Neulich hat mich mein Sohn um meine Hilfe bei einer Aufgabe in TM
gebeten.
Ich habe erst gedacht, dass ich das schon noch irgendwie hinbekomme, dem
war aber nicht so!
Zum Verständnis, ich habe Maschinenbau studiert und vor ca. 30 Jahren
mit dem Diplom abgeschlossen. Mein Sohn studiert das gleiche und
befindet sich im ersten Semester im Bachelor.
Mich würde mal interessieren, was bei euch so aus dem Studium hängen
geblieben ist?
Meint ihr, dass ihr solche Aufgaben noch lösen könntet?
kik schrieb:> Neulich hat mich mein Sohn um meine Hilfe bei einer Aufgabe in TM> gebeten
Hmm, TM, Transzendale Meditation, interessant was man heute als Bachelor
so macht.
https://abkuerzungen.woxikon.de/abkuerzung/tm.php
Aufgaben heute sind nicht schwieriger als damals, im Gegenteil, genaue
Durchsicht der Lerninhalte Sekundarstufe II von 1980 vs. 2018, Lineare
Algebra 1 & 2 und Mathematik an der Uni haben ergeben, dass viele Themen
gestrichen wurden und nichts substanzielles hinzukam.
Das entspricht der gesunkenen Intelligenz
https://www.3sat.de/?source=/nano/gesellschaft/197575/index.html
Walter T. schrieb:> kik schrieb:> Meint ihr, dass ihr solche Aufgaben noch lösen könntet?>> Ja.>> Bitte. Gern geschehen!
Bin 25 Jahre aus dem E-Technik Studium raus, auf keinen Fall !
bei mir ist es 15 Jahre her seid dem Studium.
Ich denke das meiste würde ich hinkriegen. Nicht so schnell wie damals,
auch nicht alles, aber ich würde es hinkriegen. Wie lange noch, das ist
eine andere Frage...
> Mich würde mal interessieren, was bei euch so aus dem Studium hängen> geblieben ist?
Viel interessanter ist die Frage, welchen Anteil der Studieninhalte du
jemals im Beruf gebraucht hast.
Erzähl mir jetzt bitte keinen vom Pferd!
kik schrieb:> Meint ihr, dass ihr solche Aufgaben noch lösen könntet?
Wie wäre es, wenn du die Aufgabe hier veröffentlichst? Dann können dir
interessierte Leute deine Frage ganz konkret mit ja/nein/vielleicht
beantworten.
Wenn du mit TM technische Mechanik meinst: nö, sicher nicht. Aber ich
wüßte wo ich nachschlagen könnte. Und da man das doch mal kapiert hat
ist das Wiederaneignen nicht mehr so schwer.
Qwertz schrieb:> kik schrieb:>> Meint ihr, dass ihr solche Aufgaben noch lösen könntet?>> Wie wäre es, wenn du die Aufgabe hier veröffentlichst? Dann können dir> interessierte Leute deine Frage ganz konkret mit ja/nein/vielleicht> beantworten.
Das ist wie, wenn man im Internet nach der P*nisgröße fragt. Da hat auch
die überwiegende Mehrheit mindestens 20 Zentimeter und das Stehvermögen
sowie die Potenz eines 25 jährigen mit der blauen Pille.
Qwertz schrieb:> kik schrieb:> Meint ihr, dass ihr solche Aufgaben noch lösen könntet?>> Wie wäre es, wenn du die Aufgabe hier veröffentlichst? Dann können dir> interessierte Leute deine Frage ganz konkret mit ja/nein/vielleicht> beantworten.
Blos nicht! Sonst würden Großmäuler wie ich und Walter einen Beweis für
ihre Behauptung bringen müssen!
Walter T. schrieb:> Ja.>> Bitte. Gern geschehen!
Ich bin noch nichtmal mit meinem Studium ganz durch und habe praktisch
keine Erinnerungen mehr an die Inhalte des 1. Semesters.
Pauken, Prüfung bestehen, nächstes Modul, so läuft's nunmal.
Das was hängenbleibt kommt zu 95% aus eigenem Antrieb oder im Job ins
Hirn.
Plus, Minus, Mal und Geteilt bekomme ich noch ganz gut hin, weil man das
auch im täglichen Leben beim Einkaufen gehen trainiert (Aldi, Getränke
Markt, Pommesbude, usw.). Wenn es um Bruchrechnen geht, dann hört es bei
mir schon auf.
