Nabend,
bin heute aus dem Mitarbeitergespräch mit einer Erhöhung um 1,3%
herausgegangen. Gefordert hatte ich 3%. Naja, besser als nichts.
Die Kollegen kamen auch nicht besser weg den Gesichtern nach zu
urteilen.
Und bei euch?
Inflationsbereinigter Mitarbeiter schrieb:> Nabend,>> bin heute aus dem Mitarbeitergespräch mit einer Erhöhung um 1,3%> herausgegangen. Gefordert hatte ich 3%. Naja, besser als nichts.> Die Kollegen kamen auch nicht besser weg den Gesichtern nach zu> urteilen.>> Und bei euch?
Ich wollte gar nichts und wurde zum Gespräch zitiert.
Herausgekommen bin ich mit 10% mehr.
Merke:
Wer fordert bekommt nichts.
Wer Leistung zeigt, wird belohnt.
Ich übersetze mal:
>Wegen wirtschaftlichen Schwierigkeiten 0%.
Wegen wirtschaftlicher Schwierigkeiten 0%.
> Immerhin 8 Zusatztage Urlaub, wegen dem IG-Metall-Tarifvertrag von 2018.
Immerhin 8 Tage Zusatzurlaub, wegen des IG-Metall-Tarifvertrages von
2018.
Bürovorsteher schrieb:> Ich übersetze mal:>>>Wegen wirtschaftlichen Schwierigkeiten 0%.> Wegen wirtschaftlicher Schwierigkeiten 0%.>>> Immerhin 8 Zusatztage Urlaub, wegen dem IG-Metall-Tarifvertrag von 2018.> Immerhin 8 Tage Zusatzurlaub, wegen des IG-Metall-Tarifvertrages von> 2018.
Ich übersetze mal:
Ich bin ein Korinthenkacker.
Dein Nick passt zu dir. Ich hoffe, dass du nicht zur Ingenieurskaste
zählst.
Mangelnde Sprachbeherrschung ist meist mit mangelndem Technikverständnis
gekoppelt.
Bürovorsteher schrieb:> Mangelnde Sprachbeherrschung ist meist mit mangelndem Technikverständnis> gekoppelt.
Eigentlich kenne ich es bei den meisten genau entgegengesetzt.
Bürovorsteher schrieb:> Dein Nick passt zu dir. Ich hoffe, dass du nicht zur Ingenieurskaste> zählst.> Mangelnde Sprachbeherrschung ist meist mit mangelndem Technikverständnis> gekoppelt.
Du bist ein Maulheld vor dem Herrn!
> Eigentlich kenne ich es bei den meisten genau entgegengesetzt.
Noch jemand aus der Legasthenikergilde, ich lach' mir einen Ast!
Was denkst du, weshalb der Dativfetischist keine Gehaltserhöhung
bekommen hat? Ja eben, genau deswegen!
Inflationsbereinigter Mitarbeiter schrieb:> bin heute aus dem Mitarbeitergespräch mit einer Erhöhung um 1,3%> herausgegangen.
Der Regelsatz wurde dieses Jahr immerhin um rund zwei
Prozent erhöht. Und ab Januar 2020 kommen dann erneut
etwa zwei Prozent drauf.
Übrigens habe ich mir gestern wieder einen guten Vorrat
billiger Sozialtickets für den ÖPNV in unserer Region
zugelegt.
Erfreuliche Post kam auch von der GEZ. Dank Gebühren-
befreiung kann ich in kommenden Jahr über 200€ einsparen.
Mir geht es bestens, ich kann nicht klagen. An dieser Stelle
herzlichen Dank an alle Werktätigen für die grosszügige
Unterstützung!
Joachim schrieb:> Nichts! Nothing!> Selbst einen lausigen Inflationsausgleich bekommt die Abteilungsleitung> nicht durchgedrückt!
Bei dem Nullzinsniveau ist das gar nicht nötig
Bürovorsteher schrieb:> Dein Nick passt zu dir. Ich hoffe, dass du nicht zur Ingenieurskaste> zählst.> Mangelnde Sprachbeherrschung ist meist mit mangelndem Technikverständnis> gekoppelt.
Nur so aus Interesse: Wo sein mangelndes Sprachbeherrsching gewesen?
Tarifler schrieb:> Die üblichen 10 LBU Punkte, also 2,8% LZ mehr.
