Hallo liebe Community,
ich habe vor einen kleine Ketcar mit einem Anlassermotor auszustatten.
Ich folgendes Problem:
Ich finde keine mobile Stromquelle welche dauerhaft bis zu 300A Strom
liefern kann.
Meines Wissens kann eine normale Autobatterie zwar solch hohe Ströme,
leider aber nur für kurze Zeit. Hat jemand von euch andere Erfahrungen
gemacht?
Ich hatte folgende Ideen:
1. 6 riesige Supercaps mit 2,7-3V und 3000F in Reihe schalten. Leider
ist diese Lösung sehr teuer.
2. 4 Lithium Ionen Caps mit 3,7V in Reihe schalten. Leider auch relativ
teuer und die Strommenge (Ah) ist sehr gering.
Kann mir jemand helfen um eine Lösung für mein Problem zu finden.
Gruß,
Yannik
Mehrere Autobatterien parallelschalten.
Aber braucht ein Anlassermotor wirklich dauerhaft
soviel Strom, schon mal gemessen? Oder anderen
Motor mit besseren Wirkungsgrad benutzen.
Möglichts einen mit Dauermagnet, da ist der
Wirkungsgrad besser.
Yannik schrieb:> Ich folgendes Problem
Wie kommst du auf die abstrus abwegige Idee, dass ein Anlassermotor
länger als einen Anlassvorgang (30 Sekunden) seine Leistung von ca. 1kW
produzieren könnte ohne zu überhitzen ?
Noch Schüler ?
Und wieso glaubst du, für ein Ketcar mehr als Menschenkraft von ca. 100W
einsetzen zu können, ohne bessere Bremsen und einen stabileren Rahmen
und ggf. eine stabilere Kette und stabilere Antriebsachse vorsehen zu
müssen ?
Grundschüler ?
Und warum denkst du, passt ein Autoakku als Batterie eines Elektroautos,
wo ein Autoakku doch nur kurz den Anlasser betätigen muss und
mehrmalige ganze Entladung nicht verträgt, es gibt absichtlich
Traktionsbatterien und Solarakkus wenn man entladen will.
Billigheimer ?
Such dir einen dauerbetriebsfesten 12V Elektromotor nicht über 250W,
eventuell von einem Golf-Caddy oder Elektrofahrrad, mit Steuerung von
Curtis oder BLDC.
Ich würde Modellbaukomponenten verwenden. Da braucht man keine
Elektronik zu basteln, sondern nur zu stecken (ggf. mal einen Stecker
anlöten). Es gibt Batterien (LiPo), BLDC-Motoren und Motorregler in
allen Größen- und Preisklassen bis zu einigen kW Leistung für
Hubschrauber oder große Flugzeuge. Man müsste nur noch eine Schaltung
basteln oder beschaffen, die aus einem Gaspedalsignal ein PPM- oder
PWM-Signal erzeugt, das der Motorregler versteht. Das lässt sich
vielleicht aus einem Servotester bauen, auf jeden Fall aber mit einem
µC-Board.
Wenn du jetzt eine Batterie für deinen Anlasser hast, brauchst du ja
immer noch einen Steller/Regler zur Ansteuerung, sonst kannst du nur
digital (Vollgas) fahren.
MaWin schrieb:> Yannik schrieb:>> Ich folgendes Problem>> Wie kommst du auf die abstrus abwegige Idee, dass ein Anlassermotor> länger als einen Anlassvorgang (30 Sekunden) seine Leistung von ca. 1kW> produzieren könnte ohne zu überhitzen ?>> Noch Schüler ?>> Und wieso glaubst du, für ein Ketcar mehr als Menschenkraft von ca. 100W> einsetzen zu können, ohne bessere Bremsen und einen stabileren Rahmen> und ggf. eine stabilere Kette und stabilere Antriebsachse vorsehen zu> müssen ?>> Grundschüler ?>> Und warum denkst du, passt ein Autoakku als Batterie eines Elektroautos,> wo ein Autoakku doch nur kurz den Anlasser betätigen muss und> mehrmalige ganze Entladung nicht verträgt, es gibt absichtlich> Traktionsbatterien und Solarakkus wenn man entladen will.>> Billigheimer ?>> Such dir einen dauerbetriebsfesten 12V Elektromotor nicht über 250W,> eventuell von einem Golf-Caddy oder Elektrofahrrad, mit Steuerung von> Curtis oder BLDC.