Das tut mir aber nicht wirklich weh, da ich sowieso die meiste Zeit vor
der Glotze rumhänge und die vier Hauptareale meines Gehirns dadurch kaum
beansprucht werden.
kik schrieb:> Neulich hat mich mein Sohn um meine Hilfe bei einer Aufgabe in TM> gebeten.
[...]
> Meint ihr, dass ihr solche Aufgaben noch lösen könntet?
Bei mir ist das Studium ebenfalls 30 Jahre her. Ich habe mit meinem Sohn
ausgemacht, dass er mir seine Fragen einen Tag vorher gibt. Aus dem
Stand kann ich die Fragen nicht mehr beantworten (TM geht vielleicht
noch, aber Mathe nicht mehr - jedenfalls die Aufgaben, bei denen er
Fragen hat). Aber ein kurzer Blick in die alten Bücher und / oder ins
Internet reichen i.a. aus, dann ist das Wissen wieder da.
Student schrieb:> Pauken, Prüfung bestehen, nächstes Modul, so läuft's nunmal.
Ist leider aber nicht immer eine gute Bedingung, falls man Entwickler
werden will. Verstehen sollte man trotzdem vieles.
Marvel schrieb:> Sonst würden Großmäuler wie ich und Walter einen Beweis für> ihre Behauptung bringen müssen!
Muß ich nicht. Leute, die mich kennen, glauben mir das so. Bei anderen
ist mir das egal.
Wie dem auch sei: Wenn der TO Schwierigkeiten bei den Aufgaben hat, kann
er ja gerne im Forum nachfragen. Im ersten Semester MB geht es ja
eigentlich hauptsächlich um die Statik starrer Körper, und wir haben
erst Januar.
Stefan S. schrieb:> Das ist wie, wenn man im Internet nach der P*nisgröße fragt. Da hat auch> die überwiegende Mehrheit mindestens 20 Zentimeter und das Stehvermögen> sowie die Potenz eines 25 jährigen mit der blauen Pille.
Das ist wie in den Gehaltsthreads in diesem Forum, da hat auch jeder
Ingenieur über 50k€/a.
kik schrieb:> Neulich hat mich mein Sohn um meine Hilfe bei einer Aufgabe in TM> gebeten.
Dafür gibt es die Sprechstunden bei den Assistenten. ;)
Nein, im Ernst, aus dem Stegreif heraus könnte ich sicher auch das
Allerwenigste beantworten.
AVR schrieb im Beitrag #6092588:
> Student schrieb:>> Pauken, Prüfung bestehen, nächstes Modul, so läuft's nunmal.>> Ist leider aber nicht immer eine gute Bedingung, falls man Entwickler> werden will. Verstehen sollte man trotzdem vieles.
Verstehen und Prüfung bestehen sind leider 2 verschiedene Paar Schuhe.
Ich habe Prüfungen mit Bravour bestanden ohne einen Hauch einer Ahnung
zu haben wo die Aufgabenstellung in der Realität herkommen könnte.
Genauso aber auch einige Male völlig versagt bei Problemen, die ich zwar
verstehe aber schlicht der Ansatz zur Lösung der Gleichungen gefehlt
hat.
Ist aber auch egal, da ich in eine völlig andere Richtung gehen werde
und den Studiengang nur aus Zeitgründen nicht gewechselt habe.
Es gehört übrigens nichtmal zum Lehrplan eine E-Technikstudiums auch nur
ein einziges Mal ein Bauteil selbst auswählen zu müssen.
Mark schrieb:> Das ist wie in den Gehaltsthreads in diesem Forum, da hat auch jeder> Ingenieur über 50k€/a.
Darunter wäre auch etwas unglaubwürdig, findest du nicht? 50k sind
ungefähr wie 1 Meter für Hochsprung im Sport.
Qwertz schrieb:> Mark schrieb:>> Das ist wie in den Gehaltsthreads in diesem Forum, da hat auch jeder>> Ingenieur über 50k€/a.>> Darunter wäre auch etwas unglaubwürdig, findest du nicht? 50k sind> ungefähr wie 1 Meter für Hochsprung im Sport.
Es gibt genug Ings die unter 50k€/a bekommen, aber hier im Forum gibt
damit dennoch keiner an.
