Hallo,
ich arbeite bewusst in Teilzeit nur drei Tage die Woche. Ich habe keine
Kinder oder andere Verpflichtungen, gönne mir diesen Umstand trotzdem.
Ich habe aber das Gefühl, dass das bei vielen Kollegen wirklich nicht
gut ankommt und ich fühle mich inzwischen schon etwas schuldig.
Es kommen häufig Sprüche wie "Na schon Feierabend?", "Ich hätte auch
gern einen faulen Nachmittag", "An welchen Tagen bis du nochmal hier?",
"Wieso bist du eigetlich so häufig krank?" oder "Bist du an den anderen
Tagen im Homeoffice auch erreichbar?".
Habt ihr Kollegen, die in Teilzeit arbeiten als Ingenieur? Evtl. auch
obwohl diese keine privaten Verpflichtungen haben? Ich glaube das stößt
den meisten auf.
Ich erledige natürlich keine großen Arbeiten und mache eher kleine
Zwischenaufgaben, da man mit mir nicht rund um die Uhr planen kann. Das
ist aber meine Entscheidung. Zusätzlich glaube ich auch, dass das an der
Gegend liegt, welche eher eine konservative Einstellung hat.
Ich möchte aber definitiv nicht mehr in Vollzeit arbeiten gehen.
Naja. Da Projekte generall zu kurz geplant wurden, also immer unter
Zeitdruck stehen, bist du quasi das Kameradenschwein, welches die
Kollegen haengen laesst, denn die muessen um das schneller sein, resp
mehr ueberstunden schieben.
Also allenfalls anderswo arbeiten, wo die fachfremden Leute wirklich
froh sind dich ueberhaupt zu haben.
Olli schrieb:> Ich möchte aber definitiv nicht mehr in Vollzeit arbeiten gehen.
Dann bist du leider als Führungskraft ungeeignet, und bleibst auf der
unteren Lohnstufe.
Das wird dann auch für die Ernährung einer Familie nicht reichen, dein
Leben ist also durch deine Entscheidung vorgezeichnet.
Intimgeruch schrieb:> man muss lernen mit "hate" umgehen zu können
Ist ja i.A. bloss Neid. Die wissen ja nicht um die Nachteile.
> Sind Teilzeitkräfte minderwertige Mitabeiter?> Ich erledige natürlich keine großen Arbeiten und mache eher kleine> Zwischenaufgaben, da man mit mir nicht rund um die Uhr planen kann.
Ich sehe keine Inkonsistenz.
MaWin schrieb:> Dann bist du leider als Führungskraft ungeeignet, und bleibst auf der> unteren Lohnstufe.
Dessen bin ich mir bewusst. Da ich aber einen einfachen Lebensstil habe
brauche ich das auch nicht.
Al3ko -. schrieb:> Purer Neid bei den meisten, die es sich nicht leisten können/wollen.
ABer viele von denen könnten es sich denke ich leisten?
Joggel E. schrieb:> Also allenfalls anderswo arbeiten, wo die fachfremden Leute wirklich> froh sind dich ueberhaupt zu haben.
Wir sind aber keine fachfremden untereinander.
Hallo,
je größer die Firma ist, desto weniger kommen diese Sprüche.
Deine Kollegen werden sich daran.
Ich mache nur noch 80% an 4 Tagen. Das klappt wunderbar. Gelegentlich
mache einen fünften Tag in der Woche, wenn es das Projekt zwingend
erfordert oder jemand durch Krankheit ausgefallen ist.
Man kann sich vieles im Leben erkaufen, aber nicht Zeit!
MaWin schrieb:> Olli schrieb:>> Ich möchte aber definitiv nicht mehr in Vollzeit arbeiten gehen.>> Dann bist du leider als Führungskraft ungeeignet, und bleibst auf der> unteren Lohnstufe.
Ja und? Es gibt auch noch andere Verdienstmöglichkeiten, die weitaus
lukrativer sind als Erwerbsarbeit und dabei noch weniger stressig. Ich
weiß, was meine früheren Vorgesetzten verdient haben. Waren ca. 25 %
mehr, aber dafür oft Wochenendarbeit, unbezahlte Überstunden etc.
