Hallo,
betrifft vielleicht nur wenige aber inzwischen bin ich deswegen drauf
und dran mal wieder in die Stellenanzeigen zu schauen.
Ich bin einer von zwei promovierten Ingenieuren in der Produktion eines
deutschen DAX Konzerns, der andere ist mein Chef. Fachlich bin ich allen
vorgesetzt, mir obliegt die Qualitätssicherung, nichts geht ohne mein OK
raus in die Fertigung. Die anderen 25 Leute sind "Fachkräfte", Meister,
Techniker, Verdrahter, Arbeiter usw.
Nach rund 1 Jahre merke ich, dass da ein Graben besteht, den keine
Partei überschreitet. Schon bei den Themen am Mittagstisch liegen da
Welten zwischen. Grundsätzlich beschränkt sich Kommunikation auf:
- Wer reisst die dümmsten Witze und hat die coolsten Sprüche?
- Wer hat damit die meisten Lacher und lacht am lautesten?
- Wer verteilt die dämlichsten Handy-Videos?
- Wer verarscht andere am besten?
- Wer hatte am Wochenende den höchsten Promille-Pegel?
- Wer hat welche "Alte" aufgerissen?
"Weltliche" Themen wie Politik, Wissenschaft, Deutschland, Ausland....
Fehlanzeige! Jeder versuch mal ein Gespräch über solche Themen zu
starten endet früher oder später in einer dämlichen Blödelei.
Ich erinnere mich noch als der Anschlag von Nizza verübt wurde oder der
in München. Wurde nicht mit einem Wort erwähnt, es ging um Fussball,
Schützenfest im Dorf, blablablubb..... arbeiten geht man nur um Geld zu
verdienen, echtes Interesse an den technischen Themen besteht nicht. Es
bastelt auch niemand privat mit Technik.
Spitze Sprüche wie "Du verdienst doch hier am meisten, da musst Du das
doch wissen!" sind üblich und auch das "Austesten" was der "Herr Doktor"
kann und weiss. Einige treiben das ziemlich auf die Spitze mit dieser
Rivalität, als wenn ich mich mit Kabeltypen auskennen muss. Die
Tatsache, dass ich keinen Alkohol trinke und zwar gar keinen wurde schon
als ".....der hat früher bestimmt mal gesoffen" getuschelt.
Das Ganze kotzt mich inzwischen nur noch an! Mein Chef und der aller
anderen geht damit einfach so um, dass er eine "berufliche Distanz" zu
allen hat, nicht gemeinsam mit denen Essen geht, auch nicht am "Klönen"
teilnimmt. Und vor allem kein einziges Wort über sein Privatleben
verliert. Niemand weiss irgendwas über ihn, nicht das Geringste. Er hat
eine Aura der Unnahbarkeit um sich geschaffen, redet nur beruflich.
Kennt ihr das und wie geht ihr damit um?
Da war dein Chef wohl schlauer. Ich weiß nicht, ob wenn du es ihm jetzt
gleichtust, das nicht ein wenig komisch ist. Das weiß nur du.
Aber bei dem was du so schreibst, würde ich wohl auch mit diesem Pöbel
mein Privatleben nicht teilen wollen.
Thomas W. schrieb:> "berufliche Distanz"
Jep, das ist ein Weg.
Immerhin besteht ein gewisses Gefälle zwischen dir und den "Arbeitern".
Das reicht, dass das Miteinander nicht unbedingt freundschaftlich
funktioniert.
Freunde außerhalb der Arbeit suchen!
Chefs verbrüdern sich nicht mit dem Proletariat.
Schließlich haben die auch viel zu verbergen, vor allem wenn es
um die erwirtschafteten Gewinne geht. Da wird dann Begehrlichkeit
befürchtet und das sicher nicht ohne Grund.
Akademiker in Führungspositionen sind vergleichbar und mit Vorsicht
zu behandeln, denn die vertreten nicht Arbeitnehmerinteressen,
sondern die des Chefs. Ich hatte mal einen, der gleich nach der
Uni einen Abteilungsleiterposten bekam, ohne Praxiserfahrung.
Weil er auch noch zehn Jahre jünger war, waren das ganz andere
Welten. Geholfen, wenn man mal Hilfe hätte brauchen können, hat
er auch nicht. Nach drei Wochen wollte der schon Projektergebnisse
wissen, was natürlich Quatsch war. Erst zum Schluss des Projekts
(drei Monate) wurde er mal wieder aktiv. Eine leitende Stelle
muss man sich verdienen, aber nicht durch Promotion, sondern
durch Berufserfahrung.
Verstehe das Problem nicht, er soll sich mal ein wenig locker machen, in
der Mittagspause ist Rumblödeln definitiv erlaubt, wer will da schon
über ernste Themen diskutieren. Klingt nach einem Menschen mit Stock im
Hintern. Etwas Alkohol zeigt da oft heilsame Wirkung.
Peter Lustig schrieb im Beitrag #4696268:
> Gibt es da eigentlich irgendwelche Organisationen, wo solche Leute sich> finden können?> Ich gehöre auch zu den Alkoholverweigerern
Androgyne Alkiantiholiker
Thomas W. schrieb:> Kennt ihr das und wie geht ihr damit um?
Ich such mir die Leute, mit denen ich was anfangen kann, und ignoriere
den Rest freundlich. Einfach schweigen. Bei politischen Themen sowieso,
führt eh zu nichts, und bei irgendwelchem anzüglichen Machokram ganz
besonders, weil man damit ganz schnell anecken kann, sollte eine
empfindliche weibliche Kollegin das mitkriegen. Kein Bock auf den
Zirkus, und Schw*nzvergleiche interessieren mich ohnehin nicht.
Rivalitäten mit Nicht-Akademikern vermeide ich einfach, weil die ja auch
wichtige Arbeit tun, sonst wären sie nicht da. Wenn ich also von den
Leuten was brauche und kriege, drücke ich Anerkennung aus und bedanke
mich, selbst wenn es dienstlich einfach angeordnet war. Zumal ich weiß,
wenn die Leute positives Feedback kriegen, sind sie nächstesmal auch
wieder motiviert. Das geht gelegentlich soweit, daß ich den Handwerkern
schonmal ihr dienstliches Werkzeug übers WE abschwatzen kann, wenn ich
zum Basteln mal Profi-Ausrüstung brauche.
Thomas W. schrieb:> Grundsätzlich beschränkt sich Kommunikation auf:>> - Wer reisst die dümmsten Witze und hat die coolsten Sprüche?> - Wer hat damit die meisten Lacher und lacht am lautesten?> - Wer verteilt die dämlichsten Handy-Videos?> - Wer verarscht andere am besten?> - Wer hatte am Wochenende den höchsten Promille-Pegel?> - Wer hat welche "Alte" aufgerissen?
16-30 jährige haben halt andere Gesprächsthemen.
Um mal beim Alkohol zu bleiben, habe ich mal das Thema Rotwein
eingeworfen.
Antwort: Musst Du mal mit Cola mischen - schmeckt gut!
Merkzettel: Rotwein ->kein gutes Thema.
Thomas W. schrieb:> Kennt ihr das und wie geht ihr damit um?
Freu Dich, das du andere Interessen hast und weißt, das du die mit denen
nicht teilen kannst.
Begieb dich auf deren Niveau.
Wenn du in gleicher art und weise kommunizierst, bist du nicht der
"feine Herr Doktor" sondern die coole sau die trotz Doktortitel auf dem
Boden geblieben bist.
Ich kenne jemanden der sich als Ingenieur möglichst eloquent ausdrückt.
Er verwendet möglichst viele fachwörter um sehr intelligent rüber zu
kommen.
Das nervt unglaublich, und das nicht nur mich, sondern auch alle anderen
die ihn kennen.
Ein Aussenstehender würde nur denken "Was ist das denn für ein Vogel?"
Ich passe mich an, wenn ich mit ihm rede, rede ich anders als wenn ich
mit anderen im Freundes-Freunde-Kreis rede.
Thomas W. schrieb:> "Weltliche" Themen wie Politik, Wissenschaft, Deutschland, Ausland....> Fehlanzeige! Jeder versuch mal ein Gespräch über solche Themen zu> starten endet früher oder später in einer dämlichen Blödelei.
Du willst also mit einer Gruppe von Menschen, die nur gezwungenermaßen
zusammen kommt, beim Mittagessen über Politik sprechen? Na dann mach
dich mal auf was gefasst.
Thomas W. schrieb:> Nach rund 1 Jahre merke ich, dass da ein Graben besteht, den keine> Partei überschreitet.
Warum tust du das nicht? Denn offenbar befindest du dich auf der
"anderen Seite"...
> nichts geht ohne mein OK raus in die Fertigung.
Und gibts da ab&an mal was zu meckern?
Wenn ja: du hast die Problemursache gefunden. Denn es gefällt keinem,
der seine Arbeit schon gemacht hat, wenn einer kommt und sagt:
Nachbessern!
> Das Ganze kotzt mich inzwischen nur noch an!
Wechsle den Betrieb. Es ist eigentlich eh' schon seltsam, dass ein
25-Mann Betrieb einen Doktor in der QS hat. Das kann eigentlich nur
durch Zwänge von aussen passiert sein.
> Die Tatsache, dass ich keinen Alkohol trinke und zwar gar keinen wurde> schon als ".....der hat früher bestimmt mal gesoffen" getuschelt.