Kann nur ich das lesen? schrieb:> Es gibt genug Ings die unter 50k€/a bekommen, aber hier im Forum gibt> damit dennoch keiner an.
Ich könnte zwar jetzt damit angeben, dass ich unter 50.000 Euro im Jahr
verdiene, ich tue es aber besser nicht.
Student schrieb:> AVR schrieb:> Student schrieb:> Pauken, Prüfung bestehen, nächstes Modul, so läuft's nunmal.>> Ist leider aber nicht immer eine gute Bedingung, falls man Entwickler> werden will. Verstehen sollte man trotzdem vieles.>> Verstehen und Prüfung bestehen sind leider 2 verschiedene Paar Schuhe.>>> Ist aber auch egal, da ich in eine völlig andere Richtung gehen werde> und den Studiengang nur aus Zeitgründen nicht gewechselt habe.>> Es gehört übrigens nichtmal zum Lehrplan eine E-Technikstudiums auch nur> ein einziges Mal ein Bauteil selbst auswählen zu müssen.
Das unterschreibe ich! Ich bin Dipl. Ing ETechnik
Informationsverarbeitung und habe von Hardware nicht die geringste
Ahnung und auch noch nie gehabt! Das einzige Fach damals, wo man nicht
mit gutem Matheverständniss durchkam, war Nebenfach Bauelemente, das war
eine 5 bei mir, hat meinem Schnitt von 1,7 aber nicht sehr weh getan.
Ich bin heute reiner Softwareentwickler.
Motzkopp schrieb:> Ich bin Dipl. Ing ETechnik Informationsverarbeitung und habe von> Hardware nicht die geringste Ahnung
Spannungsteiler, Tiefpassfilter, Funktionsweise ADC, Transistor,
Kondensator, einer Spule, Z-Diode sowie das Abtasttheorem verstehst du
aber schon, oder?
Autobot schrieb:> Motzkopp schrieb:> Ich bin Dipl. Ing ETechnik Informationsverarbeitung und habe von> Hardware nicht die geringste Ahnung>> Spannungsteiler, Tiefpassfilter, Funktionsweise ADC, Transistor,> Kondensator, einer Spule, Z-Diode sowie das Abtasttheorem verstehst du> aber schon, oder?
Transistor, Kondensator, Z-Diode sagten mir mal was, daran kann ich noch
erinnern, das ist aber Abi Physik LK Wissen, an die anderen Begriffe
kann ich mich nicht mal mehr erinnern. Ich hatte Fächer wie Grundlagen
der E-Technik, aber das war alles nur angewandte Mathe. Ich habe im
ganzen Studium nicht eine Schaltung selber konstruieren müssen, nicht
die allersimpelste. In meiner Diplomarbeit habe ich eine Software mit
Delphi geschrieben. Theoretischer Schwerpunkt der Diplomarbeit waren
Datenbanken. Hessesche Normalformen und sowas.
Ich bin ein Schandfleck für alle, die sich E-technik Ing nennen dürfen,
oder der Beweis das man auch ohne Hardware Kenntnisse es zum E-Technik
Diplom bringen kann.
Motzkopp schrieb:> Autobot schrieb:> Transistor, Kondensator, Z-Diode sagten mir mal was, daran kann ich noch> erinnern, das ist aber Abi Physik LK Wissen, an die anderen Begriffe> kann ich mich nicht mal mehr erinnern. Ich hatte Fächer wie Grundlagen> der E-Technik, aber das war alles nur angewandte Mathe. Ich habe im> ganzen Studium nicht eine Schaltung selber konstruieren müssen, nicht> die allersimpelste. In meiner Diplomarbeit habe ich eine Software mit> Delphi geschrieben. Theoretischer Schwerpunkt der Diplomarbeit waren> Datenbanken. Hessesche Normalformen und sowas.> Ich bin ein Schandfleck für alle, die sich E-technik Ing nennen dürfen,> oder der Beweis das man auch ohne Hardware Kenntnisse es zum E-Technik> Diplom bringen kann.
Ist es schon wieder Freitag?
> Ich bin ein Schandfleck für alle, die sich E-technik Ing nennen dürfen,> oder der Beweis das man auch ohne Hardware Kenntnisse es zum E-Technik> Diplom bringen kann.
