Ich habe so einen komischen Effekt auf meinem System entdeckt, der mich
seit 1903 nervt. Zumindest ist er mir vorher nicht aufgefallen.
- Das System ist idle, laut Taskmanager auch tatsächlich im Leerlauf.
- Nun öffne ich von einem anderen Windows-10-System eine
Remote-Desktop-Verbindung. Ich verwende das gleiche Benutzerkonto. Mir
ist wichtig, dass ich auf die laufenden Anwendungen Zugriff nehmen kann.
Damit hatte ich über verschiedene Windows-Versionen hinweg auch noch nie
Probleme.
- Weiterhin ist das Zielsystem im Leerlauf.
- Ich beende die Remote-Desktop-Session (schließe das Fenster), logge
mich aber auf dem Zielsystem nicht lokal ein (der Sperrbildschirm ist
also zu sehen).
- Nun merke ich, dass der Lüfter langsam hoch dreht.
- Nach einiger Zeit logge ich mich wieder ein und sehe im Taskmanager
nach: DWM.exe hat Unmengen an CPU-Zeit gefressen! Interessanterweise ist
das System nach dem Einloggen aber wieder idle, d.h. das Problem ist gar
nicht so einfach zu detektieren. Im Diagramm oben sieht man den Effekt
nach dem Beenden der RDP-Session aber.
Natürlich habe ich nach Viren gescannt. Das System ist clean und die
DWM.exe ist tatsächlich die originale Version von MS.
Über Google fand ich heraus, dass eine aktive "Bildschirmlupe" sowas
bewirken kann. Ist aber hier nicht der Fall. Wie gesagt tritt die Last
auch erst nach dem RDP-Beenden auf.
Wenn ich den Benutzer abmelde (egal, ob per RDP oder lokal), bleibt das
System im Leerlauf. Ebenso im reinen Sperrbildschirm (Strg-Alt-Entf).
Jemand eine Idee?
Das Killen bringt keine Lösung, da DWM sofort neu gestartet wird. Und
wenn das Problem akut ist (nach dem Beenden der RDP-Session, aber VOR
dem neuen Einloggen), kann man ja nichts killen. Dazu müsste man sich ja
einloggen und dann killen und dann wieder die Session beenden... und
dann frisst der neue DWM ja wieder CPU. Die einzige Lösung ist das
lokale Einloggen. Aber das läuft ja dem Sinn von RDP entgegen.
Ich weiß auch nicht, ob das ein allgemeines Windows-10-Problem ist.
Eventuell habe nur ich das? Eventuell probiert es noch mal jemand anders
aus. Ich habe eine integrierte Intel-Grafik und der Treiber ist aktuell.
Hatte ich noch vergessen, zu schreiben.
Einfach gesagt: RDP ist unsicherer schrottiger Müll. In letzter Zeit
häufen sich die Meldungen dazu nur so. Du solltest dir dringend eine
Alternative suchen.
Horst schrieb:> Einfach gesagt: RDP ist unsicherer schrottiger Müll. In letzter Zeit> häufen sich die Meldungen dazu nur so. Du solltest dir dringend eine> Alternative suchen.
Das ist ja wohl die dämlichste Aussage seit langem. Zeig mir mal unter
Linux oder OSX eine Remote-Desktop Variante die auch nur annähernd mit
der MS Implementation mithalten kann. Da ist Schicht im Schacht. Alles
was unter Linux oder OSX über vnc oder ähnliche Protokolle gemacht wird
ist schlechter. Das geht mal um remote etwas zu konfigurieren aber nicht
zum dauerhaften Arbeiten. Leider, weil das ist eine der Gründe, dass
sich in der Industrie Windows so harnäckig hält. Und kommt nicht mit
sowas wie NoMaschine, das ist auch nur aufgebohrter VNC Mist.
Und wegen der Unsicherheit. Es ist ja wohl keiner gezwungen den RDP-Port
offen ins Internet zu hängen. Über die vielen Möglichkeiten ver VPN oder
andere Tunnel brauche ich sicher nicht zu philosophieren.
Ne, im Ereignisprotokoll ist nichts zu sehen, was auf ein Problem
hindeuten könnte.
Die üblichen Tests wie
dism /online /cleanup-image /checkhealth
dism /online /cleanup-image /scanhealth
sfc /scannow
chkdsk c: /f
führten auch keine Probleme zutage.
Ich habe auch keine "Diashow" oder Ähnliches auf dem Sperrbildschirm
laufen, auch keinen Bildschirmschoner.
Habe eben einen zweiten (Ziel-)Rechner getestet. Selbes Phänomen! Wenn
jemand von euch die Möglichkeit hat, das auch mal zu testen, wäre ich
dankbar. Eventuell ist es doch ein allgemeines Windows-10-Problem...
Kann ich nicht bestätigen. Ich hatte eben mal 6 parallele RDP Sessions
offen und habe diese nacheinander geschlossen. DWM war immer auf 0.5 -
0.7% Last bei ca. 52 MB Speicherauslastung.