Ähm, ja und? Leute reden eben. Das haben die Ärzte ganz gut erkannt und
formuliert:
http://www.die-beste-band-der-welt.de/texte/jazz_ist_anders/lasse_redn.htm
Zusammenfassend: Kollegen müssen nicht unbedingt auch Freunde sein!
Denn die Kollegen (und auch die bucklige Verwandtschaft) kann man sich
nicht aussuchen. Deshalb reicht es aus, wenn es halbwegs "normal" zugeht
und man sich nicht mit dem Messer in den Rücken sticht.
Lothar M. schrieb:> Es ist eigentlich eh' schon seltsam, dass ein 25-Mann Betrieb einen> Doktor in der QS hat. Das kann eigentlich nur durch Zwänge von aussen> passiert sein.Thomas W. schrieb:> in der Produktion eines deutschen DAX Konzerns
Lothar M. schrieb:> Es ist eigentlich eh' schon seltsam, dass ein> 25-Mann Betrieb einen Doktor in der QS hat.
Oder er ist ein Troll. Checke doch mal ob das die selbe IP ist wie der
Nichtraucher.
Rene H. schrieb:> Du bist ein Troll. Das Thema Rauchen ist sicher auch von Dir. Da kann> man mit dem Stock dran fühlen.
Du fühlst mit dem Stock? Wurde dein (Raucher)Arm amputiert?
Thomas W. schrieb:> Nach rund 1 Jahre merke ich, dass da ein Graben besteht (...)
z.B. nur die studierten untereinander duzen sich?
hier fing ein Scheffe mal an,
den "Frischgebackenen" plötzlich zu duzen,
während man vorher streng beim "Sie" war.
Hier sind auch Gräben zwischen Motorradfahrern, Fahrradfahrern
und "normalen" Leuten.
"Normal" deswegen, weil die Moped-Leute sich nur übers Mopped-Fahren und
Basteleien an den Zweirädern unterhalten können. Die Fahhrad-Leute nur
übers Fahrrad-Fahren.
-musst letztere mal in der Tour-de-France-Zeit sehen,
da kann man 2 Stunden lang (incl Chef) auf dem Gang stehen und
rumsalbadern, die Zeit ist immer.
mit allen anderen kannst über alles andere Schnacken...
Thomas W. schrieb:> als der Anschlag von Nizza verübt wurde oder der> in München. Wurde nicht mit einem Wort erwähnt, es ging um Fussball,> Schützenfest im Dorf, blablablubb
das finde ich dann wiederum OK,
weil der Terrorismus in den Medien schon genug umhergetrötet wird.
Der Andere schrieb:> Oder er ist ein Troll.> Checke doch mal ob das die selbe IP ist wie der Nichtraucher.
Das erstere liegt nahe, weil das offenbar wieder so ein
"Fire-and-forget" Thread ist, wo der TO nach seiner wortreich
beschriebenen Frage nicht mehr gesehen wird. Womit auch Zweiteres
beantwortet wäre... ;-)
Der Andere schrieb:> Oder er ist ein Troll. Checke doch mal ob das die selbe IP ist wie der> Nichtraucher.
Ich bin kein Troll oder was auch immer das ist. Ich habe ein Thema hier
eingebracht was durchaus Leute betreffen dürfte, die nach der Uni und 10
Jahren im Job eben "Vorgesetzter" sind, wenn auch kein
disziplinarischer. Und nein, ich arbeite nicht im 25 Mann Betrieb,
sondern habe 25 Leute in der Abteilung, 25 von rund 80.000 Beschäftigten
weltweit.
Lothar M. schrieb:> "Fire-and-forget" Thread ist, wo der TO nach seiner wortreich> beschriebenen Frage nicht mehr gesehen wird.
Das hast Du allerdings recht, die Antworten bestätigen mir schon was ich
wissen wollte.
Thomas W. fragte:
> Was müsst ihr als Akademiker im Betrieb aushalten?
Diese Frage hört (besser liesst) sich so an,
als ob Akademiker von allen
Eigenheiten Unzulänglichkeiten Marotten
in Firmen und von Personen auszuschliessen sind?
das birgt doch irgendwie genau den Touch von Unnahbarkeit in sich,
über den da selbst hergezogen wird.
salopp gefragt:
wat wissu ein'glich?
Rick M. schrieb:> Um mal beim Alkohol zu bleiben, habe ich mal das Thema Rotwein> eingeworfen.> Antwort: Musst Du mal mit Cola mischen - schmeckt gut!> Merkzettel: Rotwein ->kein gutes Thema.
Ach Gottchen, da wurde der elitäre Wein Connoisseur in dir nicht genug
geschätzt? Niemand hat sich für deine Riedel Gläser und Dekanter
interessiert? Schon Schlimm mit solchen Banausen.
"als ob Akademiker von allen
Eigenheiten Unzulänglichkeiten Marotten
in Firmen und von Personen auszuschliessen sind?"
ja dass sehe ich genauso.
Die Überheblichkeit die meist von Leute von der Uni an den Tag gelegt
werden, ist für mich als FH-Ing :-) auch kaum zu ertragen
cartman schrieb:> Die Überheblichkeit die meist von Leute von der Uni an den Tag gelegt> werden, ist für mich als FH-Ing :-) auch kaum zu ertragen
Niveau sieht nur von unten aus wie Arroganz.
Cyblord -. schrieb:> Niveau sieht nur von unten aus wie Arroganz.
Gleichbedeutend mit: "Lieber sehen die Leute mein Arschloch, als dass
ich ihre beschissenen Visagen sehen muss?" :)
D. I. schrieb:> Gleichbedeutend mit: "Lieber sehen die Leute mein Arschloch, als dass> ich ihre beschissenen Visagen sehen muss?" :)
Scheint mir die etwas derbere Ost-Variante zu sein ;-)
Thomas W. schrieb:> Hallo,>> betrifft vielleicht nur wenige aber inzwischen bin ich deswegen drauf> und dran mal wieder in die Stellenanzeigen zu schauen.>> Ich bin einer von zwei promovierten Ingenieuren in der Produktion eines> deutschen DAX Konzerns, der andere ist mein Chef. Fachlich bin ich allen> vorgesetzt, mir obliegt die Qualitätssicherung, nichts geht ohne mein OK> raus in die Fertigung. Die anderen 25 Leute sind "Fachkräfte", Meister,> Techniker, Verdrahter, Arbeiter usw.>> Nach rund 1 Jahre merke ich, dass da ein Graben besteht, den keine> Partei überschreitet. Schon bei den Themen am Mittagstisch liegen da> Welten zwischen. Grundsätzlich beschränkt sich Kommunikation auf:> - Wer reisst die dümmsten Witze und hat die coolsten Sprüche?> - Wer hat damit die meisten Lacher und lacht am lautesten?> - Wer verteilt die dämlichsten Handy-Videos?> - Wer verarscht andere am besten?> - Wer hatte am Wochenende den höchsten Promille-Pegel?> - Wer hat welche "Alte" aufgerissen?> "Weltliche" Themen wie Politik, Wissenschaft, Deutschland, Ausland....> Fehlanzeige! Jeder versuch mal ein Gespräch über solche Themen zu> starten endet früher oder später in einer dämlichen Blödelei.>> Ich erinnere mich noch als der Anschlag von Nizza verübt wurde oder der> in München. Wurde nicht mit einem Wort erwähnt, es ging um Fussball,> Schützenfest im Dorf, blablablubb..... arbeiten geht man nur um Geld zu> verdienen, echtes Interesse an den technischen Themen besteht nicht. Es> bastelt auch niemand privat mit Technik.
Recht haben sie mit ihrer Ignoranz. Nur weil die Medien was bis zum
Limit puschen heißt das noch lange nicht, daß es Deine Kollegen auch
beschäftigen muß was etliche 100 bis 1000km entfernt passiert
Wenn Du meinst das sie durch "Gespräch mit Vorgesetzem am Arbeitsplatz"
bereden sollten dann solltest Du mal einen Realtycheck machen. Ich werde
mich hüten mit meinem Vorgesetzen und meinen Untergebenen über diese
Dinge zu reden. Politik - welcher Art auch immer - hat in der Arbeit und
auf Dienstreisen nix verloren.
Was erwartest Du dir denn? Es gibt wichtigere Dinge im Leben als Arbeit
und es ist für die Psychohygiene Deiner Mitarbeiter gut, wenn sie andere
Interessen haben und nur wegen dem Geld kommen.
Deine "standesgemäßen" Kollegen machen das halt mit "wer war wo auf
Urlaub wer fährt welches Firmenauto und spielt mit in welchem
Golfclub..." suchs Dir aus.
iaW: die Möglichkeiten der Rangordnungsspiele unterscheiden sich durch
die zur Verfügung stehenden Mittel, gerangordnet wird trotzdem. Dein
Chef grenzt sich von Dir und Deinen Kollegen recht gut ab. Gut so.
>> Kennt ihr das und wie geht ihr damit um?
Na und? So ist das Leben, neuen AG oder andere Freunde suchen, Grenzen
setzen und Abstand halten.
MiWi
Thomas W. schrieb:> Ich bin kein Troll oder was auch immer das ist.
Hmm, ein "Akademiker" sogar mit Doktortitel, weiss aber nicht was das
Wort "Troll" im Kontext eines Internetforums bedeutet ...
Das kann nur bedeuten der Troll füttert weiter an.