Da bist du weder der erste noch der einzige. Von deiner Sorte durfte ich
bereits viele kennenlernen. Ist aber auch völlig egal, irgendjemand muss
ja schließlich die Drecksarbeit mit der Software erledigen. Also kein
bildungsmäßiger Totalverlust. Wenn du deine Sache gut machst, fragt
niemand mehr, ob du ein Diplom für den Gartenbau oder die Sanitärtechnik
gemacht hast.
kik schrieb:> Neulich hat mich mein Sohn um meine Hilfe bei einer Aufgabe in TM> gebeten.> Ich habe erst gedacht, dass ich das schon noch irgendwie hinbekomme, dem> war aber nicht so!
Das ist normal. Wenn ich heuer ein Flächenträgheitsmoment berechnen
sollte, müßte ich erstmal ins Buch schauen. Selbst die eigenen
Vorlesungs-Mitschriften versteht man nach 30..40 Jahren nicht mehr -
obwohl einem das alles während des Studiums völlig einfach und "easy"
vorgekommen ist.
Aber gräme dich nicht, denn normalerweise häuft man in seinen grauen
Zellen während des Arbeitslebens ne Menge an Spezialwissen an und die
grundlegenden Fähigkeiten des logischen Denkens, die man an der Uni
geübt hat, verlernt man nicht. Da hilft einem ein gründlicher Blick in
die Bücher, um verschüttetes Wissen wieder zu reaktivieren. Das dauert
bloß ne Weile länger, je älter man wird.
Ein Spezialfall sei hier aber erwähnt: Dinge, die man zwar studiert hat,
die sich aber in der Zwischenzeit weiter entwickelt haben. Fourier-
Laplace- und Hilbert-Transformationen hatte unsereiner zwar im Prinzip
ebenso wie anderes Zeugs gehabt, bis hin zum Nachweis daß Heisenbergs
Bewegungsgleichungen nahtlos in Schrödingers Wellengleichung überführt
werden konnten - aber eben nur auf der obersten Ebene - von all den
inzwischen bei der digitalen Signalverarbeitung anfallenden
PRAKTISCHEN Verwendungen war damals jedoch noch nix zu sehen. Deshalb
fehlt einem sowas - es sei denn, man hat beruflich tief dort
dringesteckt.
W.S.
Bürovorsteher schrieb:> Ich bin ein Schandfleck für alle, die sich E-technik Ing nennen> dürfen,> oder der Beweis das man auch ohne Hardware Kenntnisse es zum E-Technik> Diplom bringen kann.>> Da bist du weder der erste noch der einzige. Von deiner Sorte durfte ich> bereits viele kennenlernen. Ist aber auch völlig egal, irgendjemand muss> ja schließlich die Drecksarbeit mit der Software erledigen. Also kein> bildungsmäßiger Totalverlust. Wenn du deine Sache gut machst, fragt> niemand mehr, ob du ein Diplom für den Gartenbau oder die Sanitärtechnik> gemacht hast.
Mit Delphi 1.0 als ersten OOP Ersatz für Visual Basic und guten DB
Kenntnissen war ich Mitte der 90iger ne hippe Nummer. Bin damals im
ersten Job zusammen mit SPSlern rausgefahren, wir haben
Maschinenstrassen inbetriebgenommen, auf dem Leitrechner lief ne
Windows-Software mit DB, das war meine Aufgabe, da hatten zu der Zeit
nicht viele Ahnung von, schon gar nicht der klassische ETechniker, der
mehr als 5 Jahre im Beruf stand. Mir war das allerdings immer noch zu
schmutzig und Hardwarenah, bin immer weiter weg von ETechnik, heute
mache ich Business Software im J2EE Bereich. Hatte übrigens nie ein Job
Problem.
Motzkopp schrieb:> Mir war das allerdings immer noch zu schmutzig und Hardwarenah, bin> immer weiter weg von ETechnik, heute mache ich Business Software im J2EE> Bereich. Hatte übrigens nie ein Job Problem.
Warum nicht gleich Informatik studieren, wenn du nur als Informatiker
arbeiten willst?
W.S.
> Laplace- und Hilbert-Transformationen hatte unsereiner zwar im Prinzip> ebenso wie anderes Zeugs gehabt, bis hin zum Nachweis daß Heisenbergs> Bewegungsgleichungen nahtlos in Schrödingers Wellengleichung überführt> werden konnten - aber eben nur auf der obersten Ebene - von all den
An das Zeug erinnere ich mich noch ! Mathe im ETechnik Bereich, aber
Schaltungen selber layouten, nö !
