Hallo Leute,
ich versuche für ein 6S Li-Ion Akkupack eine Einzelzellenüberwachung
aufzubauen. Leider scheitert es bei mir immer am analogen Teil. Problem
bei mir ist, dass die einzelnen Akkuzellen fest an die Schaltung
angeschlossen bleiben, die Versorgungsspannung aber weggenommen werden
kann.
Bisher habe ich mit Mosfets gearbeitet. Das funktionierte aber nicht
zufriedenstellend.
Wie würdet ihr eine Einzelzellenüberwachung vom Analogteil realisieren?
Habe beim stöbern im Netz mehrere Ansätze auch mit Analogschaltern oder
Instrumentenverstärkern gesehen. Die Analogschaler aber z.B. kamen mit
meiner hohen Akkuspannung nicht klar...
Danke schon mal für eure Anregungen,
MC
Atmel ATA6870 oder TI BQ77PL900 oder LT LTC6802 machen es dir einfacher,
wenn du Schwierigkeiten hast, der Chip bleibt am Akku, braucht auch
quasi keinen Strom.
Gibt es den noch andere Möglichkeiten oder verwendet ihr alle nur diese
drei Bausteine? Ich will versuchen, soweit wie möglich Spezial-ICs zu
vermeiden.
Mein Problem ist noch die hohe Akkuspannung. Ich habe schon eine Lösung
mit Analogschaltern, die ich bis zu einem 4s Akku verwenden kann. Leider
habe ich aber einen 6s Akku...
Gibt es Analogschalter, die mehr als 20V verkraften? Oder
Instrumentenvestärker, die weniger als 6€ das Stück kosten?
Bitte seit nicht genervt, dass ich so viele "dämliche" Fragen stelle.
Es gibt ungefähr 1000 andere Möglichkeiten, aber du kannst nicht
erwarten, daß wir hier alle aufführen.
Natürlich gibt es Analogschalter für über 20V, z.B. LC4966 DG211 DG411
Es gibt auch billigere Instrumentenverstärker.
Dein Problem liegt woanders, in der geistigen Flexibilität. Du musst
deine Akkus nicht abklemmen können, sondern sagst selbst "dass die
einzelnen Akkuzellen fest an die Schaltung angeschlossen bleiben", nur
nimmst du die Versorgungsspannung (vermutlich eines Netzteils des
Ladegeräts) weg, und damit fliesst Strom von den Akkuanschlüssen über
die Eingangsschutzdioden der angeschlossenen ICs in die Schaltung. Laß
doch die Versorgungsspannung dieser abtastenten ICs auch am Akku. Wenn
du keine ICs hast, die Milliampere Strom fressen, sondern die mit
Microampere zufrieden sind, ist das doch kein Problem. Du kannst also
z.B. die Analogschalter direkt am Akku lassen, und nur die
Betriebsspannung des Rests der Schaltung abschalten (natürlich so, daß
die Analogschalter dann abgeschaltet sind). Die geistige Flexibilität
soll halt bewirken, daß du merkst, daß man Versorgungsspannungen trennen
kann, mischen kann, ver-odern kann. Damit sollte es einfach sein, die
Einzelzellenüberwachung aufzubauen. Natürlich könnte man auch die OpAmps
für die Instrumentenverstärker an den Zellen lassen. Oder INA117LT1490/LT1491/LT1638/LT1639 benutzen, die sollten keinen Strom über die
Eingänge ziehen auch wenn die Versorgungsspannung aus ist. Aber das ist
dir dann wohl wieder zu speziell und teuer.
Danke für deine Antwort!!!
>Dein Problem liegt woanders, in der geistigen Flexibilität
Ganz unrecht hast du damit nicht, das stimmt. So möchte ich z.B. keine
Spezial-ICs verwenden, sondern problemlos bei R******* bestellen können.
Genauso verkopft bin ich in meiner Meinung über die IC-Gehäuse. Ich
versuche möglichst kein SMD in Prototypen zu verwenden, da ich keinen
Nerv hab, mich mit dem Erstellen von Platinen noch rumzuschlagen. Am
liebsten baue ich alles auf Lochraster auf.
Mit dem Abnehmen der Versorgungsspannung war ich bisher so eingestellt,
dass ich die Schaltung fest am Akku lasse, aber die +Leitung abklemme
(per Schalter) da das Akkupack nicht regelmäßig verwendet werden soll.
Die Idee, nur Teile von der Versorgungsspannung zu trennen und z.B. die
Eingangsstufe beschaltet zu lassen, ist mir noch nicht so ganz gekommen.
Vorher habe ich mit diskreten Mosfets als Schalter experimentiert, das
lief aber auch nicht so gut.
Und Google hat mir nur bedingt weitergeholfen. So habe ich z.B. neue
Ansätze gefunden, die passenden Bauteile allerdings nicht. Deshalb habe
ich auch hier gepostet.
Auf jeden Fall habe ich jetzt neue Ansätze, die ich umsetzen werde.
Noch eine letzte doofe Frage: Gibt es Analog-Multiplexer wie den 4051
auch mit erweitertem Spannungsbereich? Habe bei datasheetcatalog nichts
der gleichen finden können...?
Hallo, hab den Thread erst jetzt gelesen. Habe ein BMS (max.108Zellen)
mit dem LTC entwickelt - inkl. Monitor, Spannungs- und
Temperaturüberwachung sowie Logging auf SD-Card. Temperaturmessung per
Kontakt und per IR möglich.
GPS ist in Planung (brauchst du nicht). Fall noch Interesse besteht
melde Dich.
Kann Dir auch das Original Demo-Testboard von Linear inkl. USB-Adapter
plus Software für 100€ verkaufen (Original 200€ - siehe
http://www.linear.com/purchase/LTC6803-1%20and%20-3) da es nicht mehr
benötigt wird und nur noch bei mir rumliegt (falls Du selber
experimentieren willst).
Falls Interesse besteht, bitte Kontakt aufnehmen über matthias (a)
eckoldts (dot) de.