@ Thomas W.
kennst du den Spruch - Wie man kommt gegangen, so wird man empfangen?
Hast du dich mal mit deinen Mitarbeitern auseinander gesetzt?
Bist du mal 2-3 Wochen mit den mitgelaufen und hast bei denen
mitgearbeitet?
Wenn Not am Mann ist bietest du deine Hilfe an? Oder setzt du einfach
nur deine Aufgaben/Weisungen von "Oben" durch?
Warum sollten sich deine 25 Mitarbeiter in der Pause dir und deinen
Geschmack anpassen? Du bist der Neuling ohne praktische Erfahrung, du
mußt dich anpassen, nicht die, die sind ggf schon seit 25Jahre oder
länger da.
In deren Sicht bist du nur ein neuer studierter Schnösel der keine
Ahnung hat wie es bei denen läuft und immer nur blablablubb von sich
gibt und wie sich dein Thread so liest bedienst du das Klischee zu 110%.
Hats du überhaupt eine Ahnung was deine Mitarbeiter von dir denken? DU
verdienst dir deren Respekt erst, wenn du mit denen geschwitzt hast und
mit denen durch die "Scheiße" gewartet bist.
> Fachlich bin ich allen vorgesetzt, mir obliegt die Qualitätssicherung,> nichts geht ohne mein OK raus in die Fertigung. Die anderen 25 Leute> sind "Fachkräfte", Meister, Techniker, Verdrahter, Arbeiter usw.
Achso also "nur" Fachkräfte - die können dir also nicht das Wasser
reichen, sollen dich aber während der Pause bespaßen ...
...
>"Weltliche" Themen wie Politik, Wissenschaft, Deutschland, Ausland....>Fehlanzeige! Jeder versuch mal ein Gespräch über solche Themen zu>starten endet früher oder später in einer dämlichen Blödelei.
Was würde eigendlich passieren wenn jemand nicht deiner Meinug ist und
dieses kund gibt? "Entschuldigung Chef, du hast nich mehr alle Latten am
Zaun..." mal darüber nachgedacht?
BTW - Führen von Mitarbeitern will im übrigen gelernt sein.
Und nur mal so, was die da treiben ist Ihre Variante des Small-Talks -
herzlich wilkommen in der Produktion.
> Warum sollten sich deine 25 Mitarbeiter in der Pause dir und deinen> Geschmack anpassen?
Sehe es so wie Thomas: es ist immer besser, wenn es nach meiner Mütze
geht.
Fakt ist, dass du ein höheres intellektuelles Niveau besitzt als deine
Kollegen. Die Möglichkeit dich auf ihr Niveau herunter begeben hast nur
du, umgekehrt wird sowas schwieriger. So ist eben die Natur des
Menschen.
Offensichtlich schaffst du das nicht und giltst somit als abgehoben,
arrogant oder als seltsamer Vogel.
Eine Lösung hast du für dich ja schon gefunden… Wechseln
Blue schrieb:> Die anderen 25 Leute>> sind "Fachkräfte", Meister, Techniker, Verdrahter, Arbeiter usw.> Achso also "nur" Fachkräfte - die können dir also nicht das Wasser> reichen, sollen dich aber während der Pause bespaßen ...
Lern lesen!
scherg schrieb:> Fakt ist, dass du ein höheres intellektuelles Niveau besitzt als deine> Kollegen.
Fakt ist erstmal nur, dass er sich einbildet, ein höheres
intellektuelles Niveau zu besitzen...
von Fast-Kumpel über Leute, die mit Kollegen nur nichts zu tun haben
wollen und deswegen über Frühstück und Mittag am Arbeitsplatz sitzen
bleiben.
Bis hin zu Autisten, die sich von einem bedroht fühlen
und einem deswegen Straftaten nachsagen
(wurde verklagt wegen übler Nachrede)
-bei meinem Arbeitgeber ist alles mit dabei.
Mit Verlaub: dagegen sind Deine Geschichten noch garnichts!
● J-A V. schrieb:> zu Autisten, die sich von einem bedroht fühlen> und einem deswegen Straftaten nachsagen
Dein Verständnis über Autisten solltest du auch mal dringend überprüfen.
Blue schrieb:> Warum sollten sich deine 25 Mitarbeiter in der Pause dir und deinen> Geschmack anpassen?
"Mitarbeiter" sagt der Chef, wenn er disziplinarisch weisungsbefugt ist.
Sonst sind das nur gleichgestellte "Kollegen".
Und wenn man dann der eine "Kollege" ist, der den ganzen Laden
blockieren und jedem reinpfuschen kann, dann sollte für jeden klar sein,
dass das nicht die Liebe des Lebens wird.
Oder andersrum: wer gerne mit Kollegen über irgendwas reden möchte, geht
nicht in die "Einmann-QS".
● J-A V. schrieb:> Bis hin zu Autisten, die sich von einem bedroht fühlen und einem> deswegen Straftaten nachsagen (wurde verklagt wegen übler Nachrede)
Mit welchem Ergebnis?
Jaja, manche Kollegen möchte man nicht haben. In dem Fall hier hätte ich
lieber den fraglichen Autisten...
> wie dringend denn?
Bei diesem flachen Gelaber: Ganz.
Thomas W. schrieb:> Hallo,>> betrifft vielleicht nur wenige aber inzwischen bin ich deswegen drauf> und dran mal wieder in die Stellenanzeigen zu schauen.>>> Kennt ihr das und wie geht ihr damit um?
Ist normal.
MINTler gelten nicht umsonst als die Proletarier des Akademikertums.
Addi schrieb:> MINTler gelten nicht umsonst als die Proletarier des Akademikertums.
Und der empirische Kulturwissenschaftler gehört dann wohl zur Elite?
Thomas W. schrieb:> Schon bei den Themen am Mittagstisch liegen da> Welten zwischen.
Geh doch mit deinesgleichen Essen, das ist anderswo auch so üblich
(Stichwort Offiziersmesse)
> Das Ganze kotzt mich inzwischen nur noch an!
Besuch doch zum gesellschaftlichen Ausgleich ab und zu die
Burschenschaft.
Vlt. sollte sich dieser Akademiker mal etwas mehr an seinem Glied
rumspielen oder sich eine dafür adäquate Frau suchen - widerlicher Kerl.
"Was müsst ihr euch als Akademiker gefallen lassen??".. - mit solch
einer Einstellung kannst du es ja in einem Jazz-Vegan-Club(ne ne, ich
mag auch Jazz) probieren, da gibt es genügend Schnösel die sich gerne
über "wichtige" Themen unterhalten. Fakt ist, in einer Firma treffen
halt meist alle Typen von Menschen aufeinander und dort ist nicht jeder
Akademiker, vlt. auch weil manche selbst nie dazu die Chance hatten
(z.B. wegen Finanzierung) und nicht weil alles Deppen sind..
Na,
hier gehts ja munter zu. Niveau ist vielleicht nicht richtig. Meine
Themen sind nur etwas "abgehobener" und meist auch komplex, zb EU
Politik oder auch Militärstrategien des Kalten Krieges. Aber als
arrogant wird es ja schon bezeichnet, wenn man eine adäquate
Ausdrucksweise hat und nicht die BILD liest. (Ich bin übrigens
Burschenschaftler, im CV. Aber nur noch alter Herr und nicht mehr
aktiv.)
Nein, es ist nicht einfach der Bremsklotz zu sein, bzw. der QM Manager,
der die Arbeit von anderen kontrolliert, analysiert und ggf. nochmal
machen lässt. Das muss man aushalten können und Freunde suche ich mir,
anders als viele NICHT im Betrieb. Das heisst nicht, dass man nicht
zusammen lachen und scherzen kann - aber es bleibt eben beim "Sie" und
der Nennung des akademisches Grades vor dem Namen.
Und auf die Frage, was die Kollegen von einem denken? Ist das wichtig?
Muss das einen Vorgesetzten interessieren, der die Interessen der Firma
zu vertreten hat und einen außertarflichen Vertrag hat?. Ja, teilweise,
niemand hält es auf Dauer aus sich jeden Tag in einer feindlichen
Umgebung zu bewegen. Aber im Bewerbungs-Center wurde damals klar
gemacht, dass die Stelle es mit sich bringt Durchsetzungsvermögen und
auch eine dicke Haut zu haben, den Nerv Dinge durchzusetzen auch wenn es
ALLEN anderen nicht passt. Die BK Merkel hat zb genau diese Qualitäten,
setzt unbeirrbar ihr Ding durch, auch wenn es der Mehrheit nicht
gefällt.
Mal sehen, eine Kündigung braucht Zeit, da muss man erst was Besseres
haben....
Thomas
Meinst du ernsthaft woanders ist es besser? Ab einer gewissen Position
macht man sich eben nicht immer nur Freunde. Allerdings solltest du
auch einfach mal lockerer werden.... das würde einiges vereinfachen.
PS: wer will denn über Militärstrategien im kalten Krieg reden? Das
kannste in speziellen Foren o.ä. machen, aber doch nicht beim
Mittagessen.
Trolliger Kater schrieb:> PS: wer will denn über Militärstrategien im kalten Krieg reden?
Also ich fänd das ein super Thema für die Raucherpause. Das könnte man
dann gleich noch damit abgleichen, inwiefern Sun Tsu sich da
wiederfinden ließ.
Thomas W. schrieb:> Kennt ihr das und wie geht ihr damit um?