Autobot schrieb:> Motzkopp schrieb:> Mir war das allerdings immer noch zu schmutzig und Hardwarenah, bin> immer weiter weg von ETechnik, heute mache ich Business Software im J2EE> Bereich. Hatte übrigens nie ein Job Problem.>> Warum nicht gleich Informatik studieren, wenn du nur als Informatiker> arbeiten willst?
Jepp! Ich wusste es damals nicht besser, habe erst im Studium erkannt,
das ich nicht so der Lötkolben Typ bin.
Motzkopp schrieb:> Ich wusste es damals nicht besser, habe erst im Studium erkannt, das ich> nicht so der Lötkolben Typ bin.
Weißt du denn wenigstens, an welcher Seite der Lötkolben heiß wird?
Hallo
"Der Mod scheint an einem Löschzwang zu leiden."
Absolut nicht, wenn ich die vielfachen bösartigen, überheblichen und mit
erschreckenden Vorurteilen belegten Kommentare hier lese die viele "gut"
bekannte hier absondern und das nicht erst seit gestern, und zwar egal
ob es sich tatsächlich um die Originale oder Nachahmer handelt (die
Vorlagen bieten auf jeden Fall die schlimmen Organale mit ihrer
jahrelanger "Tradition" im unsozialen Verhalten) welche unverständlicher
Weise stehen gelassen werden kann man ganz bestimmt nicht von einen
Löschzwang der Moderatoren reden, sondern eher von schon schwer
verständlicher Großzügigkeit.
Wenn ein außen stehender (Neueinsteiger, Neugieriger,
Zufallsleser...)sich mal hier im Forum umschaut oder gar erdreistet eine
nur etwas nicht technische Frage zu stellen muss man sich schon fast
seines alters und der Interessen wegen schämen - zu groß ist die Gefahr
in einen Topf geschmissen zu werden, nur weil man wohl etwa zu gleichen
Altersklasse gehört und ein ähnliches Interessengebiet hat.
Schade, wie zu erwarten hat sich auch 2020 nicht am "Niveau" von so
einigen hier lang bekannten (bzw. "guten Vorlagen für Nachahmern)
geändert und wirklich interessante Fragen werden wieder mal kaputt
gemacht.
Das Forum macht immer weniger Spaß.
Traurig das es wohl nur "streng" technische Fragen noch einigermaßen
brauchbar beantwortet werden...
Mensch
Wer kann noch 87*87 im Kopf rechnen und erinnert sich bei der
Aufgabenstellung an die Binomische Formeln ... und kann es dann mit
deren Hilfe im Kopf rechnen?
87*87 =>
(90 - 3)hoch2 =>
90hoch2 - 2*90*3 + 3hoch2 =>
(8100 - 540) + 3hoch2 =>
7560 + 9 =>
7569
Übrigens: nix Studium! Bin > 60 und 10.Klasse POS
Motzkopp schrieb:
Das einzige Fach damals, wo man nicht
> mit gutem Matheverständniss durchkam, war Nebenfach Bauelemente, das war> eine 5 bei mir, hat meinem Schnitt von 1,7 aber nicht sehr weh getan.> Ich bin heute reiner Softwareentwickler.
Ich bin ja kein Diplomer, aber im Bachelor/Master heißt 5.0
durchgefallen - > nochmal.
Den Schmitt versauen kann das nicht. Wat das früher andets?
SET0N schrieb:> Ich bin ja kein Diplomer, aber im Bachelor/Master heißt 5.0> durchgefallen - > nochmal.>> Den Schmitt versauen kann das nicht. Wat das früher andets?
Nö, genauso. Aber für ne Story hier genügts.
Bürovorsteher schrieb:>> Mich würde mal interessieren, was bei euch so aus dem Studium hängen>> geblieben ist?>> Viel interessanter ist die Frage, welchen Anteil der Studieninhalte du> jemals im Beruf gebraucht hast.> Erzähl mir jetzt bitte keinen vom Pferd!
Genau das haben mich meine Studenten schon gefragt, als ich noch als
Assistent an der Hochschule lehrend tätig war.
Meine Antwort:
höchstens 10%, aber niemand kann vorhersagen, welche.
Es könnten im Laufe des Berufslebens aber auch mehr als 10% werden. Aus
meiner eigenen Erfahrung habe ich erst vor 3 Monaten für ein
nicht-technisches Thema "statistische Testverfahren" wieder gebraucht.
