Siemens S55 über Atmega laden

Gast #2164492
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Hallo,

ich habe folgendes Problem.
Ich schicke mit einen Atmega16 über ein Siemens S55 SMS.
Da das Handy ab und an auch geladen werden möchte wollte ich das über 
den Atmega steuern lassen. Die einfachste Möglichkeit wäre meiner 
Meinung nach, das Handy direkt mit den 5V Versorgungsspannung des 
Atmegas zu laden.
Leider passiert beim Anlegen von 5V an das Handy rein garnichts. 
Daraufhin habe ich ein altes Ladegerät geöffnet (siehe Bilder im 
Anhang). Da scheinen noch 2 Widerstände in Reihe geschaltet zu sein. Hab 
diese gerade mal kurz mit einem Multimeter gemessen, die haben einen 
Widerstand der gegen 0 geht.
Kennt sich jemand mit Schaltnetzteilen aus und kann mir eventuell 
weiterhelfen?
Der Ausgang oberhalb von R21 geht zu GND, der gelbe unten zu Plus.


Gruß und Danke schonmal
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Gast #2164761
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Ah ok, ich dachte ich les da 100 Ohm. Woran seh ich, dass es 0,1 Ohm 
sind?
Ich hab ein regelbares Netzteil, das hab ich auf 5V eingestellt und 
angeschlossen. Das kann bis 10A, aber ich hatte mein Messgerät 
dazwischen um den Strom zu prüfen und da ging nix drüber.
Gast #2165077
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Dass es 100mOhm und keine 100Ohm sind, erkennst du an der Aufschrift: Im 
Sub-Ohm bereich steht ein 'R' vor dem Wert.
Die Aufschrift '100' (10E+0)wären aber auch keine 100Ohm, sondern 10Ohm,
100Ohm würde '101' (10E+1) heißen.

Das ganze ist so zu interpretieren:
Beispielaufschrift: '123', Widerstandswert: 12E+3 (12 * 10^3), also 
12kOhm. Einfach ausgedrückt könnte man auch sagen: 'Die ersten zwei 
Ziffern als Wert, die dritte gibt die Anzahl an Nullen dahinter an'.
Gilt so für dreiziffrige Aufschriften auf Wiederständen (was auch eine 
Aussage hat: nämlich, dass dieser Widerstand eine Toleranz von 5% 
besitzt - 1%ige tragen eine vierziffrige Aufschrift).

Weiteres dazu findet sich z.B. hier: 
http://de.wikipedia.org/wiki/Widerstand_%28Bauelement%29#Angaben_auf_SMD-Widerst.C3.A4nden
Gast #2165079
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...über den ganzen Widerstandskram das Eigentliche vergessen...
Ich wollte fragen:

Sicher, dass 5V als Ladespannung ausreichend sind?!
Das Ladegerät kann ja nicht viel (anders) machen - ist ja eine völlig 
ungeregelte, ungestellte Quelle - Einweggleichrichtung und ein 
Pufferelko, die 200mOhm wohl zur Strombegrenzung...
Gast #2165317
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Also auf dem Gehäuse steht 5V 400mA, deswegen dachte ich das sollte auch 
raus kommen...
Werd ich vielleicht auch mal noch überprüfen.

Zu der Geschichte mit dem Spannung leicht erhöhen, das werde ich morgen 
mal ausprobieren. Kann allerdings an meine Netzteil keine 
Strombegrenzung einstellen. Wie kann ich den zur Not begrenzen?

Gruß und Danke
Gast #2166558
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Hab jetzt mal die Ausgangsspannung am unbelasteten Ladegerät gemessen, 
da kommen 8,75V raus...
Fällt die Spannung beim belasteten Netzteil soweit ab, dass die Spannung 
auf irgendwas mit 5,xV geht?
Gast #2167120
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Alles lässt sich ja irgendwie nachbilden... Die Frage ist stets, ob sich 
der Aufwand lohnt. Wobei es ja auch nicht zu kompliziert umsetzbar ist:
5.xV über Diode an Elko, über einen kleine Ladungspumpe 8.75V aus den 5V 
erzeugen und hochohmig ebenfalls dem Elko zuführen. Hinter dem Elko 
irgendein Schaltelement hin zum Handy (sofern es eben dauerhaft 
angeschlossen ist)...
In TF2 heißt das Übercharge ;)
Gast #2167517
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@Testfall
Das geht leider nicht (zumindest wollte ich es nicht), da das Handy an 
sich funktionsfähig bleiben soll.

@Julian
Die Akkupins werden auch nicht an der Slim-Lumberg-Buchse herausgeführt.

Ich schließe das Handy über dessen serielle Schnittstelle an den 
Controller. Dazu habe ich mir ein Anschlußkabel für das Handy gebastelt, 
welches komplett belegt ist. Damit gehe ich auf die (noch nicht 
vorhandene) Platine. Wenn ich das original Ladegerät nehmen würde, 
müsste ich das an der Platine anschließen und zu- und abschalten. Damit 
das Ladegerät jetzt aber nicht ständig und unnötig am 230V Netz hängt 
müsste ich das über eine schaltbare Steckdose vom Controller aus an und 
abschalten. Und dass ich an 230V schalte wollte ich eigentlich 
vermeiden. Eine Zeitschaltuhr fällt leider auch weg, da ich den 
Ladezustand des Handys abfrage und erst lade möchte wenn der Akku unter 
20% ist.
Gast #2168841
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Julian Baugatz schrieb:
> Betreib doch Deinen Atmel auch über das Handy-Netzteil + Linearregler.
> Wenn Deine Schaltung auch mit weniger als 5V arbeitet sollte das gehen.

Tut sie momentan leider nicht. Hatte vor mehrere 5V Relais zu verwenden, 
bzw. hab ich die noch hier rumliegen.

Bekomm ich dabei nicht ein Problem mit der Spannungsversorgung wenn der 
Akku die komplette Leistung des Netzteils zieht?

@Arno Nyhm
Hab mal ein Bild angehängt, ist das so gemeint gewesen?
Kann mir jemand Tips zu den Bauteilen geben? Hab noch nie eine 
Ladungspumpe verwendet.

Danke
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Gast #2180679
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Ich habe Dir mal einen Schaltplan gezeichnet (flüchtig...).
Die Werte musst Du selbst berechnen - das Datenblatt zum ICL7660 gibt 
alles nötige her.
Die Ausgangsspannung von 8V passt mit einer Versorgungsspannung des ICLs 
mit 5V ganz gut - die Ausgangsspannung ist die doppelte 
Versorgungsspannung minus der Summe der Fluss-Spannungen der Dioden, in 
diesem Fall also keine Schottky-Dioden einsetzen!
Das Relais dient dazu, die Schaltung vom Handy trennen zu können - sie 
muss unbelastet sein um die 8V am Ausgangselko aufbauen zu können. Der 
(Über-)Ladewiderstand darf nicht zu klein sein, damit das Handy nicht 
mehr als 5V beim eigentlichen Ladevorgang sieht - wobei das nicht 
kritisch sein kann, bedenkt man den Aufbau des Original-Ladegerätes, des 
weiteren kann der ICL7660 ohnehin nicht viel Strom liefern - maximal 
20mA.
Eleganter ist es natürlich, statt des Relais einen FET zu verwenden - 
die verfeinerung überlasse ich mal Dir; Du hast ja sowieso einen 
Mikrocontroller in der Schaltung, da kannst Du ja leicht eine 
'Ladevorgang starten'-Funktionalität implementieren.
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