Meine Kollegen belästigen mich in den Pausen mit folgenden
Gesprächsthemen: Serien, die ich nicht schaue (Game of Thrones),
Urlaubsanekdoten, Sportarten (meist Fußball-Bundesliga, bin kein
Bayern-Fan), trivialen Computerproblemen ("Programm stürzt immer ab!
Scheiß Computer!") oder zwischenmenschlichen Beziehungen (A fi*** B, C
und D sind seit xx.yy.zzzz ein Paar, dafür hat er E verlassen) etc..
Dabei will ich doch nur über Politik, Wissenschaft, Deutschland und
Ausland diskutieren. Ich werde kündigen, wenn es so weiter geht.
Wie ich damit umgehe? Ich hole mir jeden Freitag Tipps aus dem MC.net
"Ausbildung, Studium und Beruf"-Forum. Danke an alle, die mir helfen, in
dieser Mehrheitsgesellschaft zu überleben!
Ich arbeite im physikalischen Institut einer Provinzuni.
Am Mittagstisch verhält es sich ähnlich - die Witze sind zwar weniger
vulgär und derb, dafür oft aber nicht weniger dumm. Wie mit der
Bildzeitung und der FAZ: Die Differenz liegt in der Form, nicht im
Inhalt.
Da sitzt man dann also am Tisch mit lauter Doktoren und Gespräche
jenseits der Frage warum es schon wieder Möhrensalat gibt sind nicht
möglich. Ich habe es dann auch irgendwann aufgegeben. Aber mal ehrlich:
Was erwartet man auch? Akademiker ist heute jemand der mit 19 ein
dreisemestriges Studium absolviert und dann noch einen Master dran
hängt. Und von dieser Person erwartet man jetzt fundierte Kenntnisse und
Eloquenz? Diese Vorstellung ist anachronistisch, ein Uni-Abschluss wird
zur Regelausbildung die keine Zeit mehr für eine fundierte
Allgemeinbildung lässt. Die Klasse der Akademiker gibt es nicht mehr.
Warum allerdings Ingenieure grundsätzlich dazu gehören sollen habe ich
mich schon immer gefragt, als würde man im Studium sich mit Dialektik
oder anderen intellektuellen Schmankerln beschäftigen müssen.
Dieser Trollbeitrag erhält auf der Trollbeitragsbewertungsskala 6 von 10
Punkten.
Positiv hervorzuheben ist:
Wahl des Themas
Weniger gelungen ist:
die Trollbeitragserkennungsschwierigkeit ist zu niedrig, bedingt
insbesondere durch die allzu klassische Wahl des Zeitpunktes.
Der Verfasser gibt sich redlich Mühe, den Eindruck eines arroganten
Akademikerschnösels zu erwecken, um die Menschen einfacherer Bildung zu
provozieren. Das wird versucht indem er diesen Menschen impliziet
Dummheit und ein einfache Gemüt unterstellt. Das gelingt jedoch nicht
durch die allzu platte Darstellung dieser Menschen.
Der Versuch, hier mitlesende Akademiker auf "seine" Seite der Diskussion
zu ziehen, ist nicht schlecht, fällt aber deutlich zu wortreich aus.
Der Ansatz "Akademiker" gegen "Arbeiter" ist insgesamt jedoch geschickt
gewählt, wenn man die Zusammensetzung dieses Forums bedenkt.
Insgesamt ein passabler, wenn auch nicht überragender Trollbeitrag.
Tipps:
- Den "dummen Arbeiter" in Zukunft weniger platt darstellen
- Weniger Text, prägnanter formuliert
Der Praxisschock der besonderen Art. Willkommen bei den ganz normalen
Menschen.
Ich mach es mal in Stichworten:
* Beklage dich zuerst einmal bei deinen Eltern
(Intellektuellenfamilie?), dass sie dir als Kind und Jugendlicher nicht
den Kontakt mit normalen Menschen ermöglicht haben, sondern in ihren
Kreisen geblieben sind.
* Eigentlich bist du als Akademiker ja gescheitert. Der Doktor ist der
Nachweis der Befähigung zum eigenständigen wissenschaftlichen Arbeiten.
Also, was ist schiefgegangen, dass du dich in der QS rumtreiben musst?
Nicht mal eine Entwicklerstelle, geschweige denn "Leiter Entwicklung"
oder eine Stelle für einen Wissenschaftler, aber große Töne spucken.
* Mittagspause ist Freizeit. Für die Mittagspause werden Arbeiter nicht
bezahlt. Aus logistischen, praktischen Gründen bleiben sie im Betrieb in
der Kantine. Warum glaubst du, dass du ein Recht hast deinen Kollegen
vorzuschreiben was sie in ihrer Freizeit zu tun habe und worüber sie zu
Reden haben?
* Man muss nicht jeden Scheiß ausdiskutieren. Besonders nicht in der
kappen Mittags-Freizeit, in der man mal kurz ausspannen möchte, statt
die Probleme der Welt zu wälzen. Intelligente Leute wissen, dass man
Tod, Politik, Kindererziehung, und Religion nicht in lockerer
Zusammenkunft diskutiert (Reiche diskutieren auch nicht über Geld).
Jetzt kommt übrigens der Hammer: Alles das steht im Knigge. Da hat der
promovierte Akademiker offensichtlich eine Lücke in seine Sozialisation.
* Du sitzt am falschen Tisch. Zumindest wenn es stimmt, dass du in der
Firma der große QS-Maker bist, der das Sagen hat. Du müsstest an einem
Tisch mit anderen Managern (unteres, vielleicht sogar mittleres
Management) sitzen. Da ist auch was schiefgegangen, oder? Lässt man dich
nicht man Tisch mit den anderen naturprallen Burschen sitzen? Vielleicht
bildest du dir nur ein, dass du der große fachliche Vorgesetzte bist?
Thomas W. schrieb:> Und auf die Frage, was die Kollegen von einem denken? Ist das wichtig?> Muss das einen Vorgesetzten interessieren, der die Interessen der Firma> zu vertreten hat und einen außertarflichen Vertrag hat?. Ja, teilweise,> niemand hält es auf Dauer aus sich jeden Tag in einer feindlichen> Umgebung zu bewegen.
Wie wäre es mit einem Team-Event?
Mal ein bis drei Tage in netter Umgebung abhängen. Natürlich beruflich
veranlasst, indem man z.B. ein die Kollegen in ein paar
nichtexistenzielle Themen und deren Problemlösung mit einbezieht.
Abends, beim Bier oder Saft, kann man dann auch erst mal über diese
Themen einsteigen, um letztlich bei den Allerweltsthemen zu landen.
Und vor allem: lass sie ruhig Witze über deinen Nichtalkoholkonsum
machen. Einfach mal über sich selbst lachen kommt meistens gut an. Als
Vorgesetzter muss man keine Freundschaft mit den Untergebenen schließen,
aber man muss miteinander und nicht gegeneinander arbeiten.
MaWin schrieb:> Thomas W. schrieb:>>> "Weltliche" Themen wie Politik, Wissenschaft, Deutschland, Ausland....>> Fehlanzeige! Jeder versuch mal ein Gespräch über solche Themen zu>> starten endet früher oder später in einer dämlichen Blödelei.>> Du willst also mit einer Gruppe von Menschen, die nur gezwungenermaßen> zusammen kommt, beim Mittagessen über Politik sprechen? Na dann mach> dich mal auf was gefasst.
Eben, ich kann mich nicht erinnern, dass bei uns zuletzt was politisches
diskutiert wurde - zum GLÜCK.
Der TE ist entweder Troll oder einfach nur sozial behindert und sitzt
auf der falschen Position, so wird der nicht glücklich...
Und btw. falls er sich falsche Vorstellungen macht: Herzlich "geblödelt"
wird in der Mittagspause auch dann wenn nur Akademiker am Tisch sitzen,
der Rest des Tages bietet ja genug ernste Themen.
genervt schrieb:> Der TE ist [...] einfach nur sozial behindert
so ist es.
genervt schrieb:> Herzlich "geblödelt"> wird in der Mittagspause auch dann wenn nur Akademiker am Tisch sitzen,> der Rest des Tages bietet ja genug ernste Themen.
Leider gibt es so Granaten wie den TE ab und an, die auch in der
Mittagspause noch Qualitätsprobleme diskutieren wollen.
Lothar M. schrieb:> ● J-A V. schrieb:>> Bis hin zu Autisten, die sich von einem bedroht fühlen und einem>> deswegen Straftaten nachsagen (wurde verklagt wegen übler Nachrede)> Mit welchem Ergebnis?
Der konnte zum Quartalsende gehen.
Und das war noch human.
Thomas W. schrieb:> Spitze Sprüche wie "Du verdienst doch hier am meisten, da musst Du das> doch wissen!" sind üblich und auch das "Austesten" was der "Herr Doktor"> kann und weiss.
Ja. das Los der Eliten ist hart und grausam. ;O)
> Einige treiben das ziemlich auf die Spitze mit dieser> Rivalität, als wenn ich mich mit Kabeltypen auskennen muss.
Mach Dich doch einfach Sachkundig. Sollte Dir ja leicht fallen, nach
einer gewissen Einarbeitungszeit.
Dagegen: Es erwartet wirklich kaum jemand ernsthaft, dass Du Dich im
Lager auskennst. Wenn doch....das Los der Eliten ist hart und grausam.
> Die> Tatsache, dass ich keinen Alkohol trinke und zwar gar keinen wurde schon> als ".....der hat früher bestimmt mal gesoffen" getuschelt.
