>> uns somit Ringkerne mit >2cm Innendurchmesser absolut>> unpassend sind.>Wie schön, daß Du solche Details als Geheimnis abtust und sie uns nicht>schon von Anfang an zur Verfügung stellst...
Ich wollte es nicht "verheimlichen". Dachte nur das die momentane
Schienenanordnung nicht so wichtig ist. Da ich, erstens die Schienen
sowieso ändern kann für die Drossel, und ich nicht wusste das es Kerne
extra für Schienen gibt.
>> Problem bei Deiner Anwendung scheint mir eine recht hohe>> Schaltfrequenz zu sein,> Wieso sollte diese hoch sein?>Wegen der 48/12V mit 300nH Induktivität.
Im ersten Post steht deutlich "zum EMC-Filtern benötige ich eine
Drossel", somit sollte klar sein, dass es sich nicht um die Hauptdrossel
des Wandlers handelt. Auch wären mit 300nH viele 100kHz oder gar 1MHz
notwendig, also auch unrealistisch.
>> Für was brauchst Du eigentlich 12V/360A?> Zum Versorgen von 12V Verbrauchern.>Boah, also DAS hätte ich jetzt nicht gedacht.
Es ist aber so, ich kenne die Verbraucher im Detail nicht, nur den
Strom, der maximal zur Verfügung gestellt werden muss, Dauerhaft und
Maximal für wenige Minuten.
Grüße,
Sepp
Sepp schrieb:> Egal, jetzt ist es raus, dass es Schienen (20mm x 5mm) gibt, uns somit> Ringkerne mit >2cm Innendurchmesser absolut unpassend sind.
Jeder Hufschmied ist fähig, Dir dort ein rundes Teilstück mit adaequatem
Querschitt "reinzukloppen und rauszuklöppeln", über dem Du dann das
EMV-hungrige Maul eines Klappferrites zusammenschnappen läßt...
;-)
> über dem Du dann das EMV-hungrige Maul eines Klappferrites>zusammenschnappen läßt...
Ich brauch eine bestimmte Induktivität (eine Filterdrossel eben) bis
Maximalstrom, nicht irgendein EMI Klapferritte, zum Dämpfen von
HF-Störungen. Aber nett ausgedrückt ;)
>Jeder Hufschmied ist fähig, Dir dort ein rundes Teilstück mit adaequatem>Querschitt "reinzukloppen und rauszuklöppeln",
Der kan das bestimmt, nur kostet der "Hufschmied" auch etwas Geld, heute
nicht gerade wenig.
Und ja Geiz ist Geil, auch bei so "Elektronik-Klumpad".
Grüße,
Sepp
Laut Mini Ringkern-Rechner erhält man mit einer Luftspule von
4 Windungen die 300nH. Wegen dem Strom hat man es natürlich mit
einem Cu-Durchmesser von etwa 12 mm oder Profil 10x10 mm zu tun.
Abmessungen der Luftspule sind dann etwa 50mm Länge und 35mm
Durchmesser. Geht eigentlich von der Größe. Und kein Theater
mit Sättigung oder Frequenzen. Nur mal so als Idee.
Wenn das ein Thema ist, dann eben entsprechende, evlt. auch noch
versilberte, Kupferrohre - ein RMS-Strom von 360A und eine Induktivität
von einigen hunder nH sind für Tank-Kreise in der HF-Technik ja durchaus
nicht ungewöhnlich, die sind dann wie schon erwähnt ausgeführt - je nach
Verlustleistung konvektionsgekühlt oder in einen forcierten Luftstrom
gesetzt.
Ob dies oder die Lösung mittels übergestreiften Ferrit besser ist, kann
man nur für den konkreten Anwendungsfall entscheiden - diese beiden
Kennwerte, 360A/300nH lassen sich jedenfalls mittels beider Methoden
problemlos erreichen.
>Hört sich für mich nach Skin-Effekt an...
Bei einer Filterdrossel? Da ist es vielleicht sogar wünschenswert, daß
hohe Frequenzen nur noch über den Skin (= hoher R) wollen ...
Jens G. schrieb:> Bei einer Filterdrossel? Da ist es vielleicht sogar wünschenswert, daß> hohe Frequenzen nur noch über den Skin (= hoher R) wollen ...
Dann funktioniert aber das verlustfreie LC-Filter nicht mehr, denn die
Güte würde durch den hohen Widerstand eingeschränkt. Irgendwie
zweischneidig, das Ganze...
>Laut Mini Ringkern-Rechner erhält man mit einer Luftspule von>4 Windungen die 300nH. Wegen dem Strom hat man es natürlich mit>einem Cu-Durchmesser von etwa 12 mm oder Profil 10x10 mm zu tun.>Abmessungen der Luftspule sind dann etwa 50mm Länge und 35mm>Durchmesser.
Und wer soll dieses Profil biegen? Klar gibts Maschinen die etwas
kosten. Da ist das aufschnappen eines Kerns deutlich einfacher. Auserdem
stimmt der Rechner bei so kleinen Winsungszahlen nicht.