Du wirst diese Erfahrungen in dem Alter auch gemacht haben... also laß
ihm doch das lehrreiche Vegnügen einen Anlassermotor mit 100A während
einer Akku-wird-leer-Session in einen Haufen geschmolzenes - oder
zumindest wild vor sich hinrauchendes Metallteil zu verwandeln.
Kooperatives Herumgranteln kannst Du nacher immer noch - und dann
versteht der TO das auch.
MiWi
MiWi schrieb:> Du wirst diese Erfahrungen in dem Alter auch gemacht haben... also laß> ihm doch das lehrreiche Vegnügen einen Anlassermotor mit 100A während> einer Akku-wird-leer-Session in einen Haufen geschmolzenes - oder> zumindest wild vor sich hinrauchendes Metallteil zu verwandeln.
MaWin ist im Inneren ein Menschenfreund, der nicht will daß sich jemand
so viel Mühe macht alles zusammenzubauen evt. noch Geld auszugeben um
dann vor rauchenden Trümmern zu stehen.
Habe auch schon so ein Kettcar gebaut.
Das funktioniert schon....aber:
1. Sauschwer (40kg LKW (12V/180Ah) Batterie verwendet)
2. Die 180AH waren in ca. 10-20min leer
3. Motor wird heiß, aber die 10-20min hat er mitgemacht (danach hat er
ja 12h Abkühlphase zum laden des Akkus)
=> Fazit: ganz nett, aber lang hat man daran keine Freude.
z.B.: Räder halten dem Gewicht nicht stand (bei "normalem" Kettcar)
MaWin schrieb:> Such dir einen dauerbetriebsfesten 12V Elektromotor nicht über 250W,> eventuell von einem Golf-Caddy oder Elektrofahrrad, mit Steuerung von> Curtis oder BLDC.
Ersatzmotor für E-Scooter! Mit steuergerät. (36/48V)
Drei Akkus (12V 12-XX Ah, Blei.) kannst du bis 40Kmh und 25Km reichweite
schaffen.
Der Motor hat kurzzeitig (Anlauf) 1300W und kann bis zu 1X0Kg (Mit
rahmen vom E-Scooter) ziehen.
Aber: Du brauchst im Prinzip (Das ding hat kraft, viel kraft) einen
verstärkten rahmen, eine neue Hinterachse (Lenkung würde ich auch
verstärkern) und neue reifen. Vom passenden Ritzel auf der Hinterachse
(Motorradkette, ja die breiten stabilen) mal ganz zu schweigen.
Alles andere "Zerrupft" es dir vermutlich "Irgendwann".
Keine Garantie, Gewährleistung oder Haftung! Wenn du dich mit dem ding
Zersägst ist das seine schuld!
https://www.forca-sports.de/evoking-iii-escooter/#
Ich Habe den "Alten" Evoking, mit 36V/1300W Motor und dem "Alten"
Klapprahmen. (Lenker lässt sich auf das Trittbrett umlegen zum
Transport) der Flitzt (mit mir leichtem kerl) bis zu (Tacho
Nachgerüstet) 42Kmh!
Von sowas kannst du die Technik mutzen und auf ser Kartbahn locker mit
den "Rasenmähern" mithalten. Dann aber besser gleich ein altes GoKart
als Fahrgestell nutzen!
Captain Albern schrieb:> Ich würde Modellbaukomponenten verwenden
Du meinst das Spielzeugzeugs das höchstens für 100 Betriebsstunden
ausgelegt ist und wundersame Leistungsangaben auf quitschbunten
chinesischen Pappschachteln trägt ?
