Agate Bauer schrieb:
> Was für eine Leiterbahndicke für den 230V Teil soll ich denn nehmen?
Die Spannung ist egal - der Strom macht's aus.
Bei 6A nominal sollten 3 ... 5 mm gewählt werden, bei 35µ Cu-Dicke.
Siehe auch:
http://www.multipcb.de/ger/sites/pool/index.html?/ger/sites/leiterplatte/strombelastbarkeit.html
Es geht im Wesentlichen um die zulässige Erwärmung der Leiterbahnen. Die
in dem Link aufgeführte letzte Linie mit Delta-theta von 100K ist auf
jeden Fall zuviel. Bei FR4-Basismaterial und einer maximalen
Umgebungstemperatur von 40°C ist ein Delta von 50K schon grenzwertig.
Aber beim Verbreitern auch auf die Abstände zu den Nachbarleitungen
achten. Plane da mal auch mindestens 1.5mm ... 2mm ein.
Ich würde einfach unter Berücksichtigung der Abstände die Leitungen mit
den großen Strömen flächig ausführen.
Es reicht aber u.U. nicht, man muss auch überlegen, welche Ströme in
einem Fehlerfall (defektes Bauelement, Kurzschluss zwischen benachbarten
Leiterbahnen) auch auf den vermeintlich unbelasteten Leitungen fließen
würde.
So würde ich den R5 z.B. in zwei in Serie geschaltete aufteilen, denn im
Kurzschlussfall am Master könnten R1, D1 und D2 hochohmig werden. Dann
liegen 230V über R5. Dessen Spannungsfestigkeit ist dann wahrscheinlich
überschritten und der könnte abbrennen und kurzzeitig alles Mögliche
anstellen.
Achte darauf, dass die Schaltung vollisoliert ist. Je nach
Steckerdrehung kann auf deinem Massepotential auch mal die 230V liegen.
Deshalb gefallen mir die Schraublöcher an den vier Ecken gar nicht -
mindestens zwei davon haben zu geringen Abstand.