Das ist ein Problem, das auch nichttrinkende Nichtakademiker haben. Hier
hast Du also das Thema verfehlt. ;O)
Meine Lösung als Nichtraucher, Nichttrinker, Nichtdrogenkonsument: Ich
bin Nerd. Da fragt dann keiner mehr danach, weil sowieso sonderbar und
unverständlich. ;O)
Nachtrag:
Maurizio di Mauro schrieb:> Meine Lösung als Nichtraucher, Nichttrinker, Nichtdrogenkonsument: Ich> bin Nerd. Da fragt dann keiner mehr danach, weil sowieso sonderbar und> unverständlich. ;O)
Im Gegenzug kann man durch geschickte Gesprächsführung einen
Fussballstrategen dazu bringen, Clausewitz zu lesen.
Social Jamming kann auch sorum funktionieren. ;O)
Danke in diesem Zusammenhang an W.H., der mich dazu inspiriert hat.
Cyblord -. schrieb:> Und der empirische Kulturwissenschaftler gehört dann wohl zur Elite?
Fakt ist, dass Informatik was für Leute mit klebrigen Fingern ist. Ich
habe noch nie gehört, dass jemand von Informatikern als Feingeister,
Denker oder Intellektuelle gesprochen hat. Eher Sachen wie: Krummer
rücken, bleiche Haute, dicke Brille, extrem fett oder spindeldürr,
Trekkingsandalen mit weißen Tennissocken - gerne eine auf Links, drei
Katzen und mit 42 noch bei den Eltern leben. Die Einzige
Spezialfähigkeit: Unsichtbar für Frauen.
Hannes J. schrieb:> dass sie dir als Kind und Jugendlicher nicht> den Kontakt mit normalen Menschen ermöglicht haben, sondern in ihren> Kreisen geblieben sind.
Solcher Kontakt ergab sich früher ganz von selbst. Für jene, die als
wohlbehütete Abiturienten im Wehrdienst unter Leute kamen, die ihre
Fachausbildung hinter sich hatten und dank dieser Erfahrung ein gut
Stück erwachsener waren.
> Der Doktor ist der> Nachweis der Befähigung zum eigenständigen wissenschaftlichen Arbeiten.
In normalen Jobs in nur manchen Branchen notwendig. In anderen teils
Zeitverschwendung, ausser für bestimmte Karrieren, etwa in Hochschulen.
QS ist nichts für Leute, die im Betrieb beliebt sein wollen. Einen
Vorteil hat das aber auch, insbesondere in Führungspositionen: Wer nach
oben will, der sucht sich andere attraktivere Stühle aus, um dran zu
sägen.
Thomas W. schrieb:> Mein Chef geht damit einfach so um, dass er eine "berufliche Distanz" zu> allen hat, nicht gemeinsam mit denen Essen geht, auch nicht am "Klönen"> teilnimmt. Und vor allem kein einziges Wort über sein Privatleben> verliert. Niemand weiss irgendwas über ihn, nicht das Geringste. Er hat> eine Aura der Unnahbarkeit um sich geschaffen, redet nur beruflich.
Das war früher(tm) doch normal in Deutschland. Auf Arbeit wurde sich
streng mit Sie angesprochen, man kam wegen der Arbeit und nicht um
Kaffeekränzchen zu halten oder einen auf Stammtisch zu machen.
Freundschaften entwickelten sich nicht in Wochen, sondern über Jahre und
man belästigte andere nicht mit Neugierde. So erzählen es zumindest die
Alten.
Das Problem der "niederen Kommunikation" zum Zwecke der Abschottung und
Cliquenbildung fällt sogar mir auf und ich stamme aus diesem
Arbeitermilieu. Da kannst Du nur eines tun: Entweder Du tauchst richtig
ein in den Dreck und bist ne größere Sau als die ganzen Säue mit denen
Du arbeitest, ergo derbere Witze, mehr Umgangssprache, mehr
grobschlächtiger Gossenjargon usw., oder Du nimmst Dir Deinen Chef als
Vorbild.
Dein Chef scheint im Übrigen eine brillante Lösung gefunden zu haben! Er
pflegt die gute alte Trennung von Arbeit und Privatleben, die in
Deutschland eigentlich früher(tm) extrem stark ausgeprägt war. Da bin
ich neidisch -- die Amis wollen immerfort smalltalk und sich verbrüdern,
aber nur oberflächlich. Und man wird von allen möglichen Leuten Sachen
gefragt, die mir teilweise richtig auf den Keks gehen; Herkunft,
Familie, Beziehungsstatus, Interessen, Religion, haste nicht gesehen.
Teilweise gebe ich deswegen absichtlich den "zornigen Deutschen" oder
den "stocksteifen Preußen", um in Ruhe gelassen zu werden.
Bei Freunden geht es hingegen nach Motto von Gauß: Pauca sed matura -
wenig, aber Reifes. Wenige, aber gute Freunde. Da gibt es 4 oder 5
Hansel im Büro, die trifft man ständig zum Bier, mit denen liegt man
genau auf einer Wellenlänge, auch wenn die aus den unterschiedlichsten
Ländern kommen, man hilft sich gegenseitig beim Umzug usw. usf. Den Rest
des Büros behandle ich so distanziert und professionell wie möglich.
Keine Lust auf solche Pfeifen. Trotzdem immer bereit für dumme Sprüche
en passent und blöde Witzchen beim Kaffeeholen, denn man will ja nicht
zum "Herrn Doktor" werden wie Du. :-P
Inkognito schrieb:> Eine leitende Stelle> muss man sich verdienen, aber nicht durch Promotion, sondern> durch Berufserfahrung.
Da geb ich die absolut Recht. Leider ist das viel zu wenig der Fall.
Sich von "Unten" nach "Oben" zu Arbeiten ist Anscheinend nicht mehr IN.
Direkt nach dem Studium ins Kader, ohne je echte Berufserfahrung zu
haben, kann die Wirtschaft langfristig kaputtmachen!
was mich hier wirklich wunder ist das hier lauter gescheite Leute sind
die schwierige technische Probleme lösen und dann kommen immer solche
Aussagen:
"Da geb ich die absolut Recht. Leider ist das viel zu wenig der Fall.
Sich von "Unten" nach "Oben" zu Arbeiten ist Anscheinend nicht mehr IN.
Direkt nach dem Studium ins Kader, ohne je echte Berufserfahrung zu
haben, kann die Wirtschaft langfristig kaputtmachen!"
Nicht das er jetzt nicht recht hat aber es gibt ganz andere Probleme.
Seid ihr wirklich so blöd und habt keine Ahnung was eine
Exponentialfunktion ist? Glaubt ihr wirklich das ein jährliches
Wirtschaftswachstum von 2,5% funktionieren kann. Am besten sind dann die
Streitereien über Akademikertitel oder Gehälter, echt noch blöder gehts
nimmer.
Dipl.- G. schrieb:> Dein Chef scheint im Übrigen eine brillante Lösung gefunden zu haben! Er> pflegt die gute alte Trennung von Arbeit und Privatleben, die in> Deutschland eigentlich früher(tm) extrem stark ausgeprägt war. Da bin> ich neidisch -- die Amis wollen immerfort smalltalk und sich verbrüdern,
Nur mal so, ich bin seit über 13 Jahren im Job aber das erste Mal nicht
mehr bei "Research & Development". Das Niveau in den RD Abteilungen ist
ein ganz anderes. Bei meiner Frau in der Bank ist das "Sie" usus, dort
wird wesentlich mehr Wert auf Form gelegt als in einer Produktion, wo
sich jeder dutzt. Die Fettnäpfchen liegen allerdings auch reihenweise
aus, es gibt nicht nur einen Hahn, der sich unter den über 200 Hennen
blutige Flügel geholt hat. Gab auch ziemliche Unruhe kürzlich, denn das
"Flüchtlings-Experiment" vor einigen Wochen ist voll in die Büsche
gegangen. Konzerne geben sich ja gern "international". Von den 30
Testpersonen kamen schon nach der ersten 40h-Woche über die Hälfte nicht
mehr zur Arbeit und Dinge die ich hier nicht schildern möchte.
Übernommen wurde niemand, gegenüber der Presse wurde aber die "wertvolle
Erfahrung" betont, die man gesammelt habe.
Der Umgang mit den Amerikanern ist jedoch kein Problem, sie sind sich
alle ähnlich, die Geschäftsleute spulen ein routiniertes Programm ab.
How are you und wie geht es den Kindern und der Frau? Die meisten sind
sehr gebildet, die hier in Europa tätig sind.
Ich glaube auch nicht, dass man Freunde im Job suchen sollte, ich war 10
Jahre in einer anderen Firma, nach nur 1/4 Jahr waren auch alle Kontakte
abgerissen. Das Leben geht eben weiter aber ohne einen, dafür kommt ein
anderer.
Servus,
Thomas
Thomas W. schrieb:> Von den 30> Testpersonen kamen schon nach der ersten 40h-Woche über die Hälfte nicht> mehr zur Arbeit und Dinge die ich hier nicht schildern möchte.
Nicht erst geil machen und dann nicht ran lassen! Erzähl uns die ganze
Geschichte.
Akademiker - wer ist das?
Uni mit Auszeichnung oder zählt auch ein FH-Abschluss?