MaWin schrieb:> Du meinst das Spielzeugzeugs das höchstens für 100 Betriebsstunden> ausgelegt ist und wundersame Leistungsangaben auf quitschbunten> chinesischen Pappschachteln trägt ?
Ganz deiner meinung!
Daher mein vorschlag mit "Erprobter" Renntechnik! Das ganze ist dafür
gemacht und entsprechend Robust UND einfach zu verbauen.
Achtung: Das steuergerät Muss zur kühlung auf ein großes Blech. Im
original ist das am Fahrzeugrahmen verschraubt und mit Wärmeleitpaste
verstehen um die wärme an den Rahmen abzugeben!
Hallo
https://www.forca-sports.de/evoking-iii-escooter/#
schön und zumindest teilweise auch zugelassen.
Aber eben auch sehr teuer;-(
Qualität kostet, aber muss der Unterschied zu den typischen
"Chinarollern" denn so extrem sein, bzw. gibt es "Chinaroller" die eine
Zulassung haben (und dementsprechend wohl auch zuverlässige Bremsen und
Antriebskonzepte) aber bei den der Preis bei 50% bis höchstens 75% von
Evoking liegen?
Und ja natürlich ist mir klar das auch der verlinkte Roller (Scooter...)
zum größten Teil aus China oder Fernost kommt, was ich mit "Chinaroller"
meine dürfte trotzdem klar sein, ihr seid ja nicht blöd...
Jemand
Jemand schrieb:> Aber eben auch sehr teuer;-(
Billiger (Weil haltbarer) als wenn er sich jetzt seinen Motor an ein
Nicht dafür gemachtes fahrgestell Klemptnert und er sich einen Akku dazu
besorgt.
Das dauert höchstens (wenn überhaupt) ein Paar fahrten (da haben meine
vorredner schon recht, anlassermotoren müssen eben nur kurz "kurbeln"
und nicht dauerhaft laufen) hinüber.
Nur der Motor, Steuergerät und die Arbeiten am Rahmen (usw..) kosten
vermutlich genau so viel wie der Roller. Aber er hat dann auch sein
"No"GoKart.
MaWin schrieb:> Captain Albern schrieb:>> Ich würde Modellbaukomponenten verwenden>> Du meinst das Spielzeugzeugs das höchstens für 100 Betriebsstunden> ausgelegt ist und wundersame Leistungsangaben auf quitschbunten> chinesischen Pappschachteln trägt ?
Lass mich mal nachrechnen kurz, für wieviel Stunden ein Anlassermotor
ausgelegt ist. 160.000km Lebensdauer des Fahrzeug. Start alle 10km mit
5s Betriebszeit des Anlassers. Macht insgesamt gute 22 Stunden
Betriebsdauer mit extrem günstigem Verhältnis von Betriebs- zu
Abkühlzeit.
Aber mit einem hast du recht: Eine quitschbunte Verpackung ist extrem
schädlich für die Qualität.
MaWin schrieb:> Wie kommst du auf die abstrus abwegige Idee, dass ein Anlassermotor> länger als einen Anlassvorgang (30 Sekunden) seine Leistung von ca. 1kW> produzieren könnte ohne zu überhitzen ?
Der Anlasser vom Leo kann das.
;-)
Günter Lenz schrieb:> Aber braucht ein Anlassermotor wirklich dauerhaft> soviel Strom.
sagen wir mal:
Er braucht schon seine Amperechen,
um über die Kompression im Motor zu kommen.
Captain Albern schrieb:> Stunden ein Anlassermotor ausgelegt ist.
Natürlich, und die Betriebszeit überlebt der nicht mal am Stück.
Aber er wurde auch schon klar als ungeeignet herausgestellt, warum
kommst du damit auf die Idee, dass Spielzeugzeugs geeigneter wäre
?(welches auch nur Betriebszeiten hat bis der Akku leer ist, was
selzendst 10 min übersteigt, ich erinnere mich an mein Speedboat mit
Mabuchi und NiCd).
