Messgenauigkeit Shunt vs. Stromwander

OP #1277772
Lesenswert?
• ▲
▼
Hallo!

Ich möchte Ströme bis 500A DC möglichst genau mit einer Messkarte 
messen. Prinzipiell ist das ja sowohl über einen Shunt alsauch über 
einen Stromwandler möglich.
Dafür käme ein Shunt wie der Weigel 60 mV/500 A in Frage. Die Spannung 
muss natürlich noch verstärkt werden. Alternativ könnte man das mit dem 
Stromsensor CSNJ481 machen. Laut Datenblatt hat der CSNJ481 eine 
Linearität von +-0.1%. Ich habe gehört dass solche Angaben nur für 
Nennstrom gelten. Außerdem sind solche Stromsensoren etwas teurer als 
ein Shunt.

Mit welcher Genauigkeit kann man bei den beiden Methoden über den 
"gesamten" Messbereich Bereich rechnen?

Danke für eure Hilfe!
Gast #1277870
Lesenswert?
• ▲
▼
Beim Shunt hat man das Problem, das man eine kleine Gleichspannung 
messen muß, und sich der shunt durch den Strom erwärmt. Hier immerhin 
bis zu 60mV*500A=30W. Da kann man relativ leicht probleme durch 
Tmerospannungen kreigen. Ein guter Shunt sollte aus Manganin sein und 4 
Leiteranschlüsse haben. Da sollte es möglich sein die Spannung bis in 
den Bereich etwa 5 µV, eventuell auch 1 µV zu messen. Das wäre also bei 
dem 60 mV Shunt rund 0.01 % was an genauigkeit möglich wäre. Eine 
Nichtlinearität wäre durch die Erwärmung möglich.
#1278580
Lesenswert?
• ▲
▼
Max Meyer schrieb:
> Hallo!
>
> Ich möchte Ströme bis 500A DC möglichst genau mit einer Messkarte
> messen. Prinzipiell ist das ja sowohl über einen Shunt alsauch über
> einen Stromwandler möglich.
> Dafür käme ein Shunt wie der Weigel 60 mV/500 A in Frage.

Klasse 0.2 ?

Also 0,2% Toleranz bei 500A, oder 1A Fehler --  bei 100A 1%. Etc.

>  Die Spannung
> muss natürlich noch verstärkt werden.

Weitere Fehlerquelle, so 0.1 bis 0.2 % sind mit wenig Aufwand 
erreichbar.

>  Alternativ könnte man das mit dem
> Stromsensor CSNJ481 machen. Laut Datenblatt hat der CSNJ481 eine
> Linearität von +-0.1%. Ich habe gehört dass solche Angaben nur für
> Nennstrom gelten. Außerdem sind solche Stromsensoren etwas teurer als
> ein Shunt.
>
> Mit welcher Genauigkeit kann man bei den beiden Methoden über den
> "gesamten" Messbereich Bereich rechnen?

S.o.
"Welche Genauigkeit reicht Dir"  ist die wesentliche Frage.

Und " Wie sieht dein Meßbereich aus?" : Ab Null, Ab 10, ab 50A ...
eine weitere wesentliche Frage.


hth,
Andrew
Gast #1279571
Lesenswert?
• ▲
▼
Der Fehler beim shunt sollte nicht auf den Endbereich bezogen werden, 
sondern auf den tatsächlichen Strom. Eine konstante Fehlergröße gibts 
vom Verstärker, aber kaum vom Shunt selber. Für das Beispiel wird man 
wohl auch bei 100 A noch die 0,2% erreichen können.

Antwort schreiben

Hinweis: der ursprüngliche Beitrag ist mehr als 6 Monate alt. Bitte hier nur auf die ursprüngliche Frage antworten, für neue Fragen einen neuen Beitrag erstellen.

Formatierung
  • [c]C-Code[/c]
  • [code]Code in anderen Sprachen, ASCII-Zeichnungen[/code]
  • [math]Formel in LaTeX-Syntax[/math]
  • [[Titel]] – Link zu einem Artikel
  • Verweis auf einen anderen Beitrag: Rechtsklick auf dessen Beitrags-ID (#8078628), „Adresse kopieren“, in den Text einfügen

Mehr zur Formatierung

Längeren Sourcecode als Anhang, nicht in den Text. JPG nur für Fotos und Scans; Zeichnungen und Screenshots als PNG oder GIF. Siehe Bildformate.

Schon registriert? Anmelden

Wird nicht angezeigt. Wir schicken dir einen Link; sobald du damit bestätigst, erscheint dein Beitrag.

Mit dem Abschicken legst du einen kostenlosen Account an und erkennst die Nutzungsbedingungen und die Datenschutzerklärung an.