Finanziell lohnt sich das nicht.
MaWin schrieb:> Dann bist du leider als Führungskraft ungeeignet, und bleibst auf der> unteren Lohnstufe.
Wat? Hier bei uns gibt es auch Führungspositionen als Job Sharing.
Ich glaube das mit der Arbeitszeit ist auch eine Frage des Alters.
Als Student hast du viel Freizeit aber kein Geld. Deshalb legt man im
Berufsleben erstmal voll los. Dann merkt man irgendwann, dass man jetzt
zwar Geld hat aber keine Zeit mehr.
Ich bin jetzt gerade an einem Punkt wo ich mir sage, ich habe
ausreichend Geld aber kaum noch Zeit. Der Blick auf die Abzüge auf dem
Lohnzettel motiviert mich auch nicht, mehr Geld verdienen zu wollen. Ich
will in kürze meine Arbeitszeit auf 80% senken, eine 4 Tage Woche
sozusagen.
Immer dran denken, das letzte Hemd hat keine Taschen. Es bringt nichts,
der reichste Mensch auf dem Friedhof zu sein.
Also du machst alles richtig mit deiner Teilzeit, egal was die Kollegen
sagen.
Olli schrieb:> Zusätzlich glaube ich auch, dass das an der> Gegend liegt, welche eher eine konservative Einstellung hat.
Auch mit den Bayern kann man gut klarkommen. Bring mal einen Kasten Bier
mit in die Firma, dann wird das Problem gegessen sein.
------- schrieb:> Ich glaube das mit der Arbeitszeit ist auch eine Frage des Alters.> Als Student hast du viel Freizeit aber kein Geld. Deshalb legt man im> Berufsleben erstmal voll los. Dann merkt man irgendwann, dass man jetzt> zwar Geld hat aber keine Zeit mehr.
Ich mache das aber von Anfang an so :).
Olli schrieb:> Habt ihr Kollegen, die in Teilzeit arbeiten als Ingenieur? Evtl. auch> obwohl diese keine privaten Verpflichtungen haben? Ich glaube das stößt> den meisten auf.
Das wäre auch mein Traum, ist in meiner Branche (Kaufmann) praktisch
unmöglich. Geld allein macht nicht glücklich, insbesondere, wenn man
sich dann viele Dinge leisten kann, aber keine Zeit dafür hat. Lieber
mehr Zeit für erfüllende Dinge, die meistens eh wenig Geld erfordern.
Deshalb denke ich, es ist einfach der Neid der Kollegen. Ich wäre auch
neidisch. ;-)
Außerdem sollte man den lästernden Leuten auch bei jeder Gelegenheit
bewußt machen, dass Du im Gegenzug auf Geld und Karriere verzichtest.
Sie könnten das auch jederzeit tun, trauen sich aber wohl nicht.
------- schrieb:> Der Blick auf die Abzüge auf dem Lohnzettel motiviert mich auch nicht,> mehr Geld verdienen zu wollen.
Das geht mir anders. Wenn ich auf meine Gehaltsabrechnung blicke, würde
ich die Sumne am liebsten noch weiter steigern. Dann könnte ich noch
mehr Geld ins Depot pumpen, um bis zum Lebensende finanziell unabhängig
zu sein.
Aber ja, Zeit ist als Mensch nun einmal ein begrenztes Gut, damit sollte
man schon haushalten. Ich empfinde meine Arbeitszeit aber nicht als
verschwendet, es ist eher wie ein bezahltes Hobby.
Georg M. schrieb:>> Sind Teilzeitkräfte minderwertige Mitabeiter?>>> Ich erledige natürlich keine großen Arbeiten und mache eher kleine>> Zwischenaufgaben, da man mit mir nicht rund um die Uhr planen kann.>> Ich sehe keine Inkonsistenz.
Wenn sich jemand aber immer verpisst , dann kann man schon von
Inkontinenz sprechen.
?
Ich bin zuerst aus der Schicht raus und danach noch in Teilzeit
gegangen. Den Neid - die Missgunst muss man einfach aushalten.