MaWin schrieb:> Grundschüler ?>> Und warum denkst du, passt ein Autoakku als Batterie eines Elektroautos,> wo ein Autoakku doch nur kurz den Anlasser betätigen muss und> mehrmalige ganze Entladung nicht verträgt, es gibt absichtlich> Traktionsbatterien und Solarakkus wenn man entladen will.
Grundschüler in Sozialkompetenz ? Ich fände es besser, dem TO zu
erklären dass es sich beim einem Anlasser um (meist) einen
Reihenschlussmotor handelt und warum der nur für den kurzzeitigen
Betrieb ausgelegt ist anstatt diesen zu beleidigen.
Es ist ja noch die frage was Yannik wirklich will.
Wenn eh alles vorhanden (außer die angesprochenen Akkus) und keine
Langlebigkeit fordert:
Schweißen/Schrauben/Löten => los gehts. (so verlief mein Projekt damals)
Hach, das waren Zeiten.
> Meines Wissens kann eine normale Autobatterie zwar solch hohe Ströme,> leider aber nur für kurze Zeit.
Richtig, das gilt für den Anlasser-Motor ebenso.
> Ich würde Modellbaukomponenten verwenden.
Diese Motörchen sind dazu gedacht, kleine Autos mit vielleicht 3 kg
Gewicht zu bewegen. Wir reden hier von einer durchschnittlichen Leistung
um 100 Watt und kurzzeitig vielleicht 500 Watt.
Ich wiege 91kg, wie viel wiegt Yannik? Go-Carts für Erwachsene haben
Motoren mit 5000 Watt Leistung.
Stefanus F. schrieb:> Diese Motörchen sind dazu gedacht, kleine Autos mit vielleicht 3 kg> Gewicht zu bewegen. Wir reden hier von einer durchschnittlichen Leistung> um 100 Watt und kurzzeitig vielleicht 500 Watt.
Stefan, ich frische Dein Wissen über Modellbau etwas auf:
https://hobbyking.com/de_de/turnigy-rotomax-150cc-size-brushless-outrunner-motor.html
Batterie: 14 Zellen / 51.8V
RPM: 150kV
Max Strom: 190A
Watts: 9800W
Leerlaufstrom: 51.8V / 5.2A
Innenwiderstand: 0,011 Ohm
Gewicht: 2530g
Der Durchmesser der Welle: 10mm
Wicklung: 8T
Statorpol: 24
Motor Pole: 20
Stator - Durchmesser: 101
Lamination Tickness: 0.2mm
Empfohlene ESC: 250A 14S Kompatibel
10kW Leistung, Gewicht 2.5kg!
Und hier noch etwas für mawin:
https://plettenberg-motoren.net/de/produkte/antriebssysteme/motoren
Der Preis des verlinkten Motors übersteigt den eines Anlassers vom
Schrottplatz aber um Faktor 20, den eines bereits daliegenden Anlassers
unendlich...
TomH schrieb:> Der Preis des verlinkten Motors übersteigt den eines Anlassers vom> Schrottplatz aber um Faktor 20, den eines bereits daliegenden Anlassers> unendlich...
Mag' sein, ich wollte nur Stefan in die Gegenwart holen.
P.S: Wenn Du das Produkt lange genug anschaust, sinkt der Preis (kein
Witz).
Philipp, ich bezog mich natürlich auf einen gewöhnlichen Modellbau Motor
für 1:10 Modellautos mit (wie gesagt) ca. 3kG Gewicht.
Der von Dir genannte Hobbyking Motor ist für Flugzeuge. Sein Kühlkonzept
und seine Drehzahl sind für ein Auto vollkommen ungeeignet.
Hallo
Philipp G. willkommen in Forum :-)
Du schriebst u.a. : "Grundschüler in Sozialkompetenz?..."
So ist er halt unser MaWin - was das Fachwissen angeht immer gut
aufgestellt und allgemein eine zuverlässige Quelle.
Aber Sozialkompetenz?
Na ja ich will mal Nett sein und es so sagen: Ausbaufähigkeit
vorhanden...