Irgendwann bist du aber soweit oben, dass die Luft dünn würd, dann geht
praktisch nicht mehr LBU. Naja, ich weiß, eher ein Luxusproblem.
Anfang des Jahres gab's ca 4% mehr (neue entgelttabelle seit April 2019)
Ein paar Monate später kamen nochmal ca 6% drauf, aufgrund
qualifikation/leistung/Aufgaben als Zulage.
Das ist insgesamt mal gar nicht so schlecht für den öffentlichen Dienst.
Aber ansonsten ist verhandeln schwer. Üblich sind nur die vorgesehenen
Tariferhöhungen und Stufen. Zulagen sind schwer zu bekommen bzw. muss
schon ein starker Grund vorliegen bzw ein Interesse da sein den
Mitarbeiter noch ein wenig zu halten. (ebenso Höhergruppierungen)
Eine Höhergruppierung ist im öffentlichen Dienst nicht schwer, sondern
aufgrund der Arbeitsplatzbezogenen Eingruppierung unmöglich, solange der
Arbeitnehmer immer am selben Arbeitsplatz tätig ist. Ich weiss aus
eigener Erfahrung, dass eine Höherbewertung eines Arbeitsplatzes nicht
möglich ist. Häufig sind Dienstposten falsch bewertet (Mein Arbeitsplatz
z.B. ist mit 309 bewertet. Aufgrund der Arbeitsbelastung müsste es die
308 oder sogar 307 sein. Aber das gibt die Tätigkeitsbeschreibung nach
Funktionsgruppen-Tarifvertrag nicht her).
Kollege von Dir schrieb:> Ich schrieb:> Wegen wirtschaftlichen Schwierigkeiten 0%.> Immerhin 8 Zusatztage Urlaub, wegen dem IG-Metall-Tarifvertrag von 2018.>> Audi?
Nein, aber meine Firma leidet wegen der Autoindustrie ;-)
War das jetzt ein Genitiv? Mein Sohn hatte das in der Grundschule. War
das erste und letzte Mal, dass ich bei der Hausaufgabenhilfe unsicher
war ;-)
Hatte Glück, hatte meine Verhandlung letztes Jahr zur gleichen Zeit, ist
allerdings erst mir Juli wirksam geworden. +10%.
Mittlerweile ist Einstellungsstop, mein Kollege ist vorgestern
abgeblitzt.
Wäre die Situation nicht aktuell so schlecht, dass es nicht andere
Firmen auch sparen müssten, wäre er jetzt weg.
Gordon schrieb im Beitrag #6064928:
> Wende 2.0 schrieb:>> Die Lohnsklaven sollen froh sein, dass sie für mich tätig sein>> dürfen>> Halt deine fresse du verächtliches etwas.
Lasst euch doch nicht provozieren.
TVöDler schrieb:> Anfang des Jahres gab's ca 4% mehr (neue entgelttabelle seit April> 2019)>> Ein paar Monate später kamen nochmal ca 6% drauf, aufgrund> qualifikation/leistung/Aufgaben als Zulage.>> Das ist insgesamt mal gar nicht so schlecht für den öffentlichen Dienst.>> Aber ansonsten ist verhandeln schwer. Üblich sind nur die vorgesehenen> Tariferhöhungen und Stufen. Zulagen sind schwer zu bekommen bzw. muss> schon ein starker Grund vorliegen bzw ein Interesse da sein den> Mitarbeiter noch ein wenig zu halten. (ebenso Höhergruppierungen)
hast du keine sonderzahlung und LOB ekommen?
bei uns waren das innder stk4 1300 euronen
René H. schrieb:> Eine Höhergruppierung ist im öffentlichen Dienst nicht schwer, sondern> aufgrund der Arbeitsplatzbezogenen Eingruppierung unmöglich, solange der> Arbeitnehmer immer am selben Arbeitsplatz tätig ist. Ich weiss aus> eigener Erfahrung, dass eine Höherbewertung eines Arbeitsplatzes nicht> möglich ist.
Ja, so ist die Rechtslage. Aber die wird doch umgangen, wenn es drauf
ankommt. Ein Freund ist gerade das zweite Mal auf seinem Arbeitsplatz
höhergruppiert worden, damit er nicht geht.
Formal wird halt eine neue Stelle geschaffen mit anderer TD. Machen tut
er das Gleiche wie zuvor und sitzt immer noch im selben Büro.
