Hallo,
ich habe folgendes Problem.
Ich schicke mit einen Atmega16 über ein Siemens S55 SMS.
Da das Handy ab und an auch geladen werden möchte wollte ich das über
den Atmega steuern lassen. Die einfachste Möglichkeit wäre meiner
Meinung nach, das Handy direkt mit den 5V Versorgungsspannung des
Atmegas zu laden.
Leider passiert beim Anlegen von 5V an das Handy rein garnichts.
Daraufhin habe ich ein altes Ladegerät geöffnet (siehe Bilder im
Anhang). Da scheinen noch 2 Widerstände in Reihe geschaltet zu sein. Hab
diese gerade mal kurz mit einem Multimeter gemessen, die haben einen
Widerstand der gegen 0 geht.
Kennt sich jemand mit Schaltnetzteilen aus und kann mir eventuell
weiterhelfen?
Der Ausgang oberhalb von R21 geht zu GND, der gelbe unten zu Plus.
Gruß und Danke schonmal
Ah ok, ich dachte ich les da 100 Ohm. Woran seh ich, dass es 0,1 Ohm
sind?
Ich hab ein regelbares Netzteil, das hab ich auf 5V eingestellt und
angeschlossen. Das kann bis 10A, aber ich hatte mein Messgerät
dazwischen um den Strom zu prüfen und da ging nix drüber.
Dass es 100mOhm und keine 100Ohm sind, erkennst du an der Aufschrift: Im
Sub-Ohm bereich steht ein 'R' vor dem Wert.
Die Aufschrift '100' (10E+0)wären aber auch keine 100Ohm, sondern 10Ohm,
100Ohm würde '101' (10E+1) heißen.
Das ganze ist so zu interpretieren:
Beispielaufschrift: '123', Widerstandswert: 12E+3 (12 * 10^3), also
12kOhm. Einfach ausgedrückt könnte man auch sagen: 'Die ersten zwei
Ziffern als Wert, die dritte gibt die Anzahl an Nullen dahinter an'.
Gilt so für dreiziffrige Aufschriften auf Wiederständen (was auch eine
Aussage hat: nämlich, dass dieser Widerstand eine Toleranz von 5%
besitzt - 1%ige tragen eine vierziffrige Aufschrift).
Weiteres dazu findet sich z.B. hier:
http://de.wikipedia.org/wiki/Widerstand_%28Bauelement%29#Angaben_auf_SMD-Widerst.C3.A4nden
...über den ganzen Widerstandskram das Eigentliche vergessen...
Ich wollte fragen:
Sicher, dass 5V als Ladespannung ausreichend sind?!
Das Ladegerät kann ja nicht viel (anders) machen - ist ja eine völlig
ungeregelte, ungestellte Quelle - Einweggleichrichtung und ein
Pufferelko, die 200mOhm wohl zur Strombegrenzung...
Es gibt ältere Handys die etwas mehr Spannung zum Laden benötigen, das
S55 sollte allerdings mit 5V laden. Dreh doch einfach mal die Spannung
ein bißchen hoch (max. 6V) aber stell eine Strombegrenzung von max.
500mA ein, damit da nix abraucht.
Also auf dem Gehäuse steht 5V 400mA, deswegen dachte ich das sollte auch
raus kommen...
Werd ich vielleicht auch mal noch überprüfen.
Zu der Geschichte mit dem Spannung leicht erhöhen, das werde ich morgen
mal ausprobieren. Kann allerdings an meine Netzteil keine
Strombegrenzung einstellen. Wie kann ich den zur Not begrenzen?
Gruß und Danke
Hab jetzt mal die Ausgangsspannung am unbelasteten Ladegerät gemessen,
da kommen 8,75V raus...
Fällt die Spannung beim belasteten Netzteil soweit ab, dass die Spannung
auf irgendwas mit 5,xV geht?
Ok und was bedeutet das jetzt?
Ich kann auf jedenfall nicht mit meinen 5V laden oder? Aber wie dann?
Sorry, aber ich hab davon nicht so richtig Ahnung...
du brauchst auf jeden Fall ein Netztteil mit Strombegrenzung ca. 400mA.
Das Netzteil sollte eine Leerlaufspannung von 8,75V haben und welches
dann dann unter Last auf etwas über Akku-Spannung einbricht.