>Und kein Theater mit Sättigung oder Frequenzen. Nur mal so als Idee.
Dann geht das Theater los, wenn man Radiated EMI zu messen hat, und dann
kommt der Schirm...
>Wenn das ein Thema ist, dann eben entsprechende, evlt. auch noch>versilberte, Kupferrohre - ein RMS-Strom von 360A und eine Induktivität>von einigen hunder nH sind für Tank-Kreise in der HF-Technik ja durchaus>nicht ungewöhnlich,
Dan nützt man wieder nur die Induktivität der Leitung selbst, mit
entsprechender länge. Ein versilbertes Rohr nimmt man vermutlich bei
sehr hohen Frequenzen mit reinem AC, wo der Skin massiv wirkt. Ich hab
auf der Drossel großteils DC-Strom, mit AC-Strom kleiner Amplitude
überlagert.
Oder bewirkt ein Rohr auch mehr Induktivität pro Leistungslänge? Dann
wäre das schon interessanter..
>Bei einer Filterdrossel? Da ist es vielleicht sogar wünschenswert, daß>hohe Frequenzen nur noch über den Skin (= hoher R) wollen ...
Nein, Erwärmung ist nicht erwünscht. Ein Filter funktioniert auch ohne
die Störfrequenzen nur zu verheizen.
Sepp
@ Sepp (Gast)
>entsprechender länge. Ein versilbertes Rohr nimmt man vermutlich bei>sehr hohen Frequenzen mit reinem AC, wo der Skin massiv wirkt.
Ja.
> Ich hab>auf der Drossel großteils DC-Strom, mit AC-Strom kleiner Amplitude>überlagert.>Oder bewirkt ein Rohr auch mehr Induktivität pro Leistungslänge?
Nein.
Darf ich mal ne Frage am Rande stellen? Wie hast du das mit der
Multiphasenansteuerung gelöst. Ich brauche was ähnliches und komme mit
den "Closed loop"- Modus der handelsüblichen ICs (LTC3787, LTC3788,
LTC3862, TPS40090PW) auch nicht klar. Mir wäre da ein MC am liebsten.
Aber egal wo ich hinsehe AVR, Cortex M0, Cortex M3 (STM32, LPCxx), es
wird schwierig mehr als 3 Phasen aus den PWMs oder Timern gleichzeitig
zu holen ohne noch ne externe Hardware dran zu packen.
Sieh dich bei den dsPICs um die gibts mit verschiendensten Anzahl an
PWM-Modulen. Timer braucht man ja nur einen für die PWM wenns um ein
Multiphasendesign geht. Oder bei den kleinen C2000 DSPs von TI. Größere
DSPs sind einfach Overkill für so eine Anwendung.
MFG Fralla
@Sepp
>>Bei einer Filterdrossel? Da ist es vielleicht sogar wünschenswert, daß>>hohe Frequenzen nur noch über den Skin (= hoher R) wollen ...>Nein, Erwärmung ist nicht erwünscht. Ein Filter funktioniert auch ohne>die Störfrequenzen nur zu verheizen.
Ist schon richtig. Aber die Störfrequenzen haben wohl einen
vergleichsweise kleinen Energiegehalt (soll ja eine EMC-Filterdrossel
werden, nicht eine Speicherdrossel o.ä.), insofern ist der Skineffekt
wohl nicht so ausschlaggebend. Und falls doch - dann wickle Deine
Drossel eben mit 10cm-Rohr ;-)
>Ist schon richtig. Aber die Störfrequenzen haben wohl einen>vergleichsweise kleinen Energiegehalt (soll ja eine EMC-Filterdrossel>werden, nicht eine Speicherdrossel o.ä.),
Nur ist EMC nicht gleich EMC. Es geht hier um den Rippel der
Schaltfrequenz, welcher geblockt werden Soll. Da ist schon ordendllich
Energie dabei, im vergleich zu den Hochfrequenten Störungen im Mhz
Bereich. Also ist Verheizen einfach schlecht und nicht das Ziel.
Grüße
Sepp
wie groß ist denn der Ripple? Und welche Frequenz? Denn die
Ripple-Frequenz müsste ja recht hoch sein, damit die 300nH überhaupt was
signifikantes bewirken
Und vor allem: wenn da Störungen auf der Leitung sind, dann hilft es
idR. gar nichts, wenn die einfach abgeblockt werden. Schlimmstenfalls
gehts dann eben über die Luft weiter.
Letztlich muss die Störenergie abgeleitet oder vernichtet werden...
@ Lothar Miller (lkmiller) (Moderator) Benutzerseite
>Und vor allem: wenn da Störungen auf der Leitung sind, dann hilft es>idR. gar nichts, wenn die einfach abgeblockt werden. Schlimmstenfalls>gehts dann eben über die Luft weiter.
Jain.
