Folgendes habe ich vergessen zu erwähnen:
Mit Q3 und dem Darlington U1 stellt sich, bei High-Pegel von V1, eine
Basisspannung an U1 von ca. 2,4V ein. Bei Ansteuerung mit 0 V/+5 V (V1)
ergibt sich damit ein max. Steuerstrom (von V1) in Höhe von (5V - 2,4 V)
/ 100 Ohm = 26 mA. Dies ist ein recht hoher Wert, insbesondere wenn z.B.
ein kleiner µC die PWM-Dimmung übernehmen soll. Wenn schon ein
Darlington zum Einsatz kommen soll/kann/darf, dann sollte man(n) seine
Vorteile auch voll auskosten, was bedeutet, daß er (laut Datenblatt) bei
'nur' 300 mA Kollektorstrom ein Stromverstärkungsfaktor von weit über
1000(!) aufweisen wird. Im Klartext heißt das, daß dafür nur noch ein
mickriger Basisstrom von 300 µA ausreichen würde in voll durchzusteuern.
Rechnet man(n) nun den max. mögl. Widerstand für R3 aus, kommt man zu
folgendem Ergebnis: 2,4 V / 300 µA = 8 kOhm. Auch hier wieder ein
bißchen Sicherheit (eine sogenannter Übersteuerungsfaktor) von 2 ergibt
einen Widerstandswert von 3,9 kOhm (nächstgelegener Normwert) für R3.
Damit reicht also schon ein Steuerstrom, geliefert von V1 (ergo dem
angedachten µC), in Höhe von lediglich (2,4 V / 3900 Ohm =) etwa 0,6 mA
völlig aus.
Problematischer wird das ganze nun mit den angedachten 210 Volt, da es
eher seltener Hochvolt-Darlingtons gibt. Recht günstig sind die BU208,
die Radio- und Fernsehtechniker aus vielen Fernsehgeräten
(Horizontalablenkung) kennen. Er kann mehr als 1000V schalten, hat aber
dummerweise einen ultra-schlechten Stromverstärkungsfaktor von um die
10, womit man ihn mit mindestens einen weiteren Transistor einsetzen
müßte um daraus eine Darlington-Konfiguration zu machen. Dumm nur, daß
dieser Transistor ebenfalls die volle Kollektor-Emitterspannung
aushalten muß. Hier würde ich also nach einem anderen passenderen
Darlington ausschau halten - mir fällt ad-hoc jedenfalls keiner ein.
ACHTUNG: Einen Sicherheitshinweis möchte auf jeden Fall noch loswerden.
Dir ist schon klar, daß Du auch schon mit der 70-Volt-Version mit
lebensgefährlichen Spannungspotentialen zu tun hast (Stichwort:
Schutzkleinspannungen, d.h. kleiner 42V) !?!
Im Zweifelsfall halte ich es für klüger, die Spannung klein zu halten
und mehrere solcher LED-Ketten parallel zu schalten. Mit dem 'neuen'
Wert für R3 sollte jeder µC auch in der Lage sein mehrere solcher
LED-Ketten gleichzeitig anzusteuern - slebst bei 10 LED-Ketten an einem
Ausgang müßte der µC-Ausgang 'nur' 6mA liefern. Außerdem fällt bei
Defekt einer LED (z.B. Unterbrechung) nicht gleich die komplette
LED-Kette aus und es ist dann völlig zappenduster.