Falls du ihn "kennen lernen" möchtest dann such mal unter seinen Namen
MaWin - man kann viel über theoretische und praktische Elektrotechnik
von ihn lernen aber auch sehen wie es mit einen vernünftigen,
einfühlsamen und respektvollen Umgang eben nicht geht.
Aber was soll es? Immerhin ist er so Foren bekannt das einige
Hobbytrolle manchmal unter seinen Namen Beiträge posten - aber seinen
einfühlsamen (lol) Stiel nicht erreichen und sich schnell outen.
Einfach ein dickes Fell bekommen und die Spreu von Weizen trennen die
seine Beiträge trotz allem meistens enthalten und ansonsten als Menschen
einfach ignorieren.
Jemand
Jemand schrieb:> Philipp G. willkommen in Forum :-)
Dir auch, danke, ich bin schon länger hier.
Jemand schrieb:> Falls du ihn "kennen lernen" möchtest dann such mal unter seinen Namen> MaWin - man kann viel über theoretische und praktische Elektrotechnik> von ihn lernen aber auch sehen wie es mit einen vernünftigen,> einfühlsamen und respektvollen Umgang eben nicht geht.
Ich respektiere sein Wissen, aus das von Falk, der andere, dreckiger
Dan, matzetronics, soul eye, u.w.
Dennoch muss man differenzieren. Es gibt offensichtlich jüngere die
gerne mal basteln, und Idioten die fragen welcher uC für die Mondrakete
geeignet ist.
Unser @Stefanus z.B wird selten ausfällig.
Der Turnigy macht die 10kw auch nur für Sekunden.
Der Plettenberg hat ehrlichere deutsche technische Daten, aber auch der
Preis ist dementsprechend hoch, vorher hinsetzen.
Die Dinger sind möglicherweise für längere Laufzeiten geeignet und
relativ günstig:
http://www.goldenmotor.bike/categories/bldc-motors/
Captain Albern schrieb:> MaWin schrieb:>> Captain Albern schrieb:>>> Ich würde Modellbaukomponenten verwenden>>>> Du meinst das Spielzeugzeugs das höchstens für 100 Betriebsstunden>> ausgelegt ist und wundersame Leistungsangaben auf quitschbunten>> chinesischen Pappschachteln trägt ?>> Lass mich mal nachrechnen kurz, für wieviel Stunden ein Anlassermotor> ausgelegt ist. 160.000km Lebensdauer des Fahrzeug. Start alle 10km mit> 5s Betriebszeit des Anlassers. Macht insgesamt gute 22 Stunden> Betriebsdauer mit extrem günstigem Verhältnis von Betriebs- zu> Abkühlzeit.
Oder andersrum: Betriebszyklus 0.33h fahren (seeehr optimistisch) + 12h
Akkuladen (PKW Starterakku) entspricht 1 Fahrt pro Tag. Nach einem
Sommer (3Mte) mit Täglicher Nutzung sind 3Mte*30Tage*0.33h=30
Betriebsstunden durch.
Sollte die Bastelkonstruktion standhalten, macht das 3 Sommer lang
Spass, bis 100h Betrieb durch sind.
Wo ist nun das Problem mit "Spielzeugtechnik"?
Dass man das Konstrukt nicht weitervererben kann?
Und?
Der Wirkungsgrad vom Anlassermotor ist nicht berauschend. Der TO sollte
davon ausgehen, dass im Vergleich zu einem guten Motor, das GoKart nur
halb so weit kommt mit einer Akkuladung.
Aber zum Ausprobieren ist das durchaus zu machen mit einem
Anlassermotor. Du benötigst für den Betrieb aber einen Leistungsfähigen
PWM Regler zur "Abwärtswandlung" sei noch angemerkt. Schau bei
Gelegenheit nach, ob bei dem Motor beide Anschlüsse der Erregerwicklung
angezapft werden können.
Übrigens wärest Du nicht der Einzige der im Krankenhaus gelandet ist
oder im Bau wegen Personenschaden, weil der Motor hart einschaltete
(ohne PWM, bzw. versagen der PWM) und das GoKart einen Satz machte. Mit
diesen Leistungen/Kräften ist nicht zu spaßen.