Thomas W. schrieb:> rundsätzlich beschränkt sich Kommunikation auf:>> - Wer reisst die dümmsten Witze und hat die coolsten Sprüche?> - Wer hat damit die meisten Lacher und lacht am lautesten?> - Wer verteilt die dämlichsten Handy-Videos?> - Wer verarscht andere am besten?> - Wer hatte am Wochenende den höchsten Promille-Pegel?> - Wer hat welche "Alte" aufgerissen?
Boah - Eyy!
Was erwartest Du?
Nivea(u)-volle Kommunikation über
- den Sinn des Lebens
- den Zusammenhang zwischen der postmodernen Analytik und dem
multipluralem Weltbild der Fly-over-States?
- Eine Unterhaltung über dem neue Film des Regisseurs der
neopluralenpostmoderne A.E.Neumann?
Boah - eyy!
Dann lieber die "Wer hat welche "Alte" aufgerissen?" - das ist ehrlich
gemeint!
Dann passen auch ein paar passenenden Sprüche:
"Wer zweimal mit der selben pennt, der gehört ..."
Ich weiß - alter Sack!
Thomas W. schrieb:> Gab auch ziemliche Unruhe kürzlich, denn das> "Flüchtlings-Experiment" vor einigen Wochen ist voll in die Büsche> gegangen. Konzerne geben sich ja gern "international". Von den 30> Testpersonen kamen schon nach der ersten 40h-Woche über die Hälfte nicht> mehr zur Arbeit und Dinge die ich hier nicht schildern möchte.> Übernommen wurde niemand, gegenüber der Presse wurde aber die "wertvolle> Erfahrung" betont, die man gesammelt habe.
Tolle Story, wo kann ich die nachlesen, wenn die Presse bereits
informiert wurde?
Thomas W. schrieb:> Ich glaube auch nicht, dass man Freunde im Job suchen sollte, ich war 10> Jahre in einer anderen Firma, nach nur 1/4 Jahr waren auch alle Kontakte> abgerissen. Das Leben geht eben weiter aber ohne einen, dafür kommt ein> anderer.
Gebe ich dir prinzipiell Recht!
Freunde kann man auch im Job finden, ob man die dort suchen sollte?
Man sollte Job (Kollege) und Privatleben (Freund) trennen können.
Akademiker und aushalten:
Mit den Erlebnissen von Fachkräften und andere Hiwis vom letzten
Wochenende in der Altersklasse 16-30 kann ich gut umgehen.
Mit blockierenden Idioten (Akademikern), warum fragst du mich etwas, so
viel Stress, bla bla bla bla bla,
weniger - dan formt sich meine Hand auch mal zur Faust, die mit
Begeisterung in ein gesichtsähnliches Objekt mal einschlagen möchte.
Thomas W. schrieb:> betrifft vielleicht nur wenige aber inzwischen bin ich deswegen drauf> und dran mal wieder in die Stellenanzeigen zu schauen.
Um deine indirekte Frage gleich mal zu beantworten: Nein, auf keinen
Fall wegen solcher Belanglosigkeiten davonlaufen!
Unabhängig davon sollte man den Stellenmarkt permanent beobachten. ;)
>> Ich bin einer von zwei promovierten Ingenieuren in der Produktion eines> deutschen DAX Konzerns, der andere ist mein Chef. Fachlich bin ich allen> vorgesetzt, mir obliegt die Qualitätssicherung, nichts geht ohne mein OK> raus in die Fertigung. Die anderen 25 Leute sind "Fachkräfte", Meister,> Techniker, Verdrahter, Arbeiter usw.
Erste Frage: Meinst du, daß für deine Tätigkeit ein promovierter Ing.
erforderlich ist?
Vermutlich bist du für eine Führungslaufbahn vorgesehen und dein
jetziges Aufgabenfeld soll dich dafür vorbereiten. Denn Führung kann man
nicht an der Uni oder bei Seminaren lernen, sondern nur im beruflichen
Alltag. Wahrscheinlich sollst du der Nachfolger von deinem derzeitigen
Chef werden - muß aber nicht sein.
Die eher unbeliebten Q-Jobs bereiten gut auf Führungsfunktionen vor,
weil man sich gegen die Interessen anderer durchsetzen muß. Man lernt
mit den Gegenschüssen umzugehen. Man muß oft unter hohem Zeitdruck
eigenverantwortlich wichtige Entscheidungen treffen und hat dafür die
Konsequenzen zu tragen. Das sind Eigenschaften, die eine Führungskraft
braucht.
>> Nach rund 1 Jahre merke ich, dass da ein Graben besteht, den keine> Partei überschreitet. Schon bei den Themen am Mittagstisch liegen da> Welten zwischen. ...> "Weltliche" Themen wie Politik, Wissenschaft, Deutschland, Ausland....> Fehlanzeige! Jeder versuch mal ein Gespräch über solche Themen zu> starten endet früher oder später in einer dämlichen Blödelei.>
Das ist Privatbereich - nicht aufregen!
> Spitze Sprüche wie "Du verdienst doch hier am meisten, da musst Du das> doch wissen!" sind üblich und auch das "Austesten" was der "Herr Doktor"> kann und weiss. Einige treiben das ziemlich auf die Spitze mit dieser> Rivalität ...
Ursache: Neid und Mißgunst
Reagiere anders, als sie es erwarten, so daß sie es nicht noch einmal
versuchen.
> Die Tatsache, dass ich keinen Alkohol trinke und zwar gar keinen wurde> schon als ".....der hat früher bestimmt mal gesoffen" getuschelt.>
Damit will man dich doch nur ärgern. Deshalb wird das so laut
getuschelt, daß du es mitbekommst. Wenn du später einmal ernst zu
nehmende Gegner hast, dann läuft das ohne dein Wissen im Hintergrund.
;)
> Das Ganze kotzt mich inzwischen nur noch an!
Diese Lächerlichkeiten?
> Mein Chef und der aller> anderen geht damit einfach so um, dass er eine "berufliche Distanz" zu> allen hat, nicht gemeinsam mit denen Essen geht, auch nicht am "Klönen"> teilnimmt. Und vor allem kein einziges Wort über sein Privatleben> verliert. Niemand weiss irgendwas über ihn, nicht das Geringste.
Somit kann er wegen seines Privatlebens nicht angegriffen werden. Eine
Sorge weniger.
> Er hat> eine Aura der Unnahbarkeit um sich geschaffen, redet nur beruflich.
Vielleicht wegen schlechter Erfahrungen.
Privates und Berufliches trennen ... und gut is :)
Wünsche weiterhin heiße Hochsommertage!
Jo S
Als Hilfscheffe bzw. fachlich Vorgesetzter oder höhergebildeter stehst
du automatisch auf der anderen Seite der Barrikade.
Bewahre Distanz, versuche nicht, dich anzuschleimen, und mache dich
fachlich nicht angreifbar.
Es hat keinen Sinn auf Kumpel machen zu wollen, wenn du den Leuten
gegenüber auch nur irgendwie weisungsbefugt bist. Dann hast du bereits
für die Zukunft verloren.
Werde erwachsen und gewöhne dich dran.
Bürovorsteher schrieb:> Es hat keinen Sinn auf Kumpel machen zu wollen, wenn du den Leuten> gegenüber auch nur irgendwie weisungsbefugt bist.
Das ist richtig. Auf Kumpel "machen" fällt den meisten Menschen sofort
auf, Kumpel sein auch -aber eben positiv.
Bürovorsteher schrieb:> Dann hast du bereits> für die Zukunft verloren.
Für die Zukunft verloren hat er, wenn er den großen Zampano gibt. Dann
lassen ihn die Leute mit Schwung abfahren ...und womit? Mit Recht!
Druck erzeugt Gegendruck. 5 Mann drücken besser als Einer.
BTDT
MfG Paul
MaWin schrieb:> Thomas W. schrieb:>>> Von den 30>> Testpersonen kamen schon nach der ersten 40h-Woche über die Hälfte nicht>> mehr zur Arbeit und Dinge die ich hier nicht schildern möchte.>> Nicht erst geil machen und dann nicht ran lassen! Erzähl uns die ganze> Geschichte.
Das ist zwangsweise damit verbunden gewisse Ressentiments zu bedienen.
In diplomatischen Worten verpackt würde ich sagen, dass die allermeisten
eine Zeitreise von 500 Jahren in ein durch und durch reguliertes Land
nicht schaffen werden und sich früher oder später Wut und Frust Ventile
suchen werden. Vielleicht haben die Kinder eine Chance, bei den
Erwachsenen sehe ich die nicht.
Bürovorsteher schrieb:> Als Hilfscheffe bzw. fachlich Vorgesetzter oder höhergebildeter stehst> du automatisch auf der anderen Seite der Barrikade.> Bewahre Distanz, versuche nicht, dich anzuschleimen, und mache dich> fachlich nicht angreifbar.> Es hat keinen Sinn auf Kumpel machen zu wollen, wenn du den Leuten> gegenüber auch nur irgendwie weisungsbefugt bist. Dann hast du bereits> für die Zukunft verloren.>> Werde erwachsen und gewöhne dich dran.
Gefällt mir gut das Statement! Üerhaupt waren hier neben einiger Polemik
echt gute Ansätze.
Glaube damit ist das Thema auch durch bei mir. Danke an alle, die sich
hier eingebracht haben!