Waru nimmst Du nicht das Orginal-Netzteil zum Laden?
Alles lässt sich ja irgendwie nachbilden... Die Frage ist stets, ob sich
der Aufwand lohnt. Wobei es ja auch nicht zu kompliziert umsetzbar ist:
5.xV über Diode an Elko, über einen kleine Ladungspumpe 8.75V aus den 5V
erzeugen und hochohmig ebenfalls dem Elko zuführen. Hinter dem Elko
irgendein Schaltelement hin zum Handy (sofern es eben dauerhaft
angeschlossen ist)...
In TF2 heißt das Übercharge ;)
Ein weitere Möglichkeit wäre den Akku direkt zu laden, entweder über
einen Lade-IC oder über den Atmel mit Ladeschaltung. Ich weiß jedoch
nicht, ob die Akkuanschlüsse nach "draußen geführt werden.
Auf jeden Fall reichen dann 5V.
Eine weitere Alternative wäre, den handyakku raus zu schmeißen und das
Handy an die Versorgung der Restschaltung mit anzuklemmen. Sofern
benötigt, über Spannungswandler oder so.
@Testfall
Das geht leider nicht (zumindest wollte ich es nicht), da das Handy an
sich funktionsfähig bleiben soll.
@Julian
Die Akkupins werden auch nicht an der Slim-Lumberg-Buchse herausgeführt.
Ich schließe das Handy über dessen serielle Schnittstelle an den
Controller. Dazu habe ich mir ein Anschlußkabel für das Handy gebastelt,
welches komplett belegt ist. Damit gehe ich auf die (noch nicht
vorhandene) Platine. Wenn ich das original Ladegerät nehmen würde,
müsste ich das an der Platine anschließen und zu- und abschalten. Damit
das Ladegerät jetzt aber nicht ständig und unnötig am 230V Netz hängt
müsste ich das über eine schaltbare Steckdose vom Controller aus an und
abschalten. Und dass ich an 230V schalte wollte ich eigentlich
vermeiden. Eine Zeitschaltuhr fällt leider auch weg, da ich den
Ladezustand des Handys abfrage und erst lade möchte wenn der Akku unter
20% ist.
Julian Baugatz schrieb:> Betreib doch Deinen Atmel auch über das Handy-Netzteil + Linearregler.> Wenn Deine Schaltung auch mit weniger als 5V arbeitet sollte das gehen.
Tut sie momentan leider nicht. Hatte vor mehrere 5V Relais zu verwenden,
bzw. hab ich die noch hier rumliegen.
Bekomm ich dabei nicht ein Problem mit der Spannungsversorgung wenn der
Akku die komplette Leistung des Netzteils zieht?
@Arno Nyhm
Hab mal ein Bild angehängt, ist das so gemeint gewesen?
Kann mir jemand Tips zu den Bauteilen geben? Hab noch nie eine
Ladungspumpe verwendet.
Danke
Ich habe Dir mal einen Schaltplan gezeichnet (flüchtig...).
Die Werte musst Du selbst berechnen - das Datenblatt zum ICL7660 gibt
alles nötige her.
Die Ausgangsspannung von 8V passt mit einer Versorgungsspannung des ICLs
mit 5V ganz gut - die Ausgangsspannung ist die doppelte
Versorgungsspannung minus der Summe der Fluss-Spannungen der Dioden, in
diesem Fall also keine Schottky-Dioden einsetzen!
Das Relais dient dazu, die Schaltung vom Handy trennen zu können - sie
muss unbelastet sein um die 8V am Ausgangselko aufbauen zu können. Der
(Über-)Ladewiderstand darf nicht zu klein sein, damit das Handy nicht
mehr als 5V beim eigentlichen Ladevorgang sieht - wobei das nicht
kritisch sein kann, bedenkt man den Aufbau des Original-Ladegerätes, des
weiteren kann der ICL7660 ohnehin nicht viel Strom liefern - maximal
20mA.
Eleganter ist es natürlich, statt des Relais einen FET zu verwenden -
die verfeinerung überlasse ich mal Dir; Du hast ja sowieso einen
Mikrocontroller in der Schaltung, da kannst Du ja leicht eine
'Ladevorgang starten'-Funktionalität implementieren.