Dafür half mir der aus Studienzeiten aufgehobene "Bronstein", um das
Gedächtnis wieder aufzufrischen.
Walter K. schrieb:> Wer kann noch 87*87 im Kopf rechnen
(+1)
Testweise könnte man hier 85*85 rechnen und hat so schon mal eine
ungefähre Richtung zum Schätzen, was herauskommt:
-> 9*8 und 25 hintendrankleben
Dann ginge noch (870 + 70) * 8 bzw. 940 * 8 + 7*7 **
Der Einfachheit halber: 90 * 84 + 3*3
** Diese Art Muster hatte sich bei mir von alleine herausgebildet, beim
Ausrechnen von Multiplikationstabellen - d.h. dazu brauchte ich
überhaupt nicht in die Schule gehen.
..und es kommt noch besser: dieses ganze Mengenlehrezeugs aus der
Grundschule ist recht Zahlentheoretischer Natur und hat eigentlich in
der Grundschule nichts zu suchen. So richtig auswerten kann man diese
Art von Hilfen erst, wenn man mehrere Zahlensysteme parat hat. Aber das
hat man als Grundschüler nur bedingt (mit z.B. dem Uhrensystem).
Erst die Auseinandersetzung mit den Computerzahlensystemen hatte mir
geholfen, hier etwas weiter zu blicken - auch mit Freude und Erstaunen -
und: wieder ganz ohne Schule.
Sklavenvermittler schrieb:> Toll, damit bist du der Held aufm Schulhof.
Ja klar;-). Und Du gehörst scheinbar zu den Typen, die früher auf dem
Schulhof schon immer auf die Fresse bekommen haben
Autobot schrieb:> Warum nicht gleich Informatik studieren, wenn du nur als Informatiker> arbeiten willst?
Das wäre blöd, dann hätte man ja Grundlagenkenntnisse von dem was man
verbricht und würde erkennen, was für einen Scheiss man sich
zusammenfrickelt.
Gute Software, pah, wird überschätzt, überall läuft
Seiteneinsteigergefrickel. Gross, langsam, fehlerhaft, unzureichend.
Und schon dreht sich das Rad des Kapitalismus weiter, muss man neu
machen, nur neue Aufträge bringen neues Geld, Software die einfach taugt
wäre da ein Klotz am Bein.
MaWin schrieb:> Das wäre blöd, dann hätte man ja Grundlagenkenntnisse von dem was man> verbricht und würde erkennen, was für einen Scheiss man sich> zusammenfrickelt.
Ein Informatikstudium macht einen genauso zum guten Softwareentwickler,
wie ein E-Technikstudium zum guten Schaltungsdesigner.
Überhaupt nicht.
Beranzverrater schrieb:> Ein Informatikstudium macht einen genauso zum guten Softwareentwickler,> wie ein E-Technikstudium zum guten Schaltungsdesigner.
Wahre Worte gelassen ausgesprochen.
Michael X. schrieb:> SET0N schrieb:>> Ich bin ja kein Diplomer, aber im Bachelor/Master heißt 5.0> durchgefallen - > nochmal.> Den Schmitt versauen kann das nicht. Wat das früher andets?>> Nö, genauso. Aber für ne Story hier genügts.
Ja, ja, nicht jeder ist hier ein Troll, ich war an der FH und musste so
ca. 25 Scheine machen. In genau einem Nebenfach durfte man durchfallen.
Und jeder Schein zählte zum Schnitt, die Diplomarbeit glaube ich floss
zu 1/3 ein.
MaWin schrieb:> Autobot schrieb:> Warum nicht gleich Informatik studieren, wenn du nur als Informatiker> arbeiten willst?>> Das wäre blöd, dann hätte man ja Grundlagenkenntnisse von dem was man> verbricht und würde erkennen, was für einen Scheiss man sich> zusammenfrickelt.>> Gute Software, pah, wird überschätzt, überall läuft> Seiteneinsteigergefrickel. Gross, langsam, fehlerhaft, unzureichend.> Und schon dreht sich das Rad des Kapitalismus weiter, muss man neu> machen, nur neue Aufträge bringen neues Geld, Software die einfach taugt> wäre da ein Klotz am Bein.
