Irgendwann hat man sie halt genug ausgepresst und an die Wand gedrückt.
Es ist die verdammte Pflicht der Leitung, so etwas zu verhindern. Wo
sollen die Leute bei Problemen denn auch noch hingehen? Sollen sich die
Leute von ihrer Handpuppe leiten lassen? Sollen sie alles, was man über
Jahre hinweg versäumt hat so simsalabim-mäßig wegzaubern?
Hokuspokus-Hexhex? Da werden unternehmerische Versäumnisse zu
persönlichen Einzelschicksalen, wenn man dann auch noch das letzte
unternehmerische Risiko abgewälzt hat.
Change. Now.
Leiharbeit macht krank. Wesentlich mehr Stress. Keine planbare Zukunft.
Kein Hausbau möglich. Keine Familienplanung. Keine Möglichkeit
Freundschaften zu pflegen.
Wenn die Welt gerecht wäre, würden Leiharbeiter wesentlich mehr als die
normalen Angestellten verdienen.
genervt schrieb:>> Wenn die Welt gerecht wäre, würden Leiharbeiter wesentlich mehr als die>> normalen Angestellten verdienen.
Im europäischen Nachbarland ist das so.
Hi
Wiz schrieb:> Wenn die Welt gerecht wäre, würden Leiharbeiter wesentlich mehr als die> normalen Angestellten verdienen.
Hörensagen AN:
Außerhalb Deutschland sollen teilweise Leiharbeiter teurer als eigenes
Volk sein, da Diese dort als eine Art 'Springer' eingesetzt werden -
eben Da, wo's brennt - und Da dort eben Arbeitskraft fehlt, macht Es
auch Nichts, daß Diese teurer eingekauft werden muß.
Wenn's sich rechnet, kann man den Selben Arbeiter für weniger Geld
selber einstellen - mir ist aber nicht bekannt, wie viel von dem
Mehr-Lohn beim Arbeiter selber ankommt.
Hier in -D- ist's halt so, daß man den Sklaven billiger geliehen bekommt
und noch die Sicherheit hat, sich binnen SEKUNDEN von Ihm trennen zu
können, wenn Er 'nichts taugt' ... oder muckt ...
... wäre so leicht ... einfach alle paar Jahre ein Kreuz und man hat
zumindest die Chance, was zu Ändern ... ohne 'Kreuz' bleibt's bei den
Großen und da wird sich nicht viel ändern!
MfG
Patrick J. schrieb:> ... wäre so leicht ... einfach alle paar Jahre ein Kreuz und man hat> zumindest die Chance, was zu Ändern ... ohne 'Kreuz' bleibt's bei den> Großen und da wird sich nicht viel ändern!
Ich sag ja: Will doch keiner ändern, also wozu die Aufregung?
Wiz schrieb:> Leiharbeit macht krank. Wesentlich mehr Stress. Keine planbare Zukunft.> Kein Hausbau möglich. Keine Familienplanung. Keine Möglichkeit> Freundschaften zu pflegen.>> Wenn die Welt gerecht wäre, würden Leiharbeiter wesentlich mehr als die> normalen Angestellten verdienen.
Leiharbeit ist doch für die Arbeitgeberseite toll: schnell kündbar,
maximal erpressbar, mehr Leistung und Arbeitszeit bei gleichzeitigem
Lohnverzicht.
Und Müntefering hat dafür gesorgt, das Leiharbeit praktisch zeitlich
unbegrenzt ist.
Henry G. schrieb:> Leiharbeit ist doch für die Arbeitgeberseite toll: schnell kündbar,> maximal erpressbar, mehr Leistung und Arbeitszeit bei gleichzeitigem> Lohnverzicht.> Und Müntefering hat dafür gesorgt, das Leiharbeit praktisch zeitlich> unbegrenzt ist.
Leiharbeiter werden nicht unter Personalkosten verbucht sondern
Betriebskosten, d.h. sie sind absetzbar. Alle Vorteile dem Betrieb, alle
Nachteile dem Entleihsklaven aufgehalst.
Henry G. schrieb:> Leiharbeit ist doch für die Arbeitgeberseite toll: schnell kündbar,> maximal erpressbar, mehr Leistung und Arbeitszeit bei gleichzeitigem> Lohnverzicht.> Und Müntefering hat dafür gesorgt, das Leiharbeit praktisch zeitlich> unbegrenzt ist.
Sehr richtig.
Nun wird aber die SPD kaum noch mal mehr über 28 % kommen. Ob es das
wert war?