Wenn wieder gesagt wird, dass man auch gern so ein Leben hätte wie Du,
dann frag einfach zurück, ob er/sie denn auch Dein kleines Gehalt dazu
haben möchten. Hab darauf hin schon in mehrere irritierte Gesichter
geschaut. Den Punkt vergessen die Meisten.
Schönes Wochenende.
Qwertz schrieb:> ------- schrieb:>> Der Blick auf die Abzüge auf dem Lohnzettel motiviert mich auch nicht,>> mehr Geld verdienen zu wollen.>> Das geht mir anders. Wenn ich auf meine Gehaltsabrechnung blicke, würde> ich die Sumne am liebsten noch weiter steigern. Dann könnte ich noch> mehr Geld ins Depot pumpen, um bis zum Lebensende finanziell unabhängig> zu sein.
Wer es nach 10 Jahren IGM-Gehalt mit monatlich 3k Aktiensparen bei der
jetzt seit über 10 Jahren andauernden Hausse noch nicht bis zur
finanziellen Unabhängigkeit geschafft hat, der macht entweder etwas
falsch oder lebt auf zu großem Fuß.
Olli schrieb:> Ich habe aber das Gefühl, dass das bei vielen Kollegen wirklich nicht> gut ankommt und ich fühle mich inzwischen schon etwas schuldig.
Na, dann nenn deinen Nick in Zukunft:
"Olli das Kollegenschwein"
Achim B. schrieb:> Auch mit den Bayern kann man gut klarkommen. Bring mal einen Kasten Bier> mit in die Firma, dann wird das Problem gegessen sein.
??????????
Wie schmeckt so ein Kasten eigentlich?
F. B. schrieb:> Wer es nach 10 Jahren IGM-Gehalt mit monatlich 3k Aktiensparen bei der> jetzt seit über 10 Jahren andauernden Hausse noch nicht bis zur> finanziellen Unabhängigkeit geschafft hat, der macht entweder etwas> falsch oder lebt auf zu großem Fuß.
Zunächst einmal habe ich vor 10 Jahren keine 3k € sparen können, der
Betrag ist erst im Laufe der Zeit immer höher gestiegen. Zudem kennst du
nicht meine Zielsumme. Ich will ja nicht freiwillig auf ALG II Niveau
leben, sondern im Gegenteil keine Einschränkungen.
Alles relativ schrieb im Beitrag #6152294:
> Gib mal nicht so an mit deinen 5000 Kopeken!
Das mache ich auch nicht. Angeberei ist mir verhasst. Ich mag
Understatement.
Ich habe Kollegen in Teilzeit. Das Ansehen ist sehr unterschiedlich...
Die Frage "Wann bist du da?" ist dabei noch keine Lästerei, sondern
einfach der Versuch, alle Leute unter einen Hut zu bringen... auch die,
die häufig im HomeOffice oder auf Dienstreise sind, bekommen das zu
hören. Erst wenn man das nicht mehr gefragt wird, sollte man sich
Gedanken machen...
Alles andere kommt darauf an, ob der Teilzeitingenieur wenn es brennt
trotzdem auf seine 3-Tage-Woche beharrt (oder immer wenn es brennt krank
ist) oder flexibel genug ist, Überstunden zu machen (wir haben
Zeiterfassung, Überstunden können prinzipiell ausgeglichen werden)
Und darauf, ob er in den drei Tagen denn voll bei der Arbeit ist oder
alles nach dem Motto "hab ich heute nicht mehr fertig bekommen, seht ihr
mal zu, wie ihr das morgen zusammen bekommt" von sich wirft, wenn er
mittwochs ins Wochenende geht.
MfG, Arno
Olli schrieb:> Hallo,>> ich arbeite bewusst in Teilzeit nur drei Tage die Woche.
Und was soll das sein? Regalauffüller? Ingstellen auf Teilzeit gibt es
keine.
Bachus schrieb:> Ingstellen auf Teilzeit gibt es keine.
Mein letzter Chef ist Ing, und hat nur Teilzeit gearbeitet. Konnte er
sich leisten, denn er hatte ja mich...
Alles relativ schrieb im Beitrag #6152303:
> Das ganze System crashed gerade. Die komplette Ertragslage der> Banken erodiert gerade.
Bruda F.B. bist du das? Bist korekt. Du haben recht. System wird
ordentlich gebangt.