Danke für die vielen Antworten und Ratschläge.
Der Tipp mit den Lithium Batterien hilft mir schon etwas weiter.
Der Anlasser ist bestimmt nicht die beste Lösung, und das seh ich auch
ein.
Allerdings wäre dieser schon vorhanden. Und leider sind Motoren mit
solch einer Leistung sonst sehr teuer.
Ich hatte vor den Anlasser über ein PWM-Modul welches fette Mosfet's
dutchschält Drehzahl zu regeln.
Eine Strombegrenzung soll auch eingebaut werden, damit ich am Ende
möglichst nicht vor qualmenden Trümmern stehe.
Eigentlich ist alles bis auf die Batterie fertig geplant. jedoch noch
nicht bestellt.
Ich meinen Plan nochmal überdenken, da die Erfahrungsberichte deutlich
negativer ausfallen als ich es mir gedacht habe.
Die Idee mit dem Elektro Scooter scheint mir bis jetzt am sinnvollsten,
wie auch die E-Bike Akkus und Motoren.
Gruß,
Yannik
Ich würde auch keine Bleiakkus verwenden, wegen dem hohen Gewicht und
der schlechten Zyklenfestigkeit. Egal ob Blei oder Lithium, sorge dafür,
dass die Batterie vor mechanischer Beschädigung gut geschützt ist und
dass der Fahrer im Falle eines Brandes nicht mit dem flüssigen Inhalt
der Batterie besprüht werden kann.
Mit den brennenden Inhalt einer aufgerissenen Lithium Batterie
angesprüht zu werden, ist nicht lustig. Schwefelsäure ist auch nur für
wenige Sekunden harmlos, danach wird es ernst.
Yannik L. schrieb:> Die Idee mit dem Elektro Scooter scheint mir bis jetzt am sinnvollsten,> wie auch die E-Bike Akkus und Motoren.
Guck mal ob du einen bei eBay Ohne Akkus, "Defekt" (Rahmen gebrochen
oder so) o.ä bekommen kannst.
Die ersatzteile also motoren usw. gibt es da auch zu erschwinglichen
preisen.
Yannik L. schrieb:> Eine Strombegrenzung soll auch eingebaut werden, damit ich am Ende> möglichst nicht vor qualmenden Trümmern stehe.
So. Und wie gedenkst Du diese zu dimensionieren? Die ersten 500ms bis
zum Losbrechmoment sind ein direkter Kurzschluss, da fliessen bis 500A
Peak durch.
Deswegen findest Du im Auto in diesem Kreis auch keine Sicherung.
Ich hatte vor mit einem Hallsensor den Strom zu überwachen und bei einem
gewissen Magnetfeldwert die PWM abzuschalten.
Entweder mit einem Mikrocontroller oder einem PNP Transistor welcher bei
einer gewissen Spannung des Hallsensors das PWM Signal unterbricht.
Um die Strombegrenzung zu variieren hatte ich an einen Poti zwischen
Hallsensor und Transistor gedacht.
Gruß,
Yannik
Ganz so einfach wird es nicht klappen.
Der Strom wird stark schwanken. Kurze Spitzen willst (oder solltest) du
zulassen. Beim Anfahren musst du sogar für mehrere Sekunden sehr viel
mehr Strom zulassen. Wenn du beim Anfahren einfach die PWM unterbrichst,
kommst du nicht vom Fleck.
Dann solltest du einen Schmitt-Trigger benutzen, dass ein eindeutiger
Wechsel zwischen an und aus stattfindet. Ohne diesen wird der Transistor
das digitale Signal analog verformen und dadurch Fehlfunktionen
auslösen. Schlimmstenfalls brennen dabei die Schalt-Transistoren der PWM
Stufe durch weil sie ebenfalls nicht mehr eindeutig und schnell zwischen
an und aus umschalten.
Das ganze Verfahren solltest du erstmal mit einem kleinen Motor (<10
Watt) üben, dann mit einem handelsüblichen Modellauto (100-500W) testen
und dann erst an die 100 Ampere wagen. Ansonsten sind sehr gefährliche
und teure Fehlschläge vorprogrammiert.