SO ganz Seiteneinsteiger war man als Etechniker Informationsverarbeitung
nicht. Ich hatte damals Assembler, Pascal, C/C++ und
Echtzeitprogrammiersprache Pearl (mi ea geschrieben!) im Studium durch
Standard Lehrinhalt und Wahlpflichtfächer.
Motzkopp schrieb:> SO ganz Seiteneinsteiger war man als Etechniker Informationsverarbeitung> nicht. Ich hatte damals Assembler, Pascal, C/C++ und> Echtzeitprogrammiersprache Pearl (mi ea geschrieben!) im Studium durch> Standard Lehrinhalt und Wahlpflichtfächer.
Etwa kein MATLAB/SIMULINK?
Qwertz schrieb:> Motzkopp schrieb:> Ich wusste es damals nicht besser, habe erst im Studium erkannt, das ich> nicht so der Lötkolben Typ bin.>> Weißt du denn wenigstens, an welcher Seite der Lötkolben heiß wird?
An der Stelle, wo die Finger heiss werden :).
Qwertz schrieb:> Motzkopp schrieb:> SO ganz Seiteneinsteiger war man als Etechniker Informationsverarbeitung> nicht. Ich hatte damals Assembler, Pascal, C/C++ und> Echtzeitprogrammiersprache Pearl (mi ea geschrieben!) im Studium durch> Standard Lehrinhalt und Wahlpflichtfächer.>> Etwa kein MATLAB/SIMULINK?
Nö, habe ich was gutes verpasst ?
Qwertz schrieb:> Beranzverrater schrieb:>> Ein Informatikstudium macht einen genauso zum guten Softwareentwickler,>> wie ein E-Technikstudium zum guten Schaltungsdesigner.>> Wahre Worte gelassen ausgesprochen.
Obwohl es eine verkehrte Welt zeigt :\
Motzkopp schrieb:> Nö, habe ich was gutes verpasst ?
Nope. Nur ne weitere (unnoetige) Ebene die aus Bloeckchen dann schlecht
lesbaren Quelltext erzeugt, bevor es mit dem Compiler/Interpreter
weitergeht.
Qwertz schrieb:> Beranzverrater schrieb:>> Ein Informatikstudium macht einen genauso zum guten Softwareentwickler,>> wie ein E-Technikstudium zum guten Schaltungsdesigner.>> Wahre Worte gelassen ausgesprochen.
Ich würde es anders formulieren:
Ein Informatikstudium liefert einem die Grundlagen für einen guten
Softwarentwickler.
Ein guter Programmierer wird man dadurch aber nicht. Das sind zwei Paar
Schuhe.
Chris D. schrieb:> Ein Informatikstudium liefert einem die Grundlagen für einen guten> Softwarentwickler.>> Ein guter Programmierer wird man dadurch aber nicht. Das sind zwei Paar> Schuhe.
Korrekt. Ich würde auch keinesfalls Software-Entwickler und
Programmierer gleichsetzen, auch wenn das dem ein oder anderen als
Wortklauberei erscheinen mag.
Ganz generell verschafft einem ein Studium gewisse theoretische
Grundlagen, sowie hoffentlich die Fähigkeit sich Dinge selbst zu
erarbeiten. Der praktische Teil kommt im Beruf von ganz alleine hinzu
und nennt sich schlicht "Berufserfahrung". Beides ist aus meiner Sicht
ungefähr gleich wichtig für einen guten Ingenieur oder Informatiker.
Qwertz schrieb:> Chris D. schrieb:> Ein Informatikstudium liefert einem die Grundlagen für einen guten> Softwarentwickler.> Ein guter Programmierer wird man dadurch aber nicht. Das sind zwei Paar> Schuhe.>> Korrekt. Ich würde auch keinesfalls Software-Entwickler und> Programmierer gleichsetzen, auch wenn das dem ein oder anderen als> Wortklauberei erscheinen mag.>> Ganz generell verschafft einem ein Studium gewisse theoretische> Grundlagen, sowie hoffentlich die Fähigkeit sich Dinge selbst zu> erarbeiten. Der praktische Teil kommt im Beruf von ganz alleine hinzu> und nennt sich schlicht "Berufserfahrung". Beides ist aus meiner Sicht> ungefähr gleich wichtig für einen guten Ingenieur oder Informatiker.