Arno schrieb:> Alles andere kommt darauf an, ob der Teilzeitingenieur wenn es brennt> trotzdem auf seine 3-Tage-Woche beharrt (oder immer wenn es brennt krank> ist) oder flexibel genug ist, Überstunden zu machen (wir haben> Zeiterfassung, Überstunden können prinzipiell ausgeglichen werden)>> Und darauf, ob er in den drei Tagen denn voll bei der Arbeit ist oder> alles nach dem Motto "hab ich heute nicht mehr fertig bekommen, seht ihr> mal zu, wie ihr das morgen zusammen bekommt" von sich wirft, wenn er> mittwochs ins Wochenende geht.
Das habe ich >5J bei 80% auf 4 Tage so gemacht. Immer auf Abruf, auch
länger gearbeitet, auch nachts, verschiedene Baustellen bzw. Projekte
parallel. Würde sogar behaupten, es war mindestens eine ganze Stelle,
die ich bedient habe. Das schlechte Gewissen war immer mit dabei. Die
spitzen Fragen der Kollegen kamen auch immer wieder. Einfach ignorieren
oder spitze Antwort geben. Die Kollegen hatten sogar wesentlich mehr
verdient, da auch gehaltsgruppenmäßig höher eingestuft. Denen wären die
Tränen in die Augen geschossen, hätten sie meine Gehaltszettel gesehen.
So what? Die Zeit war gut und richtig so. Die Projekte und das Geld sind
rückblickend nur Schall und Rauch. Es wird alles in der
Bedeutungslosigkeit verschwinden. Nur die gewonnene Zeit und was man
daraus gemacht hat ist dann noch wertvoll.
Ich denke mal es gibt noch einen Punkt, an den viele Arbeitgeber bei
Teilzeit nicht denken.
Der Arbeitnehmer ist bei Teilzeit ausgeruhter und kann durchaus genauso
viel oder sogar mehr schaffen als ein Ingenieur mit 40+ Stundenwoche.
MaWin schrieb:> Das wird dann auch für die Ernährung einer Familie nicht reichen
Als Unterhaltssklave hat er auch keine Familie, auch wenig Geld, sogar
Unterlauf des Selbstbehaltes durch fiktive Gehaltsunterstellungen, dafür
aber "erhöhte Erwerbsobliegenheit".
Glaub mal nicht, daß es nur Kerle träfe (Frauen natürlich eh nicht), die
sich das selber zuzuschreiben haben.
Olli schrieb:> Habt ihr Kollegen, die in Teilzeit arbeiten als Ingenieur?
Mehrere Kollegen bzw. Kolleginen arbeiten Teilzeit 20-30 Stunden. Damit
hat keiner eine Probem und die Vollzeitmitarbeiter(35-40+ Stunden) sind
auch nicht zu doof sich die Tage zu merken, an denen die Leute nicht da
sind.
Zeit ist eben wertvoller als Geld.
Bei uns arbeiten einige Teilzeit, meist 80% mit einem freien Tag. Machen
auch viele mal einen Tag Homeoffice. Es ist klar aus den Kalendern
ersichtlich, wann jemand wo ist und bisher gibt es da keine Probleme. Es
gibt allerdings die Regel, dass jeder freitags da ist, sodass es
zumindest 1 Tag gibt, an dem an Teammeetings machen kann.
Quereinsteiger schrieb:> Bei uns arbeiten einige Teilzeit, meist 80% mit einem freien Tag. Machen> auch viele mal einen Tag Homeoffice.
Ich vermute, dass das für viele Kollegen das Gleiche ist? Home Office =
freier Tag.
Qwertz schrieb:> Quereinsteiger schrieb:>> Bei uns arbeiten einige Teilzeit, meist 80% mit einem freien Tag. Machen>> auch viele mal einen Tag Homeoffice.>> Ich vermute, dass das für viele Kollegen das Gleiche ist? Home Office => freier Tag.
Home Office ist chillen bei Netflix und Co ?
Georg M. schrieb:> Ursachen sind hoher Leistungsdruck, zunehmende> Arbeitsverdichtung und vor allem eine ständige Erreichbarkeit.