September 2018 soll aber Schluss damit sein. Dann muss das
Leihverhältnis zum Kunden 3 Monate und 1 Tag ausgesetzt werden.
Mittwochsaccount schrieb:> Leiharbeiter werden nicht unter Personalkosten verbucht sondern> Betriebskosten, d.h. sie sind absetzbar.
Personalkosten sind das auch.
Wiz schrieb:> Leiharbeit macht krank. Wesentlich mehr Stress. Keine planbare> Zukunft.> Kein Hausbau möglich. Keine Familienplanung. Keine Möglichkeit> Freundschaften zu pflegen.>> Wenn die Welt gerecht wäre, würden Leiharbeiter wesentlich mehr als die> normalen Angestellten verdienen.
Wen interessiert das? Wer soll sich für das "Wohle der Leiher"
einsetzen? VDI?
Ach,
und nächstes Jahr kommt dann ein Studie, das einem Zeitsklaven das Wohl
der Firma in der er buckeln darf, nicht die Bohne interessiert...
Schraube in den Dreck gefallen, egal aufheben, reinschrauben sieht
keiner...
Crimpung nicht einwandfrei, egal kommt in einen Stecker sieht keiner...
Kabelsatz unter Spannung, egal Deckel drauf sieht keiner...
Getriebe nicht eingefettet, egal Deckel drauf sieht keiner...
Platine falsch montiert, egal Deckel drauf sieht keiner...
Kollege macht Mist, egal geht mich nichts an...
Das könnte man besser machen, egal geht mich nichts an...
Solange ihr tut als würdet ihr mich bezahlen, solange werde ich auch tun
als würde ich arbeiten, und wenn mal die Nase läuft gibt es einen gelben
Urlaubschein...
So what, when you pay peanuts you will get monkeys...
mfg
Gast
_Gast schrieb:> Schraube in den Dreck gefallen, egal aufheben, reinschrauben sieht> keiner...> Crimpung nicht einwandfrei, egal kommt in einen Stecker sieht keiner...> Kabelsatz unter Spannung, egal Deckel drauf sieht keiner...> Getriebe nicht eingefettet, egal Deckel drauf sieht keiner...> Platine falsch montiert, egal Deckel drauf sieht keiner...> Kollege macht Mist, egal geht mich nichts an...> Das könnte man besser machen, egal geht mich nichts an...
Da Mal nen Refrain für ein Lied draus machen... :D
Mitarbeiter schrieb:> Das könnte man besser machen, egal geht mich nichts an...
Ja, als Leiharbeiter hat man mehr Spass. ;)
Auch ganz lustig ist zuzusehen wie oft eine Maschine zurückkommen kann
und sich dann doch ohne Reperatur durch den Prüfstand drücken lässt.
_Gast schrieb:> Ach,>> mfg> Gast
Leider ist das nicht ganz so, denn Leiher hoffen oft auf eine
Festeinstellung und geben sich extra viel Mühe. Und auch Leiher möchten
stolz auf ihre Arbeit sein, deshalb arbeiten sie oft segr gut. Und
schließlich haben Leiher Angst vor dem Verlust des Arbeitsplatzes und
geben sich deshalb viel Mühe. Leiher sind in vielen Fällen brave und
nicht abgezockte Kollegen, sonst wären sie keine Leiher. Aus diesen
Gründen kann man aus Leihern viel rausholen.
Bravo schrieb:> Leider ist das nicht ganz so, denn Leiher hoffen oft auf eine> Festeinstellung und geben sich extra viel Mühe.
Ja, man "muss halt in Vorleistung gehen". Hört man hier öfters...
Bück dich, Befehl ich dir!
Warum der Chef aber beim Lohn nicht in Vorleistung geht? Würde doch
motivieren zu arbeiten... Ach ne, da müsste man dem Mitarbeiter ja
vertrauen...
(bin nicht in der leiharbeit, aber dies ist ein ähnlich gelagertes
Problem)
Wiz schrieb:> Wenn die Welt gerecht wäre, würden Leiharbeiter wesentlich mehr als die> normalen Angestellten verdienen.
Manchmal tun sie das auch.
War sieben Jahre Mädchen für Alles bei einem "Worldwide Leader of
blablabla..." Dank Nullrunden und steigenden Lebenserhaltungskosten ging
der Reallohn jährlich runter. Nach nem Heulkrampf hab ich dann beim
Verleiher angeheuert und 25% mehr rausgeholt. Sitze jetzt in nem großen
Rüstungsunternehmen und klick auf SAP rum. Gefühlt max. 30 % Auslastung.
Geht also auch anders.