Naja, die wirklichen Schwierigkeiten in meinen Jobs waren/sind eher
haufenweise unbekannten Code zu verstehen, wo unbekannte Prozesse
abgebildet wurden und gescheite Anforderungen zu erhalten, Dann die
Erwartung, dass man als Entwickler teilweise hellsehen soll, wenn es
darum geht Zeiteinschätzungen zum Unschreiben von unbekannten Code mit
ultraschlechten Anforderungen zu geben. Vor allem wenn dann noch durch
agil/Scrum den Bock zum Gärtner macht, aber vielleicht bin ich für die
neueste Sau im Dorf zu alt.
Auf jeden Fall helfen einem da die tollen theoretischen Grundlagen aus
dem Studium auch nicht. Die wirklich technischen Probleme sind selten,
aber zur Abwechslung sehr angenehm.
Qwertz schrieb:> Korrekt. Ich würde auch keinesfalls Software-Entwickler und> Programmierer gleichsetzen, auch wenn das dem ein oder anderen als> Wortklauberei erscheinen mag.
Programmierer
Als Programmierer wird ein nicht näher definierter oder nicht
spezialisierter Softwareentwickler bezeichnet.
https://de.wikipedia.org/wiki/Softwareentwickler
Franko Potento schrieb:> Qwertz schrieb:>> Korrekt. Ich würde auch keinesfalls Software-Entwickler und>> Programmierer gleichsetzen, auch wenn das dem ein oder anderen als>> Wortklauberei erscheinen mag.>> Programmierer> Als Programmierer wird ein nicht näher definierter oder nicht> spezialisierter Softwareentwickler bezeichnet.>> https://de.wikipedia.org/wiki/Softwareentwickler
interessiert leider niemand, für die breite masse (99% der personaler
ticken so) sind es leute die vorm pc sitzen und mit der maus klicken :<
Ottmahr Zittlau schrieb:> interessiert leider niemand, für die breite masse (99% der personaler> ticken so) sind es leute die vorm pc sitzen und mit der maus klicken :<
Das ist doch aber normal. Wenn dein Klo verstopft ist, dann soll da ein
Typ im Blaumann kommen und das wieder in Ordnung bringen. Was weiß ich
was der für einen Titel, Ausbildung oder Geburtsgewicht hat?
So sehen das die Chefs bei SW Entwicklern halt auch.
De facto geht das meiste vom Studium über die Zeit verloren, weil man es
einfach nicht braucht.
Wenn man sich aber wieder mit den Inhalten beschäftigt, dann kommt das
alles schnell wieder zurück.
lol schrieb:> De facto geht das meiste vom Studium über die Zeit verloren, weil> man es einfach nicht braucht.>> Wenn man sich aber wieder mit den Inhalten beschäftigt, dann kommt das> alles schnell wieder zurück.
Ja, so ist das mit Grundlagenwissen. Das benötigt man konkret in der
Praxis eher selten, aber es ist gut, wenn man es als Rüstzeug besitzt.
Verschüttetes Wissen ist auch viel schneller wieder aufgefrischt als
komplett neu erarbeitet.
lol wie kann man als maschi der mechanik nicht mehr mächtig sein,
schande über dein haupt und alle maschinenbauer. Ich fass es nicht.
Ich höre es immer wieder, dass leute im Studium die TM nicht packen oder
sie nichts verstehen, WTF!!! Ich bin in jeder Prüfung mit einer 1,0
durchgerauscht. Gott, lass Gehirn regnen und den Maschinenbau nicht
weiter verblöden...
Allein schon was für ein Murks heute in den Entwicklungsabteilungn
zusammensimuliert wird. Da kann man nur den Kopf schütteln. Bunte Bilder
malen mit FEM kann jeder, aber realitätsnahe sind die wenigsten. Wenn
ich sehe, dass einer einen Walzvorgang mit linearer FEM durchsimuliert
möcht ich mich vorn Zug schmeißen
Humbert K. schrieb:> Allein schon was für ein Murks heute in den Entwicklungsabteilungn> zusammensimuliert wird. Da kann man nur den Kopf schütteln. Bunte Bilder> malen mit FEM kann jeder, aber realitätsnahe sind die wenigsten. Wenn> ich sehe, dass einer einen Walzvorgang mit linearer FEM durchsimuliert> möcht ich mich vorn Zug schmeißen
Ich kann nur für EMF sprechen und ich glaube nicht, dass jemand ohne
Felder-Verständnis aus einer FEM-Simulation sinnvoll Ergebnisse erzeugt.