>Letztlich muss die Störenergie abgeleitet oder vernichtet werden...
Nana, mal nicht so vorschnell. Wenn ds so wäre, würden alle Class-C
Verstärker in der HF-Technik haufenweise Energie sinnlos verheizen.
Machen sie aber nicht, sonder sie blocken nur die unerwünschten
Frequenzen mit hohem (Blind)Widerstand.
>Und vor allem: wenn da Störungen auf der Leitung sind, dann hilft es>idR. gar nichts, wenn die einfach abgeblockt werden. Schlimmstenfalls>gehts dann eben über die Luft weiter.>Letztlich muss die Störenergie abgeleitet oder vernichtet werden...
Aber nicht der Schaltripplte eines Buck Konverter. Oder hast du schon
gesehen, dass ein Buck die Oberwellen der PWM "wegheizt"? Nein, das LC
Glied Filtert sie raus, und das möglichst Verlustsarm. Die Impedanz für
diese Frequenzen hoch ist, ein LC-Filter eben.
>Schlimmstenfalls gehts dann eben über die Luft weiter.
Man muss unterscheiden worum es geht. Sepp will den Schaltripple"
Filtern. Der wird bei Conducted-EMI gemessen und wird im 100kHz-500kHz
Bereich sein und im A Bereich liegen. Da ist wegheizen unsinn..
Ganz im Gegenteil zu den Frequenzen bei der radiated EMI Messung. Diese
Störungen sind Sinnvol durch "wegheizen" zu bekämpfen.
>Na, dann ist der Skineffekt ja erwünscht ;-)
Interessiert den Schaltripple recht wenig. Die mV an 50Ohm bekämpft der
jedenfalls nicht, schon gar nicht bei einem Leiter mit so viel
Oberfläche.
>wie groß ist denn der Ripple? Und welche Frequenz? Denn die>Ripple-Frequenz müsste ja recht hoch sein, damit die 300nH überhaupt was>signifikantes bewirken
Ich kenne den Wandler zwar nicht, jedoch ähnliche. die Frequenz muss
nicht unbedingt hoch sein, wenn das C entsprechnd groß ist. Bei so hohen
Strömem kann man sich kein großes "L" in der Filterstufe erlauben.
>Nana, mal nicht so vorschnell. Wenn ds so wäre, würden alle Class-C>Verstärker in der HF-Technik haufenweise Energie sinnlos verheizen.>Machen sie aber nicht, sonder sie blocken nur die unerwünschten>Frequenzen mit hohem (Blind)Widerstand.
100% Zustimm!
MFG Fralla
>Ich kenne den Wandler zwar nicht, jedoch ähnliche. die Frequenz muss>nicht unbedingt hoch sein, wenn das C entsprechnd groß ist. Bei so hohen
Nicht einfach das C groß, sondern dessen Impedanz klein.
>Nicht einfach das C groß, sondern dessen Impedanz klein.
C im Verhältnis zum L groß, das muss einfach sein bei hohem Strom. Wie
die Impedanz des Cs aussieht ist wieder ein anderes Thema...
So hab die Drossel jetzt "gebaut". Das bauen war einfach, da meine
Schienen genau auf in den ELP58 Kern passen. Musste sie nur, dass beide
Schienen durchgehen. Luftspalt habe ich auf fast 2mm erhöhen müssen.
Lastsürünge leiden unter der Drossln, naja.
Das Beide Schienen mehr Induktivität haben stört nicht, zumindest ist
mir nichts aufgefallen.
Allerdings gibts ein anderes Phänomen, der Drosselstrom sieht nicht so
aus wie erwartet, der hat mehrere "Knicke" pro Takt. Ist in allen Phasen
so, jedoch unterschiedlich ausgeprägt. Außerdem sieht man am Ausgang
sehr stark den Schaltripple, klar ist bei dem Strom zu erwarten, aber es
ist weit schlimmer aus berechnet, ja die Parasiten. Aber die
Aufsteckdrossel hilf.
Was kann das sein?
Grüße,
Sepp
>Wie weit wird denn der Kern ausgesteuert? => Sättigung ?
Nein, Sättigung kann ausgeschlossen werden, da ich die L vs I Kurve des
Kerns kenne und weil der Effekt auch bei Strömen auftritt welche weit
vom Peakstrom entfernt sind. Eine Sättigung würde auch keine "Knicke" im
Strom verursachen, wurde mittels starker Überlast getestet.
Fralla schrieb:
>Man kann sich kaum vorstellen, was "mehrere Knicke" im Strom sein>sollen. Mal etwas auf oder Scope-Screenshot.
Hast recht, werde ich noch Nachholen.
Grüße,
Sepp
Im Anhang der Drosselstrom, ich hab die Knicke eingezeichnet, die ich
merwürdig finde.
Weiters ist eigenartig, dass ein Synchronfet (3x parallel) immer recht
kalt bleibt, die anderen dadurch sehr heiß.
Grüße
Sepp