Gruss,
Thomas
Thomas W. schrieb:> Na,>> hier gehts ja munter zu. Niveau ist vielleicht nicht richtig. Meine> Themen sind nur etwas "abgehobener" und meist auch komplex, zb EU> Politik oder auch Militärstrategien des Kalten Krieges. Aber als> arrogant wird es ja schon bezeichnet, wenn man eine adäquate> Ausdrucksweise hat und nicht die BILD liest. (Ich bin übrigens> Burschenschaftler, im CV. Aber nur noch alter Herr und nicht mehr> aktiv.)>
Was hast Du denn mit den genannten politischen Themen am Hut und warum
denkst Du das sei normal, sich mit derlei Thematik am Mittagstisch
auseinander zu setzen? Der Kabarettist Josef Hader hat mal gesagt "einen
Deppen erkennt man daran, dass er sich am meisten über das aufregt, was
am weitesten von ihm weg ist". Wenn ich von Deiner Sehnsucht nach
Diskussionen über den kalten Krieg höre, muss ich da dran denken, tut
mir leid.
Rick M. schrieb:> Was müsst ihr als Akademiker im Betrieb aushalten?
So gut wie alle Punkte die du aufgezählt hast kann man auch in den
Firmen erleben die nur Akademiker beschäftigen. Wenn du also glaubst
dass dich in einer Akademiker-Firma ersthafte und sachliche Diskussion
über Politik/Weltgeschehen erwarten dann bist du definitiv auf dem
Holzweg. Die Nerds sind zwar deutlich leiser was Lautstärke angeht, aber
der Unterschied ist hier bloß dass zu den Themen Fußball und Bier das
PC-Hardware-Gebastel dazu kommt. Noch schöner ist es wenn sie
stundenlang Unterschiede zwischen SPD und CDU diskutieren (wer und was
von Parteigenossen gesagt hat) obwohl der letzte Idiot hier wissen
müsste dass sie sich im Grunde nichts schenken und für den Bürger sich
wie Pest & Cholera verhalten.
PS: Kündige und gehe in so eine Firma und du wirst den gleichen Wahnsinn
erleben, nur eben "invertiert". Das Problem was du hast sind die
Menschen mit dem beschränkten Weitblick und der, so glaube mir, ist von
der Bildung unabhängig.
Gästchen schrieb:> PS: Kündige und gehe in so eine Firma und du wirst den gleichen Wahnsinn> erleben, nur eben "invertiert". Das Problem was du hast sind die> Menschen mit dem beschränkten Weitblick und der, so glaube mir, ist von> der Bildung unabhängig.
qft.
Einfach mal die Interessen abchecken und sich entsprechend
ein-/ausklinken. An Fußballdiskussionen beteilige ich mich auch nicht
mangels Interesse und in politische Diskussionen sollte man sich auch
nicht unbedingt reinhängen wenn man überdurchschnittlich an der Thematik
interessiert ist aber das Gegenüber sich für topinformiert hält nur weil
es abends die Tagesschau guckt.
Mit Kollegen die ähnliche Interessen teilen kann man schon mal nen
Schnack halten, aber ansonsten kann man es bei oberflächlichen Themen
belassen meiner Meinung nach. Seine (vermeintliche) intellektuelle
Überlegenheit zur Schau zu stellen kommt selten gut an ;)
Meister E. schrieb:> Wenn ich von Deiner Sehnsucht nach> Diskussionen über den kalten Krieg höre, muss ich da dran denken, tut> mir leid.
Mit dem Beitrag hat der TO ziemlich klar den Troll raushängen lassen.
Die Stichwörter "Burschenschaft" und "kalter Krieg" sollten den Thread
neu befeuern.
Was für ein armseliges Kerlchen.
Ob Troll oder nicht, ich kann das im Grunde schon nachvollziehen.
Wobei das hier durchaus auch Akademiker sind. Da geht es meistens doch
nur darum wer wen am Wochenende flach gelegt hat, Fußball-Diskussionen
von Leuten die vermutlich noch nie über so einen Platz gerannt sind (Ich
übrigens auch nicht, deshalb rede ich bei sowas auch nicht mit). Und
jedes Wochenende geht man sich in den Discos abschießen.
In meinem ehemaligen Freundeskreis ist das ganze noch schlimmer, da
scheint auch mit Mitte dreißig der Lebensinhalt noch daraus zu bestehen,
sich am Wochenende voll laufen zu lassen. Verdient wird nicht schlecht,
aber blank ist man trotzdem Mitte des Monats weil man sein Geld mit
vollen Händen ausgibt.
Freunde habe ich jetzt keine mehr, viel zu viel Arbeit, dann noch Arbeit
am Haus und eben die falschen Leute im Bekanntenkreis. Früher hat man
als noch was mit den Arbeitskollegen unternommen, aber dann bin ich oft
umgezogen, wegen dem Job.
Inzwischen bin ich Pendler, die Immobilien in Großstadt nähe waren
einfach zu teuer, und wenn ich dann mal vor 19 Uhr Feierabend habe, will
ich trotzdem lieber heim, musst ja noch ne Stunde fahren.
Toll ist das nicht und einsam bin ich schon irgendwie, obwohl ich
verheiratet bin, aber deswegen hab ich trotzdem keine Lust mit Leute
abzuhängen, die scheinbar einen IQ auf Zimmertemperatur haben.
> Mit dem Beitrag hat der TO ziemlich klar den Troll raushängen lassen.> Die Stichwörter "Burschenschaft" und "kalter Krieg" sollten den Thread> neu befeuern.
Genau dieses denke ich auch! Es erstaunt übrigens schon, dass bisher
von insgesamt 85 Beiträgen des Threads nur zwei(!) gelöscht wurden.
In einem der gelöschten Beiträge wurde explizit angezweifelt, dass
der TO einer solchen Burschenschaft tatsächlich angehört.
Ganz interessant, was einer der Mods zum Trollverdacht postete:
Beitrag "Re: Was müsst ihr als Akademiker im Betrieb aushalten?"
> Autor: MaWin (Gast)> Datum: 26.08.2016 08:02> Autor: MaWin (Gast)> Datum: 26.08.2016 11:35> Autor: MaWin (Gast)> Datum: 26.08.2016 20:55> Autor: MaWin (Gast)> Datum: 27.08.2016 14:32> Autor: MaWin (Gast)> Datum: 27.08.2016 16:42
Alles Beiträge von dem Psychopathen, der seinen Namen nicht kennt und
stattdessen MaWin ins Namesfeld schreibt, wie man leicht an dem
dämlichen Inhalt erkennen kann.
Anon schrieb:> Freunde habe ich jetzt keine mehr, viel zu viel Arbeit, dann noch Arbeit> am Haus und eben die falschen Leute im Bekanntenkreis. Früher hat man> als noch was mit den Arbeitskollegen unternommen, aber dann bin ich oft> umgezogen, wegen dem Job.> Inzwischen bin ich Pendler, die Immobilien in Großstadt nähe waren> einfach zu teuer, und wenn ich dann mal vor 19 Uhr Feierabend habe, will> ich trotzdem lieber heim, musst ja noch ne Stunde fahren.> Toll ist das nicht und einsam bin ich schon irgendwie, obwohl ich> verheiratet bin, aber deswegen hab ich trotzdem keine Lust mit Leute> abzuhängen, die scheinbar einen IQ auf Zimmertemperatur haben.
Einer der wenigen Beiträge die ehrlich sind: mit Leuten umgeben und
trotzdem einsam. Ich finde diese Realität traurig, im Endeffekt bleibt
uns im Leben vieles entbehrt was man durch echte Freunde hätte:
freundschaftliche Hilfe, etwas Beistand in schwierigen Situationen,
Erfahrungsaustausch usw. Dieser von der Politik gewollte marktkonforme
Individualismus ist wirklich übel.
genervt schrieb:> Herzlich "geblödelt"> wird in der Mittagspause auch dann wenn nur Akademiker am Tisch sitzen,> der Rest des Tages bietet ja genug ernste Themen.
Wer dafür in der Pause noch genug Energie hat, der schafft nicht genug.
Klotzen statt Kleckern schrieb:> genervt schrieb:>> Herzlich "geblödelt">> wird in der Mittagspause auch dann wenn nur Akademiker am Tisch sitzen,>> der Rest des Tages bietet ja genug ernste Themen.>> Wer dafür in der Pause noch genug Energie hat, der schafft nicht genug.
Falsch! Wer sich diesen Ausgleich schafft, kann nach der Pause umso
erholter und produktiver weiterarbeiten.
Thomas W. schrieb:> Die> Tatsache, dass ich keinen Alkohol trinke und zwar gar keinen wurde schon> als ".....der hat früher bestimmt mal gesoffen" getuschelt.
Wahaha... tja da musst du halt durch! Alternativen sind "Fundi-Christ",
"Muslim" oder "Weichei"...
> Das Ganze kotzt mich inzwischen nur noch an! Mein Chef und der aller> anderen geht damit einfach so um, dass er eine "berufliche Distanz" zu> allen hat, nicht gemeinsam mit denen Essen geht, auch nicht am "Klönen"> teilnimmt. Und vor allem kein einziges Wort über sein Privatleben> verliert. Niemand weiss irgendwas über ihn, nicht das Geringste. Er hat> eine Aura der Unnahbarkeit um sich geschaffen, redet nur beruflich.
Perfekt, der wird es noch weit bringen! Nimm ihn dir zum Vorbild.