Ich weiß von einem Administrator einer 24/7-Firma, der sein Handy genau
deshalb abgeschafft hat. Der ist - wenn er nicht in der Firma ist - nur
noch tagsüber per Festnetz zu erreichen.
Georg M. schrieb:> Seit Jahren steigen die Fehlzeiten im Job wegen psychischer> Erkrankungen. Ursachen sind hoher Leistungsdruck, zunehmende> Arbeitsverdichtung und vor allem eine ständige Erreichbarkeit.
Ständige Erreichbarkeit kann man abstellen, ich mache im Homeoffice
gerne mal das Mailprogramm und den Telefonclient zu, wenn ich
konzentriert arbeiten will.
Man kann nur dann Leistung bringen, wenn man leistungsfähig ist und
bleibt.
Qwertz schrieb:> Quereinsteiger schrieb:>> Bei uns arbeiten einige Teilzeit, meist 80% mit einem freien Tag. Machen>> auch viele mal einen Tag Homeoffice.>> Ich vermute, dass das für viele Kollegen das Gleiche ist? Home Office => freier Tag.
Na da kennt sich aber einer aus. Bei uns haben inzwischen einige der
Entwickler 2 Tage Homeoffice/Woche, manche zusätzlich auch noch
reduzierte Arbeitszeit. Ich auch und das ist schon ein bedeutender
Wohlfühlfaktor der die Leute im Unternehmen hält. Wenn jemand im
Homeoffice nichts macht, dann fällt das genauso auf als wenn er im Büro
nur entspannt. Die Arbeit macht sich ja nicht von alleine.
Die allgemeine Erfahrung ist, das die Leute im Homeoffice viel mehr
schaffen und die Code Qualität wesentlich besser wird. Ich würde sogar
fast behaupten, dass ein Tag im Homeoffice locker 2 volle "normale"
Arbeitstage Arbeit ersetzt. Es ist ein viel ungestörteres Arbeiten. Die
Hemmschwelle jemanden wegen Banalitäten anzurufen ist größer als wenn
man einfach ins Büro nebenan reinschneien kann. Auch wird man nicht von
den Gesprächen der Anderen gestört.
Man braucht keine Rücksicht zu nehmen was Bürotemperatur, Fenster, Licht
betrifft und spart sich die alltägliche Hin und Rückfahrt. Dazu ist man
flexibel und kann auch tagsüber was erledigen und die Arbeit halt
einfach etwas später am Tag nachholen.
Andreas M. schrieb:> Na da kennt sich aber einer aus. Bei uns haben inzwischen einige der> Entwickler 2 Tage Homeoffice/Woche, manche zusätzlich auch noch> reduzierte Arbeitszeit. Ich auch und das ist schon ein bedeutender> Wohlfühlfaktor der die Leute im Unternehmen hält.
Ja, definitiv ist das ein Wohlfühlfaktor. Wenn man zu Hause fast nichts
schafft, was ich von ein paar wenigen Kollegen vermute, dann ja umso
mehr.
Leider kann man ein System, das im Wesentlichen auf Vertrauen beruht,
eben auch leicht ausnutzen.
> Wenn jemand im> Homeoffice nichts macht, dann fällt das genauso auf als wenn er im Büro> nur entspannt. Die Arbeit macht sich ja nicht von alleine.
Naja, es wird nur teilweise auffallen. Dann waren halt die Arbeitspakete
sehr viel komplexer und haben dadurch leider dreimal so lange gedauert.
Quereinsteiger schrieb:> Es gibt allerdings die Regel, dass jeder freitags da ist, sodass es> zumindest 1 Tag gibt, an dem an Teammeetings machen kann.
Das ist aber schon merkwürdig, und deutet eher auf 40h/Woche und
unbezahlte Überstunden.
Bei 35h kommt die Hälfte doch freitags sowieso nicht mehr, die andere
eher zum Aufräumen, oder wenn es Mal eng wird.
A. S. schrieb:> Quereinsteiger schrieb:>> Es gibt allerdings die Regel, dass jeder freitags da ist, sodass es>> zumindest 1 Tag gibt, an dem an Teammeetings machen kann.>> Das ist aber schon merkwürdig, und deutet eher auf 40h/Woche und> unbezahlte Überstunden.>> Bei 35h kommt die Hälfte doch freitags sowieso nicht mehr, die andere> eher zum Aufräumen, oder wenn es Mal eng wird.