TVöDler schrieb:> Aber ansonsten ist verhandeln schwer. Üblich sind nur die vorgesehenen> Tariferhöhungen und Stufen. Zulagen sind schwer zu bekommen bzw. muss> schon ein starker Grund vorliegen bzw ein Interesse da sein den> Mitarbeiter noch ein wenig zu halten. (ebenso Höhergruppierungen)
In der IT sieht es anders aus. Fachkräftezulage und Stufenvorziehung
sind da kein Problem, jedenfalls beim Bund.
In Kommunen mag das anders aussehen.
nursonebenbei schrieb:> Die Beitragsbemessungsgrenze steigt dagegen dieses Jahr um 3,3%.>> Angeblich soll diese sich an den Lohnzuwächsen orientieren. :D
Ja, das kommt schon ganz gut hin.
nursonebenbei schrieb:> Die Beitragsbemessungsgrenze steigt dagegen dieses Jahr um 3,3%.>> Angeblich soll diese sich an den Lohnzuwächsen orientieren. :D
Ich hatte dieses Jahr +7,5%. Wenn es 2020 nicht +5 bis +10% gibt, muss
ich leider wechseln und mir etwas Neues suchen. Wer kann es sich schon
leisten, für weniger als +5% pro Jahr dauerhaft in diesem Land zu
arbeiten? Hypothekeninhaber, ängstliche Minderleister, Hartzianer und
das Politiker- & Beamtenstadl. Ich habe heute erst TV-L-Tabellen
gelesen, da wurden für 2019 und 2020 jeweils +3,x% ausgeteilt. Wenn ein
Unternehmen da nicht mitzieht, muss man weiterziehen...
Die Entwicklungsarbeit für das tolle Produkt, das Mitte 2020 fertig sein
soll, hat gerade erst so richtig begonnen. Die werden oll dreinschauen,
wenn ich im April kündigen müsste :)
In der Chefetage in diesem Jahr im Übrigen sind die Boni so üppig
geflossen, dass man die Schampuskorken noch im Erdgeschoss hören konnte.
Gut, dass ich noch nebenberuflich selbständig bin, sonst hätte ich wohl
kotzen müssen.
Deca Durabolin schrieb:> hast du keine sonderzahlung und LOB ekommen?> bei uns waren das innder stk4 1300 euronen
Doch! Natürlich gibt's die Jahressonderzahlung (Weihnachtsgeld).
Zusätzlich noch eine Leistungszulage (5k) die jedes Jahr neu entschieden
wird. Verhandeln ist da eher nicht, legt der Chef fest. Darauf zähle ich
aber nicht, flexible anteilenaind schwierig zu planen.
John Doe schrieb:> In der IT sieht es anders aus. Fachkräftezulage und Stufenvorziehung> sind da kein Problem, jedenfalls beim Bund.
Bin TVöD Bund. Stufenvorziehung gibt es bei uns praktisch nicht.
Fachkräftezulage ebenso nicht. Obwohl wir sehr IT lästig sind.
Was aber klappt ist ein Aufstieg in den Gruppen. Das geht aber praktisch
immer mit einer Änderung der Aufgaben einher.
wobei die Entfristung ja immer noch die Lohnerhöhung des kleinen Mannes
ist...
Eulenspiegel schrieb:> das Politiker- & Beamtenstadl. Ich habe heute erst TV-L-Tabellen> gelesen, da wurden für 2019 und 2020 jeweils +3,x% ausgeteilt. Wenn ein> Unternehmen da nicht mitzieht, muss man weiterziehen...
Wobei der ÖD da immer etwas hinterher hinkt - Wirtschaft läuft gut ->
Gehälter werden erhöht -> Steuereinnahmen steigen -> Luft für
ÖD-Tariferhöhungen ist da. Und dann kommt die nächste "Krise" oder
"Flaute".
In Summe hinkt der ÖD ganz gut hinterher:
http://oeffentlicher-dienst.info/tvoed/tr/2018/entwicklung2017.html
Dieses Jahr waren es bei mir im März +4% ohne irgendwelche Diskussionen
plus weitere ca. 3% Zulage wegen Projektleitung (mit Diskussionen...).
Nächstes Jahr nochmal +1,x% im März, dann schauen wir mal, was der
Herbst so bringt...
TVöDler schrieb:> Doch! Natürlich gibt's die Jahressonderzahlung (Weihnachtsgeld).