Privat studiere ich Molekularbiologie nebenbei, damit das Hirn nicht
eintrocknet.
Man könnte auch sagen, die Leiharbeiter sind zunächst etwas mehr krank
(was mich allerdings doch sehr wundert, da hier offenbar auch recht
schnell gekündigt wird).
Da ich dies selbst mitgemacht habe und Leih-Ingenieure im Schnitt älter
und damit auch mehr Gebrechen haben stelle ich die These auf, dass die
auch früher sterben (leider).
Grund: Zusätzlicher Stress durch Fahren, Jobunsicherheit, zu wenig Zeit
zu den Ärzten in der Heimatregion zu gehen, usw..
Also Zeit hat der Leihing. schon nur ist das dann abends und am WE und
seine Stammärzte haben dann zu!
Umso mehr ein Grund ein besseres Gehalt zu erstreiten bzw. zusätzliche
Urlaubstage zu bekommen!
Das ist so ähnlich wie (früher) die Erkenntnis, dass Eheleute, oder
Kirchbesucher länger leben oder gesünder sind.
Naja. Arme, Kranke, Alkoholiker, Spinner, Krüppel, Schwachsinnige, ....
sind meist weniger attraktiv oder aktiv.
Bei Leiharbeitern das gleiche. Wer gut ist, wird eher behalten. Wer es
drauf hat, bietet sich auf eigene Rechnung an oder wird gleich
selbstständig.
Ich denke die Statistik speist sich überwiegend aus Leih-Facharbeitern
in körperlich anstrengender Tätigkeit sowie den Bereichen Gastronomie
und Gehilfentätigkeiten.
Branchen in denen 20 und mehr unterschiedliche Arbeitgeber keinerlei
Probleme bedeuten und in denen problemlos neue Anstellungen gefunden
werden können.
Henry G. schrieb:> Leiharbeit ist doch für die Arbeitgeberseite toll: schnell kündbar,> maximal erpressbar, mehr Leistung und Arbeitszeit bei gleichzeitigem> Lohnverzicht.> Und Müntefering hat dafür gesorgt, das Leiharbeit praktisch zeitlich> unbegrenzt ist.
Und gerade deswegen kommt dann oft so was heraus:
_Gast schrieb:> Schraube in den Dreck gefallen, egal aufheben, reinschrauben sieht> keiner...> Crimpung nicht einwandfrei, egal kommt in einen Stecker sieht keiner...> Kabelsatz unter Spannung, egal Deckel drauf sieht keiner...> Getriebe nicht eingefettet, egal Deckel drauf sieht keiner...> Platine falsch montiert, egal Deckel drauf sieht keiner...> Kollege macht Mist, egal geht mich nichts an...> Das könnte man besser machen, egal geht mich nichts an...>> Solange ihr tut als würdet ihr mich bezahlen, solange werde ich auch tun> als würde ich arbeiten, und wenn mal die Nase läuft gibt es einen gelben> Urlaubschein...>> So what, when you pay peanuts you will get monkeys...
Die Leihbude verdient pro Leihsklave etwa 15 - 23€ die Stunde.
Davon bekommt man im Idealfall 8€ die Stunde plus einer eventuellen
Zulage von 1 - 2€ je nach entliehener Firma.
Dann bekommt man noch mit etwas Glück Fahrgeld so das zumindest 1
Tankfüllung zum teil gedeckt ist.
Und das auch nur ab eine bestimmte Entfernung Wohnung - Einsatzfirma.
Die Schweinerei dabei ist das dies nur für eine Fahrstrecke gilt.
Danilo schrieb:> September 2018 soll aber Schluss damit sein. Dann muss das> Leihverhältnis zum Kunden 3 Monate und 1 Tag ausgesetzt werden.
Trixi Andrea hat aber auch für dieseb Fall schon abgedeckt!
Und September 2018, da ist die Bundeswahl 2017 schon ein Jahr her, und
die nächste Bundeswahl kommt dann erst in 3 Jahren.
Möchte garned dran denken warum die "Neuregelung" erst zum März 2017 in
Kraft getreten ist.
Aber wer den Budenzauber der SPD`ler noch glaucht, der glaub auch dran
das der Hamster im Laufrad eigentlich der Osterhase ist!
Zitat"... wäre so leicht ... einfach alle paar Jahre ein Kreuz und man
hat
zumindest die Chance, was zu Ändern ... ohne 'Kreuz' bleibt's bei den
Großen und da wird sich nicht viel ändern!