Stefanus F. schrieb:> Ich würde auch keine Bleiakkus verwenden, wegen dem hohen Gewicht und> der schlechten Zyklenfestigkeit.
nur kann ich mit einem Bleiakku im PKW öfter starten als übliche
Ladecyclen für LiIo oder LiPo aufgerufen werden 100 (RC Flieger) -
1000(Pedelec) meist um 500 (Notebook Akkus)
So schlecht ist der Bleiakku also nicht in Zyklenfestigkeit.
Beim Starten eines KFZ entnimmst du der Starterbatterie nur wenig
Energie und lädst sie sofort danach rasch wieder auf. Das ist für
Bleiakkus gut.
Mit dem Go-Cart fährst du ihn dreimal leer, danach ist er gar nicht mehr
brauchbar.
Bleiakkus verschleißen umso schneller, je weiter und je länger man sie
entlädt. Bei unter 50% Ladung sogar sehr rasant. Manche PKW Besitzer
kennen das, nachdem sie ein Licht vergessen haben oder der Wagen 4
Monate ungenutzt herum stand.
Die sogenannten "Zyklenfesten" Bleiakkus oder Solar-Akkus sind dabei
deutlich robuster. Prinzipiell haben aber auch sie das Problem.
Joachim B. schrieb:> nur kann ich mit einem Bleiakku im PKW öfter starten als übliche> Ladecyclen
Ein durchschnittlicher Startvorgang braucht 2-4 Sekunden bei im Schnitt
vieleicht 300A.
Das sind also 1000As oder 0,33 Ah.
Selbst bei 10 Startversuchen hintereinander wird die normale 60Ah
Batterie also nur zu 5% entladen und danach sofort wieder geladen.
Starterbatterien sind oft für 40-80 Deep-Cycles angegeben, und ein
"deep-Cycle sind 50% Entladung.
Eine Entladung bis zu 10% Restkapazität über mehrere Tage schädigt die
Starterbatterie nach meinen Erfahrungen schon leicht spürbar, mach das
10 Mal kann sie schon am Arsch sein.
E-Motortroller schrieb:> Wo ist nun das Problem mit "Spielzeugtechnik
Dass es bei Benutzung kaputt geht.
Es hat doch seinen Grund, warum seriöse Motoren bei gleicher angegebener
Leistung deutlich grösser sind.
Ordentliche Lager, ordentliche Masse für Wärmeträgheit.
Modellbau ist halt wie 120W p.m.p.o. Brüllwürfel.
Ja, in Autos findet man verstärkt Mabuchi Spielzeugmotore, z.B. als
Benzinpumpe oder zur Sitzverstellung, die laufennja auch nur 50 mal im
Autoleben.
Der Ausfall so eines Spielzeugmotors von VDO hat mich 3000 EUR gekostet,
Dieselmotore mögen keine Unterversorgung. Den Hersteller freut es, er
hat noch so ein minderwertigen Schrott verkauft. Den anderen Hersteller
kümmert es nicht, das Auto ist trotz unter 100000km aus der
Garantiezeit.
Jemand schrieb:> Aber Sozialkompetenz
Besteht u.a. darin, aus einem Beitrag erkennen zu können, dass der
Fragende niemal in der Lage sein wird, sein Vorhaben erfolgreich
umzusetzen, weil es an allem fehlt, von Grundlagen über Geld bis
Nachschlagewillen und zum In'genius', und ihm das in möglichst einem
Beitrag klarzumachen.
Hilft natürlich nichts wenn ein Dutzend Gutmenschen die Realität leugnen
und dem Yannik erzählen wie toll er das schon macht, er muss auf jeden
Fall dran bleiben nur noch ein bischen üben.
MaWin schrieb:> er muss auf jeden Fall dran bleiben nur noch ein bischen üben.
Schon alleine die antriebsachse mit der nötigen bremse usw. Bekommt er
vermutlich nicht mechanisch stabil an den Rahmen.