Das ist ja eher keine "Erhöhung", sondern Tarifbestandteil.
> Zusätzlich noch eine Leistungszulage (5k) die jedes Jahr neu entschieden> wird. Verhandeln ist da eher nicht, legt der Chef fest. Darauf zähle ich> aber nicht, flexible anteilenaind schwierig zu planen.
Ja, bei uns ist die zwar recht konstant, aber ebenso wie bei euch mehr
oder weniger vom Chef festgelegt.
> John Doe schrieb:>> In der IT sieht es anders aus. Fachkräftezulage und Stufenvorziehung>> sind da kein Problem, jedenfalls beim Bund.>> Bin TVöD Bund. Stufenvorziehung gibt es bei uns praktisch nicht.
Bei uns auch nicht.
> Fachkräftezulage ebenso nicht.
Bei uns schon - Gewinnungs- oder Haltungs-Zulagen sind durchaus üblich,
ebenso wie Zulagen für Aufgaben, die nicht jeder in der Entgeltgruppe
machen könnte/soll/will. Ungefähr alle Schlosser fangen jetzt an,
Lötkurse zu belegen, weil ihr Chef damit begründen kann, dass er zulagen
verteilt...
> Was aber klappt ist ein Aufstieg in den Gruppen.
Das dagegen gibt es bei uns kaum. Denn unser oberster Chef will die
Flexibilität behalten, Leuten Aufgaben auch wieder wegzunehmen... daher
wird das eher über Zulagen geregelt als über Gruppenaufstieg.
MfG, Arno
Eulenspiegel schrieb:> In der Chefetage in diesem Jahr im Übrigen sind die Boni so üppig> geflossen, dass man die Schampuskorken noch im Erdgeschoss hören konnte.
Das ist was ganz anderes!
Arno schrieb:>> Was aber klappt ist ein Aufstieg in den Gruppen.>> Das dagegen gibt es bei uns kaum. Denn unser oberster Chef will die> Flexibilität behalten, Leuten Aufgaben auch wieder wegzunehmen... daher> wird das eher über Zulagen geregelt als über Gruppenaufstieg.
Das ist schlau von eurem Chef, aber schlecht für die Mitarbeiter.
M.E. lohnt es nicht wirklich, sich über eine so geringe Lohnerhöhung zu
freuen. Das Meiste von dieser minimalen Lohnerhöhung wird durch höhere
Abgaben (z.B. KK-Beiträge) wieder aufgefressen, die kalte Progression
und die Preissteigerungen tun ihr Übriges.
René H. schrieb:> M.E. lohnt es nicht wirklich, sich über eine so geringe Lohnerhöhung zu> freuen.
Du musst aber auch den psychologischen Effekt solch einer Erhöhung
würdigen, selbst wenn die nackten Zahlen eher symbolischer Natur sein
mögen. Man geht danach einfach motivierter zur Arbeit und empfindet
seine gute Leistung vom Chef als positiv anerkannt.
Qwertz schrieb:> Man geht danach einfach motivierter zur Arbeit und empfindet> seine gute Leistung vom Chef als positiv anerkannt.
Sklavenmentalität 2020
Al-Koholoida schrieb:> Qwertz schrieb:> Man geht danach einfach motivierter zur Arbeit und empfindet> seine gute Leistung vom Chef als positiv anerkannt.>> Sklavenmentalität 2020
Noch haben wir das Jahr 2019.
Meiner Einschätzung nach ist eine gute Motivation sehr wichtig für ein
gutes Arbeitsergebnis. Das hat nichts mit Sklavenmentalität zu tun.
René H. schrieb:> Das Meiste von dieser minimalen Lohnerhöhung wird durch höhere> Abgaben (z.B. KK-Beiträge) wieder aufgefressen, die kalte Progression> und die Preissteigerungen tun ihr Übriges.
Das ist doch nur was für Arme, der normale 0815 Ing. sollte locker über
KK-Beitragsbemessungsgrenze liegen und bereits seine 2 Rentenpunkte pro
Jahr einfahren.
Tarifler schrieb:> Das ist doch nur was für Arme, der normale 0815 Ing. sollte locker über> KK-Beitragsbemessungsgrenze liegen und bereits seine 2 Rentenpunkte pro> Jahr einfahren.
Hier schreiben aber nicht nur Ingenieure, vergiss das nicht.