Deshalb ja der Termin für das Meeting: so stört es nicht beim Arbeiten.
A. S. schrieb:> Bei 35h kommt die Hälfte doch freitags sowieso nicht mehr, die andere> eher zum Aufräumen, oder wenn es Mal eng wird.
Vielleicht sind die Angestellten in der Firma geistig so flexibel, dafür
Montags oder Mittwochs einen kurzen Tag zumachen...
Johannes F. schrieb:> Vielleicht sind die Angestellten in der Firma geistig so flexibel, dafür> Montags oder Mittwochs einen kurzen Tag zumachen...
Boah, super Idee! Deshalb tobt auch Montags das Leben in der Altstadt.
Nur bei uns wird das Wochenende Donnerstags abends eingeläutet
(Konzerte, Kinopremiere, ...) mit Parties am Freitag und Samstag-Abend
und Sonntag.
Uups, ... irgendwie schein Montags/Dienstags-Party gerady in zu sein :-)
Im Konzern schrieb:> Zeit ist eben wertvoller als Geld.
Ist es nicht. Wenn man mal später massig Zeit und kein Geld mehr hat,
kann man sich davon auch nichts kaufen.
Solche Sprüche kommen nur von Realitätsfremden.
MaWin schrieb:> Dann bist du leider als Führungskraft ungeeignet, und bleibst auf der> unteren Lohnstufe.>> Das wird dann auch für die Ernährung einer Familie nicht reichen, dein> Leben ist also durch deine Entscheidung vorgezeichnet.
Oh, ich wusste gar nicht, dass nur Führungskräfte eine Familie haben
können.
Msd schrieb:> Ist es nicht. Wenn man mal später massig Zeit und kein Geld mehr hat,> kann man sich davon auch nichts kaufen.>> Solche Sprüche kommen nur von Realitätsfremden.
Naja, ich finde es realitätsfremd, wenn jemand der Meinung ist, dass man
sich ALLES kaufen kann. Es gibt Dinge, die bekommt man eben nicht so
einfach, auch nicht für Geld.
Msd schrieb:> Ist es nicht. Wenn man mal später massig Zeit und kein Geld mehr hat,> kann man sich davon auch nichts kaufen.>> Solche Sprüche kommen nur von Realitätsfremden.
Solange du eine gute Ausbildung hast stimmt es doch. Wenn ich
beispielsweise eine Putzfrau bin, muss ich vermutlich neben meinem
Vollzeit Job noch einen Nebenjob machen, um zu überleben.
Wenn ich hingegen einen Ingenieurberuf habe, indem ich bei Vollzeit
70-90k verdienen kann, dann ist ganz klar Zeit wertvoller. Wenn mit 56k
bei 28h kann ich immernoch - im Gegensatz zu manchen hier, für den das
schon ein Hungerlohn ist - sehr sehr gut leben.
Ich bin derzeit auf 16h runter, aber ich will auch den Ing. Beruf an den
Nagel hängen (das war kein Fake, heute morgen).
1234567890 schrieb:> Es gibt Dinge, die bekommt man eben nicht so> einfach, auch nicht für Geld.
Und weil man selbst mit Geld nicht alles bekommt, macht es Sinn zu
Lebenszeit darauf zu verzichten, wenn dies nicht eine wesentliche
Einschränkung der Lebensqualität bedeutet?
Wenn selbst der schnellste PC nicht reicht um Aufgabe X adäquat zu
lösen, kauf ich mir auch nicht extra noch den langsamsten.
Ausgebrannter schrieb:> Wenn ich hingegen einen Ingenieurberuf habe, indem ich bei Vollzeit> 70-90k verdienen kann, dann ist ganz klar Zeit wertvoller. Wenn mit 56k> bei 28h kann ich immernoch - im Gegensatz zu manchen hier, für den das> schon ein Hungerlohn ist - sehr sehr gut leben.
Gegen die Entscheidung stundentechnisch kürzer zu treten ist garnichts
einzuwenden.