Gruß
Frank
Es geht um dwm.exe auf dem ferngesteuerten Rechner, nicht auf dem
fernsteuernden Rechner.
Wenn Du sechs parallele RDP-Sitzungen hast, dann kannst Du das unter
einem (nicht manipulierten) Windows 10 nur mit mehreren Instanzen von
mstsc.exe machen, und damit steuert Dein Rechner fern, statt
ferngesteuert zu werden.
bla schrieb:> DWM.exe hat Unmengen an CPU-Zeit gefressen!
PC-Magazin meinte: Der Desktopfenster-Manager (dwm.exe) verarbeitet
diese Vorgaben zu einem Gesamtbild und gibt es auf dem Display aus. In
der Regel verursacht der Desktopfenster-Manager keine nennenswerte
Systemlast. Die CPU-Last liegt meistens unter einem Prozent, der
RAM-Verbrauch unter 100 Megabyte. Geht es auf Ihrem Computer wilder zur
Sache, dann stellen Sie als erstes sicher, dass die Treiber für die
Grafikkarte aktuell sind.
Mal Daten der benutzten DWM.exe genauer verglichen? Datum, Dateigröße?
Noch andere Treiberprobleme?
Grafiktreiber ist aktuell. Habe testweise auch schon andere Versionen
installiert, ohne Unterschied. Wie gesagt ist auch ein zweiter (von
zwei) getesteten Rechnern betroffen. Würde mich nicht wundern, wenn das
ein allgemeiner Bug wäre.
Wenn die dwm.exe irgendwas benutzen muß, was seit dem Abbruch der
Verbindung weg ist, könnte sie unheimlich "fleißig" werden. Das würde
auf einen Programmfehler/Virus hindeuten? Deswegen Dateigröße und Datum
mal genauer ansehen.
Ich kann den Fehler nur bestätigen liegt an der Windows Version 1903.
Habe 2 idenische Systeme mit frischer Windows 10 installation. Einmal
1903 und einmal 1809. Der beschriebene Fehler mit der Hohen CPU Last
nach beendigung der RDP Sitzung tritt nur bei dem 1903 System auf.
Gruß Tobi
Bei MS scheint keiner die Feedbacks zu lesen. Habe schon mehrere mit
definitiven Bugs und genauen Reproduktionsbeschreibungen (auch diesen
vor vielen Wochen) gepostet, aber nix passiert. Also gar nichts. MS ist
völlig überfordert mit Win10. Ich kann nur davon abraten, die
"aktuellen" Versionen zu verwenden. Also jetzt z.B. maximal die 1809,
aber keinesfalls die 1903 installieren.
Hallo,
für die Ersthilfe ... folgendes durchführen :
Gruppenrichtlinie bearbeiten -> Administrative Vorlagen ->
Windows-Komponenten -> Remotedesktopdienste ->
Remotedesktopsitzungs-Host -> Umgebung für Remotesitzung ->
WDDM-Grafiktreiber für Remotedesktopverbindungen verwenden -> von "Nicht
konfiguriert" auf "Deaktiviert" setzen
Dann sollte das Problem erst einmal behoben sein, bis Microsoft handelt.
LG
Tritt bei mir bei 2 Windows 10 Maschinen (beide 1903) nicht auf. Beide
laufen auf einem ESXi Host, es kann also tatsaechlich an den
Grafiktreibern liegen.
Ich kann den Bug auch bestätigen. Windows 10 1903 auf einem NUC8i7. Mit
aktiver RDP Session 2,4 Watt im Idle, nach Beenden der Session 8 Watt.
XBooSTeR schrieb:> für die Ersthilfe ... folgendes durchführen :>> Gruppenrichtlinie bearbeiten -> Administrative Vorlagen ->> Windows-Komponenten -> Remotedesktopdienste ->> Remotedesktopsitzungs-Host -> Umgebung für Remotesitzung ->> WDDM-Grafiktreiber für Remotedesktopverbindungen verwenden -> von "Nicht> konfiguriert" auf "Deaktiviert" setzen>> Dann sollte das Problem erst einmal behoben sein, bis Microsoft handelt.
Hmm...mit welchen Nebenwirkungen ist denn dann zu rechnen?
Hatte dasselbe Problem,
der Fehler liegt wohl am Windows Bildschirmhintergrund.
Umstellen auf Volltonfarbe hat geholfen
CPU Last wieder fas am Nullpunkt
Habe das Selbe Problem, zudem haben mir Monitoring Systeme eine
Plötzliche CPU last von über 50% angezeigt sobald die RDP-Verbindung
getrennt wurde. Obwohl während der bestehenden Verbindung die CPU bei 2%
rumtümpelte und in den Ereignissen nichts auffälliges zu finden war
außer, dass irgend ein Protokoll gelöscht wurde(daher war meine erste
Vermutung viel schlimmer)
"Umstellen auf Volltonfarbe hat geholfen" hat nicht geholfen
die Anleitung Christian R jedoch hat super funktioniert.
Danke