"
Die Wahrheit
Wenn wählen was nützen würde wäre es verboten !!
klausi schrieb:> Ist nicht eher so, dass Leihings weniger krank sind, wegen der> dauernden Kündigungsangst in ihrem Dienstmädchen Dasein?
Eher ist es so, das der Leihing, der bei der Firma eingearbeitet ist zu
wertvoll ist, um wg. Krankheit gekündigt zu werden.
Das Ausfallrisiko trägt ja der Verleiher.
Da Ing. ned doof sind,
haben die ja auch mitbekommen, dass am Ende des "Projektes" man zu
99% zur Agentur für A. geschickt wird. Da zieht man die Möglichkeit der
Krankmeldung plus Krankengeld (80% des letzten Entgeldes) für 6 Wochen
der Krankenkassen vor, gegenüber der Leistung (60% des letzten
Entgeldes) der Agentur für A. vor!
U.U. ist man ja nach 6 Wochen schon wieder im Rennen!
Und hat vllt. auch noch die Wochen mit dem Krankengeld aufgefüllt die
einen zu weiteren 2 Monaten AlgI fehlen!
Ob Ings. weniger krank sind, bezeifel ich sehr!
Thomas1 schrieb:> Leiharbeiter sind nach Untersuchungen der Krankenkassen einige Tage> länger krank als Festangestellte.
Und was genau war jetzt eigentlich die Frage?
Lothar M. schrieb:> Thomas1 schrieb:>> Leiharbeiter sind nach Untersuchungen der Krankenkassen einige Tage>> länger krank als Festangestellte.> Und was genau war jetzt eigentlich die Frage?
...
Stimmt DAS?
Biste DU jetzt zufrieden?
Thomas1 schrieb:> Leiharbeiter sind nach Untersuchungen der Krankenkassen einige Tage> länger krank als Festangestellte.
Die Belastungen für Leiharbeiter sind höher, deshalb ist der Verschleiß
größer.
Das gleiche Modell wie bei allen möglichen anderen Objekten anwendbar.
Cha-woma M. schrieb:> Eher ist es so, das der Leihing, der bei der Firma eingearbeitet ist zu> wertvoll ist, um wg. Krankheit gekündigt zu werden.
Ja. Und auch das wird auch (irgend) eine Studie bestätigen. Vielleicht
sogar als Nachtrag auf die bisherige Studie:
(das gabs doch mal für Frauen , dass sie weniger krank feiern, obwohl
sie mehr krank sind.. oder so)
Cha-woma M. schrieb:> Ja, was passendes zum Thema finden:> https://www.welt.de/wirtschaft/bilanz/article167596138/Die-sechs-ungeschriebenen-Gesetze-des-Krankfeierns.html
Ja, aber trotzdem, findest du das nicht irgendwie krank?
Ich mein, du machst das ja nicht erst seit gestern oder seit letzter
Woche, das geht ja schon Jahre so.
Hast du schon mal drüber nachgedacht was du an Lebenszeit in dieses
Trollforum versenkt hast?
Und das schlimmste ist ja, dein Geblubber interessiert keinen Mensch.
Wie rechtfertigst du das vor dir selbst? Hast du noch Selbstachtung?
genervt schrieb:> Ich wette, dass Klitschensklaven auch länger krank sind, als> Konzernangestellte.
Würde ich jetzt so nicht sagen. Kleine Firmen haben oft ein gutes
Verhältnis der Angestellten zum Boss. Da ist man noch eher "loyal" und
kommt auch mit dem Kopf unterm Arm in die Firma weil sonst der Auftrag
den Bach runter geht.
In Konzernen ist Loyalität eher ein Fremdwort. Da wird dann eher mal
"krank gefeiert" wenn einem was nicht passt oder man ein paar Tage
Urlaub will...
So zumindest meine Erfahrung.
Masl schrieb:> Hast du schon mal drüber nachgedacht was du an Lebenszeit in dieses> Trollforum versenkt hast?
Warum Trollforum und versenkt? Neben ein paar Auswüchsen, die es in
einem Internetforum immer gibt, ist das hier im Großen und Ganzen ein
sehr gutes Forum mit kompetenten, hilfreichen Leuten. Ich halte mich oft
und gerne hier auf.
Patrick J. schrieb:> Außerhalb Deutschland sollen teilweise Leiharbeiter teurer
Habe in CH mal dieselbe Stelle zuerst als Leiharbeiter, dann als
Festanstellung angetreten.
Als Leiharbeiter war ich für die Firma wesentlich teurer, aber unterm
Strich bekam ich ziemlich exakt gleich viel wie bei der Festanstellung.
Was halt ändert ist die Sicherheit.