Thomas W. schrieb:> Das ist zwangsweise damit verbunden gewisse Ressentiments zu bedienen.> In diplomatischen Worten verpackt würde ich sagen, dass die allermeisten> eine Zeitreise von 500 Jahren in ein durch und durch reguliertes Land> nicht schaffen werden und sich früher oder später Wut und Frust Ventile> suchen werden. Vielleicht haben die Kinder eine Chance, bei den> Erwachsenen sehe ich die nicht.
Wenn Ich mir das opening und die sonstigen Beiträge so durchlese, dann
kommt mir unweigerlich die Plenzdorf-Assoziation in den Kopf!
Du bist nicht zufällig der hier:
Beitrag "R2R-Wandler mit einem PLD"
Was muss ich als Akademiker aushalten?
-> ganz schön vieles.
Zuerst mal Ing.: "der weiss ja sowieso alles besser."
Die Sturheit und unlogische Denkensweisen vieler Mitarbeiter. .
"Haben wir schon immer so gemacht, warum was ändern?
Chef hat kein Studium und versteht auch nicht warum man sowas macht"
Schon in Studienzeiten mal als Werkstudent:
"Da kommt er schon wieder.
Der faule Studiosi. Schon ausgeschlafen?
Mal was arbeiten, nicht immer nur studieren "
Ein paar Anekdoten..
Mit einem Doktortitel geht man im Betrieb nicht hausieren. Der passt bei
der Bewerbung, sonst nicht. Dh weder auf dem Zimmerschild, noch
sonstwie.
Auf Anfrage eines Mitarbeiters redet man in der Richtung von : "ja, an
der Uni war ich auch mal, war spannend".
Weshalb sollte man sich ueber Themen unterhalten, die einen nicht
interessieren. Weshalb sollte man sich ueber Banalothemen die von dem
Medien aufgemischt werden, wiederholen. Ausser man habe eine neue Sicht,
die verloren ging. Sofern sich die Audienz dafuer interessieren koennte.
вег мит дем троль schrieb:> Mit einem Doktortitel geht man im Betrieb nicht hausieren. Der passt bei> der Bewerbung, sonst nicht. Dh weder auf dem Zimmerschild, noch> sonstwie.
Das hat nichts mit hausieren zu tun wenn man seinen Titel aufs
Zimmerschild den Firmenausweis die Visitenkarte schreibt. Das ist
lediglich eine Benennung der Tatsache. Man muss sich nicht besonders
hervortun, aber man muss sich auch nicht künstlich unter den Scheffel
stellen.
D. I. schrieb:> Das hat nichts mit hausieren zu tun wenn man seinen Titel aufs> Zimmerschild den Firmenausweis die Visitenkarte schreibt. Das ist> lediglich eine Benennung der Tatsache. Man muss sich nicht besonders> hervortun, aber man muss sich auch nicht künstlich unter den Scheffel> stellen.
Das ist firmenabhängig.
In manchen Unternehmen steht auf keinem Firmenschild irgendein
Doktortitel, noch ein Dipl-Ing, oder gar Prof..
Dürfte auch bei den Visitenkarten so sein.
Das kann man gut finden, oder eben nicht.
D. I. schrieb:> вег мит дем троль schrieb:> Mit einem Doktortitel geht man im Betrieb nicht hausieren. Der passt bei> der Bewerbung, sonst nicht. Dh weder auf dem Zimmerschild, noch> sonstwie.>> Das hat nichts mit hausieren zu tun wenn man seinen Titel aufs> Zimmerschild den Firmenausweis die Visitenkarte schreibt. Das ist> lediglich eine Benennung der Tatsache. Man muss sich nicht besonders> hervortun, aber man muss sich auch nicht künstlich unter den Scheffel> stellen.
Das sind keine Titel sondern akademische Grade und Professor eine
Amtsbezeichnung.
D. I. schrieb:> Man muss sich nicht besonders hervortun, aber man muss sich auch nicht> künstlich unter den Scheffel stellen.
Das ist so.
Ein Dipl Ing. oder ein Dr ist halt, was es ist.
Kann ruhig jeder wissen, dass ich auf der Uni war. Zeugt von Kompetenz.
Die Büroschnepfen haben auch gleich mehr Respekt.
klausi schrieb:> Kann ruhig jeder wissen, dass ich auf der Uni war. Zeugt von Kompetenz.> Die Büroschnepfen haben auch gleich mehr Respekt.
Aber nur, wenn Du auf der RWTH warst
klausi schrieb:> Kann ruhig jeder wissen, dass ich auf der Uni war. Zeugt von Kompetenz.> Die Büroschnepfen haben auch gleich mehr Respekt.
Deine Arbeit zeugt von Kompetenz - oder auch nicht.
Die "Büroschnepfen" können das nicht beurteilen, also glotzen die auf
den akademischen Grad. Ist halt blöd, wenn die "Büroschnepfen" die
einzigen sind, die dich respektieren.
Es ist schon eine himmelschreiende Ungerechtigkeit, dass keiner mehr auf
die Knie fällt und dem Herrn mit Titel den Allerwertesten küsst!
Geh' nach Ösistan, da wirst Du noch respektiert.
Heiner schrieb im Beitrag #4715747:
> Der einzige, der die Respekt dafür zollen wird, dass du an der RWTH> warst sind irgendwelche BWL-Futzies, die mit dem "Recuriting" betraut> sind und andere RWTH-Futzis.
Besser diese als niemand, wie mit deinem FH-Versager-Abschluss. Und ach
ja, sagt dir Dunniger-Kruger was?
Heiner schrieb im Beitrag #4715747:
> Der Rest der Ingenieurmeute wartet nur darauf, dass du Fehler machst...
Was ja dann wohl von deren Inkompetenz und Idiotie zeugt. Aber genauso
stell ich mir FHler vor, selber nichts können und statt zu arbeiten
andere beobachten und sich dann das Bein abfreuen, wenn der RWTHler mal
einen Fehler macht.
genervt schrieb:>> ja, sagt dir Dunniger-Kruger was?>> An welcher Eliteeinrichtung lernt man denn das?
Wikipedia zufolge hauptsächlich dort, wo man von dem zu diesem Effekt
gehörenden Wissenschaftszweig keine Ahnung hat. ;-)
Hahaha, da scheint es ja ganz schön viele FHler mit
Minderwertigkeitskomplexen hier zu geben, die nur auf den Fehler des
RWTHlers gewartet haben. Scheint sich also meine Behauptung soeben
wunderschön bestätigt zu haben...
genervt schrieb:> Die "Büroschnepfen" können das nicht beurteilen, also glotzen die auf> den akademischen Grad. Ist halt blöd, wenn die "Büroschnepfen" die> einzigen sind, die dich respektieren.
Sindnicht die einzigen, die mich respektieren.
Chef und Chef-Cheffe auch, aber klar, auch zusätzlich wegen meiner
Leistung. Und eben Ausbildung, soziale und fachl. Kompetenz und ich kann
auch mit "speziellen" Leuten wie z. B. Admins, was nicht einfach ist.
Sebastian S. schrieb:> Geh' nach Ösistan, da wirst Du noch respektiert.
Die haben noch ein ordentliches Werteverständnis und hofieren gut
Ausgebildete (Absolventen) im Vgl. zu irgendwelchen Leuten, die ne
grosse Schnorre haben oder sich das irgendwie nebenbei beigebracht
haben.. was oft gefährliches Halbwissen mit sich bringt.. aber
Hauptsache billig.
klausi schrieb:> Sebastian S. schrieb:>> Geh' nach Ösistan, da wirst Du noch respektiert.>> Die haben noch ein ordentliches Werteverständnis und hofieren gut> Ausgebildete (Absolventen)
und auch die Ehefrauen der "gut Ausgebildeten", in dem sie diese auch
mit Frau Doktor anreden.
Ich weiß gar nicht warum jeder auf den Leuten von der RWTH rumhackt. Wir
können auch nichts dafür, dass es eine Eliteuni ist und damit nun mal
vom Niveau nicht vergleichbar den meisten anderen Unis.
Steht ja jedem frei sich eine Uni für das Studium auszusuchen.
Nicht besonders elitär wenn man nicht weiß worauf sich das Elite bezieht
:P
Mit wirklichen Elite-Unis wie die ETH, MIT, Harvard, .. kann eh keine
Deutsche mithalten, von daher ist das mehr heiße Luft und
Etikettenschwindel als alles andere.
D. I. schrieb:> Nicht besonders elitär wenn man nicht weiß worauf sich das Elite> bezieht :P>> Mit wirklichen Elite-Unis wie die ETH, MIT, Harvard, .. kann eh keine> Deutsche mithalten, von daher ist das mehr heiße Luft und> Etikettenschwindel als alles andere.
Aber...aber, die Uni Karlsruhe hat sich doch extra in KIT umbenannt!
Dr. Ch. Wanslek schrieb:> D. I. schrieb:> Nicht besonders elitär wenn man nicht weiß worauf sich das Elite bezieht> :P> Mit wirklichen Elite-Unis wie die ETH, MIT, Harvard, .. kann eh keine> Deutsche mithalten, von daher ist das mehr heiße Luft und> Etikettenschwindel als alles andere.>> Aber...aber, die Uni Karlsruhe hat sich doch extra in KIT umbenannt!
Wobei, die sind ja nicht mehr Elite.
Sheldon Cooper schrieb:>> Ich werde dauern gehänselt, weil ich als Einziger keinen Doktor habe.
Es ist heute nicht einfach, einen Hausarzt zu finden.
mfG Paul