Ich kenne die Beitragsbemessungsgrenzen allerdings auch seit einigen
Jahren nur von oben.
> von Wende 2.0 (Gast)> 08.12.2019 15:18> Einer meiner Lohn Sklaven versorgt sich immer bei der Tafel
Da fahre ich auch hin, natürlich im Porsche. Geld stinkt nämlich nicht !
> von Wende 2.0 (Gast)> 08.12.2019 16:21> Nein, sondern auch gut bezahlte Führungskräfte wie die meine.
Wenn du eine Führungskraft bist bin ich der Weihnachtsmann !
Hast du einen neuen Namen ?
Der alte war wohl verbraucht, nur noch eine Lachnummer.
Für die Mitarbeiter meines Kunden war es dieses Jahr eine glatte
Nullrunde.
Zwei Handvoll Mitarbeiter sind rausgeflogen wegen schlechter
Auftragslage.
Ich selbst habe 10% mehr rausgehandelt wegen unverzichtbar und so.
Qwertz schrieb:> René H. schrieb:>> M.E. lohnt es nicht wirklich, sich über eine so geringe Lohnerhöhung zu>> freuen.>> Du musst aber auch den psychologischen Effekt solch einer Erhöhung> würdigen, selbst wenn die nackten Zahlen eher symbolischer Natur sein> mögen. Man geht danach einfach motivierter zur Arbeit und empfindet> seine gute Leistung vom Chef als positiv anerkannt.
Welcher psychologische Effekt? Den gibt es vielleicht bei
Geringverdienern in der Privatwirtschaft. Aber bei Tarifverträgen sind
die geringen Erhöhungen eher lachhaft, vor allem wenn sich der (ohnehin
schon gut verdienende) Vorstand 33% genehmigen will. Dann werden die
kleinen Mitarbeiter demotiviert.
Wende 2.0 schrieb:> Einer meiner Lohn Sklaven versorgt sich immer bei der Tafel
Falls das eine (echte) Führungskraft von sich gibt: sehr viel
menschenverachtender geht es kaum. Das lässt tief blicken.
BTT: diejährige Gehaltsrunden sind - wie zu erwarten - sehr bescheiden.
Es wird eher symbolisch honoriert ...
Alter Hase schrieb:> BTT: diejährige Gehaltsrunden sind - wie zu erwarten - sehr bescheiden.> Es wird eher symbolisch honoriert ...
Das entspricht nicht meiner Beobachtung. Das einzige (Luxus-)Problem,
das ich kenne, ist das, dass man kaum mehr LBU Steigerungen bekommen
kann, wenn man bereits weit überdurchschnittlich bewertet ist. Aber oben
wird die Luft ja bekanntlich dünner.
Alter Hase schrieb:> Falls das eine (echte) Führungskraft von sich gibt: sehr viel> menschenverachtender geht es kaum. Das lässt tief blicken.
Mal abgesehen von der schlechten Rechtschreibung (Lohnsklaven schreibt
man zusammen). ;)
Alter Hase schrieb:> Wende 2.0 schrieb:>> Einer meiner Lohn Sklaven versorgt sich immer bei der Tafel>> Falls das eine (echte) Führungskraft von sich gibt: sehr viel> menschenverachtender geht es kaum. Das lässt tief blicken.>
Undug, Das ist eine Win Win Situation. Ich spare Geld und
übriggebliebenes Essen wird nicht weggeschmissen
Inflationsbereinigter Mitarbeiter schrieb:> bei euch?
Leistungsbeurteilung 125% (Erwartet wird 115%)
war schon mal mehr...
Knapp mehr als Inflation ergibt eben entsprechende Motivation ;)
Gerade auch nachdem ein Gesellschafter des Unternehmens den Krankenstand
mit Mangel an Motivation gleichsetzte, nachdem ein paar tausend MA
fliegen sollen und ein komplettes Werk ausgelagert werden soll (die
lokalen Medien berichteten).
Es wird versucht, die "teuren" 40h-Verträge zu reduzieren. Teils
einfacher Entzug ohne Rücksprache. Betreffende Kollegen werden laut
deren Info die fehlende Stunde auf den nächsten Tag verschieben usw. Ich
drücke denen die Daumen, das genau so durchzuhalten. Vielleicht müssen
dann doch mehr Leute eingestellt werden?