Da kauft man leichter eines mit Motorschaden und baut das entsprechend
um.
MiWi schrieb:> Du wirst diese Erfahrungen in dem Alter auch gemacht haben... also laß> ihm doch das lehrreiche Vegnügen einen Anlassermotor mit 100A während> einer Akku-wird-leer-Session in einen Haufen geschmolzenes - oder> zumindest wild vor sich hinrauchendes Metallteil zu verwandeln.>
DAS erinnert mich an meine Kindheit. Bei einem Freund am Bauernhof
fanden wir ein altes Mofa mit Rahmenschaden und ein KettCar.
Mit einer sehr abenteuerlichen Konstruktion, bestehend aus Blechwinkeln
und Hasendraht ;), haben wir es geschafft, den Benzinmotor des Mofas im
Kettcar zu platzieren.
Anfangs sprang die Kette immer über, also musste ein Kettenspanner her.
Ein rundes Metallrohr wurde verwendet. Dann lernten wir schnell, dass
nur Linkskurven möglich waren, weil nur ein Rad antreibt. Ein
Differential konnten wir nicht einbauen, haben es aber dann doch
geschafft, eine Starrachse zu machen. Die Kraft des Motors war zu stark
für die Plastikräder... Also wurde dafür eine Lösung ausgetüftelt.
Letztendlich hatten wir ein Kettcar mit 38 kmh Spitze, bei dem wir mehr
repariert als gefahren sind, allerding dann ohne Straßenzulassung auf
der Dorfstraße.
Ein Wunder dass bis auf ein paar kleinere Verbrennungen an den Füßen,
wenn man den Motor berührte, nichts passiert ist.
Wir waren damals 14-15, hatten jede Menge Spaß und auch jede Menge
Erfahrung gesammelt. (und ja, wenn der Motor explodiert wäre, die Kette
gerissen wäre, oder..., dann hätten wir uns auch ernsthaft verletzen
können, der Motorradhelm, den wir hatten, hätte uns da auch nicht
geholfen - gab uns aber das Gefühl, was für die Sicherheit getan zu
haben... )
Von da her, mach es, sammle Erfahrung
Gruß Roland
Roland P. schrieb:> DAS erinnert mich an meine Kindheit. Bei einem Freund am Bauernhof> fanden wir ein altes Mofa mit Rahmenschaden und ein KettCar.> Mit einer sehr abenteuerlichen Konstruktion, bestehend aus Blechwinkeln> und Hasendraht ;), haben wir es geschafft, den Benzinmotor des Mofas im> Kettcar zu platzieren
So ähnlich wars bei mir auch, wenn auch ohne Bauernhof. KettCar waren
damal richtig gut und stabil. Da hatten wir uns sogar getraut den Rahmen
im Bereich der Sitzkonstruktion zu verlängern.
Leider ist so was heutzutage nur noch auf Privatgelände möglich weil zu
viele gleich nach der Polizei rufen würden wenn Du damit durchs
Wohngebiet röhrst.
> Akkuschrauberrennen
Ich glaube nicht, dass es dort irgendwelche hilfreichen Erkenntnisse zur
Elektronik zu finden gibt. Denn die sollen ja handelsübliche
Akkuschrauber von der Stange verwenden - keine Eigenentwicklung.
Roland P. schrieb:> Letztendlich hatten wir ein Kettcar mit 38 kmh Spitze, bei dem wir mehr> repariert als gefahren sind, allerding dann ohne Straßenzulassung auf> der Dorfstraße.> Ein Wunder dass bis auf ein paar kleinere Verbrennungen an den Füßen,> wenn man den Motor berührte, nichts passiert ist.
ja, der Neffe meines Schwagers hat auch so an seinem Moped gebastelt und
ist dann auf der Dorfstraße rumgefahren.
Bis dann die Bremsen versagt haben und er an einer Kreuzung nicht halten
konnte.
Seit dem liegt er 1,5 m unter der Erde. War gerade 16 geworden.
Das ist eine WAHRE Geschichte.