Derzeit ist SF6 als Isoliergas noch verdammt gebräuchlich. Alle
gasisolierten Hochspannungsschaltanlagen sind damit gefüllt, genau so
wie die Lastschalter von Trafos und Leitungen ab 110kV aufwärts. Es gibt
sogar sowas wie "SF6-Hochspannungskabel", weiß nicht wie die genau
genannt werden, aber das sind Metallröhren mit einem Innenleiter und für
die hohe Spannung sehr kleinem Abstand zwischen Innenleiter und äußerer
Hülle.
Alle diese Anlagen sollten eine Überwachungseinrichtung haben, durch die
ein Verlust an Isoliergas frühzeitig erkannt werden kann.
Wie würde ich sowas schalten... Wie sieht den die Quelle aus? Man könnte
mechanische Umschalter mit Servo-Antrieben bauen, etwa einen Kontakt
zwischen 50kV und Masse/Erdung bewegen und die Hochspannungsquelle zur
Funkenlöschung kurz abschalten.
Wenn Du das mit Halbleitern schalten möchtest, bist Du gleich auf dem
Gebiet der HGÜ-Technik unterwegs. Dabei verwendet man viele in Reihe
geschaltete und heute meist optisch über Lichtleiter gesteuerte
Thyristoren oder IGBTs (wenn Du DC-HV hast geht nur letzteres), die alle
absolut synchron schalten müssen. Wenn die verschieden schnell schalten
hast Du bei dem geringen Strom zwar keine offenen Deckel, aber die
Hochspannung zerstört nacheinander alle Halbleiter.