Eigentlich nicht, wenn bekannte Sesselpupser mal wirklich zeigen, dass
sie Leistungsträger sind.
Määp schrieb:> Immerhin wurde niemand entlassen. Die Leihknechte arbeiten allerdings> woanders, jetzt.
Entlassungen stehen durchaus an, sollen aber hier eher sozialverträglich
ablaufen. "Betriebsbedingte Kündigungen werden nach Umständen vermieden"
also dennoch ausgesprochen. Ha ha ha.
Leihknechte sind aufgrund schlechter Wettervoraussage aus 2018 schon zu
Q4/18 geflogen bzw. die guten wurden behalten.
Unterm Strich hast du's gut ;)
René H. schrieb:> Der Dativ ist dem Genitiv sein Tod. ;)
Seit "Nachdenkliche Sprüche mit Bilder" ist "vong" der Tod des Genitivs
geworden...
Fahrzeugteile Herbipolis schrieb:> Es wird versucht, die "teuren" 40h-Verträge zu reduzieren. Teils> einfacher Entzug ohne Rücksprache.
Wie geht das? Verträge müssen eingehalten werden. Oder war die
Vertragsergänzung von Vornherein befristet und als jederzeit kündbar
vereinbart?
Qwertz schrieb:> Wie geht das? Verträge müssen eingehalten werden. Oder war die> Vertragsergänzung von Vornherein befristet und als jederzeit kündbar> vereinbart?
Tarifvertrag sagt 35h-Woche, die 40h sind quasi eine außertarifliche
Zusatzvereinbarung. Kann der Arbeitgeber ganz einfach per
Änderungskündigung auflösen.
Weiter runter geht per Betriebsvereinbarung, macht Bosch z.B. in
Bamberg. Auch da kannst du als Einzelner nichts dagegen machen.
Ursel schrieb:> Tarifvertrag sagt 35h-Woche, die 40h sind quasi eine außertarifliche> Zusatzvereinbarung.
So ist das aber nicht korrekt. Der IG Metall Tarifvertrag sieht sehr
wohl vor, dass man auf eine 40h-Woche gehen kann, das Kontingent ist nur
über eine Quote beschränkt, damit 35h-Verträge weiterhin den Normalfall
darstellen. Das ist also keine außertarifliche Zusatzvereinbarung,
sondern ein Upgrade innerhalb des Tarifvertrags. Bei mir ist es auch
nicht befristet.
Qwertz schrieb:> Das ist also keine außertarifliche Zusatzvereinbarung,> sondern ein Upgrade innerhalb des Tarifvertrags.
Die genaue rechtliche Definition kenne ich auch nicht. Auf jeden Fall
ist es aber vorgesehen, dass der Arbeitgeber die 40h-Woche ganz einfach
einseitig kündigen kann.
Ursel schrieb:> Qwertz schrieb:> Das ist also keine außertarifliche Zusatzvereinbarung,> sondern ein Upgrade innerhalb des Tarifvertrags.>> Die genaue rechtliche Definition kenne ich auch nicht. Auf jeden Fall> ist es aber vorgesehen, dass der Arbeitgeber die 40h-Woche ganz einfach> einseitig kündigen kann.
Garantiert ist durch Tarif ja "nur" die Vergütung von
35 h.
Die 40 h sind ne Änderung, wo auch der Arbeitgeber sich eigentlich immer
die einseitige Kündigung vertraglich erlaubt und auch den Vertrag so
formuliert, dass kein Gewohnheitsrecht eintreten kann.
Das Kontingent ist nur für die Beschränkung der Anzahl, der Tarifvertrag
hat aber keine Klausel, dass ein MA auf 40 h bei noch freiem Kontingent
bestehen kann oder einmal 40 h, immer 40h.
In schweren Zeiten eh alles hinfällig, man kann durch
Betriebsvereinbarungen auch das Minimum des Tarifvertrages per
Betriebsrat unterlaufen, den hat man dann mit betriebsbedingten
Kündigungen und Standortschließungen an den Eiern. Die Leute wissen
halt, dass sie es trotzdem immer noch besser als die meisten anderen
Angestellten oder gar Arbeitslosen haben.
Wende 2.0 schrieb:> Undug, Das ist eine Win Win Situation. Ich spare Geld und> übriggebliebenes Essen wird nicht weggeschmissen
Alles klar - doch keine echte Führungskraft. Schade.